Wer will das jetzt noch essen? - Feilo Hauser - E-Book

Wer will das jetzt noch essen? E-Book

Feilo Hauser

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Beschreibung

Wer will das jetzt noch essen? Diese Frage stellen sich mittlerweile viele Vegetarier, wenn sie ratlos vor den Fleischregalen in den Supermärkten stehen. Hat es sich noch nicht herumgesprochen, dass dieses Fleisch unsere Gesundheit und unsere Erde gleichermaßen zerstört? Oder ignorieren die Fleischesser einfach die allseits bekannten Fakten? "Wer will das jetzt noch essen?" ist ein Sachbuch, das schonungslos über den Fleischkonsum aufklärt. Zum ersten Mal werden wirklich alle Wahrheiten, die den Fleischverzehr betreffen versammelt, denn die bisherigen Bücher zum Thema decken oft nur Teilbereiche ab. Feilo Hauser führt uns ohne Umwege in die Problematik der Fleischproduktion ein und deckt dabei alle Scheinargumente der Fleischesser auf. Gleichzeitig informiert er über die Methoden der Fleischherstellung, über die Verantwortlichkeit der Fleischkonsumenten und über die Wirkung der Vegetarier. Das Buch funktioniert somit als Rüstzeug für jeden Vegetarier, der bisher nur einige Teilbereiche seiner Überzeugung kannte. Gleichzeitig kann es als Manifest der Vegetarier- und Veganerbewegung dienen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 181

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Wer will das jetzt noch essen?

Alle Wahrheiten über unser Fleisch, über das Verhalten der Fleischesser und vom Verhalten der Vegetarier

Zusammengetragen und kommentiert von:

Feilo Hauser

Copyright © 2016 Feilo Hauser

Lektorat: Verena Metzler – www.verena-metzler.de

Umschlag & Satz: Sabine Abels - www.e-book-erstellung.de

Coverbild: © dusanpetkovic1 (fotolia.com)

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de. abrufbar

Dieses Buch argumentiert im moralgefüllten Raum und klärt restlos auf. Denn Wissen ist Macht!

„Sind das deine Kinder, Geist?“ „Nein, es sind der ganzen Menschheit Kinder. Das Mädchen heißt Not und der Knabe heißt Unwissenheit. Hüte dich vor beiden, doch am meisten fürchte den Knaben. Denn auf der Stirn der Unwissenheit steht Verderben geschrieben! “

CHARLES DICKENS (1812 – 1870), «Eine Weihnachtsgeschichte»

1 Eine Frage der Ernährung

Muss ich Fleisch essen?

Ich möchte gleich mit dem Wichtigsten beginnen: Es ist nicht notwendig, Fleisch zu essen. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 50 Jahre sowie eine Jahrtausende überspannende Erfahrung zeigen uns: Es muss kein Fleisch gegessen werden, um sich gesund und nachhaltig ernähren zu können.

Fleisch enthält nur wenige Vitamine, dafür jedoch einige Ernährungsbausteine wie Eiweiß, Eisen und Fett, welche für die menschliche Ernährung von Bedeutung sind. Diese Bausteine kann der menschliche Körper jedoch nicht vollständig aus dem Fleisch übernehmen. Darüber hinaus sind Eiweiß, Eisen und Fett auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten – und sogar in hochwertigerer Form. Es ist also für den menschlichen Organismus nicht notwendig, Fleisch zu essen. Wie wir heute wissen, ist es gesünder, auf tierisches Fett und Eiweiß sogar ganz zu verzichten.

„Fleisch ist ein Genussmittel und für den Großteil der heutigen Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Osteoporose, Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Diabetes usw. mitverantwortlich!“

Dr. med. HANS-GÜNTER KUGLER(*1)

Du bist was du isst! Eine kurze Einleitung

Das Folgende ist eine Theorie, die niemand zu glauben braucht, auch wenn sie sehr schlüssig klingt. Weitere empirische Fakten folgen nach dieser einleitenden Theorie.

