Unveröffentlichte Artikel - Emo Schuschnig - E-Book

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Emo Schuschnig

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Beschreibung

Mein künstlerisches Erbe an die Menschheit Was einmal Sprache und Gedanke war, soll sich selbst gehören oder der Allgemeinheit. Eine Zeile wird laut und macht sich selbstständig, macht die Welt erklärbarer und die ­Menschen wirklicher. Das Buch soll mein Spiegelbild der Zeit sein und mein künstlerisches Erbe an die Menschheit, weil ich weiß, dass ich ein Vagabund bin, der gerade deshalb so viel besitzt, weil ihm nichts gehört und ­dafür dankbar ist, zu einer verschonten Generation zu ­gehören, die ­keinen Krieg erleben musste. Eine Rente habe ich genau so wenig wie ein ­Vogel und lebe trotzdem, oder gerade deswegen.

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Veröffentlichungsjahr: 2023

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Zu diesem Buch

Warum ich schreibe, was ich schreibe. Weil ich verstanden habe, warum ich auf der Welt bin und dieses Verständnis weiter geben will, bevor ich alles vergesse. Ich schreibe es als Manuskript in 34 Schulhefte a 100 Seiten händisch nieder, die von Kathi Müller ins Reine, in den Rechner geschrieben werden. Sie ist ein Schatz und hat sich kostenlos und freiwillig dazu angeboten. Sie lebe hoch und bleibe gesund zusammen mit ihrer Familie in diesen Corona-Zeiten. Danach geht's in den Verlag zum Drucken und was einmal Sprache und Gedanke war, soll sich selbst gehören oder der Allgemeinheit. Das Gleiche passiere auch mit meinen Bildern, die einer Stiftung gehören werden. Sie sollen Leute erfreuen, wenn sie ihnen gezeigt werden, das ist der Grund warum ich kreativ bin und warum ich auf der Welt bin. Meine Kreativität ist wie das Atmen, ich brauche keine besondere Inspiration dazu. Es ist meine Arbeit für die ich keinen Lohn kriege aber die mir Lohn, Genugtuung, Befriedigung, ja Glücksgefühle gibt.

Eine Zeile wird laut. Ein Bild ist fertig und macht sich selbstständig, macht die Welt erklärbarer, klarer, schöner und die Menschen wirklicher.

Was hier auf diesen Seiten entsteht sind Erzählungen, Aufsätze, Tagesberichte, Portraits und niedergeschriebene Gedankenreiseberichte eines Menschen der viel erlebt und an zwei Enden gebrannt hat. Als zurückgezogener Künstler und engagierter Zeitgenosse ist dieses Konvolut von Lyriker und bildenden Künstler, entstanden.

Literarisch habe ich überhaupt keine Ambitionen und nenne deshalb meine Sprache als geerdet und plastisch und ist genauso wie meine Landschaftsbilder schlicht und unmittelbar. Eben wie aus dem Leben, der Natur entstanden. Das Buch soll mein Spiegelbild der Zeit sein und mein künstlerisches Erbe an die Menschheit, weil ich weiß dass ich ein Vagabund bin, der gerade deshalb so viel besitzt, weil ihm nichts gehört, weil er nur demütig die Welt durchwandert und dafür dankbar ist zu einer verschonten Generation zu gehören, die keinen Krieg erleben musste.

Eine Rente habe ich genau so wenig wie ein Vogel und lebe trotzdem, oder gerade deswegen.

Emo Schuschnig

Unveröffentlichte Artikel

Impressum

ISBN 978-3-946310-38-9 

Texte © 2022 Emo SchuschnigVerantwortlich für den Inhalt:Emo SchuschnigRingstr. 3282223 EichenauDank an Kathi Müller für die hilfreiche UnterstützungLayout x-media-publishing | stellaplan.de Umschlag © 2022 x-media-publishing | stellaplan.deDruck: Germany

Unveröffentlichte Artikel

18. September 2010 | „Durchbruch“

Nächstes Jahr im April werde ich 64 und bis Ende des Jahres 2011 sollte ein Durchbruch im beruflichen Leben passieren. Daraufhin muss ich gezielt hinarbeiten. Warum dieser Termin? Nun, mit 64 Jahren ist mein Vater mit meiner Mutter und mit mir aus Rumänien nach Deutschland ausgewandert, ohne einen Knopf in der Tasche. Als einzige Hilfe hatte er eine Schwester in München. Der Kulturschock war groß, jedoch war meine Mutter die treibende Kraft, die ihn dazu brachte sich schnell Arbeit als Architekt zu suchen. Die Zeit vor der Münchner Olympiade war baumäßig sehr gut. Er bekam Arbeit und eine Wohnung und ich sollte mein Abitur nachmachen und dafür meine Deutschkenntnisse nachweisen. Dazu musste ich nach Gießen und einen deutschen Test ablegen. Ein unnötiger Aufenthalt. Danach sollte ich in die zwölfte Klasse eines Gymnasiums in Würzburg um als Abschluss mein deutsches Abitur machen zu können. Ich wollte ja studieren weil mir die Kommunisten das Studium verweigerten. Von April bis September hatte ich Zeit und fuhr mit einem Verwandten nach Paris. Danach fing ich für 3 Monate eine Arbeit bei Siemens in München an und wohnte in einem Fremdarbeiterheim. Ich machte etwas Geld damit und fing an mein lädiertes Gebiss zu restaurieren. Mein Vater preschte vor und hatte schon das Untergeschoß des Stachus in München konstruiert. Es besteht aus 7 Stockwerken die untereinander liegen. Geschäfte, darunter S-Bahn, darunter U-Bahn und darunter ein Wasserspeicher. Er war im Geschäft. Nach der Olympiade baute er den Frankfurter Bahnhof um, die Strecke Nürnberg – Fulda, einige Messehallen in Riem und das war's. Er wurde 80, hörte auf zu arbeiten, bekam Prostatakrebs, lag 2 Jahre im Krankenhaus und wurde 11 Mal operiert. Danach trug ich ihn nach Hause zum Sterben. Die 18 Jahre die er in Freiheit gelebt hat sind eine Leistung die ein normaler Mensch in seinem ganzen Leben erbringen könnte. Ich hoffe meinen wirklich als Vorbild an Korrektheit zu sehenden Vater, in nichts nachzustehen und ziehe meinen Hut vor ihm.

19.9. 2010

Am 4. April 1970 sind wir in Frankfurt/M gelandet. Einen Tag später hatte mein Vater seinen 64-ten Geburtstag. Er kam mit nichts, wollte aber mir und meinem Bruder Walter, eine Zukunft schaffen. Er hat zwar mir eine geschaffen, aber gleichzeitig und völlig unbewusst hat er die Entscheidung meines Bruders sich das Leben zu nehmen, bestärkt. Zum Verständnis der Situation und weil vielleicht mein Neffe Uwe, sein Sohn diese Zeilen auch lesen wird, Auswandern aus Rumänien ging nur über direkte Verwandte. Mein Vater ist als Rentner zu seiner Schwester ausgereist und mein Bruder wäre zu seinen Eltern gereist. Nun, mein Vater war Rentner und der Staat hat sich durch die Ausreise eine Rente gespart und eine Wohnung in Bukarest bekommen. So dass es überhaupt kein Verlustgeschäft für den Staat war, aber meinen Bruder heraus zu lassen, einen jungen, studierten, fähigen Arzt, nein das wollten sie nicht zulassen und haben ihm das auch unmissverständlich gesagt. Daraufhin entschloss er sich, sich zu opfern um seiner Familie, seinem – Sohn die Ausreise zu ermöglichen. Da er wusste dass er nur eine Niere hatte und dadurch sehr hohen Blutdruck, forcierte er den hohen Blutdruck bis er einen Gehirnschlag am Mittagstisch erhielt und 2 Stunden später tot war.

Ein Abtritt wie im Theater. Den machte ihm meine Mutter nach indem sie sich mit Schlaftabletten das Leben nahm. Vorher lud sie die Familie und Bekannte zu einem Glas Rotwein zu sich ein und am nächsten Tag fand ich sie mittags tief schlafend vor, eine Nachricht und Tabletten lagen herum. In dem Abschiedsbrief verlangte sie von mir ich sollte nicht zulassen dass sie wiederbelebt wird. 3 Tage und Nächte dauerte ihre Agonie, dann war ich eine Vollwaise. Wir treffen uns aber alle wieder auf unseren Wegen der Wiedergeburt.

20.9.2010 | Das Leben.

