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Das erste Buch der Welt mit einem dreidimensionalen funktionalen Design. Ein Buch, das biblische Prophezeiungen erfüllt. Das Buch ist in Form einer fiktiven Geschichte geschrieben die die Entstehung der Weltformel und ihr Anwendung in praktischen Leben beschreibt. Die Geschichte beinhaltet neues Wissen, das durch die Weltformel gewonnen wurde. Das Cover des Buches stellt die sogenannte Pyramide des Erkenntnis dar, mit der man sogenanntes Klarträumen üben kann.
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Seitenzahl: 177
Veröffentlichungsjahr: 2018
Ich suche die Wahrheit, ich weiß nicht wie du, aber ich suche die Wahrheit, denn ich weiß, dass die, die suchen es einmal auch finden.
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12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.
(Jan 16)
Einleitung zu der Weltformel
Ist jemand den anderen einen Schritt voraus, hält man ihn für ein Genie. Sollte jemand den anderen zwei Schritte voraus sein, hält man ihn für einen Kauz oder Narr.
Nehmen sie sich einen Eingeborenenstamm irgendwo in dem Dschungel, unberührt von der Zivilisierten Welt und ihrer Errungenschaften. Stellen sie sich vor, sie wurden einen oder zwei Mitgliedern dieses Stammes die nötige Sprache beibringen und sie nach Europa schicken, wo sie innerhalb von zwei Monaten Sachen wie Internet, Mobiltelefone, Fernsehen usw. ausgesetzt werden.
Anschließend würden sie sie zurück zu ihrem Stamm schicken, um den anderen Mitgliedern über ihre Erlebnisse zu erzählen. Ich denke wir sind uns darüber einig, was die anderen Stammesmitglieder über sie denken würden. Bestenfalls würden sie sie auslachen und für Kauze halten und schlimmstenfalls von ihrem Stamm ausstoßen.
Sollte ein Stammmitglied auf die Idee kommen, die Kante von einem Stein am anderen Stein zu schärfen und solch ein primitives Messer zum Schneiden von Fleisch nutzen, hätten ihn die anderen Mitglieder für ein Genie gehalten und wahrscheinlich wäre er zum Stammeshäuptling gekrönt.
Die Bewohner in den Industriestaaten sind der Überzeugung, dass alles Wesentliche schon erfunden wurde, und das haben sie mit den Bewohnern des einheimischen Stammes gemeinsam. All das, was sich ihrem Verständnis entzieht, halten sie für einen Unsinn, Betrug, Lüge, oder sie schrieben es den übernatürlichen Kräften zu, sie erschaffen daraus also eine Religion.
Was würden sie über einen Menschen denken, der behauptet, dass er aufgrund von Berechnungen und logischen Schlussfolgerungen die Zukunft voraussagen kann?
Es klingt wie Sci-Fi, sie kennen jedoch den Schriftsteller Jules Verne, der seiner Seit als Utopist geschildert wurde. Verne hielten die damaligen Physiker für einen vollkommenen Irren. Die technischen Geräte, die er in seinen Werken beschrieb, wurden ausgelacht und für den Auswuchs seiner Phantasie gehalten.
Als Beispiel nennen wir ein Roman, in dem er den ersten Flug mit einem Ballon beschrieb, dieser war in einer Zeit veröffentlicht, wenn noch das physikalische Gesetz darüber galt, dass alles schwieriger als Luft nicht fliegen kann und darauf haben auch die Herren Physiker bestanden, und das ungeachtet der Tatsache, dass sie selbst alltäglich Zeugen der Absurdität dieses Gesetzes waren in Form von fliegenden Vögeln, die immerhin schwieriger als die Luft waren und dennoch heute als auch damals fliegen konnten.
Aber, es gibt doch aber... Heute bewundern wir diesen Visionär und die Menschen begreifen nicht, wie genau er die technologischen Errungenschaften beschreiben könnte, die heute gewöhnlich benutzt werden und ohne die unser Leben unvorstellbar erscheint.
Jules Verne war kein spiritueller Führer mit übernatürlichen Kräften. Er war ein Mensch, der fähig war, die logischen Zusammenhänge dort zu sehen, wo es die damaligen Physiker nicht einmal zu ahnen wagten, begrenzt durch ihr Glauben über die Gültigkeit und Fehlerlosigkeit der physischen Gesetze, denen sie ihr ganzes Wissen und ihre Erfahrungen untergeordnet haben.
