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Waldschäden erkennen und bestimmen. Der Farbatlas Waldschäden ermöglicht das Erkennen und Unterscheiden von Schadbildern verschiedenster Ursachen an 16 Gattungen bzw. Arten von Waldbäumen, meist anhand einfacher, äußerlich sichtbarer Schadensmerkmale. Zum systematischen Auffinden von Schadbildern ist jeder Baumart ein Schlüssel vorangestellt. Das Buch dient einem breiten Benutzerkreis aus Praxis, Forschung, Lehre und Verwaltung in den Bereichen Forstwirtschaft, Umweltschutz und Ökologie als Hilfsmittel zur Beurteilung im Wald vorkommender Schadbilder.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 207
Veröffentlichungsjahr: 2017
Günter Hartmann
Heinz Butin
Farbatlas
Waldschäden
Diagnose von Baumkrankheiten
4., aktualisierte und ergänzte Auflage
705 Farbfotos
Eschentriebsterben durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, Zurücksterben der Kronen von außen nach innen.
Cover
Titel
Vorwort zur vierten Auflage
Zur Benutzung des Buchs
Krankheiten und Schäden an Nadelbäumen
Fichte (Picea)
Kiefer (Pinus)
Tanne (Abies)
Lärche (Larix)
Douglasie (Pseudotsuga)
Krankheiten und Schäden an Laubbäumen
Rotbuche (Fagus)
Eiche (Quercus)
Ahorn (Acer)
Esche (Fraxinus)
Ulme (Ulmus)
Vogelkirsche (Prunus)
Linde (Tilia)
Hainbuche (Carpinus)
Birke (Betula)
Eberesche, Speierling, Elsbeere (Sorbus)
Erle (Alnus)
Pappel (Populus)
Serviceteil
Erklärung von Fachbegriffen
Literatur
Bildquellen
Autoren
Impressum
Der „Farbatlas Waldschäden“ war bei seinem erstmaligen Erscheinen 1988 vor allem als Hilfe zur Differentialdiagnose zwischen anthropogenen, immissionsbedingten, eventuell neuartigen Waldschäden und Schäden durch natürliche Ursachen an Waldbäumen in Mitteleuropa konzipiert. In den folgenden Auflagen von 1995 und 2007 wurde das Buch erweitert zu einer breiteren Übersicht über aktuell wichtige und auffällige Schadbilder, verursacht durch eine breite Palette von Ursachen wie Schadstoffimmissionen, Mineralstoffmangel oder -überschuss, klimatische Schadfaktoren ebenso wie Pilze, Bakterien, Phytoplasmen, Viren, Insekten und Mäuse.
In der vorliegenden, erneut erweiterten und aktualisierten vierten Auflage werden über 300 Erkrankungen oder Schäden an 19 Waldbaumgattungen bzw. -arten mit insgesamt 705 Farbfotos veranschaulicht und in knappen Texten zu Merkmalen, Verwechselungsmöglichkeiten und Entstehungsbedingungen kurz beschrieben und durch ausführliche Literaturhinweise ergänzt. Das Buch ermöglicht das Erkennen von Krankheiten und Schäden aller Art an Waldbäumen, vorwiegend anhand von äußerlich sichtbaren Merkmalen und Umständen des Auftretens. Es soll nicht nur Forstleuten, sondern allen, die am Gesundheitszustand der Wälder interessiert sind, als Bestimmungshilfe dienen.
Wenn der Farbatlas Waldschäden heute einen festen Platz in der Fachliteratur einnimmt, so sollte hier nochmals erwähnt werden, dass an seinem Zustandekommen zahlreiche Kollegen und Fachleute mitgewirkt haben. Dafür möchten wir allen Beteiligten unseren Dank sagen, vor allem unserem Kollegen und ehemaligen Mitautor Prof. em. Dr.Franz Nienhaus, der wesentlich zum Erfolg des Buches beigetragen hat.
Unser Dank gilt auch dem Verlag Eugen Ulmer und seinen Mitarbeitern für die gewohnt sorgfältige Bearbeitung und großzügige Ausstattung des Buches.
Göttingen, Wolfenbüttel,
Frühjahr 2017
Die Verfasser
Zur Bestimmung von Schäden und Krankheitserscheinungen an unseren Waldbäumen sind die folgenden allgemeinen Hinweise hilfreich.
Viele Symptome sind nur zu bestimmten Jahreszeiten zu sehen und können im Lauf der Zeit verschiedene Stadien mit unterschiedlichen Erscheinungsbildern durchlaufen, worauf im Abbildungstext gegebenenfalls hingewiesen wird. Daher kann ein mehrmaliges Aufsuchen eines zu beurteilenden Baumes notwendig sein.
