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Schnall dich an, es wird abenteuerlich. Cori reist über den Kontinent und nimmt dich mit in zehn Länder, die so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht. Wo schlief sie in der schlimmsten Unterkunft, in der nicht einmal ihre Katze übernachtet hätte? Was war mit ihren Eltern in Riga passiert? Und wer hatte in Kambodscha versucht, nachts in ihr Zimmer einzubrechen? Von Nervenzusammenbrüchen, brenzligen Situationen und Glücksmomenten. Mit dabei sind spannende Touren rund um den Globus. Vom Dschungelabenteuer in Nepal bis an das Ende der Welt in Argentinien. Achtung: Es besteht eine erhöhte Gefahr, an Fernweh zu erkranken. Ebenso könntest du dein letztes Geld in eine Reise investieren. Für den Fall der Fälle wird keine Haftung übernommen.
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Veröffentlichungsjahr: 2023
Inhaltsverzeichnis
Inhalt
Argentinien - Eine Reise an das Ende der Welt
Südafrika - Wildlifestories
Nepal - 4 Freunde und 6 Deppen im Himalaja
Island - Liebe auf den ersten Klick
Marokko – Albtraumtrip Marrakesch
Lettland - Chaos mit Eltern im Gepäck
Ägypten - Der Fluch des Pharao
Kambodscha - Affenstories
Norwegen - Polarnächte in der Arktis
Kroatien - Lost Places
Impressum
Travel me happy
Geschichten aus der Welt
Impressum
Corinna Klimmek
Idunaweg 5
44795 Bochum
Instagram: cori_explore
Website: www.travelmehappy.de
ISBN: 978-3-00-077217-7
Copyright © 2023 Corinna Klimmek Alle Rechte vorbehalten.
Argentinien - Eine Reise an das Ende der Welt
Südafrika - Wildlifestories
Nepal - 4 Freunde und 6 Deppen im Himalaja
Island - Liebe auf den ersten Klick
Marokko – Albtraumtrip Marrakesch
Lettland - Chaos mit Eltern im Gepäck
Ägypten - Der Fluch des Pharao
Kambodscha - Affenstories
Norwegen - Polarnächte in der Arktis
Kroatien - Lost Places
„Alle Namen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder bereits verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Einige Handlungen wurden verändert, um die Privatsphäre der einzelnen Personen zu wahren.“
Ich danke jedem Einzelnen, der mich durch den Alltagsdschungel begleitet und vor allem meinem Ex-Mann, der meinen Kompass immer abermals neu ausrichtete, wenn ich wieder die Orientierung verloren habe. Danke an jeden, der mir auf meinen Abenteuern um die Welt über den Weg gelaufen ist und somit das Buch mitgefüttert hat. Besonders hervorheben möchte ich meine Kater Micki und Dexter, die mir treu beim Schreiben Gesellschaft leisteten, inklusive Schmuseeinheiten und Ablenkungsmanöver. Ebenfalls möchte ich mich bei meiner Familie bedanken für den Support. Danke auch an meine beste Freundin Kincsö, die immer an mich glaubt und mir ordentlich Feuer unter dem Hintern gemacht hat, um das ganze hier fertigzustellen.
Warum mich Reisen glücklich macht
Was ist Glück? Glück ist nicht berechenbar oder doch? Glück ist ein euphorisierendes Empfinden gepaart mit Endorphinen, die sich im ganzen Körper ausbreiten, in einer rasanten Geschwindigkeit, die nicht vorstellbar ist. Es fühlt sich so an, als würdest du in einer Achterbahn sitzen. Gerade als du ganz oben angekommen bist und es bergab geht, da setzt dieses unbeschreibliche Gefühl ein. Im besten Falle bringt es dich zum Strahlen, wenn dir nicht schlecht wird. Glück ist für mich absolut berechenbar, ein Zustand, den man immer wieder erleben und hervorrufen kann. Ob man sein Glück selbst in der Hand hat? Nicht immer, aber häufig. Es gibt Momente, in denen kommt dir das Glück zugeflogen, einfach so aus dem Nichts. Peng, mit einem Knall in einen bunten Konfettiregen gehüllt, prasselt es auf dich herab. Dann wiederum gibt es Momente, in denen du dir dein Glück erarbeiten musst. Das Gefühl, glücklich zu sein, ist eine der reizvollsten Emotionen für mich. Der Strom an Endorphinen fühlt sich an wie kleine krabbelnde Ameisen, die in einem Affenzahn durch meine Blutbahn rasen. In meinem Kopf feiern sie eine Party, beleuchtet von einer Discokugel, die die schönsten Farben in alle Richtungen strahlt. Genau deshalb gönne ich mir mehrmals im Jahr, so oft es geht, dieses Gefühl, in dem ich durch die Welt reise. Dabei muss es nicht immer die Fernreise mit dem Flugzeug sein. Schon die noch so kleinsten Mikroabenteuer vor der Haustür aktivieren meinen Glücksgefühlbutton. Einmal gedrückt gibt es kein Halten mehr. Wie fühlt sich dein Reiseglück an? Was bringt dich so richtig zum