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Sind Väter unverzichtbar? Wenn ja, wie kommen wir trotz dessen damit zurecht, dass immer mehr Kinder ohne ihren Vater aufwachsen? In Trennungsfällen wachsen bei jedem siebten Vater die Kinder auf. Die Hälfte davon sieht ihren Vater nur kaum, bis gar nicht. Der Autor postiert der Vaterlosigkeit das Vatersein entgegen und setzt in der Belletristik damit neue Maßstäbe. Die Geschichte von Vater und Sohn, Daniel und David versteht sich als Plädoyer für eine humanistische Herangehensweise, wenn es darum geht die Frage zu beantworten: Sind Väter unverzichtbar? Das Buch soll Eltern in schwierigen Findungsphasen des Lebens ein Hilfswerk darbieten. Hierzu zählen vor allem die Reuephase den eigenen Eltern gegenüber. Ebenso die atomatisierte Angstphase, eine auf jede Handlung des Kindes gerichtete Angst.
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Seitenzahl: 86
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das Buch
Mehr als jede dritte Ehe wird in Deutschland nach rund 4 Jahren geschieden, die Kinder verbleiben nur in jedem siebten Fall beim Vater. Damit kann sich jeder Mann das mit dem Zeugungsakt eingegangene Risiko errechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit für ihn ist, später zur Kategorie der Scheidungsväter zu gehören. Rund die Hälfte sieht die Kinder kaum noch oder gar nicht mehr. Der Autos dieses Buches möchte das damit verbundene Leid und die verwurzelten Gefühle zu seinem Kind durchleuchten und auf die Tagesordnung setzen. Ein Jahr Beziehung zu seinem Sohn hat Daniel Re dokumentiert und in diesem einzigartigen Werk verschriftlich. Haben wir etwa die Nachkriegsgeneration vergessen, die nahezu eine vaterlose Generation war? Unzählige Väter waren entweder im Krieg umgekommen, durch den Krieg verloren gegangen oder kehrten gar nicht erst nach Hause zurück. Somit mussten die Kleinen groß und stark sein, statt klein und schwach, was Ihnen allemal zustand. Es ist nicht die Rolle der Kinder, die Rolle der Eltern zu übernehmen, sondern die Rolle der Eltern zu sichern, dass Kinder ihre Epoche Kind sein zu dürfen ausleben können. Eines steht für den Autor fest, keine Gesellschaft kann sich dauerhaft als gesund erklären, die auf einer traumatisierten Landschaft von Trennungskindern fußt. Wir sind weit davon entfernt allein den Eltern die Schuld für dieses klägliche Eintreten von Familientragödien zuzuschreiben, obschon die staatlichen Institutionen und unsere Wirtschaftsordnung zur sozialen Grundsicherung der Familie am Verhandlungstisch mit verharren. Hat ein Vater und mögen seine Hände noch so sehr abgeschabt vom Fleiß seiner Arbeit sein, nicht auch ein Anrecht darauf, eine Erwartungshaltung der sorgsamen Liebe zu bedienen, Kinder behutsam zu tragen und auf Wolken himmlisch zu begleiten? Das Buch soll einen väterlichen Werdegang offenlegen. Es versteht sich aber auch, als Plädoyer für einen humaneren Umgang eines Vater-Kind Verständnisses. Jedem Vater zu verstehen zu geben, dass es nur aufrichtig und richtig sein kann, sich die Maske der gesellschaftlichen Erwartungen vom Gesicht zu reißen. Zu zeigen, dass man mehr darstellt als nur ein Fels in der Brandung. Ihm nicht nur die Rolle des letzten Auswegs zuzuschreiben. Auch wenn diese Darstellung noch so schön erscheint. Es ist längst überfällig, uns Väter nicht mehr einzig und allein als Verwertungsobjekte im Stoffwechselhaushalt der Industrie zu sehen. Wir sind Auserwählte, nach unseren eigenen Vorstellungen größten Glücks zu unserem Kind und nach selbst gesetzten Wünschen, uns zu entfalten und eine eigendefinierte Rolle darzustellen. Das Buch charakterisiert diverse Entwicklungsepochen, in denen sich der Autor während seiner Zeit als Vater wiederfand und soll keinesfalls irgendeine elterliche Rolle in die Gattung der grauen Texte setzen.
Der Autor
Daniel Re, geb. 1992 in Geislingen an der Steige, Studium der Volkswirtschaftslehre und Logistik. Lehrt Sozialwissenschaft und Pluralökonomie bundesweit an Berufs- und Fortbildungsakademien.
