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Livia ist die glücklichste Person. Sie steht kurz vor der Verlobung mit ihrem Freund Tom. Nach einer kleinen Auseinandersetzung verlässt Livia kurz das Haus. Als sie zurückkommt, ist nichts mehr wie es war. Tom wird niedergestochen und liegt schwer verletzt im Krankenhaus. Wer ist der Täter? Und was spielt Simon, Livias Exfreund der seit einigen Tagen wieder im Dorf ist, für eine Rolle? Eigentlich sind Livia und Simon füreinander bestimmt, aber es ist nicht so einfach wie es scheint...
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Seitenzahl: 133
Veröffentlichungsjahr: 2017
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Katrin Burn, Jahrgang 1952, und ihre Tochter Silvia Flühmann, Jahrgang 1979, haben eines Tages beschlossen, zusammen ein Buch zu schreiben. Abwechslungsweise haben sie an dem Roman über Monate geschrieben. Danach blieb das Manuskript lange in einer Schublade liegen bis sie sich entschieden, das Buch zu veröffentlichen. „Was die Zeit bringt“ ist der erste Roman von Katrin Burn und Silvia Flühmann.
Beide Autorinnen leben mit ihren Ehepartnern im Kanton Bern in der schönen Schweiz.
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Kapitel 13
Kapitel 14
Kapitel 15
Kapitel 16
Kapitel 17
Kapitel 18
Kapitel 20
Der Himmel scheint und der Schnee tanzt unaufhaltsam zu Boden. Hie und da landet eine Schneeflocke, die sie kitzelt, direkt auf ihrer Nase. Sie lächelt vor sich hin, heute geht es ihr besonders gut. Sie ist unterwegs zu ihren baldigen Schwiegereltern, denn sie und Tom wollen heute ihre Verlobung bekannt geben. Livia freut sich schon jetzt über die entzückten Gesichter und mit jedem Schritt knistert unter ihr der Neuschnee, der letzte Nacht eingesetzt hatte.
Sie ist völlig in Gedanken, als sie frische Spuren im Schnee entdeckt. Es sind die Spuren einer Katze. Da springt auch schon eine süsse Katze vor ihre Füsse. Die Katze ist weiss mit roten Pfoten. Sie miaut und streicht um Livias Beine. Livia liebt diese Tiere über alles und sie bückt sich um sie zu streicheln.
„Na meine Süsse, hast du kalte Pfoten?“ Livia nimmt die Katze auf ihre Armen und das Tier fängt sofort an zu schnurren.
Sie betrachtet die Katze genauer. Erinnerungen bereiten sich in ihr aus. Die weisse Katze mit den orangen Pfoten.
Es war über zehn Jahre her. Da lernte sie ihn kennen. Die grosse Liebe ihres Lebens. Livia war damals in der Ausbildung zur Tierarztassistentin. Es war an einem Sommertag, kurz vor zwölf. Die Tür zum Behandlungszimmer flog auf und da stand er. Simon. In der Hand trug er die Transportbox und im Inneren maunzte jämmerlich eine schneeweisse Katze.
Für Livia war es Liebe auf den ersten Blick und auch Simon beäugte sie verstohlen von der Seite.
So fing es an. Eine Woche später, als sie Dienstschluss hatte, wartete er vor der Türe auf sie und lud sie zu einem Drink ein. Daraufhin folgten weitere Dates bis es an einem Abend beim gemütlichen Beisammensitzen und einem Glas Rotwein zum ersten Kuss kam. Es war der Himmel auf Erden.
Es kam der Tag an dem sie beschlossen eine gemeinsame Wohnung zu suchen. Sie fanden schnell eine akzeptable Behausung und mit Eifer machten sie sich daran zu renovieren und die Wohnung neu zu streichen. Dabei hatten sie viel Spass und lachten. Als Livia sich mit dem Pinsel voller Farbe umdrehte, da stand Simons Katze, schneeweiss in der orangen Farbe und lief mit vier orangen Pfoten davon. Sie fiel fast von der Leiter vor lauter Lachen und schaute der Katze hinterher wie sie im Flur orange Pfotenabdrücke hinterliess. Zur Erinnerung lessen sie zwei der Abdrücke stehen.
