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6 Monate in Südamerika, genauer in Chile, Argentinien und Bolivien. Dieses Buch ist ein persönliches Tagebuch über das Erlebte. Von Feuerland bis zur Peruanischen Grenze. Dabei geht es mit Zelt in die unberührte einsame Wildnis, hinauf auf Vulkane, durch Wüsten oder an das Meer. Ob zu Fuß oder mit dem Auto, es endet immer in einem Abenteuer.
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Veröffentlichungsjahr: 2023
für Hans-Peter
VORPROLOG
PROLOG
NACHPROLOG
Kapitel 1 - Auf der Suche
Hamburgerei
Kapitel 2 – Los geht’s
Samstag, 29.11. Abflug
Sonntag, 30.11. Paris
Sonntag, 30.11. Santiago de Chile
Montag, 01.12. Auf der Suche nach nem Hostel und dem Finden von Dummheit
Mittwoch, 03.12. Vorbereitungen
Donnerstag, 04.12. mit Katerfrühstück zum Wasserwurf!
Freitag, 05.12. Vom Binden und weiterziehen
Samstag, 06.12. Da steht das Ding!
Sonntag, 07.12. Punta Arenas
Montag, 08.12. ins Auenland
Dienstag, 09.12. Feuerland, wo lang?
Mittwoch, 10.12. kalte Muschi
Donnerstag, 11.12. nette Menschen und Pinguine
Freitag, 12.12. Lachs und Lamm
Samstag, 13.12. dieser Wind, dieses Moos und Argentinien
Sonntag, 14.12. Rio Grande, Argentinien
Montag, 15.12. Pläne schmieden
Dienstag, 16.12. Rio Grande - Tolhuin - Roland
Mittwoch, 17.12. Tolhuin - Laguna Margarita
Donnerstag, 18.12. nur ein kurzes Stück
Freitag, 19.12. am Lago Fagnano…
Samstag, 20.12. …ins Paradies
Sonntag, 21.12. Lago Fagnano – Ushuaia Tag 1
Montag 22.12. Lago Fagnano – Ushuaia Tag 2
Dienstag, 23.12. am südlichsten
Mittwoch – Heiligabend - 24.12.
Donnerstag, 25.12. Juan und der Plan
Freitag, 26.12. Yendegaia Tag 1
Samstag, 27.12. Yendegaia Tag 2
Sonntag, 28.12. Yendegaia Tag 3
Montag, 29.12. Yendegaia Tag 4
Dienstag 30.12. Yendegaia Tag 5
Mittwoch, 31.12. Yendegaia Tag 6
Donnerstag – Neujahr – 01.01. Flüchtlinge
Freitag, 02.01. zurück zur Magellanstraße
Samstag bis Montag, den 03.-05.01. Zusammenfassung
Dienstag, 06.01. Punta Arenas – Puerto Natales
Mittwoch, 07.01. viel Orga
Donnerstag, 08.01. via. Wasser zum Torres del Paine
Freitag, 09.01. nach Paine Grande
Samstag, 10.01. Paine Grande - Refugio Grey
Sonntag, 11.01. Refugio Grey – Campamento Paso
Montag, 12.01. Campamento Paso – Camp Perros
Dienstag, 13.01. Camp Perros - reinfeiern
Mittwoch, 14.01. weg von hier
Donnerstag, 15.01. endlich Cerro Torre
Freitag, 16.01. Worlds Worst Weather
Samstag, 17.01. der Osakatag
Sonntag, 18.01. Cerro Madsen
Montag, 19.01. Cerro Mojon Rojo
Dienstag, 20.01. Scorsese
Mittwoch, 21.01. der Kompressor und die Zweifel
Donnerstag, 22.01. baumeln lassen
Freitag, Samstag und Sonntag, 23.-25.01. Geschichte und Eiscreme
Montag, 26.01. Loma Blanca Basislager
Dienstag, 27.01. - Loma Blanca
Mittwoch, 28.01. Beweise
Donnerstag, 29.01. Verabredungen
Freitag, 30.01. säubern
Samstag, 31.01. neue Schuhe
Sonntag, 01.02. Juan, bis bald!
Montag, 02.02. Valle de los Toros
Dienstag, 03.02. das südliche Eisfeld
Mittwoch, 04.03. Wally!!!!!
Donnerstag, 05.02. Lago O`Higgins
Freitag, 06.02. allein
Samstag, 07.02. Ben und Tom
Sonntag, 08.02. Villa O'Higgins
Montag, Dienstag und Mittwoch 09.02-11.02. Geldsegen
Donnerstag, 12.02. Kapitulation
Freitag, 13.02. Caleta Tortel und Cochrane
Samstag, 14.02. wieder zusammen
Sonntag, 15.02. Monte San Lorenzo
Montag, 16.02. ein Schauspiel
Dienstag, 17.02. Gletscherdrinks
Mittwoch, 18.02. Puerto Tranquilo
Donnerstag, 19.02. wo gibt’s Kajaks?
Freitag, 20.02. Marmor
Samstag, 21.02. Puerto Tranquillo - Coyhaique
Montag, Dienstag und Mittwoch 22.-24.02. Die Autokaufanleitung!
Mittwoch, 25.02. Roadtrip
Donnerstag, 26.02. Puerto Cisnes - Puyuhuapi
Samstag, 28.02. krank
Sonntag, 01.03. von Glooney und Ronaldo
Montag, 02.03. Balmaceda - El Amarillo
Dienstag, 03.03. El Amarillo - Chaiten
Mittwoch, 04.03. Vulkan Chaiten
Donnerstag, 05.03. Eintreffen der Beiden
Freitag, 06.03. Chaiten - Hornopiren
Samstag, 07.03. Hornopiren - Ensenada
Sonntag, 08.03. Vulkan Osorno Tag 1
Montag, 09.03. Osorno Tag 2
Dienstag, 10.03. Ensenada - Valdivia
Mittwoch, 11.03. Valdivia - Pucon
Donnerstag, 12.03. Vulkan Lanin Tag 1
Freitag 13.03. Vulkan Lanin Tag 2
Samstag, 14.03. Gipfeltag Lanin
Sonntag, 15.03. Putre - Copquecura
Montag, 16.03. Copquecura – Pichilemu
Dienstag, 17.03. Surfen
Mittwoch, 18.03. besser unter warmem Wasser
Donnerstag, 19.03. nix für mich
Freitag, 20.03. Wein nicht Rum
Samstag, 21.03. Umzäunt in Curicó
Sonntag, 22.03. Curicó – Santiago de Chile
Montag, 23.03. neues Projekt
Dienstag, 24.03. Wally
Mittwoch, 25.03. gute Beratung
Donnerstag, 26.03. 3200müN
Freitag, 27.03. 3850müN
Samstag, 28.03. 4300müN
Sonntag, 29.03. ausruhen
Montag, 30.03. doch noch Musik
Dienstag, 31.03. Santiago de Chile - Valparaiso
Mittwoch, 01.04. Einbruch
Donnertag, 02.04. PDI
Freitag, 03.04. Quintero - Tongoy
Samstag, 04.04. Quintero – La Serena
Sonntag, 05.04. Pisco und Meskalin
Montag, 06.04. erst zum Berg dann zum Meer
Dienstag, 07.04. Plan Aleman
Mittwoch, 08.04. Tears in my eyes
Donnerstag, 09.04. Nachtfahrt
Freitag, 10.04. Diego de Almagro ist verwüstet
Samstag, 11.04. Übermut
Sonntag, 12.04. Nie wieder ohne Spaten
Montag, 13.04. Chanaral - Antofagasta
Dienstag, 14.04. Antofagasta – Mejillones
Mittwoch, 15.04. Muscheln lass ich weg
Donnerstag, 16.04. Mejillones – Salar de Atacama
Freitag, 17.04. auf nach $an Pedro
Samstag, 18.04. Re Moon Valley
Sonntag, 19.04. Erkundungen
Montag, 20.04. Vulkan Lascar Tag 1
Dienstag, 21.04. Vulkan Lascar Tag 2
Mittwoch, 22.04. Cerumen Obturans
Donnerstag, 23.04. Mordor
Freitag, 24.04. Kupfer
Samstag, 25.04. just insanely incredible
Sonntag, 26.04. Geburtstag
Montag, 27.04. Videodreh in einer Pfanne
Dienstag, 28.04. nach Bolivien
Mittwoch, 29.04. zu dritt
Donnerstag, 30.04. Aqua Caliente – Tree Rock
Freitag, 01.05. Altiplano Boliviano
Samstag, 02.05. nur ganz langsam
Sonntag, 03.05. Leckereien
Montag, 04.05. Reparaturen
Dienstag, 05.05. Salar de Uyuni
Mittwoch, 06.05. Ich habe Feuer gemacht!
Donnerstag, 07.05. Sport
Freitag, 08.05. Oruro
Die Sättigung der Freiheit!
