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Ein Buch zum Schmunzeln, über die verwirrenden, amüsanten, komischen und lustigen Begebenheiten zwischen Mann und Frau, die das Leben nun einmal mit sich bringt. Herrlich direkt und lebhaft beschrieben.
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Seitenzahl: 257
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Claudia Feltkamp
Wer ist Blue-Ray? Oder Erdmännchen sind putzig!
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Kapitel 1
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
Impressum neobooks
Wer ist Blu-ray?
... oder Erdmännchen sind putzig!
Als ich heute morgen durch die Straßen von San Diego ging, um mir wie jeden Morgen meinen doppelten Kaffe ohne Sahne vom Starbucks zu besorgen, war ich in Gedanken schon wieder bei meinem neuen Drehbuch, dass ich gleich weiterschreiben wollte. Dieses war ein weiterer Versuch, eine Erfolgsstory zu schreiben, die es wirklich zu einem großen Film aus den Hollywoodstudios schaffte. Ich hatte zwar schon zwei Bücher herausgebracht, die auch ganz erfolgreich verkauft wurden, doch mein großer Traum war ein Drehbuch für einen tollen Film zu schreiben. Nichts und niemand konnte mich von meinem Traum abhalten und ich schrieb derzeit an einer Liebeskomödie, die lustig und unterhaltsam war.
„Morgen Susan“, begrüßte ich die junge Frau, die mir jeden Morgen meinen Kaffee zubereitete. Susan war Ende zwanzig, hatte ihre schulterlangen, hellbraunen Haare immer zu einem Zopf zusammen gebunden und ihre braunen Augen erinnerten mich an Haselnüsse. Susan war nicht besonders groß. Sie selbst scherzte manchmal über ihre 1,59 Meter und strahlte dabei über das ganze Gesicht. Seit einem Jahr arbeitete Susan nun schon von morgens bis nachmittags in diesem Starbucks und tat das sehr gerne.
„Guten Morgen Finley. So wie immer?“, fragte sie lächelnd.
„So wie immer. Danke“
„Was macht das Schreiben?“
„Es geht voran.“
„Ich fand deine beiden Bücher großartig.“
„Ich weiß Susan. Danke. Wie geht es dir?“
Sie reichte mir den Kaffee.
„Gut, alles entspannt“, sie lächelte.
„Das freut mich und der Rest ist für dich“, meinte ich und reichte ihr einen fünf Dollar Schein.
„Oh, danke Finley. Einen erfolgreichen Tag wünsche ich dir.“
„Danke, ich dir auch.“
„Oh, ich muss kurz in die Küche“, erklärte Susan als etwas piepte und schon war sie verschwunden.
Als ich gerade dabei war den Deckel auf meinem Becher zu verschließen und mich unversehens herumdrehte, achtete ich nicht auf die Frau, die hinter mir stand und rempelte sie an. Der Kaffee ergoss sich über ihren hellen Blazer und ich weiß nicht, wer sich mehr von uns beiden erschrocken hatte. Wir wichen beide einen Schritt zurück, sie blickte auf ihre Jacke und sagte nur: „Oh, nein! Mein schöner Blazer.“
„Entschuldigen sie“, sagte ich sofort. Ich drehte mich um, stellte meinen halbleeren Kaffeebecher auf die Theke, griff nach ein paar Servietten und drehte mich so abrupt herum, dass ich ihr meinen Ellenbogen an die Stirn haute.
„Aua!“ Die Frau ließ ihre Handtasche fallen und fasste sich an die Stirn. Ich konnte ja nicht ahnen, dass sie sich so tief herabbeugte, um sich den Kaffeefleck auf ihrem Blazer anzuschauen.
„Oh, es tut mir so leid“, entschuldigte ich mich abermals. Wir bückten uns beide gleichzeitig, um die Dinge einzusammeln, die aus ihrer Handtasche gefallen waren und nun auf dem Fußboden verstreut lagen.
Was Frauen doch alles so in ihren Handtaschen mit sich herumtragen. Ob sie alle diese Dinge auch wirklich den Tag über gebrauchten? Ich war froh, dass gerade niemand sonst hier war und Susan sich noch immer hinten in der Küche aufhielt. Schließlich war die ganze Angelegenheit schon peinlich genug, als das ich mir jetzt auch noch Zuschauer wünschte.
„Das scheint kein guter Tag für mich zu werden“, meinte die Frau und verstaute schnell ihren Kleinkram wieder in der Tasche.
Ich griff nach allem, was ich zu fassen bekam und reichte es ihr.
„Na toll“, jammerte sie, „jetzt haben sie mit ihren Kaffeefingern meinen Kalender beschmiert. Sehen sie, die Seiten haben jetzt Kaffeeränder. Lassen sie alles einfach liegen.“
„Es ist nur ein Versuch etwas wieder gut zu machen“, bemerkte ich.
