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Die Wüste Namib erstreckt sich in einem schmalen Streifen über 1.800 km entlang der Atlantikküste von Port Nolloth in Südafrika durch Namibia bis zum Ort Namibe in Angola. Das Buch erzählt von einer spannenden Entdeckungsreise quer durch die facettenreiche Wüste Namib zu geheimnisvollen Orten: Diamantensperrgebiete, Geisterstädte, Schiffswracks, endlose Dünenmeere, unberührte Küsten, eigenwillige Flusslandschaften. Eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt eröffnet dem Leser nicht nur neue Dimensionen der Wüste, sondern lässt ihn auch an Begegnungen mit der Bevölkerung teilhaben. Eine interessante Reise, die zugleich einen Blick zurück auf die Zeit der Entdeckungen, Kolonisation und Bürgerkriege wirft.
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Seitenzahl: 282
Veröffentlichungsjahr: 2013
TransNamib
Dimensionen einer Wüste
Gabi Christa und Uwe Scharf
Impressum
Verlag: Sandneurosen – Reiseliteraturverlag
Birkenweg 4, D 87642 Halblech
Tel. +49 (0) 8368 9290, FAX +49 (0) 8368 9292
e-mail: [email protected]
www.sandneurosen.comerste Auflage 2010
Copyright: Alle Rechte, auch Auszugsweise, insbesondere das der Übersetzung, des Nachdrucks, die Entnahme von Bildern, Funkbearbeitung sowie Verfilmung, im In- und Ausland nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages.
Text und Fotos: Gabi Christa und Uwe Scharf
Umschlaggestaltung, Satz und Layout: Gabi Christa und Uwe Scharf
Lektorat: Lektorat SprungChance GbR, Bremen
ISBN: 978-3-939792-02-4 (Buchausgabe)
ISBN: 978-3-939792-04-8 (e-book)
Für Dich, weil ich Dir gerne etwas gebe.
Karte mit Route
Vorwort
1. Teil Südafrika
Vom Kap der Guten Hoffnung bis zum Oranje
Kapstadt – Mutterstadt
Erster Tag – erste Panne
Biltong
Der einsame Nordwesten
Visabeschaffung für Angola
Kleine Lüge – große Lüge – Statistik
2. Teil Namibia
Der Vater der Namib
Schnee in der Wüste, Aus
Das Herz der Wüste Namib
Entstehung der Sperrgebiete in der Wüste Namib
Kolmannskuppe
Wasser in der Wüste
Lüderitz, ein künstliche Oase in der Wüste
Diamantensperrgebiet 1
Pomona
Märchental und Bogenfels
Namdeb
Bildgalerie Sperrgebiet 1
Sperrgebiet 2 Lüderitz – Walvis Bay
Unsichtbare Dimensionen einer Wüste
Selbstvertrauen in den Dünen und das Wetter
Fischersbrunn, Tsauchabdelta und Walfriedhof
Schiffbruch und Diamanten in der Wüste
Grillenberger und ein Friedhof in der Wüste
„Edward Bohlen“ und Kapitän Parow
Zweite Panne
Topnaar und !Nara bei Sandwich Harbour
Bildgalerie Sperrgebiet 2
Salz in der Wüste, Walvis Bay und Swakopmund
Messumkrater
Elefanten in der Wüste, im Huab
Löwen in der Wüste, im Hoanib und Hoarusib
Leuchtfeuer im All
Himbas
Kunene
3. Teil Angola
Einreise und der Präsident
Soziales und Gesundheitswesen
Große Feinde, kleine Feinde, der Unabhängigkeitskrieg
Sportliches
Zurück in der Wüste
Foz do Cunene/Kunenemund
Killing Zone
Tombua
Namibe, und nördlichster Punkt der Wüste Namib
Der Feind meines Feindes ist mein Freund
Lubango
Huila-Plateau und zurück in den Busch
Bildgalerie Angola
4. Teil Namibia/Südafrika
Krokodile in der Wüste
Kaokoland und Epupafälle
Hohe Schule des Offroadfahrens am Van Zyls-Pass
Perlen der Wüste Namib
LKW-Panne im Nichts
Wüstenexpedition in den Hoanib
Zurück zum Atlantik
Cape Cross
Leben und arbeiten in der Wüste
Sesriem und Sossusvlei
Fish River und Ai-Ais
Ausreise nach Südafrika
Der Kreis der TransNamib schließt sich in Port Nolloth
Bildgalerie Namibia und Südafrika
Anhang
Tipps für Selbstfahrer
Beste Jahreszeit
Zeitplan
Visa
Impfungen
GPS
Eintritts- und Straßengebühren/ Kraftstoffkosten
Roadbook und Wegpunkte
Luftdruck der Reifen
Ausrüstung
Literaturverzeichnis
Die Autoren
Viele Menschen im grünen Europa haben, wenn überhaupt, von Wüstenreisen eine verschwommene Vorstellung. Bilder von Monotonie, Abenteuer und Tragödien erscheinen vor dem geistigen Auge. Oder man „schickt jemanden in die Wüste“, um ihn zu bestrafen, auszugrenzen, zu demütigen. So ist es im alten Testament mit dem Sündenbock überliefert. Warum also zieht es manche Menschen trotzdem immer wieder in diese so menschenfeindlichen Regionen? Als ich in den 70ern das erste Mal in die Wüste „reiste“, war das noch im Kinderzimmer in Deutschland. Ich las im Roman „Durch die Wüste“ über die Abenteuer von Kara Ben Nemsi alias Karl May. Der Autor vermittelt in seinem Werk das oben beschriebene Bild. Wie wir inzwischen alle wissen, hatte der gute Karl May sich alles nur ausgedacht – erst viele Jahre nach Erscheinen seiner Werke reiste er selbst zu den Schauplätzen der Geschichten.
