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Warum muss erst das Kind in den Brunnen gefallen sein, bevor er zugeschüttet wird? Diese Warum-Fragen tauchen z. Z. immer mehr und schneller auf, bei der Verrohung unserer Gesellschaft, die immer neue Brunnen gräbt in den Bereichen der Umwelt, Gier und Kriege. Eine Neubesinnung und Neuorientierung ist zwingend notwendig, wenn wir überleben wollen!
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Seitenzahl: 119
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Vor der Tat sind die Gedanken,
nach der Tat dann das »Warum?«.
Denken kann man ohne Schranken,
Schranken stellen hier ist dumm.
Taten lassen sich einschränken,
wenn wir die Gedanken lenken.
Doch auf jedem guten Sektor
gibt's auch Taten wie vom Lektor
Gerhard Arlt, der ohne klagen
checkte, was die Worte sagen.
Holger Feldmann prüfte Sterne,
Flächen, Massen, Nähe, Ferne.
Wie bei allen guten Taten
fehlt's »Warum?«. – Man muss nicht raten!
Die Warum-Frage
Warum?
Der Mörder
Die Idioten
Der Geist der Eifel
Das Böse und die Liebe
Anerkennung
Terroristen
Das Anthropozän oder
Das Menschenzeitalter
Der Asteroid
Der Flaschengeist
Die Uralten
Das Märchen
Die Narren
Vergangenheit
Der Lobbyist
Ich
Liebe
Wachset und mehret euch
Das Wesen Mensch
Empathie
Wachstum
Das Land
Erkenntnis
Hassprediger
Der apokalyptische Reiter
Deutsches Liedgut oder Integration
Franz von Parteilos
Der Unfall
Sternenkinder
Der Philosoph
Kinderphilosophie
Erbsünde
Freiheit
Die Gottesaktie
Die 10 Gebote
Evolution und Technik oder
Fliegenfängerextremisten
Der böse Traum
Das Erbe in uns oder Die Erbsünde
Wer wirklich liebt
Die Rotmil-Hasel-Schnecke
Kinder dieser Zeit
Hungersnot
Lebenslauf Hurrikan /
Mensch
Der in sich gefangene Mensch
Leere Hallen
Gesang
Die Auserwählten
(Ver)Führer
Der Schuldige
Wissenschaft
Roboter und Mensch
Der Besserhaber
Die Friedensbohnen
Die Hetzer
Der physikalische Mond
Der poetische Mond
Der Schluckauf
Der Joseph-Cent
Bananenweisheiten oder Normen
Blasmusiker/innen
Die Gedanken sind frei
Frösche
Trilogie
Die gute alte Zeit
Tierfreunde
Sinn oder Unsinn des Erkennens
Der müllige Zwiespalt
Die Wunderpille
Das vorstellbare Sonnensystem
Das Kätzchen oder Die Prägung
Das Universum in Zahlen
Fremdbestimmt
Das Magnetfeld
Das Schützenwesen
Verlorenes Glück
Die Sicht der Dinge
Das Universum in 24 Stunden
Engelvariationen
Der schlafende Riese
Die Schneeflocken
Geburtstagsgedanken
Bankenkrise
Spielende Kinder
Der freie Wille
Goldene Hochzeit
Geburtstag
Der Wirtschaftsfaktor
Pflegeträume
Ursachen
Längen – Zeiten
Welterschöpfungstag
Ach, acht auf dich
Regentropfen
Namenswertung
Falten
Seniorenresidenzen
Philosophenfragen
Der Mond im Zeitenlauf
Silberlöckchen
Atomgerassel
Überbevölkerung
Licht und Stille
Befreiung
Die Zeit
Der vegane Frieden
Europa
Wasser
Lebenszeit
Himmelserfahrung
Das Warum-Gesetz
Das Kind fragt offen, doch zerrüttet,
beim Kind-im-Brunnen-Unglück klar:
Warum wurd' er erst zugeschüttet,
als längst das Kind ertrunken war?
Auch Einstein dachte kindlich offen,
verließ die Grenzen seiner Zeit,
und das Ergebnis lässt uns hoffen,
dass Offenheit den Geist befreit.
Wir müssen wieder offen denken,
ohn' jede Fessel wie ein Kind,
dann können wir die Zukunft lenken
und das »Warum?« entflieht geschwind.
Januar 2018
Hubert Clemens
Warum nur gibt es so viel' Fragen?
Warum wohl über Gott, Physik?
Warum in allen Lebenslagen?
Warum auch über Pech und Glück?
Warum nur brauchen wir's »Warum?«?
»Warum?« So fragen Menschenkinder.
»Was haben wir denn nur getan?