„Danke“, sagte sie, „aber ich kann meine Tampons auch alleine aufsammeln. Fassen sie einfach nichts mehr an.“
„Oh, entschuldigen sie“, stammelte ich während ich ihr zwei Tampons reichte und mich erhob. Ich spürte, dass mein Gesicht leicht errötet war.
Die Frau grabschte nach den letzten Kleinigkeiten, verstaute sie in ihrer Tasche, erhob sich und ich reichte ihr schnell Servietten.
„Hier bitte“, sagte ich.
„Danke.“
Sie tupfte vorsichtig über den Fleck.
„Kann ich ihnen vielleicht einen Kaffee anbieten?“, fragte ich rasch nach.
„Nein, nein. Keinen Kaffee mehr.“ Sie winkte dankend mit der Hand ab.
Ich beobachtete sie weiterhin.
„Kann es sein, dass ihre Strumpfhose feine, kleine Falten dort an der Seite hat?“ Ich zeigte auf ihres linkes Bein.
Entrüstet sah sie mich an und schimpfte empört los: „Ich habe gar keine Strumpfhose an!“
Das war mir höchst unangenehm. Und dann sahen wir uns zum ersten Mal ins Gesicht.
„Finley? Bist du es?“, fragte sie überrascht.
„Jill?“, fragte ich zurück.
„Ja“, antwortete sie. Wir lachten beide.
Da stand sie plötzlich vor mir. Meine Highschool Liebe. Ihre unbändigen dunklen Locken umgaben immer noch ihr hübsches Gesicht und sie versuchte wie früher, mit den Fingern ihre Lockenpracht zu bändigen, indem sie einige Locken, die ihr ins Gesicht fielen, mit anderen Locken zusammendrehte.
„Was machst du hier?“, fragte ich Jill, „ich dachte du wärst in San Francisco.“
„Das war ich auch, doch nun habe ich hier einen neuen Job angeboten bekommen und bin wieder in San Diego. San Francisco hat mir sowieso nicht so gut gefallen. Ja, und heute ist mein erster Tag in der Werbeagentur.“
Sie schaute wieder auf ihren Blazer.
„Es tut mir so leid Jill. Auch das mit den Falten in der Strumpfhose. Das war natürlich nur als Scherz von mir gemeint.“
Ich hoffte so sehr, dass sie mir das glauben würde. Die ganze Situation war schließlich schon unangenehm und peinlich genug.
„Schon gut. Ich ziehe den Blazer einfach aus und die Strumpfhose auch.“ Jill lächelte und ich war froh, dass sie noch immer denselben Humor wie damals hatte.
Wir blickten uns erneut an, da wir immer noch nicht glauben konnten, dass wir uns nach so langer Zeit wiedersahen. Die Tür ging auf und zwei Polizisten traten ein. Jill und ich entfernten uns von der Theke und stellten uns in die Nähe eines Tisches, der vorne an der Tür stand.
„Wow, ich kann es immer noch nicht glauben Jill.“ Ich war so freudig überrascht sie zu sehen.
„Geht mir genauso.“ Sie lächelte mit diesem bezaubernden Lächeln, das ich immer so an ihr gemocht hatte und zwirbelte an einer widerspenstigen Locke.
„Hast du wirklich Marketing studiert als du nach San Francisco gegangen bist?“, fragte ich sie.
„Ja, ich habe Marketing an der Golden Gate University studiert.“
„Klingt sehr interessant und wo hast du nun hier einen Job bekommen?“
„In einer Werbeagentur, gar nicht weit weg von hier. Was hast du nach der Highschool gemacht? Du warst dir ja noch bis zum Ende unsicher, was du machen wolltest“
„Ja, ich habe Journalismus angefangen zu studieren, doch das hat mir nicht so zugesagt. Ich habe es nicht beendet und mein erstes Buch veröffentlicht.“
„Ehrlich? Davon habe ich nie etwas gehört. Dann arbeitest du als Autor?“
„Ja, so könnte man es nennen.“
„Toll“, sie lächelte mich an.
Ich konnte nicht aufhören sie anzusehen. Sie sah immer noch so hübsch wie damals aus. Jill und ich waren „das Liebespaar“ in der Highschool gewesen. Sie war meine erste große Liebe, meine einzige bisher. Und es war klar, dass wir zum Ballpaar auf dem Abschlussball gekrönt wurden.
„Wie lange ist es her, seitdem wir uns nicht mehr gesehen haben?“, wollte ich wissen.
„Es sind jetzt etwas mehr als fünf Jahre.“
„Fünf Jahre“, ich schwelgte kurz in Erinnerungen. „Du hast dich kaum verändert.“
„Danke. Du auch nicht.“
Mittlerweile wurde es voller im Starbucks und wir standen eindeutig im Weg. Somit gingen wir nach draußen. Auf der Straße legte sie sich ihren Blazer so über den Arm, dass man den Fleck nicht mehr sehen konnte.
