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Judith Weintraub ist – zusammen mit ihrem Mann, dem Maler Dan Weintraub – mit "Wegbiegungen" ein Buch gelungen, das in kurzer, nahezu aphoristischer Form ein anfänglich gescheitert erscheinendes, dann aber geglücktes Leben erzählt. Es ist ihr eigenes Leben und das ihres Mannes. Die jüdisch-schweizerische Familie hat in den seit 1972 vergangenen Jahrzehnten Höhen und Tiefen, Kriege und Versöhnungen, Tod und neues Leben erleben dürfen, stets getragen von einem ungeheuren Lebenswillen, von Freunden, der eigenen Familie und grosser Schaffenskraft. Und – je länger desto offensichtlicher – von einem, der grösser ist als sie selbst.
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Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2024
RHINESTONE PUBLISHING
Judith Weintraub
Wegbiegungen
RHINESTONE PUBLISHING
© 2024 Rhinestone Publishing & Judith Weintraub
Titel: »WEGBIEGUNGEN«
Autorin: Judith Weintraub
Verlag: Rhinestone Publishing, Thun
Fotografie: Judith Weintraub, Martin Natterer
Bilder im Original Öl und Tempera, farbig: Dan Weintraub
Umschlaggestaltung: Martin Natterer, Hintergrundbild: Dan Weintraub, „Die Jakobsleiter“ (Ausschnitt)
Lektorat: Martin Natterer; Herstellung: tredition, Hamburg
ISBN
Softcover:
978-3-907494-00-4
Hardcover:
978-3-907494-01-1
E-Book
978-3-907494-02-8
Printed in Germany
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Bibliografische Informationen können ebenso erhalten werden über „Helveticat“, den Online-Katalog der Schweizerischen Nationalbibliothek (NL). Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.helveticat.ch abrufbar.
Cover
Titelblatt
Urheberrechte
Prolog
1946
Einleitung
Teil 1. Wechselstürme
»Eierschwämme« im Krieg
Kriegsgeschehen: Oktober 1973
Hevenu shalom aleichem
Tel Aviv – Tivon
Im Beilinson-Spital
Geschichtliches
Dans Einsatz
Vom Beilinson-Spital nach Beit Key
Aufgeschobene Heirat
Zurück in Israel
Haifa
Schweiz
Teil 2. Zusammensetzspiel oder Der Kreis ist rund
12. Oktober 2008
Studiensemester in Haifa
Geschichtliches
Epilog
Danksagung
Anmerkungen und Bildnachweise
Cover
Titelblatt
Urheberrechte
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Anmerkungen und Bildnachweise
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Meinen Kindern
und
meinen Grosskindern
gewidmet
Im Gedenken an
Dudu G. und Dudu I.
Prolog
1946
Die junge Chana, aus einer religiös jüdischen Familie aus Polen stammend, war endlich wieder auf freiem Fusse, nachdem sie viele Jahre Gefangene in einem Arbeitslager in Sibirien gewesen war.
Auch Israel, ihr enger Freund und Geliebter, mit dem zusammen sie Jahre zuvor auf der Flucht in Richtung des gelobten Landes verraten und an der rumänischen Grenze abgefangen worden war, war wieder frei.
Dies aber freilich nur für kurze Zeit. Denn, weil Israel während der Kriegsjahre zum Dienst in der russischen Armee gezwungen worden war, geriet er nach dem Ende des Krieges als feindlicher Soldat in amerikanische Gefangenschaft.
Er konnte jedoch vor Gericht beweisen, dass er Jude und Pole war und nach der misslungenen Flucht nur die Wahl hatte, ins russische Gefangenenlager oder in die russische Armee einzutreten. So wurde er unter Zwang Rotarmist. Und dort, in der Roten Armee, wurde er als Spion eingesetzt, da er mehrere den Russen dienliche Sprachen fliessend beherrschte.
Chana und Israel fanden wieder zusammen durch Informationskanäle zwischen den vielen Vertriebenen. Israel war danach in mehreren Auffanglagern damit beschäftigt, jüdische Gruppen zu bilden und sie auf die Überfahrt nach Israel vorzubereiten.
Nach sechs dramatischen, aber verlorenen Jahren ihres noch jungen Lebens, so hatte Israel diese Jahre selbst bezeichnet, waren sie nun - im Jahre 1946 - erstmals dauerhaft zusammen im Lager Landsberg bei München, wo viele sogenannte »displaced people« auf eine neu ausgerichtete Zukunft hofften.
Chana war damals mit ihrem ersten Sohn schwanger, der in diesem Lager das Licht der Welt erblickte. Erst im Mai 1947, als die Briten endlich die Einreise jüdischer Überlebender in das englische Mandatsgebiet genannt Palästina legalisierten, konnte die kleine Familie einen Platz für die Überfahrt erkämpfen.