Immer wieder treffen wir uns mit dem Phänomen des sogenannten „Zauch“ in Verbindung mit denen, die auf ihre Bildung und Kenntnisse den meisten Wert legen. Es kommt immer jemand, der nicht einmal ahnt, welche verwickelten Schlupfe in dem einen oder anderen Wissenschaftsbereich zu finden sind und darum kann er vielleicht die Zusammenhänge sehen, die den Gelehrten in gewisser Problematik entgehen.
DIE WELTFORMEL
Obwohl die Beschreibung und Erklärung der Weltformel relativ kompliziert erscheint, wird sie für leichteres Verständnis mittels einer Geschichte erläutert, die zwar fiktiv ist, jedoch viele Fakten enthält, die real sind.
Der Hauptheld der Geschichte ist Frank – ein 30-jähriger Mann, der als Taxifahrer sein Lebensunterhalt verdient und erfolgslos den Sinn seiner eigenen Existenz zu verstehen versucht unter der Sehnsucht, der stereotypen Lebensweise und dem Gefühl zu entkommen, dass er nur ein Scharf in der Herde ist.
Ein zufälliges Treffen jedoch verändert radikal Franks Lebensansicht und er fängt an endlich zu verstehen, worüber es hier geht…
I.
Es war neun Uhr abends, Frank, ermüdet nach dem langen Dienst, saß hinter dem Steuer seines Taxis. Ungeachtet der schief fallenden Regentropfen im Lichte der Reflektoren fuhr er nachhause.
Er setzte gerade den letzten Kunden aus, der in die Kategorie solcher hineinfiel, die sich problemlos einige teure Wagen leisten könnten, jedoch die Erfahrungen von Taxifahrern bevorzugen, als dass sie sich selbst mit den Verkehrssituationen, Konflikten und der Verkehrspolizei auseinandersetzen würden, bzw. um einen Nervenzusammenbruch im Verkehrsstau zu vermeiden.
Die Fahrstrecke war wüster in dieser späten Stunde und so hat Frank in Hinsicht auf die langsame Fahrt eher über seine Lebenssituation nachgedacht als sich dem Fahren völlig zu widmen.
In Grunde kann er sich nicht beschweren, er lebt ein befriedigendes und ruhiges Leben. Um die Miete für die Wohnung zu bezahlen, in der er allein schon fünf Jahre lebt, und die Ratenzahlung für das Auto und andere Rechnungen zu begleichen, muss er längere Dienste machen als normal aber andererseits kann er neben der Arbeit auch etwas dazu verdienen, da er eine Menge Menschen kennt und Nachtdienste die Vorteile haben, das Narkomanen den Morgen den abwarten können, um interessante Waren für Bares auszutauschen, die sie für ihre Dosis brauchen. Dealer nehmen nur Bares, da sie genug an Kunden haben und so sind Taxifahrer ein willkommenes Kettenglied in diesem Geschäft. Es ist zwar nicht viel, dennoch erfreut jede Kleinigkeit, dachte sich Frank. Er lebt sein Leben vom Tag zu Tag wie es so kommt, Zukunftspläne macht er schon lange nicht mehr, immerhin hat er sowieso nur wenig davon umgesetzt, was er sich jäh vorgenommen hat. Auf diese Weise ist es bequemer, er weiß ohnehin nicht, was morgen kommt, also warum sollte man sich darüber den Kopf zerschlagen.
Plötzlich bemerkte er eine Figur im Licht der Reflektoren. Neben dem rechten Seitenstreifen schritt ein einsamer Mann im nassen Mantel, in dunklen Hosen und Halbschuhen. Der unbekannte Mann, der neben der Fahrbahn ging, hielt an und drehte sich in Richtung des kommenden Wagens.
Frank, dessen Lebensanalyse unterbrochen wurde, erblickte das Gesicht eines ungefähr sechzig jährigen Mannes, dem unterhalb der Kappe graue nasse Haare hervorgestochen sind. Das Gesicht, welches Frank im Licht seines Taxis sah, war seltsam. Seltsam in dem Sinn, dass es irgendwie zu entspannt wirkte und Gelassenheit ausstrahlte.