Dann schaute sie auf ihre Uhr.
„Oh, so spät schon. Finley ich muss los. Ich will ja nicht an meinem ersten Tag zu spät kommen. Ich habe mich gefreut dich wiederzusehen.“
„Ich mich auch Jill und viel Glück heute.“
„Danke. Bye.“
„Bye.“
Sie drehte sich um und ging schnellen Schrittes davon.
Da stand ich nun und blickte ihr nach. Damals hatte sie sich entschieden nach San Francisco zu gehen, anstatt mit mir in San Diego zu bleiben. Als sie fort war, brach sie den Kontakt ziemlich abrupt ab und ich dachte in der ersten Zeit noch sehr viel an sie. Eigentlich hatte ich sie nie wirklich vergessen können. Ach, damals war es sehr schön mit ihr gewesen und ich hätte nicht gedacht, dass ich sie wiedersehen würde.
Ich beschloss abermals ins Starbucks zu gehen und mir einen neuen Kaffee zu besorgen, bevor auch ich mich auf den Weg zurück zu meiner Wohnung machen würde.
„Du schon wieder?“, fragte Susan mich überrascht. Sie hatte unser kleines Malheur wirklich nicht mitbekommen und ich hatte auch nicht vor, es ihr zu beichten.
„Ja, ich habe meinen Kaffee verschüttet und brauche nun einen neuen.“
„Kein Problem, wird sofort erledigt.“
Schließlich reichte sie mir meinen Kaffee und ich hielt ihr wieder einen fünf Dollar Schein hin.
„Das ist schon in Ordnung. Verschütte ihn nur nicht noch einmal.“
„Danke, ich werde aufpassen.“
Ich ging auf die Straße. Als ich fast an der Straßenecke angelangt war, fiel ein Schuh vor mir auf den Gehweg. Ich blickte nach oben und sah eine junge Frau am Rand des Hausdaches stehen.
Oh nein, dachte ich. Die will doch wohl nicht springen?
„Springen sie nicht“, rief ich zu ihr nach oben, „Ich komme hoch zu ihnen.“
Ich ließ meinen Kaffee fallen, suchte nach der nächsten offenen Tür und rannte die Treppen hinauf. Oben angelangt hoffte ich nur, dass sie noch nicht gesprungen war. Als ich auf das Dach stieg, blickte ich mich um und entdeckte die Frau am Rand des Hausdaches stehen.
„Bitte springen sie nicht“, keuchte ich und ging langsam auf sie zu.
„Bitte bleiben sie ganz ruhig stehen. Ich bin gleich bei ihnen.“
Die junge Frau drehte sich um: „Kommen sie nicht näher oder ich springe.“
Ich blieb sofort stehen.
„Gut, ich bleibe hier stehen, aber springen sie nicht.“
„Wen interessiert das schon?“
„Mich“.
Die Frau blickte mich überrascht an und fragte: „Warum?“
„Weil nichts so schlimm sein kann, dass eine so wunderschöne Frau wie sie es sind, sich von einem Haus stürzen sollte.“
Es war nicht ganz die Wahrheit, denn diese Frau war nicht das, was ich als wunderschön bezeichnen würde. Sie hatte schwarze Haare, die sie zu zwei dünnen Zöpfen geflochten hatte und erinnerte mich ein wenig an die Abby aus der Serie Navy CIS. Sie trug eine enge schwarze Jeans, ein langarmiges, schwarzes Hemd und ein T-Shirt darüber, welches vorne einen Totenkopf zeigte, der silbern funkelte. An den Füßen hatte sie nur einen schwarzen Sneaker an, denn der andere lag ja unten auf der Straße. Das Auffälligste jedoch waren ihre Augen. Diese waren so schwarz und extrem glitzern geschminkt, dass sie mich irgendwie an Adam Lambert erinnerten. Allerdings hatte er ein hübscheres Gesicht als sie, denn diese junge Frau trug roten Lippenstift und ihr Gesicht war rund wie ein Pancake.
Sie blickte mich mit ihren großen, schwarz umrandeten Augen und mit offenem, rotem Mund an.
„Ehrlich?“, fragte sie nach, „aber sie kennen mich doch gar nicht.“
„Richtig. Und deshalb mache ich ihnen einen Vorschlag. Sie geben mir ihre Hand, wir gehen hier runter und zusammen noch einen Kaffee trinken. Ich hatte heute Morgen noch nicht die Möglichkeit dazu und dann können wir uns kennenlernen.“
„Das gefällt mir.“
Sie trat vom Dachvorsprung zurück, kam auf mich zu und fiel mir sogleich um den Hals.