Zu den Merkmalen einer Erkrankung können mehrere Einzelsymptome gehören, die allein noch keine sichere Bestimmung erlauben, wohl aber in ihrer Gesamtheit. Dazu gehören Art und Häufigkeit der Symptome, ihre Verteilung am Baum und im Bestand sowie auffällige Begleiterscheinungen der Erkrankung. Man sollte möglichst viele Merkmale am erkrankten Baum und in seiner Umgebung in die Beurteilung einbeziehen. Dementsprechend sind für eine Reihe von Krankheiten und Schäden jeweils mehrere Symptome beziehungsweise Stadien wiedergegeben oder im Text erwähnt.
Manche Merkmale einer Erkrankung werden nur bei Beobachtung ganzer Bäume oder Bestände aus der zur Übersicht nötigen Entfernung deutlich, andere erfordern die Betrachtung einzelner Pflanzenteile aus der Nähe (Lupe). Dazu enthalten die Abbildungen z.T. Übersichts- und Nahaufnahmen derselben Erkrankung.
Die Abbildungstexte wurden zugunsten möglichst vieler Bilder knapp gehalten. Sie dienen vorwiegend der Charakterisierung der Symptome und typischer Umstände ihres Auftretens und enthalten folgende Angaben:
EM: Beschreibung der typischen, mit bloßem Auge, mit der Lupe (Hinweis: Lupe) oder selten mikroskopisch (Hinweis: Mikro) sichtbaren Erkennungsmerkmale. Die Angabe „chemische Analyse“ verweist auf die Notwendigkeit der Bestimmung von Nähr- und Schadstoffgehalten in Nadeln bzw. Blättern zur sicheren Diagnose. Die Gehalte werden in mg/kg oder Prozent der Trockenmasse (TM) angegeben und möglichst mit Werten aus der Literatur für Normalgehalte oder Grenzwerte für das Auftreten von Symptomen verglichen.
VM: Hinweise auf Verwechselungsmöglichkeiten mit ähnlichen Schäden, z.T. mit Differentialmerkmalen.
B: Bemerkungen über die Umstände und Bedingungen des Auftretens der Schäden sowie zu deren Ursachen.
LIT: Hinweise auf allgemeine oder spezielle Literatur, die im Literaturverzeichnis (S.245ff.) zusammengestellt ist.
FAG: Hinweis auf ergänzende Abbildungen im „Farbatlas Gehölzkrankheiten“ (Lit. 28).
Zur Diagnose äußerlich nicht ohne Weiteres erkennbarer Schäden, etwa Nekrosen in dickborkiger Rinde oder Holz- und Wurzelfäulen, müssen Teile der Rinde angeschnitten bzw. Stammquerschnitte beurteilt und Wurzeln freigelegt werden.
Das Erkennen der sehr kleinen, oft weniger als 1mm großen Pilzfruchtkörper auf befallenen Nadeln, Blättern oder Rindennekrosen wird erleichtert durch vorheriges Befeuchten der Objekte, wodurch die im Wirtsgewebe oft verborgenen Fruchtkörper aufquellen und deutlicher hervortreten. Bei Lupenvergrößerung ist dann allerdings nur ihr Vorkommen zu bestätigen. Eine weitergehende Bestimmung erfordert mikroskopische Untersuchung. Auf Stammscheiben mit Holzfäulen entwickeln sich durch Feuchtlagerung bei Zimmertemperatur oft charakteristische Myzelien oder Fruchtkörper der verursachenden Pilze (s. Abb.144).
Das Bildmaterial ist zunächst nach Baumgattungen bzw. -arten geordnet. Dabei haben wir folgende an der Häufigkeit und forstlichen Bedeutung orientierte Reihenfolge gewählt:
Nadelbäume
Fichte
(Picea)
Kiefer
(Pinus)
Tanne
(Abies)
Lärche
(Larix)
Douglasie
(Pseudotsuga menziesii)
Laubbäume
Rotbuche
(Fagus sylvatica)
Eiche
(Quercus)
Ahorn
(Acer)
Esche
(Fraxinus excelsior)
Ulme
(Ulmus)
Vogelkirsche
(Prunus avium)
Linde
(Tilia)
Hainbuche
(Carpinus betulus)
Birke
(Betula)
Eberesche
(Sorbus aucuparia)
Speierling
(Sorbus domestica)
Elsbeere
(Sorbus tormonalis)
Erle
(Alnus)
Pappel
(Populus)
Innerhalb der genannten Gattungen bzw. Arten sind die Schadbilder vorwiegend nach den betroffenen Organen und der Ähnlichkeit der Symptome angeordnet. Diese Einteilung geht bewusst nicht von einer Gliederung nach den Ursachen der Schäden aus, sondern ist entsprechend dem Zweck der Differentialdiagnose bemüht, äußerlich ähnliche Symptome mit unterschiedlichen Ursachen einander direkt gegenüberzustellen. Wo es möglich und erforderlich schien, wurden auch Symptome derselben Krankheit in verschiedenen Stadien abgebildet.
