2,99 €
Was wird dieses riesige Biest nur mit mir anstellen?
Zon ist ein erbarmungsloser Wilder und Morden ist sein Zeitvertreib. Als sich ihre Blicke treffen, weiß er sofort, dass sie seine Gefährtin ist. Deswegen ist es ganz selbstverständlich, dass er sie kauft. Er befindet sich in seinem „Musth“, einer Zeit, in der seine Hormone verrückt spielen. Wenn er sich nicht bald mit jemandem paart, wird er... unberechenbar.
Im einen Moment macht Lisa noch Überstunden im Labor, im nächsten schon findet sie sich in einem Raumschiff wieder, das mit Lichtgeschwindigkeit durchs All rast. Und dann? Dann wird sie doch tatsächlich auf einer Auktion an einen mächtigen Alien-Krieger mit Hang zur Gewalt verkauft.
Ist sie seine Sklavin, sein Haustier oder seine nächste Mahlzeit? So oder so, aus unerklärlichen Gründen fühlt sie sich von ihm angezogen.
Aber Gefahr ist im Anzug. Ein anderer Alien will Lisa ebenfalls besitzen und macht vor nichts Halt, um sie in seine Gewalt zu bringen. Als der scheinbar so kaltherzige Krieger ihr zur Hilfe kommt, fühlt sie sich nur noch stärker zu ihm hingezogen. Doch sie versichert sich selbst, dass es bloß sexuell ist...
Als die Gefahr näher rückt und ihre Gefühle stärker werden, ist Lisa zwischen ihrem Begehren nach dem furchtlosen Krieger und ihrer Sehnsucht nach der Erde hin- und hergerissen. Als die Angreifer zurückkehren, kann sie nur hoffen, dass Zon sie noch einmal retten wird.
Und inmitten all der Geschehnisse kündigt sich noch eine andere kleine Überraschung an, und Lisa muss sich fragen: Sind Kreuzungen zwischen Spezies wirklich unmöglich?
“Verkauft an den Barbaren“ ist eine in sich abgeschlossene Liebesgeschichte innerhalb einer Serie, die von der T'Shav-Spezies und ihren menschlichen Partnern handelt. Die Bücher haben alle ein Happy End.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 98
Veröffentlichungsjahr: 2021
Inhaltsverzeichnis
Kapitel Eins
Kapitel Zwei
Kapitel Drei
Kapitel Vier
Kapitel Fünf
Kapitel Sechs
Kapitel Sieben
Kapitel Acht
Kapitel Neun
Kapitel Zehn
Kapitel Elf
Über Abella Ward
Bücher von Abella Ward
Verkauft an den Barbaren
Ein Alien Liebesroman
Abella Ward
Copyright © 2021Heartbeat Reads - Alle Rechte vorbehalten.
Es ist in keiner Weise legal, Teile dieses Dokuments in elektronischer Form oder in gedruckter Form zu reproduzieren, zu vervielfältigen oder zu übertragen. Die Aufzeichnung dieser Publikation ist strengstens untersagt und jegliche Speicherung dieses Dokuments ist nur mit Genehmigung des Herausgebers gestattet. Alle Rechte vorbehalten.
Impressum:
Heartbeat Reads
Nichts schien vertraut in diesem Meer aus bunten Gesichtern. Lisa zitterte in ihrem Käfig. Die Fesseln um ihre Handgelenke waren am Boden befestigt und zwangen sie auf die Knie. Eine Kette umschloss ihren Hals und schnürte ihr fast den Atem ab. Davon ging eine seltsame Vibration aus, die ihr jedes Mal die Stimme erstickte, wenn sie versuchte zu sprechen. Die blaugrünen Energiestäbe, die sie umgaben und ihren Käfig umschlossen, summten und knisterten. Kleine Drohnen umkreisten sie und rote Laserstrahlen scannten ihren Körper aus allen Richtungen.
