Weiterkommen - Jean-Claude Lin - E-Book

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Jean-Claude Lin

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Beschreibung

Die eigene Entwicklung in die Hand nehmen Einst galten in Europa die »sieben freien Künste« als Voraussetzung einer höheren geistigen Bildung. Ohne die Unterweisungen der mittelalterlichen Klosterschulen und neuzeitlichen Universitäten gab es keinen Zugang zur höchsten Stufe der Erkenntnis, zur Theologie. Heute kann aber jede und jeder die höhere innere und geistige Bildung selbst in die Hand nehmen. Jean-Claude Lin zeigt, wie jeder Mensch neue freie Künste der inneren Entwicklung praktizieren kann.

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Seitenzahl: 49

Veröffentlichungsjahr: 2022

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falter 53

Wege der Seele – Bilder des Lebens

Jean-Claude Lin

Weiterkommen

Die sieben freien Künste der inneren Entwicklung

Mit zwölf farbigen Zeichnungen von Daniel Seex

Verlag Freies Geistesleben

Vorfassungen der Kapitel I. bis VII. wurden in den Magazinen alverde des dm drogerie marktes sowie a tempo der Verlage Freies Geistesleben und Urachhaus 2021 veröffentlicht.

1. Auflage 2022

Verlag Freies Geistesleben

Landhausstraße 82, 70190 Stuttgart

www.geistesleben.com

eISBN 9783772546532

© 2022 Verlag Freies Geistesleben

& Urachhaus GmbH, Stuttgart

Umschlaggestaltung & Satz: Thomas Neuerer

Umschlagillustration: Daniel Seex

Inhalt

Vorwort

Einleitung

Die sieben freien Künste

I. Was ist wesentlich?

Warum es von Bedeutung sein kann, etwas bei dieser Frage im eigenen Leben zu verweilen.

II. Eile mit Weile.

Warum es von Bedeutung sein kann, das Wesentliche schätzen zu lernen.

III.1 Ein sicherer Wegweiser.

Wie lernt das eigene Denken, bei der Sache zu bleiben?

III.2 Werde ein Mensch mit Initiative.

Wie wir mit einer kleinen Übung den Willen stärken können.

III.3 Gefühle und Gelassenheit.

Warum wir die einen zulassen und das andere nicht lassen sollen.

III.4 Sieh, das Gute liegt so nah.

Warum es hilfreich sein kann, das Gute im Schlechten zu sehen.

III.5 Sich öffnen.

Warum es immer wieder gut ist, sich überraschen zu lassen.

III.6 Inneres Gleichgewicht.

Wie wir im Rhythmus zu neuer Kraft finden können.

IV. Der Wille zur Freiheit.

Wie wir uns besser kennen und selbst bestimmen können.

V. Das Leben erneuern.

Warum es von Bedeutung sein kann, sich von den Vorurteilen des Aberglaubens zu befreien.

VI. Vertrauen gewinnen.

Warum es von Bedeutung sein kann, dass wir die Vorurteile des Zweifels überwinden lernen.

VII. Zu sich und über sich hinaus.

Warum es von Bedeutung sein kann, sich von den Vorurteilen der eigenen Persönlichkeit zu befreien.

Ausblick: Der freie Mensch

Die neuen sieben freien Künste Ein Weg zur Wahrheit im eigenen Leben.

Meinen Kindern

Nathanael, Sarah, Samuel,

Elias und Jeremias

sowie

Peter Wege

und

Manja Heerze

herzinniglichst

zugeeignet.

JC

Vorwort

Wie kommen wir weiter im eigenen Leben? Oft genug durch Krisen, durch die unerwarteten Herausforderungen, die den täglichen Ablauf unserer Existenzen dramatisch verändern. Empfindliche Verluste, Kündigungen, Krankheiten, Unfälle, Trennungen oder Todesfälle – um nur einige zu nennen – brechen in unser Leben ein und sind Anlass umwälzender Änderungen. Die von außen auf uns einwirkenden Ereignisse erleben wir als ein «Schicksal», unentrinnbar. So findet Entwicklung statt: dramatisch – und allzu oft zunächst mit einer tragisch anmutenden Note.

Doch es gibt auch die Möglichkeit der stilleren Entwicklung. Wir nehmen unser Leben selbst in die Hand. Und das beginnt im Inneren, im Seelisch-Geistigen. Am bemerkenswertesten oft beginnt es mit einer Initiative: einer Initiative, die auch im Äußeren zum Teil in Erscheinung treten kann, die aber ihre wesentliche Quelle im Inneren, Geistigen hat.