„Miau“, die Katze auf Livias Arm sieht sie mit grossen Augen an und möchte weiter liebkost werden. Livia schreckt aus ihrem Tagtraum auf und weiss erst gar nicht mehr wohin sie will. Nach so langer Zeit ist es das erste Mal, dass sie sich wieder so intensiv an Simon erinnerte. Und daran ist nur diese Katze in ihren Armen schuld. Der Gedanke an Simon macht ihr das Herz schwer, doch nur einen kurzen Augenblick, denn sie erinnert sich wieder, dass sie auf dem Weg zu ihren baldigen Schwiegereltern ist. Die Zeit ist vergangen und sie muss sich beeilen, nicht dass sie noch zu spät zum Essen kommt.
Der Schnee verdichtet sich und Livia läuft schnell vorwärts. Sie blickt zurück, die Katze sitzt im kalten Schnee und schaut ihr nach.
Als sie endlich ankommt, wird sie schon sehnlichst erwartet. Tom nimmt sie in seine Arme und küsst sie auf die Stirn. Bei Tom empfindet sie nicht dasselbe wie damals bei Simon. Mit Simon war jeder Tag aufregend, jeden Tag hatte sie Schmetterlinge im Bauch. Aber an Tom schätzte sie seine Verlässlichkeit, seine Treue und verscheucht den Namen Simon aus ihrem Gedächtnis. Heute ist ihr gemeinsamer Abend und vor ihnen eine gemeinsame Zukunft.
**
Er steht im Flughafenterminal. Seine Flugnummer wird soeben aufgerufen. Er schnappt sich seinen Koffer und steigt ins Flugzeug. Simon freut sich auf seinen Heimflug, zurück in die Heimat, wo er schon vor acht Jahren hätte sein sollen. Er freut sich auf seine Familie, seine früheren Kollegen und entspannt sich im Sitz während sich der Flieger Richtung Rollbahn bewegt. Er hatte viel erlebt in diesen Jahren, war gereift und ein Mann in guter Position im Geschäftsleben geworden. Er lehnt sich zurück und geniesst den langen Flug.
Als er landet und durch das Flughafenterminal läuft, sieht er schon von weitem seinen Vater warten.
„Na mein Junge, wie hast du dich in den letzten Jahren verändert!“
Simon war vor drei Jahren das letzte Mal in Urlaub in seinem Heimatland. Er freut sich und umarmt seinen Vater.
„Und du hast mächtig zugelegt in dieser Zeit“, entgegnet Simon. Er knufft seinen Vater in die Seite und grinst ihn an.
„Wie geht es Mutter?“
„Bestens, abgesehen von ihrem Knie. Sonst wäre sie heute mitgekommen um dich abzuholen.“
„Und was macht meine Schwester? Ist sie immer noch mit diesem Spinner verheiratet?“ Der Mann seiner Schwester ist nicht wirklich das, was man sich für Geschwister wünscht. Er läuft das ganze Jahr barfuss und seinen Bartwuchs hat er kaum unter Kontrolle. Doch irgendwie scheinen sie glücklich zu sein.
„Es geht ihr den Umständen entsprechend gut.“
Simon schaut verwirrt. „Was meinst du damit? Sie wird doch nicht etwa schwanger sein von diesem Robinson Crusoe?“
„Und ob“, entgegnet sein Vater, „ich frage mich langsam, wann es bei dir endlich soweit ist?“
Auch das noch. Von den älteren Kinder erwartet man immer als erstes so ein Phänomen, dabei ist Simon ungebunden, abgesehen von ein paar Liebeleien, die er hatte. Die Richtige hat er halt bis jetzt noch nicht gefunden oder wieder verloren. Er denkt an die Zeit mit Livia zurück.
