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In dem Buch "Von jetzt ab nur noch Freudentränen" geht es um eine Frau die von ihrem Mann wegen einer jüngeren Frau verlassen wird. Katrin durchlebt mit ihren Kindern Tim und Sven eine Kreuzfahrt der Gefühle und versucht den Alltag und das Leben neu zu gestalten. Es tauchen immer neue Probleme und Situationen auf, mit denen Katrin nun versuchen muss alleine klar zu kommen. Eine Geschichte, die so jeden Tag in jeder Familie passieren kann.
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Seitenzahl: 154
Veröffentlichungsjahr: 2023
VON JETZT AB NUR NOCH FREUDENTRÄNEN
DIE LIEBE IST EIN SCHÖNER TRAUM, VIE EHE DER WECKER UND DIE SCHEIDUNG DAS ENDGÜLTIGE AUFSTEHEN.
ALLE ÄHNLICHKEITEN MIT LEBENDEN ODER VERSTORBENEN PERSONEN, SIND ZUFÄLLIG UND NICHT BEABSICHTIGT.
FÜR P & S
Oh Gott, wo ist die Tüte mit Svens Teddy und meinem Parfüm?" Katrin Sandor suchte nervös den ganzen Transportwagen ab, auf dem ihre Koffer standen. Sie, ihr Mann Wolfgang sowie die Kinder Sven und Tim waren gerade aus dem Urlaub in Griechenland gekommen und waren auf dem Weg zum Auto. Auch Steffi und Frank, ein befreundetes Ehepaar mit ihrer Tochter Christina, die mit im Urlaub waren, halfen suchen.
" Mist, ich habe sie bestimmt im Flieger liegen lassen."" Lauf doch noch mal zurück und frag nach," schlug Wolfgang vor. Papa, bitte als uns schon zum Auto gehen, während Mama zurückgeht,” quengelte Tim. „Also, gut. Wir holen das Auto, und du Katrin fragst nach, O.K.?"
Im Laufschritt raste Katrin zurück. Wirklich ihre Tüte war im Flugzeug liegengeblieben, doch musste eine Stewardess sie gefunden und zum Fundbüro im Flughafen gebracht haben. "Vielen Dank, ohne seinen heiligen Teddy hätte ich meinen Jüngsten heute Abend nicht ins Bett bekommen." "Na ihnen ging es doch wohl eher um das Parfüm, oder? „meinte der freundliche Angestellte des Fundbüros und grinste. "Na ja, auch, aber ohne Teddy hätte" ich nicht zurückkommen dürfen.“
Erleichtert verließ sie das Flughafengebäude und wartete auf die anderen. Es war ein echt schöner Urlaub, „dachte sie sich. "Wolfgang und ich hatten mal wieder richtig Zeit füreinander." Das letzte halbe Jahr war für die beiden stressig gewesen. Sie hatten gearbeitet und hatten beide noch einen Nebenjob angenommen um finanziell auf die Füße zu kommen. Doch damit sollte nun bald Schluss sein. Sie hatten ein schönes Haus, einen schönen Garten, Hund, Katze und zwei Rabauken, die einen ganz schön auf Trab hielten. Tim, gerade 7 geworden, Erstklässler. ein stiller, sensibler, großgewachsener Hering und Sven, 3 Jahre, ein Hans Dampf in allen Gassen, das klassische Gegenteil von seinem großen Bruder. Durch das viele Arbeiten hatten Wolfgang und Katrin kaum Zeit füreinander gehabt und waren sich etwas fremd geworden. So kam der Urlaub sehr passend. Es war zwar nur eine Woche in den Herbstferien gewesen, doch sie hatte allen gut getan.
Es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie endlich Wolfgangs Auto erspähte.“ Die Karte für den Parkautomaten war weg, entschuldige das es etwas gedauert hat." „Kein Problem. So jetzt aber ab nach Hause. Gleich kommen Oma und Opa und holen die beiden Zwerge ab, damit ich erst mal wieder in Ruhe waschen, bügeln usw. usw. kann." „Ja, ja, der Alltag hat uns wieder," stellte auch Steffi fest. Während der Fahrt in ihren Heimatort, einem Dorf im Sauerland, berieten alle wohin man nächstes Jahr zusammenhinfahren könnte.