Vor neunzehn Jahren, im Frühjahr 2003, überlegte ich, was ich mit der Theosophie Rudolf Steiners anlässlich deren Erscheinens vor hundert Jahren (1904) unternehmen könnte. Es ist, so könnte man aus bestimmten Gesichtspunkten sagen, sein erstes «anthroposophisches» Werk: eine grundlegende «Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung», wie er es im Untertitel nennt. Mich reizte die Aussicht, mich mit dem Buch erneut intensiv auseinanderzusetzen, aber dies auch mit anderen zu tun. So kam ich auf eine Einteilung des Buches, die in einer Reihe von sieben Wochenenden in den Monaten November 2003 bis April 2004, gemeinsam lesend, erörternd verarbeitet werden sollte. Den Abschluss jedes der sieben Wochenendseminare bildete ein Vortrag eines dafür eingeladenen Gastes. So sprach Ruprecht Fried über «Theosophie und Naturwissenschaft» zum Abschluss des ersten Wochenendseminars, Ernst-Michael Kranich über «Der innere Mensch und sein Leib» zum Abschluss des zweiten, und der weiteren Reihe nach Jörg Ewertowski über «Biographie und Schicksalserkenntnis», Valentin Wember über «Entwicklung und Läuterung der Seele», Lorenzo Ravagli über «Die Welt der Urbilder» und Gottfried Stockmar über «Die dreifache Aura des Menschen – Anregungen für das Leben».

Von Herzen dankbar bin ich meinen damaligen sechs Mitstreitern um ein lebendiges und vertieftes Verständnis der Theosophie Rudolf Steiners, denn ohne ihr Mitwirken wäre es wohl gar nicht zu diesem Buch gekommen. – Zum Abschluss der siebenteiligen Seminarreihe, als es um die Bearbeitung des letzten Kapitels der Theosophie über den «Pfad der Erkenntnis» ging, hatte ich mir die Aufgabe gestellt, einen Vortrag über die «Schüler der Weisheit» zu halten. Zu jedem der sieben angekündigten Vorträge hatte ich als Orientierung und Anregung für die Redner, wie auch für die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Motto aus der Theosophie als «Leitsatz» dazugestellt. Für meinen vorgesehenen Vortrag lautete das Motto aus dem letzten Kapitel: «Freiheit von den Vorurteilen der Persönlichkeit, des Zweifels und des Aberglaubens, das sind die Merkmale dessen, der auf dem Erkenntnispfade zur Schülerschaft aufgestiegen ist.»

Als das Programm für das siebenteilige philosophisch-anthroposophische Seminar über «Die Theosophie Rudolf Steiners – Ein Weg zur Wahrheit für das Leben» der Anthroposophischen Gesellschaft, Michael-Zweig Stuttgart, fertiggestellt und angekündigt wurde, hatte ich noch keine genaue Vorstellung davon, was der Inhalt meines Vortrages sein würde. Nach einem knappen Jahr intensiver Beschäftigung mit dem Buch vertraute ich darauf, dass mir bis dahin etwas Sinnvolles einfallen würde.

Und so kam es. Ich entdeckte in diesem letzten Kapitel der Theosophie Rudolf Steiners, wie die ganze Schilderung des Schulungsweges zur Ausbildung übersinnlicher Erkenntnisfähigkeiten siebenteilig ist. Und bei näherer Betrachtung ergab sich mir ein für unsere Zeit neu gefasstes Organon der «Sieben freien Künste» innerer, geistiger Entwicklung.

In diesem Buch habe ich versucht, den vor bald neunzehn Jahren entdeckten Keim dieser neuen sieben freien Künste darzustellen. Was ich damals in der Ankündigung zum Seminar schrieb, empfinde ich immer noch als gültig: Auch heute kann die Theosophie Rudolf Steiners in der Suche nach Orientierung im Leben Anregung sein und Quelle der Kraft. Für die «sieben freien Künste der inneren Entwicklung» gilt für mich unumwunden weiterhin: sie bleiben eine unverzichtbare Orientierung und Anregung in meinem Leben und eine unerschöpfliche Quelle der Kraft. Vielleicht können Sie, liebe Leserin, lieber Leser, etwas von dieser Orientierung und Anregung ebenfalls in den folgenden Ausführungen empfinden. –