Samstag, 09.05. erst streikt Charlette…
Sonntag, 10.05. …dann die Grenzler
Montag, 11.05. Genehmigungen
Dienstag, 12.05. Vulkan Parinacota Tag 1
Mittwoch, 13.05. Vulkan Parinacota Tag 2
Donnerstag, 14.05. Männertag in Putre
Freitag, 16.05. Putre - Arica
Samstag, 16.05. die Autoverkaufsanweisung
Sonntag, 17.05. Arica
Montag, 18.05. läuft nicht ganz so gut
Dienstag, 19.05. guten Flug
Mittwoch, 20.05. wieder da
Donnerstag, 21.05. wieder allein
Freitag, 22.05. zurück
Samstag, 23.05. ich komme
Dieses Buch entstand während einer Reise 2014-2015. Ich hatte die Idee täglich meine Erfahrungen niederzuschreiben. Das gelang auch. Es ist eine Art Tagebuch geworden, gefüttert mit Fotos und persönlichen Anekdoten. Die Tourenbeschreibungen fallen im Verhältnis sicher etwas detaillierter aus, was sicher meinem alpinistischen Hintergrund geschuldet ist. Ich habe es auch nicht so mit der Grammatik geschweige denn mit der Rechtschreibung. Man möge mir also bitte verzeihen, wenn nicht alles den gesetzlichen Vorgaben entspricht. In Teilen des Buches verstecken sich Wortneuschöpfungen oder Passagen in Mundart wieder. Wo sollte ich denn da bitte nachschlagen, um in dem Kauderwelsch welchen ich teils verzapfe, die richtige Schriftform zu finden? Anton Sommer hat leider keinen Duden verfasst. Alle Beleidigungen beruhen auf echten Begebenheiten, sind aber mit den Betroffenen geklärt und wurden meist mit einem Bier verfriedlicht. Viel Spaß beim Lesen und wenn ich mit meinen Berichten ein bisschen inspirieren kann, dann nehme ich mich den Worten des Thüringer Weltenbummlers Thomas Heinze an und verbleibe mit „Viel Spaß beim Nachreisen“.
Film ab.
Die Sehnsucht kam das erste Mal auf um 2013. Es war im Dezember, genauer Weihnachten. Ich schlenderte vom Burgkeller nach Hause. Nach Hause? Zumindest mal zum Haus meiner Eltern. Weder wartete dies auf mit dem Charme des eigenen Elternhauses, noch kann ich das von meinen Gefühlen zu eben jenem Haus behaupten. Irgendwie hatten meine Eltern auf jeden Fall die Schnauze voll von einem Leben im Block, indem ich groß geworden war und sie mehr als 18 Jahre gelebt hatten. Es trug sich nun schlussendlich zu, dass sie auszogen, um nach Pflanzwirbach zu ziehen. Hierhin war ich nun unterwegs. Mein Weg führte mich vorbei am „blutsch´n Knochen" und am Nordfriedhof der Stadt Rudolstadt. Ich erspare mir an dieser Stelle jeglichen Kommentar.
An der Pörze, unserer alten Brauerei, wo ich mein Abi gefeiert hatte und mittlerweile ne Art Vorfriedhof war, schlängelte ich mich in Gedanken versunken vorbei. Ich hörte aggressive, aber wenigstens eigen komponierte Musik und markierte Wort-geflechte in mein IPhone. Immer und immer wieder übte ich diese Zeilen und presste sie in die vorgegebene Rhythmik.
Die Nebelfahnen meines Atems zogen, bei eisigem Wind und Minusgraden, davon. Es sollte an diesem Abend ein Lied entstehen, welches mit negativsten Gedanken und der Verarbeitung der schlechtesten Phase meines Lebens aufwartet. Viele Dinge sind in den letzten 2 Jahren passiert, die mich mehr und mehr scheinbar ausweglos in die Enge trieben. Sowohl familiär, beruflich als auch privat ging es zur Sache.
Viele Entscheidungen mussten getroffen werden. Jedoch keine davon zu Gunsten meines eigenen Wohles. Dieses Sammelsurium wurde mir Hortkind nach der Einnahme von ausreichend Alkohol und dem bevorstehenden Fest der Liebe eben gewahr an eben diesem meinem heutigen Heimweg. Ich musste etwas tun, für mich, beschloss ich kurzerhand am Ortseingangsschild von Pflanz-(double"U“) -irbach!
2014 erfülle mir einen Traum! So! Nur, wie ich mich kenne ist es wohl eine unüberlegte Hauruckaktion und gleichzeitig die persönliche Herausforderung die ich jetzt brauche!
Die letzten 2 Jahre waren irgendwie skurril, bewegend aber im großen Maße anstrengend, vor allem emotional. Sie trieben mich an, viel zu viel zu denken, und das gehört leider zu meinen Stärken. Und so wurde ich müde, doch bin ich zu aufgewühlt zum Schlafen. Ich schwimme mit dem Strom, stets aber den Blick zum Boden. Gott dieses Gesäusel!
Ich erinnere mich welchen Spirit ich hatte als ich 2001 nach München kam! Irgendwie habe ich ihn verloren oder er kam mir abhanden, oder vielleicht rede ich mir das alles nur ein! Aber wie es auch ist, es ist verwirrend, es muss sich etwas tun! Ich will aktiv leben und nicht gelebt werden!
Und diese Gedanken treiben mich heute an und verwirren meine Gefühlswelt. München nimmt mir die Energie, die Ideen und schließlich das Leben, zumindest jenes welches ich mir geträumt hatte hier leben zu können!
Also raus!!!
Russland? Mit dem 2T KRKW von hier nach Kamtschatka! Tolle Idee! Im Winter! Sicher? Allein, mhh? Und wer repariert die Kiste, wenn so ein Zwillingsreifen platzt? Und dann diese Russen! Vielleicht bin ich voreingenommen, waren sie doch mal meine Nachbarn, aber irgendwie hab ich den Brüdern immer ein ungutes Gefühl! OK? Ne nicht ok! Vielleicht laufe ich einfach von Graz nach Marseille, direttissima durch die Alpen! Und schon hab ich Gänsehaut. Genau richtig, denke ich kurz bis ich mich frage was ich im Spaltengebiet auf Gletschern, an technisch schweren Routen in den Schweizer Alpen oder bei Flussdurchquerungen, außer Sterben, alleine machen kann? Ne, ne da muss was anderes her! Asien? Wo liegt dieses Asien eigentlich? China, Indien, Thailand, irgendwelche Inseln im Ozean, und überall Wasser, ne! Ich kann ja nicht mal richtig schwimmen! Ha, Alaska, das ist doch genau mein Ding! Endlose Wälder inmitten von Ruhe. Die pure, raue Wildnis, mit Bären und diesen unglaublichen Fischen die es schaffen trotz aller Strapazen wieder zu ihren Wurzeln zurückzukommen (um von Bären gefressen zu werden). Diese Vorstellung hat sich aber auch schnell wieder erledigt denke ich an Minusgrade jenseits der 20! Und weit und breit keine Zentralheizung! Neuseeland und seine Alpen! Oder von Ost nach West durch die Staaten! Ja kann sicher was, schau ich mir gern mal an, aber in Begleitung der besseren Hälfte, zumindest finde ich das eine romantische Vorstellung. Aber über diesen Kack nachzudenken bin ich zuwider und zu müde! Also alleine, raus in die Natur, vielseitig sollte es sein, mit Herausforderungen und Kontakt zu Kulturen die mir nicht allzu fremd sind, aber doch irgendwie ganz anders!
Afrika ist viel zu warm und ich hasse es zu schwitzen! Außerdem ist mir die Lage dort im Moment viel zu beängstigend, denkt man nur mal an diese „Ebola“ und die ständig angestachelte Bevölkerung in vielen Teilen des Kontinents. Nun gut, bleibt nicht mehr viel, Südamerika, cool die haben Rinder, Rotwein und Bier, ja gut wie auch an Saale und Unstrut. Doch Gletscher, Pinguine, Wale, Wüsten, Vulkane und Berge, so hoch, dass sie dir ein Hirnödem bereiten, alle Klimazonen der Erde, ach ja, und den Pazifik gibt es nicht in Thüringen, Bayern und auch nicht auf dem allzu schönen europäischen Kontinent. Verdammt wieder so ein Satzgemenge! Na ja.
Ach ja, Honecker ist da gestorben, seine Frau lebt da noch, soweit ich weiß! Mal sehen, ob sie mich rein lässt, auf nen Tee. Dann sitz ich mit ihr auf dem Balkon, zwischen selbst gehäkelter Tischdeckchen, Gardinen mit Goldkanten und ganz viel sozialistisch ersteigertem Meißner Porzellan, neben dutzenden “Malen nach Zahlen” Bildchen vom Palast der Republik. Ich hoffe die Teure erleidet keine Herzattacke, wenn ich ihr sage, dass sie das Ding bis unter die Grundmauern dem Erdboden gleich gemacht haben, und sicher bald an seiner Stelle irgendein amerikanischer Konsum stehen wird!
Hihi, leichter gesagt als getan...Na, saftige Preise ham die! Gut, sicher kann man auch billiger und somit typisch Deutsch fliegen, aber ich investier ungern in Thrombosestrümpfe! Ich fang anders an!
Santiago de Chile liegt inmitten von Chile und ist die Hauptstadt eines Landes, dass sich sowohl nach Norden als auch nach Süden, von ihr jeweils ca. 3000 km erstreckt, doch nie breiter als 200km ist. Quasi die Machete unter den Ländern, der Stachel des südamerikanischen Kontinents. Vielleicht aber auch das Stückchen isolierte Welt, dass nie wirklich seinen Platz finden wollte. Wie auch immer! 100 km links von Santiago liegt der Pazifik, 100 km rechts von ihr der Aconcagua, als höchster Berg des südamerikanischen Kontinents mit irgendwas um 6950m. Da solls nun also hin gehen, auf die Südhalbkugel, mit all ihren Eigenarten: verkorkster Strudel (vielleicht gehen da auch Schrauben linksrum zu), ein noch nie gesehenes Sternbild und den Sommer im Winter! Wie verrückt. Auf jeden Fall hab ich zwei Sommer am Stück, sollte ich wiederkommen. Doch für all das, muss ich mich auf eine sicher anstrengende Reise einlassen. Ich mein, geflogen bin ich schon mal, Oslo, Barca, London und Malle! Aber 15h am Stück im Flieger, dass allein is schon ein Erlebnis für meinen langen schlaksigen Körper. Ich pass ja nicht mal richtig in einen Trambahnsitz ohne, dass mir die Kniescheiben einschlafen!
