6,99 €
Der Weg des Herzens ist ein Weg des Erwachens, der auf Grundlage der Geistigen Gesetze aus dem Kybalion, dem Herzstück der hermetischen Philosophie, entwickelt wurde. Er beruht damit auf einer geistigen Tradition, welche als Quelle aller Weisheit und Religion in unserer Welt angesehen werden kann. Im Weg des Herzens ergänzt Gundula Puran Sukh Schatz die überlieferten sieben Geistigen Gesetze durch zwei weitere bis dato mutmaßlich nur mündlich weitergegebene Prinzipien und versieht sie mit praktischen Übungen aus dem Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan. So ergibt sich ein von allen Menschen begehbarer spiritueller Weg, der bei regelmässiger und ernsthafter Praxis das Bewusstsein transformieren und zu einer erweiterten Wahrnehmung der Wirklichkeit führen kann. Der Weg des Herzens ermöglicht uns Leiden, Ängste, Krankheiten und Depression zu überwinden und ein Leben in bedingungsloser Freude, Dankbarkeit und Hingabe zu leben.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 194
Veröffentlichungsjahr: 2015
www.tredition.de
Über die Autorin
Gundula Puran Sukh Schatz beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit Naturwissenschaften und Weisheitslehren. Nach Abschluss ihres Universitätsstudiums war sie mehr als 10 Jahre in Wirtschaft und Politik tätig.
Mit Waldzell schuf Gundula Schatz ein internationales Dialogforum zur Integration von Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft und Spiritualität, wo sich Referenten wie Seine Heiligkeit, der Dalai Lama, Paulo Coelho, Isabel Allende, Frank Gehry, Christo und zahlreiche Nobelpreisträger mit Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik trafen.
Heute führt sie gemeinsam mit Ihrem Partner Sadhana Singh das Waldzell Leadership Institut und betreibt die Yoga Akademie YOGA VEDA mit Sitz in der Schweiz. Mit ihrer probono Initiative Architects of the Future unterstützt sie seit 2005 junge Sozialunternehmer aus allen Teilen der Welt.
Gundula Puran Sukh Schatz ist Diplom-Lebensmittel- und Biotechnologin, Yogalehrerin des Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan sowie des integralen Yoga nach Swami Sivananda und Yogatherapeutin ausgebildet bei Guru Dharam Khalsa.
Gundula Puran Sukh Schatz
Weg des Herzens
Die Gesetze von Geist, Materie und Liebe
www.tredition.de
© 2015 Gundula Puran Sukh Schatz
Umschlag, Illustration: Dieter Telfser
Fotos Innenteil: ©2015 iStockphoto by Getty Images
Lektorat, Korrektorat: Nathalie Üstünay
Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN
Paperback
978-3-7323-4116-0 (Paperback)
Hardcover
978-3-7323-4117-7 (Hardcover)
e-Book
978-3-7323-4118-4 (e-Book)
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Danksagung
Die Geistigen Gesetze
Einleitung
Das Kybalion
Die Hermetische Philosophie
Die 7 Geistigen Gesetze aus dem Kybalion
1. Das Gesetz der Geistigkeit
2. Das Gesetz der Entsprechung
3. Das Gesetz der Schwingung
4. Das Gesetz der Polarität
5. Das Gesetz des Rhythmus
6. Das Gesetz von Ursache und Wirkung
7. Gesetz der Geschlechtlichkeit
Weg des Herzens
Einleitung
Der Schlussstein der Pyramide
8. Gesetz der Neutralisation
Der neutrale Geist
Das Wesen der wahren Identität
Die Bedeutung des Jetzt
9. Gesetz der Liebe
Liebe – die Nicht-Dualität
Die Wissenschaft der Liebe
Merkmale der menschlichen Liebe
Merkmale der bedingungslosen Liebe
Der gelebte Aspekt bedingungsloser Liebe
Der Stein der Weisen
Die Magie des Herzens
Der Weg zur bedingungslosen Liebe
Ein Weg des Erwachens
Geist, Materie und Liebe
Der Kreislauf der Schöpfung
Weg der Mitte - Weg des Herzens – Weg der Wahrheit
Weg des Erwachens
Praxisteil
Wozu eine spirituelle Praxis?