Wirklich seltsam, dachte sich Frank, ein Alltagsgesicht, aber der Ausdruck kommt so an, als ob der Mensch mit Allem vollkommen versöhnt ist. Ich weiß nicht, was Morgen kommt und dieser Typ macht ein Gesicht, als ob er genau wusste, was in hundert Jahren passiert.
Ein Unbekannter trat von der Fahrstraße weg und Frank setzte im plötzlichen Impuls den Blinker und hielt mit dem Fahrzeug bei dem nächtlichen Fußgänger an. Er öffnete die Tür auf der Beifahrerseite und rief dem Mann im Regen zu:
„Mein Herr, steigen Sie ein, ich fahre Sie, Sie sollen nicht nass werden.“
Der Mann trat an das Auto heran, verbeugte sich zur geöffneten Tür, sein Blick rutschte vom Taxameter auf Frank und er ließ seine angenehme, leicht harsche Stimme erklingen:
„Ich habe Ihnen nicht zugewinkt.“
„Ich weiß, ich bin nach Dienstschluss, also sehe ich in Ihnen keinen Kunden und ich fahre Sie, ohne dass Sie zu bezahlen haben.“
„Das ist sehr nett von Ihnen, aber ich habe es nicht mehr weit.“
Unter normalen Umständen wurde Frank dem Unbekannten eine gute Nacht wünschen und seinen Weg gehen, aber die seltsame – fast schon greifbare Ausstrahlung von Schlaffheit und Frieden im Gesicht und wie er jetzt bemerkte auch im ganzen Wesen des Unbekannten, hat Frank als ob hypnotisch angezogen.
„Verzeihen Sie“, ließ er sich hören „Ich will mich nicht aufzwingen aber, wenn ich schon angehalten habe, sollten sie bitte einsteigen, es regnet viel und ich bin nicht in Eile.“
„Also gut, falls es Ihnen nicht zur Last fällt.“
Der Unbekannte stieg ein, er machte die Tür zu und sprach Frank an:
„Mein Name ist Paul – Paul Simon.“
„Ich bin Frank Body aber alle nennen mich Frankie.“
„Es freut mich Frankie, ich wohne nicht weit weg von hier, etwa zweihundert Meter weiter wird die Nebenstraße nach rechts Richtung Wald abbiegen und ein halbes Kilometer weiter liegt meine Hütte.“
„In Ordnung Herr Simon, in Paar Minuten sind wir da“, erwiderte Frank und bewegte das Auto. Nach etwa zweihundert Metern ging er die Nebenstraße hinunter und tauchte in den nächtlichen Wald ein. Die Asphaltstraße war zwar relativ eng, doch es würden schon zwei Fahrzeuge neben sich passen. Hohe Bäume wuchsen eng beim Fahrweg auf beiden Seiten.
„Wunderschöner Wald.“ Sagte Frank.
„Ja, er ist wunderschön.“ Erwiderte Paul.
„Mit wem wohnen Sie in Ihrer Hütte?“ Fragte neugierig Frank.
„Ich wohne alleine“. Reagierte Paul.
„Wird Ihnen nicht langweilig?“ Fragte weiter Frank.
„Ich habe keine Zeit, mich zu langweilen, ich bin sehr beschäftigt.“ Lächelte Paul.
„Hm, und was beschäftigt Sie so sehr?“ Würde gerne Frank wissen.
„Das Studium.“ Sagte Paul.
„Was studieren Sie denn, wenn ich fragen darf?“ Fragte Frank.
„Von jedem etwas und alles dreht sich um die Philosophie.“ Antwortete Paul.
„Oh je, oh je!“, lachte Frank, „Das ist pure Langweile.“
„Viele Menschen denken so und das ist schade, denn sie ahnen nicht einmal, was die Philosophie ist.“ Widersprach Paul.
„Eine Menge Reden über Nichts.“ Sagte Frank.
„Das ist die Meinung der Dahinvegetierten, das sind die, die ihr Leben nicht leben, sondern nur überleben, also dahinvegetieren. Die Philosophie ist eine Lehre über das Dasein, sie betrifft also jeden und Alles“, erwiderte Paul. Frank hielt das Auto bei der Hütte ein, die mitten im Wald verborgen war. Sie wirkte überhaupt nicht ungewollt in dem großen Wald und von außen sah sie sehr gemütlich aus.
