Wohlstandsblüten - Gerd Peschek - E-Book

Wohlstandsblüten E-Book

Gerd Peschek

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Beschreibung

Eine ganz private Wahrnehmung unserer Wohl-standswelt. Vom Essen über die Weißwurst zum Schweinebraten, von alles "to go" bis zu blühenden Landschaften, von der Corona Pandemie bis zu Friedrich Schiller spannt sich ein Bogen voller Geschichten. Von genüsslicher kabarettistischer Betrachtung bis zu ernsten Glockenklängen.

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Seitenzahl: 124

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Gerd Peschek

Wohlstandsblüten

© 2021 Gerd Peschek

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44,

22359 Hamburg

978-3-347-26526-4 (Paperback)

978-3-347-26527-1 (Hardcover)

978-3-347-26528-8 (E-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Gerd Peschek

Wohlstandsblüten

Eine ganz private Wahrnehmung unserer Wohlstandswelt. Wahrzunehmen, was der Mainstream so alles vorbeischwemmt, wie sich die Menschen im Mainstream treiben lassen und wie sich der Mainstream immer wieder neu erfindet.

Vom Essen über die Weißwurst zum Schweinebraten, von alles „to go“ bis zu blühenden Landschaften, von der Corona Pandemie bis zu Friedrich Schiller spannt sich ein Bogen voller Geschichten. Von genüsslicher kabarettistischer Betrachtung bis zu ernsten Glockenklängen.

Zum Titelbild

Die im Titelbild dargestellte Skulptur des Lippstädter Künstlers Ernst Ewers zum Rode mit dem Titel „Darf´s auch etwas mehr sein“, ist sein Beitrag zu einer Ausstellung zum Thema Verknüpfungen.

Der Künstler über sein Werk:

Die Kunst bezieht sich nicht auf den Knoten, der ja nur ein Ende darstellt, es geht auch nicht um die Wurst, sondern um die „Verknüpfung“ der optischen Wahrnehmung des Werkes mit seinem Kunstanspruch. Durch eine Verknüpfung entsteht ein Spannungsfeld zwischen zwei Gegensätzen. Sinn der Verknüpfung ist der Zweifel. In unserer verknüpften Welt herrschen Vertrauensverlust und Fake News, die uns immer wieder zum Zweifel aufrufen.

Die Kunst ist wie ein Seismograf der Gesellschaft. Sie ist provokativ aber auch oft leider fragwürdig. Dieses Werk ist Provokation und Aufforderung an den Betrachter, die Kunstobjekte zu hinterfragen beziehungsweise sich ein Urteil zu bilden bevor der Kunstkritiker das Wort ergreift.

Der Knoten als eine Verknüpfung von Anspruch und Zweifel.

Eigene Meinung oder Kunstkritiker?

Kunst oder Knackwurst?

Inhalt

Vorwort

Der Spagat beim Essen

Die Weißwurst

Über den Schweinebraten

Alles „to go“

Blühende Landschaften

Die Virusattacke

Der schwäbische Mundschutz

Der Lockdown

Die Mistelprinzessin

Glockenschläge

Nachwort

Vorwort

Ich sitze am Ufer und sehe,

was der gemeinhin als „mainstream“

bezeichnete alles so vorbei schwemmt.

Ich sitze am Ufer und stelle fest,

dass sich immer mehr Menschen vom

„mainstream“ treiben lassen.

Ich sitze am Ufer und nehme wahr,

wie sich der „mainstream“ immer wieder

neu erfindet.

Der Spagat beim Essen

Eine genüssliche Betrachtung

Wir leben nicht um zu essen,

wir essen um zu leben.

Sokrates hat diesen Satz sehr wahrscheinlich als Entgegnung auf die lukullischen Ausschweifungen des griechischen Lebens gesagt. Griechenland stellte in der Zeit vor Christus den Gipfel des abendländischen Lebens dar. Kultur und Luxus schlugen sich auch auf die Esskultur nieder. Das Gleiche war auch bei der ihr nachfolgenden römischen Kultur zu beobachten. Ist viel vorhanden, wird viel konsumiert. Je größer der Wohlstand, umso opulenter das Mahl. Das setzt sich in der Geschichte immer wieder fort. Das können wir auch in Deutschland feststellen.