Es ist die Theorie der Zellspeicherung. Wir alle wissen, dass hochkomplexe Informationen in den Zellen der Lebewesen und Pflanzen gespeichert werden. Zum Beispiel ist es möglich, eine Pflanze aus einer Zelle einer anderen Pflanze neu zu erschaffen – das sogenannte klonieren oder klonen. Das gleiche gilt für Lebewesen, also Tiere und Menschen. Wir wissen also, dass alle Informationen über Aufbau und Struktur eines hoch komplizierten Organismus in einer Zelle dieses Organismus gespeichert sind.

Ist es da nicht logisch anzunehmen, dass wir die gespeicherten Informationen in uns aufnehmen, wenn wir das entsprechende Lebensmittel, das heißt Fleisch oder Gemüse, essen?

Pflanzliche Nahrungsmittel sind lebendige Nahrungsmittel. Wir wissen, dass Obst nach der Ernte noch nachreifen kann, dass Kartoffeln oder Getreide noch nach der Ernte, also nach der Trennung von der Mutterpflanze, keimen können. In diesen lebendigen Zellen sind Lebensenergie und Lichtenergie der Pflanze gespeichert. Die Natürlichkeit und die Kräfte der Erde stecken in diesen Zellen und diese Lebensenergie nehmen wir beim Verzehr der Pflanze in uns auf.

Fleisch dagegen ist ein totes Nahrungsmittel. Eine Tierleiche fängt sofort nach der Tötung an zu zerfallen und zu verwesen. Wir können diesen Vorgang verlangsamen, indem wir die Leichenteile kühlen, jedoch wird er im Moment der Tötung bereits in Gang gesetzt. In den Zellen des Tieres ist alles aus seinem Leben gespeichert. Und ein Masttier hat in seinem Leben, bis zu seiner grausamen Schlachtung, nichts anderes erfahren als Schmerzen, Angst, Verzweiflung, Qual und letztlich Todesangst. Masttiere leben in unbeschreiblichen hygienischen und platzlichen Zuständen in fensterlosen Hallen und können so keine natürliche Lichtenergie speichern. Sie bekommen künstliches Futter und chemische Medikamente. In ihren Zellen können sich nur negative Informationen abspeichern, die wir durch den Verzehr des Fleisches dann aufnehmen. Vielleicht erklärt es sich so, dass Vegetarier bereits seit Jahrtausenden als friedfertiger, ausgeglichener und aggressionsfreier gelten als Fleischesser.

„Du bist, was du isst!“ Altes Sprichwort

Von Fakten und Studien: DieChina Study

Zahlreiche Ärzte und Ernährungswissenschaftler haben in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder betont, dass es keinen einzigen Grund gibt, Fleisch zu essen. Das prominenteste Beispiel ist Prof. T. COLIN CAMPBELL, der 2005 seine sogenannte China Study(*2) veröffentlichte. Die Studie basiert auf Daten aus 27 Jahren, ausgedehnten Laborversuchen und der Zuhilfenahme zahlreicher weiterer Studien sowie des Chinesischen Krebsatlas, in den die Daten von 800.000.000 Menschen eingeflossen sind, und zeigt eindrucksvoll: Fleisch- und Milchprodukte sind nicht nur überflüssig, sondern auch für unsere Zivilisationskrankheiten verantwortlich und somit höchst schädlich.

CAMPBELL zeigt, dass tierische Proteine, also Proteine aus Fleisch- und Milchprodukten, für praktisch alle Zivilisationskrankheiten verantwortlich sind. Dazu gehören Krebs, Diabetes, koronare Herzkrankheiten, Gicht, Rheuma, Multiple Sklerose, Osteoporose, depressive Erkrankungen, Impotenz usw. Die verdächtigen giftigen Umwelteinflüsse sind demnach nicht die Hauptursache für Krebserkrankungen. Auch die vielzitierten Erbanlagen sind nicht die Hauptursache für Krebserkrankungen. Die Hauptursache ist der Verzehr von tierischen Erzeugnissen wie Fleisch- und Milchprodukten durch die darin enthaltenen tierischen Proteine.

