Verlag: Coppenrath Kategorie: Für Kinder und Jugendliche Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2012

Wie ein Flügelschlag E-Book

Jutta Wilke

4.81428571428571 (70)
Bestseller

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E-Book-Beschreibung Wie ein Flügelschlag - Jutta Wilke

Ein Stipendium an einem der renommiertesten Sportinternate! Für die sechzehnjährige Jana geht damit ein grosser Traum in Erfüllung. Bis sie eines Tages ihre Freundin Melanie leblos im Schwimmbecken findet und sich alles in einen Albtraum verwandelt. Jana will nicht glauben, dass Mel an plötzlichem Herzversagen gestorben ist. Aber egal, an wen sie sich wendet, überall stösst sie auf eine Mauer des Schweigens. Schliesslich versucht sie, auf eigene Faust herauszufinden, was hinter den Machenschaften im Internat steckt, und kommt zusammen mit Mels Bruder Mika der schrecklichen Wahrheit auf die Spur ...

Meinungen über das E-Book Wie ein Flügelschlag - Jutta Wilke

E-Book-Leseprobe Wie ein Flügelschlag - Jutta Wilke

Für Mimus,

meinen Lehrer, Mentor und Freund

ISBN 978-3-649-61138-7 (eBook)

eBook © 2012 Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

ISBN 978-3-649-60566-9 (Buch)

© 2012 Coppenrath Verlag GmbH & Co. KG, Münster

Alle Rechte vorbehalten, auch auszugsweise

Text: Jutta Wilke, vertreten durch: Literatur Agentur Hanauer, München

Conny Hepting unter Verwendung eines Bildes von © plainpicture/Arcangel

Lektorat: Jutta Knollmann

Satz: Sabine Conrad, Rosbach

eBook Produktion: book2look International GmbH

www.coppenrath.de

Ich habe unter Wasser gelernt

zu atmen.

Da sind mir Flügel gewachsen.

So habe ich Vögel zu Brüdern

und Fische zu Schwestern bekommen.

Dorothea Reinecke

Ich war fünf, als ich fliegen lernte.

Ich schlüpfte aus den Armen meiner Mutter, die im hüfthohen Wasser stand, wand mich unter dem Seil hindurch und flatterte davon wie ein kleiner Vogel. Kein Boden mehr unter den Füßen und keine Hände mehr, die mich umklammerten. Über mir der Himmel und unter mir nichts als Wasser.

Erst als meine Mutter schrie, ich solle sofort zurückkommen, wurde mir klar, dass ich frei war. Meine Mutter konnte nicht schwimmen.

Und sie kann es bis heute nicht …

Wenn ich hier fertig bin, bringe ich sie um. Eigenhändig.

Noch vierundzwanzig Runden.

I came to win, to fight …

Rihanna in meinen Ohren gibt mir den Takt vor.

Noch dreiundzwanzig Runden.

»He, Jana. Viel Spaß noch!«

Ich beiße die Zähne zusammen. Drehe die Lautstärke höher.

I came to fly …

Halt dich da raus, Nora. Sonst bring ich dich gleich mit um.

Noch zweiundzwanzig Runden.

Ich schaue den anderen nach. Meine Finger sind steif vor Kälte. So gut es geht, ziehe ich die Ärmel meines Sweatshirts über die geballten Fäuste. Meine Handschuhe sind spurlos verschwunden. Wieder mal.

»Heute gibt's Rührei. Soll ich deine Portion gleich mitessen?«

Bea. Die frisst doch sowieso schon für drei. Nur nicht reagieren. Laufen. Einfach weiterlaufen und nicht hinhören. Die anderen interessieren mich nicht. Mir geht es nur um Melanie. Melanie Wieland.

Noch einundzwanzig Runden.

Sie hatte versprochen zu kommen. Hatte versprochen, mir zuzuhören. Die halbe Nacht habe ich wach gelegen, mir die Worte zurechtgelegt, einen Ausweg gesucht. Aber es gibt nur diese eine Möglichkeit.