Strahlen? Sobald der Entdeckermodus angeschaltet wurde, agiere ich wie ferngesteuert. Ich bin süchtig nach Eindrücken des Unbekannten. Die Mischung aus wildem Terrain, fremder Sprachen und skurriler Kulturen befeuern mich immer weiter, die Welt zu entdecken. Mein Plan: So viel wie möglich von diesem Planeten sehen. Ich will barfuß an unberührten Stränden entlanglaufen und dem Sound des Meeres lauschen, mich in kitschigen Sonnenuntergängen verlieren, wilden Tieren ehrfürchtig in die Augen blicken, Berge mit viel Mühe und Schweiß erklimmen, wie Robinson Crusoe auf einsamen Inseln überleben und die Welt mit meiner Kamera in Bildern festhalten. All das ist das Abenteuer meines Lebens und mein pures Glück. Ebenso gibt es die Kategorie „Glück gehabt!“ Glück gehabt, in brenzlichen Situationen, Glück gehabt bzgl. der Wetterkonditionen und Glück gehabt bei seltenen Begegnungen. So packe ich meinen Koffer. Mit im Gepäck eine ordentliche Portion Glück. Immer.
- Kapitel 1 -
Der heutige Tag lief alles andere als gut. Meine Laune war im Keller. Ich surfte mit meinem Handy im Internet, checkte meine Mails und trieb mich auf unnützen Seiten herum, um mir meine gereizte Stimmung mit Tiervideos zu versüßen, als eine Whatsapp-Nachricht aufpoppte und mich aus meinen Gedanken zurück in die mir gerade nach Frust stinkende Realität riss. Ein wenig verwundert las ich die Nachricht einer Bekannten, die ich über eine Freundin kannte. Sie hatte meine Nummer von einem gemeinsamen Junggesellinnenabschied. Dort lernten wir uns kennen. Ein Pfeil von Sympathie hat uns Knall auf Fall getroffen, mitten ins Herz. Waren solche Begegnungen Schicksal? Wir würden beide mit einem lautstarken Ja antworten. Lag es daran, dass wir beide Katzenmamas sind? Miau. Katzenfreunde verstehen sich eben. Das ist Gesetz in der Welt der Samtpfoten. Doch zurück zum Inhalt der Nachricht, der kurz und knapp war: „Warst du schon einmal in Argentinien?“, las ich ganz aufgeregt und mein Herz fing an zu beben im Takt eines Technosongs mit ordentlichen Beats per Minute. Warum wollte sie das wissen? Sofort ließ ich die Tiervideos links liegen und antwortete: „Nein, da war ich noch nicht, möchte aber unbedingt mal hin.“ Drei Monate später saßen wir zusammen im Flugzeug nach Argentinien. Ob das gut ging? Ich hatte sie nur dreimal gesehen und noch nie mit ihr etwas allein gemacht. Ich gebe zu, bei jedem Treffen war eine Menge Alkohol im Spiel. Etwas Bammel hatte ich. Mut war mein Schlüssel zum Glück. Der Reiseplan war völlig absurd. Wir waren auf einer Mission. Meine Freundin war in Argentinien auf einer lesbischen Hochzeit eingeladen und ich ihre Begleitung. Wir würden also bei der argentinischen Familie wohnen und im Anschluss mit dem Brautpaar und einem kleinen Kind durch Patagonien bis an das Ende der Welt nach Feuerland reisen. Je öfter ich darüber nachdachte, desto weniger konnte ich mir diese Kombination vorstellen. Es war das erste Mal, dass ich mich nicht wie sonst üblich um eine Reiseroute und die generelle Planung kümmerte. Mir fiel es unglaublich schwer, die Reiseplanung in fremde Hände zu übergeben. Vorfreude wechselte sich mit Sorgen und Angstgefühlen ab. Die Gedanken in meinem Kopf glichen einem Kirmesbesuch. Ich fuhr nicht gerne Karussell. Mir wurde davon schwindelig und schlecht. So fühlte sich meine Bauchgegend flau an, als das Gedankenkarussell eine Runde nach der nächsten drehte. Als ich die Chance nutzte, um auszusteigen, saß ich mit dem nächsten Wimpernschlag in der Geisterbahn. So wiederholte es sich täglich bis zu meiner Abreise. Erlösung nahte. Ich stand am Flughafen meines Vertrauens. Den Ort kannte ich wie meine Jackentasche. So viele Stunden hatte ich hier verbracht in unterschiedlichsten Gefühlslagen. Nervosität war der Hauptbestandteil. So war es auch an diesem Tag. An der frischen Luft wartete ich auf meine Reisebegleitung. Der Februar in diesem Jahr war knackig kalt. Um in Bewegung zu bleiben und meine Nervosität zu überspielen, trampelte ich vom rechten Bein auf das linke. Lange warten musste ich nicht. Als ich die blonde Mähne mit Koffer auf mich zurollen sah, realisierte ich die Situation. Zwei Wochen würde ich ohne meinen Mann sein, bei fremden Menschen, die gerade auf Hochzeitsreise waren, unterwegs mit einem kleinen Kind, mit einer Freundin, die ich eigentlich auch nicht kannte und ohne ein Wort Spanisch sprechen zu können. Goodbye Komfortzone, hallo Abenteuer.