Zu Hause angekommen, wurden sie schon von Katrins Eltern erwartet. "Tut uns leid, dass wir uns verspätet haben, aber deine Tochter hatte mal wieder die Hälfte vergessen." Wolfgang warf Kathrin einen dieser typischen, an mir lag es ja nicht Blicke zu. "Nun übertreib mal nicht, ja," konterte Katrin. "Also Kinder, das ist doch nun wirklich kein Problem Kinder. Wir haben schließlich Zeit. Wann holt ihr die beiden Jungs wieder ab?" "Am Sonntag, wenn’s recht ist, dann habe ich wohl wieder alles auf Vordermann." So fuhren die Großeltern mit ihren heißgeliebten Enkeln los. "Noch 3 Tage Ruhe, ein herrlicher Gedanke," murmelte Katrin und drückte Wolfgang einen dicken Schmatzer auf die Wange. "Komm lass uns die Koffer ausräumen, damit ich loslegen kann, umso mehr Zeit haben wir hinterher noch für uns." Gemeinsam räumten sie alles aus, sortierten und als schließlich die Waschmaschine auf Hochtourenlief fuhren sie erst mal ins nahegelegene Tierheim, um Branko, den Hund und Nikita, die Katze abzuholen. Branko freute sich ohne Ende und auch das Kätzchen schien erleichtert die Beiden wiederzusehen. Wieder zu Hause angekommen, schmiss Katrin sofort die nächste Maschine Wäsche an. Wolfgang war kurzweilig damit beschäftigt Branko zu Bürsten und zu entzotteln. Als er damit fertig war ging er zu Katrin in den Keller und meinte er wolle eben fahren und das Auto sauber machen.
" Soll ich dir auch was zu essen mitbringen, Mücke?" Wolfgang nannte sie seit Jahren so. " Nein, lass mal. Ich habe noch keinen Hunger.” Wolfgang fuhr los. "Vielleicht sollte ich doch jetzt schon was essen, sonst wird es wieder so spät," dachte sich Katrin kurz nachdem Wolfgang das Haus verlassen hatte. Sie griff zum Telefon und wählte die Nummer vom Autotelefon. "Hoffentlich hat er es überhaupt eingeschaltet .……. Na so was, besetzt. Welcher Kunde nervt ihn denn jetzt schon 5 min. nachdem er wieder zu Hause ist," wunderte sich Katrin. Wolfgang war im Außendienst tätig und ständig versuchten seine Kunden ihn im Auto oder über ihre Privatleitung zu erwischen. Schließlich erreichte sie ihn doch noch und dachte nicht weiter über den Vorfall nach. Auch der nächste Tag verging wie im Flug. Während der Herr des Hauses wieder den Garten auf Vordermann brachte, war Katrin unter einem Berg von Wäsche am Rotieren. " Wenn doch bloß das blöde Bügeln nicht wäre," stöhnte sie vor sich hin. Gegen Abend saßen beide fertig im Wohnzimmer.
" Hast du Lust noch was raufzugehen? „fragte Wolfgang. "So auf ein Bierchen in den Altbierkeller?" Der Altbierkeller war der Ort, an dem er am Sonntag zapfte und sie Samstag abends kellnerte. " Fahr du schon mal hin, wenn es sein muss. Ich bin im Moment noch zu müde und weiß noch nicht genau, ob ich nachkomme. Mach dir nen Schönen Abend." Flugs war Wolfgang umgezogen. "Ruh dich lieber noch etwas aus, Mücke. Ich bleibe nicht lange. Bis gleich." Weg war er. "Das ging jetzt aber ganz schön schnell," dachte sich Katrin, während sie den letzten Schluck Kaffee aus ihrer Tasse trank. Ein seltsames Gefühl stieg in ihr hoch. "Er ist doch sonst nicht so flott. Wollen doch mal sehen was dahinter steckt." Also zog sie sich um und fuhr knapp eine Stunde später los.