Lisa konnte sehen, wie ihr Körper auf den großen holographischen Bildschirm hinter der Leiterin der Auktion projiziert wurde. Ihr Gesicht errötete vor Scham, als Nahaufnahmen ihrer Brüste und ihres Intimbereichs gezeigt wurden. Einige obszönen Rufe aus der Menge drehten ihr den Magen um.
„Meine Herren, bitte bleiben Sie ruhig.“ Die Auktionatorin, eine blasse Frau mit grünlicher Haut, der ein Paar fledermausartige Flügel aus den Schultern wuchsen, klopfte mit den Knöcheln auf das Pult, hinter dem sie stand, und brachte die Menge wieder zur Ruhe.
Die Drohnen, die sie gerade noch umkreist hatten, flogen nun um die haarige Kreatur herum, die sich im Energiekäfig neben ihr befand. Sie hatte keinen blassen Schimmer, um was es sich dabei handelte. Die leise knurrende Schnauze erinnerte ganz vage an die eines Bären, allerdings war die Kreatur nur so groß wie ein kleiner Hund. Aber es war glasklar, was es zu bedeuten hatte, dass sie sich direkt neben ihr befand.
Sie sollte verkauft werden. Wie ein Tier. Das war alles, was sie verstand. Sie hatte schon beobachtet, wie einige Geschöpfe vor ihr verkauft worden waren. Jetzt war sie an der Reihe.
Aliens gibt es doch gar nicht, dachte sie benommen und zerrte an ihren Ketten. Dabei durchfuhr sie ein scharfer Schmerz. Sie öffnete den Mund, um zu schreien, aber kein Ton kam heraus. Ihr Herz raste, als ein fremdartiges Wesen, das einer menschlichen Kröte ähnelte, sie anstarrte und sich dabei über die lidlosen Augen leckte. Sie starrte zurück und erschauderte. Das schien die Kreatur zu amüsieren, denn sie leckte sich nun noch schneller über die Augen.
Wie war sie überhaupt hier gelandet? Sie erinnerte sich, dass sie spät im Labor gearbeitet hatte – sie hatte gewusst, dass bald die Gelder versiegen würden, wenn ihre Forschungsarbeit nicht bald Ergebnisse lieferte. Die Arbeit befasste sich mit den Auswirkungen der kürzlich entdeckten geo-nuklearen Strahlung, die tief aus dem Erdkern kam, auf die menschliche DNA. Sie hatte polternde Geräusche gehört – und das Nächste, an das sie sich erinnert hatte, war, dass sie vor Kälte zitternd und nackt von grünen Aliens, die Flügel wie die Auktionatorin hatten, aus einer Kiste gehoben worden war. Sie hatten an ihr herumgedrückt, sie betastet und mit Nadeln gestochen. Dann hatten sie ihr die Handschellen und Halskette angelegt und sie schließlich in diesen Käfig gesteckt.
„Als Nächstes haben wir dieses Exemplar einer unbekannten Spezies“, sagte die Auktionatorin, während die Drohnen Lisa erneut umkreisten. „Es wurde gefunden in einem primitiven Raumschiff, das sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegte. Weiblich. Gentests haben gezeigt, dass es womöglich Universal-DNA besitzt, die es vermutlich mit den meisten Spezies kompatibel macht. Außerdem besitzt es einen hohen Grad an Intelligenz. Ein Übersetzungschip wurde installiert und es hat alle notwendigen Impfungen erhalten. Es ist also sowohl für die Paarung als auch zum Verzehr geeignet.“
Lisas Magen zog sich ruckartig zusammen. Paarung oder Verzehr? Sie zog an ihren Ketten und schüttelte wie wild den Kopf. Sollte das heißen, dass sie von ihrem Käufer entweder zur Sexsklavin gemacht oder gefressen werden würde? Sie kämpfte immer noch so verzweifelt gegen ihre Ketten an, dass sie schon weiße Punkte vor ihren Augen tanzen sah.