Zu Gast bei Freunden
Die Nacht war kurz, viel zu kurz. Wo war gerade oben und wo unten? Meine Orientierung gleich null. Der Rücken schmerzte von der verkrampften Schlafposition, die halb auf dem Bauch und irgendwie seitlich liegend, einem Unfall gleichkam. Das Vergnügen, in einem 90 cm breiten Bett zu schlafen, hatte ich zuletzt in meiner Kindheit. Als Erwachsener war das eine richtige Herausforderung, zumal ich Angst hatte, auf meine Freundin zu fallen, die auf der Ausziehmatratze auf der Erde neben mir versuchte zu nächtigen. Ich starrte an die Decke. Da lag ich nun in einem Kinderzimmer, durch das eine Ameisenstraße führte, irgendwo in Argentinien bei fremden Menschen. Was hatte ich mir dabei gedacht? Das war der Knackpunkt. Nichts hatte ich mir dabei gedacht. Ein Blick aus dem Bett Richtung Boden, um festzustellen, dass auch meine Freundin schon mit einem Auge die Kulisse und vor allem die Ameisen abscannte, beruhigte mich. Ein bekanntes Gesicht zu sehen war gerade viel wert. Die lange Anreise steckte mir in den Knochen. Eine Zwischenlandung in Madrid war akzeptabel. Der Flug von Madrid nach Buenos Aires lief ohne Verspätungen oder Vorkommnisse. In Buenos Aires angekommen, mussten wir den Flughafen wechseln. Mit dem Bus tuckerten wir eine Stunde von Flughafen zu Flughafen. Von Buenos Aires an sich sahen wir nichts. Ich war entkräftet. Hunde müde. Die Aufregung in Argentinien zu sein, hielt mich fürs Erste wach. Acht Stunden waren für den Umstieg eingeplant. Das war eine Menge Zeit, um in Südamerika anzukommen. Nachdem wir Geld in einer Bank getauscht hatten und unser Gepäck aufgegeben war, überkam mich der Schlafmangel in so einer Wucht, dass ich zum ersten Mal in einem Flughafengebäude einen Schlafplatz suchte. Alle Viere von mir gestreckt, machte ich es mir auf einer zweier Sitzbank halbwegs bequem. Aus meinem Rucksack zückte ich ein Reisekissen, was zu meinem festen Reiseinventar gehört. Meine Jacke wandelte ich zur Decke um. Ohrstöpsel sorgten für die Ruhe, die ich benötigte und mein Halstuch über meine Augen gelegt dafür, dass kurzzeitig die Lichter ausgingen. Von der Flughafenhektik um mich herum bekam ich nichts mit. Verzweifelt lechzte mein Körper nach einer Portion Schlaf. „Autsch!“ Durch mein rechtes Knie schoss ein stechender Schmerz. „Verdammt.“ Das tat weh. Mit der rechten Hand versuchte ich den Schmerz aus meinem Knie zu reiben, während ich mir mit der linken Hand das Halstuch aus dem Gesicht entfernte. Zornig dreinschauend sah ich, wie sich meine Freundin vor Lachen krümmte. Mich hatte es vom Sitz gehauen. 60 kg Körpermasse wummsten zu Boden, gebremst vom Knie. Autsch. Das gab einen schönen blauen Fleck. Als endlich unser Flug nach Bahia Blanca aufgerufen wurde, war ich mit meinen Kräften am Ende. Der Gedanken daran, noch einmal 2 Stunden in einem Flieger zu verbringen, machte das Ganze nicht besser. Genervt und leicht humpelnd betrat ich das Flugzeug. Ich ließ mich in den Sitz plumpsen und schloss wieder meine Augen. „Bitte lass mich den Flug verschlafen“, nuschelte ich nach links zu meiner Freundin. Meine Bitte wurde erhört. Vom Flug bekam ich nichts mit. Erst das Aufkommen der Räder auf den Asphalt und das damit verbundene Ruckeln ließ meine Augen öffnen. Angekommen in Bahia Blanca wurden wir sehnlichst erwartet. Ein ganzes Empfangskomitee wartete am Ausgang des Flughafengebäudes. Herzlich wurden wir mit Umarmungen und einem Küsschen auf die Wange begrüßt. Überforderung in jeglicher Hinsicht. Keine Ahnung, wie ich mein Gepäck vorwärtsbewegen sollte. Das bisschen, was ich an Kraft in meinen Armen hatte, war wie weggeblasen. Mein Koffer wurde mir freundlicherweise abgenommen. Anscheinend sah man mir meine Hilflosigkeit an. Zu fünft stapelten wir uns auf der Rückbank des