"Gott bin ich blöd,” dachte sie sich als sie den Altbierkeller betrat. Wolfgang saß quietschvergnügt mit einem Freund an der Theke und erzählte vom Urlaub. „Oh schön, dass du doch noch kommst. Lass uns nach nebenan gehen und eine Pizza essen." Es wurde noch ein schöner Abend. Gegen Mitternacht überfiel jedoch die Müdigkeit Katrin. "Weißt du was, ich fahre schon mal nach Hause. Kommst du auch gleich?" "Höchstens noch eine halbe Stunde, dann komm ich nach, Mücke.” Sie küssten sich und sie fuhr gen Heimat. Zu Hause fiel Katrin ins Bett und schlief sofort ein. Erschrocken fuhr sie hoch als sie ein Geräusch hörte. Sie guckte auf die Uhr. 6.30 Uhr. Dann wanderte ihr Blick nach rechts, Wolfgangs Seite, doch das Bett war nicht berührt. " Ist aber ne lange halbe Stunde geworden," dachte sie sich und stellte sich schlafend. Kurze Zeit später betrat Wolfgang das Schlafzimmer und ließ sich ins Bettfallen. "Tschuldigung, Mücke, aber es war noch so lustig und dabei habe ich gar nicht auf die Zeit geachtet. Wir sind um 2 Uhr noch in den Club gegangen. Und du weißt ja wie das dann ist." „Ist schon o.k. Hast du jetzt allen von unserem tollen Urlaub erzählt oder bleiben mir auch noch ein paar Leute?“ erwiderte Katrin und kuschelte sich an ihn, doch er war schon eingeschlafen.
Am nächsten Nachmittag fuhr Katrin zu ihrer Freundin Claudia. Endlich konnte auch sie was von dem Urlaub erzählen. Etwas später kam auch Wolfgang. "Ach Mücke, ich war jetzt die ganze Zeit unterwegs und habe nach einer Uhr für dich geguckt. Weißt du so eine die du auch im Urlaub so toll fandest. Eine Uhr habe ich nicht, dafür aber ein saftiges Knöllchen."" Ja da muss man halt aufpassen, wo man sich hinstellt," lachte Katrin und ließ sich auf seinen Schoß fallen. Claudia guckte sehr erstaunt. " Was ist denn mit euch los? ihr turtelt ja rum als während ihr frisch verliebt. Der Urlaub war wohl das beste was passieren konnte." Für den Abend verabredeten sich die beiden Freundinnen. "Willst du wirklich heute Abend raus. Lass uns doch schön zusammen hierbleiben," meuterte Wolfgang. "Na hör mal. Du kommst morgens um 6.30 nach Hause und quengelst dann rum, wenn ich mit Claudia raus möchte?" "Hast ja recht. Ich dachte halt nur so." "Du gehst doch bestimmt auch noch runter in den Altbierkeller, sobald ich weg bin," meinte Katrin ironisch. " Nein, nein, ich bleibe hier bei Branko. Schließlich war er so lange allein." "Ja dann macht es euch gemütlich, Männer, bis später."
