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Ein Wochenende in New York - und eine Frage, die alles verändert. Ava und John kennen sich seit Jahren - als beste Freunde, die sich noch nie persönlich getroffen haben. Doch nun soll es endlich soweit sein: ein Wochenende im magisch beleuchteten New York, ein Treffen am legendären Times Square. Doch die Stadt, die niemals schläft, hat ihre eigenen Pläne. Verpasste Flüge, chaotische Begegnungen und unerwartete Gefühle wirbeln alles durcheinander. Plötzlich stehen Ava und John vor der schwierigsten Frage ihres Lebens: Kann aus Freundschaft Liebe werden? Oder riskieren sie, alles zu verlieren? Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Zauber der Weihnachtszeit - perfekt für kuschelige Winterabende. +++ Dies ist eine lange Kurzgeschichte von 140 Taschenbuchseiten +++
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Über die Autorin
Vorwort
Playlist
Ein kleiner Gedanke von mir …
Ava
John
Ava
John
Ava
John
Ava
John
Ava
John
Ava
John
Ava
John
Ava
John
Ava
Danke, ihr wundervollen Menschen
Change of Heart
The Silence Between Us
Bis zum letzten Herzschlag
Forever Yours
Ein Wochenende in New York - und eine Frage, die alles verändert.
Ava und John kennen sich seit Jahren - als beste Freunde, die sich noch nie persönlich getroffen haben. Doch nun soll es endlich soweit sein: ein Wochenende im magisch beleuchteten New York, ein Treffen am legendären Times Square.
Doch die Stadt, die niemals schläft, hat ihre eigenen Pläne. Verpasste Flüge, chaotische Begegnungen und unerwartete Gefühle wirbeln alles durcheinander. Plötzlich stehen Ava und John vor der schwierigsten Frage ihres Lebens: Kann aus Freundschaft Liebe werden? Oder riskieren sie, alles zu verlieren?
Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und den Zauber der Weihnachtszeit - perfekt für kuschelige Winterabende.
Nadine Dela, 1984 im idyllischen Bad Kreuznach geboren, entführt ihre Leserinnen und Leser mit ihren Geschichten in faszinierende Welten voller Spannung, Romantik und Humor. Die Liebe zum geschriebenen Wort und zur Erzählkunst begleitet sie seit jeher und fließt in all ihre Werke ein.
Zwischen dem Erschaffen fesselnder Charaktere und dem Ausarbeiten packender Handlungsstränge genießt die Wahl-Rheinländerin die Zeit mit ihrem Mann und ihrer Tochter. Gemeinsame Ausflüge in die Natur und entspannte Abende auf dem Sofa mit einem guten Buch oder einer fesselnden Serie stehen dabei hoch im Kurs.
Zu ihren Leidenschaften gehören neben dem Schreiben auch der goldene Herbst, der Duft von Zuckerwatte und natürlich die eine oder andere Sünde in Form von Eis und Pasta. Mit ihrem ansteckenden Humor und ihrem offenen Herzen begeistert Nadine Dela nicht nur ihre Leser, sondern bereichert auch ihr privates Umfeld mit ihrer positiven Energie.
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Diese Geschichte ist für all diejenigen,
die noch an Weihnachtswunder glauben.
»Lass dich anstecken von der Menschlichkeit und infiziere gründlich deine Umgebung, auf dass der Virus der Nächstenliebe die Welt erobert, bevor es ein anderer Virus schafft.«
Christa Schyboll
Es gibt eine Sache, die wir alle wissen: Wir haben nur dieses eine Leben, und doch ist das eine Tatsache, die wir uns viel zu selten vor Augen führen und die deshalb nur zu gern in den Hintergrund rückt. Wir leben unser Leben – und leben es doch nicht. Wir rennen und rennen und vergessen dabei das Wichtigste: uns selbst. Wir vergessen, wer wir wirklich sind und leben nach einem Plan, der nicht unserer ist, der nichts mit unseren Träumen und Wünschen zu tun hat – und das nur, um hineinzupassen, um zu funktionieren.
