Wenn der Kessel erst einmal kocht - Alex Langoschi - E-Book

Wenn der Kessel erst einmal kocht E-Book

Alex Langoschi

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Beschreibung

Steht die Menschheit am Abgrund? Es beginnt mit einem kaum beachteten Seebeben im Pazifik. Weitere Beben und Erschütterungen folgen und schon recht bald wird klar, dass mehr als nur ein abgegrenztes Gebiet auf dem Globus betroffen sein wird. Erschütterungen in Island bringen das Wasser der Geysire zum Kochen, in Mexiko bebt die Erde und droht, das Land in zwei Teile zu spalten. Kalifornien wird von unvorstellbaren Schneestürmen heimgesucht und die erdölfördernden Länder haben zunehmend Probleme mit ihren Bohrlöchern, welche in kürzester Zeit wieder verschlossen werden. Es ist eine Dystopie, in der der Autor eine möglicherweise gar nicht so weit in der Zukunft liegende Vision schildert. Rächt sich die Natur für das, was der Mensch ihr in den vergangenen Jahren angetan hat?

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Seitenzahl: 302

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie­.

Detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://www.d-nb.de abrufbar.

Alle Rechte der Verbreitung, auch durch Film, Funk und Fern­sehen, fotomechanische Wiedergabe, Tonträger, elektronische Datenträger und ­auszugsweisen Nachdruck, sind vorbehalten.

© 2023 novum publishing

ISBN Printausgabe: 978-3-99146-105-0

ISBN e-book: 978-3-99146-106-7

Lektorat: Leon Haußmann

Umschlagfotos: Alex Langoschi, Romolo Tavani | Dreamstime.com

Umschlaggestaltung, Layout & Satz: novum publishing gmbh

www.novumverlag.com

Kapitel 1

Die Tage in diesem besonderen Jahr hatten gerade noch die schönste Zeit auf der nördlichen Erdkugel vor sich. Es war Anfang des Sommers gewesen und die Sonne strahlte mit voller Kraft auf die europäische Seite. Philosophisch gedacht, einer wunderschönen Mutter Erde, die sich dann auch noch Welt nennt. Der lange Winter hatte eine strenge Zeit mit sich gebracht und das Frühjahr wollte die warmen Tage nicht so recht herausarbeiten. Somit war auch der April nicht das, was sich so manche Person darunter vorgestellt hatte. Der Mai war voll in der Kühle des Winters, eines besonderen Jahres, aufgegangen, ohne dass es viele warme Tage gegeben hätte. Damit waren alle Parameter für einen warmen und schönen Sommer gelegt worden, hatten sich viele sonnenanbetende Personen gewünscht und ausgemalt.

Des Menschen Vorstellungen weichen sehr oft von den realen Ereignissen des Weltgeschehens ab. Was hatten diese selbsternannten Jahrtausendwechsel-Propheten nicht alles vorausgesagt? Die Erde würde sich einem Klimawandel hingeben und einige Länder könnten dabei mit Wasser überspült werden. Keiner dieser selbst ernannten Propheten hatte dabei beachtet, dass sich die Wüsten auf diesem Globus einer Mutter Erde mit einer immer schnelleren Geschwindigkeit ausweiten würden. Die Erweiterung der Wüsten war nicht nur eine mit dem Klimawandel verbundene Kombination, es war ein lange vorbereitetes Naturereignis mit Folgen. Nur mit diesem vielen Sand ließ sich kein Geld machen. Die Wüste nimmt sich das, was die Dürren übriglassen. Dann wieder zurück zu all den Themen der sich stetig verändernden Welt. Tierarten würden aussterben, noch bevor diese auf der Welt überhaupt existiert hatten. Dieses hatte es bereits gegeben und ist eine Folge der Evolution auf diesem Globus, die es immer wieder geben wird. Vieles entsteht und vergeht im nicht Sichtbaren, einer sehr komplexen Welt.

Schließlich hatte sich die Welt auch ohne diese Vorhersagen schon einige Male verändert oder gar verändern müssen. Mal waren es Einflüsse, die mit Klima und Phänomenen und rein zufälligen Ereignissen übereinstimmten. Dann wurden die Einflüsse von außen her zu unberechenbaren Faktoren auf die natürlichen Abläufe der Erde zu besonderen Herausforderungen.

Es wurde immer zu Abläufen kombiniert, die nicht mit einem sofortigen zeitlichen Faktor ausgestattet wurden. Die Dinos waren nicht von heute auf den nächsten Tag ausgestorben. Es hatte schon einige tausend Jahre gedauert. Bis heute hat es dazu noch keine belegbaren Beweise gegeben. Es ist die Vermutung im Konjunktiv, die hier die Vorstellungen der Menschen herausfordern.

Mit dem Klimawandel wären andere Vorstellungen zu nehmen gewesen. Das steigende Wasser nimmt den Menschen etwas fort, kommt langsam, aber kontinuierlich, lässt nicht nach. Kann nicht aufgehalten werden und dann ist alles wieder weniger und normal. Diese Vorstellungen hatten nicht in die Denkmuster der Architektur und monetären Systeme dieser vorherrschenden Weltanschauung gepasst. Daher musste das Wort des Klimawandels für etwas herhalten, als das wahrscheinlich kommende Monster in der Zukunft, was auch hochdramatisiert wurde, um die notwendige Aufmerksamkeit zu erreichen. Die Bühnen der Welt konnten allerdings nur schwerlich dieses Kommende hochdramatisieren. Wasser auf die Bühnen bringen, um es den zahlenden Besucher zu erklären, war nicht so einfach herüberzubringen. Schließlich würden dann diese Besucher auch noch im Wasser sitzen müssen. Dieses wäre eine unvorstellbare Anmaßung gewesen.

Die Gesellschaften der Welt bewegten sich währenddessen in weiterwachsenden Ergebnissen und stets sich verbessernden visuellen Eindrücken. Die Bühnen der Fantasien wurden immer weiter ausgeweitet. Die Weltreligionen spielten gegenüber den jeweils Gläubigen eine Taktik der immer mehr auf Täuschen ausgerichteten Lehren. Bücher, die die reine Wahrheit über Religionen und Vergangenes hätten aussagen können, wurden unter höchsten Sicherheitskriterien verschlossen gehalten.