Um den Gedankengang weiter zu spinnen – ich bin der Ursprung meines Lebens – gehört noch abschließend zu ergänzen, dass, wo ein Anfang, da auch ein Ende sein muss. Ich mache also weiter um die völlige Harmonie zu erreichen, suche mir immer wieder neue Eltern aus und schau das ich trotzdem mein Ziel der Vervollständigung, näher komme. Je nachdem wie es mir gelingt oder nicht, das Leben hat einen Anfang und ein Ende. Das Leben ist halt wie eine Wurst oder ein Film. Es verspricht mir nur den Tod, das Ende des Lebens. Wenn ich ein Baum geworden wäre, sähe das Leben bestimmt anders aus, trotzdem würde mir mein Baumleben nur eins mit Sicherheit versprechen können: den Tod, als Ende des Lebens.

Der Tod

Der Tod ist das Ende eines Lebens. Des wievielten Lebens kann man nur im Tod feststellen und nicht im Leben. Im Leben soll man leben und seine Bestimmung erfüllen. Diese Bestimmung muss man herausfinden. Das sollte früh im Leben passieren, damit man Zeit hat da Beste aus der Lebenszeit dafür zu verwenden. Es ist ein Ende schon am Anfang mitprogrammiert, das weiß jeder und „Memento Mori“ sollte seine Lebenszeit auch nützen. Kein Mensch, kein Lebewesen ist nur zufällig auf der Welt. Deshalb habe Respekt vor dem Tun anderer, oder lass sie gewähren auch wenn sie nicht wissen was sie tun (Jesus am Kreuze). Hilf ihnen wenn sie dich darum bitten aber dräng dich nicht auf. Alles, aber auch alles ist freier Wille.

Der Tod ist auch nur eine Art Familie. In meinen Augen ist der Tod mein Schutzengel, der mich im Leben begleitet, jedoch im Nachleben zum Freund wird. Er steht mir bei in der Pause zwischen den Leben, er hilft mir die Bilanz richtig zu lesen und richtige Entscheidungen zu treffen, was das nächste Leben betrifft. Er, der Tod, mein Freund und Schutzengel, weiß, dass wir nicht zusammenbleiben können, denn wenn ich alles richtig mache, bin ich vollendet und dann braucht er mich nicht mehr beschützen.

Dann ist die Funktion des Todes auch erledigt und man geht in einen anderen Zustand über, den ich mir dann sehe, sehr schön vorstelle, jedoch nicht beschreiben kann, sondern nur als „Geistige Hochzeit“ bezeichnen kann, mit anderen Wesen die auch soweit sind oder mit mir selbst als ein…

20.9.2010

Zurück zum Verständnis des Vorherigen...“Der Sinn des Lebens“

Alle Menschen haben zwar gleiche Rechte aber nicht gleiche Voraussetzungen oder auch gleiche Fähigkeiten.

Wenn ich auf die Welt komme, dann aus einem ganz bestimmten Grund, um eine Position zu erfüllen die in meinem Puzzle fehlt. Diese Position muss ich erkennen und dahingehend lernen, beackern, dass ich sie auch ausfüllen kann. Ich habe bevor ich geboren bin diese Entscheidung getroffen und werde versuchen alles zu tun dieses Puzzleteil zu werden und im nächsten Leben das nächste fehlende Puzzleteil usw. zu werden. Deswegen ist es eminent wichtig sich nicht nach dem Zufall zu richten sondern nach der selbst gestellten Lebensaufgabe und dafür zu sorgen auch dafür geeignet zu sein.

26. Sept. 2010 | Das ist der Sinn des Lebens

Schlechte Nachrichten für die die an ein Wiedersehen der Lieben Verstorbenen im Jenseits glauben.

Nicht dass ich nicht an ein Jenseits glauben würde, nein, daran glaube ich schon, jedoch wird es kein Wiedersehen in Fleisch und Blut geben sondern im Geiste und wie unterscheide ich eine Seele von der anderen ohne ihren Körper? Ebenfalls glaube ich nicht daran das die Seelen rumlungern um auf das Jüngste Gericht zu warten, sondern im Gegenteil, das sie kurz nach dem irdischen Dahinscheiden in ein nächstes Leben treten, indem sie sich eine Mutter aussuchen, so wie Jesus, um dann von ihr geboren zu werden mit der Hilfe eines Partners. Danach wächst das Kind als unwissend und unbescholten auf und muss im Laufe seines Lebens auf den ganz speziellen Sinn seines Lebens kommen. Eine schwere und ernste Angelegenheit, da man keine Erfahrung hat, höchstens eine angeborene Neugier darauf.

27. September 2010 „Locker machen“

Man kann sich selber locker machen oder man gibt dafür Geld aus.

Kultur hat komischer weise keine Lobby weil Kulturschaffende Kultur schaffen und kein Geld. Sie leben schwer und unsicher vom Erschaffen dieser Kultur die allen nützt. Kulturschaffende sind keine Bettler oder Gaukler oder Schaumschläger und deshalb eignen sie sich nicht zur Beschaffung von Mitteln. Kreative brauchen die Mittel zum Schaffen und kümmern sich nicht woher sie wohl kommen.

Künstler machen aus einer Materie die fast nichts kostet ein teureres Kunstwerk, welches durch die Kunsthändler und den Tod des Künstlers selber, enorm im Preis steigen. Siehe Vincent van Gogh. Er selber hat kein Bild verkaufen können und Hunger gelitten, aber heute kosten seine Bilder hunderte von Millionen.

Auf Banken kriegt man keine Zinsen aber wenn man Bilder kauft und sie etwas später wieder verkauft, erhält man enorme Dividende und hat einen Kunstgenuss dazu.

30. Sept. 2010

Existenzberechtigung kann ich durch das Entstehen von meinen Bildern deutlich machen, seitdem ich angefangen habe meine Bilder nicht nur zu signieren, nein auch mit Jahres- und Monatszahlen zu datieren. Jedes Jahr erhält auch eine unterschiedliche Signatur zur Erschwerung der Fälschung. Anhand meiner nun sehr genauen Signatur, lässt sich locker feststellen was ich fast jeden Tag meines Lebens geschaffen habe. Ein Biograph wird es leicht haben mein Leben zu beschreiben, vor allem wenn ich meine Tagebücher frei gebe. In über 100 Ausstellungen wurden Zeitungsartikel von mir gefordert weil die Redakteure dazu keine Lust oder Zeit hatten. Sie wollten alles fertig vorgekaut haben mit Fotos um es dann nur noch in der Zeitung am richtigen Platz zu setzen. Ich musste als Künstler nicht nur die Bilder malen, nein auch Ausstellungsplakate, Ankündigungen und Kritiken schreiben, Vernissagen veranstalten, Putzfrau und An –und Abbau der Ausstellung, stemmen. Das schlaucht! Ich versuche zu erklären wie man Zeit mit Leben ausfüllt und nicht Leben mit Zeit.

Ein Leben ist ein Epos, ist ein Epos, ist ein Epos. Jeder Mensch hat sein Epos. Mann und Frau haben gleichzeitig verschiedene Epen obwohl sie miteinander verheiratet sind, manche haben richtige Parallelwelten von Beziehungen, Irrwelten, Irrreisen von Mann und Frau, eine Suche nach gemeinsamer Wahrnehmung, die nie im Finden endet. Man muss dafür schon ein sehr langes Zusammenleben vorweisen um gemeinsam das Gleiche zu spüren, empfinden, fühlen, verstehen, genießen, wollen, zuzulassen, auf- oder abzuregen. Jeder Erwartung wohnt auch eine Enttäuschung inne, eine Ernüchterung, weil der Grad der Erwartung viel höher gesetzt wird als normal und deswegen eine Enttäuschung oder Ernüchterung auf dem Fuße folgt. Erwartungen werden nie im „nüchternen Zustand“ geformt. Es sind Wunschvorstellungen, die natürlicherweise so nicht eintreffen werden. Deshalb haben meine Frau Andrea und ich keine Erwartungshaltung beim Erstellen einer Ausstellung, weil wir uns viel lieber freuen, als dass wir enttäuscht werden wollen. Wenn wir dann trotzdem, nette Leute kennen lernen, eine gute Zeit hatten, gute Presse bekamen, ja sogar ein oder mehrere Bilder an angenehme Zeitgenossen verkaufen konnten, ja dann kann man sich freuen und hat anderen auch Freude gemacht.

Und so geht das von Ausstellung zu Ausstellung, manch mal 10 Mal im Jahr und dann weiß man wie man seine Zeit verbringt. Malen muss man ja auch noch. Und leben, nicht zu vergessen. Alles passiert zur gleichen Zeit. Vorwärtsbewegung und Rückwärtsbewegung, alles fließt nach unten aber wo gerade unten war ist gleichzeitig oben. Man kennt den Maler Escher, der so etwas wunderbar darstellen konnte. Der hat als Illusionsmaler im 20ten Jahrhundert gearbeitet und uns zweidimensional Vorwärts- und Rückwärtsbewegung alles zur gleichen Zeit und auf derselben Oberfläche, gezeigt. Jeder Erwartung wohnt auch eine Täuschung inne, jeder Aufregung eine Ernüchterung, wenn's kein Herzkasperl war, denn wenn's einer gewesen wäre, dann wäre es eh zu spät.