Doch jede Stunde, jede Minute in deinem Leben ist ein Geschenk. Verschiebe deshalb nichts, was dir im Leben Freude bereitet. Sei frech, wild, wunderbar und vor allem glücklich. Denn das Leben ist dafür da, eine wundervolle Zeit zu haben und sie in vollen Zügen zu genießen. Also lebe dein Leben so, wie du es für richtig hältst, und stehe dazu. Denn dieses Leben lebst nur du.
Deine Nadine
Mit einem meiner Lieblingsbücher in der Hand sitze ich auf diesen unbequemen Plastikstühlen in der Wartehalle des Flughafens, doch ich habe bislang noch keine einzige Seite gelesen. Die Leute, die mich beobachten, werden mich für sehr wunderlich halten, da ich immer auf dieselbe Seite starre, ohne auch nur einmal weiterzublättern. Ein Grund mehr, das Buch zu schließen und zurück in meine Tasche zu packen.
Meine Mutter hat mich zum Glück mitten in der Nacht zum Flughafen nach Portland gefahren, sonst hätte ich es bei diesem Schneechaos auf den Straßen niemals rechtzeitig zum Check-in geschafft. Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass mir das winterliche Wetter beinahe einen Strich durch die Rechnung machen würde. Tja, das ist eben der Nachteil, wenn man selbst nicht mobil ist, weil man der Meinung ist, alles mit der U-Bahn erreichen zu können. Es ist ja nicht so, dass ich keinen Führerschein habe – den habe ich sehr wohl. Aber ich bin lieber Beifahrerin als Fahrerin, vor allem auf dem Highway. Mum kann natürlich kein bisschen nachvollziehen, dass ich bei dem Gedanken, Auto zu fahren, panisch reagiere. Ich weiß ja selbst nicht, wo mein Problem liegt. Doch eines ist sicher: Wenn ich nur ans Autofahren denke, zieht sich schon mein Magen zusammen, und ein paar Sekunden später habe ich das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Ich kann es nicht ändern, ich bin nun mal, wie ich bin.
Eigentlich müsste ich schon längst im Flieger nach New York sitzen, voller Vorfreude, endlich John zu treffen. Doch stattdessen bin ich immer noch hier, stopfe mir schon den zweiten Muffin in den Mund und habe bereits den vierten Kaffee intus, und das, obwohl ich absolut kein Fan dieses Getränks bin. Doch ich hatte gehofft, dass der Kaffee mich vom Einnicken abhalten würde – immerhin bin ich schon zu nachtschlafender Zeit aufgestanden und mehr als müde. Doch stattdessen hat mich der Kaffee nur noch unruhiger und hibbeliger werden lassen. Was, wenn der Flug komplett ausfällt und ich es niemals zu John schaffen werde?
Wir haben uns so auf dieses gemeinsame Wochenende in New York, an dem wir zufällig auch noch beide Geburtstag haben, gefreut und seit vielen Wochen Pläne geschmiedet, was wir alles unternehmen und vor allem besichtigen wollen. An erster Stelle stand natürlich Christmas Shopping bei Macy’s und Bloomingdale’s. Dann gaaanz viel Essen. Wir wollten durch China Town und Little Italy spazieren und uns mit chinesischem Essen und Pizza die Bäuche vollschlagen. Am Abend wollten wir es uns dann in unserem Hotelzimmer bei einem guten Film mit Hershey’s-Schokolade und einer Tasse heißem Kakao gemütlich machen, während es draußen schneit. Ja, das mag für manch einen vielleicht kitschig oder gar verrückt klingen, vor allem wenn man bedenkt, dass ich diese Dinge zusammen mit einem Mann unternehmen wollte. Mit einem Mann, der erstens nicht mein Lover ist, zweitens verdammt gut aussieht und drittens nicht schwul ist. Finde mal einen Mann, der Weihnachten, Shopping, romantische Filme und heiße Schokolade liebt … John ist genauso verrückt wie ich, und eben das ist es, was uns verbindet.
Plötzlich ertönt ein Piepen aus meiner Handtasche. Mit einem schnellen Griff fische ich mein Handy heraus – es soll noch mal einer sagen, dass eine Frau in ihrer Tasche nichts findet. Nachdem ich das Display entriegelt habe, entdecke ich eine neue Nachricht von John, die ziemlich enttäuscht klingt.