Der Papst der römisch-katholischen Kirche tritt von seinen Ämtern noch lebend zurück und ein neuer Papst prophezeit dringend erforderlichen Wandel. Die Menschen glaubten daran und hatten wieder Mut auf bessere, sich ihnen anpassende Veränderungen in die Zukunft geknüpft. Dieses hatten die Menschen im sogenannten „Dreißigjährigen Krieg“ auch gehabt, als die Religionen immer zum Guten wendend und unter dem Schutzschirm des Glaubens tötend durch die Lande gezogen waren in Europas Mitte. Davor waren es die sogenannten Großen, die immer nur auf Eroberung ausgerichtet waren, zur Anreicherung der eigenen Schatztruhen.

Die Historiker aller Jahrhunderte stimmten und stimmen hier ihre Huldigungen an, um auch ihre Reichtümer mehren zu können. Schlussendlich geht es dabei immer wieder darum, die eigene monetäre Überlebensmöglichkeit zu sichern. Der menschliche Exitus wird bei diesen Betrachtungen immer schön und möglichst verbergend im Hintergrund gehalten.

Mord und Tod im Auftrag der Religionen beherrschte die Welt zu einer Zeit, als das sogenannte Heilige Land erobert werden sollte. Der Begriff des Ordens wurde bis in die jüngste Zeit dabei missbraucht und wird auch weiterhin in dem Verständnis der heutigen Zeit nicht korrekt angewendet.

Dabei sind die Begriffe der Großen Kriege mit mehreren Millionen nachgewiesenen Toten kein Erfolg der Menschen, sondern eine menschenverachtende Einstellung einer Herrschaft, die den Sachverstand fernab von den realen Ereignissen gehabt hatte. Doch auch diese Zeit hat mit neuen anderen Voraussetzungen auf das neue Kommende sich ausgerichtet. Eine neue Fassade wurde unter anderen Voraussetzungen nur davorgestellt.

Die Ereignisse lassen diese Fassaden Veränderungen vom Zarenreich über den Kommunismus bis hin zur Moderne gut und nachvollziehbar darstellen. Es wurden gerade wieder einmal die neuen Fassaden eines unendlich monetären Systems präsentiert und die Fassade des immer jüngeren Neuen wurde schon auf die Kinder und das Stadium davor verlegt. Somit wurde in der Vergangenheit schon das Zukünftige ausgerufen, bevor es zu existieren begann.

So weit war es zu dieser Zeit des besonderen Jahres schon gekommen. Auch der Präsident der USA hatte einen riesigen Zulauf erzeugt, bevor dieser seine Arbeit aufgenommen hatte. Jahre später zeigten die realen Ergebnisse in einer veränderten Darstellung dann den Menschen als Enttäuschung und weitere Täuschungen.

Doch Glauben und Zukunft sind eine Fassade, die sich in der Zeit danach erweisen sollte. Die Menschen haben dazu aber immer ein zu kurzes Zeitverständnis entwickelt, um die stetig laufenden Erneuerungen und Überspielungen der die Realität verfremdenden Anpassungen noch wahrzunehmen gehabt.

Verstehen und die Fassade zu hinterfragen wurden durch ständige Erneuerungen, die auch wieder in der Fassade neueren Updates versteckt und überdeckt und damit wiederum verdeckt wurden. Es zählt nur noch das Aktuellste als das Regelwerk des Laufenden. Alles andere wurde einfach ausgeblendet und überspielt.

Das Internet hatte eine Dimension der Besserwisser entwickelt, so lange, bis es den eigenen Geldbeutel nicht betreffend schädigen könnte, und die Presse hatte sich erkoren, sinkende Printmedienzahlen mit dem Wachsen einer Softness-Gesellschaft zu begründen. Dabei hatten die Menschen den Betrug an ihren eigenen Informationen als Rechtfertigung einer sich wandelnden Informationsmöglichkeit in der Folge als einen Erfolg zu bejubeln. Dass dieser persönliche Datenmissbrauch von anderen Personen zu deren Vorteil ausgenutzt wurde, hatte in kurzer Zeit einige besondere Höhepunkte erreicht. Die Politiker untereinander horchten sie aus, mit der Möglichkeit, eigene Vorteile zu erhalten. Die einzelne Person war gegen diese Umverteilung der kostenlos gelieferten Informationen in der Legitimation des Kleingedruckten versteckt und nicht mehr rückgängig zu machen der Begründung hoffnungslos ausgeliefert worden. Datenschützer wurden zu Marionetten der Spionage unter Freunden herabgewürdigt.

Dabei war die Vollkommenheit der Zeit mit einem unendlich sich vermehrenden Geldsegen verbunden. Der sich auf Scheinen vergoldende Geldsandboden bekam immer mehr Risse, die nur mit der Täuschung und ständigen Veränderungen von Gesetzen, auch rückwirkend, die Risse in den Politischen- und Bankensystemen aufzeichneten. Solange es möglich gewesen war, getrieben zu werden, solange funktionieren diese sich ständig verändernden Paramater einer riesigen globalen Weltwirtschaft einfach und fast nebensächlich. Hauptsache, die tägliche Fassade wurde nicht beschädigt.

Die Unruhen, auch bei gesetzlich legimitierten Regierungen, hatten in einigen Ländern sehr hohe Ansprüche an die Reichen des jeweiligen Landes entwickelt, dass sich derartige Umsturzideen entfachen ließen. Der Reichtum eines Landes stachelte die ärmere Gesellschaft zu Umstürzen an, mit sehr viel investiertem Geld aus den Scheingeschäften der Börsen und Wettbüros folgend. Geld wurde aus Scheingeschäften heraus produziert, um der Geldwäsche einen Freibrief zu erlauben. Nach außen hin versuchten Regierungen, Länder und Institutionen, wie Deutschland und die EU im Besonderen, derartige Abläufe zu unterbinden, waren aber gerade für diese Systeme die reinsten Unterstützer. Statt diese ausufernden Systeme zu bekämpfen, wurde die Hoffnungslosigkeit auch durch die Stimmen der jeweiligen Länder mit und von ihrem Stimmvolk tatkräftig unterstützt. Es ging hauptsächlich in dieser Zeit um die Vertuschung eines hochverschuldeten, frei gewählten politischen Systems. Die Systeme hätten aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten alle schon der staatlichen Pleite zugeführt werden müssen. Stattdessen wurde mit den englischen Begriffen hantiert. Den Badbanken die Schulden transferiert, als wenn mit Schulden noch Geld gemacht werden könnte. Ein politisches System sitzt solch eine vertuschende Insolvenz mit dem Faktor Zeit aus. Es entsprach fast den natürlichen Abläufen der Welt und dem Weltraum.

