Welches Königreich - Fine Gråbøl - E-Book

Welches Königreich E-Book

Fine Gråbøl

0,0
14,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Kopenhagen, Hochsommer: Fünf Jugendliche und die namenlose Erzählerin leben nach längeren Aufenthalten in der Psychiatrie in einem betreuten Wohnheim, das ihnen den Weg zurück in den Alltag erleichtern soll. Die Abläufe sind einfach, aber nicht selbstverständlich: kochendes Wasser ist für Tee, nicht zur Selbstverletzung gedacht und ein offenes Fenster ist keine Einladung zum Sprung. Während des fliegenden Wechsels aus Diagnosen und Bezugspersonen formiert sich eine fragile, aber zutiefst berührende Wohngemeinschaft. Kann es eine hinreichende Sprache für die Erkrankungen der Psyche geben, und weiter, Fahrpläne für das Gewöhnliche?

Fine Gråbøls Blick für die Widersprüche innerhalb des psychiatrischen Systems und die Versehrtheit der Menschen darin ist nuanciert und zeugt von feinstem literarischem Fingerspitzengefühl.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 113

Veröffentlichungsjahr: 2024

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Die Originalausgabe erschien 2021 unter dem Titel Ungeenheden bei Gads forlag, Kopenhagen.

eccoverlag.de

© Fine Gråbøl Deutsche Erstausgabe © 2024 für die deutschsprachige Ausgabe Ecco Verlag in der Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH, Hamburg Covergestaltung von Anzinger und Rasp, München Coverabbildung von Evelyn Dragan, Name der Foto-Reihe (für die Zeit): »Corona Diary« E-Book-Produktion von GGP Media GmbH, Pößneck ISBN E-Book 9783753000930www.harpercollins.de

§

Das süße Versprechen des Gangs

Von allen Tageszeiten mag ich den frühen Morgen am liebsten. Wenn es noch nicht Tag, aber auch nicht mehr Nacht ist. Gegen fünf kann ich endlich entspannen und dem neuen Tag entgegensehen, meine Gedanken sortieren und sie dadurch überblicken. Nachts wirbeln sie um mich herum wie Möwen um trockenes Brot in einer knausrigen Stadt. Ich kann die Flügel der Möwen schlagen hören, aber nicht vorhersehen, welchen Kurs sie nehmen werden. Waheed hört nachts richtig laut 50 Cent, vielleicht versucht er, sich dadurch abzulenken. Oft zittert der Boden meines Zimmers von den Bässen. Waheed schläft den ganzen Tag, wacht abends gegen zweiundzwanzig Uhr auf und macht dann Musik an. Es ist so laut, als würden wir uns im selben Raum befinden, als teilten wir uns ein Zimmer. Ich habe mir Ohrstöpsel zugelegt und mich beim Spätdienst beschwert; wenn ich Waheed auf dem Flur begegne, werde ich jedes Mal wütend. Er hüpft an mir vorbei, blickt mich liebevoll an und grüßt mich. Ich grüße zurück, den Blick auf einen Punkt über seinem Kopf gerichtet. Ich versuche, möglichst geradeaus zu gehen. Ich mag es nicht auszuweichen, genauso wenig mag ich plötzliche Gefühlsumschwünge, ein Auto überfährt draußen einen Fußball. Meine Alltagsroutinen sind überlebenswichtig für mich. Herz im Herzen, wohin gehen wir.

Wir sind in diesem Haus hoch über der Erde untergebracht, in Zimmern mit vielen verschiedenen Gegenständen. Ich höre eher, was Waheed im Stockwerk unter mir tut, als Sara im Zimmer neben mir. Von Lasse, Hector und Marie höre ich nichts, sie wohnen allerdings auch den Flur weiter runter. Wir sind nach § 107 hier untergebracht worden, in einer Übergangs-WG für junge Erwachsene zwischen achtzehn und dreiundzwanzig. Die übrigen Stockwerke vom Erdgeschoss bis zum vierten sind nach § 108 belegt, das bedeutet permanente Unterbringung. Ich habe keine Pflanzen, ich besitze aus Prinzip keine Dinge, die sterben könnten, es ist zu anstrengend, was lebt ewig, ich weiß es nicht. Sara hat sehr viele Dinge, das Personal hilft ihr dabei, aufzuräumen, Ordnung zu halten, alles an die richtigen Stellen zu sortieren. Saras Schuhe stehen aufgereiht neben der Tür; auf ihrem Bett eine gemusterte Tagesdecke in Beige. Ich weiß nicht, wie es in Waheeds Zimmer aussieht. Ich stelle mir ein Sofa vor und einen dicken Teppich, ich weiß nur, dass er eine Lautsprecherbox hat oder eher zwei. Alle Stockwerke hier ähneln sich: zwischen fünf und zehn Wohneinheiten, ein Personalraum, ein Gemeinschaftsraum, Raucherbalkone sowie glänzende Linoleumböden. Die vielen Whiteboards sind ebenfalls typisch. In der Jugendabteilung ist der Flur mit einem Herr der Ringe-Plakat verschönert worden, einem Sessel sowie ein paar Zimmerpalmen. Ansonsten nicht viele Möbel, weder im Gemeinschaftsraum noch in der Küche. Möbel schaffen Unordnung, hier werden sie uns erspart.