Wichtige Faktoren der spirituellen Praxis
Etappen in der spirituellen Entwicklung
Ort, Zeit und Dauer
Meditationen zum Weg des Herzens
1. Gesetz der Geistigkeit
2. Gesetz der Entsprechung
3. Gesetz von Ursache und Wirkung
4. Gesetz der Schwingung
5. Gesetz der Polarität
6. Das Gesetz des Rhythmus
7. Gesetz der Geschlechtlichkeit
8. Gesetz der Neutralisation
9. Gesetz der Liebe
Weiterführende Informationen
Kontakt zur Autorin
Literaturverzeichnis
Vorwort
Lange habe ich mir überlegt dieses Buch zu veröffentlichen. Schien es mir gar zu anmaßend dem Herzstück der hermetischen Philosophie, dem Kybalion aus den legendären Smaragdtafeln, noch etwas hinzufügen zu wollen. Doch die Freude darüber, dass durch diesen Schritt das altehrwürdige und meiner Meinung nach völlig zu unrecht kaum bekannte Meisterwerk wieder etwas mehr in den Blickwinkel der Öffentlichkeit geraten könnte, bewogen mich schließlich dazu diesen Schritt zu wagen. Auch die Zeit, in der wir uns nun befinden - der Anbruch des Wassermannzeitalters - in dem nicht zuletzt das Christusbewusstsein in uns allen erwachen sollte, trug seinen Teil zu meinem Entschluss bei.
In diesem Buch beschreibe ich zwei zusätzliche Gesetze, die meinen Forschungen zufolge Teil der Geistigen Gesetze aus dem Kybalion sind, aber bis dato niemals in schriftlicher Form aufgezeichnet wurden, sondern lediglich in mündlicher Tradition vom Meister an ausgewählte Schüler weitergegeben wurden. Dies, weil die Zeit bisher noch nicht reif dafür war, sondern dieses Wissen erst nun, im Zeitalter des Wassermanns, öffentlich bekannt werden sollte. Diese beiden zusätzlichen Gesetze, das 8. und 9. Gesetz, erweitern mit einer zusätzlichen Änderung der Reihenfolge an einer Stelle die Geistigen Gesetze aus dem Kybalion zu einem Weg des Erwachens. In dieser vollständigen Form beschreiben die Geistigen Gesetze in wunderschöner und praktischer Weise, wie sich aus dem Geist die Materie ergießt und wie wir aus der Materie, aus dem Bewusstsein der Dualität, wieder zurück in die göttliche Einheit gelangen können.
Nun, wie kam es dazu, dass mir diese beiden „verschollenen“ Gesetze bekannt wurden? Dazu muss ich ein klein wenig ausholen. Im Jahr 2008 wachte ich nach einem kleinen chirurgischen Eingriff nicht mehr auf und befand mich hierauf einige Wochen im Koma. Meine Überlebenschancen wurden vom behandelnden Arzt mit kaum existent eingestuft.
Doch viele „Zufälle“ führten dazu, dass ich wieder erwachen sollte. Mein körperlicher Zustand war jedoch extrem schlecht und ich benötigte einige weitere Operationen, um die gravierenden Schäden des langen Komas zu beseitigen. Die Meinung der Ärzte war, dass ich aufgrund dieser Schäden wohl kaum wieder ein normales Leben führen können würde. Doch all dies belangte mich gar nicht, denn mir war klar, ich komme wieder, weil ich hier noch einen „Auftrag“ habe. Und dieser wurde mir auch während meines Aufenthaltes in den anderen Ebenen des Seins mitgeteilt. Mir war klar, ich müsse nur vertrauen und die Klarheit meines Geistes sowie die Kraft der Liebe würden mich wieder heilen. Genauso kam es dann auch.
