Wenn die Sehkraft nachlässt - Ernst Horat - E-Book

Wenn die Sehkraft nachlässt E-Book

Ernst Horat

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Beschreibung

Wenn die Sehkraft schwächelt oder gar schwindet, ergeben sich im Alltag wie im Berufsleben neue Herausforderungen, die der Ratgeber praxisnah beleuchtet. Aus der Sicht eines Betroffenen für Betroffene und ihre Angehörigen. Mit vielen wertvollen Tipps, auf was zu achten ist. Abgerundet werden die Texte mit persönlichen Erlebnissen des Autors, die das Buch gleichzeitig zu einer unterhaltsamen Lektüre machen. Eine wichtige Rolle auf dem Weg ins neue Leben spielen die Selbsthilfeorganisationen für blinde und sehbehinderte Menschen. Die Listen mit den www-Adressen der wichtigsten Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. erlauben die Kontaktnahme mit kompetenten Fachleuten, die helfen, von Fall zu Fall massgeschneiderte Problem-Lösungen zu erarbeiten. Neben sachlichen Aspekten beleuchtet der Ratgeber die emotionalen Belastungen, mit denen Menschen bei einem Verlust an Sehkraft konfrontiert sind. Die positiven Perspektiven, die mit vielen Beispielen aufgezeigt werden, geben Mut, auf die neuen Herausforderungen aktiv zu reagieren und zukunftsbewusst zu handeln. Neben Informationen zu Fragen, wie der Alltag im Haushalt sehbehinderten-gerecht organisiert oder die Mobilität gewahrt wird, befasst sich der Ratgeber auch einlässlich mit den fantastischen Möglichkeiten, die sich dank der Elektronik eröffnen. So namentlich in der Form von Apps, die als richtige Tausendsassa eine Vielzahl von Diensten leisten, auf die sonst bei einer stärkeren Sehbehinderung verzichtet werden müsste. Eindrücklich ist das Nachwort der blinden Hauskatze Charlie mit der wahren Geschichte über ein Schicksal, das vor allem Tierfreunde, aber auch alle Leser begeistern dürfte, die das Leben als ständige und zugleich spannende Herausforderung verstehen und meistern.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 106

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Ernst Horat

Wenn die Sehkraft nachlässt

Resignieren und kapitulieren? Oder reagieren und handeln?

Facts + Tipps zum Thema Sehschwäche

Ein problemorientierter Ratgeber für sehbehinderte Menschen, erarbeitet aufgrund der Erfahrungen im Alltag eines Betroffenen

Nachwort von Charlie, der blinden Hauskatze von Ruedi und Vreni

© 2020 Ernst Horat

1. Auflage Herbst 2020

Verlag / Druck:

tredition GmbH, Halenreie 40-44,22359 Hamburg

ISBN Paperback:

978-3-347-10293-4

ISBN Hardcover:

978-3-347-10294-1

ISBN e-Book:

978-3-347-10295-8

Das Werk, einschliesslich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Wenn die geraden, im rechten Winkel gekreuzten Linien des Amsler-Gitternetzes wie im Titelbild verzerrt oder verschwommen wirken, ist höchste Zeit für einen Termin beim Augenarzt (siehe dazu Kapitel "Selbsttest mit dem Amsler-Gitternetz").

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Statt einem Vorwort: Von einem Tag auf den anderen vieles ganz anders

Kino-Besuch mit Seelenschmetter als Folge

Buchstaben und Zahlen: Gefolgschaft ganz oder zum Teil verweigert

Hören ist nicht gleich wie lesen

Hin- und hergerissen zwischen Stolz und Blindenstock

Digitalisierung als Schlüssel zu verloren geglaubten Welten

Wo klemmt’s - wo möchten Sie Hilfe?

Sehbehindertegerechte Aus- und Weiterbildung in IT-Fragen

Mobilität mit neuen Vorzeichen: Selbst das Fahren mit Bahn und Bus will gelernt sein - je früher, desto besser!

„Jedes Ding an seinen Ort“

Ziele setzen - Ziele durchsetzen

Häuslicher Alltag - Vorschlag für eine kritische Standortbestimmung

Modewort Stress. Aber aufgepasst, dass er nicht ins Auge geht!

Selbsttest mit dem Amsler-Gitter

Beratung - ebenso individuell wie ganzheitlich

Schweiz: Auswahl Blinden- und Sehbehinderten Organisationen

Deutschland: Auswahl Blinden- und Sehbehinderten Organisationen

Österreich: Auswahl Blinden- und Sehbehinderten Organisationen

In Worte gefasste Bilder rund ums "Sehen"

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Nachwort von Charlie, der blinden Hauskatze von Ruedi und Vreni

Danke schön

Über den Autor

Literaturhinweise

Einleitung

Wenn die Sehkraft nachlässt, wird vieles aktuell, an das man vorher nie gedacht hat. So namentlich die Beschaffung von Informationen über Probleme, die sich infolge des Verlusts an Sehkraft plötzlich stellen oder zu befürchten sind. Es geht vor allem darum, wie sich die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen lassen und - ganz zentral - wie man weiterhin möglichst selbstständig bleibt.