Autos. War das in Argentinien normal? Meine Freundin fragte höflicherweise nach. Auf keinen Fall wollten wir direkt nach Ankunft Bekanntschaft mit der Polizei machen. Unsere Gastgeberin versicherte uns, dass wir uns nicht sorgen müssten. Wir waren müde, hungrig, erschöpft und sehnten uns nach einem gemütlichen Bett und einer ordentlichen Portion Schlaf. Mittlerweile waren wir 24 Stunden unterwegs. Mein Kopf dröhnte wie nach einer wilden Partynacht. Der Geschmack in meinem Mund ekelhaft. Sehnsuchtsvoll dachte ich an meine Zahnbürste. An der nächsten Straßenecke wanderten ein paar Tiefkühlpizzen in eine Tüte, dessen Logo nach einer Supermarktkette aussah. Nächster Stopp: Shoppingmall. Eine unserer Gastgeberinnen sprach Englisch. Sie erklärte uns, dass ihre Frau noch schnell ein Brautkleid kaufen müsse. Ein Schluck Wasser geriet in meine Luftröhre, weswegen ich heftig hustete. Da hatte ich mich verschluckt. „Die Hochzeit ist morgen?“, fragte ich sicherheitshalber. Sie nickte mir zu. Zu gerne hätte ich ein Foto davon, wie fassungslos meine Freundin und ich uns ansahen. Die argentinische Coolness hätte ich gerne. Gedanklich rückte das ersehnte Bett weiter in die Ferne. Wie lange müssten wir nun warten? Ein Brautkleid ist nicht mal eben gekauft. Musste es dann noch geändert werden? War das bis morgen machbar? Hatte ich das vielleicht doch missverstanden? Nach 15 Minuten des Wartens riss mich das Klacken der Autotür aus meinen Gedanken. Das Brautkleid war gekauft und landete zusätzlich auf unserer Rückbank. Das war beeindruckend. Eigentlich hatte ich mit mindestens einer Stunde Wartezeit gerechnet oder länger. Im Auto war ein lautes Durcheinander. Jeder quatschte mit jedem und doch mit keinem. Ich verstand sowieso kein einziges Wort. Schon ein komisches Gefühl, wenn man die Sprache eines Landes nicht spricht. Ich glaubte zu erkennen, wie sich manch Auswanderer oder Flüchtling fühlen musste. Eingequetscht auf dem Schoß einer Fremden sitzend, mit einem Brautkleid bedeckt, setzte sich das Auto wieder in Bewegung. Wir fuhren aus der Stadt heraus. Erlösung, dachte ich freudig, als das Auto in der Einfahrt vor dem Haus der beiden Damen zum Stillstand kam. Die Wohngegend sah ordentlich aus, fast so wie in einem der amerikanischen Filme. Typisch Vorstadt. Unsere Koffer wuchteten wir in das kleine Haus im Bungalowstil mit Gittern vor den Fenstern. Der beige Farbton verschwamm mit dem aufgewühlten Staub der Straße. Mein Wunschgedanke beim Schritt über die Türschwelle: „Endlich Ruhe. Noch schnell einen Happs essen und endlich schlafen.“ Manchmal ist die Realität doof. Das war so ein Moment. Ich wollte kreischen. Zur Erinnerung: Es war der Abend vor der Hochzeit. Unsere Gastgeberinnen hatten die Hütte voller Freunde. Eine kleine Miniparty war im Gange. Na toll. Das durfte nicht wahr sein. Ich vermisste meinen Mann und meine Katzen. „Jetzt bloß nicht weinen. Morgen sieht die Welt bestimmt viel rosiger aus.“ Rhythmische Latinbeats hallten durch die Nacht. Unter anderen Umständen hätte mir das gefallen. Alle starrten uns an, als kämen wir von einem unbekannten Planeten. Keine Frage, den Stempel mit der Aufschrift „Wir sind die Deutschen“ hatten wir zu 100 % auf die Stirn gestempelt. Abwaschen? Unmöglich. Die Stempelfarbe war wasserfest. Nach zwei Bissen in die Pizza verabschiedeten wir uns in das Kinderzimmer, was für die nächsten Tage unser Schlafplatz sein sollte. Mir war heiß. Uns wurde die Klimaanlage erklärt. Fenster öffnen war verboten. Zu gefährlich. In Bahia Blanca trieben Banden ihr Unwesen. Na klasse. Hoffentlich würden wir nicht ersticken. Das waren gute Voraussetzungen für eine ruhige Nacht. Der aus dem Wohnzimmer drängende Lärm vernebelte meinen Verstand und trieb mich innerlich in den Wahnsinn. Verzweifelt wühlte ich in meinem Rucksack herum, auf der Suche nach den Ohrstöpseln. „Wo hatte ich sie nur hin gepackt? Am Flughafen hatte ich sie doch noch.