Die Religionen glaubten alle noch an die Macht der von ihnen verbreiteten, angeblichen alles heilenden Visionen eines Reiches in der fernen Zukunft. Dabei wurden Behauptungen und Gegenbehauptungen zu regelrechten Gemetzeln unter der gleichen Glaubensgemeinschaft, im Namen derselbigen, als gerechtfertigt verstanden. Die kriegerischen Herde wurden über die Länder Asiens, Afrikas und des von Menschenhand ernannten Landes „Heiliges Land“ als selbstverständliches Ereignis wahrgenommen. Kaum war ein Krieg aus monetären Erwägungen erloschen, wurden an anderen Stellen neue kriegerische Auseinandersetzungen als Anstachelung der Ärmsten der Armen für rechtens angesehen.

Dabei war es schon als eine rein menschliche Katastrophe anzumerken, dass sich derartige Dinge und Rechtfertigungen im Sinne eines „Heiligen Landes“ überhaupt ermöglichten. Der Schein trug dazu bei, alle Mittel zu heiligen, die sich in dieser Zeit ereigneten. Letztendlich waren es die Gedanken, die zum Schutz des Eigentums als letzte Möglichkeit zum Töten im Selbstschutz herangezogen wurden.

Das eine Staatensystem liefert die Waffen zum Töten und das andere Staatensystem stellt Personal und Geld zur Verfügung, damit die Waffen wieder aus dem Land entfernt werden können. Wo steht da noch der Mensch, der immer nach der Moral ruft? Die UN, als zahnloser Tiger, machte auch nur auf der Vorgabe der geldgebenden Länder, was ein Anschein der Möglichkeiten gewesen war, etwas unternehmen zu wollen.

Hatte es in der Vorzeit nicht auch schon derartigen kulturelle Untergänge gegeben, die schon immer bewusst in der Vergangenheit forschender Professuren begründet wurde? Plötzlich lernten die Saurier laufen und sogar Schmerztherapien erkennen. Dem Gläubigen wissenschaftlich orientierten Volke wurde und wird, von den Sauriern begründet und angeblich ablesbar, dieses dargestellt. Was manche Professur aus dem Boden der unbeschriebenen versteinerten Vergangenheit lesen können, grenzt fast schon an eine seltene Gruppe von Menschen, die nicht einmal erklären konnten, warum im zwanzigsten Jahrhundert die Menschen an Hunger und Krebs sterben. Da grenzt so manche Vorstellung an außerirdische Kräfte, die alles konnten, nur nicht der Realität sich anzunähern.

Die Familien auf dem europäischen Festland hatten sich einen anderen Wetterverlauf gewünscht. Leider entscheidet der Mensch nicht über den natürlichen Verlauf des Wetters. Die Forschungsinstitute hatten es mit dem Klimawandel, der immer wieder aus den Medien gemeldet wurde, nicht einheitlich in Verbindung bringen können. Die Überwachungen des Klimas in der Arktis und in der Antarktis zeigten auf, dass sich die Eismengen nicht mehr verringern würden, so wie in den vergangenen Jahren es sich an den Polen aufgezeigt hatte. Diese Ergebnisse wurden in den dargestellten und präsentierten Dokumenten auch als wichtige Veränderung des Klimas fast gebetsmühlenartig verbreitet.

Dabei wurden die Zahlenwerke mit verschiedenen Dimensionen verschoben und als immer größer werdendes Zahlenwerk dargestellt. Bei einem Atomunfall in Japan wurden die Zahlenwerke derartig verfälscht, dass die Menschen auf der Welt den Eindruck bekamen, die Erde mit ihren eigenen atomaren Faktoren könnte sich hinter diesen Zahlen nur ehrwürdig verstecken. Die Zahlen wurden pro Tag immer wieder neu dimensioniert. Eine Korrektur hatte es, wenn überhaupt, nur in einer beiläufigen klein gedruckten Meldung eines unscheinbaren Blattes gegeben. Die Spendengelder für diese Organisationen wurden aber weitergezahlt.

Hier konnte manchmal die Frage nach dem Weiterlernen einer sich als besonderes bezeichnenden Spezies gestellt werden. Doch so weit wurden die sich verändernden Parameter einer sich stetig wandelnden Natur nicht verfolgt. Die Natur überlebt den Menschen, wurde schon nach der größten menschlichen Katastrophe, der Zündung der Atombombe und der Folgen daraus, prognostiziert. Doch dieser Wettlauf sollte sich weiter fortsetzen. Hier kommt Herr Münchhausen mit seinem Ritt auf der Kanonenkugel wieder einmal in die realen Vorstellungen zurück. Wird der Mensch einstmalig sich selbst auf dieser Kugel in das Jenseits befördern lassen?

In der Natur verbreiteten sich das Anti-Körper und Anti-Bakterien, wie diese immer resistenter werdenden Bakterien genannt wurden, mit einer immer größer werdenden Geschwindigkeit. Dagegen wurden die aussterbenden Arten immer mehr der Annahme geopfert, mit immer größer werdenden Naturparks diese Aufgabe lösen zu können.

Hier prallten Meinungsmache und natürliche Abläufe in den Diskussionen aufeinander. Vieles sprach auch dafür, dass der Klimawandel, gemessen am Lebenszeitlauf eines lebenden Menschen, mit den natürlichen ablaufenden Veränderungen nicht ganz in Einklang zu bringen sei. Der Mensch ist nur eine begrenzte Zeit als Gastperson auf dieser Erde anwesend. Die Natur dagegen lenkt das Schicksal der Erde von Anfang bis zum Untergang.