In insgesamt 15 Kapiteln greift der Ratgeber eine Vielzahl von Problemen auf, die Betroffene im Alltag beschäftigen dürften. Die Texte sind aufgrund der Erfahrungen und Beobachtungen des Autors als Betroffener entstanden; sie sind entsprechend persönlich gefärbt und erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Ratgeber enthält keine medizinischen Informationen über Augenleiden oder über Brillen. Wer sich darüber informieren möchte, wendet sich am besten an eine augenärztliche Praxis oder an ein Optikergeschäft. Hier wie dort findet man fachkundigen Rat, der im Rahmen dieser Publikation selbst beim besten Willen nicht möglich ist. Die Texte bieten auch kaum Informationen, die erblindeten Personen weiterhelfen; sie sind weit stärker und ganz anders gefordert als Menschen, die noch etwas sehen.

Von besonderem Interesse dürften die am Schluss des Kapitels "Beratung - ebenso Individuell wie ganzheitlich" erwähnten Organisationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit ihren www-Adressen sein. Die aufgeführten Institutionen sind im Rahmen ihrer Zielsetzungen darauf spezialisiert, sich der persönlichen Anliegen und Probleme von betroffenen Personen anzunehmen. Das gilt nicht zuletzt für versicherungsrechtliche Fragen. Um zu klären, auf welche Hilfe und finanzielle Unterstützung Betroffene Anspruch haben, sind persönliche Gespräche unerlässlich. Ein anderer Bereich, der im Ratgeber aus dem gleichen Grund nur grundsätzlich angesprochen wird, betrifft die Probleme, die sich bei der Gestaltung des häuslichen Alltags stellen. Auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen lassen sich ebenfalls am besten im Gespräch mit den Fachleuten der Beratungsstellen oder in den von ihnen betreuten Selbsthilfegruppen finden.

Zum Schluss noch ein Wort zum "schweizerischen Hintergrund“ des Ratgebers, namentlich der Kapitel über den öffentlichen Verkehr und die Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung im Themen-Bereich IT. Die Fragen, die sich daraus für Leserinnen und Leser in Deutschland und Österreich ergeben, erlauben meines Erachtens problemlos, die spezifischen Verhältnisse in diesen Ländern aufzuzeigen und zu klären. Sollte das nicht der Fall sein, können die erwähnten Organisationen weiterhelfen.

Sie als Betroffene oder als Angehörige bei der Suche nach optimalen Lösungen zu unterstützen, war mein Anliegen, das mich zum Schreiben dieses Ratgebers motiviert hat. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann, die vielfältigen Herausforderungen, die sich sehbehinderten Menschen im Alltag stellen, leichter zu bewältigen.

Ernst Horat

Statt einem Vorwort: Von einem Tag auf den anderen vieles ganz anders

Bei der Vorbereitung dieses Kapitels hatte ich anfänglich geplant, einleitend eine Frage zu stellen. Die Frage nämlich, liebe Leserin, lieber Leser, wie Sie reagieren würden, wenn Sie von einem Tag auf den andern viel schlechter sehen würden. Nachdem ich mir das Ganze überlegt hatte, schien mir ein solcher Einstieg eher problematisch. Selbst wenn ich Sie mit vorsichtig gewählten Worten gefragt hätte, „ob Sie sich das vorstellen könnten“, hätte ich Sie wahrscheinlich überfordert. Zudem wollte ich niemanden provozieren oder unnötig alarmieren.

Ein weiterer Grund für meine Zurückhaltung lag bei mir selbst. Je länger ich mir das Thema überlegt und nach dem roten Faden gesucht hatte, desto grösser wurden meine Zweifel in Bezug auf meine Erinnerungen. Hatte sich das Debakel tatsächlich zugetragen, quasi über Nacht, oder täuschte ich mich in diesem zentralen Punkt und vielleicht auch in weiteren wichtigen Einzelheiten. Aber war das überhaupt so wichtig? Ging es letztlich nicht darum, die Krankheit als Prozess zu verstehen, mit dem sich mein Leben drastisch verändert hatte. Der Verlust an Sehkraft war zwar schlagartig erfolgt, viele Veränderungen, die dadurch ausgelöst wurden, jedoch schleichend. Und insgesamt prägend waren die neuen Herausforderungen und Erfahrungen, die sich allmählich ergaben. Zum Glück, denn alles auf einen Klapf wäre wahrscheinlich zu viel gewesen.