Noch zwanzig Runden.

Wir hatten nicht miteinander gesprochen, aber ihre SMS war eindeutig. Okay, lass uns reden. Ich komme zur Bushaltestelle. Mel

Die anderen trafen sich auf dem Schulhof. Die Haltestelle war eine gute Idee. Dort in dem Wartehäuschen würde uns niemand sehen.

Ich war bereit gewesen. Hatte meine Entscheidung getroffen. Fragte mich inzwischen sogar, warum ich so lange dafür gebraucht hatte.

Ich hasse dieses Stadion. Es ist stockdunkel. Flutlicht gibt es nicht. Und der Untergrund ist vereist vom festgetretenen Schnee. Zehn Kilometer hat Drexler mir aufgebrummt. Zehn Kilometer, hübsch aufgeteilt in 400-Meter-Runden. Sechs Runden habe ich schon hinter mir. Fehlen nur noch neunzehn Runden auf dieser verdammten Bahn.

Mein Atem malt weiße Wolken in die Luft. Der Schnee knirscht unter meinen Füßen. Es ist immer noch dunkel, und ich muss höllisch aufpassen, dass ich nicht ausrutsche.

Noch achtzehn Runden.

»Geht's ein bisschen flotter? Was soll das werden? Ein Winterspaziergang? «

Drexler. Der Duft von frischem Kaffee steigt mir in die Nase. Verdammt. Wo hat der Kerl jetzt einen Kaffee her? Ich ziehe das Tempo ein wenig an.

Noch siebzehn Runden.

Es fängt an zu dämmern. Die Ersten kommen aus dem Wohntrakt, frisch geduscht, die Klamotten gewechselt. In der Mensa brennt Licht.

»Ich gehe jetzt frühstücken. Du läufst die zehn zu Ende. Und pass auf, dass du nicht einschläfst dabei.«

Ich schlucke meine Antwort hinunter. Mit dir lege ich mich nicht an. Noch nicht. Erst will ich mit Melanie reden.

»Nächstes Mal kommst du pünktlich zum Morgentraining. Dafür sorge ich schon, Jana Schwarzer.«

Ich erreiche die Kurve und höre Drexlers Stimme nur noch im Rücken. Sie berührt mich nicht. Soll er toben. Wenn er erfährt, was ich Melanie sagen will, wird er noch viel mehr toben. In meinem MP3-Player hat Nicki Minaj übernommen. Singt gegen Rihanna an.

I wish today it will rain all day …

Noch sechzehn Runden.

Melanie. Vermutlich liegt sie noch zu Hause im Federbett und träumt von Pokalen. Es kommt häufiger vor, dass sie das Morgentraining schwänzt. Die Externen nehmen es mit dem Frühsport nicht so genau. Melanie musste noch nie Strafrunden laufen. Dafür sorgt ihr Vater schon.

Noch fünfzehn Runden.

Ich habe kein Problem damit, vor dem Frühstück zu trainieren. Meistens bin ich sowieso schon wach und die Waldläufe machen mir Spaß. Im Wald ist es anders als auf der Bahn. Vor allem im Winter. Die Stämme der grauen Bäume glitzern jetzt silbern in der Dunkelheit. Der Frost der letzten Nacht hat alles mit einer schützenden Haut überzogen. Ich stelle mir vor, einer von ihnen zu sein. Stark und unbeweglich …

Auch heute war ich früh wach, stand wie vereinbart pünktlich am Bushäuschen und habe gewartet. Wer nicht kam, war Mel. Bis mir endlich klar wurde, dass sie mich einfach versetzt hat, war Drexler mit den anderen längst weg. Ich hab noch versucht, Mel auf dem Handy zu erreichen. Ohne Erfolg. Schließlich hab ich nichts mehr gemacht. Nur gewartet. Als Drexler mit der Gruppe aus dem Wald zurückkam und mich mit Kopfhörern im Ohr an der Bushaltestelle sitzen sah, ist er explodiert. Hat total die Kontrolle verloren und rumgeschrien. Die anderen standen dabei und grinsten. Dann hat mich Drexler auf die Bahn geschickt.