Wenige Monate nachdem ich das Krankenhaus wieder verlassen konnte und einigermaßen Kraft geschöpft hatte, begegnete mir auf einem Seminar von Eveline Stalzer, von welcher ich viel lernen durfte, eben dieses besagte Kybalion aus der hermetischen Philosophie und die in ihm beschriebenen 7 Geistigen Gesetze. Sofort spürte ich, dass ich mit diesem Thema etwas zu tun hatte. Alles, was ich hier hörte, kam mir vollkommen bekannt vor und ich fühlte eine unglaubliche Nähe, Faszination und Bewunderung für diese Gesetze.
So begann ich mich tiefer mit der Materie zu beschäftigen, las alle Bücher und Schriftstücke, die ich zu dem Thema finden konnte – viele waren es zu dieser Zeit ja noch nicht. Bei meinen Forschungen stieß ich schließlich auf einen Hinweis, dass es ursprünglich noch zwei weitere Gesetze gab, es also insgesamt 9 waren und nicht 7, die beiden fehlenden aber niemals schriftlich aufgezeichnet, sondern nur von Mund zu Mund in geheimer Tradition von Meister zu Schüler weiter gegeben wurden. Mir war augenblicklich klar, dass dies stimmte und ich diese beiden fehlenden Gesetze auffinden sollte. So kreisten meine Gedanken in den folgenden Wochen stetig um diese Frage. Ich kontemplierte und meditierte viel darüber. Bei einem Spaziergang am Meer in Griechenland fiel es mir wie Schuppen von den Augen welche diese beiden fehlenden Gesetze sein mussten.
Wieder zu Hause schrieb ich sie sofort auf, fügte die 7 bekannten Gesetze dazu und kontemplierte abermals intensiv darüber. Dabei fiel mir auf, dass auch die ursprüngliche Reihenfolge der 7 bekannten Gesetze nicht stimmen konnte. An einer Stelle war die Abfolge vertauscht – wurde dies bewusst oder unbewusst so gemacht – ich wusste es nicht. Es war mir auch nicht sonderlich wichtig, denn so überwältigt war ich von dem, was sich nun meinen Augen bot: Die neue Reihenfolge und die beiden zusätzlichen Gesetze ergaben nicht weniger als einen Kreislauf der Schöpfung. In glasklaren, wunderschönen 9 Schritten zeigen die Geistigen Gesetze in dieser Form den Weg, wie sich aus dem göttlichen Geist die Materie (der Schöpfungsakt) ergießt und sich dann wieder aus der Materie in den göttlichen Geist zurückzieht. Wie also aus der Einheit, dem göttlichen Ursprung, die Zweiheit – aus ihr die vielen Dinge, wie es so schön im Tao geschrieben steht – und aus der Zweiheit, der Polarität, über die beiden fehlenden Gesetze wieder der Weg zurück in die Einheit vollzogen werden kann.
Noch im Taumel meiner Begeisterung und in Anbetung der Schönheit und Vollkommenheit des Schöpfungsaktes und seiner Beschreibung in den 9 Geistigen Gesetzen suchte ich Eveline Stalzer, die auch ein bekanntes Channel-Medium ist, auf und berichtete ihr von meinem Fund. Ich bat sie, mit ihren Mitteln der Einsicht in die geistigen Welten nachzuprüfen, ob dies stimmen konnte. Sie ging meiner Bitte nach und zu ihrer eigenen Verblüffung stellte sie fest, dass ich recht hatte – sowohl mit den zwei zusätzlichen Gesetzen als auch mit der Änderung in der Reihenfolge.
In den Folgejahren begann ich Seminare über dieses Thema zu halten. Nach einigen Jahren entstand dann der Wunsch in mir, dieses Wissen über die Veröffentlichung eines Buches einem größeren Kreis von Menschen zugängig zu machen. In diesen Jahren des Lehrens der Geistigen Gesetze tauchte ich auch tief in die Praxis des Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan, einer über 7000jährigen spirituellen Disziplin, die ehemals Königen vorbehalten war, um sie emporzuheben und in ihrer großen Verantwortung zu unterstützen, ein. Der unfassbare Schatz an präzise und höchst effizient wirkenden Meditationen zur Transformation des Bewusstseins, über den diese spirituelle Tradition verfügt, gab mir den Impuls, zusätzlich zu dem theoretischen Wissen über die Geistigen Gesetze in dem vorliegenden Buch auch einen praktischen Weg zur Integration ihrer inhaltlichen Aussagen in unserem Bewusstsein vorzustellen.