Nach einiger Zeit kam dann der Sommer auch tatsächlich an. Dafür war er um so ausdauernder in diesem besonderen Jahr der anderen Wetterlage. Mit sechs Wochen Sonnenschein in Europa, die es mit kleinen Unterbrechungen gegeben hatte, hatte das Land das gute überraschende Wetter hinter sich gebracht. Viele Sonnenanbeter waren auch gleich enttäuscht von dem natürlichen Wechsel des Wetters nach dieser Hitzeperiode. Was für den einen Personenkreis als unfassbare Gier einer besonderen Situation nicht empfunden wurde, konnten andere Gruppen als besonderes Ereignis in ihre Statistiken für die Zukunft einbringen. Doch Vorteil des einen ist dem anderen schon als Vorteil mit Nachteilen bewusst.

Neben dem Gedanken des Klimawandels wurden die ersten Berichte verfasst, die sich mit einer verändernden Gesamtlage auf dieser Welt beschäftigten. Vieles war zu gut gelaufen und es hatte sich immer noch einmal gesteigert.

Die Meteorologen und gleichzeitig die Land- und Forstwirtschaften hatten sich diesen Wetterwechsel, gleichermaßen schon fast bittend, herbeigesehnt. In einigen Gegenden waren die Waldbrandgefahren auf nicht mehr zu überbietenden Höchststände gestiegen. Die Statistiken der Wetteraufzeichnungen schlugen einen Rekord nach dem anderen auch weiterhin. Besonders hart hatte es die Land- und Forstwirtschaft getroffen. Ausgesäte Saaten auf den Feldern konnten erst gar nicht wachsen, weil der Erdboden und die trockene Luft in Verbindung mit der täglich scheinenden Sonne kein Wasser mehr zur Verfügung stellten.

An einigen Berghängen vertrocknete, sehenderweise, die Vegetation mit schlimmsten Folgen für die nächsten Jahre. So berichteten es die Printmedien in den veröffentlichten Berichten und abgedruckten Aufzeichnungen. Es entstanden sogar eigens Bücher, wie dieser Wandel zu beheben und der Natur eine Unterstützung mit monetären staatlichen Unterstützungen geleistet werden könnte. Dass für die Natur dieses nur begrenzt möglich wäre, wurde von so manchem Stadtmenschen nicht verstanden.

Die Natur hat bisher immer den Menschen überlebt, auch in außergewöhnlichsten Wettersituationen. Der Mensch sollte als Gast auf dieser Erde verweilen und sich als Teil der Natur verstehen. Zu diesen Themen wurden die religiösen Bücher an manchen Stellen nicht richtig wiedergegeben.

Ein Forscher schrieb in einem sehr einfachen und alles beschreibenden Kommentar, „… die Natur hätte vor dem Menschen schon bestanden“. „Die Natur werde auch dieses natürliche Ereignis eines besonders trockenen Sommers verarbeiten können. Die Natur braucht eine Zeit, sich zu erholen.“ Auch ohne den Eingriff des Menschen, wenn dieser nicht schon in die Natur eingegriffen hätte. Der Mensch allein könne keine unendliche Zeitfolge in der Natur überleben. Der Mensch als ein sehr kleines Teilchen in der Natur, hat eine für jede einzelne Person bestimmte Start- und Ende-Markierung definiert bekommen. Welche eine jede Person in seiner Persönlichkeit nur im Eigenwillen verkürzen kann.

Die Natur dagegen hat viel, wenn nicht sehr viel Zeit für Lösungen. Daher läuft der Mensch immer hinter Lösungen her. Die Natur würde sich selbst helfen und eigene Mittel entwickeln, um Extremsituationen auch langfristig verarbeiten zu können. Länger und mehr Zeit als der Mensch, der auf dieser Erde als Gast verweilt. Der Mensch kommt mit Nichts und wird auch mit Nichts die Welt wieder verlassen. Schließlich hätte die Natur auch die Zeit der Dinosaurier überlebt und die Verschiebung der Erdplatten meistern müssen. Der Mensch dagegen versucht nur annähernd nach einer Lösung zu suchen, warum die Natur die Saurier hat untergehen lassen. Daher wissen die Forscher in dieser Zeitepoche auch, welche Schmerzen die Saurier gehabt hätten.

Die Menschen waren schon erfreut gewesen über diese extremen Temperaturen, von täglich über dreißig Grad Celsius, als den schönsten Sommer. So sollte es jedes Jahr sein, wurde übermütigen Sonnenanbetern dann auch von den Medien abgetrotzt.

Eine gute Meldung ist immer eine Sache der Ansicht, bemerkte einmal eine schreibende Person. Vor allen Dingen dann, wenn es den Menschen besonders gut ginge und das Wetter seinen erhofften Segen dazu leistete. Alles immer zum Vorteil des Menschen gesehen, kann in der Folge von Ereignissen nicht real genug funktionieren. Dieses hatten schon umfangreiche Forschungen bei den Mikroben festgestellt. Eine kleine unverhoffte Veränderung und das erfolgreiche Model bricht in sich selbst zerstörend innerhalb einer ablaufenden Reihfolge zusammen.

Dabei war in den vergangenen Jahren eine merkwürdige Begebenheit in Norddeutschland ausgebrochen, die sich mit der Windrichtung ohne Erklärung durch die Behörden ausgebreitet hatte. Epidemien in der Natur kommen meistens aus Asien herüber. Auch hier wäre einmal eine Klärung angebracht und notwendig aufzuspüren und zu wünschen gewesen. Da lässt ein Startpunkt in Norddeutschland auch schon einmal einen Laborunfall in Frage kommen. Geklärt wurde dieser Fall wegen der Komplexität dann auch nicht. So konnte es kommentierend von den Kontrollämtern im Rahmen der Zeit verlauten. Wie viel und was getötet werden musste, spielte in den veröffentlichten Berichten nur am Anfang eine bedeutende medienwirksame Schlagzeile.

Die Wetterlage verschob sich mehr und mehr zu extremen Situationen von Jahr zu Jahr. Der Mensch konnte fast täglich lesen, welche bisher unbekannten Ereignisse der Natur sich so zutrugen, und der Mensch persönlich war nur Zuschauer. Der Mensch wurde zum Zuschauer einer natürlichen Veränderung der bisherigen Wetterparameter.

In Asien hatte es in der Folge großer Taifune in Pakistan und Bangladesch riesige Überschwemmungen gegeben.