Und weil ich nachts nie schlafe und tagsüber auch nicht, besuche ich das Nachtpersonal im Erdgeschoss oft. Dort bekommt man eine Tasse Tee oder kann mit Schlaflosen aus den anderen Stockwerken eine Zigarette rauchen. Fast alle vom Nachtpersonal haben einen Schnellkurs in NADA absolviert, einer Art Akupunktur, bei der einem etwa zehn Nadeln in Ohren, Hinterkopf und manchmal auch in den kleinen Finger gestochen werden, als Alternative zu Benzodiazepinen, Beruhigungsmitteln. Darüber hinaus schließen sie einem auch gerne den Fitnessraum auf, wo es neben Trainingsgeräten einen Massagesessel gibt. Um diese Tageszeit ist selten viel los, die meisten Bewohner schlafen, und bei denen, die besondere Unterstützung in Form von Medikamenten oder anderen physischen Hilfsmitteln brauchen, ist das bereits im Plan vermerkt. Meist arbeitet der Nachtdienst zu viert, alle tragen einen Alarm am Gürtel, es ist ein anderer Schlag von Betreuern als tagsüber. Eine Härte, die man nicht mit Kälte oder Abgestumpftheit verwechseln sollte, ihre Fürsorge wirkt eher routiniert. Auch wenn es erlaubt ist, ihn im Erdgeschoss zu besuchen, ist das nicht als Wärmestube gedacht; die Nacht ist zum Schlafen da, daran muss ich meinen Tagesrhythmus, so gut es geht, anpassen. Wenn wir NADA brauchen, können wir klingeln, dann kommt jemand zu uns aufs Zimmer. Ich mag von allen Mark am liebsten, er ist gut aussehend, stark und hat sanfte blaue Augen. Ein ehemaliger Boxer aus Kalundborg, kahl geschoren, mit langem Bart und immer in Freizeitklamotten. Wenn Mark nicht arbeitet, soll niemand zu mir kommen. Manchmal, ganz selten, schlafe ich mit den Nadeln ein, und dann schleicht er sich zu mir rein und zieht eine nach der anderen wieder heraus. Manchmal wache ich dabei auf, aber ich lasse mir nichts anmerken. Ich genieße es, wenn er schweigend meinen Hinterkopf anhebt, behutsam die Nadeln rauszieht, dann die Wattetupfer an den Ohren, wenn es leicht zu bluten beginnt; die Fürsorglichkeit, die man nur einem Schlafenden angedeihen lassen kann, die Gewissenhaftigkeit.

Wenn Mark Dienst hat, trinken wir zusammen Café Crema aus dem Automaten oder boxen im Fitnessraum. Ich habe viel Wut und Chaos im Körper, deshalb mag ich auch den Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss nicht, wo nur nutzloses Zeug, Pflanzen, Spiele und Bücher herumstehen. Die Zimmer im Krankenhaus fand ich besser, da gab es so gut wie keine Dinge. Dafür mochte ich den Geruch weniger, und das ist am Ende ausschlaggebend; hier im Wohnheim ist er nicht so schlimm. Der Gemeinschaftsraum ist wie ein Café eingerichtet. Man hört die Industrieküchenspülmaschine fast permanent laufen. Das Wohnangebot, sowohl in der Dauerunterbringung als auch in unserer Übergangs-WG, ist so was wie ein Zuhause auf Probe. Der Gemeinschaftsraum ist so gesehen eine Vorstellung, die noch nicht begonnen hat, der Entwurf einer Szenografie. Mark schließt mir gerne die Küche auf, wenn ich nachts reinmöchte. Das kommt aber selten vor. Die meisten Lebensmittel, die ich brauche, bewahre ich in meinem Zimmer auf: weiche Brötchen, roten Fruchtjoghurt, Honig, und die Küche benutze ich nur, um mir eine Packung Tortellini zu kochen.