„Danke. Sie sind mein Retter. Sie können sich gar nicht vorstellen wie froh ich bin, dass sie hier hoch gekommen sind. Lassen sie uns einen Kaffee trinken gehen.“
Ich befreite mich aus ihrer stürmischen Umarmung und überlegte, wie alt sie wohl sein mochte. Vielleicht achtzehn, so ungefähr sieben Jahre jünger als ich. Sie nahm ihre Umhängetasche, an der viele kleine Anstecker befestigt waren und sah mich an.
„Gehen wir“, drängte sie mich und ergriff meine Hand. Dann begann sie zu erzählen.
„Ich heiße Lissy. Eigentlich Elisabeth, doch jeder nennt mich nur Lissy. Gefällt mir auch viel besser. Elisabeth klingt so alt. Findest du nicht auch?“
„Mir gefällt Elisabeth auch und...“
Lissy unterbrach mich und redete die ganze Zeit weiter, bis wir unten angekommen waren und das Haus verließen. Ich fragte mich, wann sie sich überhaupt die Zeit nahm um zu atmen? Sie rannte zu ihrem Schuh, hob ihn auf und zog ihn wieder an.
„Ein Glück“, meinte sie, „er ist noch da.“
„Wie wäre es...“
„Weißt du was? Wir gehen zum Starbucks.“
„Und weißt du, dass die Wissenschaft festgestellt hat das Menschen, die andere ständig unterbrechen, eine kürzere Lebenserwartung haben?“, fragte ich sie.
So, jetzt hatte ich es ihr aber gegeben. Endlich schwieg sie. Lissy blieb kurz stehen und schien zu überlegen.
„Das kann sich dabei nur um Männer handeln. Ja, ich bin mir sogar sicher. Es betrifft nur die Männer, die eine kürzere Lebenserwartung haben. Sorry.“
Sie zuckte mit den Achseln und ging weiter. Lissy plapperte unaufhörlich, fröhlich vor sich hin. Ich konnte ihr gedanklich gar nicht immer folgen, weil sie ständig von einem Thema zum anderen Thema sprang. Ich empfand sie als höchst anstrengend und äußerst lebhaft.
„Warum wollten sie eigentlich springen?“, fragte ich sie in einer ihrer wenigen Pausen.
„Ach, das ist doch jetzt nicht mehr wichtig. Ich bin ja nicht gesprungen und das habe ich dir zu verdanken.“
Sie hackte sich bei mir ein und ging zielstrebig in Richtung Starbucks.
„Ich bin ja so glücklich, dass ich dich gefunden habe?“
„Du hast mich gefunden?“
„Na ja, oder du mich. Da oben. Ach, sieh. Wir sind schon da.“
Ich öffnete ihr die Tür vom Starbucks und sie schaute mich an.
„Du bist so ein Gentleman.“
Ich grinste freundlich.
„Ich nehme einen großen Becher weißen Cappuccino mit viel Sahne und Karamellsirup drauf.“
„Bist du sicher?“
„Ja, ich liebe es süß. Ich setze mich schon einmal da an den Tisch.“
Sie zeigte auf einen kleinen runden Tisch, der am Fenster stand. Eigentlich hatte ich keine Lust mich zu ihr zu setzen, doch ich hatte sie soeben davon abgehalten vom Haus zu springen.
„Hey Susan“, sagte ich verlegen, denn ich wusste, was jetzt kommen würde,
„Hast du den Kaffee schon wieder verschüttet?“
Ich nickte nur.
„Muss ich mir Sorgen machen?“, fragte sie scherzhaft.
„Nein, ich hatte einen Zusammenstoß mit der jungen Frau da drüben.“ Ich zeigte in Lissys Richtung.
„Oh, sie sieht... interessant aus. Was bekommt sie?“
„Einen weißen Cappuccino mit viel Sahne und Karamellsirup oben drüber.“
„Die mag es süß.“
„Genau.“
Ich wartete auf unsere Getränke und bezahlte, dann setzte ich mich zu Lissy an den Tisch.
„Danke“, sie nahm den Cappuccino und trank einen großen Schluck. „Autsch, der ist heiß, aber er tut gut.“
„Wie trinkst du deinen Kaffee?“, wollte sie von mir wissen.
„Zwanghaft“, antwortete ich spontan.
„Witzig“, sie glotzte mich an, „ich meine ob mit viel Zucker oder Milch.“
„Warum ist das wichtig?“
Ich trank meinen Kaffee und hoffte nur, dass nicht wieder ein Unglück passieren würde und ich dieses Mal den Kaffee austrinken konnte.
„Ach, ist egal. Auf jeden Fall ist es Schicksal das du mich gesehen und gerettet hast. Du bist mein Retter. Nein, du bist mein Held!“
„Na ja, das hätte doch jeder andere auch getan. Ich meine ...“
„Nein, nein“, unterbrach sie mich wieder, „es ist unsere Bestimmung gewesen und wir gehören nun zusammen. Ich glaube total an solches Zeug.“
Ich blickte sie etwas verwirrt an und verstand nicht, was genau sie damit sagen wollte.