Deutschland können wir eine große Bandbreite erkennen: sie reicht vom hochnoblen Speiselokal bis zum Metzger Mittagstisch, von elegant dekorierten Tafeln bis zum Stehimbiss. Sie reicht vom bloßen Ernähren bis zu lukullischen Schleckereien, von exotischen Genüssen bis zur Leberkäsesemmel. Gerade beim Essen zeigt sich Extravaganz und Dekadenz.

Verhungern wird man in Deutschland nicht. Restaurants, Gasthöfe, Imbissstände, egal wo du bist, irgendwo findest du immer etwas zu essen. Egal, welche öffentliche Veranstaltung stattfindet, Versorgungsstationen sind überreichlich vorhanden. Ob Volksfest, Weihnachtsmarkt oder andere Feste, das Angebot an Essen und Trinken ist üppig und vielfältig. Man trifft sich auf diesen Veranstaltungen, man stopft in sich hinein und man spült kräftig nach. Gut, das gilt jetzt nicht für jedermann, aber wenn wir einmal etwas genauer hinschauen, dann wird auf vielen Festen hauptsächlich gegessen und getrunken. Der Sinn des Festes spielt bestenfalls die zweite Geige.

Betrachten wir die Gastronomie, so ist bei uns jede Kategorie vertreten. Lukullisch exquisit sind die Lokale, die mit Sternen oder Hauben oder sonstigen Zeichen hoch dekoriert sind. Von ausgewählten Testern wird die kulinarische Leistung bewertet. Diese Auszeichnungen sind eine Anerkennung von hervorragenden Leistungen, so wie in allen anderen Branchen auch, Auszeichnungen für etwas Besonderes. Die Sehnsucht nach Anerkennung und Belobigung, aber auch nach Öffentlichkeit, ist in den Menschen tief verwurzelt. Stand 2019 gibt es nach Michelin, dem bekanntesten Restaurantführer, 309 Sternelokale in der deutschen Kulinarlandschaft.

Bei der Bewertung von Michelin bekommt nicht der Koch, beziehungsweise der Küchenchef den Stern, sondern das Restaurant. Das ist auch richtig, denn die lobenswerte Beurteilung gilt dem ganzen Team. Der Küchenchef darf sich zwar Sternekoch nennen, aber er kann den oder die Sterne nicht auf ein anderes Lokal übertragen. Dort muss er ihn für das neue Restaurant erst wieder neu erwerben, beziehungsweise er muss sich seine Sterne neu erarbeiten, also besser gesagt, neu erkochen.

Der zu vergebende Höchstwert sind 3 Sterne. Diese Restaurants werden zumeist von einem Publikum besucht, das den entsprechenden Geldbeutel hat, den Geschmack und den Stil, so etwas genießen zu können. Ausnahmen bestätigen die Regel: es gibt auch Menschen, die nur den vollen Beutel haben, aber vom Essen wenig verstehen. Sie wollen vor allem zeigen, was sie sich alles leisten können. Eine andere Klientel sind die Menschen, die sich nur zu besonderen Anlässen so eine Küche leisten. In einem Drei-Sterne-Lokal legt man gerne mal für ein mehrgängiges Menü zu zweit mit entsprechender Weinbegleitung einige hundert Euro auf den Tisch. Der hohe Preis ist berechtigt, wenn man bedenkt, dass in einer Sterneküche zehn und mehr Leute beschäftigt sind. Für Qualität und Präsentation wird ein großer Aufwand betrieben. Kochen auf diesem Niveau ist Handwerkskunst.

Zu einem gehobenen Speisen gehört auch der entsprechende Service, der den Gast mit Beratung und Taktgefühl während des Menüs begleitet. Essen und Service auf gleich hohem Niveau.

