Überrascht von Freude - C. S. Lewis - E-Book
Beschreibung

Spannend beschreibt C. S. Lewis seinen Weg vom erklärten Atheisten zum überzeugten Christen. Das Buch kann auf zweierlei Weise eingeordnet werden: als echte Autobiografie oder als eine Art geistiger Roman, sozusagen das Forschen eines Detektivs nach dem roten Faden und dem Motiv.

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Seitenzahl:362

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C. S. Lewis

Überrascht von Freude

Titel der englischen Ausgabe

„Surprised by Joy. The shape of my early life“

© C. S. Lewis Pte 1955

Aus dem Englischen neu übersetzt von

Christian Rendel

© der deutschen Ausgabe:

R. Brockhaus Verlag, Wuppertal und Zürich

6. Taschenbuch-Lizenzausgabe

2014 Brunnen Verlag Gießen

© der Übersetzung:

1992 Brunnen Verlag Gießen

Umschlaggestaltung: Ralf Simon

Satz: DTP Brunnen

ISBN 978-3-7655-3455-3

eISBN 978-3-7655-7151-0

FürDom Bede Griffith, O. S. B.

Der Übersetzer danktHerrn Dr. Gisbert Kranz, Aachen,für die Übersetzung der denKapiteln 1, 4, 8 und 10 vorangestellten Motti.

INHALT

Vorwort

Die ersten Jahre

Konzentrationslager

Mountbracken und Campbell

Ich erweitere meinen Horizont

Renaissance

Bloodery

Licht und Schatten

Befreiung

Der große Knock

Fortunas Lächeln

Schach

Gewehre und gute Kameradschaft

Der New Look

Schachmatt

Der Beginn

VORWORT

Ich habe dieses Buch zum einen geschrieben, um dem Wunsch nachzukommen, ich möge berichten, wie ich vom Atheismus zum Christentum gekommen bin, zum anderen, um einige falsche Vorstellungen zu korrigieren, die offenbar in Umlauf geraten sind. Inwieweit diese Geschichte irgendjemandem außer mir selbst etwas zu sagen hat, hängt davon ab, in welchem Maße andere das erlebt haben, was ich „Freude“ nenne. Falls dieses Erlebnis auch nur einigermaßen verbreitet sein sollte, so wäre es sicherlich von Nutzen, sich etwas eingehender damit zu befassen, als es meines Wissens bisher versucht wurde. Ich habe den Mut gefasst, darüber zu schreiben, weil mir aufgefallen ist, dass selten ein Mensch über die Dinge spricht, die er für seine ureigensten Empfindungen hält, ohne dass zumindest einer (meist mehrere) der Anwesenden antwortet: „Was? Dieses Gefühl kennen Sie auch? Ich dachte immer, ich wäre der Einzige.“

Das Buch soll die Geschichte meiner Bekehrung berichten; es stellt keine Autobiografie im herkömmlichen Sinn dar und schon gar keine „Bekenntnisse“ wie etwa die von Augustinus oder Rousseau. In der Praxis bedeutet das, dass es dem, was man im Allgemeinen von einer Autobiografie erwartet, immer weniger entspricht, je weiter man liest. In den ersten Kapiteln muss das Netz ziemlich weit ausgespannt werden, damit der Leser später, wenn es um den eigentlichen geistlichen Umbruch geht, verstehen möge, wie meine Persönlichkeit durch meine Kindheit und Jugend geformt wurde. Sobald dieses Fundament gelegt ist, beschränke ich mich strikt auf das Wesentliche und übergehe alles, was in diesem Stadium irrelevant erscheint (so wichtig es nach gewöhnlichen biografischen Maßstäben auch sein mag). Ich glaube nicht, dass dem Leser dabei viel entgeht; ich habe noch niemals eine Autobiografie gelesen, in der nicht die Teile, die sich mit den frühen Jahren befassten, die bei Weitem interessantesten gewesen wären.

Die Geschichte ist, fürchte ich, erdrückend subjektiv; ich habe dergleichen noch nie zuvor geschrieben und werde es wahrscheinlich auch nie wieder schreiben. Ich habe versucht, das erste Kapitel so abzufassen, dass diejenigen Leser, die eine solche Geschichte nicht ertragen können, sofort merken, was auf sie zukommt, und das Buch zuklappen können, ohne mehr Zeit daran zu verschwenden als irgend nötig.