Die ausgewählten und im Praxisteil des Buches beschriebenen Meditationen stammen alle aus dem Kundalini Yoga nach Yogi Bhajan und führen bei täglicher Durchführung über jeweils 90 bzw. 120 Tage mit wissenschaftlicher Präzision zu dem angegebenen Ergebnis.
Danksagung
Ich danke allen Lehrern, die mich bisher auf meinem Weg der spirituellen Entwicklung begleitet und damit den Weg zu diesem Buch bereitet haben. Insbesondere danke ich Eveline Stalzer, die mich erstmals in Kontakt mit dem Kybalion und den Geistigen Gesetzen brachte sowie Guru Dharam Singh Khalsa, der einer meiner ersten und wichtigsten Lehrer im Kundalini Yoga war.
Mein ganz spezieller Dank gilt meinem Lebensgefährten Sadhana Singh, der mir die letzte Ermutigung zur Veröffentlichung dieses Buches gab und mich auch sehr bei der Auswahl der Meditationen unterstützte.
In Dankbarkeit
Gundula Puran Sukh Schatz
Die Geistigen Gesetze
Einleitung
In dem Buch „Die Vision einer Neuen Erde“ habe ich mich mit dem aktuellen Erkenntnisstand der themenrelevanten modernen Wissenschaften beschäftigt und wie sich die wissenschaftlich-materielle Weltsicht mit einem spirituellen Weltbild vereinbaren lassen kann. Diese Frage ist von höchster Wichtigkeit, um unsere Lebensziele sowohl auf persönlicher als auch auf gesellschaftlicher Ebene dem aktuellen Wissens- und Bewusstseinsstand anpassen zu können und so einen Weg aus den zahlreichen Problemen finden zu können, mit denen wir gegenwärtig konfrontiert ist.
Bislang galt es, dass es zwischen dem Weltbild der Wissenschaften und einem spirituellen Weltbild keine Vereinigung gibt. So blieb uns nichts anderes übrig, als uns für einen der beiden Wege zu entscheiden. Doch wie erging bzw. ergeht es uns in dieser Zerrissenheit? Tagsüber im beruflichen Umfeld mimen wir den vernünftigen Realisten, für den nur harte Fakten zählen. Abends, im Kreise unserer Lieben, erkennen wir, dass das größte Geschenk im Leben der Zauber der Liebe ist, überkommt uns, wenn wir nachts den Himmel betrachten, das Gefühl einer unendlichen Weite, die uns unweigerlich in ihren Bann zieht und unsere Alltagsprobleme, die uns tagsüber fest in ihrem Würgegriff haben, weit zurück zu stellen vermag.
Dann passiert irgendeinmal im Leben das Besondere – wir machen eine Erfahrung, die ganz klar „nicht von dieser Welt“ sein kann, ein Erlebnis, das wir im allgemeinen Sprachgebrauch als übersinnlich bezeichnen, da es nicht auf Grundlage unserer fünf Sinne beruht. Wenn wir den Mut haben, uns dieser Erfahrung wirklich zu stellen und sie nicht am nächsten Tag einfach wieder zu verdrängen, passt sie doch so überhaupt nicht in unser sonst so geordnetes Leben, spätestens dann stellt sich mit unleugbarer Macht die Frage nach der Vereinbarkeit von Wissenschaft und Spiritualität – von unserer materiellen und spirituellen Natur.