Sie fuhr zu Claudia, doch anstatt wie geplant rauszugehen, blieben sie bei ihr zu Hause, quatschten, guckten Fernsehen und verbrachten mit noch einer weiteren Freundin einen lustigen Abend. "Ich weiß nicht, irgendwie habe ich ein komisches Gefühl im Magen. Ich glaube nicht das Wolfgang zu Hause ist." "Blödsinn, der liegt bestimmt seit einer Stunde auf dem Sofa und träumt vor sich hin." "Nein, nein ich werde von Minute zu Minute unruhiger. Da stimmt was nicht." ” OK, o.k., dann wollen wir mal deine Gefühle wieder in Ordnung bringen. Zieh deine Schuhe an, wir fahren bei euch vorbei.” Gesagt, getan. Katrin wurde immer nervöser. " So pass auf, jetzt fahren wir um die Ecke und du wirst seinen Wagen vor der Garage sehen.” Es war 1 Uhr nachts. "Oh man, du hast recht.” Die Garageneinfahrt war leer. Auch in der Garage kein Fahrzeug. „Was habe ich dir gesagt, mein Gefühl verlässt mich nie. “Vielleicht ist er ja nur mal eben nach Mc Donalds, oder so,“ versuchte Claudia ihre Freundin zu beruhigen. „Komm wir fahren erst mal wieder zu mir und gucken gleich noch mal.“ Sie wiederholten die Tour um 2 Uhr und um 3 Uhr. Kein Wolfgang da. Katrin war kurz vorm Platzen. „Also, ich fahre jetzt nach Hause,“ sagte sie schließlich um 4 Uhr morgens und rauschte davon.
Sein Wagen stand vor der Garage. „Aha, der Herr ist also zu Hause. Na jetzt bin ich ja mal gespannt.“ Als sie die Tür aufschloss, kam er gerade von der Toilette. „Oh Schatz, gut dass du da bist. Mir ist gar nicht gut. Ich habe mir vorhin was von Mc Donalds geholt und nachdem ich es aufhatte, war mir total übel.“ „Oh je, du Armer, warst du denn gar nicht mehr raus?“ „ Wie denn, ich liege seit Mitternacht auf dem Sofa und renne alle paar Minuten aufs Klo.
Sei nicht böse aber ich gehe jetzt lieber ins Bett.“ Wie angewurzelt stand Katrin in der Schlafzimmertür. „Wieso belügt er mich?“ Sie wollte ihn darauf ansprechen, hatte jedoch Angst vor der Antwort. Sie legte sich auch ins Bett, konnte jedoch nicht einschlafen. „Wieso, wieso, wieso???? Da muss doch noch irgendetwas anderes dahinterstecken. ich weiß es genau.“ Irgendwann schlief sie doch sehr unruhig ein.
Sonntagmorgen: Wie gerädert wachte Katrin auf. Der obligatorische Blick auf die Uhr zeigte erst 7.30 Uhr. Normalerweise hätte sie sich noch mal rumgedreht, doch stattdessen stand sie auf. Sie versuchte ruhig zu bleiben, doch schon beim Decken des Frühstücktisches ging alles schief. Durch das Hinfallen einer Tasse, erwachte auch Wolfgang kurze Zeit später. Er sah total elend aus. „Morgen Mücke, ich glaube mir ist immer noch nicht besser. Wenn ich nur wüsste, was das ist.“ Katrin schaffte es nicht ihn anzusehen. „Was lief eigentlich gestern im Fernsehen?“ war alles was sie herausbrachte. „Ich kann es die nicht mal richtig sagen. Eben das typische Samstagabend Programm. Ich habe aber zwischendurch auch immer wieder geschlafen.“ Nun drehte sich Katrin zu ihm um und sah ihm in die Augen. Er konnte dem Blick nicht standhalten. Sie nahm ihren ganzen Mut zusammen. „Warum lügst du mich an?“ „Wie kommst du denn darauf?“ fragte Wolfgang entsetzt. „Claudia und ich waren um 12, um 1,2 und auch um 3 Uhr hier. Dein Wagen, bzw. du warst nicht zu Hause.“ Er wurde fahlbleich. „Was soll das denn jetzt?