Umsteigen muss ich auch auf jeden Fall, nur bitte nicht nachts irgendwo in der Welt auf nem Flughafen 14h rumbringen! Ich entscheide mich für nen Direktflug hin und auch den Rückflug mach ich gleich fest. Nur wann steht noch aus. Verdammt mein Reisepass läuft ab, ich muss los…
Also: “Da brauchen sie en Neues” und beißt kräftig in ihr Snickers…en Guadn - Bürokratie die Erste!
Nun sitze ich seit 2,5h im Bürgerbüro am Orleansplatz, es ist ein schöner sommerlicher Mittwoch im mittleren Juni, und warte darauf, dass meine Nummer gezogen wird. Ich schaue immer hin und her zwischen den Anzeigetafeln, meines Tickets und meiner neuen Lieblingslektüre “spanische Grammatik für Anfänger”! Die 269 auf meinem Zettel vergesse ich andauernd, genauso wie das eben gelesene und in mich rein gestammelte Spanisch (wenn man das überhaupt so nennen kann)! Für mich ist es eher ein Behördengang, der mittlerweile ziemlich nervt! Für den Großteil der hier um mich herum Anwesenden, 60% fleißig in deutsche Grammatik vertiefte Kinder und 30% Eltern die auf voller Laustärke Fruit Ninja spielen, ist es wohl lebenswichtig hier zu sein! Ich, ich will ja nur weg! Siehe da, ich werde gezogen! Also rein in Nummer 3! Zufällig musste ich gestern daran denken, dass die richtige Nummer drei wohl vermutlich warten muss, bis ich wieder da bin! So soll bzw. muss unser neues Studioalbum heißen. Studiozeit braucht aber Vorbereitung und lässt sich zumindest von meiner Seite, durch eigene, vermutlich lebensverändernde Vorhaben, in diesem Jahr nicht mehr realisieren.
Nun gut, Fipo heiratet!
Da ist auch nicht viel Platz für gemeinsame Zeit am Mic und tighten Shit zu zweit! Aber was lange währt wird gut, zumindest ham wir das gemeint und verschieben 20 Songs auf bald. In diesem Sinn nochmal alles Gute. Und so setz ich mich freudig gelaunt auf den zersessenen Hocker ohne Lehne während sich mir ohne Blick ne Hand nähert und zu mir nuschelt: Perso- und Lichtbild! Kurz bin ich verwirrt, nicht wegen der sprechenden Hand, sondern, dass sie das heute immer noch Lichtbild nennt. Wurde mir doch schon an der Info gesagt, dass ich so ein biometrischen Kackscheiß brauch und gerne ihren eigens dafür aufgestellten biometrischen Kackscheissautomaten benutzen kann, da mein mitgebrachtes Passbild ja mal gar nicht ginge. Ihr echaufferanter Tonfall signalisiert mir, dass sie es öfters mit so Idioten wie mir zu tun hat, die meinen sie könnten mit einem dahergekommenen Foto, geschossen nach ner Skitour, bei ihr durchkommen.
Ich lächele trotzdem und folge ihren Anweisungen, nachdem ich Bargeld an der Sparkasse geholt hatte. Dieser biometrische Kackscheisschlassmichteuerbezahlenunddukriegstauchnoch mehralsdubrauchstfotosvonmir Apparat gibt mir genaue Anweisung wie ich zu sitzen und nicht zu grinsen habe. Er provoziert mich, er erinnert mich an meinen Kindergarten “Juri Gagarin” mit Bediensteten ähnlicher sozialer Kompetenz. Gut, womöglich muss er auch laut und deutlich reden, damit man ihn versteht, während aus den Telefonen der Pausenton von Fruit Ninja trällert! Eine kleine Note Dialekt lass ich mir trotzdem nicht verbieten und blicke mit leicht süffisanter Miene hinter meinem angewiesenen ernsten deutschen Gesicht hervor.
Es blitzt 4-mal und R2D2 gibt mir den Beweis dafür, dass ich da war! Nun gut, in Raum drei, der eigentlich nur einer ist, nur 5 Türen hat, ist immer noch diese Hand die mittlerweile auf ner Tastatur von nem alten Commodore rumhämmert. Sie rattert seine Fragen durch weist mich darauf hin, dass ich 56€ an der Kasse zahlen darf und mit Nachweis dessen, bekäme ich von ihr nen Abholschein, der in 5 Wochen gültig sei. Ich biete ihr an sie zu schütteln, und nach kurzer Irritation willigt sie ein! Gesagt getan, bezahlt gegangen! Jetzt erst mal arbeiten. Vielleicht find ich heute nen Flug!
Immer wieder mittwochs… die WG sitzt zusammen.
D: “Ja Seeez kommt rein, cool gleich n ganzen Kasten!
Und was geht ab?”
Mit Ö: “Och du da n kapitaler Fang, dort geblitzt wurden!”
D: “Also wie gehabt?”
Mit Ö: “Freilich Homie…!“
E: “Wollmer bstelln?”
D: “Fetti will immer nur frasse, aber wechen mir gern, lass mal
beim Fitschie was ordern!”
Mit Ö: “Aber Evi muss holen!”
E: “War ja glar, wann gehts en jetze los?”
D: “Ja, ja, ich wees, ich buch schon irchendwann! Is halt nicht so eenfach mit denne Flüche, viel zu viele Flüche führen nach Santiago! Was würdedn ihr machen? Über Panama Stadt und Amsterdam, mit zwema umsteichen?”
E: “Eindeutsch Amsterdam!”
Mit Ö: “Ja klar, awer du kämst da gar nich mehr weg!”
E: “Warum ooch?”
D: “En Fluch mit 48h Dauer für 300 € wenicher, mhh! Oder doch über Madrid, vlleicht kann ich die 12h dort och nutzen, um mich mit 9 Lidder Kaffee wach zu halten um dann mit der Iberia, in Sitze gezwängt, ohne Enderdainmend, nach Sao Paulo zu fliechen um dort widder zu warden? Und wenn ich dabei an mein Gebäck denke, krichichs kotzen!”
E: “Sach ich doch, da haste schon hinwärtsers alles verloren.”
Mit Ö: “Haste och en Becks?”
D: “Er widder!”
E: “Musst awer langsam mal ranglotzn!”
D: “Jaaaa, ich wiss doch, ich buch schon irchendwann, awer schön, dass ihr dran bleibt mich los zu wern!”
E: “Ich meen ja nur!”
Mit Ö: “Komm geh mal s Frassn holn!”
Mit Ö: “S’willste echt durchziehn?”
D: “Nen Rückzieher mach ich nich mehr!”
Mit Ö “Prost,”
D: “Nur des mit dem spanisch lernen is so ne Sache, ich gloob, das wär durchaus hilfreich!”
Mit Ö: “Was sachtn Fipo dazu?”
D: “Ja, da hab ich echtn riesen Glück, dass sie das Ermöglichen, der lässt mich nich nur 6 Monate weg, sondern danach och widder anfangen! Ich gloob die ham Verständnis dafür, dass ich das jetzt brooch und mache muss!”
Mit Ö: “Arweit und Kohle is halt nich alles!”
D: “Ja eben und dafür bin ich denen sehr dankbar, ne Selbstverständlichkeit isses nicht und das wiss ich durchaus zu schätzen. Komm ich ha en guden Rum da, darauf trink mer!”
Mit Ö: “Und mach glei ma noch de Tür off, ich gloob Evi kommt mit der Nahrung!”
E: “Ihr könnt nur saufen!”
Mit Ö: “Und du nur frasse,”
E: “Jetzt sach ma, wie wilsts en machen.”
D: “Du ich wäß och noch nicht, will mich treimn lassen.
Klar gibts n paar Adressen, wo ich hinmuss, aber erstmal n Flug finden. Awer dann gehts inn Süden, Kap Hoorn wär cool und dann irchendwie hoch Richtung Atacama!”
Kommt lass en häem, 14 15 Kirmse!
Hey, verdammt wo is eigentlich mein Impfausweis. Das letzte Mal, als ich den in der Hand hatte, bediente die andere ne Waffe und ich war kostümiert. Naja, bin auch nur 12mal umgezogen seit dem, wird schon irgendwo sein. Den Reisepass hab ich ja auch gefunden. Puh, schwierig wird’s trotzdem! Zwischen dem Suchen recherchiere ich im Internetz ganz akribisch nach den gängigen Krankheiten und den entsprechenden Empfehlungen fürs Impfen.
Entsprechende Fotos der Symptome erspare ich euch hier mal, sie waren aber ursprünglich geplant. Die Bildunterschriften sind noch da und lauten wie folgt.
Diphtherie. Schwellungen und bellender Husten. Tetanus: Am Ende verkrampft alles, und man stirbt in Los Angeles!
Mumps: Hatte ich das nicht mal?
Masern: Jetzt weiß ich, wo der Begriff herkommt!
Hepatitis A: Fast wie das Internet!
Tollwut: Is scheinbar immer noch nicht heilbar!
Typhus: Bis hin zu Darmperforationen, Haarausfall, Knocheneiterungen und Hirnhautentzündung.
Cholera: Is einfach nur scheiße.
