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In feinsinnigen Zeilen zwischen Poetin und Ruhrpottschnauze sinniert Ulrike Behringer in ihrem Gedichtband über Frauen, Weiber und Schlampen, über falsche Väter, kleine Kinder und richtige Männer. Zart bis hart kommen ihre Texte daher, oft anrührend und manchmal verstörend ob der Intimität, die Behringer zulässt. Der Leser taucht tief in ihre Gedankenwelt ein. Als Künstlerin, als Frau, als Mutter sucht und findet sie ihren Platz. Eindrücke aus dem großen Ding namens "Leben". Mit Behringer ist man mittendrin.
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2017
Ulrike Behringer
Wahrnehmungsverdichtung Erstveröffentlichung 2017
Verantwortlich für den Inhalt:
Ulrike Freytag-Behringer Messings Garten 20 45147 Essen E-Mail: [email protected]
Konvertierung und Cover: Sabine Abels / www.e-book-erstellung.de Coverbild: bruniewska (fotolia.com)
Vorweg
Frühlingsanfang
Frohe Ostern
Das Weib
Ich kannte 'ne Transe
Kneipenimpression
Such' dich süchtig
Fahrlässig
Nichts
Nachbesprechung
Schön wär 's
Der Narzisst
Umbauphase
Soll ich noch einmal tanzen
Geliebtes Feindbild
Kinderlied mit Refrain
Wochenende
Vater
Stutenbissigkeit
Älter
Montag bin ich Bahn gefahren
Krea-Tief eines Singer/Songwriters
Bleibt zu hoffen auf die Zeit
Ein Trump
Der Tanz ist nicht zu Ende
Nachverse
So manches Mal quält' ich mich fürchterlich
Ich schrieb kein einziges Wort
Die Arme schwer, die Beine noch mehr
Im Schädel alles verdorrt
Ich war weder witzig, noch geistreich, gar spritzig
Mir fiel zum Verrecken nix ein
Auf Inspiration reimte ich Hohn
Und dachte bald, lass es sein
Die Selbstzweifel fraßen mir Löcher ins Hirn
Und quäkten: Wer will von dir wissen
Die Schreibe - kläglich; der Sinn - unerträglich
Die Reime - mehr als bescheiden
Doch hätt' ich auf diese Dämonen gehört
Anstatt auf der Freunde Bestreben
Mir Mut zu machen in sprachloser Zeit
Ich hätte wohl aufgegeben
Danke
Gesäßeskalt und pladdernass
Das ist schon nicht mehr lustig
Der Himmel grau, die Nase blass
So langsam wird es frustig
Die Stimmung flach, die Nerven blank
Nur trübe Wetterkarten
Den Mantel wieder aus dem Schrank
Bedrückend wird das Warten
Wo bleibt die laue Frühlingsluft
Um endlich zu genießen
Der ersten Blüten sanfter Duft
Die farbenfroh ersprießen
Wo bleibt der warme Sonnenstrahl
Die Haut mir zu umschmeicheln
Der Vögel zwitschernder Choral
Die Ohren mir zu streicheln
Wo Himmelblau, das bald verheißt
Die Muskeln zu entspannen
Den Winter auf den Platz verweist
Den grausamen Tyrannen
Wo klingende Lebendigkeit
Des prallen Seins Gebaren
In froher Unverfrorenheit
Die Seele zu erfahren
Wo das Versprechen auf die Zeit
Die Nächte zu versüßen
Mit wärmender Geselligkeit
(Und endlich warmen Füßen)
Ich hab' die Nase übervoll
Von Heizungsluft und Regen
Und bete, dieser Wintertroll
Wird sich bald weg bewegen
Da war mal was, einstmals, davor
In längst vergang'ner Zeit
Um Liebe ging 's und Lebenslust
Um pralle Fruchtbarkeit
Es war ein Fest, ein fröhliches
Berauschendes und gutes
Vorfreudiges, erneuerndes
Eines des frischen Mutes
In heller Aufregung getanzt
Erwartungsfroh und sehnend
Wurd' lachend nach dem Ei gesucht
Dem Ursprung allen Lebens
Die Auferstehung und das Ei
Mit etwas gutem Willen
Haut der Gedanke vielleicht hin
Doch lässt sich nicht verhüllen
Lustfeindlichkeit und Tanzverbot
Bestimmen nun die Feier
Zurechtgebogen, schuldbewusst