“ Eine kleine Panikattacke bahnte sich an, als ich dachte, ich hätte sie verloren. Nachdem ich den ganzen Inhalt einmal ausgeschüttet hatte und das Zimmer im Chaos versunken war, fand ich sie in einer der Innentaschen. Wie einen Pokal hielt ich die kleine Dose in die Höhe. Den ganzen Krempel wieder einzupacken, verschob ich auf den nächsten Morgen. Das Gefühl, die Zähne zu putzen, eine Wohltat. Wenigstens etwas für das körperliche Wohlbefinden. Völlig erschöpft krochen wir unter unsere Bettdecken. Wir flüsterten uns ein „Gute Nacht“ zu. Innerhalb von Sekunden befand ich mich im Land der Träume. Ich tastete wie ein blinder Maulwurf über die Bettdecke auf der Suche nach meinem Handy. In Argentinien hat man überall kostenfreies WLAN und auch guten Empfang, was man von Ecken in Deutschland leider nicht behaupten kann. Mit den Fingern rechnete ich nach, wie spät es gerade in der Heimat war. 4 Stunden musste ich zurückrechnen. Dass mein Mann schon wach sein musste, hätte ich im Schlaf wissen müssen. Mein Kopf war noch nicht auf Denken programmiert. Ein kurzes guten Morgen schickte ich in die Heimat, um ein Lebenszeichen von mir zu geben. Für eine längere Nachricht war ich nicht wach genug. In der Morgenhelligkeit sah das Kinderzimmer sehr trostlos aus. Die Wände waren weiß, gestrichen und kahl. Kein Poster oder Bild hing am Mauerwerk. Vom Bett aus blickte ich auf ein Holzregal, das mit wenigen Spielsachen bestückt war. Auch der Kleiderschrank hatte seine besten Tage hinter sich. Eine Tür hing schief. Noch ein Blick und er würde vom Zusehen auseinanderbrechen. Fünf Spielzeugautos lagen auf dem Boden. Sie gehörten zum festen Inventar der Ameisenstraße. Am Fenster war ein kleines Loch in der Dichtung zu sehen. Ein Lichtfunke schimmerte hindurch. Hast du eine Ahnung davon, wie viele Mitglieder eine Ameisenfamilie hat? Sie ist riesig. Im Sekundentakt schlüpfte eine Ameise nach der nächsten durch das Millimeter große Loch. Im Gleichschritt einer Armee steuerten sie zielsicher kopfüber die Wand hinunter. Weiter führte sie der Weg durch die Autos hindurch, welche monströs wirken mussten. Am Fuße des Regals angekommen verschwanden sie aus unserem Sichtfeld. Mit zerzaustem Haar starrten wir in Trance auf die Ameisenstraße. Als unsere Blicke sich trafen, lachten wir laut los. Situationen wegzulachen kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Wer uns kennt, hätte die unterschwellige Verzweiflung in unserem Gekicher herausgehört. Eine heiße Dusche würde das Ganze bestimmt besser machen. Auf Zehenspitzen schlich ich durch das Zimmer. Ein Ohr an die Tür gelehnt lauschte ich nach anderen Lebewesen in diesem Haus. Von unseren Gastgeberinnen war kein Laut zu hören. Neben dem Kinderzimmer hatten wir unser eigenes Badezimmer zur Verfügung gestellt bekommen. Bewaffnet mit Kulturtasche und Handtuch huschte ich schnell ums Eck. Voller Vorfreude darauf, mir die Anreisestrapazen abzuwaschen, stieg ich in die Duschkabine. Auf meinem rechten Knie leuchtete ein blaugrüner Fleck. Ich drückte mit dem Zeigefinger darauf und zuckte vor Schmerz zusammen. „Lassen wir das lieber“, sagte ich zu mir selbst. Ich drehte den Duschhahn auf und stellte das Wasser auf heiß. Da ich meine Haare waschen wollte, versuchte ich den Duschkopf nach oben zu verstellen. Ein leises Klopfen an der Badezimmertür: „Alles ok?