Den einzelnen Baumgattungen bzw. -arten ist jeweils eine nach diesen Gesichtspunkten gegliederte Übersicht behandelter Schäden vorangestellt.
Kronenverlichtung
Ursachenkomplex „Neuartige Waldschäden“: Abb.1
„Nadelröte“ alter Nadeln: Abb.2
Verlichtung und Absterben durch Kahlfraß der Nonne (s. Abb.47)
Vergilbung der jüngsten Nadeln
Rostpilze (Chrysomyxa spp.): Abb.3
Kalkchlorose, Wipfel grün: Abb.4
falsche Herbizidanwendung: Abb.5
Gelbfleckung, vollständige Vergilbung älterer Nadeln
Ozon, Witterungseinflüsse: Abb.6
Kalium-Mangel, Frost: Abb.7
Magnesium-Mangel: Abb.8
Stickstoff-Mangel: Abb.9
Algenbelag, gelblich grün: Abb.10
Bräunung und Verlust nur der jüngsten Nadeln
an besonnten Stellen durch Frosttrocknis: Abb.11
luvseitige Nadeln braun durch Salzverwehung: Abb.12
Schwefeldioxid-Immission: Abb.13
Blattwespen-Fraß: Abb.14
Bräunung älterer oder aller Nadeln
Pilzinfektion: Lirula macrospora Abb.15; Rhizosphaera kalkhoffii Abb.16; Lophodermium piceae, Sphaeropsis parca Abb.17, Rhizoctonia butinii Abb.18
Nadeln umsponnen von Pilzmyzel: Abb.19 oder Gespinstfäden von Insektenlarven: Abb.20, 21
Fichtenröhrenlaus, Sitkalaus: FAG
Raupenfraß der Nonne (s. Abb.47)
Schäden an jungen Trieben
schlaff hängend, Spätfrost: Abb.22
abgeknickt, Hagelschlag: Abb.23
Pilzinfektion: Sirococcus conigenus Abb.24, Botrytis cinerea Abb.25, Gremmeniella abietina Abb.26
Fichtengallenlaus-Arten: Abb.27
Pilzinfektion an Knospen (Gemmamyces piceae): Abb.28
Schäden an Zapfen
Rostpilze und Insekten: Abb.29
Rindenschäden am Stamm
Pilzinfektion (Neonectria fuckeliana): Abb.30
„Blitzrinne“: Abb.31
Absterben ganzer Bäume
rindenbrütende Borkenkäfer: Abb.32–35
Dunkler Hallimasch: Abb.37
Schäden im Stammholz
Nutzholzborkenkäfer: Abb.36, 89 b, 142f.
Trockenheitsrisse: Abb.38
Wundfäule, Rotstreifigkeit durch Stereum-Arten: Abb.39
Verfärbung durch Bläuepilze: Abb.40
Weißfäule („Rotfäule“) durch Wurzelschwamm: Abb.41
Braunfäule von Wunden ausgehend durch Rotrandigen Baumschwamm: Abb.42
Braunfäule durch Kiefernbraunporling am Stammfuß: Abb.43
Abb.1:Kronenverlichtung als Merkmal „Neuartige Waldschäden“ an Fichte
EM: Kronen von Platten- und Bürstenfichten gleichmäßig schütter (a), die von Kammfichten lückig, nur an Wipfel und Astspitzen benadelt, im Kroneninneren kahl (b). In feuchten Sommern werden Nadelverluste meist durch Ersatztriebe aus Proventivknospen auf der Oberseite der Hauptäste (c Pfeil, d; Abb.2c) ausgeglichen. Das Fehlen dieser Regeneration gilt als Schadensmerkmal, nicht dagegen kahle, silbriggrau herabhängende Zweigabschnitte von Kammfichten (c: „Lametta-Symptom“), weil dort die über fünfjährigen Nadeln aufgrund normaler Alterung (Seneszenz) abfallen (Abb.2).
B: Meist auf armen, sauren Mittelgebirgsstandorten durch Zusammenwirken von Witterungs- und Immissionseinflüssen.
LIT: 3, 40, 42, 49, 60, 123, 188
Abb.2:Rötung und Abfallen älterer Nadeln durch Alterung, „Nadelröte“
EM: Ab Oktober Braunfärbung der ältesten Nadeljahrgänge (a–c an alter, d an junger Fichte), die später abfallen (b) und zum Verkahlen des Kroneninneren führen (Abb.1b). Auf den braunen Nadeln oft Fruchtkörper sekundärer, nicht ursächlich beteiligter Pilze, meist Rhizosphaera kalkhoffii, Lophodermium piceae (Abb.16, 17).
B: Ältere, über fünf jährige Nadelnsterben vorwiegend aufgrund normaler Alterung (Seneszenz) ab. Jüngere Nadeln können infolge von Stress, z.B. durch Trockenheit oder Mg-Mangel, vorzeitig altern (Abb.8e) und absterben. Diese Vorgänge sind auch an der Entstehung des Schadbildes in Abb.1b wesentlich beteiligt.