Ich mag mich zwar schwach an den Morgen erinnern, als ich erwachte und sehr viel schlechter sah als am Vorabend. Auch an meine fast krampfhaften Versuche, nach der augenärztlichen Standortbestimmung zu verstehen, wie es dazu gekommen war und welche Schäden die beiden Thrombosen im linken Auge bewirkt hatten. Oder wie mich die schicksalhafte Frage nach einem wirksamen Schutz für das rechte Auge beschäftigte. Dieses war wenige Monate vorher wegen des Grünen Stars bereits operiert worden. Mit bloss einem Drittel der normalen Sehkraft hatte ich mir rechts bereits ein massives Handicap eingehandelt. Im Vergleich zum linken Auge, dessen Sehzellen bei den Thrombosen weitgehend zerstört worden waren, war dieser Wert plötzlich unendlich hoch - ein „Geschenk des Himmels“, wie der Augenarzt einmal meinte. Ich hatte - so der Befund - Glück im Unglück und konnte nur hoffen, dass die präventiv getroffenen Massnahmen zu seinem Schutz greifen würden.

Das ist bis heute gelungen und stimmt mich zuversichtlich. Vieles, was ich in dieser einen Nacht verloren habe, wurde so relativiert. Und gibt mir das Gefühl, trotz allem ein Glückspilz zu sein, weil ich doch noch sehe, im Vergleich zu Menschen, die das Augenlicht ganz verlieren, viel sogar, ja sehr viel sogar. Damit habe ich allen Grund, dankbar zu sein und mich zu freuen.

Die tiefe Genugtuung, die sich mit dieser Erkenntnis verbindet, ändert allerdings nichts daran, dass die erlittenen Verluste an Lebensqualität einschneidend sind. Und meinen Alltag, ja mein ganzes Leben in mancher Hinsicht auf den Kopf gestellt haben. Das illustrieren die vielen Beispiele und Probleme, die in den folgenden Kapiteln angesprochen werden. Ich bin damit jedoch nicht alleine. Das wird jede Sehbehinderte und jeder Sehbehinderte mit eigenen Erlebnissen und Erfahrungen bestätigen. Unser Alltag ist ein ganz anderer als der Alltag der Leute, die sehen!

Vieles, was ihnen zumeist als selbstverständlich erscheint, wird mit dem Handicap einer Sehbehinderung, von der totalen Erblindung ganz zu schweigen, hinfällig. Oder ist nur noch sehr beschränkt möglich. Dafür ein Beispiel, das die Diskrepanz allein in Bezug auf die Wahrnehmung drastisch dokumentiert. Auf einer Wanderung waren mir die begeisterten Kommentare meiner Kolleginnen und Kollegen über die tolle Fernsicht an diesem Tag aufgefallen. Diese fanden im Bericht des Tourenleiters in folgenden Worten Ausdruck:

„Ganz selten hat man eine so tolle Fernsicht wie heute. Vom Säntis bis in die Berner Alpen, alles.“

Für mich war die Realität eine ganz andere. Ich hatte an diesem Tage bloss ein gräulich-schwarzes Band gesehen, das von Osten gegen Westen hinter einem dichten Tüllvorhang versteckt war… Beim Wandern hatte ich zwar durchaus mithalten können. Aber beim Sehen?

Was ebenfalls nicht zu unterschätzen ist: Vieles, das man sich vorgenommen oder geplant hat, etwa für die „alten Tage“, wird infolge von Sehstörungen hinfällig. Deshalb die Einladung an alle, im Hier und Heute zu leben und Träume nicht auf die Zeit zu verschieben, wo man, wie viele ältere Leute sagen, endlich Zeit haben würde …

Ich für meinen Teil bin in dieser Hinsicht mit einem „blauen Auge“ - das tönt vielleicht reichlich ironisch - davongekommen. Ich war schon immer relativ aktiv gewesen, war viel gereist und hatte viel gelesen, hatte gezeichnet, gemalt und fotografiert, war nach dem Rückzug aus dem Berufsleben praktisch wöchentlich wenigstens einmal am Wandern und im Winter auf Skitouren unterwegs und und und.