“,hörte ich die vertraute Stimme meiner Freundin. „Ja, ich komm gleich“, flüsterte ich zurück. Ein lauter Knall hallte durch das ganze Haus. Jetzt hatte ich nicht nur unsere Gastgeberinnen, sondern auch deren Nachbarn geweckt. Da stand ich nackt und nass in der Duschkabine eines fremden Hauses mit der ganzen Duschhalterung in der Hand, die sichtlich aus der Wand gerissen war. Das war ein Moment, indem ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte. Leise vor mich hin fluchend versuchte ich die Halterung so zu befestigen, dass sie wieder an der Wand hing. Nach mehrmaligen Hin und Her drücken gelang es mir. „Fast so, als wäre nichts passiert“, begutachtete ich mein Werk. Die lang ersehnte Dusche wurde zur Katzenwäsche. Zurück im Quartier berichtete ich meiner Freundin von dem Malheur. Sie drückte ihr Gesicht in das Kissen auf ihrer Matratze. Ihr schossen vor Lachen die Tränen in die Augen. Und wieder war da dieser Hauch von Verzweiflung in unseren Gesichtern. Frischer als am Abend davor warteten wir auf das Erwachen unserer Gastgeberinnen. Komischerweise hatten sie nichts vom Knall mitbekommen. Deren Tiefschlaf hätte ich gerne gehabt. Hungrig warteten wir auf unser Frühstück. Wir harrten vergebens aus. Ein mit Wasser aufgebrühter Kaffee war das Einzige für uns. Die Damen frühstückten nicht. Verdutzt dreinschauend verzogen wir uns zurück in das Ameisenlager. In meinem Rucksack fand ich noch einen platt gedrückten Schokoriegel, den wir schwesterlich teilten. Bis die Ladys fertig waren, packten wir unsere Koffer. Unser Hab und Gut sollte sicher verstaut sein. Ameisen wollten wir keine mitnehmen. Eine Stunde später stand unser Vormittagsprogramm an: Besuch der Eltern, die nur zwei Minuten entfernt in einem schönen Haus wohnten. Die Fassade war in einem hellen Eierschalenfarbton gestrichen, die Fensterrahmen weiß abgesetzt. Im Vorgarten stand ein Apfelbaum mit kräftigem Stamm. Der Rasen akkurat auf eine Länge gestutzt und saftig grün. Eine wahre Märchenkulisse. Ich wollte weinen, als ich durch die Tür in das Innere blickte. Wie aufgeräumt und sauber alles war. Von Ameisen keine Spur. Zu meiner großen Freude begrüßten uns ein Hund und eine rot getigerte Katze. Wie sehr ich jetzt schon meine beiden Fellnasen zu Hause vermisste. Sie vermissten mich bestimmt auch. Das redete ich mir zumindest ein. Zum Glück hatte ich hier guten Ersatz gefunden, denn der rote Tiger kuschelte sich sofort auf meinen Schoß. Unsere Gastmutter schnippelte in der Küche Gemüse. Meine Schuhe rutschten auf dem glänzenden Marmorboden, weshalb ich sie auszog, um einen Sturz zu vermeiden. An einem großen Holztisch aßen wir gemeinsam zu Mittag. Die Gasteltern waren sehr nett. Hier fühlte ich mich geborgen und wohl. Die beiden Bräute verschwanden kurz nach dem Essen in ein nahes gelegenes Hotel, indem sie sich auf die Hochzeit am Abend vorbereiteten. Unsere Gastmutter zog sich für ihr tägliches Mittagsschläfchen zurück. Unsere Vitamin D Speicher waren durch den deutschen Winter nahezu aufgebraucht. Wir legten uns in den Garten an den eigenen Pool und genossen die warmen Sonnenstrahlen in unserem Gesicht. Mit einem Drink in der Hand und der Ruhe um mich herum spürte ich das Gefühl, von angekommen zu sein. Unsere Gastmutter machte kurzen Prozess, als wir ihr von der Ameisenstraße erzählten. In der nächsten Minute saßen wir in ihrem Auto mit unseren gepackten Koffern. Es war eine riesige Erleichterung für uns. Was unsere eigentlichen Gastgeberinnen wohl sagten, wenn sie sehen, dass wir ausgezogen waren? Das erste Mal in meinem Leben war mir etwas mehr als egal. Im Märchenhaus der Eltern gönnten wir uns die lang ersehnte heiße Dusche, unter der ich nicht mehr hervorkommen wollte. Das Badezimmer hatte ich zu einer Sauna umfunktioniert. Heißer Dampf setzte sich feucht auf Spiegel und Fliesen. Mit diesem neuen Lebensgefühl trat ich aus dem Badezimmer hervor wie eine Zauberin aus einer Nebelwolke. Der heiße Dampf verpuffte in Sekunden. Jetzt war ich bereit für eine Hochzeit und generell für Argentinien. Der frühe