„Danke für die Fahrgelegenheit. Um mich zu revanchieren, würde ich Sie gern zu mir zu einer Tasse Tee einladen.“
„Aber nicht doch, das müssen sie wirklich nicht tun, ich habe mich Ihnen sowieso aufgezwungen, darum möchte ich Sie nicht weiter belästigen. Sagen Sie mir bitte nur, wie sie es machen, dass Sie so eine enorme Gelassenheit und Ruhe ausstrahlen, denn ich muss zugeben, es hat mich beeindruckt.“
„Um es Ihnen zu erklären können, müssen Sie meine Einladung zum Tee annehmen. Sie machen mir damit einen Gefallen und da ich nur wenige Gelegenheiten habe, Gäste einzuladen, möchte ich Sie bitten, mir bei einem Versuch zu assistieren. Sie müssen sich keine Sorgen machen, es geht um einen rein philosophischen Versuch und Ihnen droht nichts außer einer Sache, und zwar, dass Sie die Philosophie zu interessieren anfängt. Sie hat in Ihnen bereits gewisses Interesse erweckt, ohne dies zu ahnen. Also, bitte sehr, kommen Sie mit mir.“
II.
Beide saßen in bequemen Sesseln beim angezündeten Kamin, von den Teetassen stieg Dampf und Frank fühlte sich angenehm. Die Hütte war wie ein Forsthaus eingerichtet, doch überall lagen Zeitschriften und Bücher herum. Meistens Fachliteratur, wie er bemerken konnte.
„Also, was für ein Versuch ist es?“, fragte Frank.
„Wissen Sie, mein ganzes Leben lang versuche ich Antworten auf Fragen zu finden, an die man angeblich keine Antwort finden kann.“ Erklärte Paul.
„Und ist es Ihnen gelungen?“
„Im Großen und Ganzen ja, jedoch bin ich mir bewusst, dass die Überzeugung nicht objektiv sein muss und somit konnte ich leicht in Irrtum geraten und in meiner Behauptung falsch liegen. Um dies zu vermeiden, brauche ich jemanden, der uneingeweiht und unbefangen ist, jemanden wie Sie.“
„Aber Sie kennen mich doch überhaupt nicht, wie können Sie wissen, dass ich das geeignete Objekt für Ihr Versuch bin?“
„Sie irren sich, dass ich Sie nicht kenne, denn heute Abend haben Sie mir genug über sich erzählt, auch wenn Sie sich dessen vielleicht nicht bewusst sind.“
“Was habt Ihr so über mich erfahren?“ Fragte neugierig Frank.
„Zum Beispiel das, dass Sie mir Hilfe angeboten haben, ohne dass ich sie verlangen hätte und das verrät mir über Sie, dass sie ein Mensch sind, dem seine Außenwelt nicht gleichgültig ist, dass Sie nicht nur an sich selbst denken und ebenso, dass Sie impulsiv handeln, was auch ihr Fahrangebot bezeugt.“
Frank musste zugebenen, dass ihn Pauls Fähigkeit, seine Verhaltensweise zu analysieren, überrascht hat.
„Also, um zur Sache zu kommen.“ Fuhr Paul fort. „Ich brauche mit Ihnen das Ergebnis meiner Ermittlung zu prüfen. Es geht darum, dass grundsätzliche Fragen, die angeblich unbeantwortbar erscheinen, meiner Meinung nach nur überstürzt und schlecht gestellt sind und um sie zu beantworten können, müssen sie vorerst auf einfachere Fragen zerlegt werden, und werden diese beantwortet, können wir schrittweise die Antwort auf die ursprünglichen, sogenannten unbeantwortbaren Fragen finden. Dabei müssen wir in Erwägung ziehen, dass jede Antwort unbedingt rein logisch sein muss und keine Zweifel erwecken soll.“
„Und was sind das eigentlich für Fragen?“ Fragte Frank etwas überrascht darüber, dass er noch immer nicht richtig versteht, worüber hier die Rede ist.
