Waldbaden im Zen-Geist - Susanne Enners - E-Book

Waldbaden im Zen-Geist E-Book

Susanne Enners

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Beschreibung

Ein handlicher Ratgeber über Shinrin Yoku und Zen. Neben der Herkunft und Entstehung von Shinrin Yoku (Waldbaden), den grundlegendsten gesundheitlichen Wirkungen, sind zusätzlich entspannende Atem- und Körperübungen, zur sofortigen Umsetzung im Wald oder auch zu Hause, beschrieben. Kompakte Informationen rund um Shinrin Yoku, Japan, Meditation und Entspannung.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 44

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Susanne Enners

Waldbaden im Zen-Geist

~ Shinnn Yoku ~

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Übungen und Ratschläge in diesem Buch sind sorgfältig ausgesucht und erprobt. Sie bieten allerdings keinen Ersatz für einen Arzt- oder Heilpraktikerbesuch. Sie dienen als Begleitung und als Anregung der Selbstheilungskräfte. Alle Angaben in diesem Buch sind ohne Gewährleistung und Garantie seitens der Autorin oder des Verlages. Eine Haftung der Autorin oder des Verlages für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen.

Waldbaden im Zen-Geist - Shinrin Yoku

ISBN Paperback: 978-3-7482-7192-5

ISBN e-Book: 978-3-7482-7194-9

Autorin:

Susanne Enners

Umschlag:

Sandra Langsdorf

Layout:

Susanne Enners

Fotos:

Susanne Enners & Sandra Langsdorf

Umschlagfoto:

Susanne Enners (Zen-Garten des Benediktushofes in Holzkirchen/Würzburg)

Verlag & Druck:

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

© 2019 Susanne Enners (Autorin), www.shinrin.de

Inhalt

Vorwort

Über die Anwendung dieses Buches

Shinrin Yoku, Zen & Shintoismus

Was beim Waldbaden geschieht

Warum Shinrin Yoku & nicht ein

Waldspaziergang?

Achtsamkeit

Vor dem ersten Waldbaden

Dr. Qing Li’s Empfehlungen

Verpflegung für das Waldbaden

Vor dem Eintritt in den Wald

Im Wald

Sesshin - Meditation im Wald

Haiku

Hals- und Nackenmuskulatur lockern

Nach dem Waldbesuch

Unser Wald

Nachwort

Die Übungen im Überblick

Über die Autorin

Danksagung

Nachweise

Glück

Vorwort

Vor einigen Jahren spürte ich eine große Leere und Sinnlosigkeit in meinem Leben. Diese Gefühle wurden so überwältigend, dass mein Körper mit Panikattacken reagierte. Mein Arzt erkannte die Situation und riet mir zu einem Klosteraufenthalt. Ich in einem Kloster? Was sollte ich dort? Damals kam mir eine Auszeit im Kloster sehr radikal vor. Ich verstand noch nicht, wofür das gut sein sollte. Aber bevor es mir immer schlechter gehen würde, entschied ich mich lieber für einen Zen-Meditationskurs. Das war meine Rettung! Dort lernte ich Zazen kennen, die Meditationspraxis im Zen: Sitzen - Atmen - präsent sein.

So kam ich sehr schnell in den Kontakt mit meiner Intuition, welche mir riet, täglich das Waldgebiet in meiner Nähe aufzusuchen. Tag für Tag setzte ich mich unter die wunderschönen grünen Bäume, mitten in die Stille und meditierte. Ich fühlte mich dort geborgen und aufgehoben. Meine seelischen und körperlichen Kräfte kamen sehr schnell wieder und meine Panikattacken verschwanden. Ganz ohne Therapie und Tabletten! Es war wie ein Wunder. Ich war bald wieder ausgeglichen und gesund. In dieser Verfassung war es ein leichtes, meinem Leben eine positive Richtung zu geben und weitere heilsame Veränderungen vorzunehmen.

Was ich damals noch nicht wusste: Ich praktizierte Shinrin Yoku!

Die Hintergründe und Übungen, welche meine Genesung unterstützten, möchte ich Ihnen in diesem Buch gern weitergeben. Sie sind von mir ausgiebig praktiziert worden, und ich gebe sie seit Jahren in meinen Waldbaden-Seminaren erfolgreich weiter. So konnte ich immer wieder an den Teilnehmerinnen und Teilnehmern direkt erleben, was im Wald mit uns Menschen heilsames geschieht…

Über die Anwendung dieses Buches

Dieses kleine Büchlein ist, wie die japanische Ästhetik auch, auf das wesentliche beschränkt. Neben der Herkunft und Entstehung von Shinrin Yoku, den grundlegendsten gesundheitlichen Wirkungen, sind zusätzlich verschiedene Atem- und Körperübungen beschrieben. Um Shinrin Yoku effektiv durchzuführen, benötigen Sie nicht viel mehr als genau das: Ihren Atem. Eben wie bei der Zen-Meditation auch.