Zeit

Eine Kurzfassung dessen was ich auf all den Seiten davor geschrieben habe, kann ich mit 10-15 Sätzen machen.

Keine Angst, im Grunde ist alles ganz einfach. Ich spreche vom LEBEN.

„Das Leben“ suchen wir uns gezielt aus aber danach geht es einige Zeit ungezielt weiter, bis wir uns bewusst werden warum wir uns diese Eltern gewählt haben und was wir daraus lernen und machen sollen für dieses Leben. „Das neue Leben“ wird zu einer Reise die wir wieder einmal antreten in urzeitlich anmutende Räume, in einem unbekannten Dschungel, in eine unerforschte Höhle, die nur unterbrochen wird durch Erinnerungen an frühere Existenzen und eine Zukunftsvision. Dieser Vision müssen wir uns stellen, hinarbeiten und völlig hingeben um auch nur die leiseste Chance zu haben etwas daraus zu machen. Es geht darum sanft zu atmen, ruhig und tief zu atmen um sein Leben zu „durchleben“. Konzentriert nach „Innen“ schauen, mit geschlossenen Augen, sich ins Innere begeben und im Zustand innerer Konzentration ein für sich magisches Ritual durchzuführen, welches dann langsam in die Rückführung in einen vorbewussten Zustand führt. Dieser Zustand ist das Unterbewusstsein welches uns die Sicherheit eines Kissens, einer Ruhestätte gibt. Dorthin können wir immer wieder zurück zum Ausruhen und zum Kräftetanken, zum Schmerz und Wundheilungen zu vollbringen, um den Geist ausruhen zu lassen und um neue Ideen und Mut zu schöpfen.

Lässt man das zu, dieses magische Ritual und befreit sich von gewohnten Erwartungen, wird also cool, neudeutsch gesprochen, verschwinden plötzlich die Grenzen zwischen Vergangenheit und Zukunft, Leben und Tod dokumentiertem, also nachvollziehbarem Leben und Fiktion, also Wunschdenken und eben dem Ziel „dieses Lebens“ vorausgehende Befruchtung des Eis der eigenen Mutter. Man wird zum Teil des Ganzen und versteht, erlebt das Ganze. Es wird eine überwältigende Akzeptanz in einem stattfinden, weil das Ganze so überwältigend umfassend ist, das Zivilisation und Natur Teil des Ganzen sind, das Mensch und Tier und Pflanzen und Gestein, Teil des Ganzen sind. Man selbst wird auch Teil des Ganzen und akzeptiert es dadurch als selbstverständlich. Man taucht ab wo das Leben ist und wo es Grund zur Trauer aber keinen Grund für Angst gibt. Denn eigentlich ist alles ganz einfach.

30. Sept. 2010 | Zeit

Bei Ausstellungen oder beim „Tag der offenen Tür“ fragen mich Leute: „Wieviel Zeit, wie lange brauchen Sie für dieses Bild?“

Diese Frage erstaunt mich jedes Mal und ich antworte Wahrheitsgemäß bei einem 1,5 x 1,5 m Bild mit: „Einen Tag“. Dann gibt's große Augen und die Frage: „Wieso ist dann das Bild so teuer?“ Als Konsequenz daraus sagt meine Frau, die übrigens Lügen hasst: „Sag doch drei Wochen oder 3 Monate anstatt einem Tag und die Leute werden mit dem Preis zufrieden sein.“ Nun das könnte ich machen aber ich mache es nur unter Zwang und unter dem wachsamen Auge meiner Frau. Ich weiche aus und zwar erkläre ich dem demjenigen was zum Erstellen eines Bildes alles notwendig ist. Diese Diskussion dauert etwas länger und ist voller Eigennamen die der Zuhörer nicht versteht und die seine Neugier nicht befriedigt. Er hat nicht die Ausdauer mir zu zuhören sondern will nur die Zeit wissen. Das wiederum macht mich doppelt ärgerlich und ich lasse ihn einfach stehen oder übergebe ihn an meine diplomatische Frau.

Nun aber muss ich erklären wie es kommt das ich nur einen Tag brauche um ein Bild von 1,5 x 1,5 m zu malen.

Ein Bild, und nicht alle Bilder sind gleich, entsteht, wenn es eine Landschaft ist, durch das Sehen, auch Schauen genannt. Bei Malern ist diese Tätigkeit äußerst prägnant ausgebildet. Maler sehen nicht wie normale Menschen. Maler sind Profiseher. Seher sind früher bei den Kelten die Druiden gewesen. Druiden waren auch Heiler, Weise, konnten Voraussagen machen und waren höchste Würdenträger aber niemals Könige. Ihre Macht war nicht weltlicher Art. Aus ihnen sind die Priester geworden. Profiseher sehen mit den geschulten Augen und mit dem Gefühl, sprich mit dem Herzen. Sie ordnen aber das Gesehene gleich in ihrem Gehirn dahin wohin sie schon ähnliches geordnet haben von Vorhergesehenem und so kommt ein Gesamtbild im Kopf zustande. Also: wenn ich einen Baum malen will, sehe ich mir zuerst seine Form an und weiß sofort was für eine Art Baum er darstellt, danach sehe ich mir seine Blüten, Blätter, seine Äste und seinen Stamm, seine Rinde, seine Farben, seinen Geruch und was unter ihm wächst, an. Das mach ich auch noch zu allen Jahreszeiten. Nun, wieviel Zeit braucht man um einen Baum anzusehen? Die Antwort ist: mindestens 1 Jahr. Kann das ein Kunde verstehen, der mich frägt wie lange ich gebraucht habe um sein Bild zu malen? Nein, das kann er nicht.

Weil ein Kunde die Zeit der Entstehung seines Bildes umrechnet in seinen Verdienst für die gleiche Zeit. Aber Zeit und Zeit sind zwei Paar Schuhe und nicht vergleichbar. Den einen ist Geld, Macht usw. wichtig, den anderen das Sehen. Den machtgierigen ist ihre Macht wichtig und nicht was sie sehen könnten wenn sie sich die Mühe machen würden, aber sie tun es nicht. Das ist ihnen zu viel. Sie konsumieren, sie schlingen wie Hunde, sie sind oberflächlich, dass mir das Kotzen kommt, behaupten aber viel Geld zu verdienen und drücken die Preise eines Bildes um 20-30 Euro und freuen sich dann, anstatt sich zu schämen und eventuell in sich zu gehen um das, was sie gerade als Antwort auf ihre törichte Frage erhalten haben, zu überlegen und daraus zu lernen. Schwamm drüber, blöd bleibt blöd.

15. Oktober 2010 „Womit aller Untergang in der Kunst begann, mit Picasso“

Ein völlig normaler, anständig malender fängt an durch zu drehen und aktionistisch, sprich auffallend zu werden um sich aus der Masse zu erheben. Nun, es gelang ihm. Man wurde aufmerksam auf ihn. Vor allem die Händler, die bei Vincent van Gogh nichts taten und ihn verhungern ließen. Händler machten so aus einer vorüber gehenden Modeerscheinung mit viel Bla-bla, etwas Spezielles gutes, das jeder der auf sich hielt, haben musste. Picasso, der ein Geschäftsmann war und ein politischer Arbeiter, hat daraus mächtig Kapital geschlagen, verkaufte ein Bild und bekam dafür ein ganzes Schloss in Frankreich und wurde international anerkannt als der beste Maler. Völliger Quatsch von Kunsthändlern inszeniert die viele Bilder von ihm befassen. ES ist ein Geschäft der Händler und hat mit Kunst nichts zu tun. Händler ruinieren den Geschmack, reden einem ein was sie wollen und fahren im Rolls Roys davon, dir eine Nase drehend. Wenn man keine Ahnung von der Kunst hat, fällt man natürlich auf diese Dampfplauderer herein und wird sein Geld los. Geschieht ihnen recht. Picasso hat dadurch Maleranfängern gezeigt wie man auch malen kann und dafür horrende Preise verlangen und kriegen kann. Seit dem ist die Malerei für die Katz. In der Malerei musste man nicht mehr Anatomie kennen um einen kubistischen Menschen zu malen. Man musste gar nichts mehr können und konnte irgendetwas auf die Leinwand schmeißen, einen mächtig gewaltigen Titel darunter schreiben und noch zwei Seiten von Erklärungen und Begründungen, sowie eine mindestens 5 stellige Euro Zahl darunter und wurde sofort in die Zeitung und zum großen Maler hervorgehoben. Videos und Fernsehabende machten den Rest zum „Ruhm“ aus und man war im nu ein gemachter Mann oder Frau.