LIT: 26, 29, 60, 156
Abb.3:Nadelschäden durch Rostpilze (Chrysomyxa-Arten), Fichtennadelrost
EM: An jüngsten Nadeln im Sommer gelbe Bänder (a, b, c) und bei C. abietis ab Herbst nadelunterseits gelbe Wülste, die im nächsten Frühjahr als orangerote Teleutosporenlager aufbrechen (c); bei C. rhododendri ab August weißliche, sackförmige, später aufreißende Äcidiosporenlager mit orangegelben Sporen (d). Beide Arten führen in den Folgejahren zu Bräunung und vorzeitigem Abfallen der infizierten Nadeln (e).
VM: Abb.4b, 8, 9a.
B: C. abietis: weit verbreitet, nicht wirtswechselnd, besonders an Blaufichte in luftfeuchten Lagen; C. rhododendri: nur im Gebirge, wirtswechselnd mit Alpenrosen.
LIT: 26, 101
Abb.4:Chlorose der Nadeln durch Eisen- oder Mangan-Mangel auf Kalkstandorten, Kalkchlorose
EM: Jüngster Nadeljahrgang in der unteren Krone hellgelb (a, b); Verfärbung nach oben abnehmend bis zu vollständig grünem Wipfel (b); die älteren Nadeln bleiben durch altersbedingte Anreicherung von Mangan grün, sind aber oft gelb- bis rotspitzig durch Kalium-Mangel (Abb.7); chemische Analyse: Symptome bei Mangan-Gehalten unter 20mg/kg TM.
VM: Abb.3, 5, 7, 9, 38 a.
B: Auf flachgründigen Südhängen, wo Trockenheit die Mangan- und Eisen-Aufnahme hemmt.
LIT: 12, 42, 49, 108, 189
Abb.5:Schädigung durch unsachgemäße Herbizidanwendung (Wirkstoff Glyphosat) auf Jungwuchsflächen
EM: Weißliche Chlorose der jüngsten Triebe, die später verbräunen und absterben; Wuchshemmung.
VM: Chlorose auf Kalkböden (Abb.4).
B: Bei zu früher Anwendung vor Vegetationsabschluss im Spätsommer.
LIT: 11, 24
Abb.6:Gelbfleckung der Nadeln durch Ozon und winterliche Witterungseinflüsse (Winterfleckung)
EM: Ozonschaden (a, b): im Spätsommer blass gelbgrüne Scheckung und Vergilbung der Oberseite lichtexponierter Nadeln an älteren Ästen und deren ältesten Trieben; mit dem Nadelalter zunehmend.
Winterfleckung (c): scharf begrenzte, hellgelbe bis gelbbraune Flecke auf den Oberseiten vorjähriger und älterer Nadeln; Farbtiefe der Flecke mit dem Nadelalter zunehmend; Entstehung im Winter.
VM: Nährstoffmangel (Abb.7, 8); Pilzinfektion (Abb.3b); Saugschaden durch Nadelholzspinnmilben, diese aber meist nadelunterseits (FAG).
B: Das abgebildete Ozonsymptom (b) wurde durch Begasung junger Fichten mit 100–200 µg O 3 /m3 Luft während zwei Vegetationsperioden experimentell erzeugt. Im Freiland (a) nur an direkt besonnten, meist oberen Kronenteilen, beschattete Teile bleiben symptomlos. Winterfleckung (c) ist an Fichte häufig und weit verbreitet. Als Ursache wird ein Zusammenwirken von Eiskristallen auf den Nadeln mit winterlicher Besonnung und häufigem Frostwechsel angenommen.
LIT: 42, 48, 64, 114, 181, 192
Abb.7:Nadelvergilbung durch Kalium-Mangel und Folgeschäden an Triebspitzen durch Frost
EM: Nadeln aller Jahrgänge von den Spitzen ausgehend zunächst fahl gelbgrün bis blass gelb verfärbt (a, b); Nadelspitzen später, aufgrund winterlicher Witterungseinflüsse, violettbraun, besonders in der Nähe der Terminalknospen (c). Diese Symptome entwickeln sich zunächst an älteren Ästen besonnter Kronenteile; jüngere Äste und beschattete Bereiche der Krone bleiben länger grün. Chemische Analyse: Die Symptome treten meist bei Kaliumgehalten unter etwa 0,4% der TM auf. Die hier abgebildeten Zweige enthielten 0,18% bzw. 0,19% Kalium in der Trockenmasse der älteren bzw. einjährigen Nadeln. Die Symptome wurden hier verstärkt durch gleichzeitig niedrige Stickstoff(0,85–0,89%) und Phosphorgehalte (0,08%) der Trockenmasse.
VM: Magnesium-Mangel (Abb.8), wobei jedoch nur die vorjährigen und älteren Nadeln vergilbt sind und Braunspitzigkeit meist fehlt; Stickstoff-Mangel (Abb.9).
