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Eine völlig unbekannte Wasserleiche im Gorilla Kostüm - Eine Faschingsveranstaltung - Viele Ungereimtheiten - ein kniffliger Fall für Kommissar Plattler.Eine völlig unbekannte Wasserleiche im Gorilla Kostüm - Eine Faschingsveranstaltung - Viele Ungereimtheiten - ein kniffliger Fall für Kommissar Plattler.
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Seitenzahl: 32
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Matthias Herberich
Wernblut
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Wernblut
Impressum neobooks
„Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr Rrrrrrrrrrrrrrrrrrrr“
Im Halbdunkel tastete er sich in Richtung des Klingeltones.
„Wo ist denn dieses verdammte Handy? Ah hier. “Hallo?“ Die Stimme am anderen Ende war sachlich und kurz angebunden.
„Wo nochmal? Bin gleich da!“ Er legte auf und setzte sich. Doch das Hämmern und die Schmerzen in seinem Kopf wurden durch diesen Anruf wahrlich nicht besser.
„Wo bin ich?“, wunderte er sich, als sein Blick umher schweifte. Sein Zuhause war es nicht, soviel stand schon einmal fest. Er lag nicht in seinem Bett und… neben ihn lag eine Frau!
„Verdammt, ich kann mich an nichts mehr erinnern!“, ging er in sich. Im Halbdunkel versuchte er sich zu orientieren. Sein erster Blick ging zur Seite. Da lag sie, eine schlafende Schönheit, nur halb zugedeckt und auffallend hübsch. Er musterte sie genau, ganz genau! Sie hatte braunes gewelltes mittellanges Haar. Das Gesicht mit der süßen Stupsnase und den vollmundigen Lippen hatte etwas von einem Model. „Schade dass ich weg muss und sie noch schläft. Ich möchte wetten, dass sie rehbraune Augen hat. Ich werde es sehen wenn ich wieder komme.“, ging es ihn durch seinen verkaterten Kopf, während er ihre wohlgeformten Brüste begutachtete. Reflexartig schielte er unter seine Decke.
„Ich bin nackt, splitternackt! Da habe ich einmal einen super Hasen in der Kiste und kann mich an nichts mehr erinnern. Verdammte Sauferei!!!!“ Sein Schädel brummte wie ein Bienenstock. Vorsichtig tastete er nach seiner Unterhose und den restlichen Klamotten, die Gott sei Dank alle in Greifweite lagen. Hastig zog er sich an und bemerkte, dass das Schlafzimmer sehr spartanisch eingerichtet war, was ihn aber nicht im Geringsten störte. Seine neue Bekanntschaft schätzte er auf maximal Ende Dreißig. Und mit einer Wahnsinns Figur. Die Überlegung war, ob er sie noch schnell aufwecken sollte, doch in Anbetracht der Situation, dass er erwartet wurde und immer noch nicht wusste wo er war, lies er sie schlafen. Er zückte sein Handy und machte ein Foto von ihr. Nein, nicht um damit bei seinen Kumpels zu protzen. Lediglich als Gedankenstütze. Er hoffte, dass sein Blackout bezüglich der letzten Nacht nicht von Dauer sein würde. Leise wie ein Dieb mit seinen Schuhen in der Hand schlich er zur Türe, drehte sich zum Bett hin um und gab der schönen Unbekannten gedanklich einen Kuss. Die Wohnungstüre war schnell gefunden und nachdem er sie von außen zuzog las er den Namen an der Klingel. „Keppler“. Er machte ein Handyfoto und hastete das Treppenhaus hinunter. Draußen angekommen blickte er sich suchend um.
„Hurra! Mein Auto! Daran habe ich gar nicht mehr gedacht.“
Als erstes aktivierte er das Navi um herauszufinden wo er war. Aus seinem Handschubfach kramte er seinen Notizblock heraus und notierte „Kepler, dritter Stock, blaues Mehrfamilienhaus, Hausnummer 14“. Notdürftig richtete er seine Krawatte. Da war auch schon das Navi funktionsbereit und ergänzte den Standort. „Regenbogenstraße, in Hammelburg. Wie in aller Welt, na ist jetzt nicht wichtig. Das kläre ich später.“ Er nahm sich vor, nach seinem Termin hierher zurück zu fahren. Nun gab er das Ziel ein –Eußenheim-, das genügte. Während er den Motor seines schon in die Jahre gekommenen Golfes startete, betrachtete er sich im Rückspiegel. „Du schaust fertig aus Bernd!“ gab er von sich, „aber das Männerbalett in Euße ( Eußenheim ) war echt der Hit. Vermutlich bin ich in der Bar völlig abgestürzt. Aber wie ich dann zu dieser Schnecke gekommen bin… Keinen Schimmer!“
