Veränderung beginnt im Kopf - Rebecca Welzel - E-Book

Veränderung beginnt im Kopf E-Book

Rebecca Welzel

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Beschreibung

Warum ist es so schwer, schlechte Gewohnheiten abzulegen? Ist es unmöglich, als adipöser Mensch mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren und die Lebenserwartungen nach oben zu schrauben? Gibt es tatsächlich passende Lösungen für Adipöse? Ja klar! - sagt Rebecca Welzel. Die Adipositastherapeutin hat nach ausgiebiger Recherche einen Ratgeber für adipöse Menschen erstellt. Mit ihren Ideen zur Umsetzung individueller Gesundheitszielen steht Adipösen nichts mehr im Weg, alte Gewohnheiten abzulegen und die alltäglichen Hindernisse zu überwinden.

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Seitenzahl: 54

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Rebecca Welzel

Veränderung beginnt im Kopf

Bewegung in den Alltag integrieren - Ein Ratgeber für adipöse Menschen

© 2018 Rebecca Welzel

Verlag und Druck: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback

978-3-7469-7633-4

e-book

978-3-7469-7634-1

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Danke, Konrad, für Deine Unterstützung!

Vorwort

Wird im Internet bei einer Suchmaschine „Ratgeber Adipositas“ eingegeben, so werden ungefähr 217.000 Ergebnisse in 0,37 Sekunden angezeigt. Es gibt also genügend Bücher und Artikel, die einen „guten“ Ratschlag für adipöse Menschen haben. Warum also noch ein Buch zu gerade diesem Thema schreiben? Die Antwort fällt mir leicht:

Seit einigen Jahren beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Adipositas und begleite adipöse Menschen auf ihrem Weg zu einer Lebensstilveränderung. Aus dem Alltagstrott zu kommen, ist nicht einfach. Es gibt unzählige Diäten, welche mit schnellen Erfolgen werben – oder Versprechungen, mit einem chirurgischen Eingriff dem Einzelnen ein komplett neues Leben zu schenken.

Auf lange Sicht gesehen, helfen adipösen Menschen kurzweilige Umstellungen kaum etwas, solange der Schalter im Kopf nicht umgelegt wird. Der allererste Schritt für einen tatsächlichen Lebenswandel beginnt im Kopf. Denn so können neue oder bisher noch nicht gewagte Schritte gemacht werden. Dabei handelt es sich um kleine Veränderungen im Alltag. Mit jedem dieser Schritte sind Erfolge greifbar, was schließlich für den weiteren Weg motivierend ist.

In diesem Buch finden Sie in vier Kapiteln einen Überblick zur aktuellen Lage der Adipositas in Deutschland, welche Auswirkungen körperliche Aktivität auf den menschlichen Körper hat und wie Sie mit einem persönlichen Bewegungsplan den richtigen Weg finden, alte Gewohnheiten abzulegen und die alltäglichen Hindernisse zu überwinden. Dabei geht es in erster Linie um Alltagsbewegungen, die in Vergessenheit geraten sind und wie Sie mit einfachen Tricks diese wieder in Ihren persönlichen Alltag einfließen lassen. Abgerundet wird das Buch mit exklusiven Interviews von fünf Experten aus dem Fachbereich Adipositas, Sportpsychologie und Bewegungstherapie.

Ich hoffe, dass der vorliegende Ratgeber für die tägliche Herausforderung adipöser Menschen hilfreich ist und einen gesunden Lebensstil fördert.

Gebrauch erhält, Anstrengung fördert, Überanstrengung schadet.

(Franziska Haack)

INHALT

KAPITEL 1

Wo ist das Problem?

Das große Abnehmen

Alles nur Definitionssache

Aspekte der Gewichtsreduktion

KAPITEL 2

Körperliche Aktivität

Gesundheitsaspekte der körperlichen Akivität

Alltagsbewegungen im Vergleich

Gewohnheiten

KAPITEL 3

Schritt für Schritt mehr Bewegung

Wo liegen die persönlichen Erfolgschancen?

Bewegungsplan

Gesundheitsziel

Bewegungsideen

Barrieremanagement

Kein Zurück mehr – oder doch?

Stärkung des Selbstbewusstseins 85

KAPITEL 4

Experteninterviews

Interview 1: Prof. Reinhard Fuchs, Professor für Sportpsychologie

Interview 2: Konrad Breeck, Leiter einer Selbsthilfegruppe

Interview 3: Michael Brickmann, Sporttherapeut

Interview 4: Beate Kircheis, Fachkoordinatorin für Adipositas und metabolische Erkrankungen

Interview 5: Saki, „The Biggest Loser“ 2018

Literaturverzeichnis

Autorin

KAPITEL 1

Wo ist das Problem?

Die moderne Technologie hat das Leben für den Menschen mit Maschinen und Hilfsmitteln immens erleichtert, sodass der Alltag immer weniger körperliche Bewegung erfordert. Ein Auto kann z.B. ein wichtiges Fortbewegungsmittel sein, erhöht aber die Bequemlichkeit des Menschen (Haack, 2009).