Ein eindrucksvoller Laborversuch, den CAMPBELL in seinem Buch beschreibt, zeigt uns, dass Krebs erst durch die Ernährung mit tierischen Proteinen ausgelöst werden kann.

CAMPBELL und sein Forscherteam vergifteten 300 Ratten mit Aflatoxinen, einem der stärksten Karzinogene, die wir kennen. 200 dieser Ratten wurden daraufhin mit Nahrung gefüttert, der ein hoher Tierproteinanteil zugrunde lag, genau wie er in Fleisch- und Milchprodukten heute vorkommt. Alle zweihundert Ratten bekamen Krebs. 100 Ratten wurden mit Nahrungsmitteln gefüttert, die einen niedrigen Proteingehalt pflanzlichen Ursprungs aufwiesen. Keine dieser Ratten bekam Krebs. Nach der Hälfte der Zeit des Experimentes wurde bei 100 der 200 Ratten, die Karzinome, also Krebs, entwickelt hatten, die Ernährung auf eine Kost mit niedrigem Proteingehalt pflanzlichen Ursprungs umgestellt. Bei allen 100 Ratten bildeten sich die Karzinome zurück und sie wurden wieder gesund.

Die Tatsache, dass die beschriebenen Versuche jedes Mal 100:0 ausgingen, ist von immenser Bedeutung. 70:30 wäre bereits ein überzeugender Wert gewesen. 100:0 ist geradezu überwältigend und lässt keine Zweifel mehr zu. Es zeigt uns, dass Krebs durch eine rein pflanzliche Ernährung nicht nur verhindert, sondern sogar (bis zu einer gewissen Wachstumsgröße) rückgängig gemacht werden kann. Es zeigt uns auch, dass einige Krebsarten erst durch die tierischen Proteine in der Nahrung aktiviert werden. Das Karzinogen allein reicht also nicht aus, wie wir es bei den Aflatoxinen gesehen haben. Es würde sich verhalten wie ein Samenkorn, das kein Wasser bekommt und ohne Wachstum in der Erde verbleibt. Demnach kann auch die genetische Vorbelastung allein noch keinen Krebs auslösen.

Dies zeigten auch CAMPBELLS Laborversuche mit den sogenannten Foci. Foci sind Zellverdichtungen von Krebsvorläufern. Das Wachstum der Foci war beinahe gänzlich von der konsumierten Proteinmenge abhängig, egal wie viele Aflatoxine verabreicht wurden. Die Foci wuchsen weit mehr bei einer Ernährung mit hohem Proteinanteil, wie er in den Fleisch- und Milchspeisen vorkommt.

Doch CAMPBELL untersuchte nicht nur den Zusammenhang zwischen tierischen Proteinen und Krebs, sondern nahm auch andere Erkrankungen in den Blick. Zu nennen sind hier koronare Herzkrankheiten, Diabetes, Adipositas sowie Autoimmun- und Knochenkrankheiten wie Osteoporose – also generell Überflusserkrankungen. Die Ergebnisse zeigen deutlich die positiven Auswirkungen einer fleisch- und milchfreien Ernährung auf die menschliche Gesundheit. Dazu an anderer Stelle mehr (u. a. in Kapitel 16).

WIKIPEDIA klärt uns auf: Die häufigste Ursache für Todesfälle bei Krebs ist die Ernährung (35 % Anteil), gefolgt vom Rauchen mit 30 % Anteil. Toxine und chemische Giftstoffe in der Nahrung machen einen verschwindend kleinen Anteil von 1 % aller Krebstodesfälle aus.