Werde ich jetzt schon kontrolliert. Dir geht es wohl nicht mehr gut, oder?“ „Wolfgang, bitte sag mir, warum du mich anlügst.“ „Ich lüge dich nicht an, verdammt noch mal,“ schrie Wolfgang. „Soll ich Claudia anrufen, damit sie dir bestätigt, dass du nicht zu Hause warst?“ Katrin stiegen Tränen in die Augen, doch sie schaffte es nicht loszuheulen. „Also, gut, ich war nicht zu Hause. Ich war im Kino. „Alleine, und dann bis 4 Uhr morgens?“ „Danach bin ich noch 2 Stunden um die Möhne gefahren, weil ich nachdenken wollte.“ „Glaubst du eigentlich ich bin blöd. Das kannst du deiner Großmutter erzählen.“ „Es interessiert mich nicht wem ich das erzählen kann. Ich weiß schließlich das es stimmt. Ich brauchte Zeit zum Nachdenken.“ „Und worüber, wenn ich fragen darf, oder ist die Frage nicht gestattet?“ „Über uns, Katrin. Es gibt doch gar kein uns mehr. Wir haben uns doch auseinandergelebt. Ich sehe in unserer Beziehung keinen Sinn mehr,“ brüllte Wolfgang und ging nach oben. „Dann fang schon mal an deine Sachen zu packen und verschwinde,“ schrie Katrin hinter ihm her, obwohl das gar nicht das war was sie wollte. Sie war verletzt. Er blieb auf der Treppe stehen und guckte sie an. „Genau das werde ich machen. Ich werde versuchen so schnell wie möglich eine Wohnung zu finden. Ich will dich nicht mehr. Du bist mir zuwider. Ich will nur noch raus hier.“ Katrin guckte ihn entsetzt an. Die Tränen liefen ihr über das Gesicht. „Und die Kinder. Hast du mal an die Kinder gedacht,“ brachte sie schluchzend heraus. „Die werden mich auch nicht von meinem Entschluss abhalten. ,begreif es, es ist aus.“
Katrin rannte raus. So schnell wie sie konnte rannte sie zum nahegelegenen Feldweg. „Es ist nicht wahr, es ist nicht wahr..“ Sie schrie, sie weinte, sie war kurz vorm zusammenbrechen. Irgendwann ging sie wieder zurück zum Haus. Wolfgang saß in der Küche. Sie sah, dass auch er geweint haben musste. „Ich liebe dich aber doch. Alles was ich immer wollte warst du.“ Er weinte wieder. „Ich wusste gar nicht, dass du überhaupt noch Gefühle zeigen kannst. Weißt du überhaupt, wie kalt du in der letzten Zeit geworden bist.“ „Ich bin so geworden, wie man mich gemacht hat.“ „Hör doch auf Katrin. Machen wir uns doch nichts vor, Es ist vorbei, so leid es mir auch tut.“ Katrin konnte nicht aufhören zu weinen. „Bitte sag mir die Wahrheit. Gibt es irgendjemand anders in den du dich verliebt hast? Wer ist es?“ „Glaub mir bitte, da ist keine andere Frau im Spiel.“ „Spiel? Spiel, nennst du das. Es geht hier um unsere Familie.“ „Es gibt aber nun bald keine komplette Familie Sandor mehr. Es ist besser so.“ „Hör auf dich wie der liebe Gott aufzuführen. warum haben wir denn hier alles aufgebaut. Wir sind gerade fertig mit allem, hatten einen tollen Urlaub…“ „Das mit dem Urlaub ist Ansichtssache.“ „Was soll das denn nun schon wieder heißen. Wir haben den Urlaub doch erst vor 8 Wochen gebucht. Warum dann das? Das Geld hätten wir uns lieber sparen können. Wir haben im Urlaub miteinander geschlafen usw.“ „Dabei habe ich ja dann auch schließlich gemerkt, dass da nichts mehr ist. Mit dem Geld hast du recht. Faktum ist, ich möchte nicht mehr mit dir zusammenleben. Ich empfinde nichts mehr für dich. Ich möchte die Scheidung.“ Katrin stand auf und ging zum Telefon. Sie rief ihre Eltern an und erzählte alles. „Warte mal ab, Kind. Der bekriegt sich schon wieder. Kannst du jetzt die Kinder abholen?“ war zunächst mal der einzige Kommentarihrer Mutter. „Wir müssen die Kinder abholen, Wolfgang.“ „Ja dann mach das mal. Ich muss jetzt gleich arbeiten gehen.“ „Du kannst doch heute nicht arbeiten gehen.“ Katrin brach wieder zusammen. „Wie soll ich denn in dem Zustand die Kinder holen.“ „Das ist dein Problem. Frag doch Claudia.“