Warum macht uns der Fürst zum Sünder
in seinem großen Kriegewahn?
Warum nur müssen wir hier sterben
in einer mörderischen Schlacht?
Warum nur müssen wir jetzt erben,
was kranke Hirne ausgedacht?
Warum nur feiern in der Ferne
die Fürsten Feste voller Pracht?
Warum nur liegen hier Gedärme
der Toten, die der Krieg gebracht?
Warum sieht keiner Fürsten kriechen
durch Stadtruinen an der Front?
Warum nur muss das Volk hinsiechen,
indes der Fürst im Sessel thront?
Warum nur schonen wir Dämonen?
Sind wir denn wirklich alle dumm?
Warum kann sich das mehrfach lohnen?
Sind Fürsten fort, stirbt das ›Warum?‹!«
- - -
Der Fürst besteht aus Fleisch und Blut
wie jeder Mensch, und das ist gut.
Den Mörder muss man Mörder nennen,
sei er nun Staatsmann, Terrorist.
Wir können sie doch auch nicht trennen,
da Mörder eben Mörder ist.
Sie töten viele hunderttausend
an Menschen in sehr kurzer Frist,
fast freundlich und auch nicht aufbrausend:
der Staatsmann und der Terrorist.
Warum stirbt nie ein Staatenlenker
im Feindesland auf dem Schafott,
ist er vielleicht gar Gottes Henker?
Am besten ist, wir fragen Gott!
Die Menschen weinten, riefen, flehten:
»O Gott, warum, warum, warum?«
Die Wolken auseinanderwehten.
Der Himmel aber, der blieb stumm.
- - -
Nicht jeder Staatenlenker
ist auch ein guter Denker.
Was sind das nur für Idioten,
die feste Regeln ausgedacht
für alle Lebenden und Toten,
die Opfer sind der Völkerschlacht.
Sei menschlich auch in jedem Kriege,
so spricht die Genfer Konvention.
Warum nur gibt es eine Riege,
die Töten zulässt? – Welch ein Hohn!
Es gilt ganz klar: Du sollst nicht töten
– und das gilt für die Menschenzunft –,
nicht Frauen, Männer, Kinder, Föten.
Doch fehlt den Menschen die Vernunft.
Gefährlich ist der Erde Beben,
gar schrecklich ist oft ein Vulkan,
das Schrecklichste: wenn Menschenleben
zerstört wird durch der Menschheit Wahn.
Der Mensch kann messen, werten, loten,
Vernunft festlegen dann nach Kant.
Die Wahrheit ist: Nur Idioten
ermorden ihren eignen Stand!
- - -
Die Menschen geben fürs Gefecht
mit goldnen Lettern sich das Recht.
Der Laacher See erstrahlt im Glanze,
weil ihn die Sonne heiß beglückt.
Die Grillen spielen auf zum Tanze,
und alle Wesen sind entzückt.
Die Wasserfläche sprudelt kräftig
durch reinstes Kohlendioxid.
Der Wassergeist, er atmet heftig
und träumt von dem, was bald geschieht.
Denn alle zwanzigtausend Jahre
erwacht der Geist als ein Vulkan
und bietet hustend seine Ware
der Landschaft glühend heiß dann an.
Rund dreizehntausend sind vorüber,
es bleibt uns noch ein bisschen Zeit.
Vielleicht ist es dem Geist ja lieber,
dass er uns morgen schon bespeit.
Der Eifelgeist schläft nie gleich lange,
mal wacht er früh auf und mal spät.
Die Ungewissheit macht sehr bange,
denn niemand weiß um die Diät.
Doch wird er wach, spuckt er mehr Masse,
als der Vesuv es je getan,
so sagt es die Expertenklasse
und hält schon jetzt den Atem an.
Warum ist diese, unsre Erde,
oft schön, dann wieder aufgebracht?
Hat Gott vielleicht bei dem »Es werde!«
ganz heimlich über uns gelacht?
- - -
Ein Lava speiender Vulkan
bremst oft den Mensch in seinem Wahn.
Vor ein paar Millionen Jahren,
da wurd' der Mensch vom Tier bedroht
und musste schmerzlich schnell erfahren,
wer sich nicht wehrt, ist sehr schnell tot.
Das Böse ward uns aufgezwungen;
das Leben forderte den Tod.
Wir leben heut, weil früh gerungen
die Ahnen mit dem Feind um Brot.
Zur gleichen Zeit entstand die Liebe,
denn wer nicht liebt, sich nicht vermehrt;
das Leben fordert zarte Triebe.
Die Liebe hat sich stets bewährt.
Würd' man die Kinder gleich erschlagen,
weil oft das Böse überwiegt,
dann gäb's uns nicht in diesen Tagen,
das Böse hätte dann gesiegt.