B: Kalium-Mangel erhöht die Frostempfindlichkeit der Fichten und führt im Lauf des Winters zur Verbräunung der Nadeln und zum Absterben der Triebspitzen (d).
LIT: 12, 189
Abb.8:Vergilbung vorjähriger und älterer Nadeln durch Magnesium-Mangel, Montane Vergilbung
EM: Hellgelbe bis goldgelbe Chlorose (a), die von den Nadelspitzen ausgeht (b) und von älteren zu jüngeren Nadeljahrgängen fortschreitet (c, links beginnend, rechts fortgeschritten); beschattete Zweige (d, rechts) sowie die Unterseiten der Zweige (d, Mitte) sind weniger vergilbt als die belichteten Oberseiten (d, links). Bei Trockenheit verstärkte Nadelverluste, die besonders unterhalb des Wipfels auffallen (e: „Fenstereffekt“). Chemische Analyse: Die Symptome treten bei Magnesium-Gehalten unter etwa 0,03% der Trockenmasse auf.
VM: Kalium-Mangel (Abb.7); Stickstoff-Mangel (Abb.9).
B: Symptom neuartiger, immissionsbedingter Waldschäden; zeitweise verbreitet auf höher gelegenen, silikatischen Mittelgebirgsstandorten (Montane Vergilbung); vielerorts rückläufig.
LIT: 42, 46, 49, 61, 80, 189
Abb.9:Vergilbung der Nadeln und Wuchshemmung durch Stickstoff-Mangel
EM: Nadeln aller Jahrgänge blass hellgelb, besonders die jüngeren (a, b, rechts; vgl. b links: Kalium-Mangel); Nadel-, Trieb- und Höhenwachstum gehemmt (b, rechts), dadurch gestauchte Wuchsform (a); Schadbild an vielen Bäumen des Bestandes, nicht an Einzelbäumen. Chemische Analyse: Symptome bei Stickstoffgehalten der Nadeln unter 1,0% der TM.
VM: Kalium-Mangel (Abb.7und 9b); Magnesium-Mangel (Abb.8).
B: Auf stickstoffarmen Moor- und Heideböden, oft begleitet von Calluna vulgaris (a).
LIT: 12, 189
Abb.10:Scheinbare Nadelvergilbung durch Belag epiphytischer Algen
EM: Feinkörniger, abwischbarer (Pfeil), gelbgrüner Belag, vorwiegend auf älteren, teils auch auf jungen Nadeln.
VM: Nährstoffmangel (Abb.7, 8, 9).
B: In jungen Beständen und unteren Kronenteilen, in feuchten Lagen; begünstigt durch Stickstoffeinträge.
LIT: 26, 49
Abb.11:Winterliche Verbräunung des jüngsten Nadeljahrgangs durch Frost und Frosttrocknis
EM: Nadeln des jüngsten Triebes im Spätwinter zunächst fahl bräunlich (b), im Frühjahr hell rotbraun verfärbt (a, c), oft nur an besonnten Triebseiten (b, Pfeil), vorzeitig abfallend. Die Knospen treiben im Frühjahr meist wieder aus (d).
VM: Abb.12, 13.
B: Bei anhaltendem Frost und Besonnung, vorwiegend an südwest- oder nordexponierten Kronenteilen und Bestandesrändern. Schneebedeckte Kronenteile bleiben ungeschädigt. Schwefeldioxid-Belastung und Kalium-Mangel erhöhen die Empfindlichkeit.
LIT: 114, 115, 122
Abb.12:Schäden durch chloridhaltiges Auftausalz oder verwehtes Meersalz
EM: Im Frühjahr Nadeln des Vorjahrestriebes und z.T. auch älterer Jahrgänge kupferrot (a, b), später abfallend; Verfärbung von den Triebspitzen aus abwärts fortschreitend (c); Knospen z.T. ebenfalls tot (c); Symptome meist einseitig, auf Kronenseiten, die benachbarten Straßen bzw. der Richtung des Seewindes zugewandt sind (a); Nachweis durch chemische Analyse: Symptome ab etwa 0,3% Chlorid in der Nadeltrockenmasse, hier (b, c, in Küstennähe) bei 0,36–0,56% auf der Luvseite und 0,06% auf der Leeseite der Krone.
VM: Frosttrocknis (Abb.11); akute Immissionsschäden (z.B. Abb.13).
B: An Straßen, auch entfernt davon durch Abfluss und Verwehung von salzhaltigem Wasser; in Küstennähe nach Frühsommerstürmen.
LIT: 12, 38, 45, 117
Abb.13:Akute Schädigung durch Schwefeldioxid-Immission
EM: Von den Nadelspitzen aus abwärtsfortschreitende, gelbbraune bis rotbraune Verfärbung der Nadeln des jüngsten Jahrgangs (a); bei schwächerer Schädigung untere Teile der Nadeln noch grün (a), bei stärkerer Schädigung vollständig verfärbt (b), vorzeitig abfallend; chemische Analyse: Symptome bei Schwefelgehalten ab etwa 0,2% der Nadeltrockenmasse.