Das vorliegende Buch ist keine fiktive Geschichte. Trotzdem oder gerade deshalb fehlt es nicht an Spannung mit persönlichem Charakter. Es ist authentisch. Vor Antritt einer Safari erscheinen die zu durchquerenden Wüsten als heikle Barrieren. Wenn man Reisende nach der Fahrt fragt, welche geografische Region für sie am eindrucksvollsten war, bekommt man oft die Antwort, dass es ihnen die Wüstenetappen am meisten angetan haben. Man hört immer wieder Sätze wie: Reise zu sich selbst, …durch Raum und Zeit, …ins Reich der Weite und Stille. Genau das wird von Gabi und Uwe eindrucksvoll beschrieben. Diese Sehnsucht ließ sie immer wieder den „Ort der Leere“ aufsuchen, besser bekannt unter dem Namen Namib.
Doch beim Erkunden der Dimensionen begreifen die Autoren schnell: Die Namib ist nicht leer, sondern hat viele faszinierende Gesichter. Die Herausforderung bestand vor allem darin, aus der Fülle dessen, was sie erlebten, ausgewogen zu berichten. Die älteste Wüste der Welt hat geologisch, historisch und ökologisch Einzigartiges vorzuweisen. Als Zeugnis des Auseinanderdriftens des Urkontinents Gondwana zieht sich die Namib als schmaler Streifen an der Atlantikküste entlang. Sie gilt als Nebelwüste, beeinflusst von antarktischen Strömungen. Mit der Sukkulent Karoo im Süden beherbergt sie einen Hotspot der Artenvielfalt. Sie geht über in ein vegetationsloses, rotes Sandmeer mit den höchsten Dünen der Welt. Dazwischen Inselberge mit endemischer Flora und Fauna sowie Trockenflüsse, welche sich ihren Weg zur Küste bahnen. Heimat von lachenden Geckos und goldenen Maulwürfen, aber auch Wüstenelefanten und Wüstenlöwen. Im Norden die Skelettküste mit den Wracks gestrandeter Schiffe als Zeugnis europäischer Expansion. Verfallene portugiesische Handelsstationen und Sklavenhäuser sowie Narben des Bürgerkriegs in Angola säumen den Weg der Autoren. Sie besuchen ausgebeutete Diamantenfelder im streng bewachten Sperrgebiet – ein riesiges Freiluftmuseum deutscher Kolonialgeschichte. Auch die aktuelle Goldgräberstimmung im jungen Namibia, hervorgerufen durch die Renaissance des Uranbergbaus sowie die damit verbundenen Sorgen indigener Völker und Naturschützer, bleiben nicht unerwähnt …
Es fällt mir schwer, hier abzubrechen. Die Dimensionen sind riesig.
Sollten Sie am Ende der Lektüre Lust auf eine eigene Reise verspüren, bietet ihnen der praktische Teil im Anhang mit Roadbook und Wegpunkten eine optimale Grundlage zur Vorbereitung – mit dem Finger auf der Landkarte oder beiden Händen am Lenkrad.
Holger Vollbrecht (EduVentures)
Windhuk, 11. August 2010
Südafrika
Der erste Reiseteil erzählt vom Kap der Guten Hoffnung und führt zu den südlichsten Ausläufern der Wüste Namib im südafrikanischen Northern Cape bis zum Oranje, dem Grenzfluss zu Namibia.