Warum nur sind wir aufgespalten
in Böses, Liebe, Freud' und Leid?
Es müsste doch des Himmels Walten
uns hüten hier vor jedem Streit.
So leben wir in Spannungswelten
mit Gutem, Bösem Hand in Hand,
wo noch die alten Regeln gelten.
Das darf nicht sein, sagt der Verstand.
Wir müssen endlich schnell begreifen,
dass nur die Liebe darf bestehn.
Wir müssen hin zur Liebe reifen,
das Böse wird uns sonst verwehn.
Wir brauchen jetzt nicht mehr das Böse
zum Leben in globaler Welt.
Die Liebe, nicht Atomgetöse,
ist das, was hier und heute zählt.
- - -
Auch die feinsten Hiebe
schaffen keine Liebe.
Als kleines Kind wurd' Franz beschimpft:
»Du bist ein großer Taugenichts,
in deinem Kopf, glaub ich, da sticht's.
Dich hat man sicher falsch geimpft.«
Und endlich in der Schule dann,
da sprach der alte Lehrer frech:
»Dein Kopf ist hohl, ach, welch ein Pech.
Du bist ein Bub, der gar nichts kann.«
Ein Lehrberuf wurd' Franz versagt,
da ja das Zeugnis grottenschlecht.
Für Franz gab's auch kein Bildungsrecht.
Er hätte gern es eingeklagt.
Als Nichtsnutz war Franz arbeitslos,
er kam in ein Erziehungsheim.
Und da wuchs schnell der böse Keim
vom Helden, den man feiert groß.
Als dann ein Pred'ger zu Franz sprach:
»Du bist ein Held, ein Mann der Tat,
ziehst du mit mir in den Dschihad!«,
bei Franz das Herz vor Glück aufbrach.
Nun endlich war Franz anerkannt.
Er folgte diesem Pred'ger blind,
so wie ein liebes, braves Kind
dem Vater folgt an dessen Hand.
Dann sprach der Pred'ger aufgebläht:
»Wenn du nun willst ein Held jetzt sein,
dann töte jedes Menschenschwein,
das unsern Glauben tief verschmäht.«
Jetzt wurde Franz fest eingewebt
in Minenbänder mit viel Schrot.
Dann waren hundert Menschen tot.
Das Heldsein hat Franz nicht erlebt.
Wir alle haben hier versagt,
und die Gesellschaft trägt die Schuld.
Warum ist selten angesagt
die Anerkennung und Geduld?
- - -
Wer selbstvertrauend sich kann achten,
wird niemals andre Menschen schlachten.
Nicht jeder Islamist
ist hier ein Terrorist.
Fast jeder Terrorist
ist derzeit Islamist.
Würd' jeder Islamist
verschmähn den Terrorist',
wär Frieden zwischen Christ,
Muslim und Islamist.
Und auch der Extremist
ist schnell ein Terrorist,
weil er sehr oft vergisst,
was wohl die Wahrheit ist.
Warum wird nicht geküsst
der Bruder ohne List,
damit er's Banner hisst
als Friedenskomponist?
Doch weil der Mensch so ist
in seiner Lebensfrist,
bleibt alles schrecklich trist
und voller Hass und Zwist.
- - -
Kein Mensch ist ein geborner Terrorist.
Es ist das Umfeld, das die Kindheit frisst.
Die Erde krümmte sich in Schmerzen,
weil sie die Lebenskraft verlor.
Die Schuld kam aus der Menschheit Herzen,
die Gier als Lebensziel erkor.
Die Wälderrodung, Pestizide,
die Überfischung meeresweit
und Menschengier – perfekt rigide –
zerstörten schnell der Erde Kleid.
Es traten auf die Todesboten
wie Hunger, Seuchen. Selbst die Pest
konnt' ihre Macht erneut ausloten.
So ist's, wenn man die Gier zulässt.
Da sprach die Erde klar und weise:
»Verringert Gier und Menschenzahl
sehr nachhaltig auf eurer Reise,
dann wird das Leben nicht zur Qual.«
»Warum?« Die Menschen raubten weiter
– das Kleid der Erde blutigrot.
Fast fröhlich und schon menschlich heiter
hielt Erntedankfest dann der Tod.
- - -
Die Gier ist eine böse Tugend,
die man verwehren muss der Jugend.
Ein Todesbote ist der Reiter,
der schweigend trabet durch das All.
Er ist ein Planetarienstreiter,
der Tod bringt unserm Erdenball.
Ein Ast'roid zieht seine Bahn
nach einem ganz exakten Plan.
Kein Mensch hat ihn bisher gesehen,
er ist bis heute nicht erfasst.