OK, Gelbfieber und Dengue-Fieber gibts nur auf den Osterinseln. Dann hat sich dieser Abstecher zumindest schon mal erledigt. Aber laut Auswertigem Amt sollte man sich vor der Einreise gegen, Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Mumps, Masern, ‘n grippalen Effekt’, Hep A, Hep B, Tollwut, und Typhus impfen lassen. In speziellen Fällen, wie beim Verzehr von rohem Fleisch, bekommt man es wohl auch noch mit Cholera zu tun. Das is ne ganze Menge, bedenkt man, dass ich mich grad mal mit Schnupfen, ner axialen Gleithernie und nem Hexenschuss auskenne. Wenigstens ist im Moment Chile das einzige südamerikanische Land ohne Malaria. Ich glaub, ich brauch ne Beratung, bevor ich mich zudröhnen lasse.
Typisch Stoll, fast wieder vermährt!
Ja wer hat denn da in meinen Sachen rumgewühlt? Und vor allem, wer hat das denn abgehängt? Ach, mein Mitbewohner hat mitgedacht! Gut. Unser Vermieter hatte sich angekündigt, und da wir nicht das beste Verhältnis haben, wurde mein Reisepassabholschein in der Küche abgehängt! Hatte ich ihn doch extra sichtlich unübersehbar an die Wand gepinnt, direkt am oberen Ende von der Südamerikanischen Landkarte, so, damit ich mich stets erinnere, dass ich jenen Schein nach 5 Wochen Wartefrist eintauschen könne, gegen eben den neuen Reisepass mit schickem neuem Foto! Aber mein Vermieter muss ja nicht unbedingt wissen, dass ich vor hab ein halbes Jahr weg zu sein! Vermutlich hätte er sich gefragt, wer dann an meiner Stelle einziehen würde, oder wer gar die Miete zahlen würde und ob man nicht am besten gleich nen neuen Mietvertrag macht, um die Miete “anzupassen”! Den Stress braucht ja keiner und vor allem nicht jetzt! Also lag der Schein sauber gefaltet versteckt! Und woran der Stoll nicht täglich erinnert wird, vergisst er halt, und so hatten die Beamten nun 15 Wochen Zeit mein Reisedokument anzufertigen! Ich nun also los zu meiner Lieblingsbehörde! Und siehe da, nach exakt 2 Minuten hatte ich ihn, geht doch! Ein schöner 27.08. nur immer noch ohne Flug und ohne Impfausweis! Also los die Aufgaben warten nich! Nach einem gemütlichen Arbeitstag begann die Suche nach dem Impfausweis. Nach kurzer Zeit hatte ich ihn gefunden, aber wie es so typisch ist, war alles abgelaufen.
Gebucht! Dank der KLM hab ich nun auch nen Flug gefunden! Los gehts also am 29.11. um 18:45 Uhr von München nach Paris und nach kurzem Aufenthalt direkt nach Santiago de Chile! Ich kann nur hoffen die 19,5h ohne Thrombose zu überstehen und natürlich, dass die Franzosen nicht mein Gepäck verdusseln. Ich mein, ich hab nix gegen Franzosen, bin mir aber nicht wirklich sicher, ob sie das über Deutsche auch sagen! Naja, ich will niemanden was unterstellen, außer er muss brechen-mhh, Spaß bei Seite. Zurück gehts nächstes Jahr am 23.05. wieder ab Santiago und wieder über Paris! Stornierungen sind nicht möglich, nachher mach ich´s noch! Ich kann allenfalls den Rückflug umbuchen, natürlich gegen Aufpreis, wer weiß, vielleicht treibt es mich ja noch nen Monat auf Hawaii? Leider hab ich online keinen Antrag gefunden Flugzeit mit Zeitverschiebung zu verrechnen! Gut nach Paris hilft einem das nicht viel, aber wenigstens bräuchte ich dann 5h weniger nach Santiago.
Vielleicht entwickele ich noch nen Beamer und löse so das Problem. Den kann ich eh grad auch hier sehr gut gebrauchen!
Obenrum reicht...
Da hab ich doch gedacht ich lass mich mal noch durchchecken und bin zu meinem Hausarzt! Ob ich den überhaupt so nennen kann? War ich ja erst 2-mal überhaupt bei ihm! Egal, liegt auf dem Weg zur U-Bahn! Ah, und siehe da, rein zufällig ist er unter anderem Reisemediziner! Ich also gedacht, das nutzt du gleich und lässt dich mal beraten! Nach kurzer Wartezeit und ständigem Blick auf Plakate über Impotenz, Risiken des Rauchens, Behandlungsmethoden gegen Adipositas und Hinweise aus nem 50 Zoll Flat wie toll doch Ärzte und unser Krankensystem seien, gähne ich, denn es ist 08:00 Uhr morgens! Aber Morgenstund hat ja bekanntlich „Spritze im Arm oder Bein oder Po?“ „Früher war vielleicht alles anders?“ Naja!
Während ich nun audiovisuell darauf hingewiesen werde, wie wichtig es sei, die Pharmaindustrie zu unterstützen, kommt auch schon die mit ausgeprägtem, ostdeutschem Dialekt, bestückte Vorzimmerdame herein! Sie überreicht mir ein Klemmbrett! Sie bittet mich die Beipackzettel gut durchzulesen, auszufüllen und letztlich mit meiner Unterschrift einzuwilligen, mich der Maschinerie zu unterwerfen! Ich folge den Anweisungen der Stabsunteroffiziöse und schlage die Hacken zusammen, während ich ihr 2 farbiges Haupthaar belächele und mir denke: „Ja, herzlich willkommen im Chemnitz!2 Nun gut…
Ich überdenke meine gesundheitliche Vorgeschichte, mache meine Kreuze mal bei nein und mal bei ja, bis ich über eine Liste möglicher Impfungen stolpere und der damit verbundenen Kosten! Natürlich steht da auch, dass bis auf die Standartimpfungen, weitere Kosten nicht zwingend von Krankenkassen übernommen werden! Schlau wie ich bin, suche ich Rat bei Dr. Google! Dieser verrät mir, dass sich wohl meine KK daran beteiligt, dass ihre Versicherten Urlaub machen, um sich zu erholen! Denn nur ein erholter und ausgeglichener Mensch ist ein Gesunder! Der Haken ist, es gibt keinen, und auch kein Kleiderständer denk ich und schweife schon wieder ab! Jetzt läuft Darmkrebs im Fernsehen drinnen und ich denke an Jalapeños und Entrecote! Natürlich unterstützen sie Impfungen für Auslandsreisende, besinne ich mich wieder aufs Wesentliche, denn welche Kasse will schon auf den Folgebehandlungen einer Krankheit wie Dummheit hocken bleiben! Herr Stoll, nuschelt es ins Wartezimmer! Ich gebe mich erkannt und betrete das Arztzimmer!
Das Eis ist schnell gebrochen, während der Dok redet, ohne mich anzusehen und in seinem PC umeinander tippt! Er blättert in meinem Impfausweis und rät mir erst einmal alles aufzufrischen! Ich willige ein! Er stellt mir einen Impfplan auf, mit der Zusicherung, mich bis Ende November mit allem für Chile relevantem, versorgt zu haben! Ich willige ein! Er bittet mich, mich freizumachen und ich öffne meinen Gürtel. Er unterbricht meine Handlungen mit den Worten: “Obenrum reicht“! Ich willige ein! Ich setze mich und bekomme ne 4-fach Auffrischung gegen Polio, Diphtherie, Pertussis und Tetanus! Eine Woche später war HepA und B dran und jetzt gerade sitze ich und warte auf meine erste Tollwut oder Meningokokken! Tollwut isses geworden! Nächste Woche gehts weiter, mal sehen, wie ich bis dahin drauf reagiere!
Der D und die Kackscheissautomaten….
Punkt 07:30 ich ankomme an Westendstraße! Genau pünktlich, ich mich gefreut hatte, doch die Monsterschlange ich sehe! Beginnt draußen sie, durch Drehtür sie geht und drinnen auch sie stehen in Schlängellinie Schlange! Ich mich anstelle! Ich, Zettel bekomme nach Zeit verstrichen Minuten 20! Ich mich setze!
Tafel Anzeige nicht funktioniert, ich erkenne.
Mitbürger aufgebracht werden! Nicht ich, Kreise ich drehe 100 min bis 7033 Nummer aufgerufen wird, meine! Dame schon wissen, ich was wolle, da ich gesagt haben an Rezeption bei holen Zettel ab! Ich nach Aufforderung Dame übergebe Führerschein, nur sie auch Passfoto haben will von mir! Natürlich ich denke, und suche in Beutel Geld! Zu finden nix, ich mich ärgere! Ich doch gemacht hatte kackscheiss-biometrisches letztens erst! Ich rausgeräumt haben müssen! Ich zweifle! Ich verneine zu haben! Ja klar, sein müssen mir zu brauchen Bild, wenn haben wollen Führerschein! Jaaaa, Dame mir sagen in Keller R2D2 steht! Ich, verärgert, sie aber sagen nur: gleich wieder dran ich sei, ohne ziehen Nummer neu! Ich in Keller gehe! Auf Weg ich gleich zahle Gebühr 15€ für Schein Führer international! Wieder ich auch bezahle 6€ für machen biometrischen Kackscheiss!
Ich doch aber erst gemacht hatte, und noch übrig ich habe, zuhause, ich mich verarsche selbst! Typischer Stoll ich denke! Ich ausgesorgt habe für Jahre nun mit Foto Pass! Ich zurück gehen zu Dame, und auch rein ich darf sofort! Foto ich tausche gegen Dokument! Raus ich gehe nach 2,5h! Das Ding da is, ich denke! Wie ein Junkie, Meningokokken! Check, Tollwut Nr. 2! Check!