Die Lügen der Fleischindustrie

Die Erkenntnis, dass Fleisch schädlich ist, beruht neben diesen wissenschaftlichen Forschungen auch auf anderen Langzeitstudien, die uns deutlich gezeigt haben: Die vegetarische, besser noch die vegane Ernährung ist völlig unbedenklich, natürlich und gesund für den menschlichen Organismus. Denn die überwiegend vegane Lebensweise ist der Urzustand der menschlichen Ernährung.

„Wenn man die Daten betrachtet, ist der optimale Anteil an Fleisch in der Ernährung null.“

WALTER WILLET, U.S.-amerikanischer Krebswissenschaftler (*3)

Durch die relativ neue Fleischindustrie sind uns in neuerer Zeit verschiedene verkaufszahlensteigernde Irreführungen als Fakten verkauft worden. Hierunter fallen auch Fehlinformationen zu dem für die menschliche Ernährung notwendigen Proteinanteil im Essen. Um die hohe Proteinkonzentration im Fleisch positiv darzustellen, ist durch den Einfluss der Fleischindustrie ein viermal höherer Mindestwert in Umlauf gesetzt worden, als tatsächlich nötig ist. Die offizielle, von der Fleischlobby beeinflusste Empfehlung beträgt 150 Gramm täglich. In Wirklichkeit sind jedoch 30 Gramm völlig ausreichend.

Ein hoher Proteinanteil in der Nahrung ist keineswegs gut für den Menschen. Wie wir an der menschlichen Muttermilch ablesen können, beträgt der optimale Proteinanteil in für Menschen geeigneten Nahrungsmitteln 1,5 %, wie es bei Obst und Gemüse der Fall ist. Ungünstig für Menschen ist der hohe Anteil von 25 %, wie er in Fleisch- und Milchprodukten zu finden ist.

Auch über den Nutzen der Proteine sind wir konsequent belogen worden. Seit vielen Jahren ist bekannt, dass zu viele zugeführte tierische Proteine nicht vollständig abgebaut werden können. Zu viele tierische Proteine führen aber zu demselben Effekt, der auch durch die Cholesterinfette ausgelöst wird: Ablagerungen in den Arterien, genauer in den Zellwänden, die letztlich einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall auslösen. Pflanzliche Proteine jedoch sind für den menschlichen Organismus völlig unbedenklich. Etwaige Überschüsse werden vom Körper vollständig abgebaut und ausgeschieden.

Pflanzliches Eiweiß ist für den Menschen somit nicht nur völlig unbedenklich, sondern auch hochwertiger. Entgegen der landläufigen und äußerst hartnäckigen Meinung ist tierisches Eiweiß für die menschliche Ernährung nicht notwendig, ja sogar schädlich! Das heißt, es kann gefahrlos auf tierische Proteine, sei es aus Fleisch- oder aus Milchprodukten, verzichtet werden.

Eisenmangel als Angstmacher

Der von der Fleischindustrie oft zitierte bedenkliche Eisenmangel ist eine reine Irreführung. Fleisch hat natürlich einen hohen Eisengehalt, jedoch eignet es sich nicht, um einen Eisenmangel auszugleichen. Das im Fleisch vorhandene Eisen kann vom menschlichen Körper nicht in dem Maße abgespalten werden, dass es einen maßgeblichen Einfluss auf den Ausgleich des Eisenhaushaltes haben kann. Das liegt daran, dass durch die Artenähnlichkeit des fleischlichen Eisens der körpereigene Regulierungsmechanismus umgangen wird. Das Eisen wird sozusagen tellerfertig serviert. Bei pflanzlichen Eisenträgern, wie Erbsen, Fenchel, Feldsalat usw., aktiviert der Organismus den körpereigenen Stoffwechsel und sorgt so für einen gesunden Eisenhaushalt.

Diese und viele andere negative Fakten über die Ernährung mit Fleisch sind seit mehr als 50 Jahren bekannt. Sie sind evident, empirisch, durch Langzeitstudien belegt und können leicht in der einschlägigen Literatur abgerufen werden.