„Im Prinzip handelt es sich um alle grundsätzlichen Fragen, vom Dasein bis hin zur Findung einer objektiven Antwort darauf, welchen Sinn die Existenz dieser Welt ergibt und sollte uns gelingen, diese Antwort zu finden, können wir die Weltformel zusammenstellen“
„Aber ich bin doch nur ein Taxifahrer, wie konnte ich schon Antworten auf so wichtige Fragen finden?“
„Ihr solltet euch bewusstmachen, dass die meisten Entdeckungen und Lösungen nach ihrer Enthüllung so einfach erscheinen, dass wir darüber staunen, wieso bis jetzt niemand darauf kam. Ich bin darüber überzeugt, dass auch diese sogenannten unbeantwortbaren Fragen am Ende sehr leichte Lösungen haben werden!“
„Das klingt zwar gut, aber ich verfüge wirklich nur über ein Grundwissen und irgendwo fehlt mir vielleicht auch dieses.“
„Haben Sie keine Angst Frank, sie benötigen nur logisches und positives Denken.“
„Ich weiß nicht, ob ich Ihre Erwartungen erfülle.“ Zweifelte Frank.
„Das tun Sie bestimmt.“ Opponierte ihm Paul „Aber, um Sie darüber zu überzeugen, machen wir einen kleinen logischen Test. Spielen Sie Schach, Frankie?“
„Ja, ich bin zwar kein Meister darin, aber ich mag dieses Spiel.“ Sagte Frank.
„Mindestens wie viele Züge muss ein Spieler machen, um Schachmatt zu setzen? Natürlich bei der Grundstellung der Schachfiguren und rein logisch.“
Frank erwiderte ohne Bedenken. „Vier Züge, das lernte ich gleich als Anfänger.“
„Hm.“ Lächelte Paul. „Ich sehe, Sie sind ein geeigneter Kandidat für diesen Test. Ich behaupte, dass der Spieler technisch gesehen in zwei Zügen Schachmatt setzen kann, und das ohne Verstoß gegen die Regeln.“
Frank wurde für einen Augenblick nachdenklich und dann sagte er: „Sie versuchen mich über etwas zu überzeugen, was nicht möglich ist, oder ist es irgendein Trick? Immerhin müssten wir erstens das Feld eröffnen und dann den Angriff vorbereiten, wie könnte ich Schachmatt schon im zweiten Zug setzen?“
„Zuerst werde ich es Ihnen zeigen.“ Sagte Paul und stand vom Sessel auf.
Frank stand ebenfalls auf und beide gingen zum Schachtisch mit den Figuren in der Grundstellung.
„Ich habe weiße Figuren, also fange ich an.“ Sagte Paul und zog mit dem Bauer vom Feld g2 auf Feld g4.
„Sie behaupten also, dass Sie mich in nächstem Zug Schachmatt setzen?“ Lächelte Frank.
„Nein, ich sagte, ich zeige Ihnen wie es technisch möglich ist, dies in zweiten Zug zu erreichen , wobei Sie den Schachmatt mir setzen. Bitte ziehen Sie mit Ihren Bauer vom Feld e7 auf Feld e6.“
Frank machte, was man von ihm verlangte und Paul zog anschließend mit weiteren Bauer aus Feld f2 auf Feld f3.
„Also jetzt sollte ich Sie Schachmatt setzen, aber sofern ich erkenne, kann ich Sie mit meiner Dame nur Schach setzen“, ließ sich Frank hören.
„Jetzt finden wir uns in einem Moment, wenn ich Ihnen erklären möchte, was es bedeutet, logisch und objektiv zu denken. Ihre Sicht ist nämlich subjektiv, sie nehmen die ganze Situation nur seitens des Angreifers wahr, also Ihrerseits. Versuchen Sie sich in die Lage der weißen Figuren zu versetzen, also man sollte sich nicht auf einen guten Angriff zu konzentrieren, sondern im Gegenteil auf schlechte Verteidigung, denn es erscheint logisch, dass der Sieg nicht durch den Verdienst des Angreifers zu erzielen ist, sondern nur durch das schlechte Spiel des Verteidigers, in diesem Fall des weißen.“
Frank fing an, aufmerksamer auf die Stellung der weißen Figuren zu achten, er könnte jedoch nicht erkennen, worüber gerade Paul sprach.
„Um Ihre Qual zu beenden, spielen Sie den zweiten Zug uns setzen Sie mich Schach mit der Dame.“
Frank machte, was er sagte und versetzte seine Dame auf Feld h4, worüber er den weißen König Schach setzte.