In England wurde im Süden von einer bisher unbekannten Überschwemmung berichtet. An der Küste Frankreichs zum Atlantik hatten sich riesige Wellen angelandet und führte dabei teilweise zu erheblichen Zerstörungen.

Es ist eine Fassade, die manche verdeckende Vorstellung ermöglichte, was bisher kaum noch zu überbieten gewesen wäre. Doch irgendwann fällt jede Fassade einmal herunter. Doch mache tägliche Meldung, bei diesen Voraussetzungen, kommt herein und findet kein Interesse. Wen interessiert schon ein Wetter wo anders? Solange es die Person nicht direkt betrifft, solange wird das Wetter als ein Spiel der Natur angesehen. Andere Situationen, wie zum Beispiel Katastrophen, ziehen andere nur zeitliche Aufmerksamkeiten auf sich. Danach verschwinden diese so wichtigen Meldungen wieder von einer anderen Meldung überlagernd. So wird Tagesaktualität von länger laufenden Folgenden einfach kommentarlos überrollt.

Anders bei dieser Meldung:„Schweres Erdbeben in der Nähe der japanischen Inseln auf der Meeresseite zum Pazifischen Ozean, rund zweihundert Kilometer im Meer.“So lautete die erste Information zu diesem Ereignis auf den Titelseiten der Zeitungen. In London wurde gar ein Sonderblatt herausgegeben. Es hatte gerade drei Uhr am Big Ben geschlagen, als diese Information in die Online-Netzwerke eingespeist wurde. Es konnte nicht eine Wettermeldung gewesen sein, um ein derartiges Interesse zu wecken.

Das Wort „Schweres Erdbeben“ hatte die Menschen zum Aufhören animiert. Das Wort und die Zeit hatten die Menschen erschrocken aufschauen lassen. Die Informationen, die zur Klärung benötigt würden, waren aber nicht vorhanden. Es war die Headline, die die Menschen bewegte.

Diese paar Worte nur, ohne weiteren Kommentar, zogen die interessierten Menschen an und schreckten auf. Für viele Menschen wäre es eine Meldung ohne Bedeutung gewesen. Wo ist denn der Pazifische Ozean?

Wenn es eine Antwort gegeben hätte, dann könnte diese so lauten: Weit weg.

Dann war wieder Ruhe eingetreten. Das tägliche Leben forderte alle Aufmerksamkeiten genau ohne diese Meldung auf, um drei Uhr Big Ben Zeit. Es fehlte die Sensation der Erklärungen zu dieser Meldung.

Die nächste Information folgte fast eine Stunde später.„Es wäre ein Seebeben der Stärke neun Komma siebenfünf gemessen worden.“Dieses Ergebnis wurde zuerst einmal von den Institutionen angezweifelt. Daher war zwischen erster Headline und weiteren Erklärungen einiges an Zeit vergangen. Zeit, die in schwierigen Situationen eine lange verzögernde Wirkung haben könnte. Vielmehr wurde zuerst von einer Atomexplosion mit unvorstellbarer Stärke ausgegangen.

Die Menschen in der gesamten Welt, die diese Information dann schon gelesen hätten, staunten dann nicht schlecht. Die Medien hatten diese neusten und erstaunlichen Werte alle auf ihre Titelseiten gebracht und dann noch mit vielleicht Vorhersagen untermauern versucht. Die Höhe der Bebenstärke interessiert zuerst einmal nur wenige Personen auf dieser Erde. Zumal für die meisten Personen zu dieser Zeit etwas anderes im Vordergrund gestanden hatte. Es war in Europa so etwas wie Feierabend oder gar Abendstunde gewesen, als die Meldung als Headline verbreitet wurde. In Asien, vor Ort, war es Nacht und dunkel gewesen. Die Menschen hatten sich bereits mit anderen Themen befasst. In Asien wurde in geduldiger Würde auf weitere Informationen gewartet. Schließlich hatten die Forschungen ja in der Vergangenheit für ein Frühwarnsystem gesorgt, vielleicht im Konjunktiv? So hofften diese Menschen nun auch auf die Funktionsfähigkeit dieser technischen Einrichtungen.

Die Menschen waren zu dieser Zeit auch in einer sehr guten und vielleicht schon zu satter Einstimmung in das Lebensgefühl der immer Erfolgreichen, eingestiegen. So manchen Schrecken hatten die Bevölkerungen Asiens in den letzten einhundert Jahren schon überstanden. Einige selbstverschuldete übermütige Aktionen hatten in Kriegen und Auseinandersetzungen schon verheerende Folgen nach sich gezogen. Gelernt hatte die Gesellschaft in der Folge daraus aber nichts. Daraus gelernt hatten nur wenige Personen. Der Hass unter einigen Volksgruppen hatte mehrere Jahrzehnte für keinen wahren Frieden untereinander gesorgt. Die untätigen großen Vereinigungen, ob politisch oder militärisch, hatten bei den Lösungen nicht immer die goldenen Regeln angewendet oder zum Erfolg dazu beigetragen.

Die Menschen waren auch in vielen Tätigkeiten zu oft mit sich selbst und dem Anschaffen von Reichtümern in einer unvorstellbaren Größenordnung mit sich selbst beschäftigt gewesen. Es reichte nicht mehr, nur satt zu sein. Produkte wurden vernichtet, weil eine monetäre Machtgesellschaft dieses Verhalten als Konsumverhalten eingestuft hatte. Wer diesen konsumierenden Trend nicht gefolgt war, wurde aus der Gesellschaft ausgestoßen. Doch die Klüfte zwischen Arm und Reich hatten schon spürbare gesellschaftliche Risse aufzuweisen gehabt.

Müllcontainer wurden zu Stätten der Versorgungsmöglichkeiten einer ärmeren Bevölkerung. Was der reiche Mensch nicht mehr benötigte, wurde von den weiter verarmenden Bevölkerungsschichten zum Prinzip des Überlebens und der Überlebenskünstler.

Politisch wurden die Gesetzgebungen mit rasenden Geschwindigkeiten von einer sich selbstbeschäftigenden Elite, der vom Volk gewählten Vertreter, zur Verwirrung und Beschäftigung der Justizen vorangetrieben.