„Die Fehlinformationen über den Fleischverzehr sind ein weltweit gängiges System der legalen Manipulation. In den Ernährungsgremien sitzen Lobbyisten, Ernährungswissenschaftler und Ärzte, PR- und Marketingfachleute, die von der Fleisch-, Milch- und Eierindustrie finanziert werden. Diese Personen arbeiten die offiziellen Ernährungsempfehlungen für die Bevölkerung aus. Diese Empfehlungen widersprechen deshalb dem Stand der seriösen Wissenschaft. Trotz der überwältigend eindeutigen Beweislage aufgrund der seriösen wissenschaftlichen Fakten verbreiten große Teile der Presse, unwissende Ärzte und vermeidliche ‚Ernährungsexperten‘ lieber Unwahrheiten und Irreführungen der Tierindustrie und falsche Lehrmeinungen vergangener Zeiten. Insgesamt ist es ein gesundheitspolitischer Skandal ersten Ranges.

Die Politik, insbesondere die EU, subventioniert entgegen jeder Vernunft und Moral die Fleisch- und Milchindustrie massiv mit Steuergeldern. Die EU-Agrarsubventionen machen knapp die Hälfte des EU-Haushalts aus, mehr als 50 Milliarden Euro im Jahr.“

Dr. ERNST W. HENRICH, «Vegan, die gesündeste Ernährung» (*3)

Zwingende Logik

Das Postulat, dass Fleisch für die Ernährung des Menschen notwendig ist, kann durch eine simple Tatsache widerlegt werden: Täglicher Fleischverzehr ist eine Neuerscheinung und existiert erst seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zuvor haben die Menschen zwar auch bereits Fleisch gegessen, jedoch so wenig, dass es in ihrer Ernährung keine relevante Rolle spielte. Und in weiten Teilen der Welt ist es heute noch so.

Der Verzicht auf Fleisch ist keine Erfindung der Moderne. Hesiod, Platon und Ovid erwähnten die vegetarische Lebensweise als charakteristisch für die frühesten Zeiten. Und auch heute noch leben die meisten Menschen auf der Erde vegetarisch, denn ihnen fehlt schlicht und einfach das Geld, um sich Fleisch leisten zu können. Sie sind gezwungen, auf Fleisch in ihrer Ernährung zu verzichten, oder sie können nur so wenig Fleisch kaufen, dass es anteilig in ihrer Ernährung keine Rolle spielt.

Hinzu kommen etwa 300 Millionen Inder, die aus hinduistischer Überzeugung heraus dauerhaft auf alle Tierprodukte verzichten. Fleisch ist somit nicht lebensnotwendig, sondern ein reines Luxusgut.

Unser tägliches Glas Milch

In Kapitel 1 haben wir gesehen: Es ein Mythos, dass der Mensch tierische Proteine für seine Ernährung benötigt. Das gilt auch für die Proteine aus unserem täglichen Glas Milch.

Dass Milch gesund ist und gerade von Kindern konsumiert werden sollte, ist ein Irrglaube, der sich vor allem dank der Beeinflussung durch die Milchindustrie und deren Lobbyarbeit und Werbung durchsetzen konnte. Dieser Unsinn ist von nicht wenigen Wissenschaftlern und Ärzten propagiert und mitgetragen worden. Kuhmilch und Kuhmilchprodukte sind in der Tat gesund – aber nur für Kühe. Nur Menschenmilch ist für Menschen gesund. Darüber hinaus sind Menschen die einzigen Säugetiere, die im Erwachsenenalter noch Milch zu sich nehmen. Alle anderen Säugetiere nehmen Milch nur im Säuglingsalter auf und auch dann nur die Muttermilch ihrer eigenen Art. Menschen trinken ihr Leben lang Milch, jedoch artfremde Milch, die für Kälbernachwuchs als Stillzeiternährung entstanden ist – und das soll ein gesundes und natürliches Nahrungsmittel für Menschen sein? Die Natur hat Menschenmilch für Menschen geschaffen, Schweinemilch für Schweine, Rattenmilch für Ratten und Kuhmilch eben für Kühe. Sie zu trinken ist für den Menschen nicht gesund oder natürlich.