Nach guten 35 Sonntagen dieses Jahr und n paar Tagen unter der Woche verabschiede ich mich heute aus der Gastronomie und sage danke Hamburgerei für alle Flüge!!! Schee wars Servus gsagt'! Es war gar hervorragend, es ging lang, es war emotional und es gab Geschenke! Ich freue mich immer noch euch alle auf einem Haufen gesehen zu haben! Es waren so unglaublich viele von euch anwesend! Viele kamen sogar weit angereist, aus allen Teilen der Republik! Meine Eltern haben mich überrascht! Ich war hin und weg! Sicher hatte ich nicht viel Zeit allen ausgiebig Rede und Antwort zu stehen, ich bitte um Verständnis! Vielen Dank für das Befüllen der Reisebox! Ich wusste davon nix, danke Hamburgerei fürs Organisieren!
Danke euch allen für diesen Abend! Mit dieser Erinnerung an meine Freunde und meine Familie werde ich nun starten!
Fühlt euch alle gedrückt.
Wie ein Schlosshund! Ich hätte nie gedacht Tränen zu vergießen, wenn man die Arbeit verlässt, normalerweise kenn ich das von vor dem Betreten! Nun gut heute war mein letzter Arbeitstag für 182 Tage und der Beginn einer Emotionalen Reise…
Arthur Schnitzler sagte; Der Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange auf ihn freut.
Es is 18:20 Uhr wie angekündigt. Es drückt mich in meinen Sitz 8F und ich sehe den Flughafen München zunehmend schneller an mir vorbei rauschen. Es ist schon dunkel, klar es geht ja auch irgendwie Richtung Winter, zumindest erzählt mir das mein Kalender. Während ich mich darauf besinne, dass ich gerade in den Sommer starte, verschwindet die Maschine AF1823 im Nebel über München. Sicher nur ein paar Brocken vom typisch bayrischen Himmel, aber halt bei Nacht. Die Amtssprache is Französisch, das Design aus den 80ern und die verbaute Plastik vergilbt, und das zurecht! Aber es gibt seitlich aus- bzw. aufklappbare, ebenfalls vergilbte, Kopfstützen, die einem beim Einnicken davon abhalten auszunicken! Ich habe schon an den Aschenbechern in den Armlehnen erkannt, dass es hier auch mal anders zuging. Zumindest lebt man heute gesünder! Ich frage mich, wann sie die Symbole zum Nichtrauchen in die Amiga-Displays eingebaut haben, direkt neben dem Anschnallzeichen, welches im Moment erlischt. Und schon kommt auch der Hinweis, dass wir uns auf dem Weg nach Paris befinden, dass das Wetter dort gut sei, 7 Grad brächte und dies natürlich ein Nichtraucherflug sei!
Ich bekomme Mini Grissini und wähle dazu 0,2l Apfelsaft. Mir rutschen Worte raus wie merci, Bon-soir und Oui! Die Maschine ist gerade mal halb besetzt! Irgendwie ist lockere Stimmung an Bord und ich lasse mich davon ein bisschen anstecken! Der heutige Tag war nervenaufreibend genug! Erst musst ich noch finale Gepäckentscheidungen treffen. Dann das letzte Frühstück mit der Zarten und meiner Mitbewohner. Weiter packen und dann ging es auch schon los, mit 3 Autos zum Flughafen. Im Gepäck, 2 Klampfen und 10 Homies und Homienen. Ich bekomme ein Ständchen! M und L spielen den “2 akkordigen Bavaria Blues” und singen dabei über Abschied und Wiederkehr und das Fehlen ihres dritten Bandmitgliedes. Ich sitze auf ner Treppe im Flughafen und kämpfe mit meinen Emotionen! Den Refrain singen alle mit! Danach trinken wir Weißbier! Wer weiß für wie lange das Letzte!Wir verabschieden uns, es wird gedrückt und gewünscht was das Zeug hält, und am Ende stehe ich mit feuchten Wangen und aufgelöst winkend an meinem Terminal D und werde darauf hingewiesen, meine mächtigen Schuhe auszuziehen! Ich befolge die Anweisungen der Beamtin und verschwinde im zollfreien Sicherheitsbauch von Franz Joseph Strauß! Es dauert genau eine Stunde und es erscheint das Anschnallpflichtzeichen! Wir befinden uns im Anflug auf den französischen Hauptstadtflughafen. Hatte ich doch grad erst meine Bergstiefel vom Fuß runterbekommen, muss ich auch schon wieder damit beginnen diese anzuziehen. Ich kalkuliere dafür 20min, schlucke dreimal für den Druckausgleich und beginne mit der Anprobe! Die Lichter Paris’ steigen immer höher! Ich war noch niemals in Paris, denke ich, und für heute wird es wohl auch so bleiben! Ich werde in den Bäuchen von “bedeutenden” Staatsmännern gefangen bleiben, und bin gespannt was wohl passiert bei 3,5h Aufenthalt in Charles de Gaulle! Wir landen entspannt und keiner klatscht Applaus! Mhh…Kopfhörer brauch ich noch, ich glaub ich geh shoppen!
Ich landete pünktlich auf dem Flugfeld zu Charles de Gaulle. Es war so um 19:30 Uhr und mein Anschlussflug sollte sich bis 23:20 Uhr Zeit lassen. Ich hatte also genug Zeit die langen Wege zwischen den Gates zurückzulegen. Duty-Free hieß das Stichwort! Ich also am Schlendern mit meinem 10 kg Handgepäck zwischen Tabakläden, Spirituosenläden, Klamotten- und Parfümeriespeicherstätten. Eigentlich war ich auf der Suche nach etwas zu essen, da ich nach meinem Grissini ein ordentliches Grummeln vermochte. Essen in Frankreich, leider Fehlanzeige! Waren doch hier die Baguette mal so gut. Ich versuchte es sicher eine Stunde lang mir etwas für zwischen die Kiemen zu besorgen- doch es war hoffnungslos. Tarte gabs und Tomatensuppe und viel so Süßkram, bis ich mich letztlich doch für ein minder gutaussehendes Baguette entschied, welches mir schon beim Anblick den Appetit verdarb. Ich zahlte die verlangten 6€ und biss hinein. Trocken wie Furz und langweilig wie ungesalzenen Kartoffeln es war. Nun gut irgendwas musste ich ja essen. Ich besuchte danach den Raucherzoo und fühlte mich unbeobachtet wie Paviane beim Befummeln von eben Anderen im Tierpark zu Hellabrunn, bis ich mich zu meinem Gate L 53 begab, um auf meinen Anschlussflug nach Santiago zu warten. Ich hatte mir noch vor Abflug zwei Staffeln L.A. CRASH besorgt. Nur nebenbei, das letzte, was Dennis Hopper vor seinem Ableben spielen durfte. Also begann ich, auf den Lüftungsschlitzen des Flughafens sitzend, zu schauen was Hoppie so kann und zu hören ob es ihm meine neuen Kopfhören gleichtun. Ich hatte mich entschieden für Sennheiser, da macht man nichts falsch, nur mit Duty-Free hat des heute nichts mehr zu tun. Vielleicht liegt es an der EU, aber ich will hier kein gefährliches Halbwissen streuen. Ich schaue also 2h, bis die Durchsage kam. Wie immer zu schnell und in der falschen Sprache, aber trotzdem wurde mir klar, dass sich das Boarding verschieben würde, um 30 Minuten. Ich betrete die Boing 777 letztlich um 00:00 Uhr. Ne ziemlich große Maschine denke ich mir, als ich ein Flugzeug betrete welches 2 parallele Gänge hat und somit logischer Weise drei Sitzreihen. Wieder ne Premiere, aber das wird wohl weiter so gehen in der nächsten Zeit, ich freue mich. Ich finde meinen Platz 43A direkt am Notausgang mit Beinfreiheit. Überrechts nimmt Alex, ein norwegischer Fliegenfischer Platz, den ich später kennen lernen sollte. Mein rechter Platz bleibt frei, bis sich Konstantin setzt, ein, ich weiß nicht, was er macht, will ich auch nicht, zwei Meter großer Kerl aus Rumänien, den ich später nicht kennenlernen sollte. Schade denke ich mir, jetzt wird`s eng. Ich klappe meine Sabberstützen aus und versuche sofort zu schlafen. Es gelingt nach 2 Flaschen Cabernet und nem Whiskey!
Ich wache auf, denn es klappert. Angeschnallt bin ich noch, jedoch müsste ich es nicht sein. “Chicken or Risotto” werde ich gefragt. Ich sage sofort Huhn. Ich schaue auf die Uhr und bemerke es ist später, aber nicht viel, irgendwie. Der Bordcomputer sagt 2 Uhr meine Uhr jedoch 4 Uhr, mhh…Wo ist nur die Zeit geblieben, wenn man sie braucht, denke ich, während ich die diversesten Verpackungen öffne. Alles ist verpackt vom Besteck über den O Saft, das Hühnchen bis zu den Apfelstückchen. Ich sage mir wie gut es schmeckt, ohne eine Miene zu verziehen. Konstantin und ich versuchen in unterschiedlichen Rhythmen zu essen, damit wir uns nicht gegenseitig mit den Ellenbogen das Essen in den Schoß befördern. Ich beende mein Essen mit einem Rotwein und gebe mich wieder meinen Träumen hin! Die Maschine ist bei irgendwas um 10000m und gleitet durch 45 Grad kalte Luft, während ich nach draußen schaue und nix sehe. Ich schlafe ein. Ich werde wieder von Klappern wach. Diesmal mit dem Hinweis mich anzuschnallen. Es herrschen leichte Turbulenzen und ich entschließe mich, mir einen Film anzuschauen. Es gibt Lucy. Eigentlich scheint der Film vielversprechend zu sein, erinnerte ich mich an die Frühwerke von Luc Besson, jedoch schlafe ich irgendwann ein vor Spannung. Ich wache auf bei Sonnenaufgang, irgendwann gegen 5 Uhr BCT (Bordcomputer-Time) und freue mich über ein paar wärmende Sonnenstrahlen, die mein verquollenes Gesicht treffen. Ich denke mir 8 Uhr is ne gute Zeit für nen Spaziergang und so drehe ich eine Runde durch die 777!
Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliche Angewohnheiten und am deutlichsten wird es wohl auf so einem Flug, wo sie alle miteinander eingepfercht sind und nicht wegkönnen. Nun gut, ich setzte mich zurück und zwänge mich vorbei an Konstantin und seinen vier rumänischen Freunden die am Notausgang stehen und kräftig Whisky trinken. Wenn der mal nicht plötzlich aufgeht, denke ich dreckig und schaue mir weiter an, wie Lucy mit 100 Hirnaktivität den Monsterrechner entwickelt. Danach schaue ich „300 rise of an Empire“ und schlafe dabei ein, da mir ziemlich schnell klar wird das dieser Film besser als Hörspiel funktioniert. Ich werde wieder wach, denn Konstantin setzt sich hin! Ab jetzt genieße ich den Ausblick auf den Amazonas - und ja, der ist aus dieser Höhe sehr gut zu sehen. Endlose Wälder und Plantagen pflastern diesen Teil des Kontinents. Ich bekomme Rührei mit Spinat, dazu ne Semmel mit Butter und Erdbeermarmelade und zum Abschluss Apfelkompott und wieder O-Saft. Genau das hab ich gebraucht, alles in allem ein super Service und nen ruhiger Flug bis hier hin, gut, abgesehen von Konsti, dem Großen. Gegen 9:00 Uhr BCT überfliegen wir den Aconcagua. Natürlich mache ich ein Foto, und denke darüber nach, ob ich es schaffe in drei bis vier Monaten hier zu sein, um diesen zumindest noch etwas näher zu sehn als nur aus der Maschine. Und selbst dieser Anblick ist schon beeindruckend. Ich bin angeschnallt, denn wir befinden uns im Landeanflug. Der Bordcomputer zeigt den Blick der Piloten und wie ein Irrer starre ich auf das immer näherkommende Rollfeld. Wir landen um 13:40 Mitteleuropäischer Zeit und von hinten tobt Applaus. Der ein oder andere wird erleichtert sein endlich da zu sein, oder endlich weg zu sein, oder einfach nur froh zu sein, gleich wieder festen Boden unter den Haxen zu haben, oder eben einfach nur sein zu dürfen. Ich überlege, wie ich jetzt vom Flughafen nach Santiago komme. Mehr fällt mir dazu, gelandet zu sein, nicht ein. Ich halte meine Visumformulare und meinen Pass bereit, während ich aussteige. Alex und ich hatten versucht diese gemeinsam auszufüllen als wir noch flogen. Hab ich was zu verzollen? Hab ich Sporen, Samen oder sonstige Dinge dabei die man nutzen könnte, um ganz Chile damit neu zu bepflanzen? Nein, auch Lebensmittel und so viele Dollar hab ich nicht dabei. Alex kannte das Prozedere schon von seinem letzten Flug nach Argentinien. Wir kommen ins Gespräch! Er erzählt von seinen patagonischen Fliegenfischertouren und das er beruflich hier sei um für ein internationales Wasseraufbereitungsprojekt arbeite, welches seine Wurzel in Norwegen habe, aber mit Südamerikanischen Kooperationspartner durchgeführt werden würde und das eben der Grund sein, warum er für eine Woche hier hermüsse. Wir stehen zusammen am Zoll, als er mir erklärte das seine Firma ja eh alles zahle und ob ich deshalb nicht mit seinem Taxi mitwolle! Ich willige ein. Außerdem sei es doch für ihn auch gut nicht alleine rumzuhängen. Wir besteigen ein Taxi für 22000$ und Sausen in Strahlgeschwindigkeit nach Santiago. Auf der Fahrt ist es still, da wir beide nur glotzen.
An seiner Unterkunft angekommen, bekommt er Nachricht, dass er ein Doppelzimmer habe! Er bietet mir an, für eine Nacht mitzukommen. Nachdem wir uns gegenseitig erklärt hatten nicht schwul zu sein, beziehe ich mit ihm das Doppelzimmer im Landhausstil. Wir gehen Essen, natürlich Steak und versuchen uns mit Englisch darüber auszutauschen, was das Leben so bereithält. Am Abend nach einem ausführlichen Stadtbummel über immerhin 10km, zumindest sagt mir das mein GPS, landen wir beim Iren zu Burgern und einheimischen Bier. Er erklärt mir, ich solle auf Kondore aufpassen und wenn ich Zeit habe, solle ich Lachse fangen gehen in Patagonien. Ich gehe um 22 Uhr ins Bett und bin schneller eingeschlafen als Ingo sagen kann “Ah-Chefvisite”.
Alex muss ja zum Arbeiten, ich nicht. Trotzdem stehe ich mit auf. Es gibt Frühstück bestehend aus Toast, Marmelade, Tomate Mozzarella, Schinken und natürlich Kaffee. Alex verlässt das Minihotel Vilafranca um 9:00 Uhr. Ich brauche noch ca. ne Stunde, denn ich habe etwas mehr zu verpacken. Um 10 Uhr bin ich ebenfalls draußen und lasse mich von meinem GPS zu einem empfohlenen Surferhostel navigieren. Nach ca. 1h mit meinen 32 kg auf dem Rücken, erreiche ich das Hostel, welches mich mit einem freundlichen “Sorry we are full” empfängt. Ich also weiter! Diesmal geleitet. Ich bin unterwegs mit dem Lonely Planet Reiseführer für Chile und die Osterinsel. Ich verlasse das obere Mittelschicht Viertel „Providencia“ in Richtung Barrio Bellavista. Auf dem Weg dorthin, treffe ich auf der Straße ein deutsches Pärchen. Wir kommen kurz ins Gespräch und sie empfehlen mir ein nettes Hostel in dem sie auch waren. Mittlerweile ist es mir sehr warm geworden, aber wen wundert das auch, wenn man mit Sack und Pack, in der Mittagssonne durch ne Großstadt läuft. Nun gut, ich komme am Bellavista Hostel an und betrete das lilafarbene Häuschen, inmitten des vom Nachtleben gezeichneten Viertels. Alles ist bunt, überall Bars, Clubs und Graffiti. Ich betrete das Hostel und registriere sofort meine Landessprache im Vorraum. “Ja Servus, wo mogst denn du hi.” Ich antworte trocken: “Duschen”, während ich meinen Rucksack absetze. Ich stelle mich den drei Jungs vor, die vom Chiemsee kommen und zum Radeln da sind. Nach nem kurzen Smalltalk gehe ich weiter zur Rezeption und beginne mit meinem hervorragenden Schulenglisch nach einem Platz zu fragen. Einer der Radler dreht sich mit folgenden Worten um: “Ihr kannt fei boirisch redn!” Svenja lacht nur und ich lasse mich anstecken. Sie kommt, wie sollte es auch hier in Südamerika anders sein, aus Rosenheim! Ich buche bei ihr 3 Nächte für 60€ incl. Frühstück. Sie zeigt mir in groben Zügen das Hostel von innen und weißt mich drauf hin, dass ich erst gegen 15 Uhr Einchecken könne. Ich verstaue also mein Geraffel, in einem eigens für Geraffel umgebauten Geraffelraum, und verabschiede mich nach kurzer Erfrischung auf einen Spaziergang.
Mit 722 ha befindet sich unweit vom Hostel die größte Grünanlage Santiagos, wo auf deren höchsten Punkt eine Marienstatue, ohne erkenntliche Thrombose, seit Jahren steht. Vorbei am Nationalzoo und am botanischen Garten erreiche ich den höchsten Punkt Santiagos mit 850m nach ca. 1h. Ich sehe mir die Stadt von oben an und realisiere jetzt erstmal ihre Größe.
Für den erster Tag schon viel erlebt denke ich und beginne mit dem Abstieg durch teils karges und teils schön angelegtes und bunt begrüntes Gelände. Apropos bunt, mein käsiges, europäisches Bleich, hat sich in ein lachsfarbenes südamerikanisches krebsrot verwandelt. An den Stellen, wo ich vorsichtig mit dem Finger drücke, erkenne ich kurzweilig eben erwähntes Bleich wieder. Natürlich Stoll, super, rege ich mich über mich selbst auf. Hatte ich doch die 50+ im Rucksack, nur war mal wieder zu dumm sie zu benutzen. Geht ja gut los. Ich kaufe Wasser, Bier, Essen und ne Feuchtigkeitsspendende Creme und verbringe den Rest des Abends, nach dem Einchecken, auf der Dachterrasse mit Equipment Check und Hautpflege. Aufgrund erheblicher Sprachbarrieren komme ich mit den zwei Damen aus Brasilien, in meinem 4er Dorm, nicht ins Gespräch und verbringe meine zweite Nacht in Santiago unter freiem Sternenhimmel und suche vergebens nach dem “Kreuz des Südens.”