Abend kam schneller als gedacht. Wir zogen unsere schicken Kleidchen über, klatschten uns Make-up ins Gesicht und probierten diverse Frisuren aus. Aufgehübscht fuhren wir gemeinsam mit den Eltern zu der Hochzeitslocation. Für echtes Hollywoodfeeling sorgte ein roter ausgerollter Teppich. Wo waren die Paparazzi und das Blitzlichtgewitter? Ein Herr in Smoking öffnete uns die Tür zu einer anderen Welt. Wir standen in einem riesigen Saal. Vor Kopf eine Bühne. Davor ein paar Stühle und ein Rednerpult. Links und rechts riesige Palmen, die durch Lichterketten hübsch leuchteten. Magie lag in der Luft. Es war zu spüren im kleinsten Detail. Das Licht wurde gedämpft und Musik erklang. Die Zeremonie begann. Die Hochzeit war vollgepackt mit emotionalen Momenten. Auch wenn ich kein Wort verstand, fühlte ich die Liebe im Saal. Beide Bräute hatten kurze enge weiße Kleider an, die ihre schlanken Kurven perfekt umhüllten. Als erstes lateinamerikanisches Land führte Argentinien im Jahr 2010 die gleichgeschlechtliche Ehe ein. Wenn es überall so wäre. Statt Hass lieben und leben lassen. Akzeptanz und Toleranz waren im Grunde so einfach umzusetzen. Die Welt wäre ein friedlicherer Ort. Tosender Applaus riss mich aus meinen Gedanken über den Weltfrieden. Rechtzeitig zum Augenblick, auf den alle warteten. Nachdem die Braut die Braut geküsst hatte, gab es kein Halten mehr. Es wurde hemmungslos gestikuliert, um sich zu verständigen, die Schuhe ausgezogen und in Schlappen zu wilden Beats getanzt. Dazu floss eine Menge Bier, welches man sich an einer Zapfanlage selbst einschenken konnte. Die Argentinier wissen, wie man feiert. Spätestens als Shakira mit dem Titel Hips don’t lie aus den Lautsprechern tönte, stand die komplette Hochzeitsgesellschaft von 200 Leuten auf der Tanzfläche. Wir beiden „Deutschen“ wurden in das Geheimnis der Tanzschritte eingeweiht und gaben keine schlechte Figur ab. Mir schmerzte immer noch das Knie und auch meine Füße taten mir weh. Wann hatte ich das letzte Mal so exzessiv getanzt? In der Disco war ich schon lange nicht mehr gewesen. Ich genoss den euphorisierenden argentinischen Rhythmus. Ich hatte ihn im Blut und tanzte mir all den aufgestauten Frust der vergangenen Wochen und alle Sorgen vor dieser Reise von der Seele. Glücklich und körperlich am Rande der Erschöpfung bat ich um drei Uhr in der Früh den Gastvater mich zurück zum Haus zufahren. Ich war müde. Meine Freundin feierte weiter und versank im Getümmel, als ich ihr sagte, dass ich schlafen gehe. Ich hatte das Haus für mich allein. Die Äste der Bäume im Garten inszenierten im Mondscheinlicht ein Schattenspiel. Es gruselte mich. Barfuß schlich ich mich in die Küche, um mir ein Wasser aus dem Kühlschrank zu holen. Ich zuckte zusammen, als hinter mir ein Miauen ertönte. Hinter mir sah ich in die großen schwarzen Augen des roten Tigers. „Na, du hast mich aber erschrocken“, sagte ich zu ihm. Er kuschelte sich an meine Beine und schnurrte. Eigentlich schläft er in der Garage. Ohne zu überlegen, nahm ich ihn mit in mein Zimmer. Diese Gesellschaft gefiel mir. Den Kater neben mir schnurrend verabschiedete ich den Tag. Nur fünf Stunden später klingelte mich der Wecker aus dem Bett. Verschlafen blickte ich mich um. Vom Kater fehlte jede Spur. Hatte ich ihn heute Nacht herausgelassen? Jegliche Erinnerung fehlte. Mein Kopf dröhnte und drohte zu platzen. War es ein Glas Bier zu viel gewesen? Oder war es die Kombination aus Alkohol und zu wenig Schlaf? Ich denke, es war ein Cocktail aus beiden Zutaten, die mir gar nicht schmeckten. In zwei Stunden begann unsere Reise nach Ushuaia ans Ende der Welt auf Feuerland. Wie um alles sollte ich in meinem jetzigen Zustand einen dreistündigen Flug überstehen? Eine Kopfschmerztablette wäre fürs Erste hilfreich.