Doch wo finden wir Anhaltspunkte, die uns aus diesem Zwiespalt zu retten vermögen? Wo können wir uns hinwenden? Wer kann uns Rat geben? Wonach suchen wir überhaupt? Was ist der Kern unseres Gefühls der Zerrissenheit, welches tiefe Unbehagen nagt da in uns? Viele Jahre meines Lebens war ich auf der Suche nach dem, was ich suchte. Zahlreiche Lehren, Weisheiten, Meinungen hörte ich mir an, versammelte die weisesten und wissendsten der Menschen um mich, erkannte dabei immer mehr, dass alle letztlich nach dem Gleichen suchen. Und schließlich fiel mir ein unscheinbares, kleines Büchlein bei meiner Suche nach dem verlorenen „Stein der Weisen“ in die Hände. Davon möchte ich im Folgenden berichten…
Das Kybalion
„Alle Grundlagen der esoterischen Lehren jeder Rasse können auf Hermes zurückgeführt werden. Sogar die ältesten Lehren Indiens wurzeln ohne Zweifel in den ursprünglichen Lehren des Hermes. Vom Land des Ganges wanderten viele vorgeschrittene Okkultisten nach Ägypten und saßen dort zu Füßen des Meisters. Von ihm erhielten sie den Meister-Schlüssel, welcher ihre voneinander abweichenden Ansichten erklärte und versöhnte. …. Der Student der vergleichenden Religionswissenschaft kann den Einfluss der hermetischen Lehre in jeder Religion, die diesen Namen verdient, feststellen. In allen heute den Menschen bekannten Religionen - sei es eine tote oder eine lebende unserer Tage - gibt es trotz der Widersprüche gewisse Übereinstimmungen. Die hermetischen Lehren versöhnen alle Religionen.“
Das Kybalion
Nicht nur versöhnen sie die Religionen, auch vermag man in ihnen den verloren gegangenen Schlüssel zur Integration des materiellen und spirituellen Standpunktes, zur Verbindung von Wissenschaft und Weisheit finden. Verloren gegangen deshalb, weil es in früheren Zeiten diese Trennung zwischen Wissenschaft, Religion und Philosophie noch nicht gab. Selbst dem heutigen Indien ist diese feinsäuberliche Aufsplitterung in miteinander nicht vereinbare Themenbereiche in gewissem Masse fremd. Bis ins Mittelalter konnten wir auch in unserer westlichen Kultur eine gemeinsame Betrachtung dieser Gebiete verfolgen, die jedoch spätestens mit der Aufklärung ihr Ende fand, um einer fragmentierten Sichtweise der Wirklichkeit Platz zu machen, die uns wohl an den Punkt geführt hat, an dem wir als Menschheit heute stehen.
Jedes höheren Sinnes in unserem Leben beraubt, beten wir lediglich den Gott „Geld“ an, hecheln äußerlichen, vergänglichen Idealen nach und beuten dabei unsere Umwelt, unsere Mitmenschen und letztlich uns selbst aus. Weil wir blind geworden sind für die transzendente Wirklichkeit und völlig den Illusionen der materiellen Welt erlegen sind. Aber das Leben wehrt sich schon auf seine Weise. Wie die Dinosaurier aussterben mussten als sie zu übermächtig wurden und alles Leben auf der Erde unterjochten, so brechen nun auch unsere Systeme zusammen. Kriege, Krisen, Depressionen, Burn-out weisen uns auf, dass wir so nicht weiter machen können. Der blinde Materialismus ist am Ende…
Doch was nun? Ein Zurück zum Spiritualismus vergangener Zeiten? Das wird uns heute wohl nicht mehr passen. Die Evolution bewegt sich nie rückwärts, sondern schreitet stets voran, will immer Neues erschaffen. Das Leben soll sich weiter entwickeln. Was wir also benötigen, um einen Weg aus unserer misslichen Lage zu finden, ist ein neues Paradigma, das unserer heutigen geistigen Entwicklung entspricht und damit eine solide Grundlage für neue gesellschaftliche und wirtschaftliche Systeme bieten kann. Ein solches Weltbild kann nach der Überwindung des Spiritualismus in der Folge der Aufklärung und nach Verwerfen des Materialismus in der Folge des aktuell zu beobachtenden Zusammenbrechens der aus ihm entstandenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Systeme in einem spirituellen Materialismus bzw. einem materiellen Spiritualismus liegen. Bekannter Vertreter dieser These ist der Mediziner Bruce Lipton, der in seinem herausragenden Buch „Spontane Evolution“ eine fundierte wissenschaftlich-spirituelle Erklärung dazu gibt.