Der Standard läuft mit Frühstücken, Tagesplanung und Spanisch lernen. Ich habe einen Outdoorspezialisten gefunden! Der liegt zwar etwas außerhalb, jedoch hat er was ich brauche, und deshalb lohnt sich die Reise. Ich fahre also wieder Metro und verlasse diese diesmal an der Haltestelle “Manquehue”, nur Christopher Columbus weiß, wie man das ausspricht. Wie auch immer ich finde den Laden und kaufe ein Kocher für Gas, Kerosin, Benzin und Öl, sowie die passende Brennstoffflasche und Kochgeschirr. Zufrieden steuere ich in die nächste Mall, auf der Suche nach Essen, und lande bei Fritz. Sie locken mich mit dem Slogan “Tradicion Alemana” und dem Preis! Es gibt Burger alla italiano.
Nachdem das Sättigungsgefühl nicht mehr auf sich warten lässt, verlasse ich die Mall und gehe in einen benachbarten Park und beschäftige mich mit den Bedienungsanleitungen meiner Neuanschaffungen. Mhhhhh lecker so ne Cola, schlürfe ich und stelle fest, dass mir Bargeld fehlt. Also los zu ner Bank. Ich werde sicher eine finden am Bushauptbahnhof, den ich eh brauch, wenn ich wieder zum Flughafen will.
Ach ja, ich hab nen Flug gebucht! Dieser geht am Samstag den 06.12. am Abend von Santiago nach Punta Arenas, so um die 2100 km weiter südlich. Nun gut am Busbahnhof angekommen erkundige ich mich nach den Preisen und Abfahrtszeiten. Alles läuft wie geschmiert, keine Fragen offen also los zur Bank. Die Bankfilialen haben alle noch zu, sagen mir die Sicherheitskräfte, die diese, in schusssicheren Westen bewachen. Ich steuere also von meinem GPS geleitet, denn das zeigt auch Banken an, in eine Mall. Hier gibt es ja ganz viele toll denk ich und beginne mein Glück, doch scheitere schnell. Chilenische Banken haben nicht immer die Wahlmöglichkeiten nach einer Sprache, nein die bleiben stur spanisch und was machste, wenn du keine andere findest. Plan 1 Karte rein, Geheimzahl eingeben, Foto machen, Karte raus, hinsetzen, übersetzen!
Plan 2 weiter rumlaufen und nen internationaleren Automaten suchen.
Plan 3 scheiß doch auf das kack Geld. Ich entscheide mich für Plan 2. Also suche ich und werde nach ner Stunde fündig.
Ich komme problemlos durchs Menü, jedoch ist der Automat leer.
Ich entscheide mich für Plan 1.
Nach dem 1. Menüpunkt kommt ein 2., ähnlicher überfüllter Art. Also Karte rein vorsichtig tippen, Foto machen Karte raus übersetzen.
Beim 3. Menüpunkt entscheide ich mich für Plan 3.
Genervt verlasse ich die Mall und betrete die nächste mit der Hoffnung auf mehr Glück. Prompt werde ich fündig.
Eine Mall mit ganz vielen internationalen Automaten.
Ich probiere insgesamt 12 durch, beim 13. habe ich Glück und er gibt mir den verdienten Lohn.
Ich kaufe Lebensmittel und verschwinde Richtung Hostel.
Den Nachmittag verbringe ich mit skypen und schreiben, während die Hostelcrew parallel eine Veranstaltung vorbereitet, die als Barbecue bekannt ist.
Ich erfahre das sie hier und da die beiden zusammengehörigen Hostels zu einem Meet & Greet laden.
Ich verbringe also den Rest des Abends in der Gesellschaft 3er Brüder aus Russland, einem einheimischen Chilenen, nem Engländer, ner Sydneysin, ner Torontanerin und nem Argentinier. Es gibt Gitarrenmusik, Cuba Libre und diverse Erfahrungsberichte, über das verschiedenst Erlebte in Chile.
Ich streue hier und da ein paar Brocken ein, genüge mich aber mitzuhören.
Irgendwann gehn alle und ich schaue wieder in die Sterne.
So da muss ich wohl durch! Zum Glück isses ja nicht so warm. Mhhhh…. nach ner Stunde geht’s dann auch wieder.
War wohl a bissl viel gestern, naja.
Ich hatte mich bei dem Einheimischen erkundigt, wo man traditionelle Bekleidung bekommt, und er nannte mir die Haltestelle Santa Lucia, und die liegt nah. Nur einmal über den Rio Mapocho. Ich entschließe mich, den Besuch dieser Lokalität mit weiterem Sightseeing zu verbinden, und so starte ich gut eingecremt.
Ich komme in diesem Art Ladenstädtchen an und probiere Hüte. Leder sollte es sein, will ja nicht das der eingeht, wenn es bald nur noch regnet.
Ich werde fündig.
Kopfbedeckt geht’s nun also weiter Richtung Zentrum und dort stoße ich ziemlich schnell auf ne Demo.
Ich schließe mich dieser an, bis es auf dem „Platz der Freiheit“ zu Ausschreitungen kommt.
Die Staatsgewallt greift hart durch.
Ich flüchte unter einsetzenden Wasserwerfern und beobachte die Festnahmen aus sicherer Entfernung.
Es fliegen Geländer und Eier in alle Richtungen.
Nach 2h verlasse ich das Treiben und gehe auf eine höher gelegene Festung auf dem Cerro Santa Lucia. Hier hat man einen tollen Blick über das Zentrum. Diesen genieße ich, bis es Zeit wurde und ich wieder zurück zum Hostel gehe, um mich auszuruhen von dem Erlebten- ich hab ja heute am Abend noch was vor.
Im Hostel gibt es erstmal Sandwich und danach starte ich meine Tour bei Einsetzen der Dämmerung wieder in den Parque Metropolitano, in dem ich am Montag schon war.
Nur diesmal die andere Seite, eben gegenüber der Marienfigur. Von hier kann ich die ganze Stadt sehn und auch die Berge. Die Sonne geht langsam unter- ich blicke in alle Richtungen und freue mich hier zu sein.
Leider wird mein Aufenthalt durch das Einsetzen von Kälte unterbrochen, also stapfe ich durch die Dunkelheit zurück zum Hostel. Ich bin nun seit 4 Tagen in Santiago und bekomme immer mehr Lust auf mehr. Im Hostel gibt es wieder Barbecue, welchem ich fröne nach ner Dusche.
Mittlerweile sind alle gegangen. Ich hatte Chicken mit Spargel und Zucchini für 3€ und konnte 3 Tagesberichte schreiben und revue passieren lassen.
Es bleibt spannend n bissl Zeit hab ich ja noch und so wies anfing kanns weiter gehn. Morgen wird gepackt und jetzt wird geschlafen.
Den heutigen Eintrag widme ich den beiden frisch Vermählten. Liebes J und liebes L möge euch euer Treueschwur ein Leben lang begleiten, habt eine gemeinsame schöne Zeit voller Gesundheit, Freude aneinander und viele aufregende Stunden miteinander und mit euren Kindern in einem langen glücklichen Leben!
Leider konnte ich heute nicht körperlich anwesend sein, aber wenigstens konnte ich, per Skype, ne gute Stunde eurer Hochzeitsfeier miterleben.
Jetzt sollte es bei euch 3 Uhr sein und wie ich euch kenne habt ihr schon alle rausgeschmissen und seit unterwegs in die Hochzeitsnacht, sofern das noch geht, Big L? (-: Auf jeden Fall freue ich mich, dass ihr jetzt vereinigt seid, auch wenn das Klampfe spielen jetzt etwas schwerer fällt.
ALLES GUTE
Ich freue mich nun mittlerweile auch wieder morgen weiterzuziehen und die 1. Woche Santiago hinter mir zu lassen und noch weiter nach Süden zu fliegen.
Es geht nach Punta Arenas, die südlichste Stadt des südamerikanischen Kontinents (auf dem Festland).
Ich werde dort, wenn alles gut geht, um Mitternacht landen und am Flughafen mein Zelt aufschlagen. Was dann passiert bleibt offen, jedoch versuche ich zeitnah die dort ansässige Pinguinkolonie zu bestaunen, um dann mit dem Boot weiter in den Süden zu fahren.
Ich hoffe ich bin spätestens Dienstag dann in Porvenir, aber das seh mer dann schon.
Gepackt habe ich mittlerweile. Ich komme auf 36kg Reisegepäck aber diesmal mit Verpflegung für 4 Tage. Ich hab mir heute noch in der Apotheke 4 Ersatzbandscheiben besorgt, vielleicht braucht die der L heute Nacht auch noch, nun ja ich schweife ab.
Ich geh mal lieber duschen, feiert ihr mal noch schön und morgen allen Gute Besserung! (-:
Kurioses die 1. und andere Nebensächlichkeiten.
Das Bier schmeckt nicht!
Es gibt mehr Hunde und Katzen als Menschen.
Der Mond geht von West nach Ost, schaut aber genauso blöd drein.
Der Polarstern ist weg!
Orion is aber da!
Menschen machen Liebe in Parks.
Keine Radwege aber viiieeellllleee Radler.
Hier benutzt man Sonnenschutz 50+!
Man tanzt auf den Straßen! Alle sind viel kleiner!
Man kauft in den Gassen und an Ecken!
Jeder 2. ist Polizist und bewaffnet! Deutsche exportieren Waffen, Chilenen leben sicher!
1€ sind 750 Pesos! Die kleinste Münze ist 1 Peso!