Wie ich Freundschaft mit Pinguinen am Ende der Welt schloss
Da saß ich nun mit meiner dampfenden Tasse Mate Tee in den Händen und blickte einerseits auf das Meer hinüber bis nach Chile und auf der anderen Seite auf Berge die Wolken küssten. Wie Zuckerwatte waren die Bergspitzen eingehüllt. Ich atmete die frische, klare und kühle Luft ein. Hier war ich also am Ende der Welt in Ushuaia, Argentinien. Hast du eine Vorstellung davon, wie es am Ende der Welt aussieht? Nein? Hatte ich auch nicht. Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und liegt auf Feuerland. Unsere Gasteltern hatten ein Taxi organisiert, dass uns zum Flughafen brachte. Dort trafen wir auf das frisch vermählte Paar. Eine dicke schwarze Sonnenbrille verdeckte ihre Augen. Der kleine Junge war mit dem Handy beschäftigt und würdigte uns keines Blickes. Ich organisierte allen einen Becher Kaffee. Den konnten wir gebrauchen. „Wie lange habt ihr noch gefeiert?“, fragte ich auf Englisch. Mist. Hatte mir beim ersten Schluck die Zunge am Kaffee verbrannt. Weil ich mich so sehr auf meine Verbrennung konzentrierte, bekam ich nur halbwegs mit, dass die beiden morgens um 7 die Party verlassen hatten. Sie waren lediglich schnell zu Hause, um ihre Koffer zu packen. Skeptisch sah ich zu ihnen rüber. Ok, die Sonnenbrillen hatten ihren Sinn. Ich kommentierte das nicht weiter, sondern konzentrierte mich darauf, den Flug zu überleben. Drei Stunden lang starrte ich so vor mich hin, während sich meine Freundin um den Jungen kümmerte. Das Brautpaar verschlief den ganzen Flug. Der Landeanflug hat mein Herz zum Rasen gebracht. Nur 2640 m Landebahn stehen dem Piloten zur Verfügung, umgeben von tiefblauem Wasser. Die wahre Herausforderung jedoch ist das Wetter. Es schaukelte, es ruckelte und ich befürchtete schon das Schlimmste. Hastig kaute ich auf einem Reisekaugummi rum. Das Kauen von Kaugummi baut Stress ab. Ich stellte die Luftzirkulation über mir auf die stärkste Stufe. Mein Magen drehte sich um. Frischluft. Ich brauchte eine Menge Sauerstoff und Konzentration. Der Pilot legte eine wahre Vollbremsung hin. Ein Gefühl der Erleichterung verbreitete sich in jeder Zelle meines Körpers, als ich sah, dass wir unversehrt auf Feuerland gelandet waren. Sichtlich befreit von jeglicher Anspannung, machten wir uns mit voller Vorfreude auf in die kleine Stadt. Schnell das Gepäck im Hotelzimmer verstaut, zog es uns direkt wieder nach draußen. Ich wollte Feuerland erkunden und keine Zeit verschwenden. Wir schlenderten zu zweit die Hauptstraße entlang. Die anderen drei sind im Hotel geblieben, was ich nachvollziehen konnte. Ich sog die Eindrücke auf wie den Duft meines Lieblingsparfums. Auf beiden Seiten reihte sich ein Touranbieter an den nächsten. Neugierig blieb ich vor einem Schaufenster stehen. „Antarktisexpeditionen“ las ich. Wow, was wäre das für ein Traum. Leider hatte ich weder die Zeit noch eine dicke Brieftasche, um mir so eine Expedition in das ewige Eis zu ermöglichen. In Gedanken träumte ich mich dennoch auf ein riesiges Expeditionsschiff. Es bahnte sich seinen Weg durch Eisschollen und Eisberge auf der Suche nach Bewohnern, die sich in dieser lebensbedrohlichen Kulisse wohlfühlten. Von diesen Gedanken getrieben trugen mich meine Füße Richtung Hafen, wo noch mehr Touranbieter ihre Ausflüge anboten. Und dann hat es mich und meine Freundin wie der Blitz getroffen, als ich ein Pinguinplakat in einer dieser kleinen Touranbieterhütten erspähte. Das mussten wir uns genauer ansehen. Die erste Euphorie bestätigte sich. Ohne lange zu überlegen, buchten wir eine Tour für den nächsten Tag. Einmal wilde Pinguine zu sehen war schon immer ein Traum von mir und gerade jetzt in diesem Moment war ich kurz davor, mir diesen zu erfüllen. Am nächsten Morgen sollte die Tour starten. Ich bekam beim Abendessen vor Anspannung kaum einen Bissen hinunter, geschweige denn konnte ich gut einschlafen. Zu groß war die Aufregung und Vorfreude auf dieses einmalige Erlebnis. Der Wecker klingelte und ich kam erstaunlich gut aus den Federn.