Viele Aktivitäten dieser Art, so sie überhaupt noch in Frage kommen, sind nur noch mit drastischen Abstrichen möglich. Oder, beispielsweise das Auto- oder Velofahren, gar verboten. Ebenso einschneidend sind die Auswirkungen und Veränderungen im gesellschaftlichen Umfeld. Selbst wer Bekannten noch und noch zu erklären versucht, wie sich die Sehbehinderung auswirkt, bleibt vor negativen Reaktionen nicht verschont. Meine Erklärungen beispielsweise, dass ich auf der Strasse oder im Café nicht aus Hochmut nicht grüsse, sondern weil ich die Leute nur aus einer Distanz von zwei, drei Metern erkenne, wurde zwar mit Bedauern quittiert. Ob sie aber geglaubt oder im entscheidenden Moment erinnert wurde? Ich weiss es nicht. Wenn ich zu hören bekam, ich würde mich aber recht sicher und ungehemmt auf der Strasse bewegen, bekam ich so meine Zweifel. Wer mir das sagte, hatte mich eben nur auf Terrain gesehen, das mir vertraut war. Oder wusste nicht, dass ich aus der Zeitung in meiner Hand vielfach nur noch die grossen Schlagzeilen im Tempo eines Schülers der Unterstufe zu entschlüsseln vermochte … Oder mich auf Wegen oder unter Bedingungen, die verkehrsmässig, topografisch oder meteorologisch nicht ideal sind, ziemlich zögerlich bewege.

Übrigens kamen mir dabei noch während längerer Zeit Eigenschaften wie ein guter Orientierungssinn oder das gut trainierte Personen- und Sachgedächtnis zustatten. Mit der Zeit zeigte sich jedoch, dass ich mich auf die Dauer kaum darauf verlassen könnte. Die Erinnerungen an Personen und Orte, die ich nicht regelmässig sah, begannen zu verblassen, ganz nach dem Sprichwort „Aus dem Auge, aus dem Sinn“. Zudem hatte ich zunehmend Mühe, mir beispielsweise „neue“ Gesichter und die zugehörigen Namen zu merken. Mit der leidigen Konsequenz, dass mir das wahrscheinlich als fehlende Wertschätzung interpretiert und sanktioniert wurde. Mit allen negativen Konsequenzen, die das für den Freundes- und Bekanntenkreis hatte und hat.

Eine offene Frage ist für mich, wie sich unter sehbedingten Störungen beim Wahrnehmen und Erinnern andere Faktoren auswirken. So etwa das Alter. Dass jüngere Leute weniger vergesslich sind als ältere sind und sich Neues leichter merken können, ist allgemein bekannt. Die Frage ist jedoch, ob solche Probleme durch sehbedingte Defizite verstärkt werden. Ich vermute es. Jedenfalls stelle ich immer wieder fest, dass mir das Lernen sehr viel schwerer fällt als früher. Das ist nicht nur altersbedingt, sondern hat auch damit zu tun, dass der Sehsinn beeinträchtigt ist und man sich bei Lernprozessen eben mehr aufs Gehör verlassen muss. Steht es mit diesem auch nicht mehr zum Besten, ergeben sich zwangsläufig zusätzliche Probleme. Man könnte dann fast von einem Teufelskreis sprechen …

Eine weitere Schwierigkeit, die ins gleiche Kapitel gehört, ist das horrende Tempo, in dem heute Veränderungen erfolgen. Dieses mitzuhalten, ist sogar für viele „Normalos“ ein Problem. Und erst recht für Sehbehinderte. Selbst wenn man nicht mit altersbedingten Problemen zu kämpfen hat, ist man infolge der Sehschwäche zusätzlich gefordert. So etwa, wenn das reduzierte Gesichtsfeld nur noch die partielle und damit selektive Wahrnehmung von Informationen auf einem A4-Blatt oder dem Bildschirm erlaubt. Oder die trockenere Haut an den Fingerkuppen zur Folge hat, dass der Screen auf Berührungen gar nicht oder nur mit Verzögerung reagiert. Etwas, das mich im Zusammenhang mit der PC- und Laptop-Welt zunehmend nervt und in Rage bringt, sind diese Updates, mit denen vieles, was man endlich einigermassen beherrscht und anzuwenden versteht, kurzerhand obsolet wird. Vorzugsweise mit kleinsten Schriften und irgendwo an Rändern und in Ecken platzierten Zeichen und Icons, die ich mit Visus 0.1 kaum sehen kann.

Apropos Screen, Updates und Icons: In diesem Punkt teilen wir Sehbehinderte das Schicksal mit vielen „Normalos“. Auch ihnen sind viele der in der IT-Welt geläufigen Ausdrücke fremd. Hoffen wir nur, dass die Verständigungs-Defizite nicht allzu gross werden und die Kommunikation schliesslich zusammenbricht. Sie ist für Sehbehinderte ohnehin schwierig genug zu bewältigen. Weil eben, wie im Titel erwähnt, vieles so ganz anders wird, wenn man nicht mehr voll sieht.