Genau dies macht die Atmosphäre eines stilvollen Restaurants aus und rechtfertigt den höheren Preis. In vielen Restaurants hat die Speisekarte eine eigene Sprache. Oft findet man blumige und durchaus appetitanregende Formulierungen.

Eine Currywurst mit Pommes könnte so angekündigt werden: Brät vom Bio-Schwein in Tomaten Curry Jus an Stäbchen von der Kartoffel. Statt Schinkenröllchen würde auf der Karte stehen: Garnierter Wrap von zarten Scheiben der Schweinekeule á la Mode de Mahon. Ein Nudelsalat würde als kolorierte Melange von Pasta an jungem Gemüse angeboten.

Einige Lokale bedienen sich der französischen Sprache, denn in Frankreich soll die Feinschmeckerei ihre Heimat haben. Hackfleischbällchen heißen dann „Boulette de boeuf sauté“. Der Klassiker Schnitzel mit Pommes wird zum „Escalope panée avec des pommes sautés“ hochstilisiert. Wünscht man dazu einen gemischten Salat, so bestellt man „Bouquet marktfrischer Salatvariationen“.

Eine originell formulierte Speisekarte kann eine Art Appetitanreger sein. Die Vorfreude auf ein gut zubereitetes Mahl intensiviert die Geschmacksnerven. Allerdings hat diese Art der Beschreibung wie die gesamte Kochkunst auch einen Nachteil. Diesen erkannte bereits Benjamin Franklin im 18. Jahrhundert, er behauptete, seit der Erfindung der Kochkunst äßen die Menschen doppelt so viel, wie die Natur verlangt. Es ist die Wahrheit.

Die Sternegastronomie ist die eine Seite des Essens, die Dönerbude die andere. Hier trifft sich meist eine andere Bevölkerungsschicht. Stil und Art des Essens sind deutlich auf einem anderen Niveau. Auch die Sprache hört sich anders an:

„Ey, schieb mal ´nen Döner rüber, aber mit scharf“ oder „Döner mit alles zum hier esse“.

Während auf der einen Seite gespeist wird, wird an der Dönerbude gestopft und gemampft. Anders ist so ein gefüllter Doppeldeckers auch gar nicht zu bewältigen. Hält man als Ungeübter so einen mit Fleisch, Zwiebel, Soße und Salatblatt gefüllten Apparat in der Hand, überkommt einen die Angst, den Kiefer auszuhängen oder die Maulsperre zu bekommen. Es gehört schon eine spezielle Technik und Fingerfertigkeit dazu, einen Döner seiner Bestimmung zuzuführen, ohne dass deutliche Spuren im Gesicht und an der Kleidung sichtbar werden. Beim beidseitigen Zusammendrücken des Döners, um ihn mundgerecht zu machen, schießt die Soße nach vorn auf das Hemd und nach hinten entfernen sich die Zwiebeln in Richtung Hose. Das einseitige Quetschen ist auch nicht die Lösung, denn der Fluchtweg des Inhalts ist dann jeweils auf der anderen Seite offen.

Und wenn ich jetzt mal ehrlich bin, so ab und zu stelle ich mich auch mal an so einem Imbissstand an, natürlich mit den entsprechenden Folgen, da die Feinmotorik nicht zu meinen Stärken gehört.

Ob man einen Döner als Speise bezeichnen kann, bezweifle ich. Aus meiner Sicht ist er eigentlich nur ein Mittel, das Hungergefühl abzustellen. Es ist eigentlich egal, was für ein Fleisch zwischen den weichen Wabbelbrotscheiben liegt. Die Zwiebeln, die starken Gewürze und die Soßen überdecken den Geschmack des Inhalts. Da kann man statt Fleisch auch alles andere hineinpacken. Und im Übrigen was ist das für ein Fleisch, das da vom Spieß geschabt wird? Ich will es nicht wissen. Und wie viel Tage so ein Spieß in Gebrauch ist, will ich auch nicht wissen.

