Traurig - René Gaarz - E-Book

Traurig E-Book

René Gaarz

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Beschreibung

Dieses Buch ist eine Ansammlung von Gedichten, die von Schmerzen, unerwiderter Liebe und Depressionen berichten, aber auch zwischenzeitliche Höhen beinhalten. Es ist ein Versuch über Lyrik einfache Gefühle auszudrücken, die sowohl im normalen Leben, aber auch in der Ausweglosigkeit ihre Inspiration finden. Es ist weder eine Übertreibung noch eine Ausmalung von Empfindungen, es sind viel mehr Gedanken, die, verarbeitet in Versen, niedergeschrieben wurden. In gewisser Weise ist es eine Art Selbsttherapie, in der man versucht, sich selber Wege aufzuzeigen, um Erklärungen zu finden, und die Welt so zu nehmen, wie sie eigentlich ist. Aber auch ein Mittel, sich seiner Umgebung in einem Moment der Ruhe mitzuteilen, und die Hilflosigkeit aufzuzeigen, die einen in dem Moment umgibt. Ich denke, dass Reime ein gutes Mittel sind, um mich anderen mit meiner eigenen Sprache mitzuteilen. Und dass so manch einer anfängt zu verstehen, dass das Auf und Ab des Lebens, das einen Jeden von uns trifft, unter sensiblen Menschen umso schwerer zu verstehen und auszuhalten ist. Mit Sicherheit wollte ich auch gern der Freude und den Schmerzen eine Überschrift geben, denn es lebt sich nun mal leichter, wenn man den Dingen, die einen bewegen einen Namen geben kann.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 67

Veröffentlichungsjahr: 2017

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René G.

Traurig

Als ich dich, traf begann ich zu schreiben

Ich begann zu schreiben, als ich dich traf

Als ich dich sah, begann das Leiden

Das Leiden begann, als ich dich sah

Wegen dir entwarf ich diese Zeilen

Du bist der Grund, warum ich diese Zeilen entwarf

Wenn ich sie las, fing ich an zu weinen

Ich weinte immer dann, wenn ich sie las

Dein Ich verlangte so viele Seiten

So viele Seiten verlangtest du von mir

So trank ich aus meinen Träumen

Für diese Träume dank ich dir.

©2016 tredition GmbH

Autor:

René G.

Verlag:

tredition GmbH, Hamburg

ISBN:

978-3-7345-7147-3 (Paperback)

 

978-3-7345-7148-0 (Hardcover)

 

978-3-7345-7149-7 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbaba

Inhaltsverzeichnis

Prolog

Die Vergänglichkeit

Du fehlst mir

Wen immer du ansiehst

Das Wort, nach dem ich suche

Ich sehe

Sehnsucht

Eigener Schmerz

Das Traurige am Dichten

Das Leben, so ist es eben

Dem Gewissen so fern

Der Anfang und das Ende

Der innere Konflikt

Lasst mich doch einfach

Zusammen

Es lebe der Moment

Ich bin, was ich bin

Frieden finden

Traurigkeit

Sich schuldig fühlen

Wie eine Blume im Regen

Der Sand der Zeit

Die Sprache der Liebe

Ich brauche dich

Ich warte auf dich

Ein Becher aus Hoffnung

So sieht man sich doch wieder

Der Ausblick

Der Winter

Depression

Vergebung

Immer bei mir

Es war das Jahr 2015, der Herbst stand vor der Tür, und mir ging es von Tag zu Tag schlechter. Mit dem Laub fielen nicht nur die Blätter zu Boden, sondern auch zunehmend meine Stimmung. Mit Sicherheit kam der erneute Aufenthalt in einer Klinik nicht überraschend, es hatte sich sogar mehrere Wochen vorher angekündigt, dennoch traf es mich vollkommen unvorbereitet. Sofern man sich überhaupt darauf vorbereiten kann. Vor allem die Wucht und die Stärke einer Depression hatten mich völlig überrascht. Man kann sagen, dass ich die Krankheit unterschätzt habe. Bis dahin wusste ich nicht, was es bedeutet, die Kontrolle über sich selbst zu verlieren, nicht zu wissen, was mit einem passiert, nun jetzt weiß ich es. Man sagt, dass man ein gewisses Maß an Leid in seinem Leben durchzustehen hat, man sagt, dass sich in jedem von uns, irgendwann die Schattenseite des Lebens zeigen wird, man sagt aber auch, dass in allem ein tieferer Sinn steckt und damit einem höheren Zweck dient. Zumindest hoffe ich das, damit nicht alles vollkommen umsonst war. Es gibt nichts Schlimmeres, als eine Zeit voller Entbehrungen, ohne am Ende sagen zu können: „Es war besser so, dass es passiert ist.“ Vielleicht war ich nicht mehr in der Lage, meine bestehende Beziehung so weiter zu führen oder zu halten. Vielleicht war alles nur ein Hilferuf, weil mir alles über den Kopf gewachsen war. Vielleicht .