John: Immer noch nichts Neues?
Ich: Nein, leider nicht.
John: Oh Mann, das kann doch nicht wahr sein! Ich komme gleich persönlich vorbei und hole dich ab.
Ich: Du würdest nicht weit kommen, wir sind total eingeschneit. Hier kommst du höchstens noch mit einem Schneeschieber durch.
Ich weiß genau, wie John sich fühlen muss. So lange haben wir dieses Treffen schon geplant, und nun kommt uns ganz unerwartet dieser blöde Schnee in die Quere.
John: Dann werde ich mir eben einen Schneeschieber besorgen. LOL. Denkst du denn, dass es überhaupt noch klappt? Ansonsten fährst du lieber wieder zurück nach Hause. Es bringt doch nichts, wenn du am Ende noch den ganzen Tag am Flughafen festsitzt. Das kommt gar nicht in die Tüte.
Ich: Um nichts in der Welt werde ich nach Hause fahren und mir die Chance auf ein Wochenende mit dir entgehen lassen! Noch gebe ich die Hoffnung nicht auf. Und wie du weißt, hat mich meine Mutter zum Flughafen gefahren, und diese alte Romantikerin wird jetzt sicher nicht noch einmal herkommen, um mich wieder mit nach Hause zu nehmen.
John: Schon komisch, dass weder deine noch meine Familie glauben will, dass das zwischen uns beiden einfach nur Freundschaft ist. Und auch meine Kumpels wollen mir einreden, dass es zwischen einem Mann und einer Frau niemals NUR Freundschaft geben kann. Ich denke, wir beide sind der beste Beweis dafür, dass es doch funktioniert, oder?
Anfangs ging es mir echt auf die Nerven, dass meine Mum und meine beste Freundin Beth ständig darauf beharren, dass es zwischen John und mir nicht bei einer reinen Freundschaft bleiben wird – spätestens nach diesem Wochenende nicht mehr.
Ich: Das finde ich auch. Warum glaubt einem niemand, dass eine Frau und ein Mann nicht einfach nur Freunde sein können, ohne gleich Sex oder sogar eine Beziehung haben zu müssen? Nach diesem Wochenende werden sie alle erkennen, dass es sehr wohl möglich ist.
John: So sehe ich das auch.
Mit einem tiefen Seufzer stecke ich das Handy zurück in meine Tasche. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als weiter hier zu sitzen und zu hoffen, dass ich am Ende des Tages doch noch zusammen mit John durch das weihnachtliche New York spazieren werde, untergehakt und fröhlich lachend, ohne jegliche sexuelle Anziehung. Die werden alle schon noch sehen, wie das funktionieren kann, versuche ich mir immer wieder einzureden und ignoriere gekonnt mein Herz, wenn es sich wieder mal einzumischen versucht.
Mein Blick fällt auf den kleinen Kiosk mit den blinkenden Lichtern nur ein paar Meter von mir entfernt. Schokolade. Genau die brauche ich jetzt. Mit schnellen Schritten gehe ich hinüber und muss in der Auslage nicht lange nach meiner Lieblingsschokolade suchen. Kaum habe ich mir ein Stück in den Mund gelegt, zerschmilzt es auch schon auf der Zunge. Für mich ist Hershey’s einfach die beste Schokolade der Welt – genauso gut wie meine unglaubliche Freundschaft zu John.
Kennengelernt haben wir beide uns im Internet vor nicht mal ganz sechs Monaten. Alle, denen ich davon erzählt habe, mussten dazu gleich einen blöden Kommentar abgeben: »Eine Internetfreundschaft ist doch keine richtige Freundschaft, vor allem nicht mit einem Mann. Männer im Internet wollen immer nur das eine: Sex!« Oder: »Wie kannst du glauben, einen Menschen wirklich zu kennen, den du nur über Facebook kennst?« Diese Denkweise war so in ihren Köpfen eingebrannt, dass es gar nichts brachte, zu widersprechen. Egal, mit welchen Argumenten ich kam, sie schüttelten immer nur den Kopf und brachten gleich ein negatives Gegenargument vor. Oft hatte ich das Gefühl, dabei so etwas wie Neid herauszuhören, doch ich kann mich auch irren.