Den Weg zu dieser neuen Weltsicht kann uns die seit mehreren tausend Jahren bestehende hermetische Philosophie bereiten. Warum sie so gut wie unbekannt ist, mag wohl einzig und allein daran liegen, dass sie bis in die heutige Zeit in geheimer Tradition mündlich von Meister zu Schüler weitergegeben wurde. Dies war notwendig, da dieses Wissen dem Menschen seine wahre Natur und Macht vor Augen führte und er sich damit nicht mehr zum willfährigen Objekt kirchlicher oder sonstiger Machtinstitutionen degradieren lies. Nichts galt daher den ehernen Machtsystemen der Unterdrückung und Manipulation der Massen als bedrohlicher als dieses Wissen. Somit war es in der Vergangenheit höchst gefährlich, es öffentlich zu verbreiten, wurden seine Besitzer von den Institutionen doch auf das Bitterste verfolgt wie die Inquisition, Hexenverbrennung und andere Verfolgungswellen bezeugen.
So war es allzu verständlich, dass es streng behütet nur in eingeweihten Kreisen an Ausgezeichnete weitergegeben wurde, denen man vertrauen konnte. Auch mussten sie sich dieses Wissens würdig erweisen, die notwendige geistige Reife besitzen, um es nicht für ihre persönlichen Zwecke zum Nachteil ihrer Mitmenschen zu missbrauchen. So wird dieses Wissen bis in die heutigen Tage lediglich in Geheimlogen und Bruderschaften, wie den Rosenkreuzern, Freimaurern und anderen Zirkeln von Adepten weiteregegeben, wie die nachfolgenden Zitate aus dem Kybalion, dem Herzstück der hermetischen Philosophie bezeugen.
„Diese Wahrheit ist jedoch nur selten in Büchern zu finden. Sie wurde vom Meister zum Schüler, vom Eingeweihten zum Neophyten von Mund-zu-Ohr weitergegeben. Wenn sie überhaupt niedergeschrieben wurde, dann wurde ihre Bedeutung unter alchimistischen und astrologischen Ausdrücken so verschleiert, dass nur derjenige, der den Schlüssel besaß, sie richtig lesen konnte. Diese Verschleierung war wegen der Verfolgung seitens der mittelalterlichen Theologen notwendig, welche die Geheimlehre mit Feuer und Schwert bekämpften, mit Marterpfählen, Galgen und Kreuz. Noch heutzutage kann man nur wenige zuverlässige Bücher über die hermetische Philosophie finden,….“.
Das Kybalion
„Wohin die Schritte der Meister fallen, da öffnen sich weit die Ohren derjenigen, die bereit sind für ihre Lehre.“
Das Kybalion
„Wenn die Ohren des Schülers bereit sind zu hören, dann kommen die Lippen, sie mit Weisheit zu füllen.“
Das Kybalion
„Die Lippen der Weisheit sind verschlossen, ausgenommen für die Ohren des Verstehens.“
Das Kybalion
Doch nun treten wir in ein neues Zeitalter ein. Ein Zeitalter, in dem es kein Geheimwissen mehr geben wird, in dem jeder Mensch, der danach sucht, Zugang zu diesem Wissen finden soll. Ein Zeitalter, in dem Machtmissbrauch und Unterdrückung keine Chance mehr haben werden. Das neue Zeitalter, in das wir nun eintreten, ist das Zeitalter des Wassermanns. Seine Qualität ist grundverschieden von dem ihm vorausgegangenen Fische-Zeitalter. Während die Qualität des Fische-Zeitalters gekennzeichnet war vom Geheimen, Mysteriösen, von Machtmissbrauch und Manipulation, so ist das nun anbrechende Wassermann-Zeitalter eines, in dem alle althergebrachten Hierarchien aufgebrochen werden, in dem Wissen für alle zugänglich sein wird – auch mit Hilfe moderner Technologien. In dem wir als Brüder und Schwestern den Weg zurück in die Einheit Hand in Hand, in Liebe und in gegenseitiger Unterstützung gehen werden. In dem wir uns als gleichberechtigte, gleichwertige Wesen wohlwollend auf unserem Weg hin zu einem neuen Bewusstsein begegnen. In dem es keine Lehrer im üblichen Sinne als übergeordnete Wissensinstanz, sondern lediglich als Begleiter geben wird. Denn jeder Mensch ist nun aufgerufen seinen eigenen Weg der geistigen Entwicklung zu gehen. Schon gar nicht mehr wird es in dem neuen Zeitalter Vermittler zu Gott geben, die sich zwischen den Menschen und „Gott“ stellen als alleinbefugte Überbringer der göttlichen Weisheit und Gnade.