Diese veröffentlichte Meldung schreckte nicht einmal die Verantwortlichen der Gesellschaft auf. Schließlich hatte es Erdbeben schon sehr viele gegeben. Nicht einmal die Stärke und die Entfernung hatte an einer verändernden Einschätzung etwas geändert. Nur die Institute selbst waren etwas nachhaltig irritiert worden und werteten die Skalen der Seismografen wiederholend aus. Dabei wurde bei den aufzeichnenden Instituten festgestellt, dass diese Stärke an der Grenze der Aufzeichnungsmöglichkeiten der Geräte gelegen hätte.

Keine weiteren Reaktionen entlockten dann die realen Feststellungen, dass ein Erdbeben stattgefunden hatte. Schließlich war es ein Seebeben und solche Seebeben sind meistens schnell wieder vergessen. Die eventuell auftretenden Folgen waren in der Vergangenheit meistens mit wenigen Schäden auf der Landfläche verlaufen. Somit waren auch keine nachhaltigen Versicherungsschäden auszumachen gewesen. Dabei wurde auch der Satz hinterhergeschoben, bis auf das eine Mal, wo der Tsunami vieles nachhaltig verändert hatte in Japan. Doch auch dieses Ereignis war schon lange in Vergessenheit geraten. Die Folgen wurden und waren immer noch Aufgaben einer bereits stark verstrahlten Personengruppe gewesen. Diese spezielle Gruppe versuchte, mit viel Geld ausgestattet, diese erforderlichen und bereinigenden Nachhaltigkeiten mit allen zur Verfügung stehenden Mittel wiederherzustellen.

Die nun betroffenen Gebiete bezogen sich übereinstimmend alle auf sonst übliche Informationen der betroffenen Institute. Es sollte keine Tsunami-Warnung gegeben haben, wurde in den erweiternden und nächsten Meldungen nachgeschoben. Was wiederum einige Personen der unmittelbaren Regionen schon in Erstaunen versetzt hatte. Diese Meldungsinformation wurde von allen Beteiligten als seltsames Phänomen in ihrer ersten meist persönlichen Einschätzung eingebunden. Diese vermeintlichen Feststellungen erzeugten für erweiternde zu treffende Maßnahmen keine weiteren Reaktionen, keine Unruhe. Denn wenn die Erde mehrmals in einer Gegend pro Jahr bebte, dann erscheinen solche Meldungen auch weniger interessant und erzeugen keine weitere Beachtung. Schon gar keine warnende Information.

So weit, so gut, hatten zu dieser Zeit es damals gern informierte Personen und Institute dokumentiert. Das starke Beben hatte sich zwar zugetragen und wurde auch von den seismographischen Instituten aufgezeichnet. Der übliche Effekt, der bei vorangegangen gleichen Situationen stattgefunden hatte, trat nicht ein. Zumindest nicht gleich und spürbar für die Menschen. Die Erde, so hatten es alle Verantwortlichen Personen registriert, hatte zwar stark gebebt, aber die Schäden waren auf der Landfläche relativ gering einzuschätzen. Einige Brücken und Gebäude waren in der erweiternden Nähe des Bebenzentrums eingestürzt oder umgestürzt. Aus der Höhe der genannten Zahlen, entstanden aus der gemessenen Ebenstärke, waren keine Einschränkungen festzustellen gewesen.

In der direkten Folge hatte es keine menschlichen Opfer gefordert. Ansonsten konnte nichts Sichtbares und Ungewöhnliches vermeldet werden. Alle Warnung wurde schon fünf Stunden nach dem gewaltigen Seebeben wieder aufgehoben. Für japanische Verhältnisse war dieses Ereignis nichts Ungewöhnliches oder gar Erschreckendes gewesen. Die Normalität für das tägliche Leben nahmen die Menschen schnell wieder ein. Auch die Weltmedien hatten dieses Seebeben nur mit einer kurzen kleinen Mitteilung gewürdigt.

Die Institute waren schon in einigen Diskussionen gezwungen Anpassungen vorzunehmen. Alle aufzeichnenden Skalen bei Werten über zehn seien nicht mehr in der Lage, höhere Werte anzeigen zu können. Dabei ergaben sich Meinungen aus einigen Diskussionen heraus, die Skalen so zu modifizieren, und dieses weltweit, dass erste Bebenergebnisse erst ab einer Stärke von größer drei auf den Skalen angezeigt würden.

Dieses rief nach einer weitreichenden und weltumspannenden Aufzeichnungsveränderung. Manche Institute kommentierten diese Vorschläge als Fälschung von realen Werten. Kleine Werte würden gerade anzeigen, wie sich gerade steigende Bedrohungen von kommenden Beben ankündigten. Dieses spräche nicht gerade von überzeugenden Argumenten. Damit hatten sich die Institute in eine Reihe längerer Diskussionen eingebracht. Es wurde und musste nach alternativen Möglichkeiten, bei immer mehr steigenden Werten, gesucht werden. Ein schnelles Ergebnis war damals bei solch einer Veränderung der Darstellung nicht zu erwarten gewesen. Kommentierend wurde noch nachträglich hinzugefügt, dass ab der Stärke neun es nur noch auf die Statistik ankäme. Die Infrastrukturen würden dabei erheblich zerstört werden.

Gegen Abenddes gleichen Tages, ungefähr acht Stunden nach dem Beben, wurden folgende Informationen aus Japan über die Presseagenturen verbreitet: „Der Wasserspiegel an der japanischen Pazifikküste sei ungewöhnlich, um knapp einen Meter gesunken. Nur an diesem heutigen Tag“, wurde dazu weiter kommentiert. „Es gäbe dazu zu diesem Zeitpunkt keine Erklärung. Es würde weiter beobachtet“, so hatten es die interessierte und vielleicht betreffende Bevölkerung und interessierte Medien auch wahrgenommen.

Die Nacht brach in Europa herein und in Japan hatte der erste Tag nach dem Seebeben und der neue Tag schon wieder begonnen. Die Situation der sinkenden Pegelstände vor Japans Küstenstreifen wurde in den europäischen Abendnachrichten mit verschiedenen Szenarien versucht zu erklären. Doch an der realen Situation, dass der Wasserspiegel immer mehr und mehr sank, verbesserte sich in den folgenden Stunden nichts. In Amerika wurden diese Ereignisse nur in einer kleinen, fast unscheinbaren Meldung gemeldet.

