Timos Abenteuer, 1. Buch - Werner Randolf - E-Book

Timos Abenteuer, 1. Buch E-Book

Werner Randolf

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Beschreibung

Motzi ist ein Gespenst und kann nicht schweben - wo gibt's denn so was? Aber da ist noch sein neu gewonnener Freund Timo, den er beim Teich kennen gelernt hat, und der ihm hilft, das Schweben zu lernen. Die beiden sind von da an unzertrennlich und wagen jedes Abenteuer. Oma und Opa von Timo fürchten sich gar nicht vor Motzi, obwohl Menschen gewöhnlich große Angst vor Gespenstern haben. Sogar einen Kuchen backen sie für Timos neuen Gefährten. Als die Eltern von Timo aus dem Urlaub zurückkommen und Motzi auch sehr liebhaben, scheint das Glück perfekt. Wenn da nicht ein ganz großer Wunsch von Motzi wäre …

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Seitenzahl: 60

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Impressum 2

Widmung 3

Das kleine Teichgespenst 4

Dem kleinen Teichgespenst ist schlecht 9

Motzi hat Besuch 11

Gefahr im Teich 14

Motzi findet einen Freund 17

Motzi lernt schweben 22

Sonnenbrand 26

Motzi lernt Oma und Opa kennen 29

Motzi wird in die Familie aufgenommen 33

Die erste Nacht im Haus 37

In der tiefen Höhle 40

Zu Hause bei Oma und Opa 51

Gold 55

Mama und Papa 65

Motzi macht sich Gedanken 69

Auf der Suche 73

Opas Geschichte 79

Im Vergissmeinnichttal 85

In der Burg 92

Motzi ist glücklich 100

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2021 novum publishing

ISBN Printausgabe: 978-3-99107-657-5

ISBN e-book: 978-3-99107-658-2

Lektorat: Mag. Angelika Mählich

Umschlagfoto: Karin Randolf

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

Innenabbildungen: Karin Randolf

www.novumverlag.com

Widmung

FÜR TIM

Zum Vorlesen

und

Selberlesen

Das kleine Teichgespenst

In einem kleinen Teich, nahe an einem kleinen Haus am Rande der großen Stadt, lebte ein kleines Gespenst.

Es war ein lustiges Kerlchen mit lustigen Augen, einem runden Gesicht, einer kleinen Stupsnase und einem süßen Mündchen.

Seine Wuschelhaare

waren aus grünen Algen.

Und es war sehr blass.

Die großen Augen strahlten vor Vergnügen, wenn es mit seinen Freunden –den Fischen und Fröschen –Verstecken spielte. Verstecke gab es ja genug unter den Blättern der Teichpflanzen und den vielen bunten Steinen.

Ab und zu war das kleine Teichgespenst ganz traurig. Alle Fischlein hatten einen Namen. Sie hießen Flossi und Schwimmi, Bubsi und Stupsi, Glucksi und Glitschi und Blubbi, Dickilein und Zappilein, Flecki und Klatschi.

Sogar die fetten Frösche riefen sich mit dem Namen. „Quaaak“, rief der eine, und „Kroook“ antwortete der andere.

Nur das arme kleine Teichgespenst

hatte keinen Namen.

„He, du!“, riefen ihn die Fischlein oder „Du da!“, oder nur „Hallo, du, wollen wir spielen?“

Am Tag war das kleine Gespenst abgelenkt und beschäftigt, aber am Abend wurde es ganz traurig, kleine glitzernde Tränen rannen ihm die Wangen herunter. „Alle haben einen Namen, nur ich nicht“, schluchzte es, bis es vor Erschöpfung endlich einschlief.

Das arme namenlose Teichgespenst schlief tief in seinem Kummer. Die Fischlein aber versammelten sich im tiefsten Teil des Teiches.

„Liebe Freunde“, blubberte derdicke Dickilein.

„Wir müssen unserem Freund helfen und ihm einen Namen geben!“

Alle blubberten aufgeregt und gleichzeitig ihre Zustimmung, so, dass das Wasser nur so sprudelte.

„Aber wie soll er heißen? Hat jemand eine Idee?“, fragte Glucksi.

Da verstummten alle Fische und überlegten und überlegten und überlegten.

Aber es fiel ihnen nichts ein.

Gar nichts !

Da piepste das allerkleinste Fischlein: „Ich weiß, ich weiß!“ Alle schauten herum, sahen aber nichts. „Hier bin ich“, japste das allerkleinste Fischlein und versuchte sich ganz dick zu machen.

Da sahen sie ihn, es war Zappilein. „Wir nennen unseren lieben Freund MOTZI“, sprudelte Zappilein heraus und vor Aufregung wurde er ganz rot.

„Ja, ja, Motzi“, blubberten alle gleichzeitig und wieder sprudelte das Wasser wie ein Springbrunnen.