Er war verrückt nach ihr. Sie hatten damals gerade ihre erste gemeinsame Wohnung gemietet und dachten nichts könne sie auseinander bringen. Bis er diesen Job im Ausland annahm. Drei Jahre waren eine lange Zeit, besonders wenn man noch so jung war wie sie damals. Doch er glaubte fest daran, dass nichts und niemand diese Beziehung zerstören konnte. Sie waren jung und naiv, schrieben sich jede Woche Briefe, telefonierten. Doch die Distanz zerfrass mit der Zeit die Gefühle. Livia war ihm vor egoistisch zu sein, dass er sie so lange Zeit alleine liess und es gab immer öfters Streit zwischen ihnen. Er sagte oft zu ihr, sie solle doch nicht so zickig sein, denn schliesslich mache er dies um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Ihm wurde eine Verlängerung seines Aufenthalts angeboten und er beschloss, dass es an der Zeit war seine Liebe loszulassen. Sie waren zu jung, um über Jahre eine Fernbeziehung zu führen und er meldete sich immer spärlicher bei ihr bis auch die letzten Telefonate zwischen ihnen verstummten. Diese Zeit war für ihn nicht leicht und er fragte sich noch oft, was wäre wenn der Kontakt nicht abgebrochen wäre.
„Träumst du?“, sein Vater rüttelt ihn sanft an der Schulter. „Ja, irgendwie schon. Ich bin einfach überwältigt wieder zurück zu sein, für immer.“ Er verdrängt seine Gedanken an Livia und geht freudigen Schrittes mit seinem Vater nach Hause.
**
Livia sitzt gemütlich mit ihrer und Toms Familie auf dem Sofa. Sie hat nicht erwartet, dass auch ihre ältere Schwester anwesend ist. Das stört sie eigentlich nicht im Geringsten, nur dieser Typ, der neben ihrer Schwester sitzt, kennt sie überhaupt nicht. Und so einen will sie unter keinen Umständen dabei haben, wenn sie ihre Verlobung bekannt geben wird. Livia startet einen Angriff auf den Störefried.
„Hi, wer bist du?“
Der Typ schaut sie an und grinst über das ganze Gesicht.
„Ich bin Sven, der neue Freund von Claudia, deiner Schwester nehme ich an, oder?“
„Ach so, tja dann herzlich willkommen. Ich bin Livia.“
Während sie sich alle unterhalten, linst dieser Sven ziemlich oft in Livias Richtung. Livia bemerkt von all dem nichts, denn sie ist in Gedanken schon bei ihrer Rede, doch irgendwie ergibt sich nie der richtige Zeitpunkt. Sie ist genervt und geht nach draussen eine Zigarette rauchen. Sie ist noch keine zwei Minuten allein, da steht auch schon dieser Looser von ihrer Schwester neben ihr. Claudia ist einwenig flatterhaft, denn Sven ist jetzt schon der dritte Freund innerhalb der letzten drei Monaten und sieht kein bisschen intelligenter aus als ihre letzten Affären.
„Was dagegen wenn ich eine mitrauche?“, fragt Sven.
„Nee, warum auch“, und er setzt sich neben Livia auf die Bank. Sven grübelt in seiner Jackentasche herum bis er findet was ersucht und dreht sich einen Joint.
Livia traut ihren Augen nicht.
„Muss das sein?“
„Klar, so was brauche ich um spiessige Familienfeiern zu überstehen. Keine Ahnung warum mich deine Schwester unbedingt mitschleppen wollte.“
Drinnen ist es behaglich warm. Ein Feuer knistert im Kamin und die gelb-roten Flammen züngeln gierig nach oben. Bernhard, kurz Bernd genannt, der Vater von Tom sitzt in einem riesigen Ohrensessel und stopft sich gemütlich eine Pfeife. Schon lange hat er aufgehört sich Gedanken über sein Gewicht zu machen, natürlich wären ein paar Kilo weniger besser und auch gesünder, aber er liebt das Leben mit all seinen kulinarischen Genüssen eben mehr.
