Was dachtest du denn, Schatz? - Volker Göx - E-Book

Was dachtest du denn, Schatz? E-Book

Volker Göx

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Beschreibung

Der Biorhythmus des modernen Familienlebens wird hauptsächlich von vier Faktoren bestimmt: dem prozentualen Anteil der weiblichen Familienmitglieder, den Sonderangeboten der Supermärkte, den Werbepausen im Fernsehprogramm und dem Intelligenzquotienten des Pudels. Wie man all das möglichst elegant unter einen Hut bringt, mit welchen unberechenbaren äußeren Einflüssen, wie zum Beispiel geselligen Nachbarn oder der Staatsgewalt, man rechnen muss, und welche mittelschweren Katastrophen, etwa ein Kindergeburtstag oder das Erscheinen des neuen Volkshochschulprogramms, dabei zu bewältigen sind, davon erzählen die 24 satirischen Geschichten dieses Buches. Nebenbei geben sie schlüssige Antworten auf einige der drängendsten Fragen des Alltagslebens: Was macht der Brathering auf dem Designergrill? Wie kommt das Katzenfutter in den Adventskalender? Warum lernt die Frau meines besten Freundes plötzlich Aramäisch? Und weshalb trägt Knecht Ruprecht einen Gehgips? Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Personen, Supermärkten und Pudeln sind dabei natürlich rein zufällig. Aber beabsichtigt.

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Seitenzahl: 111

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Der Autor

Volker Göx wurde 1955 in Burgsteinfurt geboren und wuchs in Tecklenburg auf. Nach dem Abitur studierte er in Münster Romanistik und Germanistik. Noch während des Studiums wandte er sich allerdings der Computertechnik zu und war von 1983 bis 1994 als selbstständiger Kaufmann, Unternehmensberater und Anwendungsprogrammierer tätig. Seit 1994 arbeitet er als freier Wort- und Bildjournalist und Autor im Osnabrücker Land und im angrenzenden Ostwestfalen. Volker Göx lebt in Bad Laer. Er ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.

Inhalt

Vorwort zur zweiten Auflage

Was dachtest du denn, Schatz?

Knieschmerz, Silberfäden und kleine Buchstaben

Volles Programm für die Kids

Billardkugeln mit Senfsoße

House Party oder: Der Dotter ist gelandet

Der Barbecue-Konter

Minzöl, Rosmarin und Zwiebelsenf

Fixsterne und andere Katastrophen

Wo bitte spricht man Aramäisch?

Muskelprotz mit etwas Verspätung

Die Freibergschen Alibi-Zapfsäulen

Die Passfoto-Falle oder: Staatsgewalt Sägebiehl

Im Würgegriff der Kassenschlange

Skandal im Citycafé oder: Schmidtke und der Spesensumpf

Abschalten ist auch keine Lösung

Rosa Lammrücken mit Handy

Mit feinen Klößchen ist nichts unmöglich

Keine Chance für Belmondo

Nieder mit der Strahlenkeule!

Die telefonische Tonstörung

Bei Anruf Talk: Helmkasuare gefällig?

Fichtennadeln im Festtagsbraten

Wenn sanft die ordinäre Weihnachtsfichte nadelt

Gefangen in der Moosgummizelle

Ausgelachst oder: Der Triumph der Traditions-Forelle

Wie der Knecht Ruprecht zu einem Gehgips kam

Weihnachtshäslein unter Christforsythien

Die geprenkelte Pudeldame oder: 192 Türchen bis Heiligabend

Vorwort zur zweiten Auflage

Nach der Veröffentlichung von »Was dachtest du denn, Schatz?« wurde ich immer wieder einmal gefragt, wie mir die darin versammelten Geschichten eingefallen seien. Einige Leser vermuteten, dass es sich um tatsächliche Begebenheiten aus der eigenen Familie und dem Freundes- und Bekanntenkreis handeln könnte, die ich dann nur noch humoristisch zurechtgebogen hätte. Der eine oder andere Freund, die eine oder andere Verwandte meinte sogar, sich in mancher Geschichte wiederzufinden.

Das stimmt natürlich nicht! Die kleinen Geschichten sind vielmehr entstanden, weil ich mir irgendwann einmal die Frage stellte, warum unsere Welt so ist, wie sie ist, und warum vor allem unser Alltag so ist, wie er ist. Und so kam ich nach längerem Nachdenken zu drei grundlegenden Erkenntnissen.

Alles begann im Paradies. Als Gott der Herr sprach: »Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei«, ahnte er nicht, dass diese Überlegung zu einer unbeherrschbaren Kettenreaktion mit verheerenden Folgen führen würde. Schon die erste Tat, mit der er sein gut gemeintes Vorhaben umzusetzen begann, die Erschaffung der Gehilfin, die um den Menschen sein sollte, brachte sofort mehr Probleme mit sich, als dem Allmächtigen lieb sein konnte. Bewies sie doch umgehend, dass sogar der Allmacht Gottes enge Grenzen gesetzt sind, sobald ein weibliches Wesen ins Spiel kommt (besonders wenn man diesem auch noch Requisiten wie Äpfelchen und Schlangen zur Verfügung stellt).