Von dem vielen Geblubbere wurde das kleine Gespenst wach und rieb sich die Augen.

„Was ist denn mit euch los?“, fragte es verwundert.

„Wir haben einen Namen für dich –Motzi sollst du heißen!“, riefen alle durcheinander und schwammen um den Kleinen herum.

Das kleine Teichgespenst setzte sich auf und schaute ganz ungläubig auf die Fische. Dann lächelte es über das ganze Gesicht, sprang auf und hüpfte wie wild herum. „Ich habe einen Namen. Ich habe einen Namen!“, sang es laut vor sich hin, und vor Freude küsste es jeden einzelnen Fisch.

„Danke, ihr Lieben. Danke!“

So bekam das kleine Teichgespenst seinen Namen.

Dem kleinen Teichgespenst ist schlecht

Das kleine Gespenst aß normalerweise von den Pflanzen im Teich. Besonders die Blätter der Seerosen schmeckten ihm. Es machte ihm großen Spaß, kleine runde Löcher in die Blätter zu nagen.

Eines Morgens kam eine große Gestalt an den Teichrand und streute bunte Flocken auf das Wasser. Die Fische freuten sich und schwammen schnell dorthin, drängelten sich und stießen sich. Sie sperrten ihre kleinen Mäuler auf und schluckten gierig die Flocken.

Das war eine Aufregung.

„Probier doch auch!“, riefen sie Motzi zu, „schmeckt superlecker.“

Das Gespenst probierte von den Flocken, sie schmeckten ihm und er verschlang eine große Menge.

Eine Zeit später wurde das blasse Gespenstchen ganz grün, der Bauch schmerzte ihm und es wurde ihm furchtbar schlecht.

„Au, au, au“, jammerte es.

„Mir ist sooo schlecht!“, stöhnte es.

So lag Motzi am Boden und hielt sich den Bauch. Die Fische schwammen um den Armen herum und versuchten ihn zu trösten. „Vielleicht ist das Fischfutter doch nichts für so kleine Gespenster?“, meinten sie.

„Ich bin doch Vegetarier!“, heulte der arme Motzi und versprach sich, nie mehr etwas anderes als Pflanzen zu essen.

Motzi hat Besuch

Die Teichbewohner waren wieder einmal beim Versteckenspielen, das Lieblingsspiel von Motzi, als sie ein leises Rascheln hörten. Und da sahen sie auch schon ein langes dünnes Tier unter den Blättern auf sich zukommen.

Es hatte einen schlanken Kopf und auf der Seite, neben den großen Augen zwei gelbe Flecken.

Die Fischlein erschraken und versteckten sich schnell hinter Motzi.

Die Frösche hüpften vor Schreck auf den Wuschelkopf von Motzi.

Das fremde Wesen machte vor dem kleinen Teichgespenst halt, schaute es mit seinen großen Augen an und flüsterte: „Hallo, hab keine Angst. Ich bin Susssi, ich bin eine Sslange und wollte dich kennenlernen.“

Motzi blickte dem Tier fest in die Augen. „Ich habe keine Angst!“, sagte Motzi, obwohl er innerlich furchtbar zitterte. „Du bist also eine Schlange?“, sagte er. „Ja, eine Sslange, eine Ringelnatter und ich wollte immer sson ein Gessspenssst sehen“, antwortete das seltsame Tier.

Es konnte offenbar kein SCH sprechen und hatte überhaupt eine lustige Aussprache.

„Du bist aber ein hübsches Tier

und wie elegant du schwimmen kannst.“

Die Schlange wurde bei dem Kompliment

ein bisschen rot.

„Und das sind meine Freunde, die Fische und Frösche.“ Motzi zeigte hinter sich, wo sich alle versteckt hielten, aber doch neugierig hinter dem Gespenst hervorlugten.

Die Schlange Susi machte eine elegante Verbeugung: „Sssssehr erfreut. Darf ich mit euch mitssssspielen? Ich liebe Verstecken spielen.“

Und so spielten sie noch bis zum Abend gemeinsam und es war sehr lustig. Dann verabschiedete sich die Schlange Susi und versprach, bald wiederzukommen.

Gefahr im Teich

Eines Morgens wurde Motzi von einem lauten Geschrei geweckt. Die Fischlein im Teich waren äußerst aufgeregt und schwammen wild hin und her.

„Bubsi, wo bist du? Flossi wo steckst du?“, riefen sie verzweifelt. Auch Schwimmi war nirgends zu finden. „Wo seid ihr denn?“, heulten sie verzweifelt.

„Was ist denn los?“, fragte Motzi.

„Bubsi, Flossi und Schwimmi

sind verschwunden.

Wir können sie nirgendwo finden!“,

heulten die Fischlein durcheinander.