Über die Enttäuschungen des Lebens - Eugen Oniscu - E-Book

Über die Enttäuschungen des Lebens E-Book

Eugen Oniscu

0,0

Beschreibung

Manchmal erscheint jegliche Mühe umsonst zu sein, alles wirkt sinnlos und der Wunsch nach einem plötzlichen Ende übernimmt die Regie… So ergeht es Paul, einem jungen, ehrlichen Mann, dessen Leben sich als einzige Aufreihung verpasster Angelegenheiten gestaltet. Völlig entkräftigt und enttäuscht, beschließt er, seinen Qualen ein Ende zu bereiten. Doch im letzten Augenblick, fast gegen seinen Willen, wird er aus den Armen des bereits eingeleiteten Todes gerissen. Die Rettung kommt aus unerwarteter Richtung! Wird es ihm gelingen, sich aus seiner aussichtslosen Notlage zu befreien? ... Eine Geschichte, die das Herz berührt und die Seele streichelt. Ohne Zweifel nährt sie sich aus wahren Erlebnissen. Der feinfühlige Schreibstil und die Ehrlichkeit des Erzählers verleihen ihr Kraft, spenden Hoffnung und machen Mut.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern
Kindle™-E-Readern
(für ausgewählte Pakete)

Veröffentlichungsjahr: 2021

Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:

Android
iOS
Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Eugen Oniscu

Über die Enttäuschungen des Lebens

Über die Enttäuschungen des Lebens

Eugen Oniscu

Copyright: © 2021 Eugen Oniscu

Coverfoto: york_76 (depositphotos.com)

Published by: epubli GmbH, Berlinwww.epubli.de

Ein Service der neopubli GmbH, Berlin

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung, die über den Rahmen des Zitatrechtes bei korrekter vollständiger Quellenangabe hinausgeht, ist honorarpflichtig und bedarf der schriftlichen Genehmigung des Autors.

VOM LEBEN ENTTÄUSCHT

Das Leben des Paul Ignat war bis in seine Dreißiger eine einzige Aufreihung von Misserfolgen. Am schlimmsten kam ihm das Jahr vor, in dem sein Vater starb, denn dadurch wurde er gezwungen, sein Studium an der Informatikuniversität aufzugeben, als ihm die finanzielle Unterstützung abbrach. Als wäre es damit noch nicht genug, brach gleich darauf seine damalige Freundin, Olga, ihre Beziehung zu ihm ab, angeblich weil sie keine gemeinsame Zukunft hatten. Offensichtlich stand sie unter dem Einfluss ihrer Eltern.

All diese Schicksalsschläge hatten Paul in eine tiefe Depression gestürzt, von der er sich nur mit Müh und Not später befreien konnte. Neulich merkte er, dass sich sein Gemüt langsam wieder in dieselbe Richtung trübte. Eine schlimme Verzweiflung breitete sich über seine Seele aus und gab ihm das Gefühl, als würde sich sein Geist von Tag zu Tag immer tiefer im Nebel vergraben. Eine Zeit lang hatte er sich dagegen gewährt, fest entschlossen, diese schlechte Phase zu überwinden, aber langsam schwanden seine Kräfte. Sein Wille war nicht mehr so stark wie, damals, als sein Vater überraschend gestorben war.

Damals hatte er sogar ärztliche Hilfe im Kampf gegen seine Depression in Anspruch genommen, denn er war fest entschlossen, das Licht am Ende des Tunnels zu erreichen. Die Zeiten in denen er von seiner Fähigkeit, das Leben selbst in die Hand zu nehmen fest überzeugt war, waren längst vorbei. In letzter Zeit kam ihm alles um ihn herum wie eine einzige, andauernde und bittere Enttäuschung vor.

Das Leben seiner Familie war schon immer von Armut bedroht. Anders als andere Kinder, besaßen er und sein Bruder, Cosmin, während ihrer Kindheit nicht viel, es war halt nur das da, was man unbedingt brauchte. Jetzt wohnte er immer noch mit Mutter und Bruder zusammen, in den bescheidenen drei Zimmern seines Elternhauses. Da seine Mutter stets an irgendeiner Krankheit litt, hatte sie fast ihr ganzes Leben als Hausfrau verbracht. Währenddessen arbeitete sein Vater als Maler, bis zum letzten Augenblick, als er infolge eines Herzinfarkts starb.

Als Schüler hatte Paul noch davon geträumt, fleißig zu lernen um weiter zu studieren. Er wollte ein guter Informatiker werden um genug Geld für seine Familie zu verdienen. Seine Kinder sollten nie die Armut kennenlernen, sein Wunsch war, dass sie alle glücklich lebten.

Doch als in seinem Viertel von Tag zu Tag immer mehr schicke Villen mit Geld aus dem Ausland gebaut wurden, begann er sich für seine armseligen Lebensumstände zu schämen. Die Tatsache, dass seine Familie immer noch im alten Häuschen wohnte und nicht einmal ein Auto ihr eigen nannte machte ihm zu schaffen. Zusammen mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder ging er ins Ausland zum Arbeiten, aber dort fielen sie einer skrupellosen Bande von Schleusern in die Hände, die sie ausgebeutet und ausgenommen hatte. Verbittert kehrten sie mit leeren Händen zurück nach Hause.

Seit Kurzem hatte sein Bruder einen Arbeitsvertrag über ein Jahr in der Tschechei unterschrieben, und war zusammen mit ein paar Freunden aus der Nachbarschaft dorthin gefahren. Doch viel Geld blieb ihnen nicht übrig, nachdem die überteuerte Unterkunft und die Fahrtkosten automatisch vom Gehalt einbehalten wurden. Und die Vermittler aus der Heimat kassierten fleißig ihre Provision gleich mit.