Claudia traute ihren Ohren nicht, als Katrin bei ihr anrief. „Was? Wie bitte? das glaub ich nicht. Bleib einfach ruhig zu Hause sitzen, wir kommen sofort.“ Als sie kamen, kam Wolfgang gerade, gar nicht der Situation angepasst fertig aussehend, mit dem Hund von einem Spaziergang zurück. „Sollen wir noch eine Runde gehen, „fragte Klaus. „Unsere Nira war heute noch nicht draußen. Die Frauen können ja dann schon mal losfahren.“ „Können wir gerne machen, aber sehr viel Zeit habe ich nicht mehr. Du weißt ich muss gleich arbeiten.“ Sie zogen los. „Glaubst du wirklich, dass das ganze sein Ernst ist? Ich sehe euch noch friedlich turtelnd bei uns zu Hause sitzen. Ich glaub das alles nicht.“ Claudia war fassungslos. „Ich weiß nichts mehr, Claudia. Ich weiß es nicht.“ Die beiden Freundinnen fuhren los. Es herrschte eine sehr bedrückende Stimmung im Auto. Immer wieder wurde Katrin von Weinkrämpfen geschüttelt. Claudia wusste gar nicht was sie machen sollte. Natürlich bekamen auch die Kinder die angespannte Situation mit. „Was ist den los, Mama. Warum siehst du denn so verweint aus,“ fragte Tim, doch er bekam keine Antwort. Sie hielten sich nicht lange bei Katrins Eltern auf und fuhren schon kurze Zeit später wieder ab. „Der ist bestimmt zu Hause. Der ist bestimmt nicht arbeiten.
Das trau’ ich ihm nicht zu,“ sagte Claudia kurz vor Katrins Haus. Doch sie täuschte sich. Wolfgang war nicht da. Claudia rief Klaus an, um ihm zu sagen, dass sie zurück seien und er bitte kommen sollte. „Also, Katrin, so leid es mir tut, aber es ist sein vollster ernst. Sein Entschluss ist 100 prozentig,“sagte Klaus. „Warum kann ich dir auch nicht sagen. Wolfgang sagt nur einfach er hätte keinen Bock mehr. Mehr kann ich dir nicht sagen.“ Katrin erlebte den Rest des Tages wie in Trance. „Gott, wie soll ich das denn alles aushalten. Ich heule, heule, heule, zittere und bin überhaupt nicht richtig anwesend.“ „Pass auf Katrin. Wir warten erst mal bis morgen ab. Wenn die Lage dann wirklich immer noch so ist, dann gehst du am besten zum Arzt und lässt dir etwas zur Beruhigung verschreiben,“ schlug Claudia vor. „Die Kinder brauchen dich. ich bring die beiden Racker jetzt erst mal ins Bett, o.k.“
Claudia blieb im Anschluss noch eine Weile und meinte dann: „Meinst du wir können jetzt erst mal fahren, oder soll ich lieber bei dir bleiben, bis Wolfgang nach Hause kommt? “Nein, nein es geht schon. Fahrt ihr nach Hause. Ich komm schon klar.“ „Wenn was ist, dann ruf an, ja? Katrin hast du mich verstanden? Ruf an, wenn was ist!“ Katrin nickte. Als Wolfgang gegen 1 Uhr nachts nach Hause kam stellte sie sich schlafend, auch wenn es ihr sehr schwer fiel. Er machte jedoch auch keine Anstalten mit ihr reden zu wollen. Er schlief schnell ein. Sie nicht. „Morgen ist bestimmt alles wieder gut. Ich glaube es einfach nicht Es ist bestimmt alles nur ein Traum.“ Wie gerne hätte sie sich jetzt an ihn gekuschelt, doch sie traute sich nicht.