Pollok war das größte Beispiel für so einen Blödsinn. Affen und Elefanten können das auch machen. Nun, ich halte sehr wenig von dieser Malerei und gehe unbeirrt meinen einst eingeschlagenen Weg weiter, weil diese „Entwicklung“ der Malerei für mich keine ist und ich sie links liegen lasse. Man lernt nur von Besseren als man selbst ist, von alten MEISTERN UND VON SICH SELBST. Perfektionismus kann man nicht in diesem Job erreichen aber der Weg dahin ist sehr interessant und ergiebig.

17. Oktober 2010 | Fragen zur Bibel

22. Oktober 2010 | „ 12. Hochzeitstag“

Habe 2 Lilien, eine für Andrea und eine für mich gekauft. Das hatten wir auch am 22. Oktober 1998 so gemacht, an unserer kirchlichen Hochzeit. Andrea hat aber heute Föhnkopfweh und ist dann richtig kaputt. Föhn gibt es nur im Alpenvorland und er betrifft nicht alle Menschen. Bei Andrea legt er sich sogar auf ihren Magen. Na ja, wir sind ja jetzt gemeinsam in der Rückengymnastik und da merkt man erst richtig dass sie Koordinationsschwierigkeiten hat und kein Gefühl für Rhythmus. Dafür kann sie aber nichts. Sie kann deswegen aber auch nicht tanzen. Im Chor gibt der Dirigent die Betonungen an.

All das fehlt meiner Andrea aber beim „Lieb sein“ hat sie beide Hände ganz hoch gehoben, wie der kleine Hase.

Das wiederum ist das Wichtigste und nicht ob einer nicht immer weiß wo rechts oder links ist.

24. Oktober 2010 | „ Tipps für das Gelingen eines Bildes.“

Male das Bild mehrmals, weil beim einmaligen Malen du dich unter Erfolgszwang stellst. Wenn es dir trotzdem gelingt, dann dank deines Talents und wenn nicht ganz, dann musst du korrigieren oder neuanfangen. Ich habe Schwierigkeiten zu korrigieren. Meistens sieht man das. Ein Bild muss in einem Rutsch, mit Schwung entstehen, man muss den Schwung des Pinsels erkennen und die Vermischung der Farben sehen. Nachdem ich ein Bild fertig habe, stelle ich es an exponierter Stelle hin und sehe es mir zwei Wochen lang aus unterschiedlichen Winkeln an. Ich entdecke manchmal Fehler die ich nicht sehe während ich male, weil ich zu nahe dran bin, weil ich schon müde war, weil ich eine Perspektive, einen Schatten übersehen habe, etc. pp.

Manche bemalte Leinwand wird bei Nichtgefallen einfach neu grundiert und dann neu bemalt, allerdings leiden die Saugfähigkeit der Leinwand darunter und die Helligkeit der Farben auch. Malst du ein Bild ein zweites Mal, bist du dabei freier, legst die Aufmerksamkeit auf andere Details als im ersten Bild. Dadurch entsteht eine zweite Fassung, die meistens besser als die erste ist. So gibt es bei mir Bilder mit 4 – 5 Fassungen. Das kommt auch daher, dass Leute danach fragen wo ein bestimmtes Bild wäre, welches ich schon lang verkauft habe, oder sie verlangen das Bild in einer unterschiedliche Größe und manchmal auch in anderen Farben, weil die besser zu den Möbeln oder der Tapete passen.

Dann krieg ich Kopfweh und verabschiede mich. Ich fotografiere jedes Bild und kann dann die Unterschiede in Form, Größe und Farbe dokumentieren. Sogar die Unterschrift ist in jedem Jahr unterschiedlich, um eventuelle Fälscher in die Irre zu führen.

29. Oktober 2010 | „Es geht dem Ende zu. Dem Oktober geht's an den Kragen.“

Meine Mutter starb am 29. Oktober 2002, also vor 8 Jahren und am 31. Oktober starb auch die Rente. Hinterlassen hatte sie nichts, aber die Miete und die dreimalige Renovierung der Wohnung, die Entrümpelung und die Begräbniskosten, mussten beglichen werden. Da blieb kein Geld für Zeitungsannonce und Leichenschmaus auch weil meine Mutter Selbstmord begangen hat und ich nicht wollte, dass das an die große Glocke gehangen wird. Es hat sich ja auch keiner bei mir beschwert und wenn, würde mir das auch am Rückgrat vorbei gehen.

30.10. 2010 | „Ausstellung im Seniorenheim Eichenau aufgehängt“

Andrea hat wahnsinnig geholfen, obwohl sie mit ihrer Karpaltunnel OP behindert war. 60 Bilder aufhängen, rauf und runter auf der Leiter auf drei Etagen aber mit der Hintergrund info dass sich die Eichenauer Künstler- Gemeinde aufgelöst haben. Hochnäsigkeit, Überheblichkeit rächt sich.

Wetten das ich 8-10 Bilder verkaufe im Seniorenheim?

Am 5.November ist die nächste Vernissage. Zwischendurch habe ich das Lektorat von Hein Laubes München Roman mit schriftlichen Vorschlägen gemacht. Mal sehen wie er es umsetzt.

30. Oktober 2010 | „Neulich im Rückentraining……“

Fragte mich ein Teilnehmer den ich zu der nächsten (5.11.2010) Vernissage einlud, woher ich meine Ideen, meine Inspiration nehme, weil er in meiner www.kunst-schuschnig.de Seite so viele Bilder gesehen hätte. Ich antwortete: „ Ich schaue in mein Herz, da ist immer alles drin“. Ich kann mich auch mal irren, jedoch vertrauen tue ich meinem Herzen trotzdem immer und liege damit völlig richtig“. Der Weg zum Ruhm geht über sein Selbstvertrauen, den Glauben an sich und sein Können muss ein ständiger Begleiter und ein Lichtblick sein.

Gestern, Samstag, sind meine Frau Andrea und ich ins Seniorenheim Eichenau gegangen um meine dortige Ausstellung zu besichtigen. Es kam uns ein Paar das dort wohnt, entgegen und sagte uns wie gut sie sich fühlen mit meinen Bildern auf drei Etagen. Wie in einem Museum, wohnend. Und weitergehend sagten sie: „ Ja, das ist die Karlskirche in Wien und hier waren wir in der Toskana, damals 1979 und jedes Jahr wieder“. Man sah die Freude an den Erinnerungen die dieses alte Ehepaar nochmal verbeiziehen sah und in dem es nun wohnte. Sie konnten in ihren Erinnerungen lustwandeln. Ich konnte zusehen wie meine Bilder diesen Leuten Freude bereiteten. Meine Bilder sah ich ja selber so nie. Aufgereiht an Wänden auf drei Etagen, mit Wandmalereien, war diese Ausstellung meine allerschönste und 10 Bilder wurden verkauft. Sogar eine türkische Küchenhilfe kaufte ein Bild und war ganz gerührt, weil es ihrem Elternhaus in der Türkei sehr ähnelte.

30. Oktober 2010 | „Die Regie über sein eigenes Leben führen“

Als Hauptaufgabe des Menschen sehe ich die Regie über sein eigenes Leben zu führen.

Memento mori, denk daran das du sterblich bist, denk vorher und immer wieder daran. Das Sterben soll dein Leben führen. Besser gesagt, die Bilanz deiner Leben, ergibt den Sinn, das WARUM du gelebt hast und wofür du lebst und immer wieder als neuer Mensch mit neuer, alter Seele, lebst und stirbst und lebst und stirbst….Das Sterben hat einen Regisseur, der dich führt und in eine bestimmte Richtung führt, ein moralisches Korsett für dich bereitstellt, in welches du mit all deinem Wollen und Werden hineinpassen sollst.

Das ist wichtig für dein Leben und dein Sterben, eine Meisterschaft zu erlangen, die sich von Inszenierung zu Inszenierung, steigert. Und die doch allmählich von dem Überfluss fast jugendlicher Euphorie und Schaffenslust in das Stadium gesetzter Reife übergeht. Dann gelingt Großes, Prägendes. Alles was eigentlich Schwergewicht ist soll leicht erscheinen, eben die Leichtigkeit des Seins mit all ihren verschiedenen Schichten und reichen Charakterzügen darzustellen, als würden sie auf einem Hochseil tanzen. Dieses sichere Gefühl auf dem Hochseil zu tanzen und ganz leicht schwere Sachen zu machen, gibt dir nur dein innerer Regisseur, der dir Halt und Haltung gibt, inhaltlich und ästhetisch. Dieser Regisseur ist deine innere Stimme, dein Herz und deine Seele, die unsterbliche Seele, die dir Halt gibt. Sie bewahrt dich vor dem Zuviel an Tränen, vor dem Auftrumpfen mit der eigenen Bedeutung, vor der Hemmungslosigkeit, der Komik.