Er lebt in Hamburg.
An David
Vater und Mutter…
Wenn du glaubst an einem Punkt angekommen zu sein, an dem dein Leben keinen Sinn mehr macht und mit dem Gedanken spielst, dein Leben beenden zu wollen, dann sprich bitte sofort mit jemandem. Wende dich egal an wen. Auch gerne an mich. Denn dein Schmerz wird sich zwar erledigt haben, doch damit stößt du für deine Kinder die Pforten zur Hölle auf. Keine Umstände, die von außen geschaffen werden, tragen den Wert, als Schenker des Lebens, sein Leben selbst zu beenden und so etwas seinen Kindern anzutun.
~ Daniel Re
Daniel Re
Vaterlos Vater
Die letzte Chance meines Lebens
Daniel Re
Vaterlos Vater
Die letzte Chance meines Lebens
”Wenn man starke, liebevolle Männer in der Gesellschaft haben will, muss man auch den kleinen Jungs die Gelegenheit geben, mit starken, liebevollen Vätern groß zu werden“
Gerald Hüther, Neurobiologe
© 2023 Daniel Re
Umschlag, Illustration:
Daniel Re
Lektorat, Korrektorat:
Daniel Re
Druck und Distribution im Auftrag Daniel Re:
tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg, Deutschland
ISBN
Softcover
978-3-347-83920-5
Hardcover
978-3-347-83921-2
E-Book
978-3-347-83922-9
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Für die Inhalte ist Daniel Re verantwortlich. Jede Verwertung ist ohne seine Zustimmung unzulässig. Die Publikation und Verbreitung erfolgen im Auftrag von Daniel Re, zu erreichen unter: tredition GmbH, Abteilung "Impressumservice", Halenreie 40-44, 22359 Hamburg, Deutschland.
Inhalt
Vorrede und Danksagung
Aus dem Bauch mitten ins Herz
Ein letzter Atemzug zum Neuanfang
Die Geburt
Zauberstunde
In den Tiefen des Herzens
Die Geschwister
Emilie & Noah
Wenn du mal selbst Kinder hast
Von der Prophezeiung die die Gegenwart
Persönliches Regelwerk
Schlusswort
Vorrede und Danksagung
David, Figlio mio. An wen, wenn nicht an dich geht mein größter Dank. Ich werde dir vermutlich nie geben können, was du mir gabst, durch Worte nie ganz zum Ausdruck bringen, was du für mich bist. Ich durfte eine radikale Weise des Willens an mir erfahren. Dich zu wollen. Als ich das Buch fertig schrieb und mir auffiel, dass alle in diesem Werk verschriftlichen Gedankengänge aus einem Jahr entstammten, hatte ich für einen kurzen Moment das Gefühl, dreißig Jahre meines Lebens verschriftlicht zu haben. Ein weiteres Buch zur Vater-Sohn Beziehung. Aber gibt es davon nicht schon genug Veröffentlichungen? Gibt es zur facettenreichen Landschaft der Väterthemen noch irgendwas Unerforschtes und Unausgesprochenes? JA! Eine Menge. Jeder Vater macht hochspannende und atemberaubende Prozesse durch. Ein lehrreiches Tagebuch beginnt sich zu füllen. Väter sind herausragende Figuren in einer individualisierten Märchenerzählung, tapeziert als eine prinzen- und heldenhafte Erscheinung. Ähnlich wie die Frau sich an ihren Mann zur Öffnung eines fest verschraubten Glases wendet und damit eine in gewisser Weise Retter Note den Mann überzieht. So versteht sich die Rolle des Vaters, als eine Galionsfigur. Ich habe mir in diesem Buch allergrößte Mühe gegeben, das, was mich als Vater vor und nach der Geburt meines Sohnes David umtrieb, besorgte und in gewisser Weise prägte, ohne wissenschaftliche Fachliteratur lückenlos zu verschriftlichen. Während der Zeit vor und nach der Geburt meines Sohnes David, habe ich Unmengen an Väter kennengelernt, getroffen und sie besucht. Familienväter, alleinerziehende Väter, getrenntlebend und gemeinsam erziehende getrenntlebende Eltern, mit und ohne Kontakt zu ihren Kindern. Grausame Schicksalsgestaltungen die wir in den unzähligen zerbrochenen Familien vorfinden. Und so eigens sie auch alle sind, haben diese Väter mehr