Aber was auch immer mich innerlich so berührte, wollte sich zeigen, denn die Seele findet immer einen Weg sich mitzuteilen sei es körperlich oder durch die abtrünnigen Schichten unserer Psyche. Es war auf jeden Fall die schwierigste und traurigste Zeit meines Lebens, zumindest bis dahin. Ich war so verzweifelt, dass ich mehr als nur einmal an mein Ableben gedacht habe und vielleicht sogar daran dachte, diesem in irgendeiner Art und Weise nachzuhelfen. Ich will gar nicht aufzählen, wie oft der Tod mich anlächelte und meine Tabletten dabei verführerisch nach mir riefen. Was mich letztendlich immer wieder davon abhielt, weiß ich nicht. War es meine Tochter, die Überzeugung, dass alles irgendwann besser wird oder einfach nur die Angst, beim Erwachen als Versager zu gelten? Nun ich bin froh, dass meine Schranktür und somit auch der Tod vor mir verschlossen blieb. Heute kann ich behaupten, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war, einfach eine Weile zu warten, auf den Tag, an dem es einem wieder besser geht. Es hat zwar lange gedauert und es hat mich mehr als nur Geduld gekostet, aber der Tag kam. Und es hat sich gelohnt, auf ihn zu warten.

Leider war mein Zustand der seelischen Erschöpfung einhergehend mit einer anderen eigentlich weniger gefährlichen Psychose namens Liebe.

Es war ein Zufall, dass ich sie traf, sie war einfach da, von heute auf morgen. Sie saß auf einem Stuhl, verunsichert, geschunden und hilflos, so wie wir alle. Es ging alles so schnell, so dass ich mich heute frage, ob ich wirklich verliebt war oder einfach nur Angst, vor dem Allein sein hatte. Wahrscheinlich war es ein Zusammenspiel aus beiden, allerdings war es womöglich die Angst, die dafür sorgte, dass die Gefühle teilweise unerträglich wurden. Denn Liebe verlangt eben Geduld, doch Angst lässt dafür nun einmal keinen Spielraum.

Wir sahen uns jeden Tag, selbst dann, als sie die Station verließ und auf eine neue wechselte. Sie fehlte mir, sobald sie den Raum verließ. Und der Tag begann erst in dem Moment, als wir uns wiedersahen. Wir verstanden uns so gut, dass ich in ihr einen Neuanfang sah, das Leben danach oder einfach nur die Hoffnung. Ich fing an, Gedichte für sie zu schreiben, mein Ziel war es ihr aufzuzeigen dass sie jemand Besonderes ist, jemand Einzigartiges, was sie für mich auch war, ihr damit Kraft zu geben und sie damit aufzubauen. Denn das Selbstwertgefühl ist der Teil unserer Seele, der unter der Last der depressiven Phase am stärksten zu leiden hat.

Sie weckte so viel Kreativität in mir, ähnlich einer Muse, dass ich einer Art Schreibsucht verfiel, mit der Hoffnung vielleicht irgendwann ihr Herz damit zu gewinnen. Doch obwohl ich so viel Herzblut in meine Gedichte legte, gestand sie mir nach einer gewissen Zeit, dass sie meine Gefühle nicht teile, und so wurde aus einem brüchigen Haus nun eine Ruine.

Ich habe das Schreiben danach nicht aufgegeben und versucht über die jeweiligen Abschnitte des vergangenen Jahres jeweils ein Gedicht zu verfassen. Andere schreiben Tagebücher oder Erzählungen, für meinen Teil kann ich behaupten, mein Glück in der Lyrik gefunden zu haben. Natürlich habe ich auch versucht das Geschehene aufzuarbeiten, aber mir war es wichtiger, meinem ganzen Schmerz, all der Traurigkeit, dem Kummer, aber auch der hin und wieder aufkommenden Freude einen Ausdruck zu verleihen.

Ob es mir gelingt, Menschen in meine Gefühlwelt hineinzuversetzen, so dass man mich vielleicht versteht, vermag ich nicht zu beantworten, aber ich hoffe, dass es mir gelingt. Was mich angeht, musste ich mich leider der Erfahrung hingeben, dass Depressionen zusammen mit unerwiderter Liebe eine Aufgabe in sich birgt, die nur sehr schwer zu bewältigen ist.

Heute, so ziemlich ein Jahr danach, habe ich mich dazu entschlossen, meine Gedichte zu veröffentlichen auch um zu zeigen, wie weit Glück und Unheil voneinander entfernt liegen. Wie verzweifelt man ist und wie beherrschend Gefühle und Ängste sein können, gebettet in eine Krankheit namens Depression. Nun geht es mir noch nicht wirklich gut, aber ich sehe wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Mein erster Schritt zur Linderung meines Leides war leider die Beendigung meiner Beziehung zu ihr, in welchem Verhältnis wir auch immer zu einander standen.

Es ist schade, dass man seine Gefühle nicht so weit unterdrücken kann, dass man zumindest in Freundschaft miteinander verbleibt, aber wir sind nun einmal Menschen und keine Maschinen.

Natürlich hegt sich der Wunsch sie irgendwann noch einmal wieder zu sehen, aber ich denke nicht, dass das passieren wird. Denn in dem Moment, als ich wollte, dass sie geht, wusste ich, dass es endgültig sein wird, dafür habe ich leider gesorgt.

So verbleibt mir zumindest dieses Buch, denn irgendwo zwischen all dem Leid und dem Kummer verbergen sich wunderschöne Erinnerungen, die ich gerne behalten möchte. Denn egal, wer dich verlässt und egal wie oft das passiert, eines kann dir keiner nehmen, deine Erinnerungen ...

Die Vergänglichkeit

Es ist wie eine Geige, die einem die Einsamkeit vorspielt

Das Schicksal einem das Notenblatt des Vergänglichen vorhielt

Im irdischen Sein die Traurigkeit berührt

Mit den Jahren der Erfahrung die Hoffnungslosigkeit verführt

Nichts ist endlos, alles geht entzwei