Ich habe mich auf den Boden gelegt. Über mir hängt die Decke wie eine pralle Haut, ihr Gewicht erdrückt mich, und ich rolle mich auf den Bauch, ziehe mich über den Boden ins Bad, drücke den Alarmknopf. Ich kann nicht sprechen, ich weiß nicht mehr, wie es geht, als würde meine Stimme ausgeschaltet, sobald ich sie benutzen will. Das Personal zieht mir das T-Shirt aus, es ist schweißgetränkt, ich zittere, und die Badezimmerdecke flimmert beim Ansehen, der Rettungswagen kommt. Sie heben erst meinen einen Arm an, dann den anderen, sie sehen, dass beide nicht mehr zum Rest des Körpers gehören, so war es nie gedacht, meine Arme fallen kraftlos herab, sie sagen, du kannst dich sehr wohl bewegen, du weißt genau, dass ich hier stehe. Das Licht ihrer kleinen Taschenlampe sticht in den Augen, sie kommen mit einer Trage, das sei aber freiwillig, meine eigene freie Entscheidung, die Verbindung meines Gesichts mit dem Linoleum, erst wenn alle wieder gegangen sind, erst wenn alle miteinander wieder gegangen sind, kann ich hier zu Hause, wo ich wohne, ein wenig zur Ruhe kommen.

Wenn man aus dem Aufzug auf den langen Gang tritt, merkt man wahrscheinlich nicht sofort, dass es auf der linken Seite fünf individuelle Zimmer gibt. Eins für Lasse, eins für Sara, eins für Hector, eins für Marie und eins für mich. Der Linoleumboden reflektiert das grelle Licht der Neonröhren. Man hört keine Stimmen, auch keine elektronischen, aus dem Fernsehen, keine lauten Schritte auf dem Gang, auf dem Balkon sieht man keine Zigaretten glühen. Ich habe keine Geheimnisse und deshalb auch keine Vergangenheit. Die Lampen auf dem Gang sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet und reagieren, sobald man ihn betritt. Wenn jemand kommt, erkenne ich es am Licht und am automatischen Summen der Lampen, noch bevor ich Schritte höre. Mein Bezugsbetreuer ist heute früh dran.

Thomas sitzt vor seinem Computer und tippt auf der rechteckigen Tastatur. Sein Büro befindet sich am Ende des Gangs, gleich neben der Feuertreppe, schräg gegenüber von meinem Zimmer. Durch das kleine Fenster zum Hof sehe ich unten jemanden Teppiche klopfen, daneben blüht violetter Flieder. Alles muss dokumentiert werden, ist leider so, Thomas breitet die Arme aus und zieht die Schultern bis zu den Ohren hoch. Mit dem Handrücken wischt er sich die Nase ab, sie läuft ein wenig, dann tippt er weiter, schaut mich an, dreht sich wieder weg. Wir müssen uns eine Strategie für dich überlegen. Ein paar Dinge aufschreiben, die dir helfen können, den Alltag zu bewältigen. Thomas mit den dunkelblauen Augen und dem abgetragenen schwarzen Wollpullover. Thomas mit den kräftigen Händen und den New-Balance-Schuhen, eine analoge Uhr mit kakaofarbenem Lederarmband am rechten Handgelenk, ein Muttermal unmittelbar unter dem feuchten Rand seines Auges, leicht gelocktes braunes Haar. Er ist der Wohnbereichsleiter hier auf der Fünf und mein Bezugsbetreuer. Als ich eingezogen bin, herrschte gerade Personalmangel, und er musste einspringen. Eigentlich arbeitet er ohnehin lieber an der Basis als in der Administration, habe ich ihn mal zu Lars sagen hören, als ich vor der Bürotür stand und gelauscht habe. Man kommt vom Krankenhaus ins Wohnheim, von weiblicher Fürsorge in männliche, von medizinischer Betreuung in pädagogische; von Gemeinschaftswaschbecken und Nachtlichtern zu Kampfkörpern und Gemeinschaftsaktivitäten, man stellt sich um. Ich möchte schlafen lernen, sage ich, okay, sagt Thomas, dabei kann ich dir leider nicht helfen, aber sag es Helle, wenn sie am Donnerstag da ist. Er schlägt das linke Bein über das rechte, lehnt sein Knie an die Armlehne des Bürostuhls. Über seinem Kopf hängt ein Poster zu Bob Dylans Oh Mercy, Thomas trinkt einen Schluck Kaffee. Dafür kann ich dir helfen zu überlegen, was du machen könntest, wenn du wach bist. Er lässt die linke Hand auf dem schwarzen in Leder gebundenen Kalender ruhen, als überlege er, lässt dann los, nimmt die Kaffeetasse und balanciert sie zwischen den äußersten Fingerspitzen beider Hände.