VM: Schäden durch Frost oder Frosttrocknis (Abb.11), Auftau- oder Meersalz (Abb.12), akute Schädigung durch Fluorwasserstoff-Immission (vgl. Abb.67).
B: Im Lee von Nahemittenten.
LIT: 12, 99, 190
Abb.14:Wipfel und jüngste Triebe verlichtet bis kahl durch Larvenfraß der Kleinen Fichtenblattwespe (Pristiphora abietina)
EM: An Maitrieben fadenförmige, z.T. geknickte, grüne oder bräunliche Nadelreste und -stümpfe (a), besonders im Bereich des Gipfeltriebes, der dadurch von weitem kahl und rotbraun erscheint (b); nach wiederholtem Fraß absterbende Triebe.
VM: Triebsterben durch Pilzinfektion (Abb.24, 25, 26).
B: Bevorzugt an Rändern von Jungwüchsen und Dickungen in sonnigen, windgeschützten Lagen (b), oft von vorwüchsigen oder einzelnen älteren Fichten ausgehend.
LIT: 19, 66, 102, 146, 175 (Bd.4)
Abb.15:Bräunung vorjähriger Nadeln durch Fichtenritzenschorf (Lirula macrospora, Syn.: Lophodermium macrosporum)
EM: Nadeln vorjähriger Triebe z.T. gelb- bis rotbraun, abgestorben aber noch länger anhaftend (a); auf verfärbten Nadeln zunächst sehr kleine, dunkle, ungeschlechtliche Fruchtkörper, später 2 bis 8mm lange, wulstförmige, geschlechtliche Fruchtkörper des Erregers (b); schon vor der Fruchtkörperbildung schwarzer Ring an der Nadelbasis (b).
VM: Abb.11, 16, 17.
B: Im unteren Kronenbereich junger Bestände in kühl-feuchtem Kleinklima.
LIT: 26, 167
Abb.16:Braune, von dem Pilz Rhizosphaera kalkhoffii besiedelte Nadeln
EM: Auf gelb bis braun verfärbten Nadeln (a) Reihen schwarzer, kugelförmiger Fruchtkörper, auf denen oft ein weißer Wachspfropf sitzt (b, Lupe); Nadelfall.
VM: Abb.2, 15, 17, 25.
B: Schnelle saprobiontische Besiedelung vorgeschädigter Nadeln; meist in dichten, jungen Beständen; an Fichten- und Tannenarten.
LIT: 26, 29, 167
Abb.17:Endophytische Pilze in braunen, älteren Nadeln
EM: An absterbenden und toten Nadeln Lophodermium piceae (a) mit zunächst kleinen, schwarzbraunen, später größeren, ovalen Fruchtkörpern und schwarzen Querlinien; Sphaeropsis (Thiarosporella(parca (b) runde Fruchtkörper ohne Querlinien.
VM: Lirula macrospora (Abb.15).
B: An gealterten (Nadelröte, Abb.2) oder vorgeschädigten Nadeln; Absterben durch die gleichzeitige Entwicklung dieser Pilze beschleunigt.
LIT: 26, 77, 167
Abb.18:Nadel- und Triebsterben durch Pilz-Befall (Rhizoctonia butinii)
EM: Diesjährige Nadeln von der Basis zur Spitze der jüngsten Triebe fortschreitend braun und absterbend (a), ebenso wie später auch mehrjährige Nadeln (b). Tote Nadeln haften, von Myzel umsponnen, büschelweise an den Zweigen und fallen später ab, wodurch die Zweige verkahlen und auch ganz absterben können.
VM: Abb.15–17, 19, 24, 25.
B: Befall der unteren, bis ca. 2m hoch sitzenden Zweige junger Fichten auf Standorten hoher Luftfeuchtigkeit, besonders in Mittelgebirgen.
LIT: 148
Abb.19:Schäden durch Schwarzen Schneeschimmel (Herpotrichia juniperi)
EM: Nadeln und Zweige von grauem bis dunkelbraunem, filzigem Myzel umsponnen (a), auf dem im zweiten Befallsjahr bis 0,5mm große, kugelige, schwarze Fruchtkörper entstehen (b, Lupe). Nadeln zunächst grün, später zusammen mit dünnen Zweigen braun und absterbend; kleine Bäume können ganz absterben.
VM: Rhizoctonia-Befall (Abb.18).
B: In subalpinen und höchsten Mittelgebirgslagen. Die Schäden entwickeln sich unter der Schneedecke und werden nach dem Ausapern sichtbar. Vorkommen auch an Bergkiefer (Abb.72), Arve, Wacholder.
