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Was es ist, der Weg zum Mee(h)r, ist eine Geschichte von Karin Lakics, die ihre eigene Traumerfüllung erzählt: Am Meer zu leben. Dieser Weg führt sie zu ihrem größten Abenteuer - zu sich selbst und zum eigenen Mehr. Ob sie sich ihren großen Traum erfüllen kann, lesen Sie selbst. Zitat aus dem Buch: 'Also nenne ich mich ab heute Forscherin der Durchlässigkeit im eigenen Körper und das Buch ist einfach eine Geschichte, die sich daraus geschrieben hat. Es ist eine Geschichte, die zeigt: Lebe deinen Traum, richte deine Segel in den Wind und segle los! Nimm' das Steuerrad wieder selbst in die Hand. Der Polarstern oder das Kreuz des Südens begleiten dich und helfen dir dabei. Sei mutig und folge deinem Herzen, denn es kennt den Weg!' In diesem Sinne, viel Freude beim Lesen!
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Seitenzahl: 88
Veröffentlichungsjahr: 2017
Karin Lakics
Der Weg zum Mee(h)r
© 2017 Karin Lakics
Verlag und Druck: tredition GmbH, Grindelallee
188, 20144 Hamburg
Lektorat: Karin Leherbauer
ISBN
Paperback:
978-3-7439-7764-8
Hardcover:
978-3-7439-7765-5
e-Book:
978-3-7439-7766-2
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Für all’ die wunderbaren Menschen, die mir gehol-fen haben durch ihre Unterstützung, ihre Zweifel und ihr Dasein und Nicht-Dasein, meinen Weg zu gehen. Der Mensch zu werden, der ich heute bin.
Die Spiegel im Außen, die dein Innerstes reflektie-ren, auch wenn sie selbst gewählt sind!
Danke Euch allen, dass ihr die Rollen angenommen habt! Ich bin in mir angekommen und habe mein Mee(h)r gefunden. Daraus ergibt sich ein neuer Weg, eine neue Welle, die es zu surfen gilt. Alles ist Schwingung und alles ist Bewegung. So wie das Meer. Alles ist mit allem verbunden. Stillstand ist der Tod und auch das ist in dem Moment bloß eine Zäsur für eine neue Schwingung, eine neue Form.
Warum das alles? Warum wollte ich jetzt auf einmal schreiben und dann am besten gleich einen Bestseller, doch bitteschön worüber? ‚Schreib’ einfach mal drauf los, dann entsteht schon etwas . . .’, der Rat eines guten Freundes.
Ich nehme mir damit einfach heraus, schreiben zu können. Ich bin ein Mensch, der sich selbst und das, was um ihn herum passiert wahrnimmt, hinter-fragt, überdenkt und nach getroffener Entscheidung das eigene Tun verändert. Das ist mein Beitrag für diese Welt.
Einige Menschen um mich herum meinten: ‚Und ge-nau das schreibe auf. So wie du Geschichten erzählen kannst, unterhältst du die Menschen und ganz nebenbei erzählst du ihnen dadurch etwas, das ihnen in ihrem Leben vielleicht weiterhelfen kann.
Aber das erklärt noch nicht, warum ich auf einmal oder endlich, ohne große Vorkenntnisse, zu schreiben beginnen wollte – jetzt mit 44 Jahren. Ja eh, Mut tut gut und Größenwahn ist kurzfristig als Startschuss wunderbar.
Ganz ehrlich: schreiben wollte ich immer schon. Mein ursprünglicher Studienwunsch, nachdem ich mich an die Schauspielerei nicht herangewagt hatte, war Theaterwissenschaften und Publizistik. Doch dazu kam es nie. Warum nicht, dazu mehr in dieser Geschichte.
Ich habe schon immer geschrieben: Reisetagebücher, Gedichte – für mich oder für meine Liebsten.
Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal so einen Anflug, nach meiner Weltreise 2003. Da begann ich einen Familienroman über den Pavani-Clan – diese Geschichte habe ich begonnen und sie ist bis jetzt unvollendet.
Dann war die Idee da, eine Kindergeschichte zu schreiben, die wartet auf irgendeinem alten Computer auf ihre Überarbeitung, fertiggeschrieben und illustriert zu werden.
Bei den Hörbüchern mit Caroline Hofer hat sie die Texte verfasst. Wir haben die Texte gemeinsam gesprochen, die Sounds kamen von Jens Döring und die Fotos von mir.