Noch vierzehn Runden.

Der Schweiß läuft mir übers Gesicht, meine Kopfhaut juckt unter der Wollmütze. Ich wische mir mit dem Ärmel über die Augen. Mit jedem Atemzug strömt eisige Luft in meine Lungen.

Noch dreizehn Runden.

Das Erste, was ich sehe, ist ein blaues Leuchten. Der Schnee unter meinen Füßen flackert rhythmisch auf.

Blau – weiß – blau – weiß.

Ich passe mein Lauftempo dem Farbwechsel an.

Links – rechts – links – rechts.

Dann sehe ich den Krankenwagen. Er steht auf dem Schulhof und sein Blaulicht spiegelt sich in den Fenstern. Neben dem Krankenwagen hält ein weiteres Auto. Ich werde langsamer.

Noch zwölf Runden.

Zwei Männer steigen aus dem Auto. Erste Gesichter tauchen hinter den Scheiben der Mensa auf. Kurz darauf verschwinden sie wieder und die Jalousien werden zugezogen. Die Männer laufen zum Hallenbad. Die Sanitäter holen eine Trage aus dem Krankenwagen.

Noch elf Runden.

Drexler sprintet aus der Mensa. Ich fange an zu gehen. Bernges erscheint jetzt auch auf dem Schulhof, will ebenfalls zum Hallenbad. Ich bleibe stehen. Was hat er dort zu suchen?

Ich warte darauf, dass mein Atem sich beruhigt.

Immer noch elf Runden.

Im Hallenbad wird es hell. Jemand hat Licht gemacht. Die Putzfrau. So früh am Morgen kann höchstens die Putzfrau in der Halle sein. Vielleicht ist sie ausgerutscht. Deshalb der Krankenwagen. So muss es sein.

Ich verlasse die Bahn und gehe langsam zum Schulhof hinüber. Niemand sagt etwas dagegen. Keiner hält mich auf und schickt mich zurück. Hinter den Jalousien ist es still. Eine Putzfrau ist uninteressant.

Ich könnte jetzt auch frühstücken gehen. Drexler hat mich längst vergessen. Ich sollte beruhigt sein, dass es nur um eine Putzfrau geht, die zu unvorsichtig war und auf dem nassen Hallenfußboden ausgerutscht ist. Aber was wollen Drexler und Bernges in der Halle? Und was sind das für Männer? Der eine könnte ein Notarzt sein? Und der andere?

Ich wiederhole mein Mantra: nur eine Putzfrau, nur eine Putzfrau. Gleich werden die Sanitäter mit der Trage herauskommen, die Putzfrau in den Krankenwagen schieben und ich kann endlich frühstücken.

Mein Kopf sagt mir, ich soll jetzt rübergehen und die Reste vom Rührei essen, solange es noch warm ist. Meine Beine bleiben einfach stehen. Die Sanitäter kommen mit der Trage aus dem Hallenbad, schieben sie mit kräftigen Stößen über den Schnee. Warum atmet mein Brustkorb nicht erleichtert aus? Ich halte die Luft an.

Die Trage ist leer. Unbenutzt. Die Männer schieben sie zurück in den Krankenwagen.

Blau – weiß – blau – weiß – blau – weiß.

»Macht endlich das Scheißlicht aus, verdammt!«

Ein Schrei zerreißt die Stille des frühen Wintermorgens. Ich zucke zusammen. Die Sanitäter fahren herum und starren mich an. Erst jetzt wird mir klar, dass ich es war, die geschrien hat.

Einer der beiden geht auf mich zu und packt mich am Arm.