Auf dem europäischen Kontinent hatte sich zu diesem Zeitpunkt auch noch ein vom Atlantik über Frankreich herkommendes großes Sturmtief mit einer großen Ausdehnung gebildet. Der Wechsel von dem sehr langen trockenen Wetter zu feuchterem kühlerem Wetter hätte solche Phänomene im Gepäck, berichteten die Meteorologen zuerst noch zur Beruhigung der betroffenen Gebiete. Doch schon bald wurden diese besonderen Wetterlagen nicht mehr so auf die normale Wetterberichterstattung hinübergenommen.

Es wurden besondere Messungen in der Atmosphäre durchgeführt, weil die europäische zivile Luftfahrt ebenfalls über Schwierigkeiten bei den erfolgten Flügen wiederholt gemeldet hatte. Diese Informationen wurden von den Meteorologen sehr schnell in die Archive umgelagert. Es fehlten angeblich Werte, um die gemeldeten Besonderheiten analysieren zu können. Solch negative Meldungen hatten in der auf Erfolg getrimmten gesellschaftlichen Einstellung nicht den notwendigen Fokus einnehmen wollen und können.

Einer dieser mächtigen Stürme nahm über Deutschland Kurs in Richtung Nordosten und damit auf die Nordsee zu. Ein weiterer großer Sturm richtet sich nach Südwesten aus. Beide Stürme intensivierten ihre Stärke von Stunde zu Stunde bis zum Orkan hinauf. Die Orkane formten sich zu einer bisher unbekannten Größe, die sich in der Folge immer drohender über das südliche Land und die Nordsee ausbreiteten. Dabei wurden im Besonderen die beiden getrennten und sich gegenseitig unterstützenden Orkane beobachtet.

Die Unwetterwarnungen wurden nach einiger Zeit mit immer neuen Informationen angereichet. Dann konnte es nicht schnell genug gehen mit den warnenden Meldungen. Die Folgen der gesteigerten Warnungen nahmen von Mal zu Mal immer mehr zu. Der Orkan über der Nordsee hatte bereits wieder umgekehrt und sich in Richtung Südwesten bewegt. Die Nordsee hatte noch einmal für einen Wassernachschub und eine Verstärkung der unbekannten Dimension gesorgt. Die Satellitenbilder waren nur als Warnung für die Menschen der betroffenen Gegenden gesendet worden.

Der Orkan im Süden bewegte sich mit seiner zerstörenden natürlichen Gewalt an den Alpen entlang. Immer weiter nach Osten, entlang der hohen Berge. So hatten es die Wettervorhersagen gemeldet. Über Polen kamen sich dann diese beiden Orkantiefs sehr nahe und vereinten ihre bisher getrennten Kräfte zu einem Gebilde. Sintflutartige Regenfälle über Polen, Teilen von Russland, Ungarn und der Tschechischen Republik lösten höchste Alarmbereitschaften aus. Neben dem Wasser nahmen sich starke Böen alle Möglichkeiten heraus, Zerstörungen vorzunehmen, was sich in den natürlichen Weg der Natur und der geänderten Richtungen stellte.

Dabei konnten die Rettungskräfte ihre Potentiale nur bis zu einem bestimmten Grad noch über die normalen Fähigkeiten steigern. Menschen und Material haben bei solchen extremen Situationen nur eine begrenzte Möglichkeit, ihre Aufgaben noch wahrzunehmen. Diese Grenzen wurden bei derartigen und schnell heran rauschenden Ausnahmen schon im Vorfeld der Meldungen mit einem hohen Anforderungsprofil überfordert.

Nach drei Tagen verlangsamte sich der Orkan erst zu einem starken Sturm, der sich dann weiter auf das Schwarze Meer zu bewegte. In der Folge wurden die Flüsse in Richtung Schwarzes Meer, Nord- und Ostsee mit steigenden Pegelständen prognostiziert. Die wahren Ausmaße konnten erst fünf Tage später ausgemacht werden.

AmMorgen des Folgetages, nach dem Seebeben an der japanischen Küste, zeigten sich erste ungewohnte Situationen. An vielen Stellen, wo an den vorangegangenen Tagen und Wochen im Pazifischen Ozean immer Wasser zur Verfügung gestanden hatte, zeigte sich der Meeresboden in einer sich stetig ausweitenden Fläche ohne Wasser. Bis zum Mittag war der Meerspiegel beinahe, beispielweise um zwei Meter an der direkten japanischen Pazifikküste, gesunken. In Japan wurde fieberhaft an einer Erklärung gearbeitet, konnte aus den Nachrichtenmeldungen entnommen werden. Andere Stellen, die Ergebnisse liefern konnten, verzeichneten geringere Verluste bei den Wasserstandshöhen. Die dann auch meistens viele Kilometer entfernt von dem Zentrum des Seebebens gemessen wurden.

Viele Stellen von Meerwasser entnehmende Einrichtungen, in der unmittelbaren Nähe zu Japan, standen plötzlich ohne Wasser da. Infolgedessen wurden erste Anlagen außer Betrieb gesetzt. Es wurde zu einer ungewöhnlichen Maßnahme hoch kommentiert, auch in den sonst so konservativen japanischen Medien.Die zukünftige Wasserversorgung würde aus den Wassern der Bergeflüsse entnommen werden müssen. Was dann wiederum die Gesamtlage der landesweiten Wasserversorgung in Frage stellen könnte.Die Diskussionen um Trinkwasser hatten in Japan schon begonnen, als es noch keine Bevölkerungsgruppe so richtig wahrhaben wollte. Auch in Japan wurde der Ruf nach fehlendem Wasser in die vorhandenen Bergregionen geleitet. Zeitgleich wurden die Wasserreserven der Haushalte zu einem Versorgungsengpass. Hier mussten die Behörden in einer recht kurzen Zeit mit eingreifenden Maßnahmen zu einer gesteuerten Regelung greifen.