Vom Kap der Guten Hoffnung bis zum Oranje
Der Wunsch die Wüste Namib zu durchqueren, erwachte schon beim ersten Besuch 1999. Damals vereitelten die streng gesicherten Diamantensperrgebiete in Namibia und der Bürgerkrieg in Angola diese Reise durch den ariden Teil der Wüste entlang der Atlantikküste. Die Situation hat sich mittlerweile entscheidend geändert. Der angolanische Bürgerkrieg fand 2002 sein Ende und kurze Zeit später wurde das Sperrgebiet 2 für einen Konzessionär freigegeben. Auch das Sperrgebiet 1 darf in Teilbereichen seit 2004 besucht werden. Die „TransNamib“ ist also realisierbar und ein inniger Traum wird wahr. Alle Vorbereitungen für die Reise sind abgeschlossen. Ich erwarte nur noch die Pässe vom angolanischen Konsulat, dann mache ich mich auf, um einen Weg durch die Wüste Namib zu finden. Eine Wüste ist spannend, sie hat mit dem Leben des Menschen einiges gemeinsam, sie birgt alle Schönheiten und alle Schrecklichkeiten in sich. Die Besonderheit der Wüste Namib liegt in ihrer faszinierenden Vielfältigkeit. Diese Wüste ist nicht nur eine simple Landschaftsform. Sie birgt einerseits Gegenden mit einer artenreichen Flora und Fauna, andererseits Regionen mit extremsten Lebens- und Existenzbedingungen für Menschen, Tiere und Pflanzen. Ihre südlichsten Ausläufer finden sich in der südafrikanischen Provinz Northern Cape. Von hier aus erstreckt sie sich 1.800 Kilometer nördlich, nach Südangola bis zum Ort Namibe. Namib heißt „leerer Platz“ oder „Ort, an dem nichts ist. Doch die Dimensionen der Wüste bergen viele kleine faszinierende Schätze, die entdeckt und im Verlauf der TransNamib gehoben werden. Es geht bei dieser Reise um die Begegnung mit der Wüste Namib als Ganzes und es soll ein machbarer Weg aufgezeigt werden, wie dieses Erlebnis stattfinden kann. Da die geplante Streckenführung in Angola sehr einsam ist und die „Killing Zone“ entlang der Küste für Einzelfahrzeuge nicht empfohlen wird, findet die Reise mit zwei Fahrzeugen statt.
Das Reiseland Südafrika – in Hochglanzprospekten weltweit bestens vermarktet – hat auch ein knallhartes Alltagsgesicht. Eben geht die Sonne auf, doch der Sommer am Kap lässt immer noch auf sich warten, ein kalter Nord-West-Wind bläst die regenschweren Wolken über den Tafelberg. Ein Tag wie jeder andere – für alle. Auch für diejenigen, die unter den Brücken, in den Gräben und den Slums Kapstadts wohnen. Ein Tag wie jeder andere, voll abgetretener Hoffnungen und wiederkehrender Enttäuschungen. Im Stadtteil Milnerton ist die wöchentliche Müllabfuhr. Menschen, die nichts haben, durchwühlen die Abfalltonnen derer, die was haben, nach Brauchbarem, Verwertbarem oder einfach nur Essbarem. Das Land ist flach bebaut, daher ist der Tafelberg auch noch aus weiter Entfernung zu sehen. Dieser Panoramablick auf die Stadt, die Tafelbucht und den namensgleichen Berg ist für alle kostenlos. Doch wer sieht und genießt ihn von denen, die hier um 6 Uhr früh ihr Überleben aus Abfalltonnen sichern müssen?
Menschen aller farblichen Schattierungen, die etwas besitzen, fahren in ihren polierten Autos zur Arbeitsstelle, führen ihre Hunde am Strand Gassi oder joggen sich gesund. Das Gefälle von Reich und Arm ist groß, doch Unterschiede in der Hautfarbe fallen immer weniger ins Gewicht. Dazwischen gibt es die Masse der Durchschnittsbürger, die Unauffälligen, die wie jeder andere sind. Die exakt getrimmten Rasenflächen vor den Einfamilienhäusern verlieren sich jeweils nach der dazugehörenden Gartenmauer. Wütende Hunde kläffen hinter den stromgesicherten hohen Umfassungen, die wie Klagemauern wirken in ihrem stummen Ausdruck, der von Angst und Sorge der Bewohner um Besitz und Leben spricht.