Nachdem Gott diese (sehr verfrühte) Büchse der Pandora einmal geöffnet hatte, schaffte er es nicht, sie wieder zu schließen. Lots Weib, Delila, Salome, Xanthippe, Alice Schwarzer, Rita Süssmuth und Sahra Wagenknecht: Die Liste der weiblichen Wesen, die sich Gottes Plänen einer Gehilfin widersetzten und damit nicht nur dem Allmächtigen, sondern auch ihren jeweiligen Zeitgenossen erheblichen Kummer bereiteten, ist schier endlos. Verhindern konnte der Herr im Himmel alle diese Unbotmäßigkeiten nicht, nur anschließend Strafen verhängen (was zumindest bei Alice Schwarzer, Rita Süssmuth und Sahra Wagenknecht bis heute aussteht - entweder kommt da noch etwas oder der Allmächtige hat, was wahrscheinlicher ist, mittlerweile resigniert und das Strafen aufgegeben).

Damit wären wir bei Erkenntnis Nummer eins: Gut gemeint ist auch bei Allmächtigen nicht immer gut gemacht.

Den zweiten Fehler beging Gott, als er den ersten beiden Menschen auftrug: »Seid fruchtbar und vermehrt euch.« Natürlich hatten die zwei nichts Besseres zu tun, als das wörtlich zu nehmen und sofort zur Tat zu schreiten. Mit weitreichenden Konsequenzen, wie wir heute wissen: Da die Natur es - ob mit oder ohne Gottes Zutun, ist noch nicht abschließend geklärt - so eingerichtet hat, dass immer rund 50 Prozent aller Neugeborenen weiblich sind, ist die Erde zwangsläufig bevölkert von Schwiegermüttern, angeheirateten Tanten, Schwippschwägerinnen, besten Freundinnen, Supermarkt-Kassiererinnen, Kolleginnen und Barbara Schöneberger. Und sie alle reden dem Mann, der ja ursprünglich einmal als Einzelgänger geschaffen wurde, ständig in seine persönlichen Dinge hinein, mischen sich ungefragt in seine ur-maskulinen Angelegenheiten, versuchen ihn zurechtzubiegen und haben ständig etwas an ihm auszusetzen.

Was uns zu Erkenntnis Nummer zwei bringt: Mutter Natur ist ein böses Weib. Was auch sonst!

Allerdings - das darf nicht unerwähnt bleiben - konnte es natürlich nur soweit kommen, weil Adam selbst den entscheidenden Fehler machte. Schließlich hätte er Apfel Apfel und Eva Eva sein lassen können. Dann würde er heute noch glücklich und zufrieden im Paradies lustwandeln, gelegentlich mit den Engeln eine Runde Poker spielen und ab und an mit den Cherubim ein Gläschen Nektar schlürfen (oder was es sonst so an Cocktails im Paradies gibt). Aber nein, naiv und gutgläubig, wie er nun einmal war, musste er natürlich den Einflüsterungen seiner Liebsten folgen und ihr das Obst vom Baum holen. Anschließend, also nach der Vertreibung aus den paradiesischen Poker-Runden, durfte er sich dann vermutlich auch noch von Eva anhören, dass er ihr das ganze Leben verpfuscht habe, und das, obwohl sie ihm ihre Jugend und Schönheit und überhaupt alles andere geopfert habe.

Womit wir bei der dritten und entscheidenden Erkenntnis angelangt wären: Gott kann Fehler machen und Mutter Natur ist ein böses Weib - aber der Dumme ist am Ende immer der Mann!

Diese dritte Erkenntnis schließlich brachte mich dazu, die in diesem Büchlein enthaltenen Geschichten (nahezu frei) zu erfinden. Ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden Personen sind rein zufällig, waren aber natürlich unvermeidlich. Und, das sei zugegeben, auch ein ganz klein wenig beabsichtigt.

Bad Laer, im Januar 2017

Volker Göx

Was dachtest du denn, Schatz?

Viele Jahrhunderte lang erlebten Männer im Herbst ihres Lebens den Zweiten Frühling. Dann erfand man die Psychologie, die Selbstverwirklichung und die Männermagazine – und aus der maskulinen Spätromantik wurde die Midlife-Crisis. Heute weiß man dank intensiver medizinischer Forschung: Auch Männer haben schlicht und ergreifend Wechseljahre. Der Fachausdruck dafür ist »Andropause«, aber um einen entspannten Lebensabschnitt handelt es sich dabei nicht. Ganz im Gegenteil.