Und ja okay, ich habe gemeinsam mit Katharina Saminger ein Pilatesbuch geschrieben und den Text für meine Pilates-DVD. Doch das Handwerk ‚Schreiben’ habe ich nie erlernt und einfach so eine Geschichte zu schreiben, dazu haben mir bis jetzt der Mut, das Durchhaltevermögen, die richtige Geschichte, die Zeit und die richtigen Menschen, die mich dabei unterstützen, gefehlt.
Diese Voraussetzungen sind jetzt alle gegeben, das ist der Status quo. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!
Wenn man einmal eine innere Entscheidung getroffen hat, aus tiefstem Herzen und Überzeugung – einfach, weil man an sich glaubt – sich zutraut, es einfach zu tun, dann schaffen sich um dich ganz automatisch wie durch Zauberhand die Rahmenbedingungen, die du für deine Umsetzung benötigst. Es geht dabei in keiner Weise um Erfolg oder Scheitern. Du spürst einfach, dass etwas aus dir heraus will – geboren werden möchte.
Aus diesem inneren Entschluss hatte es sich, meiner Meinung nach, ergeben, dass ich mir im Juli 2016 für zwei Wochen alleine ein Haus in der Toskana gemietet hatte. Einerseits um mit mir zu sein und eben, um endlich zu schreiben. Das hat ganz gut funktioniert, den Bann zu brechen und einfach mal irgendwo zu beginnen, ohne Plan.
Einen Schreibrhythmus zu finden war anfangs nur durch Disziplin möglich. Ich schrieb zwischen zwei und fünf Stunden jeden zweiten Tag, die übrigen Tage machte ich Schreibpausen, hatte aber immer ein Notizbuch für Einfälle oder Umformulierungen dabei. Egel wo ich gerade war, ob am Strand, in einer mittelalterlichen Stadt oder in der Hängematte, wahlweise an zwei Olivenbäume oder zwei Pinien gebunden.
In der ersten Woche war der Schreibtag noch Überwindung und in der zweiten Woche fruchtete das Durchhalten der Vorwoche und die Freude zu schreiben tat einfach gut. Es wurden zwölf A4-Seiten, die in diese Geschichte einfließen und die Grundidee dieses Buches sind.
Warum wollte ich gerade in der Toskana mit dem Schreiben beginnen, genauer gesagt in der Maremma? Die Auflösung folgt ebenso in der Geschichte.
Bevor ich dort war, wusste ich aus irgendeinem Gefühl heraus, dass an diesem Ort etwas auf mich wartet und deshalb zog es mich dorthin. Mehr wusste ich nicht.
Warum ich mir ein Haus am Meer mietete, dieser Grund ist einfach erklärt: Ich wollte schon immer am Meer leben und bin in vielen Gegenden an Meeren gewesen, um die Kombination aus Landschaft und Meer zu finden, die mir bei meiner Ankunft gemeinsam zurufen: ‚Schön, dass du endlich da bist – wir habe dich schon erwartet. ’ Die mir dann sagen: ‚Setz’ dich zu uns und genieße dich und damit die Welt.’
Und bei mir das Gefühl aufkommt ‚ah – angekommen!’ Einfach durch das Dortsein und mit mir sein, fühle ich mich zu Hause und geerdet.
Das Buch beschreibt diesen Weg in mein ganz persönliches Glück und der Erfüllung eines Traumes: Mein Haus in der Maremma und der Blick auf’s Mee(h)r!
Als Zweijährige tauchte ich immerzu mit offenen Augen im Chlorwasser des Strandbades Baden, obwohl ich noch nicht schwimmen konnte.
Jetzt als Erwachsene sage ich, ich wollte das Wasser schon damals nicht nur über seine Oberfläche wahrnehmen, sondern tief eintauchen in dieses Element, um mich auf diese Weise damit zu verbinden. Das war so beglückend und im Positiven berauschend. Es war so unglaublich leicht sich unter Wasser zu bewegen, mit dem Wasser zu schwimmen war damals für mich Geborgenheit, Leichtigkeit, Grenzenlosigkeit und Unbeschwertheit. Es gab keine Regeln, außer die des Luftholens und das konnte minimiert werden.
Ich glaube dieser Wunsch des Eintauchens sagt überhaupt sehr viel über mich aus. Heute noch möchte ich eine Situation, eine Begegnung, einen Sonnenuntergang in seiner ganzen Tiefe und Einzigartigkeit spüren und mit allen Sinnen wahrnehmen.