Gegen Mittagwurden zusätzlich über die Ticker und Informationssysteme weitere Informationen aus Island veröffentlicht: „Die Geysire pressten mit einem bisher unbekannten Druck unablässig Wasser aus der Erde heraus.“ Dabei wurde das besondere Bild oder gleich ganze Bilderserien der Veränderungen mitgeliefert. Erklärungen konnten zu diesen sich rasch verschärfenden Ereignissen noch nicht gegeben werden. Überall waren die dabei auftretenden Folgen, der zu diesem Zeitpunkt noch fehlenden grundlegenden Informationen, als Fehlanzeige der Informationskanäle irrtümlicher Weise gemeldet worden. Die Medien und die Menschen auf dem Erdball nahmen dieses mediale isländische Ereignis, als einmalige Besonderheit fernab von der eigenen Situation, beobachtend hin. Dabei konnten diese Personen mit Nichtwissen auch nicht überprüfend erkennen, welche Veränderungen sich mit diesem Tag, für das globale System des Erdballes als Ganzes gesehen, gerade in der Entwicklung befanden.

Dieses ungewöhnliche isländische Ereignis wurde dann doch von den Medien auf Island als Sensation angesehen. Es wurde auch als eine besondere Situation in der Aktualität erkannt. Alle Titelseiten der öffentlich gedruckten Blätter hatten es an diesem Tag noch mit Priorität publiziert. Es war nicht nur eine Verpflichtung zur Information der Öffentlichkeit. Nein, es wurde dabei auch die Sensationsdarstellung in den Vordergrund gestellt. Alle anderen Meldungen wurden, ungesehen der laufenden Prozesse und Wichtigkeiten, durch dieses aktuelle Thema von den Titelseiten verdrängt.

Wo aus den Geysiren über viele Jahre hinweg gleichmäßig das Wasser alle halbe Minute aus dem Erdinneren herausgedrückt wurde, wurde nun mit einer riesigen Fontäne permanent Wasser aus der Erde heraus befördert. Dabei bebte in unmittelbarer Nähe der Austrittsstellen des Wassers die Erdoberfläche. Die Berichte und Bilder, verbunden mit den sensationsangereicherten Kommentaren, erzeugten dabei eine ungewöhnliche Aktualität für und auf der Insel von Island.

Die Bilder zeigten nur die spektakulärsten Wasserfontänen. Die sich ergebenden Nachteilte für die isländische Bevölkerung wurden in den aktuellen Meldungen dabei nicht mit in die Erwägung hineingenommen. Einige Personen, die sehr wohl für sich schon einen Entschluss gezogen hatten, wurden auf den Flugplätzen und in den Häfen von den Pressevertretern interviewend und dankend empfangen. Diese erhaltenen Informationen wurden auf Rücksicht zu den fliehenden Menschen nicht veröffentlicht.

Die Touristikmanager des Landes wollten dieses nun aktuelle Ereignis zu einer Touristenattraktion nutzen. Da wären die nun schon flüchtenden Menschen nicht erwünscht gewesen, wurde einige Tage später in einem Nachtrag der Pressemitteilungen gemeldet. Die mehrere Meter hohen Wasserfontänen hatten schon etwas von einer besonderen und gigantisch ansehenden Sensation für das Land in der Attraktion aktiviert. Gleichzeit stellten diese Geysire mit den Fontänen eine drohende Gefahr dar. Dass dieses bis dato noch nie dagewesene Ereignisse, im Stil des Außergewöhnlichen mit einer besonderen Foto-Session verbunden werden könnte, sollte auch ansehend anerkannt und gewürdigt werden. Die Macht des Publizierens, mit einem ungewöhnlichen Zusammentreffen, vorzuzeigen, konnte und wollte sich kein Medium entziehen. Immer das Aktuelle sollte im Vordergrund stehen, ohne auf die Nachteile hinzuweisen.

Der Buchungs-Run auf die Insel, nur allein durch die Medien und deren Equipment, trieb die Hotelpreise innerhalb der ersten Tage bereits um einhundertfünfzig Prozent nach oben. Alle Möglichkeiten einer Unterbringung wurden auch genutzt und monetär auf Island umgesetzt. Es war die Sensation der Aktualität, die alles nur Erdenkliche aktivieren ließ. Die folgenden Touristenströme konnten nicht alle vollständig erfüllt werden. Eine Insel hat eben begrenzte Möglichkeiten, welche genutzt werden konnten und auch in Erfüllung der gestellten möglichen Ansprüche umgesetzt wurden.

Die flüchtenden Menschen und diese sensationshungrigen Touristen hatten dann den Inseltourismus etwas auf den Kopf gestellt. Was an Infrastruktur verloren gegangen war, konnte so schnell nicht geschlossen werden. Schließlich wurde manches technische Equipment auch für die Forschungsinstitute mit in Anspruch genommen. Hier wurden dann auch so manche Prioritäten mit nach höheren monetären Bestechungen in andere Notwendigkeiten verschoben. Da wurden auch Prozesse neu erfunden, die es in der Aktualität der Sensationen neu herausgefordert hatte.

In den folgenden Tagen wurden erste öffentliche Forschungen auf der gesamten Insel von Island aktiviert, um dauerhafte Messungen und Beobachtungen bei derartigen außerordentlichen Vorkommnissen mit Ergebnissen belegen zu können. Hierbei wurden auch Forschungsergebnisse aus den letzten Vulkanausbrüchen mit in die Betrachtungen einbezogen. Doch eine wirkliche Erklärung gab es für diese erweiterten Forschungen nicht. Alle Berichte waren und wurden mit konjunktiv besetzten vorläufigen Ergebnissen veröffentlicht. Die Natur bietet in solchen Situationen auch nicht immer die idealen Voraussetzungen. Der Mensch hat sich den von der Natur vorgelegten Veränderungen anzupassen. Ansonsten gibt es in der Folge für die Zukunft nicht die richtigen zukunftsweisenden Informationen. Darüber waren sich die einheimischen Isländer*innen bei ihren laufenden Recherchen einig gewesen.

Als die ersten zusammengefassten Bilder und Meldungen um die Welt gesendet wurden, genau von diesen kürzlich stattgefundenen Ereignissen, mischten sich am Abend des folgenden Tages andere Messwerte in die Betrachtungen hinein. Die dann wieder als Grundlage zu erweiterten Analysen herangezogen werden konnten.

Aus den USA wurde eine beschleunigte Geschwindigkeit des Auseinanderdriftens der San-Andreas-Verwerfung