Große Geldbeutel sind nützlich und langfingerfreundlich.
Santiago ist so teuer wie München, nur nicht die öffentlichen Verkehrsmittel!
Freier Strom und WLAN in der Metro!
Die Toiletten sind sehr tief!
Das Klopapier dünn!
Frauen werden durch Pfeifen angesprochen!
Es gibt Schuluniform!
Ich hatte gepackt am Vorabend.
37kg und war da schon Marschwasser dabei? Mhhh.
Mein Flug sollte um 19:30 Uhr gehen, also hatte ich beschlossen früh genug am Flughafen zu sein, damit ich mich mit der Übergepäckproblematik ausreichend beschäftigen kann.
Mir wurde am Vorabend erklärt, ich hätte ne bessere Möglichkeit zum Flughafen zu kommen als mit dem Taxi, geschweige denn mit dem Bus. Es gibt einen Shuttleservice der fährt, je nach Buchung, einmal sinnvoll durch die Stadt und nimmt alle Passagiere mit, die auf dem Weg liegen. Also werde ich um 14:30 Uhr abgeholt, pünktlich. Es dauert ne halbe Stunde und ich stehe am Flughafen für 6000 Pesos ohne Probleme und ohne nervigen Metro- und Busverkehr. Ich informiere mich als erstes über die Preise für Übergepäck, da ich im Internetz nicht wirklich fündig geworden bin. Der nette Sky Airline Mitarbeiter hilft mir insoweit weiter, dass er mir 8€/kg anbietet. Ich frage ihn nach den Vorschriften für Handgepäck. Er antwortet das gelte nur für das Reisegepäck, Handgepäck sei egal! Mhhhhh
Ich gehe vor die Tür und denke darüber nach! Ok, mein Entschluss steht fest: Versuchen kostet nix, ha! Ich packe also meinen Rucksack zum Einchecken auf exakt 20kg. Dabei landen einige Teile natürlich im Handgepäck, wie z.B. Nagelschere, Technik oder Kocher. Also wieder zurückgepackt, geht ja nicht. Wie ich es aber drehe und wende, der Kocher bleibt im Handgepäck. Entweder ist der Rucksack vom Handgepäck zu klein für 16kg restliches Gepäck, oder ich darf manches da, aus Sicherheitsgründen, nicht reinpacken. Der Reiserucksack ist an sich schon so groß, dass er gar nicht erst in die Handgepäckfächer passen würde. Also bleibt mir keine Wahl. Ich gebe das 105 Liter Osprey-Baby zum Securitiy Point, wo es mir für gesalzene 12€ eingeschweißt wird. Weg ist das Ding, denke ich, während ich mich problemlos für den Flug einchecke.
Ich komme zum „Security Point of Handgepäck“ und werde zu meinem Erstaunen durchgewunken.
Ich hätte zumindest gedacht ich müsste wieder meine Schuhe ausziehen, oder den Gürtel, oder alles. Nix!
Mit Benzinkocher, Batterien en masse und Nagelfeile, wie ich später feststellen sollte, besteige ich also die Maschine nach Punta Arenas mit Zwischenstopp Puerto Montt um 19:30!
Bestiegen wird in 2 Reihen! Die eine Reihe muss in PM raus, die andere bleibt sitzen, die Maschine wird betankt und fliegt weiter nach PA. PA-Passagiere sitzen vorne! Ich sitze allein in meiner Reihe was mich sehr entspannt, da Chilenische Fluggesellschaften scheinbar nur kleine Menschen kennen.
Ich sehe schon wieder meine Kniescheiben bei Freddy Krüger. Aber diesmal hab ich Platz. Wir heben ab und ich verabschiede mich vorerst von Santiago, das nun unter mir in der Abendsonne liegt. Ich schaue die ganze Zeit auf den Pazifik, während die Sonne immer mehr und schließlich im Meer untergeht.
Es gibt ein Sandwich, welches ich einstecke, da ich eben erst am Flughafen vor lauter Vorfreude nen Hamburger verschlingen musste. Wir landen nach knapp 100min in Puerto Montt, wo eben beschriebenes Prozedere beginnt! Menschen raus, andere rein, Gepäck Same Same. Irgendwann geht es weiter. Es gibt Essen! Ich entscheide mich für das Falsche! Nudeln mit Creme Fraiche, zumindest schmeckt es so. Aber Rotwein und sehr guter Süßkram bringen mich wieder ans Fenster. Die Sonne geht immer noch unter, auch als wir um 23:30 landen. Ich hole mein Gepäck und gehe raus. Es ist sternenklar mit Vollmond bei dämmerigem Licht! Es ist auch wesentlich kälter, als noch am Morgen in Santiago, aber wen wunderts, bin ja auch 2200km weiter im Süden auf der Südhalbkugel!
Ich suche mir einen Schlafplatz direkt bei den Anderen die keine Lust mehr haben, heute noch weiterzuziehen oder erstmal auf ihren Bus warten zu müssen. Morgen gehen wieder Busse, aber meiner wird nicht dabei sein, denn in den Süden will von hier keiner. Von hier fährt man in “DEN” Park Torres del Paine, doch der kann mich erstmal kreuzweise. Mein Weg geht auf Feuerland, irgendwie.
Ich wache um 4Uhr auf! Ich liege auf meiner Matte und es schweifen Blicke von Flugpassagieren über mich. Ach stimmt, ich bin ja noch am Flughafen. Alle anderen Backpacker (ich zähle mich jetzt auch mal dazu) schlafen noch, also dreh ich mich auch nochmal rum. Ich wache erneut auf, es ist 5:15 Uhr und ich beschließe aufzustehen. Ich packe meine Sachen, stehe um 7Uhr mit nem Automatenkaffee vor dem Flughafen und schaue in den Sonnenaufgang. Es stürmt, und zwar so richtig. Der Plan besagt nach Punta Arenas zu laufen also mach ich mich auf. Es sind Windgeschwindigkeiten von 100-120 km/h die mich ab und zu zwingen einen Ausfallschritt einzulegen, um nicht umzufallen. Nach Punta Arenas sind es 20 km doch als erstes komme ich an die Magellanstrasse! Ich versuche nicht reinzufallen, während ich die Wassertemperatur teste. Scheiße kalt! Ist wohl eher ne soziale Kälte zwischen Atlantik und Pazifik denke ich und gehe weiter, während die Sonne immer noch aufgeht. Es ist leicht bewölkt und deshalb bietet es sich an, diverse Fotos zu machen.
Nach einiger Zeit gehe ich weiter und werde an der Straße von einem Chilenen angehupt. Ich steige ein,
nachdem wir geklärt hatten, wo er hinwill und ob ich mitmöge. Er fährt nicht schneller als 80! 1. bei dem Wind keine gute Idee und 2. fangen ab 80 seine Räder an, vor lauter Unwucht, massiv zu schlagen. Seine Windschutzscheibe ist komplett gesprungen, durch Steinschlag, erklärte er mir. Ich stelle mich vor und frage ihn nach seinem Namen. Ignesias ist Mitte 40 und nimmt mich mit bis zur nächsten Tankstelle, direkt vor den Toren von Punta Arenas.
Ich verabschiede mich und versuche für meinen Kocher Benzin zu kaufen. Leider verhält es sich hier ähnlich wie bei den Bankautomaten. Ich bin also wieder angewiesen auf Hilfe strahle ich wohl aus, während ich mit dem Zapfhahn in der Hand da so rumstehe.
Da kommt schon einer angepoltert! Er ist grimmig, ja natürlich soll ich das nicht selber machen, ja ja. Er befüllt mir meine Flasche mit 500 ml Benzin „El special“, während er stetig den Kopf schüttelt. Ich denke mir “am i you a dorn in the eye”, doch sage etwas anderes. Er verlangt 400 Pesos und muss mir auf 10000 rausgeben. Er schüttelt weiter! Meine Hand zu schütteln, lehnt er ab, also geh ich weiter Richtung Punta Arenas. In der Innenstadt komme ich an einer Art Tante-Emma-Laden vorbei. Ich kaufe Wasser und frage, direkt von Wörterbuch-zu-Einheimischen, ob es hier einen Zeltplatz gäbe? Um diese Frage zu beantworten, versammelt sich ziemlich schnell die 5-köpfige Familie hinterm Tresen. Nach einiger Zeit espanglisch, wird mir ein Hostel empfohlen welches Reisende im Garten Zelten lässt. Ich bedanke mich herzlich sie verabschieden mich ähnlich und nach einem lockeren Buenos tardes laufe ich weiter zur Avda Indepedencia, wo sich auch gleichnamiges Hostel befindet. Ich komme auf meinem Weg vorbei an Wellblechhäusern in den buntesten Farben. Von den orkanartigen Winden ergibt das einen ohrenbetäubenden Lärm. Auch die Stromleitungen schnalzen und manches Mal habe ich bedenken, ob ich nicht irgendwann eine abbekomme. Scheinbar ist es hier so, dass die Stadt Hauptleitungen in die Straße verlegt, um Strom anzubieten. Ab hier ist jeder auf sich allein gestellt und versucht irgendwie, teils urig improvisiert, an Strom zu kommen und legt seine eigene Leitung zum Haus, eben von diesen Stadtmasten. Die hängen teilweise bis auf Kopfhöhe runter und machen dann im Wind, was sie wollen. Angekommen im Hostel bekomme ich meinen Zeltstellplatz und beginne prompt mit dem Aufbau.
4000 Pesos die Nacht inkl. Bad- und Küchenbenutzung ist fair denke ich und schlafe nach einer kleinen Brotzeit ein.