Für meine Mutter machte damals diese Form des ‚Sichverbindens’ vor allem Angst. Logischerweise hatte sie Angst, dass sich ihr Sonnenschein, ihr lebensfroher Wirbelwind – kaum auf der Welt– gleich wieder verabschiedet und schlicht und ergreifend ertrinkt! Sehr verständlich aus ihrer Sicht, aus meiner ganz und gar nicht. Mich störten diese Unterbrechungen meines unbeschwerten Glückserlebnisses! Wofür brauche ich bitte Schwimmflügerl, damit kann man ja nicht tauchen!
Meine Mutter, von Natur aus praktisch veranlagt, heute würde man lösungsorientiert sagen, steckte mich gleich einmal in einen Schwimmkurs eines Bekannten der Familie. Da ich mit Abstand die jüngste Teilnehmerin war, offiziell zu jung für einen Schwimmkurs, war ich von Anfang an das Küken und der ‚Augenstern’ des Schwimmlehrers. Diese Freude, am und im Wasser zu sein und dabei keinerlei Angst vor dem kühlen Nass zu empfinden, erfreute und faszinierte ihn gleichermaßen. Ich war wild und ungestüm und er lenkte meine Faszination liebevoll in Schwimmbahnen. Er lehrte mich zwar das Schwimmen, doch wenn wir nicht übten, dann tauchte ich weiterhin die ganze Zeit. Eben ein Fisch im Wasser!
Doch er hatte Vertrauen zu mir und wusste, dass mir nichts passieren würde. Wer in seinem Element ist, dem kann einfach nichts passieren.
Dadurch, dass ich jetzt offiziell schwimmen konnte, hatte ich quasi den Freibrief bei meiner Mutter.
So gesehen ist das ein gutes Prinzip, wenn ich jetzt darüber nachdenke. Ich lerne für mich etwas Neues, etwas, das mir in Zukunft helfen wird, weil es die künstlich erstellte Struktur des Zusammenlebens verlangt, erwartet oder einem vorschlägt, um mitspielen zu können. Ich denke und fühle mich ein, lerne und verbinde das Ganze mit meiner eigenen universellen Wahrnehmung, wäge ab und lebe dann schlussendlich die Form, die für mich am stimmigsten ist aus meiner persönlichen Überzeugung heraus.
Damit verbiege ich mich nicht für andere, kann an der Gesellschaft und ihren Vorgaben teilhaben, in dem Maße, wie es mir guttut. Wie viel das dann ist, liegt in meinem persönlichen Ermessen. Das entscheide ich immer wieder aufs Neue. Damit bin ich in der Liebe zu mir selbst und gleichzeitig in der Liebe mit anderen. Diese Freiheit nehm’ ich mir!
Eine Institution: das Strandbad in Baden
Das Strandbad aus der Jahrhundertwende war im Sommer, ist es wahrscheinlich heute noch, das verlängerte Wohnzimmer der meisten Badener Familien und damals auch für viele einziges Urlaubsdomizil. Sätze wie, ‚Ins Strandbad gehen’ oder ‚Treff’ ma uns eh im Strandbad’ waren quasi ‚Codes’, die von Generation zu Generation weiter-gegeben wurden.
Am Morgen, wenn noch alles ruhig war, konnte man entspannt seine Bahnen im Sportschwimmbecken ziehen. Danach ein einfaches Frühstück inmitten eines mediterranen Flairs durch die Architektur des Bades und verstärkt durch Palmen und das Grün des Helenentals im Hintergrund mit vereinzelten Schirmföhren. Baden ist auf einem ehemaligen Meeresboden erbaut und die Hügel des Wienerwaldes waren die Küsten. Diese Energie spürt man bis heute.
Das Wort ‚Strandbad’ bezieht sich auf den Strand, der damals aus echtem Sand von der Adria be-stand. Dieser wurde in zwei große, ich schätze 20x10 Meter betonierte Vierecke links und rechts vom Hauptweg gefüllt. Ein Paradies für Kinder! Dahinter lagen zuerst die Schwefelbecken, in denen man stehen konnte und danach die zwei gechlorten Schwimmbecken mit dem Sprungturm.
Unzählige Badener verbrachten auch ihre Mittags-pause, die damals bei Geschäften bis zu vier Stun-den betrug, im Bad. Sie kamen auf eine kurze Abkühlung ins erfrischende Nass, auf ein kurzes Nickerchen im angrenzenden Park oder um sich am Sonnendach nackt bräunen zu können.
Später im Gymnasium lernte ich im Bad für meine Matura und es war Treffpunkt für alle weiteren Unternehmungen mit den Freunden und der Clique. In dieser Zeit war es immens wichtig, wo man im Strandbad lag und sich aufhielt. Ja, Sie haben rich-tig gelesen!