„Auch ein Gläschen Weisswein?“ mit diesen Worten empfängt er seine Frau, die eben aus der Küche kommt.
„Ja, gerne.“
Er schenkt ihr ein Glas von diesem herrlichen Wein ein, den sie letztes Jahr von ihrer Ferienreise nach Sardinien mitgebracht haben.
„So, nun sind wir ja komplett, aber wo ist Livia?“
„Ich schaue mal nach ihr“, sagt Tom und erhebt sich von seinem Sitz.
Im gleichen Moment geht die Terrassentüre auf und Livia stürmt hinein.
„He, he, wo brennt‘s denn“, sagt Tom und lacht dabei.
Livia raunt ihm zu: „Komm, ich muss dir etwas sagen“ und zieht ihn dabei in den Korridor hinaus.
„Du bist ja ganz durcheinander, was hast du?“
„Dieser Typ da von meiner Schwester, also ehrlich, der dreht sich doch tatsächlich ein Joint draussen auf der Bank. Ich kann den nicht ausstehen, und ich will auf keinen Fall, dass er dabei ist, wenn wir unsere Verlobung bekannt geben.“
„So schlimm?“ fragt Tom und streicht ihr dabei eine Strähne aus dem Gesicht.
„Schlimmer, der Typ gefällt mir gar nicht.“
Nun ist guter Rat teuer. Tom schaut etwas betreten und weiss im Moment auch nicht wie das jetzt weitergehen soll.
„Komm, beruhige dich doch, der Typ geht uns doch gar nichts an. Du kennst doch deine Schwester, in ein paar Wochen ist der sowieso wieder von der Bildfläche verschwunden.“
Livia ist nicht zu beruhigen, irgendetwas hat in ihrem Innern eine Alarmglocke ausgelöst.
**
„Was du fährst immer noch deinen alten Opel?“
Simon läuft neben seinem Vater zum Parkplatz, wo er schon von weitem den alten Opel Ascona stehen sieht.
„Ja natürlich, was denkst du denn, der fährt noch wunderbar, und ein neues Auto brauche ich nicht.“
Sein Vater ist eben der Meinung, dass Alter und Aussehen eines Autos keine Rolle spielt, Hauptsache er fährt. Was haben sie früher oft über dieses Thema diskutiert. Simon, der schnelle und schöne Autos liebt. Aber gerade das macht es doch sympathisch, gegenteiliger Meinung sein und doch ein Herz und eine Seele. Sie lachen und klatschen sich die Hände. Dann öffnet er die Hecktüre und Simon hievt seine Koffer hinein.
Ja, praktisch ist er schon, so ein Kombi, denkt er und schliesst die Türe zu.
Die Fahrt nach Hause ist nicht lang und schon bald biegen sie in die vertraute Quartierstrasse ein, in der ihr Haus steht. Hier ist Simon aufgewachsen, er liebt diesen Ort, obwohl ihm heute alles viel kleiner als früher vorkommt. Hier ist er zum ersten Mal auf seinem Dreirad die Strasse runter gekurvt, später mit dem Velo, das er von seinem Onkel zum Geburtstag bekommen hat. Wie oft ist er auf der Nase gelandet und hat sich den einen oder anderen Kratzer geholt.
Vor der Garage hält der Vater an. Simon, der drei Jahre nicht mehr zu Hause war, läuft auf seine Mutter zu, die unterdessen unter der Haustüre steht und umarmt sie.
