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Die sechzehnjährige Riley lebt in Alabama und hat kaum soziale Kontakte. Dies ändert sich, als sie eines Tages auf die lebenslustige Phoenix trifft, die ihr bisheriges Leben durcheinanderbringt. Eine Geschichte über Freundschaft, die erste Liebe und die Findung zu sich selbst.
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Veröffentlichungsjahr: 2018
The Phoenix on my shoulder von Franziska Philipp
INHALTSVERZEICHNIS
Lilarot
Dunkelrot
Hellrot
Orange
Gelb
Grün
Türkis
Blau
Dunkelblau
Lila
Violett
Pink
Rosa
Weiß
Schwarz
Bunt
Endlich ertönte der Gong, der die Schule beendete. Ich hasste die Schule. Den ganzen Tag hatte ich nur Mathe, Deutsch und Spanisch gehabt. In der Pause hatte ich mich zu den anderen Mädchen gestellt, um dabeizustehen und unsichtbar zu sein wie immer. Ich wusste nicht wieso, aber ich konnte mit den Mädchen aus meiner Klasse kein normales Gespräch führen. Es ging nur um ihre Partys, bei denen ich nicht eingeladen wurde, um ihre Boybands, die ich nicht hörte, um ihre Zeitschriften, die ich nicht las und all das was mich nicht interessierte. Ich bin nicht so wie die anderen. Das mag klingen als wäre ich ein Opfer, aber so ist es nicht. Ich verstehe nur meinem Leben einen tieferen Sinn zu geben. Ich möchte nicht, dass es nur auf Sex, Drogen, Partys und Mode basiert. Das fände ich sehr traurig. Ich möchte herausfinden, wer ich bin und deshalb bin ich hier auf der High School, höre meine Rockmusik aus den 80ern die keiner hört und trage meine kunterbunten Klamotten, die keiner trägt und lasse mich von Idioten beleidigen, deren Leben komplett auf Oberflächlichkeiten basiert und grinse in mich hinein, wenn ein paar Tussis bei meinem Anblick die Schminkfressen aufklappen.
Ich bin Riley, bin 16 Jahre alt und in der 10. Klasse der ödesten High School in ganz Huntsville. Wenn nicht sogar der ödesten High-School des ganzen Bundesstaats Alabama. Ich habe kaum soziale Kontakte -fast gar keine- außer meinem Bruder Alan. Er ist nicht nur mein Bruder, sondern auch der beste Kumpel, den es gibt. Leider kommt er im nächsten Jahr aufs College und dann bin ich hier allein. Also habe ich mir als Ziel gesetzt, bis dahin Freunde zu finden, die nicht zur Familie gehören.
Das wird sehr schwer für mich. Ich habe es nicht so mit Menschen. Vielleicht weil ich nie einen Menschen getroffen habe, der mit mir auf einer Wellenlänge ist. Oder weil ich von den Mädchen in meiner Schule generell angepisst bin. Ich mag nicht zu einer Gruppe dazugehören, die nicht meine Wertvorstellungen teilen. Da bin ich lieber allein. Ich mag auch keine Menschen an mich ranlassen. Alan hat mal gesagt: Wenn man Menschen zu nah an sich ranlässt, nutzen sie das aus und werden hinterhältig und gemein. Er weiß wovon er spricht. Sein Vertrauen wurde zu oft ausgenutzt.
Ich habe einfach niemals jemanden an mich rangelassen. Ich weiß nicht mal wie man Freunde findet. Ich habe das nie gelernt. Ich brauche auch keinen Menschen außer mir selbst.
Am nächsten Tag saß ich wieder in der Schule und hörte über Kopfhörer Musik von Foreigner.
So long... I've been looking too hard I've been waiting too long Sometimes I don't know what I will find I only know it's a matter of time When you love someone When you love someone It feels so right so warm and true I need to know if you feel it too Maybe I'm wrong... Won't you tell me if I'm coming on too strong This heart of mine has been hurt before This time I wanna be sure I've been waiting for a girl like you To come into my life I've been waiting for a girl like you And a love that will survive I've been waiting for someone new To make me feel alive
Waiting for a … (Foreigner, waiting for a girl like you)
Zumindest bis der Gong zum Unterrichtsbeginn die sanften, mit Gitarren unterlegten, Töne meines Walkmans unterbrach. Und, ja, ich besitze so etwas heute noch mit großem Stolz.
Schweren Herzens packte ich meinen Walkman weg, als Mrs Kane durch die Tür spazierte.
Hinter ihr stand ein junges Mädchen mit kupferrotem Haar und einem schelmischen Grinsen. In ihrem ganzen Gesicht waren Sommersprossen und nicht nur in ihrem Gesicht. Sie waren auch auf ihren Armen und Schultern deutlich zu sehen.