Sie verstehen einfach nicht, dass das zwischen John und mir etwas anderes ist. Auch wenn unsere Freundschaft noch keine Jahrzehnte andauert, ist sie trotzdem etwas ganz Besonderes. Ja, ich gebe zu, dass sie sich ungewöhnlich schnell und intensiv entwickelt hat, was auf die meisten Menschen grotesk wirken muss. Doch für uns fühlt es sich an wie das Normalste der Welt, in keiner Weise schräg oder verrückt.
Bis heute verstehe ich nicht, warum es die Leute so abwegig finden, wenn ein Mann und eine Frau sich gut verstehen, ohne gleich zusammen in die Kiste springen zu müssen. Aber ich denke da sowieso etwas anders. Schon in der Schule hing ich mehr mit Jungs ab als mit Mädchen, und ich habe auch nie typisches Mädchenzeug gemacht.
So wie einige Leute an die Liebe auf den ersten Blick glauben, andere sie dagegen für Schwachsinn halten, verhält es sich auch mit der Freundschaft. John und ich glauben an die Freundschaft auf den ersten Blick, obwohl man sie in unserem Fall eher als Freundschaft auf den ersten Klick bezeichnen sollte.
Dick eingepackt steige ich aus meinem Auto. Ich hatte wirklich kurz überlegt, ob ich das Angebot meines zukünftigen Schwagers Ben, mich zum Bahnhof zu fahren, annehmen soll. Doch ich wusste, dass er dann wieder versuchen würde, mich mit Fragen über Ava zu löchern. Schließlich würde er ja gar zu gern herausfinden, ob das, was sie und mich verbindet, wirklich nur Freundschaft ist. Aber ich hatte absolut keine Lust, mich ausgerechnet an dem Tag, an dem ich ihr zum ersten Mal begegnen werde, seinen Fragen zu stellen. Und so entschied ich mich, früh genug aufzustehen und selbst herzufahren. Glücklicherweise bin ich früher als beabsichtigt hier angekommen. Auf den Straßen herrscht am frühen Morgen das pure Chaos.
Ich weiß noch genau, wie ich vor sechs Monaten meine Schwester Clara fragte: »Glaubst du an Freundschaft auf den ersten Klick?«
Sie musterte mich mit einem Stirnrunzeln und versuchte, in meinen Augen zu lesen, ob ich diese Frage wirklich ernst meinte. Schnell musste sie feststellen, dass dem so war. Daraufhin stahl sich ein freches Grinsen auf ihr Gesicht, sie drehte sich zu ihrem Verlobten Ben um und sagte: »Ich kenne Liebe auf den ersten Blick, so wie bei Ben und mir.« Bei ihren Worten schlang er die Arme um ihre Hüften und schaute ihr tief in die Augen, bevor er seine Lippen auf ihre senkte.
Na toll, ich war wirklich nicht scharf darauf, Zeuge ihrer Knutscherei zu werden. »Sorry, aber hier geht es nicht um euch, sondern zur Abwechslung mal um mich.«
Langsam löste sich Clara von Ben und drehte sich wieder zu mir. »Wieso hast du das gefragt?«
An diesem Punkt habe ich wirklich überlegt, ob ich überhaupt von Ava erzählen sollte, da ich mir nicht sicher war, ob mich die beiden ernst nahmen. »Ich habe über Facebook einen tollen Menschen kennengelernt«, begann ich dann doch. »Sie heißt Ava, und ich habe das Gefühl, in ihr meine beste Freundin gefunden zu haben. Hört sich das verrückt an?«
Natürlich hört sich das verrückt an. Würde mir das jemand erzählen, würde ich ihn definitiv für verrückt halten. Doch wenn es einem selbst passiert, wirft man seine Vorurteile schnell über Bord.
Clara stellte sich dicht vor mich und forschte erneut in meinem Gesicht. »Na ja, ein bisschen schon. Aber vielleicht ist sie ja dieEine, wenn du verstehst, was ich meine.« Dabei wackelte sie aufreizend mit den Hüften.