„Herzlich Willkommen zu Hause, mein lieber Sohn, endlich bist du wieder da, und jetzt bleibst du hoffenlich eine Weile bei uns.“
„Ja, Mutter, ganz bestimmt bleibe ich eine Weile bei euch, wenigstens so lange, bis ich eine eigene Wohnung gefunden habe, aber von diesem Ort gehe ich vorläufig nicht mehr weg.“
„Dann kommt rein, es gibt gleich Essen.“
Der Vater, der inzwischen den Koffer ausgeladen hat, schliesst sich ihnen an.
**
Nun sitzen sie alle um den Tisch und geniessen die feine Lasagne, die von Linda, der Mutter von Tom, mit viel Liebe zubereitet wurde. Eine ihrer Spezialitäten und Livias Lieblingsessen. Die beiden Familien kennen sich schon eine Weile und ab und zu geniessen sie zusammen ein feines Essen. Na ja, dass heute auch noch die Schwester von Livia dabei ist und Sven, ihr neuer Freund, ist eher aussergewöhnlich. Das Gespräch plätschert so vor sich hin, irgendwie will kein richtiges Thema aufkommen. Livia schielt zu Sven, der schräg gegenüber sitzt. Sie hat sich immer noch nicht beruhigt und will auf keinen Fall irgendetwas über die bevorstehende Verlobung sagen. Allmählich merkt das auch Tom, denn sie haben vereinbart, dass Livia das Wort ergreift. Der gute Tom will nichts verderben und hält den Mund, was Livia nur recht ist. Niemand ahnt, dass sie alle noch einmal an diesen Abend zurückdenken werden.
Als die Zeiger der Uhr langsam gegen Mitternacht gehen, verabschieden sie sich ohne dass das Wort Verlobung gefallen ist. Livia läuft mit Tom in die Nacht hinein. Ihre Schwester und Sven steuern zum Auto und Sven ruft ihnen zu:
„Hey wartet doch, wir nehmen euch mit.“
Oh nein, nur das nicht, denkt Livia und ruft zurück:
„Danke nein, wir gehen lieber zu Fuss.“
Tom, dem das nasskalte Wetter und der leichte Schneefall nicht sehr behagt, wäre lieber mitgefahren.
„Warum können wir uns nicht nach Hause bringen lassen“ will er von Livia wissen.
„Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich ins gleiche Auto, wie dieser Typ steigen werde.“
Nun wird Tom langsam etwas ungehalten.
„Was zum Teufel ist den in dich gefahren, du bist doch sonst nicht so zickig.“
Zickig, das hätte er jetzt besser nicht gesagt. Livia, die heute schon einmal, nach sehr langer Zeit, wieder an Simon gedacht hatte, kämpft plötzlich mit den Tränen.
Oh verdammt, jetzt nur nicht weinen, denkt sie. Der Abend sollte doch ganz anders verlaufen, was ist nur geschehen. Schweigend gehen sie nebeneinander her.
**
Simon streckt sich behaglich auf dem Bett in seinem ‘alten‘ Zimmer aus. Er ist völlig satt von dem guten Essen und eigentlich auch recht müde von der Reise. Langsam dämmert er so dahin und seine Gedanken kreisen schon wieder um Livia. Irgendwie hat das mit der Umgebung zu tun, denkt er noch und schläft ein.
Er ist in der Wohnung, die er mit Livia gemütlich eingerichtet hat. Im Flur sieht er ganz deutlich zwei orange Pfotenabdrücke. Unsere Katze, ja wo ist sie denn. Er ruft nach ihr und tatsächlich kommt sie und springt auf seinen Schoss. Die Wohnungstüre geht auf und Livia kommt, noch etwas ausser Atem vom Treppensteigen, von der Arbeit.
„Simon, bist du da?“
„Ja, im Wohnzimmer, hallo Schatz.“
Sie kommt herein, küsst ihn, streicht der Katze übers Fell und lässt sich neben Simon nieder.
„Puh, das war wieder ein Tag in der Tierarztpraxis. Manchmal hat man den Eindruck alle Tiere müssten sich