»Fass mich nicht an, Mann!«

»Du gehst jetzt besser ins Haus.«

»Ich hab gesagt, du sollst mich nicht anfassen!« Ich reiße mich los.

Aus der Halle kommt eine Frau. Sie wird von einem der anderen Männer geführt. Die Putzfrau. Also doch ein Unfall. Zum Glück scheint ihr nicht viel passiert zu sein. Sie setzen sie in das Auto und bringen ihr eine Decke. Wo bleiben Drexler und Bernges? Seit wann interessiert sich Drexler für die Putzfrauen an unserer Schule?

Der Sanitäter zuckt mit den Schultern und geht zurück zu seinem Krankenwagen. Ich schaue hinüber zur Halle. Obwohl sie jetzt hell erleuchtet ist, kann ich nichts erkennen. Das Blaulicht flackert weiter in den großen Scheiben. Langsam nähere ich mich der Längsseite. Das Glas ist beschlagen, die warme, feuchte Schwimmbadluft bricht sich an den kalten Fensterfronten und perlt in dünnen Rinnsalen an ihnen hinunter. Schweißtropfen laufen mir über die Stirn und brennen in den Augen. Ich presse erst meine Hände, dann das Gesicht gegen das Glas. Ich versuche, das Brennen wegzublinzeln. Die Mütze auf meinem Kopf kratzt. Warum war die Trage leer? Und was ist mit Drexler und Bernges? Was geht da drin vor sich?

Ich öffne die Augen wieder und langsam gewöhnen sie sich an das Licht. Irgendetwas zieht mich in das Innere der Halle. Ich stemme mich gegen die Scheibe, will dem Sog nicht nachgeben, aber mein Blick gleitet schon suchend über das Becken. Auch das Wasser leuchtet im Rhythmus. Einen Moment betrachte ich die Wasseroberfläche, dann taste ich die Konturen des Beckens ab. Ich sehe die Startblöcke, den Beckenrand, sehe Drexler, der auf dem Boden kniet. Neben ihm Bernges und ein weiterer Mann. Ich presse mich fester gegen die Scheibe. Der Mann läuft jetzt auf und ab, gestikuliert wild und schreit in sein Handy. Drexler steht auf, stopft die zu Fäusten geballten Hände in die Taschen seiner ausgebeulten Trainingshose. Auf einmal hebt Bernges den Blick und wendet sich mir zu. Ich starre ihm ins Gesicht. Er starrt zurück. Dann schüttelt er den Kopf und schaut wieder dahin, wo Drexler eben noch gekniet hat. Meine Augen folgen seinem Blick, mein Herz schlägt bis zum Hals.

Die Scheibe scheint unter dem Druck meiner Hände und meiner Stirn nachzugeben. Ich spüre, wie sich all meine Gedanken, meine Fragen und meine Wut in mir zu einem einzigen Klumpen zusammenballen. Einem dicken eiskalten Klumpen, der immer größer wird, erst meinen Hals ausfüllt, dann meinen Magen, dann meinen ganzen Bauch.

Alles fühlt sich falsch an. Ganz falsch. Ich werde keine Silberhaut bekommen wie meine Bäume im Wald. Die Kälte muss von außen kommen, um zu schützen. Nicht von innen.

Und während sich dieser eisige Klumpen in mir ausbreitet, wandert mein Blick zu dem Körper auf dem Hallenboden. Hält sich an den Füßen fest, will nicht über die nackten Beine nach oben wandern, über den schwarzen Schwimmanzug, den flachen Bauch, und wird doch von diesem eisigen Klumpen immer weiter gezogen, über den Brustkorb, der vollkommen bewegungslos ist, bis zu dem Gesicht, das mir zugewandt am Boden liegt, eingerahmt von nassen Locken.

Ein Engel mit gebrochenen Flügeln.

Der Klumpen in mir zerspringt, und tausend kleine Eissplitter durchbohren mein Herz, als ich kurz in die starren Augen sehe, bevor einer der Männer eine Decke darüberlegt.