Der genaue Beginn des Wassermann-Zeitalters wird mit unterschiedlichen Daten bzw. Zeiträumen angegeben. Ob es nun 1991, 2011 oder 2012 war bzw. wir gerade in dem bis 2020 dauernden Übergang befindlich sind, sei dahingestellt und ist auch nicht relevant. Denn die damit einhergehenden kosmischen Qualitäten sind uns jedenfalls schon zugänglich und die Vorboten sogar schon in den Um-, Auf- und Zusammenbrüchen unserer alten Systeme eindeutig erkennbar. So ist es nun also an der Zeit ehemals geheimes Wissen ans Tageslicht zu bringen und damit auch das über die Jahrtausende so streng gehütete Wissen der hermetischen Philosophie. Dies ist Ziel des vorliegenden Buches.
Die Hermetische Philosophie
Als hermetische Philosophie wird ein umfangreiches Schriftwerk bezeichnet, das auf die legendäre Gestalt des Hermes Trismegistus Thot zurückgehen soll. Legendär, da von der Geschichtsforschung bis heute nicht sicher gesagt werden kann, wann und wie lange Hermes Trismegistus gelebt hat bzw. weil von manchen überhaupt angezweifelt, wird dass er jemals gelebt haben soll. Er entstand aus der Verschmelzung des griechischen Gottes Hermes, dem Götterboten und Schutzgott der Reisenden, Kaufleute, Hirten, aber auch Diebe, der Kunsthändler, der Redekunst und der Magie, mit dem ägyptischen Gott Thot, dem Lehrer der Isis, der als Erfinder der Schrift galt, als Spezialist für Hieroglyphen, als Gott des Maßes und der Zahl, der Musik, der Sternenkunde, Schutzgott der Tempelbibliotheken und Verfasser heiliger Schriften. Daraus wurde der dreimal Große Hermes Trismegistus Thot. Er wird als der Urheber bzw. Übermittler aller Weisheit und allen Wissens, im Speziellen der Sprache, der Philosophie, der Astrologie, der Mathematik gesehen, als Lehrmeister aller Naturforscher und Meister des frühen Menschengeschlechts. Im Allgemeinen wird er der Zeitspanne um 3.000 – 5.000 v.Chr. zugeschrieben, doch findet man dazu wie gesagt unterschiedliche Angaben.
Sein Wissen schrieb er in unzähligen Büchern nieder, die so großes Ansehen genossen, dass sie in Tempeln aufbewahrt und bei heiligen Prozessionen mitgeführt wurden. Schon Pythagoras und Platon sollen das hermetische Schrifttum auf ihren Reisen nach Ägypten kennengelernt und studiert haben. Doch gingen all diese Schriften verloren bzw. verschwanden aus oben angeführten Gründen im dunklen Zeitalter der Verfolgung in den Untergrund und tauchten da und dort in geheimen Zirkeln wieder auf. So fand man sie bei den Gnostikern und einige eifrige Historiker begegneten ihnen hier und dort ab dem 4. Jahrhundert n.Chr. Diese verstreuten Schriften wurden von unbekannten Autoren als Corpus Hermeticum zusammengefasst, deren Herzstück die legendäre Tabula Smaragdina bildete und zu der auch das Kybalion zählt, das die hermetischen Lehren in sieben Prinzipen bzw. Gesetze zusammenfasst.