„Gebote ausschließlich in Hadron-Partikeln. Drei Quarks ist das Startgebot, wer bietet drei Quarks?“
Hadron-Partikel. Quarks. Lisa unterbrach ihren Kampf mit den Ketten. Diese Begriffe kannte sie. Ihr Forschungsgebiet war mehr das der Genetik, aber ihr Bruder war Astrophysiker und Ingenieur, der mit der NASA an effektiveren Fortbewegungsmethoden im Weltraum arbeitete. Er hatte immer behauptet, dass er einen Weg finden würde, die Zeitverzerrung zu stoppen, die theoretisch auftreten würde, wenn sie tatsächlich ein Raumschiff auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen könnten. Er hatte geschworen, die erste Arbeit zu diesem Thema bis zu ihrem dreißigsten Geburtstag verfasst zu haben.
Nächstes Jahr, dachte sie. Na, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
Wie lange war es wohl her, dass sie von der Erde entführt worden war? Sie war sich vage bewusst, dass sie in Kryostase versetzt worden war. Sie konnte vor Monaten, sogar vor Jahren verschleppt worden sein und würde es nicht wissen, bis sie auf die Erde zurückkehrte. Sie beugte sich vor, ignorierte die Auktion, die gerade begonnen hatte, und tastete mit den Fingern die Kette ab, die um ihren Hals geschnürt war. Endlich fand sie einen kleinen Verschluss und fing an, an ihm zu zerren.
„Sehen Sie sich das an, meine Herren! Habe ich nicht gesagt, dass es intelligent ist? Es wäre ein ausgezeichnetes Haustier.“
Lisa blickte auf und sah, dass ihre Fluchtversuche auf dem Bildschirm übertragen wurden. Die Auktionatorin strahlte. Es kamen einige weitere Gebote aus der Menge, die immer lauter wurde und sich nach vorne in ihre Richtung drängte.
Was würde Tom nur ohne sie machen? Ihr Bruder war intelligent, außerdem hatte er jetzt seine Frau und Tochter, die aufpassten, dass er in seinen intensiven Studienphasen genug aß. Aber jahrelang waren es nur sie beide gewesen, die von einer Pflegefamilie zur nächsten gezogen waren. Er hatte den Tod ihrer Eltern nie verkraftet… Wie könnte er dann mit ihrem Verschwinden leben?
Ihre Finger fanden eine kleine Vertiefung im Verschluss und die Kette um ihren Hals fiel zu Boden. Lisa schnappte nach Luft und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Fesseln.
„Zehn“, sagte jemand.
„Fünfzehn.“
„Hundert!“
Lisa ignorierte die Gebote. Es bedeutete ihr nichts. Sie konnte für zehn Cent oder für eine Milliarde Dollar verkauft werden. Es spielte absolut keine Rolle. Sie würde nicht hierbleiben, um versteigert oder verspeist zu werden, oder... Ihr stieg die Galle auf, aber sie schluckte sie hinunter. Ihr entfuhr ein Schrei, als ihr die Ketten erneut einen Schock versetzten. Sie versuchte, an der Unterseite der Fesseln zu ziehen und ihre Hände so zu drehen, dass sie die Fesseln ertasten konnte. Da war eine kleine Vertiefung genau zwischen ihren Handgelenken, die sie nicht erreichen konnte – also drückte sie ihre Nase hinein.
Der darauffolgende Schock warf sie zurück und ließ sie aufschreien. Sie prallte auf die Energiestäbe des Käfigs. Der Geruch von verbrannter Haut und versengten Haaren erfüllte die Luft. Sie brach zusammen, während ein elektrischer Schock ihren ganzen Körper erzittern ließ. Sie schnappte verzweifelt nach Luft und Sterne tanzten vor ihren Augen. Sie nahm Lachen wahr. Alles drehte sich in ihrem Kopf und sie wusste, dass sie kurz davor war, ohnmächtig zu werden.
Sie war sich nicht sicher, was sie dazu gebracht hatte, aufzublicken. Vielleicht war es die Verzweiflung, die Hoffnung, ein wohlwollendes Gesicht in dieser Alienansammlung zu finden. Vielleicht hoffte sich auch, dass alles nur ein Traum war und sie sich im Labor wiederfinden würde, wenn sie aufschaute.
