Thennberg oder Versuch einer Heimkehr - György Sebestyén - E-Book

Thennberg oder Versuch einer Heimkehr E-Book

György Sebestyén

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Beschreibung

Richard Kranz, Überlebender aus dem Konzentrationslager, sucht im Jahr 1945 Thennberg auf, den einstigen Ferienort seiner Familie. Doch die Heimkehr in die Kindheitsidylle scheitert, muss scheitern. György Sebestyén gelingt die facettenreiche Darstellung einer dunklen Zeit, die bis heute literarisch nur bruchstückhaft aufgearbeitet ist. Darüber hinaus ist Thennberg die Analyse eines ungelösten Kriminalfalls und eine Geschichte von Liebe und Tod. Ein meisterhaft konstruierter Roman, in dem Zeiten und Blickwinkel wechseln, Traum und Wirklichkeit, Erinnerung und Gegenwart in einem diffundierenden Verwirrspiel von Rauschfantasien und Fieberträumen ineinanderlaufen. Der 1969 erstmals erschienene, restlos vergriffene Roman ist zum Jubiläumsjahr wieder erhältlich: 2010 jährt sich György Sebestyéns Geburtstag zum achtzigsten, sein Todestag zum zwanzigsten Mal. Hilde Spiel würdigte Thennberg seinerzeit in der F.A.Z als eine Suche nach der verlorenen Zeit en miniature und gelangte schließlich zu folgendem Resümee: Kein modernistisches, sondern ein wahrhaft modernes Buch!

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 190

Veröffentlichungsjahr: 2012

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György Sebestyén

Thennberg

Oder Versuch einer Heimkehr

Roman

György Sebestyén

 

 

 

 

 

 

 

Thennberg

oder Versuch einer Heimkehr

 

Roman

 

 

Mit einem Nachwort von Helmuth A. Niederle

 

 

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de/ abrufbar.

Die Erstausgabe erschien 1969 bei Verlag Kurt Desch GmbH, München. Die vorliegende Neuauflage wurde an die aktuelle Rechtschreibung angepasst.

Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

1.Auflage 2010

© 2010 by Braumüller Literaturverlag

Braumüller GmbH, Servitengasse 5, A-1090 Wien

http://www.braumueller.at/

Coverbild: Niko Korte, pixelio.deISBN der Printausgabe: 978-3-99200-009-8

E-Book-Ausgabe © 2010ISBN 978-3-99200-036-4E-Book: Satzweiss.com Print Web Software GmbH

Inhalt

Thennberg oder Versuch einer Heimkehr 9

Literatur als Gegenentwurf zum Bestehenden

Nachwort von Helmuth A. Niederle 145

Eitelkeit über Eitelkeit! Alles ist eitel!

Welchen Gewinn hat der Mensch bei all

seiner Mühe, womit er sich abmühet unter

der Sonne? Ein Geschlecht tritt ab, und einanderes tritt auf; doch die Erde steht ewig.Denn die Sonne geht auf, und die Sonne gehtunter; und nach ihrer Urstätte hinlechzendgeht sie daselbst wieder auf. Es streicht nachSüden und wendet sich nach Norden, undwendet sich wieder der streichende Wind;und in seinen Wendekreisen kehrt er zurück,der Wind. Alle Flüsse fließen ins Meer,doch wird das Meer nicht voller; dahin,von woher die Flüsse wegflossen, kehren siezurück, um wieder zu fließen. Alle Worte sindzu matt, niemand vermag es auszusprechen.Das Auge wird nicht satt vom Sehen,das Ohr nicht gefüllt vom Hören.Was gewesen ist, das wird wieder geschehen;Ja, es gibt gar nichts Neues unter der Sonne.Gäbe es etwas, von dem man sagte:„Siehe, das ist neu!“, so ist es doch schonin der Vorzeit gewesen, die vor uns war.

Der Prediger Salomon, I; 2–10

Wir sind nicht, was wir suchen ist alles.

Hölderlin

W

enn du nichts zu essen hast, hatte zu ihm Markus Löw gesagt, dann such dir einen Bach und fang dir einen Fisch, einen Bach zu finden, das ist eine Kleinigkeit, einen Bach findet man überall, irgendeinen, und wo es einen Bach gibt, dort gibt es auch einen Fisch, den fängst du dir mit einem Korb oder mit einer leeren Konservenbüchse oder mit der Hand, dann nimmst du ihn am Schwanz und haust ihn mit dem Kopf auf einen Stein, einen Stein findet man überall, irgendeinen, und nachher machst du ein Feuer und nimmst dem Fisch seinen Darm heraus und steckst ihm einen Zweig in das Maul, und dann brätst du den Fisch und stillst deinen Hunger. So hatte er es gesagt, stillst deinen Hunger, und war dann weitergegangen, ohne Abschied, ohne Händedruck, ohne sich nochmals umzudrehen, weiter an der Leiche des verrückten Adalbert Friedländer vorbei auf die Baracke zu, in der sie während der letzten Monate nebeneinander gelegen waren, und beieinander, wenn es kalt war, auf einem Strohsack, in dem es längst kein Stroh mehr gab, unter einer Pferdedecke, die längst keine Decke mehr war, sondern ein grauer Fetzen, starr vor Schmutz an den Rändern, und sonst wie ein zerrissenes Sieb.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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