„Nun und jetzt versuchen sie mich zu beraten, wie ich mich verteidigen soll.“ Bat Frank Paul.
Frank bemerkte erst jetzt, dass der Weiße keinen Zug machen kann, ohne von der schwarzen Dame bedroht zu werden oder seinen König zu blockieren.
„Das ist erstaunlich!“ Sagte plötzlich Frank. „Ich sage Ihnen aufrichtig, ich wäre bereit um Alles zu wetten, dass es unmöglich ist, aber jetzt sehe ich ein, dass es möglich und ganz einfach ist!“
„Ja, es ist so, wie ich es Ihnen anfangs gesagt habe, die Höchstmehrheit der scheinbar unlösbaren Situationen ist nach ihrer Lösung zu einfach zu lösen.“
„Sie denken, dass Probleme so einfach zu lösen gehen? Immerhin war das zwar beeindruckend, dennoch bleibt es nur ein Schachtrick, der uns nicht na vorne schiebt.“
„Ja-Ja, das stehe ich ein, aber dies sollte nur ein Beispiel sein. Bitte sehr, wir können eine ernsthaftere Problematik eingehen. Können Sie sich an eine unbeantwortbare Frage erinnern?“ Fragte Paul.
„Warten Sie einen Augenblick, ich denke nach.“ Sagte Frank und nach einem kurzen Moment hat sich sein Gesicht aufgeheitert und er sagte lächelnd:
„Das wird wahrscheinlich über Ihren Kräften liegen. Ich erinnerte mich auf die Frage, was zuerst kam, das Ei oder das Huhn? Es ist klar, dass keine der Antworten, also das Ei kam früher als das Huhn oder das Huhn kam früher als dass Ein, richtig sein können, da sich das Huhn nur von einem Ein ausbrüten kann, und was hat das Ei gelegt?“ Frank sah Paul mit Vergnügen an.
„Nun, wie lautet Ihre Antwort darauf oder soll ich mir eine andere Frage überlegen?“
„Aber nicht doch.“ Erwiderte Paul. „Das ist doch eine exzellente Frage, an der ich meine Theorie darüber prüfen kann, dass man zu einer Antwort auf diese Frage durch andere richtig gestellte Fragen kommen kann, die beantwortbar sind und diese werden uns anschließend ein Bild erstellen, das uns die ursprüngliche Frage beantwortet.“
„Na da bin ich wirklich neugierig!“ Sagte Frank begeistert.
Beide haben sich zurück in die gemütlichen Sessel beim Kamin gesetzt.
„Können wir anfangen?“ Fragte Paul.
„Nur zu, ich bin bereit.“ Erwiderte Frank.
„Also, was kam zuerst, das Ei oder das Huhn? Diese Frage müssen wir zerlegen, und zwar so, dass wir uns entweder auf das Ei oder das Huhn konzentrieren. Was denken Sie Frank, gibt es auch andere Eier auf der Welt als nur Hühnereier?“
„Natürlich, es gibt schrecklich viele. Von Vogeln, durch Reptilien und Insekten bis hin zu den Fischen.“
„Dermaßen wurden wir ein ziemlich breites Darstellungsfeld bekommen und deshalb wird es besser, wenn wir uns vorerst auf das Huhn konzentrieren. Wie oder von was entstand das Huhn, Frank?“
„Wir kennen drei Versionen, einige behaupten, dass alles Gottes Werk ist, die anderen sagen, dass sich alles Lebende von einfachen Lebensformen durch Evolution entwickelte, nun und letzten meinen, dass das Leben auf unseren Planeten die Außerirdischen erschufen.“
„Ausgezeichnet Frank, ich sehe, sie haben Übersicht. Ich sagte Ihnen, dass die Antworten streng logisch und beweisbar sein müssen, also welche dieser drei Antworten geht zu beweisen?“
„Über die Evolution haben wir unwiderlegbare Beweise, dank der Fossilien.“
„Gut, also Gott und außerirdische Zivilisationen kann man vorerst ausschließen, da die Evolution beweisbar ist. Nicht, dass wir diese Tatsache als Endlösung akzeptieren aber es genügt dazu, um die Antwort auf unsere ursprüngliche Frage zu finden. Die Frage herum das Dilemma bezüglich der Lebensentstehung werden wir noch später beantworten. Also, wir haben das Huhn und die Evolution, nämlich die Entwicklung. Von was konnte sich also das Huhn entwickeln?“
„So weit reichen meine Kenntnisse nicht aus.“ Erwiderte enttäuschend Frank.