Folge diesen Regieanweisungen, denn sie führen dich zum Ruhm noch während du lebst und das ist dann wert an den Tod zu denken, der am Ende des Lebens steht, dass du so wie oben beschrieben, geführt hast

30. 10. 2010 | „Salon des refuses“

Es gab doch Ende des 19. Jahrhunderts in Paris die Neugründung eines Kunstsalons derer die abgelehnt wurden in dem offiziellen, anerkannten Kunstsalon der Academie Francaise und der hieß „Salon des refuses“ und wurde der berühmteste. Weil, ja weil sie anders malten, neuer, besser, en plain air und von sich überzeugt waren. Die alten Maler hatten jetzt vor den Neuen Angst, lehnten sie ab und gingen damit unter.

Der „Blaue Reiter“ war auch so etwas im Süden Deutschlands und wurde berühmter als die Sezession. Nun in Eichenau hat sich das Spielchen wiederholt. Der Eichenauer Künstlerverein hat mich 2006 abgelehnt und ich bin immer noch mit 9 – 10 Ausstellungen der fleißigste in diesem Kaff und die Künstlervereinigung hat sich aufgelöst.

So wiederholt sich die Geschichte und Hochmut kommt vor dem Fall, sagt schon die Bibel.

30.102010 | „Besitztum“

Ist es nicht kindisch einen Teil der Erdkruste besitzen zu wollen?

7.11.2010 | „Die Wirkung meiner Bilder“

Viele Leute wundern sich das meine Bilder noch von weitem wirken, was man in der Seniorenheim-Ausstellung gut sehen kann.

Die Erklärung ist das ich Freskant bin, Kirchenmaler und Bühnenbildner zugleich. Im Theater gibt es Plätze die vorne, mittig und hinten sind und alle Besucher wollen das Geschehen mitbekommen. Die vorne sehen genauer, die mittleren eigentlich am besten und die hinteren am schlechtesten. Ein Bühnenbild muss aber allen gerecht werden und da gibt es Tricks die man einfach lernt indem man sich der Reihe nach in all die oben genannten Reihen setzt und sein Bühnenbild betrachtet um danach Korrekturen zu machen. Meistens geht es um Perspektivische Schatten die stimmen müssen. Wenn noch etwas unstimmig ist, merkt es der Besucher, kann es aber nicht genau sagen, was oder wo es nicht stimmt aber das ganze Bühnenbild leidet darunter. Der Regisseur merkt es dann meistens auch. Also muss alles stimmig sein bei einem Bühnenbild wie bei einem Fresko oder Landschaftsbild und dann kann es von nah und fern genau gleich betrachtet werden und es passt jedes Mal. Das ist der Schlüssel einer meiner Erfolge. Es gibt noch viel mehr Tricks in der Portraitmalerei, der Perspektive etc. über die wir ein anderes Mal reden werden.

Ich kontrolliere meine Bilder auf Unstimmigkeiten bevor ich sie signiere, indem ich sie an zentrale Stellen hänge, wo ich sie als erstes sehe, beim Eintritt ins Zimmer. Dadurch fällt mir jedes Mal, sofort irgendetwas was zu korrigieren wäre, auf. Das korrigiere ich dann auch sofort und verlasse den Raum um 10 Minuten später dieses Spiel zu wiederholen usw., usw. bis alles passt. Meine Aufmerksamkeit gilt der Perspektive, den Schattenfugen, der Farbe, der Tiefe, der Sonneneinstrahlung und vieles mehr.

Das Motiv und seine Stimmung, den Ausdruck des Bildes und was ich damit dem Betrachter suggerieren will, wird von mir eindringlich überprüft auf seine Qualität und seine Wirkung.

Da soll jemand sagen, dass das Malen keine Arbeit währe neben dem Talent dass man dazu braucht.

13.11.2010 | „Was haben ein Bauer und ein Künstler gemeinsam?“

Ein Bauer und ein Künstler sind der Anfang der Nahrungskette des Menschen, körperlich und geistig.

Ein Bauer ackert, sät, pflegt und erntet. Danach kommt ein Händler und kauft ihm die Ernte ab. Schwupp-di-wupp ist diese ganze langwierige Angelegenheit mit einem Schlag weg. Der Händler verkauft diese Ernte, die nun zur Ware degradiert wird um's 100 – 1000%-tige weiter an andere Händler oder an den Endverbraucher. Wo ist die Relation zwischen Bauern und dem Händler? Was tut der Händler dafür das er so einen Gewinn macht ohne irgendetwas zu tun, arbeiten, ackern, sähen, den Boden überhaupt kaufen und den Samen, die Kühe kaufen, auf die gekaufte Weide schicken, sie täglich wieder zurückholen und melken usw., usw.

So geht das auch mit dem Maler. Er hat die Ideen. Diese Ideen kommen aber nicht von ungefähr, sondern sind ein Reflexionsprozess von Zuständen, Zusammenhängen, Fakten, Hintergründe, Geschichte und Geschichten, Emotionen, viel Gesehenes und Gelesenes, Gehörtes und dann im Geist Verarbeitetes, was dann als Inspiration bezeichnet wird. Es sind dies sehr komplexe Zusammenhänge die einem Wollknäuel ähneln, aus denen ein Künstlerhirn funktioniert. Er malt dann ein Bild und der Händler kommt und kauft es ihm ab für einen Preis den er bestimmt und beim nächsten Mal noch mehr drücken wird. Und wenn er dich runtergehandelt hat, gehörst du ihm. Er wird die Zahl der gekauften Bilder verzehnfachen und dich immer mehr herunter handeln, weil du ja jetzt schon von ihm abhängig bist. Dann kommen die jährlichen Verträge und du gehörst der Katz. Hat zwar Sicherheit, aber zu welchem Preis?

Der Händler aber, der all das Wollknäuel nicht hat, keine Leinwand und keine Farbe, kein Atelier und keine Ideen, keine Mission und überhaupt keine Ahnung außer der Gier nach Geld, ja dieser Schmarotzer lacht sich ins Fäustchen und kassiert für die Ware Kunst sein geliebtes Geld, das er dem ahnungslosen Endverbraucher um ein Vielfaches verkauft. Es ist das Goldkalb. Höhere Dividende gibt es nirgends. Die Kunst wie die Milch werden zur Ware von ganzen Heerscharen von Händlern gemacht, bevor sie an den Endverbraucher kommen. Diese skrupellosen Händler gilt es auszuschalten, diese schmarotzende Schicht von sich bereichernden Nichtstuern muss weg.

Man kann sie zum Maklertum rechnen, zu Zinswucherern. Sie setzen nicht ein als Geld. Sie produzieren nichts. Sie verschaffen sich Geld um damit Geld zu machen. Geld ist aber nur ein Gegenwert, ein abstraktes Etwas, ein Stück bedrucktes Papier. Es ist nichts was man in der Wüste essen oder trinken könnte. Man müsste diese Händler alle in die Wüste mit ihrem Geld schicken und ihnen zusehen wie sie versuchen werden, einen nach dem anderen zu übervorteilen für einen Schluck Wasser oder ein Stück Brot<, was sie vorher BEIM Bauern der es hergestellt hat so leicht gekauft und dann mit Gewinn weiterverkauft haben. Ich wünsche, dass sie alle in der Wüste jämmerlich verrecken.

13.11.2010 „Warum ich ein Alphatier bin:“

1. Weil ich stolz bin. Stolz sein heißt auf etwas stolz sein und das könnte mehrere Ursachen haben. Stolz kann auch hinderlich sein aber ist für ein Alphatier unabdinglich. Stolz zeigt sich auch in seiner Haltung, im Charakter und Ehrlichkeit, Dauerhaftigkeit und Zuverlässigkeit sowie Leadership.

2. Weil ich zwar lerne, aber nicht von Schmidtchen sondern von Schmidt.

3. Weil ich mich nicht zu sehr verbiegen lasse, weil ich eher eine Katze oder eine Latschenkiefer bin, als ein Hund oder eine Tanne.

4. Weil ich mir früh existenzielle Fragen gestellt habe aus denen ich herausfand was meine Wünsche sind und wie ich diese erfüllen könnte.

5. Weil ich mich mit dem Inhalt eines Menschen oder einer Sache oder Gefühls sowie einer Tatsache, befasse und nicht mit seiner Äußeren Form.

6.Weil ich mich mit der Ursache und deren Wirkung befasse, bevor ich Schlüsse ziehe.

7. Weil Entscheidungen schnell und akkurat getroffen werden müssen und dabei stichhaltig aber auch Bauchmäßig stimmen sollten und das allein macht schon ein Alphatier aus.

8. Weil ich eine Vision, eine klare Vorstellung davon habe wie ich mein Leben zu führen gedenke und mich nicht davon abbringen lasse. Ich war nicht bei der Armee oder Bundeswehr, weil ich erstens kein Befehlsempfänger bin und aus diesem Grund auch keine Befehle befolge und zweitens nicht lernen will wie man Menschen tötet mit egal welcher fadenscheinigen, vaterländischen Begründung. Kommunisten oder andere Machthaber haben keine Chance bei mir, wie ich einen freien, gottgewollten Willen habe.