„Also, ich denke nicht, dass wir zusammen gehören und ...“
„Doch, doch“, unterbrach sie mich abermals und erklärte mir den Zusammenhang zwischen Schicksal und Bestimmung, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte.
„Wann hast du Geburtstag?“, fragte sie mich aufgedreht.
„Warum ist das wichtig?“
„Es ist wichtig.“
„Sag ich nicht.“
„Nun sei doch nicht so.“
„Nein.“
„Hast du Angst?“
„Wovor?“
„Das du jünger wirkst, als du in Wirklichkeit bist?“
Sie wollte mich provozieren und ich ging voll darauf ein.
„Am 20. August.“
„Welches Jahr?“, wollte sie grinsend wissen.
„Jedes Jahr“, antwortete ich und griente. Lissy sah mich etwas verwirrt an.
„Natürlich. Doch wann genau?“
Ich schaute auf die Uhr.
„Oh, schon so spät. Ich muss ins Büro. Es war wirklich nett mit dir zu plaudern.“
Schnell erhob ich mich und ging schon zur Tür, als sie mir hinterher lief.
„Warte, ich begleite dich noch.“
„Das ist wirklich nicht nötig.“
Ich verließ den Starbucks und marschierte los. Lissy kam mir hinterher gelaufen.
„Ich begleite dich gerne zum Büro. Wir gehören doch jetzt zusammen.“
Ich blieb stehen und sah sie an.
„Nein“, erklärte ich ihr im ernsten Ton, „Wir gehören nicht zusammen und ich gehe alleine zum Büro.“
Sie schaute mich überrascht an und lächelte dann.
„Gut, dann sehen wir uns also später. Es ist doch unsere Bestimmung“
Ich verdrehte die Augen: „Wenn es denn unsere Bestimmung ist, dann werden wir uns vielleicht wiedersehen.“
Ich ging weiter, drehte mich mehrmals um, doch dieses Mal schien sie mir nicht zu folgen. Ich hoffte nur, dass ich sie nie wiedersehen würde. Sie war furchtbar!
Ich ahnte nicht, dass Lissy zurück zu dem Eckhaus ging. Sie stieg die Treppe hinauf und stellte sich an den Rand des Daches. Dann zog sie sich einen Schuh aus, wartete bis ein Mann unten lang ging, der gut gekleidet war und von dem sie sich eine Einladung zum Essen versprach, kickte den Schuh vom Dach und wartete. Der Mann, der soeben unten entlang ging, blickte zu dem Schuh und dann hinauf, sah die junge Frau oben stehen und rief ihr sodann zu, dass sie nicht springen solle. Er rannte zu ihr hinauf, legte zwischendurch allerdings kurze Pausen ein, weil ihm die nötige Kondition fehlte.
Oben angelangt, keuchte er und musste erst einmal tief Luft holen. Dann sah er die Frau dort stehen und kam auf sie zu.
„Nein, bitte springen sie nicht.“
„Wen interessiert denn das?“
Der Mann überlegte und meinte dann: „Ihre Eltern.“
Lissy schaute verwirrt zu dem Mann hinüber. „Die Leben in ...“, sie machte eine kurze Denkpause. „Chicago“, meinte sie schnippisch.
„Oh, na ja, es wird sie dennoch nicht erfreuen, wenn sie springen würden.“
Lissy gefiel seine Antwort nicht.
„Ich springe trotzdem“, verkündete sie und trat einen kleinen Schritt näher an die Kante heran.
„Nein, bitte nicht.“ Der Mann fing langsam an zu verzweifeln, weil er nicht wusste, wie er sie davon abhalten konnte zu springen.
„Ich habe eine gute Idee“, teilte er ihr mit. „Sie geben mir ihre Hand, wir steigen zusammen von diesem Dach herunter und ich lade sie zum Mittagessen ein.“
„Mittagessen? Es ist doch bestimmt erst 10.00.“
„Richtig. Dann eben zum Frühstück.“
Lissy überlegte kurz, schaute vom Dach und sah, wie eine Obdachlose ihren Schuh aufhob.
„Hey du“, schrie sie vom Dach hinunter, „Finger weg. Das ist mein Schuh.“
Sie drehte sich um und rannte Richtung Treppenhaus, wo sie kurz verweilte und zu dem Mann zurück blickte.
„Nun komm doch schon. Wir müssen uns beeilen. Irgend so eine Tante will meinen Schuh stehlen.“
Sie rannte die Treppen hinab und auf die Straße, wo ihr Schuh noch lag. Sie hob ihn auf und zog ihn sich an.
Als sie sich umdrehte, erblickte sie den Mann. Er war dicker und kleiner als er von oben gewirkt hatte. Dazu schwitze er nun auch unangenehm, weil er vom vielen Treppenstegen ganz erhitzt war. Sein rundes Gesicht war rot und er wischte sich mit der Hand den Schweiß von der Stirn. Seine Aktentasche hielt er in seiner anderen Hand fest und vergewisserte sich nun, ob diese auch noch gut verschlossen war.