„Macht nichts, diese Antwort muss nicht exakt sein, weil uns nur grobe Züge der Entwicklung dieses Tiers reichen.“
„Sofern ich mich recht auf meine Schulzeit erinnere, dann entstanden die ersten Lebeorganismen im Wasser und allmählich wurden sie zu Amphibien, bis sie sich dem Leben am Land angepasst haben.“
„Sehen Sie? Sie können es! Wir haben hier also bestimmte Lebewesen, die sich allmählich ihrer Umgebung durch Entwicklung angepasst haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Fortpflanzungsart der Lebewesen, da das Ei eigentlich ein Keim des Fötus ist. Was denken Sie Frank, hat sich die Fortpflanzungsart auch entwickelt?“
„Natürlich, immerhin werden zum Beispiel Säugetiere lebend vom Körper der Mutter geboren, wobei die Vögel, unteranderem auch Hühner, vom Ei ausschlüpfen.“
„Richtig, wir sprechen also über Fakten, die allgemein bekannt sind. Könnten Sie auch die Frage beantworten, wie sich die Lebeorganismen gleich am Beginn der Evolution vermehrten?“
„An das erinnere mich auch von der Schule, sie vermehrten sich durch Zellteilung.“
„Diese Antwort reicht völlig aus. Versuchen wir zusammen zu fassen, was wir bis jetzt gelernt haben.“
„Also,“ begann Frank „aus einfacher Fortpflanzung durch Zellteilung gelang die Entwicklung allmählich bis zum Fortpflanzungsstadium, wo zwei weitere Hauptarten entstanden sind, und zwar die Reifung des Fötus im Körper des Lebewesens und anschließende Geburt des Lebewesens und die Eiablage und die Reifung des Lebewesens außerhalb des lebendigen Körpers bis zum Schlüpfen.“
„Ausgezeichnet Frank, Sie könnten Vorträge an einer Universität halten. So kamen wir zum Schluss, dass sich mit der Entwicklung der Lebewesen auch die Art ihrer Fortpflanzung entwickelte. Eine weitere Frage wäre: Hat sich auch das Ei irgendwie entwickelt?“
„Na klar, immerhin bekommt man Eier in verschiedenen Größen, die man je nach Schalenart unterscheidet. Es gibt Eier mit Schalen, wie bei den Hühnern, und dann gibt es Eier mit unterschiedlich harten hautartigen Schalen.“
„Richtig, und in welcher Richtung ging die Entwicklung der Eier?“
„Da das Leben im Wasser entstand und die Fischlaichen auch nur Eier mit dünnhäutiger Schale sind, entstanden die Eier in dieser Form und allmählich entwickelte sich die Schale durch eine härtere Haut, wie es bei den Reptilien der Fall ist, bis zur Schale wie bei dem Vögeln.“
„Sehen Sie, wir finden schon hier einen Angriffspunkt dessen, woraus sich das Huhn entwickelt hat.“
„Meinen Sie die Fische – Reptilien – Vögel? Das ist ja vollkommene Wildnis.“ Lachte Frank.
„Die Entwicklung des Eis wurde dem entsprechen, aber das ist jetzt nicht wichtig. Wichtig ist, ob es logisch und beweisbar ist, dass sich das Huhn von einem Wasserlebewesen entwickelte, das sich allmählich dem Leben am Land anpasste und dessen Eier sich mit ihm entwickelten. Irre ich mich da?“
„Nein, das tun Sie nicht, bis jetzt ist alles klar.“
„Frank, beantworten Sie jetzt die Frage, seit wann hätte sich dieses Lebewesen als Huhn bezeichnet wie wir es heute kennen?“
Frank dachte einen Augenblick nach und dann sagte er: „Wahrscheinlich seitdem, wenn sich das Lebewesen so weit entwickelt hat, dass es Eier mit Schale zu legen begann und mit Federn bedeckt war.“
„Das heißt, wir könnten versuchen unsere Grundfrage zu beantworten, ob entweder das Ei, oder das Huhn zuerst kam?“