15.11.2010 Aus dem Nähkästchen…….

Das neue Bild heißt: „Der Zauberbach“, im Zaubertal vom Zauberer gemalt. Warum heißt es so? Weil es der einzige Bach ist welcher gleichzeitig in zwei Richtungen fließt, aber ohne sich dabei zu teilen. Der Zauberer plaudert nun aus dem Nähkästchen und erklärt seine Tricks. Wenn man 5-6 m seitlich links und 5-6 m seitlich rechts von dem Bild aufstellt, werden beide Menschen behaupten, dass der Bach ihnen entgegen fließen würde. Der Zauberbach im Zaubertal vom Zauberer gemalt kann das eben. Im Grunde ist das nur eine optische Täuschung, für welche ich ja bekannt bin, die ich jedoch nicht bei jedem Bild anwende, sonst wird es langweilig. Ich möchte, dass es kaum auffällt. Die Täuschung stammt aus der Ikonenmalerei, der orthodoxen Kirchenmalerei. In der Kirchenkuppel wird das Antlitz Jesus groß gemalt und der Betrachter bewegt sich darunter, wird aber von den Augen Gottes überallhin verfolgt. Es ist nur die Pupille die so gemalt wird das der Eindruck entsteht sie folge dir überall hin. Und diesen Trick habe ich auch an dem Bach angewandt. Bemerkt hat das nur der Gerd, der Clan Chef unserer Familie. Er soll es auch bekommen, das Zauberbild.

18.Nov. 2010 | Ein Mensch und seine Mission.

Nach der Erziehung durch die Eltern, Schule, kommt die Erziehung durch das Leben und dann die Reflexion, das Überlegen, die Suche nach der Verständlichkeit, nach dem Sinn des Ganzen. Es ist ein Filtrierungsprozess und übrig bleibt ein geänderter Mensch. Es wird die Spreu vom Weizen getrennt und plötzlich wird einem glasklar was wichtig ist im Leben. Danach gibt's nur eins: folge dir selber und nicht mehr anderen. Lass dich nicht beeinflussen sondern geh auf deinem Weg schnurgerade zu deinem Ziel. Wenn du fliegen könntest, wäre es noch besser, aber Gott hat dir keine Flügel gegeben und mit Ikarus ist es kläglich gescheitert. Ich bin auf der Welt um etwas zu kapieren, es zu durchleben und auszufüllen. Danach, komm ich wegen einer anderen Sache die ich verstehen soll, auf die Welt, bis meine Seele sagt: „ ich habe verstanden“ und dann ist sie vollkommen. Es war eine lange Reise zu mir aber auch zu Gott, denn alle Wege führen dahin. Gehen kann man auch wenn man steht. Denn Gott gab dir einen Verstand und einen Willen dazu. Benütze ihn jeden Tag: carpe diem.

12.11.2010 | In was sollte man sein Geld investieren?

In sein Hirn sollte man investieren solange diese Sparkasse auf unseren Schultern noch aufnahmefähig ist. Welches Geld hilft da am meisten? Geerbtes Geld wird leichtfertig ausgegeben und meist nicht in Bildung investiert, wenn's nicht vom Vererber zwinglich so vorgesehen ist. Selbsterarbeitetes Geld in Bildung zu investieren bringt automatisch viel mehr. Man will lernen, weil man weiß wie schwer man für das Geld arbeiten musste. Niemand vergisst seinen ersten erarbeiteten Verdienst.

23.11.2010 | Ein Hoch auf die Vegetarier.

Vegetarier sind Lebensretter und zwar tägliche. Ihnen gebührt Anerkennung genauso wie den Wehrdienstverweigerern.

23.11-2010 | „Das Licht ist der Tod der Phantasie“

Wenn nachts im Kinderzimmer das Licht ausgeht, erwacht die Phantasie. Jedes Geräusch bekommt ein Gesicht, wird personifiziert. Die Phantasie bekommt viel Raum. Tagsüber oder bei einer Nachttischlampe geht das nicht. Das Licht verscheucht die Phantasie. Viele Kinder leiden an Phantasielosigkeit. Die Phantasie ist ein Lückenbüßer. Sie gleicht aus was du nicht sehen kannst in der Dunkelheit.

Auch die berühmten Leute wie Münchhausen haben ihre Abenteuer mit etwas viel Phantasie aufgehübscht. Alle Reisenden hatten etwas zu erzählen und weil sie niemanden hatten der auch mal dort gewesen war, erzählten sie das Blaue vom Himmel und keiner konnte ihnen wiedersprechen. Danach wurden diese Geschichten von Mensch zu Mensch weiter erzählt und immer mehr ausgeschmückt. Seejungfern und Meernixen waren wohl nur aus der Ferne Nixen, beim Näherkommen waren es dann Robben oder Seekühe.

28.11.2010 | „Warum ich überhaupt male wie ich male“

Wenn ich auf Reisen bin zeigen sich mir fertige Bilder und die wollen gemalt werden und so wie sie sich mir zeigen und nicht wie sie sind. Diese Bilder bleiben mir im Hirn auch wenn ich wieder zurück im Atelier bin. Dort werden sie dann unter professioneller Umgebung und mit denselben Mitteln gemalt. Nicht im Stehen, mit Wasserfarben und Wind und Wetter ausgesetzt, beweglichen Unterlagen und gaffenden Zuschauern im Rücken mit ihren penetranten Kommentaren. Ich bin ein Ateliermaler weil das die besten Bedingungen für meine Malerei sind. Übrigens springt mich das Sujet, das Bildmotiv richtig an. Es verlangt von mir gemalt zu werden. Ich muss nicht nachmeinen Motiven suchen. Sie finden mich und rufen lauthals: hierher, Meister. Die Landschaft tut das Gleiche und die Menschen auch. Ich verstehe ihre Sprache und spreche sie auch, ich verstehe sogar Bäume und den Wind, Blätter reden mit mir und die Vögel sowieso. Es ist ein Leichtes sich alles zu merken und im Atelier auf die Leinwand zu bringen. Ich male von 5 bis Mittag ein Bild, egal wie groß es ist.

Wenn man so malt wird man automatisch entweder Impressionist oder Expressionist oder beides, so wie ich. Ich habe auch die Blutgruppe AB, sehr selten.

Wenn ich Menschen male, ihre Silhouette, das ist einfach. Wenn ich das Geschlecht hervorheben soll oder aber ein Portrait des Menschen malen soll, da wird's schwieriger, aber das Schwierigste ist diesen Menschen davon zu überzeugen, dass ihm das Portrait wie aus dem Gesicht geschnitten, ähnelt. Alle Menschen haben über ihr Gesicht, welches sie ja nur im Spiegel sehen, niemals live und in echt, eine völlig andere Meinung als alle anderen. Wir, die anderen kennen „ihr Gesicht“ besser und natürlicher als die Besitzer des Gesichtes selber. So ist das auch mit der Stimme. Man erkennt seine eigene Stimme in einer Telefonaufzeichnung nicht als die eigene. Man kann sich selbst gegenüber niemals objektiv sein. Man ist immer subjektiv und meistens auch noch narzisstisch dazu.

Das Objektivsein muss man lernen und schwer abspecken von den Klischees des eigenen Wunschdenkens.

7. Sept. 2013 | „Zauberei mit Farben“

Eine Kuriosität im Jahr 2013 ist die Tatsache, dass ich an mehr Tagen ausgestellt habe als das Jahr Tage hat.

Wie das geht?

Ja, mein Slogan ist ja „Zauberei mit Farben“ und da erwartet man schon einige Kunststücke, nicht nur was die Qualität betrifft.

Die Antwort ist wie immer ganz einfach: es kommt zu Überlappungen von Tagen, ja sogar Monaten, bei parallel stattfindenden Ausstellungen. Insgesamt werden es 5 Ausstellungen werden, davon je 2 in Jena und FFB und eine in Eichenau, macht 372 Austellungstage. Das ist ein Rekord und ich bin nicht wenig stolz auf mich.

11. Sept. 2013 | „Ohne Vorwarnung“

Dringen die gekaperten Flugzeuge in die Twintowers von N.Y. City und nichts ist mehr wie vorher.

Ohne Vorwarnung bricht die Diagnose schwarzer Hautkrebs in meinen Alltag und nichts ist mehr wie vorher.

Erkranken Menschen an Krebs, geraten sie an ihre Grenzen. Die gefühlte Sicherheit ist plötzlich weg. Man schwimmt. Die Angst wir vielen zum Begleiter.