„Wo bleibst du denn? Wir wollten doch frühstücken gehen.“
„Du könntest dich ein wenig dankbarer zeigen“, meinte der Fremde ein wenig beleidigt.
„Natürlich.“
Lissy trat zu ihm und umarmte ihn so kurz oder lang, wie sie es eben für angebracht hielt.
„Ich danke dir so sehr, dass du mich gerettet hast. Du bist mein Retter“, übertrieb sie gekonnt.
„Oh, ehrlich?“, fragte er nach und überlegte kurz. „Ja, du hast wirklich Recht. Ich bin dein Retter. Ein Held sozusagen.“
Er strahlte über das ganze Gesicht, nur Lissy tat das nicht.
„Nun übertreib es mal nicht. Lass uns gehen. Ich kenne da ein nettes Café wo es leckeres Frühstück gibt, da können wir hingehen, es ist nicht weit von hier.“
Sie hackte sich bei dem Mann ein und ging los.
„Findest du nicht, dass du es mit der Schminke ein wenig übertrieben hast?“, wollte der Mann wissen. Was fiel dem denn ein sich über ihre Schminke auszulassen?, dachte Lissy.
„Übrigens heiße ich Lissy“, antwortete sie ohne auf seine Frage einzugehen, „eigentlich Elisabeth, doch ich finde den Namen so altmodisch und Lissy klingt doch viel kecker.“
„Lissy? So hieß mal mein Goldfisch.“
„Dein Goldfisch hieß Lissy?“
„Ja, es war ein Mädchen und sie war rot mit einem winzig kleinen, schwarzen Punkt auf der rechten Flosse.“
„Aha.“
Plötzlich blieb der Mann stehen.
„Was ist los?“, fragte Lissy und blieb auch stehen. Ihr Magen begann zu knurren. Hoffentlich kriegte der sich bald ein. Sie hatte schließlich Hunger.
„Die Katze des Nachbarn hatte sich eines Tages in das Haus geschlichen und meine Lissy gefressen.“
Lissy schaute ihn überrascht an. „Oh Mann, du fängst jetzt doch nicht an zu heulen oder?“
„Sie war mein Liebling“, verteidigte er seine Trauer und schniefte leise.
„SIE war ein FISCH! Kauf dir einen neuen.“
Lissy versuchte ihn weiter zuziehen, denn sie hatte wirklich Hunger.
„Sie war nicht nur ein FISCH!“, bekräftigte der Mann. „Sie war ein ganz besonderer Goldfisch, rot mit...“
„Mit einem kleinen schwarzen Punkt auf der linken Flosse.“
„Der rechten Flosse“, verbesserte er sie.
„Wie auch immer“, sagte Lissy genervt. Irgendwie langweilte sie dieser Kerl. Sie überlegte kurz und blieb stehen.
„Oh nein“, rief sie.
„Was ist?“
„Ich habe meine Tasche auf dem Dach vergessen. Ich muss wieder zurück und wir vergessen das mit dem Frühstück einfach. Okay?“
Sie zog ihren Arm unter seinem vor und ging eilig davon.
„Ja, aber sie haben ihre Tasche doch um.“
„Eine andere Tasche natürlich“, rief Lissy ihm zu.
„Gut, aber nicht wieder springen.“
„Nein, nein. Keine Sorge. Davon habe ich erst einmal genug. Bye“
Er winkte ihr nach und ging weiter. Lissy fand, dass sie mit diesem Herren wirklich nicht so viel Glück hatte, wie mit dem anderen zuvor. Der spann doch mit seinem Goldfisch. Sie beschloss, dass sie sich einfach ein belegtes Brötchen kaufen würde um sich dann in den Balboa Park zu setzen.
Der Tag verging und der Abend brach langsam herein. Lissy schlenderte durch die Straßen von San Diego, Jill freute sich über ihren ersten gelungenen Arbeitstag und ich traf mich, wie jeden Freitagabend, mit meinem besten Freund Corey in unserer Lieblingsbar. Corey und ich kannten uns vom Studium für Journalismus und waren seitdem Freunde. Im Gegensatz zu mir hatte Corey das Studium allerdings beendet und arbeitete seitdem bei der Union-Tribune, einer Tageszeitung von San Diego.
Corey war ein gutaussehender junger Mann. Er erinnerte mich ein wenig an die Barbiepuppe Ken, nur das Corey nicht ganz so muskulös war wie Ken. Am Liebsten trug er Jeans und körperbetonte T-Shirts, ab und zu auch mal ein Hemd.
„Wie war denn dein Tag Fin?“, fragte Corey mich, nachdem wir uns mit unserem Bier an einen freien Tisch gesetzt hatten.