Knieschmerz, Silberfäden und kleine Buchstaben

Eines verregneten Neumond-Abends im Oktober schmerzte plötzlich mein linkes Knie. Da ich weder wetterfühlig bin noch unter Mondphasen zu leiden pflege, war es mir ein Rätsel, was die Ursache sein könnte. »Du wirst dich vertreten haben«, diagnostizierte meine liebende Gattin sanft lächelnd und gab mir den Rat, nicht weiter darauf zu achten. Wenigstens die bisher einzige unserer Töchter bedauerte mich ausgiebig, was aber in erster Linie daran lag, dass ich sie wegen meiner Knieschmerzen nicht auf den Schoß nehmen wollte.

Am nächsten Morgen fiel mir beim Blick in den Spiegel eine graue Stelle in meinem ansonsten makellos brünetten Bart auf. Ich hätte schwören können, dass diese am Tag zuvor noch nicht vorhanden gewesen war. Meine liebende Gattin kommentierte die Silberfäden lediglich mit einem knappen »Hab’ dich nicht so, das sieht doch sehr seriös aus« und wandte sich wieder ihrem Frühstück zu. Die bisher einzige unserer Töchter versuchte mich aufzumuntern, indem sie ausgiebig die graue Stelle kraulte, während sie sich verabschiedete, um sich auf den Weg zur Schule zu machen. Ich begab mich ins Bad und wusch meinen Bart. Vergebens. Die graue Stelle blieb. Schweren Herzens beschloss ich, den Vollbart zu opfern und ab sofort Schnäuzer zu tragen.

Einen Tag später entdeckte ich während der Morgentoilette eine ungewöhnlich große Menge ausgefallener Haare im Kamm. Die genauere Untersuchung ergab, dass es sich bei diesen zweifelsfrei um Einzelteile meines eigenen Kopfschmucks handelte. Panik befiel mich. Intensiv kämmte ich so lange weiter, bis keine Haare mehr auszugehen schienen. Anschließend begab ich mich auf leisen Sohlen in mein Arbeitszimmer und begann, die losen Exemplare zu zählen. Als ich bei 107 angekommen war, öffnete meine liebende Gattin die Tür. Der Durchzug fegte die Haare vom Schreibtisch und verteilte sie schön gleichmäßig auf dem Teppichboden.

Eine knappe halbe Stunde später, gleich nachdem ich den Staubsauger in die Besenkammer geräumt hatte, goss ich mir einen Kaffee ein und setzte mich wieder an meinen Schreibtisch. Schon beim ersten Schluck schrie ich laut auf. Wie aus heiterem Himmel hatte einen der oberen Schneidezähne bei der Berührung mit dem Heißgetränk ein heftiger Schmerz durchzuckt. Ich lief in die Küche, holte einen Eiswürfel aus dem Gefrierfach und biss darauf. Der Schmerz blieb.

Mein Zahnarzt nahm mich zum Glück sofort dran. Er schaute mir kurz in den Mund, nickte dann vielsagend und murmelte: »Der muss raus.« Eine Stunde später kehrte ich mit einer dekorativen Zahnlücke versehen nach Hause zurück. Der Zahnersatz sollte spätestens in zwei Wochen fertig sein. Am Nachmittag machte sich die bisher einzige unserer Töchter einen Spaß daraus, ihre Zahnlücken mit meiner zu vergleichen. Ich gewann, weil ich die größeren Zähne habe, und strich ihr die abendliche Familienserie.

Am folgenden Morgen stellte ich fest, dass die Redaktion unserer örtlichen Tageszeitung beschlossen hatte, die Größe der Buchstaben drastisch zu verringern. Ich konnte nichts entziffern. Auf meine Bitte hin erklärte sich meine liebende Gattin – wenn auch widerstrebend – bereit, mir die wichtigsten Artikel vorzulesen. Allerdings litt der Ernst der lokalpolitischen Kommentare erheblich unter ihrem ständigen Gekicher. Als es mir zuviel wurde, holte ich eine Lupe aus dem Schreibtisch unserer Tochter.

Der Sehtest beim örtlichen Brillenmacher meines Vertrauens ergab, dass ich zusätzlich zu der mir angeborenen Kurzsichtigkeit plötzlich unter akuter Weitsichtigkeit zu leiden schien. Der Augenoptiker empfahl mir die Anschaffung einer Gleitsichtbrille, damit lasse sich das Problem umgehend beheben. Die Kosten hielten mich davon ab, sofort eine entsprechende Sehhilfe in Auftrag zu geben. Ich empfahl mich mit dem Hinweis, zuvor noch einen Augenarzt konsultieren zu wollen. Anschließend kündigte ich das Abonnement unserer Lokalzeitung und bestellte ein Blatt mit größeren Buchstaben.