Clive Stapleton Lewis

ERSTES KAPITEL

Die ersten Jahre

Glücklich, doch für solch Glückzu schlecht geschützt.

Milton

Ich wurde im Winter 1898 in Belfast als Sohn eines Rechtsanwalts und einer Pfarrerstochter geboren. Meine Eltern hatten nur zwei Kinder, beides Söhne, und ich war der um drei Jahre jüngere.

Unsere Prägung war von zwei sehr verschiedenen Zügen bestimmt. Mein Vater gehörte zur ersten Generation in seiner Familie, die den akademischen Stand erreichte. Sein Großvater war ein walisischer Bauer gewesen; sein Vater, ein Selfmademan, hatte als Arbeiter angefangen, war dann nach Irland ausgewandert und wurde schließlich Teilhaber der Firma Macilwaine und Lewis, „Kesselmacher, Ingenieure und Eisenschiffsbauer“.

Meine Mutter war eine Hamilton und hatte viele Generationen von Pfarrern, Anwälten, Seeleuten und dergleichen hinter sich; mütterlicherseits, durch die Warrens, ging ihre Linie bis auf einen normannischen Ritter zurück, dessen Gebeine in der Battie Abbey liegen.

Dem Temperament nach waren die beiden Familien, von denen ich abstamme, ebenso verschieden voneinander wie nach ihrem Ursprung. Die Verwandten meines Vaters waren echte Waliser, sentimental, leidenschaftlich und wortgewaltig, zu Zorn und Milde gleichermaßen leicht zu bewegen; Menschen, die viel lachten und viel weinten und nicht viel Talent zum Glücklichsein besaßen.

Die Hamiltons waren von kühlerer Art. Ihr Denken war von Urteilsvermögen und Sinn für Ironie geprägt, und das Talent zum Glücklichsein hatten sie in reichem Maß – sie gingen geradewegs darauf zu wie erfahrene Reisende auf die besten Plätze in einem Zug.

Schon in meinen ersten Lebensjahren war ich mir des lebhaften Gegensatzes zwischen der heiteren und gelassenen Zuneigung meiner Mutter und den Höhen und Tiefen im Gefühlsleben meines Vaters bewusst, und dies erzeugte in mir, lange bevor ich alt genug war, dem einen Namen zu geben, ein gewisses Misstrauen oder eine Abneigung gegen Emotionen als etwas Unangenehmes, Peinliches, ja Gefährliches.

Nach den Maßstäben jener Zeit und Gegend waren meine Eltern beide belesene oder „kluge“ Leute. Meine Mutter war in ihrer Jugend eine vielversprechende Mathematikerin gewesen und hatte sich am Queens College in Belfast den Grad eines B. A. erworben; und bevor sie starb, konnte sie mir noch meinen ersten Unterricht in Französisch und Latein erteilen. Sie war eine unersättliche Leserin guter Romane und ich glaube, die Merediths und Tolstois, die ich geerbt habe, waren für sie angeschafft worden.

Mein Vater hatte ganz andere Vorlieben. Seine Schwäche war die Redekunst, als junger Mann hatte er selbst vor politischen Kreisen in England gesprochen. Wäre er finanziell unabhängig gewesen, er hätte sicherlich eine politische Laufbahn angestrebt. Er wäre wahrscheinlich sogar erfolgreich gewesen – es sei denn, sein Sinn für Ehrenhaftigkeit, der so fein war, dass es ans Quijotehafte grenzte, hätte ihn unlenkbar gemacht – denn er besaß viele der Gaben, die ein Parlamentarier früher brauchte: ein ansprechendes Äußeres, eine volltönende Stimme, eine beträchtliche Geistesgegenwart, Wortgewandtheit und ein gutes Gedächtnis. Trollopes politische Romane liebte er sehr; heute nehme ich an, dass er stellvertretend seine eigenen Sehnsüchte erfüllte, indem er der Laufbahn des Phineas Finn folgte. Er schätzte Lyrik, soweit sie rhetorische oder pathetische Elemente oder beides aufwies; , glaube ich, war sein Lieblingsstück von Shakespeare.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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