Lesen Sie am besten diesen kleinen Ratgeber vorab durch. So lernen Sie das Wichtigste über Shinrin Yoku kennen und können sich für Ihr erstes Waldbaden bestmöglich vorbereiten.

Es ist hilfreich, die hier im Buch beschriebenen Übungen in Ruhe, im geschützten Raum Ihres Zuhauses, zu üben. Sie haben dann eine Vorstellung davon, wie diese Übungen für sich allein genommen, eine starke beruhigende Wirkung auf Sie haben. Bei den Atemübungen gehen Sie bitte nach der Nummerierung vor, denn sie bauen aufeinander auf. Sie lassen Ihre Atmung immer tiefer werden, sodass Sie wieder lernen, richtig „durchzuatmen“ und sich von Ihren Gedanken zu befreien.

Nehmen Sie später diesen Ratgeber am besten mit in den Wald. Zur Erinnerung an die korrekte Ausführung der Übungen und zum Zeitvertreib.

Tipp: Probieren Sie einmal einzelne Atemübungen vor dem zu Bett gehen aus. Sie helfen, leichter in den Schlaf zu finden und besser durchzuschlafen.

Ich wünsche Ihnen beim Lesen und bei den Übungen viel Freude.

Mögen Sie sich inspirieren lassen!

Herzlichst Ihre Susanne Enners

Shinrin Yoku, Zen und Shintoismus

Mich begeistert die Lebensart der Japaner. Japan ist durchzogen von Achtsamkeit. Im Alltäglichen ist überall in Nippon der Zen-Geist zu spüren. Das Selbstverständnis darüber, dass wir alle EINS sind, die Gegenwärtigkeit, die Ästhetik, die japanische Höflichkeit und die Naturverbundenheit der Japaner beeindrucken mich.

An diesem Lebensstil haben der Zen und der Shintoismus einen großen Anteil. Daher möchte ich Ihnen kurz einige Begriffe und Zusammenhänge beschreiben:

Shintoismus

Die Urreligion Japans, der Shintoismus (übersetzt: „Weg der Götter“) ist eine Naturreligion, die viele Götter verehrt, diese heißen Kami. Sie sind die Beherrscher der Naturgewalten. So kann im Shintoismus alles Kami sein, z.B. ein Berg, ein Baum, ein Fluss.

Da Japan eine große Inselkette mitten im Pazifischen Ozean ist und zum sogenannten Feuerring gehört, wird dieses Land seit jeher von Vulkanausbrüchen, starken Erdbeben und Tsunamis heimgesucht. Diese unsichere Lage brachte die starke Bindung Japans zu dieser natur- und götterbezogenen Religion.

ZEN

Der Japaner Eisai Zenji brachte im 12. Jahrhundert den chinesischen Chan in seine Heimat. Chan bekam in Japan den Namen Zen. Auf der Suche nach dem unverfälschten Zen, ging etwas später Dōgen Zenji nach China. Er lehrte nach seiner Rückkehr in Japan den reinsten und klarsten Zen, welcher noch heute für uns unglaublich modern ist.

Zen ist eine meditative Geisteslehre, mit der formalen Praxis des Zazen (sitzen in Stille) und der informellen Praxis, den Achtsamkeits-Übungen.

Zen und Shintoismus beeinflussen bis zum heutigen Tag den japanischen Alltag. Beide Religionen leben in friedlicher Koexistenz.

Japaner leben nach der einfachen Formel: Leben als Shintoist, sterben als Buddhist. So verwundert es nicht, dass ein Land, welches beides lebt, Shinto und Zen, Shinrin Yoku hervorbrachte…

Shinrin Yoku

Das japanische Shinrin Yoku wird zumeist mit „Waldbaden“ übersetzt.

Dieser Begriff ist sehr treffend, da man mit all seinen Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, spüren…) in den Wald „eintaucht“. Es ist ein Waldbesuch, wo die Heilkraft des Waldes mit Achtsamkeitsübungen verstärkt wird.

„Die Heilkraft des

Waldes nutzen & mit Achtsamkeit