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Nach langer Durststrecke ist nun endlich der zweite Band fränkischer Gedichte von Frau Kandlbinder auf den Markt gekommen. Ein harter Schicksalsschlag hatte ihr ein paar Jahre der Erholung abverlangt. Näheres möchte sie nicht öffentlich machen.
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Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2017
In Erinnerung an meinen lieben Sohn,
der immer in meinem Herzen bleiben wird.
Für meinen treusorgenden Mann,
meine liebe Tochter mit Schwiegersohn
und meinen Enkeln, die mir alle
immer zur Seite stehen und viel Freude bereiten.
Vorwort
A alds Kannabee
A boor Wünschli
A Dadderbudzn-Gschichdla
A guuder Vursadz
A Rafferds
Abreiskalenderla
Alle Johr
Anschbacher Brodwäschd
Bablig – Fjuing
Barcelona-Oma
Blädderwaadn
Boggsbeidl und Seidli
Brodwäschd und a Kuung
Der falsche Weihnachdsmann
Der Guggugg
Der Maibaam
Di Bäbbm
Di Blooch mid di Zeeh
Di Männer
Di Muggn
Di wichdiche Dauscherei
Di fünfde Jahreszeid
Es Bargbladz suung
Es Haislabaua
Es Schbeguliereisnsuung
Faschingsbrobleme
Faschingsgrabfn
Faschingsvergnieng
Fieß und Baa
Frängische Osderbrunna
Frangn - Gedangn
Frangn – Baradies
Frangngrimi
Frühlingsgfiehl
Giegerlehm
Gwidderhagl
Händysuchd
Kaffeesuchd
Kobberneggischa Kunsd
Maibaamglaua
Maibudz
„Mischsalad“
Nordig Woging
Rebellen
Rhabarberfeedn
Rußmuggn
Sale
Schdingderder Baggschdaakäs
Schliednfohrn
Schneerama
Schoofmaala
Sunnaschdrahlndredzer
Volldreffer
Vulkanausbruch
Weihnachdsbuchschdabiern
Zwaa Buchschdoom
Liebe Leserinnen und Leser,
leider hat es etwas länger gedauert, bis Sie dieses Büchlein nun in den Händen halten können.
In Folge höherer Gewalt ist mir leider meine Muse ein paar Jahre abhanden gekommen.
Aber nun habe ich sie endlich wieder gefunden.
Ich bin sehr glücklich und dankbar dafür.
Jetzt hoffe ich für Sie, dass sich das Warten auch gelohnt hat.
Ich wünsche Ihnen jetzt viel Spaß beim Lesen meiner fränkischen Gedichte und verbleibe mit einem freundlichen „adee“!
Ihre Maya
Schau des alde Kannabee
is fei wergli nemmer schee!
Des schdell mer do ins Egg,
dann is edz erschd mol weg.
Bloß des alde Kannabee
konn des gorned su verschdeh.
Obber do wor ja nu der Hund
und des wor edza sei Schdund!
Schnell hubfder aff des Kannabee
und will gornemmer rundergeh.
Edz brauchd des alde Kannabee
nemmer su allaa rumschdee!
-Is des ned schee?
Eichendli meecherdi scho amol widder:
Einfach su aff an Baam naufgraxln
und a weng gambern mid di Haxn
und a weng ziddern deffn bo am Gwidder!
Außerdem mecherdi aanu gern:
Umananderschduddern in di Heggn,
Feddern und leera Schneggnhäusli enddeggn.
Dann wäri di Heggnkönichin mid Schdern!
Und suwos däd mer anu daung:
Mid ausbradda Arm in Wind endgeenglaafn,
affn Flohmargd arch vill scheena Sachn kaafn,
wall i konn immer alles braung!
Wenni scho beim Wünschn bin:
A grooßa wiesn mid vill bunda Bluma
und a Haufn Biena solln drin summa.
Ja, dernoch schdedd mer der Sinn!
Aweng zaubern sollerdi kenna.
Blos a ganz glaans bissla!
Manche griecherdn a rosa Kissla
und manche misserdn ganz weid renna!
Der Dadderbudzn schdedd im Schdobblfeld,
er zidderd gscheid ba dera Käld!
Si hämmern einfach su vergessn
und des nu ganz ohne Essn!
Edz schdedder in seim Elend do
und is seines Leems ned froh.
Aff amol kumma Leid schbazierd,
si sehng glei, daßn ganz arch frierd.
Der Dadderbudzn dudna leid,
drum nemmersn mid ham, di Leid,
Underm Vurdächla schdedder edz drauß,
dud obachdgeem af Hof und Haus.
An warma Mandl hämmsn geem.
Edz freidn widder gscheid sei Leem.
Und nächsds Johr deffer affn Baam.
Ach, des wor scho lang sei Draam!
Wenn di Kärschn zeidi wern
Kommern leise lachn härn.
Edz is des Johr a widder vobei,
mei Bauch nu digg, mei Greiz auwei!
Also heier du i richdi donna,
des hobber mer ganz fesd vurgnumma.
Drumm binni in a Fidneßschdudio nei,
allmächd, di Leid homm all scho Musgln fei!
- Und edz ie!
Des schaff ie nie!
Sofodd is a wichdicher Dräner kumma
und had mi zu aner Folderbang midgnumma.
Also dee Geräde und iech
bedeid ka Freinschafd, sondern Griech!
Drodzdem hobbi mi bloochd und gschundn
und aff aamol wor mei Arm eibundn.
„Sehnascheidnendzündung“ had der Dogder gsochd.
Wohrscheinli hobber mi verkehrdrum bloochd!
Angebli hobber mi rechd bleed gschdelld,
obber i glaab, de homm exdra ihr Maschina verschdelld!
Aff jedn Fall geh ie do nemmer hie,
ie mach mi doch ned mid Fleiß nu hie!