LIT: 26, 135, 167
Abb.20:Nadelverlust und Gespinstballen durch Fraß der Fichtengespinstblattwespe (Cephalcia abietis)
EM: In Astgabeln und Ästen der oberen und mittleren Krone röhren- bis sackförmige Gespinstballen, bestehend aus braunen Nadelresten (a) und graugrünen Kotkrümeln (b); in jedem Gespinstballen eine schmutzig grüne Larve (b) mit schwarzem Kopf und drei dorsalen Längsstreifen (in dem seitlich aufgenommenen Bild nicht sichtbar); Fraß an ein- bis dreijährigen Trieben, von der Oberkrone nach unten fortschreitend.
VM: Abb.17, 19.
B: Vorwiegend in Mittelgebirgen in 60- bis 120-jährigen Beständen.
LIT: 19, 66, 102, 175 (Bd.4)
Abb.21:Hellbraune, miteinander versponnene Nadeln durch Larvenfraß des Fichtennestwicklers (Epinotia tedella)
EM: Gruppen vorjähriger Nadeln von gesellig auftretenden, minierenden Raupen ausgehöhlt und zusammen mit Kotkrümeln zu Nestern versponnen. Nadelreste gelblich bis hellbraun. Raupen bis 9mm lang, entweder gelbgrau mit zwei braunen, dorsalen Längsstreifen oder grünlich mit grauen Längsstreifen; Kopf, Halsschild und Beine braun.
VM: Abb.2, 15, 16, 17, 18.
B: Besonders in windgeschützten Dickungen und Stangenhölzern; begünstigt durch Trockenheit, Nährstoffmangel oder Immissionseinflüsse.
LIT: 19, 102, 146, 175 (Bd.4)
Abb.22:Triebschäden durch Spätfrost
EM: Junge Maitriebe hängen auf ganzer Länge schlaff herab, verfärben sich später hell rotbraun (a, b) und sterben ab. Wipfel oft weniger stark betroffen als untere Kronenteile (a), sodass sich dort die Triebe nur krümmen, aber grün bleiben und überleben (a).
VM: Grauschimmel (Abb.25).
B: Im Frühjahr an noch nicht verholzten Trieben; besonders auf Freiflächen und in Mulden, wo sich bei nächtlichem Strahlungsfrost bodennahe Kaltluft sammelt.
LIT: 114, 115, 122
Abb.23:Triebschäden durch Hagel
EM: Junge Seitentriebe durch starken Hagelschlag abknickend oder verkrümmt und oberseits mit zahlreichen Rindenwunden, die schnell überwallen (wie in Abb.45c).
VM: Überwallte Infektionsstellen durch Gremmeniella abietina (Abb.26).
B: Entsprechende frische Beschädigungen auch an der sonstigen Vegetation in der Umgebung.
LIT: 26, 181
Abb.24:Fichtentriebsterben durch Sirococcus conigenus (Syn.: Septoria parasitica)
EM: An jüngsten Trieben Bräunung und Abfallen basaler und mittlerer Nadeln; Triebe gekrümmt, z.T. an der Spitze mit braunen Nadelbüscheln (a); auf toten Nadeln und Trieben schwarze Pycnidien (b, Lupe).
VM: Abb.22, 25.
B: In feuchten Lagen an Ästen der mittleren und oberen Krone, selten im Wipfel; auch an Kiefer, Lärche, Douglasie, Tanne.
LIT: 26, 56, 167
Abb.25:Triebsterben durch Grauschimmel (Botrytis cinerea).
EM: Abwärtskrümmung im Mittelteil noch nicht verholzter Maitriebe, die später braun werden und absterben (a). An verholzten jungen Trieben nur Braunfleckung und Abfallen einzelner Nadeln (a, Pfeil); auf befallenen Nadeln und Trieben silbergraue Sporen an langen, dünnen, glänzend dunkelbraunen Sporenträgern (b, Lupe).
VM: Abb.22, 24.
B: Bei kühlfeuchter Witterung während des Austriebs; an Sämlingen und jungen Fichten, an älteren nur im unteren Kronenbereich; auch an anderen Koniferen, z.B. Abb.122, 139.
LIT: 26, 56, 167
Abb.26:Wipfel- und Triebsterben durch Pilzinfektion (Gremmeniella abietina, Syn.: Ascocalix abietina, Scleroderris lagerbergii)
EM: Absterben von ein bis zwei Triebjahrgängen der Leittriebe und Seitenäste, von den Terminalknospen aus abwärts fortschreitend (a, b). An den abgestorbenen, kahlen Trieben etwa 1,5mm große, graubraune Pyknidien der Nebenfruchtform des Erregers Brunchorstia pinea (c, Lupe). Verbuschung des Wipfels (a) durch wiederholtes Absterben des Leittriebes. An lebenden Trieben oft kleine überwallende Infektionsstellen.