Wenn ich mich heute frage ob es mir leidtut keine Rente zu beziehen, sage ich ganz klar: „Nein! Überhaupt nicht“! Mit 27 Jahren ist mir gesagt worden von 3 Oberärzten, Kliniken, Professoren ich hätte einen malignen, schwarzen Hautkrebs und hätte noch 2 Monate zu leben. Das war 1976. Heute schreibe ich diese Zeilen. Wenn das eingetroffen wäre was mir von „kompetenter Seite“ prophezeit wurde, hätte ich die letzten 37 Jahre nicht erlebt. Die habe ich aber erlebt und wie intensiv. So intensiv wie kein anderer. Ich brannte an zwei Enden gleichzeitig. Ich hätte kein Leben führen können wie ein Stinknormaler Otto-Verbraucher Renten Einzahler mit Versicherung.

Bei mir ging es rums pure, tägliche Überleben. Wenn man buchstäblich täglich glaubt seinen letzten Tag zu erleben, lebt man diesen Tag völlig anders als Menschen die quasi sich sicher sind ihre Rente zu erleben.

Wofür brauche ich eine Rente, wenn ich um's tägliche Leben kämpfe? Auch traut man sich sofort Sachen zu machen die man vorher immer vor sich her geschoben hatte, oder die kompliziert schienen. Alles wir einige Nummern kleiner, unwichtiger aber auch erreichbarer. So machte ich unmöglich erscheinende Sachen, ohne lange nachzudenken, denn wenn nicht gleich, wann dann?

Die Kunst gab mir die Kraft diesen Kampf erfolgreich zu führen bis heute. Die Kunst ist und bleibt mein Begleiter. Sie hat die Angst abgelöst. Die Liebe ist eine noch stärkere Kraft. 5. Juli 1991 auf Kreta, 11.Sept.1998 Landsberg geheiratet.

16.Sept. | „Das Malen“

Das Malen ist immer eine Angelegenheit zwischen dem Motiv und mir. Dabei muss das Motiv mein Inneres ansprechen. Wenn es das getan hat, dann passiert etwas zwischen meinem Inneren und meiner Hand, das durch den Kopf und das Herz geht und mich schlagartig hellwach macht. Dann bin ich am Malen und kenne keinen Hunger, Durst oder Sonst irgendwas bis ich fertig bin. Allerdings rinnt mir der Schweiß in die Schuhe vor lauter Anstrengung.

Das Motiv selbst ist nicht abzubilden, sondern das was es mir sagt in Kombination mit dem was ich schon mal gesehen habe und mit der augenblicklichen Gemütslage, ergeben das neue Bild. Ich schaue mir sehr gern auch Urlaubsfotos meiner Freunde an, was sie sehr verwundert aber auch freut. Mir reicht ein Blick auf ein Foto und ich habe, dank meines fotografischen Gedächtnisses schon ein neues Motiv im Kopf. Das Einzige was mir entgeht sind die Schatten, die muss ich später bewusst setzen.

Das Motiv ist zwar ausschlaggebend, jedoch es ist nicht mehr das Motiv das man im Bild erkennen würde, als genaues Ebenbild. Es ist der Weg den dieses Bild durch mein Sehen, das zum Schauen wird, also personifiziert wird, durchmacht. Da wird etwas Banales zum Kunstwerk. Das was Leute täglich sehen und unachtsam eigentlich nicht registrieren, wird bei mir zum Kunstwerk. Das Aufbringen der Farben auf die Leinwand ist immer noch schön und wundersam, aber für mich Kinderleicht, weil ich das schon seit 60 Jahren tue und sicher bin.

Die Angst vor der „weißen Leinwand“ ist zu vergleichen mit der Angst des Torwarts beim Elfmeterschießen. Ich war aber Hand-und Fußballtorwart, also habe ich keine Angst mehr. Nachdem ich große Fresken gemalt habe, ist die Angst bei kleinen bis großen Leinwänden, geschwunden. Etwas Anderes ist dazugekommen. Die Höhenangst. Ich bin bei einem Fresko von der Leiter gefallen (7 m) und habe mir einen Wirbel gebrochen und keine Krankenversicherung gehabt. Seitdem habe ich Höhenangst und male keine Überkopffresken mehr.

Di. 17.9. 13 | „Neid und Mitleid“

Neid muss man sich erarbeiten. Mitleid bekommt man umsonst. Deswegen halten viele vom Arbeiten nichts und halten lieber die Hand auf. Wenn ich jemanden neidisch gemacht habe durch meine Arbeit, dann kann ich stolz darauf sein. Neidhammel her! Die Farbe Gelb ist meine Lieblingsfarbe!

5. Okt. 13 | Zukunft“

Die meisten Leute machen sich über ihre Rente Sorgen im Leben und Arbeiten wie verrückt darauf hin, im Alter eine finanzielle Sicherheit, sprich Rente oder Altersversorgung zu haben. Sie arbeiten und arbeiten und mit 65 sind sie sowas von fertig, dass sie die Türklinken der Ärzte polieren müssen. Aber sie haben eine Rente und sie sind sicher versorgt. Das Leben haben sie aber nicht gelebt, weil sie keine Zeit dafür hatten, sie mussten ja arbeiten für die spätere, sichere Rente. Manche von ihnen, fallen um wenn sie nicht mehr arbeiten können, gehen der Frau auf die Nerven, die weiterhin das tut was sie immer tut.

Manche sind dann tot und hinterlassen ihren Erben etwas, das unweigerlich zu Streitigkeiten führt, das auch das Gesamterbe zerteilt, sieht man am besten bei Möbeln, Porzellan, Bildern, Schmuck et Und dann, nach einer Generation oder zwei, ist alles vergessen, überholt, verbraucht, abgeschafft, veraltet und entsorgt. Nichts, aber auch gar nichts bleibt erhalten und das Leben dessen der sein ganzes Leben damit verbracht hat zu arbeiten, damit er was hat im Alter, ist verpufft. Es hat sich in nichts aufgelöst.

Wenn man ein Leben anfängt, sollte man es von hinten anfangen, von ganz hinten und sich überlegen was man hinterlassen will, der Menschheit und nicht den Anverwandten. Wenn man nämlich größer denkt, macht man sich auch größere Gedanken, hält sich nicht mit Kleinkram auf und verliert keine Zeit um zu dem großen Ziel zu kommen.

Ich habe keine Erben, bewusst keine Erben gemacht um arbeiten zu können. Aber nicht um meinen Lebensunterhalt und die Zeit nach meinem Tod zu gestalten.

Dafür habe ich einen Stock von 2000 Bildern erarbeitet, der in eine Stiftung übertragen wird. Als Stiftung erhält sie sich selbst, wird verwaltet auf hunderte von Jahren und darf per Satzung nur das machen was in der Satzung drinsteht. Die Satzung wird aber von mir gemacht. So arbeitet man auch noch in hundert und zweihundert Jahren weiter und wird nicht vergessen, zerstückelt und weggeschmissen, verbraucht und überflüssig, wie all das was die „Anderen“ so erarbeitet haben im Laufe ihres Lebens.

Vom Lebensende und darüber hinaus muss man anfangen zu leben, nicht wild drauflosleben und sich in das allgemeine Lebensgetümmel stürzen.

Da geht man unweigerlich unter und hinterlässt nur eine undeutliche Masse. Man wird zu Kleinvieh und merkt das überhaupt nicht. Aber Kleinvieh macht auch Mist und den holen sich die Banken um damit zocken zu können und dann, wie jeder Spieler, zum Süchtling werden. Hinterher verspielen sie alles und einer gewinnt wieder und verliert wieder und wir denken uns so in unser Hamsterradl ewig weiter, bis einer einen Krieg anzettelt um die Waffenproduktion anzukurbeln und die Menschheit zu halbieren, damit man nach dem Krieg wieder Häuser bauen kann die man vorher zerstört hat usw. usw.

Wie blöd muss man sein um sich in dieses ewige Spielchen einzulassen, mit zu machen?

Anders den Gaul aufzäumen!

Von hinten!

Die Zeit umdrehen und von hinten, vom Ende des eigenen Lebens und darüber hinaus noch viele Jahrhunderte, denken und anfangen zu leben, mit dem vollen Bewusstsein worauf man hinauswill. Wo ein Wille, da ein Weg!

Wenn ich weiß was ich will kann ich das auch erreichen. Ein Denken in die Zukunft ist dabei unerlässlich. Deshalb heißt dieser Artikel auch so!

Man ist für sich und seine Taten, Gedanken selbst verantwortlich und wenn man keine Taten und Gedanken hat, ist man eine gedankenlose Maschine, ein Klump!

Fazit: macht es beim nächsten Mal, umgekehrt wie sonst, dann wird's was, schätz ich!

„Wenn jeder Millionär wäre….“

Dann, ja dann gäbe es viel, viel mehr Scheidungen. Ehen sind heute mehr oder weniger Zweckgemeinschaften in der Mittelschicht. Man heiratet, baut ein Kind und ein zweites und ein Haus und kann sich dann nicht mehr ohne weiteres trennen, wegen dem Haus und den Kindern und den dann entstehenden wirtschaftlichen Problemen. Auch ein Statusrückgang wäre unweigerlich der Fall. Also bleibt man, nolens volens, zusammen.

