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Texte mit und ohne Sinn. Überwiegend gebrauchsfertig vorgereimt. Eine Sammlung von kurzgehaltenen Vierzeilern, und langgezogenen Mehrzeilern. Natürlich gibt es auch was fürs Herz. Es geht um Frauen und Männer, um Jahreszeiten und Feiertage, um Tauben und Menschen, um Grottenolme und Nacktmulle. Kurz: es geht um Dich und mich. Und ein bisschen Spaß im Bücherregal.
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Seitenzahl: 32
Veröffentlichungsjahr: 2018
Versengeld
Arno Jauernig
Buchbeschreibung:
Gedichte, Reime, Verse, Balladen. Geschüttelt und gerührt. Mit und mit ohne Sinn.
Über Frauen und Männer, Tiere, Jahreszeiten, Feiertage, Philosophie, Religion,
Politik und Nacktmulle.
Über den Autor:
Jahrgang 1953. Lebt in München und hat sich neulich erst entschlossen,
aufzuschreiben, was ihm so durch den Kopf geht.
Impressum
1. Auflage, 2018
© Texte und Cover: Arno Jauernig
Alle Rechte vorbehalten.
Dachauer Str. 104a
80636 München
Im Regen
Man sollte Frauen niemals hassen,
sie nie im Regen stehen lassen.
Na gut, hab ich mir dann gedacht
und hab ihr einen Stuhl gebracht.
Vegane Romanze
Oh holdes Weib, Du machst mich an,
doch bist Du leider nicht vegan.
Geistig ließe sich was richten,
doch auf Dein Fleisch muss ich verzichten.
Heilbar
„Herr Doktor, mein Herz hüpft hin und her.
Und dann mein Kopf, er ist so leer!“
„Das ist nicht schlimm, Sie sind nur krank!“
„Und ich dachte schon ... na Gottseidank!“
Märchen-Haft
Es sagte einst der Frosch im Teich:
„Ich fühl mich ungeheuer reich!“
Er lebte froh, tat nichts vermissen,
bis eine kam, um ihn zu küssen.
Selbstlos
Ein junges Paar liegt nackt im Heu.
Alles ist noch völlig neu.
Da beginnt der Kerl zu lachen:
lass uns doch ein Selfie machen!
Preiswert
Ein Mädchen und ein Junge
küssten sich mit Zunge.
Sie verwandelt sich mit diesem Kuss,
in die Kröte, die er schlucken muss.
Freudenhaus
Trauerfall im Freudenhaus.
Keiner kommt rein und keiner raus.
Die Stimmung ist extrem beklommen,
es wurde ein Freier gefangen genommen.
Tanzcafé
Im Tanzcafé um fünf nach acht,
hat er ihr den Hof gemacht.
Doch sie ätzte: Bist Du doof,
was soll ich denn mit einem Hof!
Liebeserklärung
Ich wollte ihr heute die Liebe erklären.
Schließlich sollte sie ewig währen.
Doch ihre Antwort war sehr scharf,
sie hatte keinen Erklärungsbedarf.
Gut, dachte ich mir, günstigsten Falles
ist es halt so – sie weiß schon alles.
Rede-Wendung
Noch nie hat die Zeit eine Wunde geheilt.
Und nie hat ein Mensch mal das Meer geteilt.
Niemals ist ein Krug zum Brunnen gegangen
und niemand war bei ihm, also auch nicht gefangen.
Aufstände macht man, ohne zu proben
und den Tag kann man schon mal um die Mittagszeit loben.
Die Liebe im Magen macht niemanden satt
und jedes Kind weiß, dass die Porzellankiste gar keine Mutter hat.
Lasst Bäume wachsen in den Himmel
aus dem so mancher Meister fällt.
Und tragt die Kirche samt Gebimmel
vom Dorf hinaus in die Unterwelt.
Verlieren und finden
Ein Mann in seinen besten Jahren
Beklagt sehr den Verlust von Haaren.
Da wo er kürzlich welche hatte,
befindet sich heut eine Platte.
Anderen wär sowas schnuppe,
sie finden neue in der Suppe.
Die Gesetze des Glücks
Das Ministerium für Glück gab heute bekannt,
dass die Verteilung von Glück in unserem Land,
soweit es zu regulieren geht,
ab sofort unter staatlicher Aufsicht steht.
Die Schaffung von Glücks- und Zufriedenheitspegeln
wird im Detail eine Verordnung regeln.
Ab sofort kann man sich Formulare und den leitenden Faden
mit etwas Glück im Internet runterladen.
Zugeteilt wird der Anteil durch die Bürokratie
in einer öffentlich-rechtlichen Glückslotterie.
Fühlt sich dabei jemand zu kurz gekommen,
bleibt es ihm künftig unbenommen,
anstatt im Unglück zu zerfließen,
eine private Versicherung abzuschließen.
Schon heute wurde im Ausschuss geklärt,
das Horten von Glück ist mit Strafzins bewehrt.
Hat jemand zu wenig, so braucht er Geduld,
denn das Glücksamt prüft erst seine eigene Schuld.
Eine Glückssteuer sorgt künftig für Harmonie
und ein gesundes Wachstum der Glücksindustrie.
Leider hat das Gesetz noch eine Lücke,
betreffend den Umgang mit dem privaten Glücke.
Der Träge
Er lümmelt gern im Fernsehsessel,
Aktion ist ihm zuwider.
Er setzt sich niemals in die Nessel,
sagt sein Chef was, kniet er nieder.
Sport kennt er nur aus dem TV,