Nachts erleben wir das Haus in seiner Gesamtgemengelage, tagsüber bilden wir auf der Fünf eine abgetrennte kleine Einheit. Gestern Nachmittag haben die Strejkedrengene ein Privatkonzert im Café im Erdgeschoss gegeben, darüber wurden wir in der WG aber gar nicht informiert. Wahrscheinlich haben sie gedacht, das wäre nichts für uns; und dass zu viel Herumtreiberei auf anderen Stockwerken uns verunreinigen, uns noch stärker institutionalisieren und noch licht- beziehungsweise weltscheuer werden lassen könnte. Das Gebäude, in dem wir leben, war ursprünglich ein Pflegeheim. Mitte der Nullerjahre wurde es umstrukturiert, um psychisch schwer Erkrankte betreuen und unterbringen zu können, die ein Zuhause, eine stabile Wohnsituation mit Rund-um-die-Uhr-Betreuung brauchten. Die Pflegeheimbewohner wurden woandershin verlegt, der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss frisch gestrichen, ein paar Bücher wurden zusammengesucht und in alte braune Regale gestellt. Dann wurde ein Künstler eingeladen, der die weißen Wände im Eingangsbereich mit abstrakten bunten Motiven bemalte. Das Café im Erdgeschoss bekam einen neuen Betreiber, der die tägliche Versorgung mit gesundem, wohlschmeckendem Essen gewährleisten sollte. Insgesamt ermöglichte man so eine Umnutzung des Hauses mit etwa hundert erwachsenen Bewohnern aller Altersstufen, die ganz unterschiedliche, aber ähnlich anspruchsvolle Bedürfnisse haben. Die Bewohner des ersten bis vierten Stocks sind nach § 108 des Sozialgesetzbuchs untergebracht: Die Kommune ist dazu verpflichtet, Wohnformen zur Verfügung zu stellen, die für einen längerfristigen Aufenthalt von Personen geeignet sind, welche aufgrund physischer oder psychischer Einschränkungen umfassende Unterstützung im Alltag benötigen oder betreut und behandelt werden müssen und deren Bedarfe nicht anderweitig gedeckt werden können. Oft verbindet man die Effektivität einer Institution ja mit deren Größe; je größer, desto besser. Superkrankenhaus, Supermarkt, Supercenter. Unser Wohnheim bildet da keine Ausnahme. Viele der §-108-Bewohner dürften Probleme mit den sozialen Herausforderungen dieses Ortes haben: Jedes Mal wenn sie aus ihrem Zimmer treten, treffen sie auf Mitbewohner oder auf Pflegepersonal. Umgekehrt kann aber auch Isolation schwerwiegende Folgen haben, und Wohnzentren bauen nun mal auf einem sozialen Fundament auf. Diese Ambivalenz schwingt als dröhnender Unterton im Alltag aller Bewohner des ersten bis vierten Stocks mit, nicht aber bei uns im fünften. Und zwar aufgrund eines einfachen sozialpolitischen Unterschieds: Wir sind nach § 107 untergebracht, das heißt, vorübergehend. Es ist nicht vorgesehen, dass wir bleiben. Es ist vorgesehen, dass wir ein paar Dinge lernen, die wir beibehalten sollen. Man könnte sich sicherlich fragen, wieso die Jugendwohngruppe ausgerechnet in einem ehemaligen Pflegeheim untergebracht ist und nicht in einem eigenen Gebäude, abgetrennt von den §-108ern, wenn diese Unterscheidung denn so wichtig ist. Man könnte sich auch fragen, weshalb all diese Kranken unter ein und demselben unsicheren Dach versammelt sind, und die Antwort würde einen nicht überraschen.

Ich hatte mir vorgenommen, einen Schal zu häkeln. Also kaufte ich mir hellblaue Wolle und fing an. Das ist jetzt ungefähr drei Jahre her, genau weiß ich es nicht mehr. Es fällt mir schwer, ihn zu beenden, es fällt mir schwer, nicht einfach einen immer längeren Strick daraus werden zu lassen. Ich sage Strick, weil es eher ein Strick ist als ein Schal, er liegt in einem Korb in meinem Schrank. Der Schal ist nicht fertig, und genau deshalb häkle ich so gerne daran; das Projekt erscheint endlos. Der Schal sieht mich an und wartet. Ich bin nicht einmal besonders gut in Handarbeiten, das ist ein weiterer Grund, weshalb er noch nicht fertig ist. Ich kann nicht blind häkeln, meinen Händen nicht freien Lauf lassen, ich muss mich selbst immer wieder daran erinnern, wie es geht. Ich vergesse viel, als müsste man Erinnerungen opfern, um neue Erfahrungen machen zu können, als wäre da sonst nicht genügend Raum. Damals, vor etwa zwei Jahren, wurde mir im Krankenhaus geraten, wichtige Dinge aufzuschreiben, bevor ich mit der Elektroschockbehandlung begann, zum Beispiel meine Kreditkarten-PIN