„Ich habe sie wiedergesehen“, erklärte ich Corey wie verzaubert.
„Wen?“
„Jill.“
„Wer ist Jill?“
„Meine erste große Liebe“, schwärmte ich verträumt.
„Ich wusste gar nicht, dass du eine erste große Liebe hattest.“
„Auf der Highschool waren wir das Traumpaar.“
„Und was passierte dann?“
„Sie ging zur University nach San Francisco und brach den Kontakt ab.“
„Wieso brach sie den Kontakt ab?“
„Das habe ich nie herausgefunden.“
„Und nun ist sie wieder hier in San Diego?“
„Ja.“
„Das ist doch schön.“
„Ja. Ich schüttete ihr einen Kaffee über ihren Blazer.“
„Einen Kaffee?“
„Ja, sie stand plötzlich hinter mir im Starbucks und ich rempelte sie an.“
„Volltreffer!“
„Danach stieß ich ihr meinen Ellenbogen gegen die Stirn weil ich Servietten geholt hatte.“
„Du hast ja eine wirklich nette Art deine große Liebe zu begrüßen“
„Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass es Jill war.“
„Du wusstest es noch nicht?“
„Nein, denn sie blickte bis dahin immer nach unten zu ihrem Blazer.“
„Wann habt ihr es denn endlich gemerkt?“
„Als ich ihr einen neuen Kaffee kaufen wollte, schaute sie zum ersten Mal in mein Gesicht und da erkannten wir uns.“
„Wie rührend und nun seht ihr euch bald wieder?“
„Ich weiß es nicht.“
„Wieso nicht?“
„Sie musste schnell los und wir trennten uns.“
„Ohne ein Treffen auszumachen oder Telefonnummern auszutauschen?“
„Ja.“
„Oh, wie konntest du sie nur gehen lassen?“
„Ich weiß nicht, es passierte alles so schnell.“ Ich seufzte und nahm einen großen Schluck von meinem Bier. Als ich durch das Fenster auf die Straße blickte, schaute jemand durch die Scheibe zu uns und ich erkannte sie sofort.
„Oh, nein“, rief ich entsetzt aus.
„Was ist?“, Corey sah zum Fenster hin, doch er sah niemanden.
„Da ist sie wieder“, erklärte ich ihm.
„Jill?“
„Nein, die andere Frau.“
„Du hast heute noch jemanden getroffen? Du hast ja ein Glück.“
„Glaube mir, es ist kein Glück diese Lissy getroffen zu haben. Sie redet ununterbrochen. Oh, nein sie kommt hierher.“
„Hey, da schaue ich eben so durch das Fenster und sehe tatsächlich dich hier sitzen. Siehst du, es ist Bestimmung gewesen, dass wir uns heute begegnet sind.“
Lissy setzte sich zu uns und begann gleich ein Gespräch mit Corey.
„Hey, ich bin Lissy. Eigentlich Elisabeth, doch ich finde den Namen so altmodisch und da nenne ich mich einfach Lissy. Und wer bist du?“
„Corey“, antwortete er und sah mich fragend an. Ich zuckte mit den Schultern.
„Nett dich kennen zu lernen Corey und wie heißt du doch gleich noch einmal?“
„Finley.“
„Aha, hey darf ich einen Schluck Bier?“
Sie wartete meine Antwort erst gar nicht ab, sondern griff nach meinem Bier und trank einen kräftigen Schluck davon.
„Ah, das tut gut. Danke Frey.“
Corey beugte sich zu mir herüber und flüsterte: „Warum nennt sie dich Frey?“
„Wahrscheinlich deshalb, weil sie sich meinen Namen nicht merken kann.“
Lissy kicherte und wechselte Blicke mit Corey, der nicht wusste, wohin das alles noch führen würde. Ich wollte sie schnell loswerden und zwar am besten für immer.
„Bin ich froh, dass ich dich eben gesehen habe. Er hat mir heute nämlich das Leben gerettet musst du wissen.“ Sie blickte Corey an und zwinkerte mir dann mit einem Auge zu.
Corey sah mich überrascht an: „So, das Leben hast du ihr also gerettet. Wie hat er das denn gemacht?“
Er schaute interessiert zu Lissy hinüber.
„Na ja, ich stand da so auf dem Dach eines Hauses und wollte springen und da fiel mir mein Schuh herunter und genau vor seine Füße. Er rannte die vier Stockwerke nach oben und überzeugte mich davon, nicht zu springen. Danach sind wir einen Kaffee trinken gegangen.“
„Du ranntest vier Stockwerke hinauf um sie zu retten?“
„Ja. Wieso verwundert dich das denn so?“, fragte ich verwirrt.
Corey lachte: „Weil ich das nicht von dir erwartet hätte.“
„Als er oben ankam hat er ein wenig gepustet und nach Luft gejappt“, verkündete Lissy und kicherte vor sich hin.