Zwischen den Büschen entlang der Autobahn entstehen immer wieder Pappdeckelhütten. In regelmäßigen Abständen räumt die Polizei diese trostlosen Wohnbereiche der Menschen, die Außenseiter sind, ohne Geld und ohne Job. Die Neuankömmlinge vom Land oder Flüchtlinge aus anderen afrikanischen Staaten konnten sich noch in keinem Wohnbereich etablieren. Sie haben schwierige Lebensbedingungen in ihren Heimatdörfern zurückgelassen und sich auf die Reise gemacht in der Hoffnung auf ein besseres Leben.
Im Auftrag von Portugals König Johann II macht sich Bartolomeu Diaz auf die Reise und umrundet im Jahr 1488 das Kap der Guten Hoffnung. Er segelt weiter bis auf die Höhe von Mosselbay. Vasco da Gama folgt seinem Kielwasser neun Jahre später auf dem Weg nach Indien. Da die sagenhaften Reichtümer des Orients locken, denkt niemand daran, in dieser unbekannten Bucht vor dem markanten Berg zu ankern und das Land zu erforschen. Aber zwangsläufig geschieht das dann doch. Denn 1647 erleidet das holländische Schiff „Nieuw Haarlem“ in der Tafelbucht Schiffbruch. Die gestrandeten Neuankömmlinge erkunden die Gegend, finden Wasser und treiben Tauschhandel mit den nomadisierenden Khoikhoi. Das Überleben der Holländer sichert die Fleischversorgung durch die Viehzüchter. Heute leben noch etwa 2.400 Angehörige dieser indigenen Gruppe in der Kapregion, allerdings nicht mehr als Viehzüchter. Ein Jahr lang warten die Schiffbrüchigen auf ihre Rettung und errichten eine provisorische Siedlung. Als sie wieder zurück in den Niederlanden sind, loben sie die Vorzüge des Kaps. Die Niederländische Ostindien-Kompanie lässt sich von der Nützlichkeit eines Postens und den idealen Voraussetzungen am Kap überzeugen. Am 6.4.1652 wirft das erste Schiff Anker in der Tafelbucht. Unter der Führung von Jan van Riebeeck gehen acht Frauen und 82 Männer von Bord. Sie beginnen mit der Errichtung des Versorgungspostens und legen damit am Fuß des Tafelbergs den Grundstein für die europäische Besiedlung.
Kapstadt wird liebevoll Mutterstadt genannt, in reißerischen Überschriften aber auch Kap der Angst. Gleichzeitig steht für Südafrika der Slogan „Eine Welt in einem Land“. Es erklärt die große Vielfalt dieses Landes und wird untermauert vom bilderbuchmäßigen und von der Tourismusindustrie ausplünderten Begriff „Regenbogennation“. Jeder hat schon einen Regenbogen gesehen. Das Wort spricht für viele Farben unter einem Himmel, die gemeinsam zu etwas Einzigartigem aufstrahlen. Gemeint sind in Südafrika die verschiedenen Nationen, Stämme, Hautfarben, Traditionen und Kulturen, die nach der Apartheid friedlich unter der Führung von Nelson Mandela für das neue Südafrika standen. Nelson Mandela investierte sein ganzes Leben in diese Vision und sie wurde Wirklichkeit. Das Lebenswerk Mandelas, die völlige Hingabe an seine Grundsätze und die Hintergründe sind in dem Buch „Der lange Weg zur Freiheit“ einduckvoll beschrieben.
Kapstadt soll zu den zehn schönsten Städten der Welt gehören. Seit über 10 Jahren komme ich an das Kap und wir starten von hier unsere Reisen. In all diesen Jahren habe ich zu unterschiedlichen Gegebenheiten und in wechselnder Reihenfolge immer wieder Fortschritt, Rückschritt und Stillstand gesehen.
Letzter Blick auf Kapstadt und den Tafelberg
Während wir auf der Autobahn die Stadt verlassen, strömen die Menschen zu ihren Arbeitsplätzen in den Industriegebieten. Hunderte zu Fuß, Hunderte mit den Kleinbustaxis, deren System für nicht Eingeweihte undurchschaubar ist, oder in den klapprigen „Golden Arrow“-Linienbussen. Mittlerweile klafft selbst in der schwarzen Bevölkerung Südafrikas ein tiefer Riss zwischen Arm und Reich. Wer mit dem eigenen Auto im morgendlichen Stau unterwegs ist, hat es schon zu etwas gebracht, denn selbst ein kleiner Kredit ist bei der Bank nicht so ohne Weiteres zu bekommen. In Vorbereitung für die Fußballweltmeisterschaft werden derzeit die Straßen weiter ausgebaut, um dem tagtäglichen Stau ein Ende zu setzen. Die Baustellen behindern den Verkehr zusätzlich. Dennoch drängen die Lastwagenschlangen beständig hinein und hinaus aus der Stadt. Der Hafen Kapstadts, der Umschlagplatz für die namhaften Schifffahrtslinien, deren Container in das ganze Land gekarrt werden, liegt mitten im Herz der City.