Doch sie blickte nur in leere, schwarze Augen.
Ganz hinten in der Menge stand ein Mann – zumindest nahm sie das an, da sein Oberkörper unbedeckt war und keine Brüste erkennbar waren. Er war eines der größten Geschöpfe im Raum und überragte die Umstehenden. Seine Haut war rot wie der Teufel, er hatte kohlschwarze Haare und Augen. Er war riesig, hatte überall Muskeln, die ihn breit und stark wirken ließen. Er könnte leicht mit Mr. Juli im Feuerwehrmann-Kalender mithalten, der bei ihr zuhause an der Wand hing. Dunkle Tattoos in Form von dornenbesetzten Wirbeln bedeckten seinen einen Arm und den Brustkorb.
„Das Gebot liegt bei zweihundert“, rief die Auktionatorin, „Höre ich da zweihundertzwanzig?“
Lisa nahm ihre Augen von dem rothäutigen Mann und betrachtete die Geschöpfe, die neben ihrem Käfig standen. Der Kröterich leckte seine Augen noch inbrünstiger und seine Wangen schimmerten gelblich. Er rieb sich die schleimigen Hände, während er sie von oben bis unten beäugte. Sie hatte zwar nicht aufgepasst, wie die Gebote standen, aber sie wusste, dass diese Kreatur gerade das höchste Angebot auf sie innehatte. Er kam näher an sie heran.
„Zwei zwanzig? Zwei zehn?“ Die Auktionatorin suchte die Menge ab. „Zwei fünf – zwei fünf!“
„Dreihundert!“, krächzte die Kröte und ihre Stimme klang genauso furchtbar, wie Lisa es sich vorgestellt hatte. Sie zitterte und ihr Mund wurde trocken.
Verzweifelt schaute sie wieder auf und suchte die Menge ab. Der rothäutige Mann war nicht mehr da. Lisa fühlte, wie Enttäuschung und Verzweiflung über sie hereinbrachen. Sie wusste nicht, warum sie erwartet hatte, dass er den Kröterich überbieten würde und sie vor ihm retten würde. Alles, woran sie denken konnte, war, dass keine Gebote mehr kamen und dass die Auktionatorin sie gleich für verkauft erklären würde. Was hatte der Kröterich nur mit ihr vor...
Der Kröterich kletterte auf die Bühne, als die Auktionatorin zum letzten Gebot aufrief. Mit einem Grinsen präsentierte er seine scharfen Zähne, woraufhin Lisa zurückschreckte.
„Ei, ei, du scheinst mir ein schmackhaftes Haustier zu sein“, raunte ihr der Kröterich zu.
Lisas Magen zog sich zusammen. Sie setzte zu einem Tritt durch die Energiestäbe an und traf den Kröterich mitten ins Gesicht. Er fiel rücklings und eine Klinge durchbohrte seinen Brustkorb.
Die Menge keuchte und die Auktionatorin verstummte. Der rothäutige Mann stand vor der Bühne und hielt die Schulter jener Kreatur fest, während er ihr sein Schwert tiefer in den Brustkorb stieß. Ein angewiderter Ausdruck lag auf seinem Gesicht. Der Kröterich quietschte schrill.
Der Teufel drehte die Klinge kräftig herum. Der Kröterich wurde schlaff. Er fiel zu Boden, als der Teufel sein Schwert zurückzog. Ganz ruhig stieg dieser auf die Bühne und schnitt geschickt den Käfig von oben auf. Die Gitterstäbe verloren ihre Energie und er griff hinein, um Lisa herauszuheben. Er trennte die Kette, die sie an die Bühne fesselte, mit einem einzigen Schwerthieb durch und warf sie über seine Schulter. Ihr Schock war zu groß, als dass sie gegen ihn hätte ankämpfen können. Auch wenn ihr bewusst war, dass sie das tun sollte.
„Sechshundert“, schnaubte er mit tiefer Stimme, die in Lisas Brust brummte. Eine seiner Hände hielt ihren Oberschenkel fest, während die andere der Auktionatorin einen Silber-Orb zuwarf.