Tags darauf, wir lagen noch im Bett, klingelte in aller Herrgottsfrühe das Telefon. Wilfried und Friederike waren dran. »Herzlichen Glückwunsch!«, schallte es mir durch den Hörer entgegen. Im Hintergrund sang der Nachwuchs unserer besten Freunde zweistimmig und leicht schräg »Happy Birthday«. Meine liebende Gattin hauchte mir einen Kuss auf die Wange.

»Du«, hörte ich Wilfried am anderen Ende der Leitung sagen, »wir haben uns diesmal ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht: ein Jahr kostenlose Mitgliedschaft in der Seniorenmannschaft des Billardclubs. Heute Abend bringen wir die Urkunde mit.« Noch bevor er seine Ankündigung beendet hatte, umarmte mich von hinten die bisher einzige unserer Töchter mit einer Hand. In der anderen hielt sie ein selbstgemaltes Bild, das mich grauhaarig, an Krücken und mit plakativer Zahnlücke zeigte, während ich aus den Händen eines breit grinsenden Augenoptikers meine neue Gleitsichtbrille entgegennahm. Ich sank in die Kissen zurück. Auf dem Weg in die Ohnmacht hörte ich meine liebende Gattin noch fragen »Na, wie fühlt man sich denn so ...« Dann wurde es dunkel.

Als der Wecker klingelte, erwachte ich wie gerädert. Mein erster Blick galt der Uhr. Sie zeigte halb acht. Ein kleines Wunder war geschehen: Mein Knie schmerzte nicht mehr. Wie jeden Morgen lag neben dem Bett die gewohnte Lokalzeitung, die die bisher einzige unserer Töchter bereits aus dem Briefkasten geholt hatte. Alle Buchstaben, auch die kleinsten, waren deutlich zu erkennen. Die Zahnlücke war verschwunden. Ich strich mir über die Haare. Keine losen Exemplare umwehten mich. Mein Vollbart kratzte ein wenig.

Noch vor dem Aufstehen erzählte ich meiner liebenden

Gattin von dem Traum. Sie grinste frech aus ihren Kissen. »Kein Wunder«, sagte sie dann. »Schließlich wird man nicht jeden Tag vierzig. Herzlichen Glückwunsch, Schatz!«

Die größte Erfüllung im Leben aller Eltern ist es, die lieben Kleinen heranwachsen zu sehen. Tag für Tag freut man sich darüber, wie sie aufblühen und gedeihen. Selbst die regelmäßigen kleinen Streiche, die immer wiederkehrenden Trotzphasen und die ständigen »Warums« und »Weshalbs« können diese Freude nicht dauerhaft trüben. Aber kein Glück auf Erden ist vollkommen: Irgendwann kommt dieser eine Tag im Jahr, an dem man das Älterwerden seines Nachwuchses verflucht und sich wünscht, die Gören wären nie geboren.

Volles Programm für die Kids

Vor einiger Zeit stand wieder einmal der alljährliche Kindergeburtstag ins Haus. Die bisher einzige unserer Töchter wurde neun, und das musste natürlich sorgfältig vorbereitet werden. Also berief meine liebende Gattin eine Woche vor dem Festtag eine Sitzung des Familienrats ein, um die Feierlichkeiten zu planen.

Die Erinnerungen an die Kindergeburtstage meiner frühen Jahre sind dunkel, aber angenehm. Also dachte ich an nichts Böses, als meine liebende Gattin vorschlug, wir sollten doch erst einmal Revue passieren lassen, was alles auf den bisher bekannten Kindergeburtstagen gelaufen sei. »Denk mal nach, Schätzchen«, ermunterte sie unsere Tochter, »wo warst du denn überall?«

Spontan fiel der bisher einzigen unserer Töchter natürlich der Geburtstag ihrer besten Freundin Nele ein. »Da war Tanja nach dem Kuchen mit uns allen im Kino.« Ich horchte auf. Kino? Tanja und Dieter, Neles Eltern, geht es zwar recht gut, aber unsere zweitbesten Freunde sind beileibe keine Großverdiener. »... in Ice Age 4«, setzte unsere Tochter noch hinzu und erwähnte beiläufig, dass soeben ein neuer, voll cooler 3D-Film in den Lichtspieltheatern angelaufen sei. Ich wandte ein, dass mir ein Kinobesuch für mindestens acht Gören ein wenig übertrieben erscheine, wurde aber von meiner liebenden Gattin überstimmt: »Etwas Besonderes müssen wir den Kindern schon bieten, das ist so üblich seit einiger Zeit. Kino ist in Ordnung!«

Vage gingen mir Nachmittage mit heißem Kakao, Schokoladen-Wettessen und Schnitzeljagden durch den Kopf. »Und anschließend?«, fragte die bisher einzige unserer Töchter. »Was machen wir nach dem Kino?«