gemeinsam, als sie im ersten Moment glauben. Sie alle sind einer zum Himmel schreienden Ungerechtigkeit zum Opfer verfallen. In Anbetracht dessen, dass jede Art von Nachgiebigkeit aus Güte und Liebe, scheinbar jedem das Recht einräumt, Männer als schwach zu deklarieren, haben viele Männer die Fenster ihres Betonkellers verbarrikadiert. Für niemand mehr sichtbar welch Sorgen sie in ihren Kerkern lagern und allein mit Mutmaßungen arbeiten sich Psychoanalytiker durch den Vorgarten bis hin zum Betonkeller ohne Fenster. Dieses Buch soll das Augenmerk auf ein untragbares Leid lenken, dessen Leidtragende durch das immer größer werdende Massenschweigen zu vernichten drohen. Entsorgte Väter. Väter von Ungewissheit geplagt, welche Rolle sie im Leben ihrer Kinder wohl spielen werden. Und dass, obwohl statistisch gesehen heute viel mehr Männer als früher, für die Frau typisch konservative Aufgabenstrukturen ausüben. Viel mehr Männer die Versorgung und Bedürftigkeit der Kinder, zusätzlich zur finanziellen Versorgung, mit bewerkstelligen. Viel mehr Väter in der heutigen Zeit, obschon das Kind Vorerst auf Ablehnung stößt, zähe Kämpfe führen, um ihre Rechte anerkannt zu bekommen. Man kann es so beschreiben, dass Väter heutzutage die Gerichte zur Wahrung ihrer väterlichen Rechte buchstäblich stürmen, wie einst die Bauern und Handwerker um 1525 n.Chr. Jeder einzelne Vater, der sich auf dem Weg zur Festung macht, trägt eine Klageschrift von gigantischem Ausmaß bei sich. Man kann die Schreie der Ungerechtigkeit förmlich aus den Korridoren der rechtsprechenden Hallen bis auf die Straßen und in die Gassen hinein hören. Alles, was der Vater an dieser Stelle entgegenzusetzen hat, ist ein dumpfer Schrei nach Liebe und Gerechtigkeit. Ein Appell an die Vernunft und den Glauben an eine Welt, die um jeden Preis das Leid um wahre Liebe bekämpfen soll. Das Buch versteht sich als Plädoyer für eine humanistische Welt von morgen, in der alle Entscheidungen, seien sie von den Trägern der öffentlichen Einrichtungen oder von einzelnen Menschen außerhalb der Rechtsprechung selbst, auf die maximale Erhaltung der Gesundheit unserer Kinder ausgerichtet werden. Damit ist die seelische, geistige und körperliche Gesundheit gemeint, die miteinander eng verwachsen sind. Versuchen wir es mit der aufrichtigen Ehrlichkeit an uns selbst, der Welt mitzuteilen, was das Vatersein für uns bedeutet und wie es uns dabei geht. Was wir fühlen und wann wir leiden. Ich mache gern den Anfang. Denn erst wenn zwei Menschen sich wahrhaftig lieben, kann diese Liebe durch eine neue Daseinsform den Planeten betreten. Es ist genau genommen, diese Art der Liebe, die wir als unendlich und für uns vollkommen betrachten. Sie dürfte gar nicht anders sein. Sie erscheint in einer neuen menschlichen Daseinsform, als Kind.
Aus dem Bauch mitten ins Herz
Ein letzter Atemzug zum Neuanfang
David, Figlio mio.
Wir schreiben den 10. Juni 2021.
Deine Mutter und ich sind mit deinen Geschwistern Noah und Emilia im Urlaub auf Rügen. Eine Ostseeinsel nord-östlich in Mecklenburg-Vorpommern. Wir waren auf Einladung einer Wochenzeitung dort, bei der ich mitschreiben sollte. Zu diesem Zeitpunkt waren eineinhalb Jahre politischer Ausnahmezustand vergangen, von daher waren wir froh, dass uns Rügen diesen Kurzausstieg ermöglicht hatte. Du kannst dir Rügen als eine Insel vorstellen, mit einer Brücke als Anbindung zum Festland. Auf der Spitze der Brücke kann man bereits einige Buchten des Inselrandes erkennen. Es hatte mich an die Autofahrten nach Italien erinnert, als Großvater noch in der Lage war, ganze Landesabschnitte mit einem Arm am Lenkrad zu durchqueren. Wir kamen auf einem Hof an, der