Wenige Kilometer stadtauswärts ist die Gegend fast menschenleer. Nur um die Ortschaften ist noch Gedränge und Gewusel. Alle erhoffen sich im Zentrum der größeren Orte am Puls der Zeit zu sein und das große Geschäft zu machen.
Es schüttet, was vom Himmel kann. Ein alter Ford überholt uns in rasendem Tempo, sechs Personen kauern auf der Ladefläche. Die Männer sind mit gelbem Ölzeug bekleidet, sie winken, ihr Lachen zeigt die Frontzahnlücken. Im Zusammenhang mit der Mannwerdung müssen diese Zähne bei einigen Stämmen traditionsgemäß weichen. Die Arbeiter sehe ich gleich noch einmal auf einem großen Weißkohlfeld. Wie gelbe große Blumen wirken sie in ihren Ostfriesennerzen inmitten des gleichmäßigen Kohlgrüns. Mit Macheten schneiden die Männer die fußballgroßen Köpfe ab und packen sie sorgsam in Kisten.
Es riecht sonderbar im Auto. Was ist denn jetzt los? Während Uwe noch entspannt überlegt, was ich wohl jetzt schon wieder rieche, legt sich bereits ein beißender, stinkender Geruch von verschmorender Synthetik verengend auf meine Bronchien. Etwas scheint zu brennen. Warum zögert Uwe so lange anzuhalten, um die Motorhaube zu öffnen? Riecht er denn gar nichts? Vielleicht, weil es in Strömen regnet oder weil er nicht schon eine Panne haben will, kaum dass wir losgefahren sind? Mit dem Öffnen der Motorhaube quillt eine graue Rauchfahne empor, die der heftige Nordwind gleich mit sich reißt. Die Hälfte der Verkleidung der Haube glüht. Uwe greift beherzt zur Trinkflasche und das Wasser ergießt sich auf den Schwelbrand. Es qualmt und stinkt noch mehr. Der zweite Guss Löschwasser landet auf dem Motorblock, es zischt und dampft. Als sich die aufsteigende Wolke in den regnerischen Himmel verflüchtigt, können wir wieder etwas sehen. Die Dämmmatte ist nur noch ein nasser stinkender Fetzen. Der verkokelte Teil wird großzügig mit dem Messer herausgeschnitten, sonst beginnt das Malheur von vorn.
Eine groß angelegte Baustelle erschwert die Anfahrt zur nächsten Tankstelle. Die Arbeiter sind bei Sturm und Regen in lausigen Klamotten beschäftigt, den vorgeschriebenen Helm tragen aber alle. Geschützt stehen die Vorarbeiter unter dem Eingang zur Kasse. Ihr Gespräch dreht sich schon um den Feierabend. Zwischendurch bleibt immer noch Zeit, den schuftenden Männern auf der Baustelle laute Befehle zuzurufen. Wortfetzen in Afrikaans, English und Xhosa fliegen über den Platz hin und her. Heute am Freitagabend haben alle noch was vor. Am Wochenende wird gefeiert und jeder weiß Lokalitäten, wo es tolle Frauen gibt und gute Stimmung.
Schon wieder geht ein Wolkenbruch nieder. Der viele Regen fängt an, einzelnen Landstrichen zu schaden. Wenn es nicht bald aufhört zu schütten, wird das Getreide stehend auf den Feldern verfaulen. Die Mähdrescher stehen längst in Reih und Glied bereit, aber das Getreide muss für die Ernte trocken sein.
Der Olifants führt ausgiebig Wasser, der Fluss speist den Clanwilliamstaudamm. Die Talsperre ist randvoll und durch zwei der dreizehn Schleusentore wird Wasser abgelassen, 121,8 Millionen m³ Wasser fasst der Damm. Mit einem raffiniert ausgeklügelten System werden Wein und Zitrusplantagen im Tal bewässert, die Früchte haben keinen Wassermangel und werden sicher gut gedeihen.
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