Melanie. Melanie Wieland.

»Du blöde Kuh! Du gottverdammte elende blöde Kuh!«

Diesmal weiß ich, dass ich es bin, die schreit. Die Starre fällt von mir ab, meine Hände lösen sich, meine Fäuste trommeln gegen die Scheibe, als müsste ich nur fest genug auf sie einschlagen und laut genug schreien, damit Mel wach wird, die Decke von sich wirft und aufsteht.

Blau – weiß – blau – weiß.

Und Nicki in meinem Kopf singt:

But I think I'm still an angel away …

Nein! Nein! Nein! Nein! Warum hast du das gemacht? Warum? Ich reiße mir die Kopfhörer runter. Meine Stirn schlägt im gleichen Rhythmus wie meine Fäuste gegen das Glas. In der Halle geraten sie in Bewegung, Drexler, die beiden Männer, Bernges, alle rühren sich, nur Melanie nicht. Die liegt weiter unter ihrer Decke wie Dornröschen, träumt meine Träume, lacht im Schlaf über mich und verhöhnt meinen Ehrgeiz.

Ich rutsche an der Glasscheibe hinunter in den Schnee. Die Eissplitter in mir haben keinen Platz mehr und endlich finden sie ihren Weg nach draußen.

Ich kotze mir meine ganze beschissene Seele aus dem Leib.

Melanie Wieland ist tot. Und ich –

habe sie umgebracht.

»Nein, nein, NEIN!« Drexlers Faust donnerte auf den Startblock. »Verdammt noch mal, Uhland, was war DAS? Beweg deinen Hintern aus dem Wasser! Sofort! Schwarzer! Komm her! Zeig uns, wie man eine ordentliche Rollwende macht!«

Ich stöhnte. Nicht schon wieder. Nora kletterte aus dem Becken und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie sah mich mit diesem Blick an, der sagte: Du blödes Arschloch, was hast du eigentlich hier zu suchen? Verschwinde wieder dahin, wo du hergekommen bist!

Ich sah den Mittelfinger, den sie hinter Drexlers Rücken hob, und tauchte ab. Unter Wasser war Drexlers Gebrüll nur noch ein Dröhnen. Ich versuchte, Noras Blick aus meinem Kopf zu kriegen. Schwimmen. Linker Arm, rechter Arm, atmen. Links. Rechts. Atmen. Unter mir nur das Wasser und die Markierung. Kopf senken. Kinn zur Brust. Leichter Delfinbeinschlag. In der Drehung Nase zu den Knien, Ferse zum Hintern. Beine nicht durchstrecken. Obwohl ich ihn nicht hörte, kannte ich Drexlers Kommentare. Nicht auf dem Bauch abstoßen. Auf dem Rücken.

Vor der Wende nicht nach vorne schauen. Kein Blick nach vorne. Nach dem Abstoßen mindestens einen Armzug nicht atmen. Und wieder. Nicht nach vorne schauen. Denk an die Gleitphase. Ich schwamm. Links, rechts, atmen. Links, rechts, atmen. Und Wende. Meine Grenze war der Beckenrand. Dazwischen war ich frei.

Drexler pfiff. Das war's für heute. Mittagspause. Die anderen waren schon auf dem Weg zu den Duschen, als ich aus dem Wasser stieg.

»Beweg deinen Hintern aus dem Wasser, beweg deinen Hintern aus dem Wasser!«, hörte ich Bea grölen.

»Halt's Maul!« Nasse Handtücher klatschten auf nackte Haut. Klatsch, klatsch. Eine brüllte. Bea vermutlich. Jemand anders lachte. Am liebsten wäre ich im Wasser geblieben, weitergeschwommen. Im Wasser konnte ich atmen, draußen war die Luft so dünn. Aber während der Mittagspause war die Halle geschlossen. Keine Ahnung, warum. Hunger hatte ich sowieso keinen.

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