VM: Triebschäden durch andere Pilze (Abb.24, 30); kahle Triebe durch Insektenfraß, z.B. Abb.14.
B: An jungen Fichten in feuchten Lagen und niederschlagsreichen Jahren. In Hochlagen im Freistand, im Flachland meist nur unter Schirm von Altkiefern, von denen die Infektion ausgeht (vgl. Abb.74).
LIT: 26, 135, 167
Abb.27:Triebschäden und Gallenbildung durch Fichtengallenläuse (Adelges-Arten)
EM: Deformationen und Bildung von Gallen an den jüngsten Trieben durch Grüne und Gelbe Fichtengallenlaus (Adelges viridis, A. abietis): 15–40mm lange, grüne Gallen mit rotbraunen Schuppenrändern („Ananasgallen“) an der Basis verkrümmter, oberhalb der Galle weiter gewachsener Maitriebe (a); bei A. viridis Gallen einzeln, bei A. abietis gehäuft, später absterbend und braun (b).
Frühe und Späte Fichten-Kleingallenlaus (Adelges laricis, A. tardus): Maitriebe verkümmert, mit gelbgrüner, später brauner „Erdbeergalle“ und fehlendem oder kurzem Nadelschopf an der Spitze (c); bei A. laricis Gallen einzeln, bei A. tardus gehäuft.
B: A. viridis nur an jungen, bis etwa zwölfjährigen, A. laricis an älteren Fichten bis zum Stangenholzalter; bevorzugt auf ungünstigen bzw. immissionsbelasteten Standorten. A. viridis und A. laricis sind wirtswechselnd zwischen Fichte und Lärche, A. abietis und A. tardus kommen nur an Fichte vor.
LIT: 1, 10, 23, 146, 175 (Bd.1)
Abb.28:Knospensterben durch Cucurbitaria (Gemmamyces) piceae
EM: Auf Knospen dunkle Pilzfruchtkörper; Triebe deformiert.
B: In feuchten Lagen meist an Blaufichte, seltener an Fichte, Tanne.
LIT: 26, 203
Abb.29:Schäden an Fichtenzapfen durch verschiedene Rostpilz- und Insekten-Arten
EM: Befallene Zapfen werden vorzeitig braun und zeigen entweder abgespreizte Schuppen (a, Mitte) und darunter dunkelbraune, kugelförmige Sporenlager des Kugeligen Zapfenrostes (Pucciniastrum areolatum, b) oder weißgelbe, pulverige Sporenlager des Gelben Zapfenrostes (Chrysomyxa pyrolata, c) oder abgespreizte Schuppen mit Harzaustritt und äußerlich sichtbaren Kotkrümeln durch den Larvenfraß des Fichtenzapfenzünzlers (Dioryctria abietella) an Schuppen und Samen (a) oder Krümmung und Harzen der Zapfen ohne äußerlich sichtbare Kotkrümel durch den Larvenfraß des Fichtenzapfenwicklers (Cydia strobilella) nur in der Zapfenspindel (a).
B: Der Kugelige Zapfenrost lebt wirtswechselnd zwischen Fichte und Prunus-Arten, der Gelbe Fichtenzapfenrost zwischen Fichte und Pyrola-Arten.
LIT: 26, 101, 167, 175 (Bd.1)
Abb.30:Fichtenrindenkrankheit durch Pilzinfektion (Neonectria fuckeliana)
EM: An Stamm und Ästen der Oberkrone von Astquirlen ausgehende Rindennekrosen (anschneiden). Auf der nekrotischen Rinde Gruppen roter, eiförmiger, 0,2–0,4mm großer Pyknidien des Erregers (a), aus denen weiße Sporenranken hervortreten (b, Lupe). Bei stammumfassendem Befall sterben die Kronenteile oberhalb der Befallsstelle ab. An Sitkafichte krebsartige Wucherungen mit konzentrischen Überwallungswülsten („Nectria-Krebs“).
VM: Kupferstecher-Befall (Abb.33e).
B: In dichten Beständen und feuchten Lagen an unterständigen Bäumen; an Fichtenarten, seltener an Tanne.
LIT: 20, 26, 176
Abb.31:Schäden durch Blitzschlag
EM: Streifenförmiges Ablösen der Rinde von der Krone bis zum Stammfuß (Blitzrinne); im Splintholz eine schmale, mehr oder weniger stark splitternde Entladungsspur (Pfeil); betroffene Bäume überleben meist.
VM: Längsrisse durch Trockenheit, (Abb.38).
B: Bei Blitzschlag in den Boden fehlen Blitzrinnen, aber Wurzelschäden führen zum Absterben ganzer Baumgruppen („Blitzloch“, Abb.129), wobei das Holz im Wipfel trocken und verblaut, im Stammfuß nass und hell ist (anschneiden).
LIT: 26, 67, 176, 181
Abb.32:Befall durch Kleinen Achtzähnigen Fichtenborkenkäfer (Ips amitinus