Die Sieben Geistigen Gesetze, unter welcher Bezeichnung sie heute bekannt sind, stellen eine an Klarheit, Einfachheit und Präzision (fast) vollkommene Beschreibung der grundlegenden Wirkprinzipien unseres Universums mit all seinen vielfältigen Erscheinungen und Lebensformen dar. In der Hermetik kann eine wahrhafte Synthese von Wissenschaft, Philosophie und Religion vorgefunden werden, eine Lehre die als Art Universalreligion alle Religionen versöhnt und eine Konzentration der uralten Weisheit dieser Erde darstellt. Sie fand Eingang in viele, wenn nicht alle großen spirituellen Traditionen, angefangen, von den ägyptischen 22 Großen Arkana, über die Kabbala, dem Yoga Indiens bis hin zu den großen Mysterien der Antike – von Eleusis bis zur Orphik sowie der christlichen Gnosis und Mystik. Sie ist daher für die Thematik dieses Buches von unschätzbarem Wert und ihr Herzstück, das Kybalion, soll aus diesem Grunde Basis für die nachfolgende Darstellung einer integrativen Weltsicht bilden, welche uns in das neue Paradigma des spirituellen Materialismus bzw. materiellen Spiritualismus hinüber führt.
Die 7 Geistigen Gesetze aus dem Kybalion
Die sieben hermetischen Prinzipien, auf welchen die ganze, bis dato der Allgemeinheit zugängig gemachte, hermetische Philosophie beruht, wurden erstmals im Jahre 1908 von den drei Eingeweihten in einem unscheinbar wirkenden kleinen Büchlein veröffentlicht. Noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts war der Geist der Verfolgung offensichtlich noch so lebendig, dass die Verfasser dieses Buches ihre wahre Identität nicht preisgeben wollten. Jahrzehntelang fand dieses Buch keine nennenswerte Beachtung. Erst gegen Ende des letzten Jahrhunderts sowie Anfang dieses Jahrtausends erschienen einige wenige Bücher die das Thema auffassten, jedoch keine wirklich neue Information boten als lediglich mehr oder weniger eine Abschrift des erwähnten Buches der drei Eingeweihten mit einigen geschichtlichen Erklärungen oder persönlichen Interpretationen.
Im Vorwort beschrieb ich wie sich für mich die Postulierung zweier weiterer bis zur heutigen Zeit niemals schriftlich niedergelegter Gesetze ergab. Diese vervollständigen die sieben geistigen Prinzipien aus dem Kybalion. Mit einer kleinen Abänderung ihrer Reihenfolge fügen sie sich zu einem perfekten System zusammen, das den gesamten Schöpfungszyklus beschreibt. Vom reinen Geist, über die Materie und von dieser wiederum zurück in den reinen Geist. Dieses System, das somit auch einen Weg des Erwachens/der Erleuchtung darstellt, soll - als Weg des Herzens bezeichnet - all denjenigen eine Hilfe bieten, die über geistige Erkenntnis den Weg heraus aus unserer illusionären Wahrnehmung der Wirklichkeit zurück in das Bewusstsein der Einheit allen Seins und der Verwirklichung unseres höchsten menschlichen Potentials finden möchten.
Die in diesem Kapitel erklärten sieben hermetischen Prinzipien sind folgende:
1. Das Prinzip der Mentalität
2. Das Prinzip der Entsprechung
3. Das Prinzip der Schwingung
4. Das Prinzip der Polarität
5. Das Prinzip des Rhythmus
6. Das Prinzip von Ursache und Wirkung
7. Das Prinzip des Geschlechts
„Die Prinzipien der Wahrheit sind sieben; derjenige, der sie kennt und versteht, besitzt den Meister-Schlüssel, durch dessen Berührung sich alle Tore des Tempels öffnen.“
Das Kybalion
1. Das Gesetz der Geistigkeit
„Das All ist Geist1; das Universum ist geistig.“
Das Kybalion