Bei der Betrachtung der weltweiten körperlichen Aktivität sind etwa 31% der Personen im Alter von 15 Jahren und älter unzureichend körperlich aktiv. National betrachtet führen 65% der Frauen und 56,4% der Männer die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu empfehlende mäßig anstrengende körperliche Aktivität von zweieinhalb Stunden pro Woche nicht aus (Finger et al., 2017). Dabei sollte körperliche Aktivität nach aktuellem Forschungsstand einen hohen Stellenwert für die Gesundheit des Menschen haben. Denn es gibt Erkenntnisse, dass neben ungesunder Ernährung die körperliche Inaktivität ein Risikofaktor für chronische Erkrankungen ist und die betroffene Person nicht nur für sich die Verantwortung tragen muss, sondern dieser Lebensstil über Generationen hinweg seinen Nachwuchs negativ beeinflussen kann. Bewegungsmangel führt dazu, dass die Menschen immer schlechter in Form sind und dicker werden. Mittlerweile sind 54% der Erwachsenen in Deutschland von Übergewicht betroffen, wovon 18,1% adipös sind, also einen Der Body – Mass – Index (BMI) über 30kg/m2 haben. Im Kapitel Das große Abnehmen finden Sie weitere interessante Informationen zum BMI. Neben der Inaktivität gibt es weitere Ursachen für die Adipositas, wie z.B. die Verfügbarkeit von Nahrung, depressive Erkrankungen, Stress oder auch ein niedriger Sozialstatus.

Der Aufbau und Erhalt eines gesundheitlich förderlichen Lebensstils ist für Menschen in allen Lebensphasen ein sinnvolles Ziel. Adipositas schränkt insbesondere die körperliche Fähigkeit immens ein und lässt die Lebensqualität sinken. So kommt es schon bei leichter körperlicher Anstrengung wie bspw. bei einfachem Treppensteigen zu großen Schwierigkeiten mit der Atmung und zu Kreislaufproblemen. Zu den physiologischen Einschränkungen kommen auch häufig psychosoziale Probleme, wie die Verminderung des Selbstwertgefühls, was häufig zu Depressivität und Angstzuständen führt. Außerdem nehmen adipöse Personen häufiger Arztbesuche in Anspruch und sind länger krank als normalgewichtige Menschen. Deshalb sind adipöse Menschen auch aus der ökonomischen Sicht ein großer Kostenfaktor im Gesundheitssystem. Des Weiteren erleben sie soziale Diskriminierungen, da Fettleibigkeit mit Faulheit in Verbindung gebracht wird. Dementsprechend werden sie in der Öffentlichkeit benachteiligt und ihnen wird bspw. seltener ein Sitzplatz in den Verkehrsmitteln angeboten. Auch auf dem Wohnungsmarkt verringern sich die Chancen. Hinsichtlich der beruflichen Aussichten müssen sie hier u.a. das Vorurteil tragen, kaum belastbar zu sein (DAG, 2014; Schienkiewitz et al., 2017; Wirth & Hauner, 2013). So müssen die Betroffenen mit vielen negativen Assoziationen leben.

Tendenziell zeigen sportlich aktive Menschen einen geringeren BMI und eine höhere Motivation an Sport und besitzen zudem eine positivere Körperwahrnehmung als sportlich inaktive Personen. Für adipöse Menschen sind viele körperliche Bewegungen fremd bzw. sie haben diese schlicht verlernt. – So wirken Bewegungsausführungen für Adipöse schwieriger, weil sie eine höhere Körperfettmasse mit sich tragen müssen und eine geringere Körperspannung haben. Bei den Übergewichtigen können somit schneller Schamgefühl sowie Ängste bezüglich körperlicher Aktivität in einer Gruppe auftreten (Haack, 2009).

Adipositas ist eine chronische Erkrankung und benötigt eine dauerhafte Therapie. Dabei sollten Faktoren wie Gewicht, Ernährung und Lebensqualität berücksichtigt werden. Um die Betroffenen zu bestärken, sich körperlich zu aktivieren, muss an der individuellen Eigenmotivation und dem Barrieremanagement zum Aktivitätsverhalten und der Selbstdarstellung im privaten und öffentlichen Raum begonnen werden. Die Adipösen sollen positiv beeinflusst werden, um nachhaltig ihre körperliche Inaktivität zu verringern.

Mehr Bewegung im Alltag hilft dabei, gesundheits-schädliche Verhaltensmuster zu durchbrechen, was sich förderlich auf das Selbstwertgefühl der Adipösen auswirkt.

Aktuelle Lage Deutschland

 

Das große Abnehmen

Die Kunst abzunehmen, liegt bei Qual der Wahl der verschiedenen Diäten und Möglichkeiten. Es gibt so einige Programme - Ja das Angebot ist groß.

Jedoch kann niemand für einen nachhaltigen Gewichts-verlust garantieren.