„Stimmt doch gar nicht“, protestierte ich und war etwas gekränkt.
„Er mag es nicht, wenn man so etwas sagt. Er ist einfach mein...“
„Retter!“, grinste Corey mich an und ich schüttelte nur energisch mit dem Kopf.
„Ja“, rief Lissy aus und tätschelte meinen Oberschenkel. „Es ist unsere Bestimmung, dass wir zusammen sein sollen.“
„Was?“, rief Corey plötzlich. „Du willst mir mit einer Frau fremdgehen?“
Während ich Corey noch irritiert ansah, zog Lissy augenblicklich ihre Hand von meinem Bein zurück und machte ein schockiertes Gesicht.
„Nein, nun sagt mir nicht, dass ihr beide ein schwules Paar seid.“
Corey grinste: „Doch, genau das sind wir. Ist es nicht so?“
Corey streichelte mir mit seiner Hand über den Arm und zwinkerte mir aufmunternd zu.
Ich verstand, dass er mir durch diese Aussage nur helfen und Lissy loswerden wollte und spielte mit.
„Ja, das sind wir. Natürlich.“
Ich sah zu Lissy und erklärte ihr: „Ich wollte es dir heute morgen nicht gleich sagen, doch nun weißt du es.“
Lissy sah zwischen uns hin und her und konnte es nicht fassen. Sie war tatsächlich sprachlos.
Corey legte noch einen drauf als er verkündete: „Wir haben uns gesehen und es sprühte sogleich Funken zwischen uns.“
„Ja genau“, bestärkte ich seine Äußerung. „Funken, überall.“
Um meine Aussage zu bekräftigen wirbelte ich mit meinen Armen herum und demonstrierte dadurch die Funken.
Lissy fand ihre Sprache wieder und sagte: „Das ist ja wirklich schade. Ich meine, nicht für euch, sondern für mich.“
Wir nickten beide mit dem Kopf und zuckten zugleich mit den Schultern.
„Worüber habt ihr gerade gesprochen?“, fragte Lissy schnell, weil sie das Thema wechseln wollte.
„Über einen Film“, meinte Corey.
„Toll, ich mag Filme. Über welchen denn?“
„Wächter der Wüste.“
„Uh, hört sich gut an.“
„Mit Erdmännchen.“
„Aha.“
„Eine Dokumentation.“
„Mit Erdmännchen?“ Lissy überlegte.
„So ist es.“
„Nie gehört.“
„Sehr interessant“, Corey machte eine kurze Pause und fügte hinzu: „Blue-ray.“
„Wer ist Blue-ray?"
„Du kennst Blue-ray nicht?"
„Nein. Heißen die Erdmännchen so?”
Corey und ich grinsten.
„Du kennst doch Blue-ray?“, fragte ich sie.
„Nein, heißt der Schauspieler so?
„Der Schauspieler?“, ich musste lachen.
„Blue-ray aus der Werbung“, ergänzte Corey.
„Wer macht Werbung? Die Erdmännchen oder der Schauspieler?“
Wir waren kurz davor laut loszulachen. Wollte sie uns verarschen oder verstand sie uns tatsächlich nicht?
„Du kennst doch die Werbung in der es um die Nachfolger der DVD´s geht. Die Blue-ray heißen.“
„Ach so“, rief sie und schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn. „Erdmännchen meint ihr, diese kleinen Tiere“, sagte Lissy und lachte plötzlich laut auf, „ich dachte ihr sprecht von einem Fantasyfilm, in dem es um irgendwelche Wesen geht, die Erdmännchen ähnlich sind. So wie die kleinen Rumpelwichte bei Ronja Räubertochter.“
Wir drei lachten nun laut los und die Gäste neben uns schauten zu uns herüber.
„Erdmännchen“, lachte Lissy und japste nach Luft, „die finde ich ja so putzig. Die sind so klein und süß. Wie die immer Männchen machen und knabbern. Erdmännchen sind einfach so putzig.“
„Ja und weißt du das blue-screen der Bruder von Blue-ray ist?“, setzte Corey noch einen drauf.
„Wer ist blue-screen?“, fragte Lissy verdutzt.
„Ach, das ginge jetzt zu weit“, meinte Corey und wehrte mit der Hand ab. Ein breites Grinsen durchzog sein Gesicht.
Corey sah mich an und tippte mit dem Zeigefinger an seine Stirn. Ich nickte nur. Lissy schien seine Geste bemerkt zu haben. Sie erhob sich nämlich diesbezüglich und rückte den Stuhl an den Tisch heran.
„Tja, die attraktiven und interessanten Männer sind doch immer schwul. Dann will ich mal wieder gehen und euch beiden Hübschen hier alleine lassen.“
„Ich habe mich gefreut dich kennen zu lernen“, meinte Corey und lächelte sie an.
„Ja. Ich mich auch“, entgegnete Lissy, „und dich sowieso.“