Und doch wird's irgendwann geschehen,
dass er uns trifft, er macht nie Rast.
Geschehen ist's schon tausend Mal.
Die Erde hat hier keine Wahl.
Besaß dann Astro sehr viel Masse,
zerbarst die Erde fast vor Schmerz.
Die Energien in dieser Klasse
beschädigten der Erde Herz.
Das Leben auf der Erde schwand.
Verwüstet war das ganze Land.
Und doch erholte es sich wieder;
die Saurier blieben zwar zurück.
Das Leben sang ganz neue Lieder
und für den Menschen kam das Glück.
War auch der Einschlag fürchterlich,
ohn' ihn gäb's weder dich noch mich.
Die Menschen werden einst vernichtet,
wenn Astro einschlägt, bös und wild,
denn niemand hat bisher errichtet
den voll perfekten Abwehrschild.
Die Menschheit feiert, tanzt und trinkt
auf einem Schiff, das plötzlich sinkt.
Warum nur sollten wir noch warten,
bis uns der Astro tötet schnell.
Wir spielen auf des Krieges Karten
und ziehn uns selber ab das Fell.
Der Mensch ist wie ein Tier in Brunft:
Es fehlt ihm einfach die Vernunft.
- - -
Der Mensch ist wie ein Ast'roid:
Er kommt ganz plötzlich und entflieht.
Der Flaschengeist saß eingeschweißt
in einem Fell aus Stahl.
Neutronenfluss im Überschuss
servierte er zum Mahl.
Die Qualität von Stahl gerät
ins Wanken dann sehr stark,
wenn das Neutron, du weißt es schon,
den Mantel trifft ins Mark.
Die Zähigkeit sich schnell befreit,
die Sprödigkeit kommt her.
Und unter Druck entsteht, ruck zuck,
ein Riss und viele mehr.
Nach dreißig Jahr' ist die Gefahr
des Berstens doch sehr groß.
Und Rep'ratur ist Action pur
und einfach sinnlos bloß.
Die Stahlwand birst bis in den First,
der Geist lacht bös und rau.
Die Fachwelt spricht sehr knapp und dicht
von einem Supergau.
Des Geistes Wind treibt schnell, geschwind
die Strahlung durch die Wand.
Und ungeniert kontaminiert
sind Mensch und Tier und Land.
Der Mensch, das Tier erkranken hier
und sterben voller Frust.
Betreiberboss und auch sein Tross,
sie feiern voller Lust.
Es wäscht sich fein von Schuld ganz rein
die Staatsregierungswelt.
Und schaut man hin mit scharfem Sinn,
blinkt aus den Taschen Geld.
Warum wird nicht, brutal und schlicht,
der Meiler abgestellt?
Der Kassenwart des Staates spart
dann doch extrem viel Geld.
- - -
Atome stehn für Leben.
Der Tod steht dicht daneben.
Im Jahre eins neun sieben zwei,
da sprach die Wissenschaft sehr klar:
»Den Supergau gibt's einwandfrei
nur alle fünfzigtausend Jahr!«
Warum nur bin ich schon so alt?
So hunderttausend Jahr – recht viel!
Es hat schon zweimal bös geknallt,
die Null war wirklich nur ein Ziel.
Bald folgt ein Fünfzigtausend-Sprung;
die Reaktoren sind marod.
Dann bin ich wirklich nicht mehr jung,
und die Uralten sind bald tot.
Verantwortung trägt keiner hier
in unsrer schönen Wachstumswelt.
Es herrschen Geld und auch die Gier,
und diese Werteskala zählt.
- - -
Der Supergau
ist hart und rau.
Es war einmal vor vielen Jahren,
da ging der Mensch durchs Mythenland
und konnt' dabei sehr schön erfahren,
wie hier ein Märchen schnell entstand.
Die Menschen lebten auf der Erde
sehr glücklich, da sie alles bot,
weil Gott gesprochen: »Ja, es werde!«,
von Früchten dann bis hin zum Brot.
Das Glück, es zeigte plötzlich Schwäche,
es polterte im Erdenhaus,
und glühend heiße Lavabäche
wild spuckte dann das Böse aus.
Man nannte Teufel dieses Böse,
das in der Erde wütete
und Hölle schließlich das Gekröse,
in der das Böse brütete.
Wenn nun der Teufel musste leben
im Reich der Finsternis gar schlicht,
warum sollt' Gott nicht oben schweben
als Gegenpol im Sonnenlicht?
So war der Himmel nun ein Sprengel,
der nur erreichbar war im Geist.
Drum brauchten Menschen jetzt den Engel,
der zwischen Erd' und Himmel reist.