Es gibt Völker auf der Erde, Menschenvölker wohlgemerkt, die ihr ganzes Leben so wie alle anderen Säugetiere verbringen: Sie nehmen nur im Säuglingsalter Milch zu sich, aber Menschenmuttermilch, und beziehen den Rest ihres Lebens die Proteine allein aus pflanzlichen Nährstoffen. Etwa Dreiviertel aller Menschen auf der Erde leben im erwachsenen Alter völlig ohne Milch und Milchprodukte.

Bei unserem täglichen Glas Milch handelt es sich wohl eher um ein Verhalten, das wir kultiviert haben – doch natürlich für den Menschen kann das niemals sein. Es bedeutet, die Eiweißbausteine sein Leben lang von artfremder Muttermilch zu beziehen. Milchverzehr (sehr wenig) kann bestenfalls neutral für den Menschen sein, aber niemals natürlich und gesund.

„Der Mensch kann also in allen Lebensphasen sehr gut ohne tierische Milch leben. Milch ist, entgegen der von den entsprechenden Industrien gesponserten Propaganda, kein unentbehrliches Nahrungsmittel – und auch kein gesundes, ja nicht einmal ein natürliches.“

A. RISI, R. ZÜRRER(*1)

Milch tut nur Kälbern gut

Menschen sollten Milch meiden, sagt Dr. COLIN CAMPBELL, Professor für Biochemie an der Cornell University. CAMPBELL arbeitete über 40 Jahre in der Ernährungsforschung und untersuchte zusammen mit seinem Team über Jahre hinweg die Beziehung zwischen Ernährung und Zivilisationskrankheiten in 170 chinesischen Dörfern. 2005 veröffentlichte er seine viel beachtete China-Study(*2), die als eine der umfassendsten und aussagekräftigsten Studien zu den Auswirkungen von Ernährung und Lebensstil auf die Gesundheit gilt.

Den Inhalt fasst KAREN DUVE in ihrem Buch «Anständig essen» zusammen. Hier eine sinngemäße Wiedergabe:

„Nur sehr wenige Menschen können Milch überhaupt vertragen. Die meisten Säugetiere, so auch der Mensch, können dies nur im Säuglingsalter. In dieser Zeit bilden sie nämlich das Verdauungsenzym Laktase, das den Milchzucker aufspaltet. Werden Babys nach einigen Monaten entwöhnt, wird auch das Enzym nicht mehr gebildet. Diese sogenannte „Laktose-Intoleranz“ ist keine Krankheit und kein Gen-Defekt, sondern für 75 % der erwachsenen Weltbevölkerung bis heute der Normalfall. Sie isteine sinnvolle und natürliche Reaktion des Körpers, der ein schädliches und falsches Nahrungsmittel abstößt. [Anm. d. Autors] Die Laktose-Toleranz, also die Verträglichkeit der Milch für manche Menschen, ist eine Mutation, die sich nur bei Ethnien durchgesetzt hat, die bereits vor einigen tausend Jahren begonnen haben, Viehwirtschaft zu betreiben.

In Afrika vertragen 90 % der Bevölkerung keine Milch. In Südostasien 98 %. In Ländern wie Deutschland sind allerdings 75 % bis 86 % der Menschen Mutanten, die Käse und Milch verdauen können. Das heißt aber nicht, dass Milchprodukte gesund für sie sind oder dass sie das in der Milch enthaltene Eisen oder die Proteine auch vernünftig abspalten können. Sie können es nur verdauen, ohne Bauchweh zu bekommen!