Millionäre dagegen zahlen und trennen sich und bauen sich ein neues Haus und trennen sich wieder und dann noch eins etc. pp.

Alles Blödsinn!

Hätten Sie den Artikel von vorhin gelesen, hätten sie sich das Alles sparen können.

Beim Scheiden lassen verliert man neben Geld auch viel Substanz und Nerven. Völlig Wurscht ist auch einem Millionär sein Nervenkostüm nicht. Auch ein Milliardär wie Toni Basset hat Nerven gezeigt.

7: Okt. 13 | „Lebensinhalt“

Mehr schlecht als recht mit etwas leben(was einem liegt, was einem was gibt, was seiner Natur entspricht, was sein Sein ist, was ein Talent darstellt), ist immerhin noch besser als gut zu leben mit etwas was man nicht mag.

Also lieber ein armer aber erfüllter Künstler sein, als ein frustrierter Beamter.

Es gibt die „Leda mit dem Schwan“ und es gibt den „Schwanensee“ von Tschaikowski. Im ersten Fall ist der Schwan männlich im zweiten weiblich.

Plus –Minus, Jing-Jang, Gut- Böse, Sonne-Schatten, Klein-Groß, Mann-Frau

Gegensätze ziehen sich an, stoßen sich ab und das muss sich jemand genau so ausgedacht haben, um beim Zuschauen, als Voyeur, nicht an Langeweile zu vergreisen.

Na wer ist das wohl?

Das ist die G-Frage!!!

14. Okt. 13 „Zur Politikverdrossenheit“

Hänschen wird von seinem Opa gefragt was er mal werden will wenn er groß wird. Hänschen sagt natürlich: „Lokomotivführer“, daraufhin sagt der Opa: „Wer nichts ist und wer nichts kann, geht zur Post oder zur Eisenbahn“. Geh lieber in die Politik, denn die können schon was und zwar Steuerverschwendung, Selbstbereicherung, Wahlversprechen und Dampfplaudern, Mandatspflicht nicht einhalten und gscheit lügen“!

„10 Gebote“ sind gemäß Moses, die einzige schriftliche Richtlinie Gottes an die Menschen. Die Bibel hat Gott nicht verfasst und auch Jesus nicht!

Je einfacher etwas ist, desto verständlicher ist es, desto weniger kann man missverstehen. Wenn ein Motor einfach und übersichtlich ist, kann man ihn auch selbst warten, reparieren, pflegen. Heute? So sollte es auch mit dem Glauben, der Religion sein. Einfach, tolerant aber genau definiert und „menschlich“, nicht göttlich. Deswegen hat Gott dem Moses die 2 Tontafeln gegeben auf denen die 10 Gebote eingeritzt waren.

Mehr hatte Gott nicht zu sagen und die Bibel ist ein Drehbuch, ein Roman und eine Erfindung und sollte einen Preis bei jeder Buchmesse bekommen aber nicht für bare Münze genommen werden. Übrigens möchte ich den Verfasser mal kennenlernen. Er sollte sich bei mir melden, ich hätte da mal ein paar Fragen, stilistischer und urheberrechtlicher Art, an ihn oder Ihnen, wenn es vielleicht mehrere Verfasser gibt.

Das Neue Testament ist aus dem Alten Testament hervorgegangen aber als eine vom Hörensagen kommende „wahre Geschichte“. Es ist wie beim Kinderspiel: man flüstert dem Nachbarn ein Wort ins Ohr und wartet ab, was wieder für ein Wort zu einem zurückkommt wenn der Kreis beendet ist: etwas völlig anderes!

Jetzt einmal angenommen es gibt einen Gott, wo sollte der bitte residieren damit er alles sehen könnte was auf der Erde passiert? Es wird immer eine „Abseite“ geben, eine Seite, wo das Schlechte, das Böse passieren kann, weil eben Gott da nicht hinsehen kann und so passiert ständig was wir am nächsten Tag in der Presse lesen können: Mord und Totschlag.

Wenn Gott es zugelassen oder nicht gesehen hat, wie im Namen von Osama bin Laden abertausende von Menschen umgebracht wurden, dann hat er es auch zugelassen das Kain Abel erschlägt und das man Osama erschießt. Nur hat Abel niemandem etwas zu leide getan.

Wenn man von der göttlichen Gerechtigkeit sprechen könnte, was man nicht kann, man kann nur von einer menschlichen sprechen, dann müsste man sagen, wenn Gott in einem „Gottschiff“, einem „Gottomobil“ im All umeinander gondelt, kann er nicht gleichzeitig auf das schauen was diese Ameisen von Menschen auf der Erde tun oder nicht tun. Aus der Sicht eines Gottomobils sieht man die Erde kaum, wie soll man dann sehen was Menschen darauf machen?

Gott hat uns nicht aus dem Paradies herausgeschmissen, er hat mit uns gar nicht am Hut, er sieht und hört uns nicht, er ist Gott. Er ist kein menschenähnliches Wesen und dabei soll es die Religion belassen. Man zieht Gott zu sehr zu sich selbst herunter um das Gottsein verstehen zu können, um es zu personifizieren. Gott hat keine Ahnung, dass es uns gibt. Gott hat keine Ahnung ob es auch auf einem anderen Planeten Leben gibt, weil Gott sich ja um den Kosmos bemüht, ihn am Rotieren zu halten oder ganz neue Komose (Kosmen) gründet, er kann sich nicht darum kümmern was auf einem oder mehreren dieser Planeten entsteht oder zerfällt. Das ist eine menschliche, allzu menschliche Illusion. Man will nicht allein sein im All, man bekämpft sich aber auf der Erde und will unbedingt die Macht haben über sie.

Und wenn man sie hätte? Was dann? Der Sinn des Lebens ist das Leben selbst. Wie man das Leben organisiert bleibt einem selber überlassen, den Tod kriegen wir organisiert.

„Die Karriereleitern“.

Stellt euch vor ihr müsst da alle rauf, jeder auf seiner kleinen Leiter, wie ein Hühnerstall, der eine da, der andere weiter oben, der dritte ganz oben usw.

Die Welt oder der Hühnerstall, besteht aus lauter Leitern auf denen auf unterschiedlicher Höhe, gackernde Hühner hocken. Der ganze Erdball ist voll davon. Jetzt bitte, stellt euch Gott vor, wie er mal in seinem Gottomobil vorbeifliegt, etwas näher kommt, näher kommt und sich diesen Planeten voller Leitern mit gackernden Hühnern anschaut. Das graust's ihm und er haut ganz schnell ab.

Ich würde das auch tun an seiner Stelle. Nur kann ich das nicht, weil ich ja auch eines dieser gackernden Hühner bin, nur ich komm gar nicht auf die Leiter, ich bin ganz unten und da fällt mir auf warum diese Artgenossen alle raufwollen, so hoch wie es nur geht. Diese Hühner scheißen ja alle und das Zeug fällt durch die Schwerkraft nach unten. Deswegen will jeder nach oben, am besten ganz oben. Ich bin aber noch gar nicht auf die Leiter draufgekommen und kriege die ganze Ladung von allen über mir stehenden Hühnern auf den Kopf.

Das ist also der höhere Sinn der Karriereleiter. Karriere könnte man mit Kacke bezeichnen. So sehe ich das überaus komische, jedoch verständliche Verhalten dieser Hühner. Ab einer untersten Stufe geht dann noch die Hackordnung los, jeder versucht den anderen unter sich, neben sich, über sich zu pieksen, drangsalieren, runter zu schmeißen, um selbst höher zu kommen und nichts mehr ab zu kriegen von den Exkrementen der anderen.

Indem ich unten bleibe, habe ich zwar voll die Ladung Scheiße von oben, jedoch werde ich nicht gemobbt.

Mit Scheiße kann man angeblich gut leben, man muss nur etwas daraus machen können, jedoch Mobbing ist lebensgefährlich. Viele springen freiwillig oder auch nicht von ihren „Karriereleitern“ wieder ab und landen tot neben mir. Ich begrabe diese Höhenflügler und mach weiter mit meiner Scheiße. Ich verkaufe diese, trockne sie, gewinne Energie draus, dünge meine Felder damit und bin der allergrößte da unten. Es ist alles eine Sache der Perspektive. Gott sieht unseren Planeten gar nicht und wenn, dann bekommt er genau das zu sehen, was ich oben beschrieben habe und das ist aus seiner Sicht ein Hühnerhaufen der ihn nicht interessiert. Seine Perspektive ist viel, viel größer und er düst mit seinem Gottomobil davon, wogegen alle Hühner auf ihren Leitern weiterhacken und kacken und ich ganz unten meine Geschäfte betreibe und den lieben Gott und seine Perspektive nicht mit meiner Perspektive vergleiche.

Fr. 13. Mai 16 Uhr |

„Der Weihnachtsmann, das Christkind und Co.“