Allein die Tatsache, dass 75 % der Menschen keine Milch konsumieren, legt den Verdacht nahe, dass Milch ein überflüssiges Produkt sein könnte.“

KAREN DUVE, «Anständig essen»

Kalzium & Osteoporose

Die Milchindustrie will uns weismachen, dass für uns und gerade für unsere Kinder das knochenaufbauende Kalzium aus der Milch wertvoll ist.

Jedoch beugt Milch Osteoporose nicht vor! Denn Osteoporose kommt in den Laktose-Intoleranz-Gebieten wie Afrika und Asien viel seltener vor als in den Gebieten mit hohem Milchkonsum wie Schweden, Finnland, England oder den USA, wo Osteoporose besonders häufig vorkommt.

Es gibt die wissenschaftliche These, dass die kombinierte Aufnahme von Kalzium und Eiweiß, wie sie bei Milchprodukten nicht zu vermeiden ist, nicht zur Kalziumaufnahme, sondern im Gegenteil zur forcierten Ausscheidung von Kalzium führt. Denn bei der Verdauung von tierischem Eiweiß entsteht Phosphorsäure, zu deren Neutralisation der Körper Kalzium benötigt. Und zwar mehr, als in der Milch vorhanden ist. Das hat den Effekt, dass der Körper dafür das Kalzium aus den Knochen schwämmen muss. Die Flut von Arbeiten, die diese These belegen, ist seit 1920 schier unüberschaubar.

Seit Jahren wird uns erzählt, dass Milch Osteoporose verhindert. Die Wissenschaft zeigt uns aber eindeutig, dass Milch Osteoporose nicht verhindert, sondern im Gegenteil sogar verursachen kann.

Zudem ist bekannt, dass Kalzium aus Milch eine nur niedrige Bioverfügbarkeit für den menschlichen Organismus besitzt. Dass Kalzium in Milch enthalten ist, bedeutet noch lange nicht, dass es der Körper auch vernünftig verwerten kann.

Die Natürlichkeit der Dinge oder wozu sind Eier da?

Fleisch ist überflüssig, schädlich und nicht zum Verzehr gedacht. Das gilt jedoch nicht nur für Fleisch allein, sondern auch für Milch (einzige Ausnahme ist die arteigene Milch im Säuglingsalter) und Eier.

Der Inhalt von Eiern einer jeden Vogelrasse, auch der Inhalt eines Hühnereis, ist als Nährvorrat für den arteigenen Nachwuchs gedacht. Weder Milch noch Eier sind als Dauerernährung für andere Rassen und Spezies vorgesehen. Das sind Zweckentfremdungen, die mit der natürlichen Zuordnung der Produkte nichts zu tun haben.

Auch Fleisch wird als Nahrungsmittel zweckentfremdet. Die natürliche Funktion von Fleisch ist nicht die, als Nahrung zu dienen. Fleisch, das heißt Muskeln, Fettgewebe und Organe, hat einzig die Funktion, das bestmögliche Fortleben des eigenen Gesamtorganismus sicherzustellen. Schon allein an der natürlichen Zweckmäßigkeit lässt sich somit erkennen, dass Fleisch-, Milch- und Eierprodukten keine Ernährungsfunktion zuzuordnen ist. Im Gegenteil: Sie müssten vom Speiseplan gestrichen werden, wollten wir uns wirklich natürlich ernähren.

Vielleicht wird das verständlicher, wenn wir uns einmal den Prozess der Vermehrung bei Pflanzen ansehen. Viele Samen können erst dann keimen, wenn sie durch den Kontakt mit Säuren und Enzymen des Magen-Darm-Traktes ‚aufgeweckt‘ wurden. Andere Samen benötigen diese Hilfestellung nicht, profitieren aber von der Beweglichkeit ihres vorübergehenden Wirtes. Denn ein Tier, das eine Frucht gegessen hat, wird sich beim Ausscheiden der Reste sehr wahrscheinlich an einem anderen Ort befinden als bei der Aufnahme. Es trägt so zur gesunden Verbreitung der jeweiligen Pflanzengattung bei.