Wenn ich mir dann das Publikum vor so einem Fressstand betrachte, dann stelle ich eine Stimmigkeit zwischen Essen und Auftreten fest:

Da steht er nun am Imbissstand

Mit seinem Döner in der Hand

Die Kapp verkehrt rum auf dem Kopf

Der Haarbusch wie beim Wiedehopf

Die Hos mit sehr viel Löchern drin

Der Anblick sicher kein Gewinn

Tattoos auf jedem Körperteil

Bestätigt jedes Vorurteil

Auch so ein Döner macht ihn nicht schöner

Bei uns ist fast die ganze Welt mit Speis und Trank vertreten. Waren es anfangs die Italiener mit Pizza und Nudeln, so sind es heute Griechen, Asiaten bis hin zu Türken, die das Angebot weitgehend abdecken. Spezialitäten-Restaurants gibt es in allen Variationen. Allein bei den asiatischen Angeboten wird zwischen japanisch, thailändisch, koreanisch, indisch usw. unterschieden. Wir sind ein Land, das mit internationalen Spezialitäten gesegnet ist. Jeder kann hier nicht nur sein Hungergefühl stillen, sondern auch Esskulturen erleben.

Es ist in Deutschland relativ einfach, eine Gastronomie zu eröffnen oder einen Pizza-Imbiss, einen Pizza-Lieferservice oder einen Dönerstand. Wenn es nicht so einfach wäre, würden wir auch nicht von einem derartigen Angebot überschwemmt.

Ob Pizzaofen, Dönerspieß oder Bratwurstgrill, diese Anschaffungen sind pekuniär überschaubar. Auch die Einrichtung einer Küche in einer Gaststätte ist meist nicht teurer, da in den meisten Lokalen ja doch nur schnell Fritiertes angeboten wird. Wichtig ist das amtliche Gesundheitszeugnis, aber das stellt auch keine Hürde dar. Wenn der Antragsteller den Amtsarzt nicht direkt anhustet und keine Trauerränder unter den Fingernägeln hat, bekommt er seinen Stempel. Jeder kann bei uns Wirt werden, ohne Ausbildung oder Nachweis von Erfahrungen.

Sonst sind wir bei anderen Berufen penibel genau. Vorgeschriebene Lehrzeit und möglichst Meisterbrief, um eine Firma oder ein Handwerk betreiben zu können. Warum denn nicht auch bei den Gastronomen? Sie nehmen doch direkt Einfluss auf unseren Körper, auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. In vielen Fällen ist auch die gesundheitstechnische Überwachung nicht optimal wegen mangelndem Personal. Es scheint nicht möglich, die Vielzahl von Bewirtungsbetrieben oft genug zu überwachen. Vermutlich werden die hygienischen Bedingungen bei so manchem „Ess-Laden“ nicht immer den Vorschriften entsprechen. Ich erinnere mich an einen Restaurantbesuch in Stuttgart vor vielen Jahren, in einer gehobenen Pizzeria. Drei Tage später las ich in der Zeitung, dass die Pizzeria geschlossen wurde aufgrund von mangelnder Hygiene und Rattenbefall. Das hat mich nur kurz erschüttert, denn nach drei Tagen war sowieso schon alles durch.

Nicht nur bei der Restaurantauswahl musst man aufpassen. Wenn du heute eine größere Gesellschaft zum Essen zu dir nach Hause einlädst, solltest du die Menschen gut kennen. Die meisten Menschen freuen sich auf ein gutes Essen und essen alles. Sind Vegetarier und Veganer dabei, dann wird es etwas komplizierter. Die Vegetarier gehen ja noch, die sind noch einigermaßen zu bekochen. Die lassen sich mit Eierspeisen noch ganz gut zufriedenzustellen. Ein paar hart gekochte Eier reichen allerdings nicht, da gibt es noch ganz andere Möglichkeiten. Aber die Veganer mit ihrer Abart der Frutarier, das ist eine besondere Spezies Mensch.

Viele von ihnen nehmen sich wichtig und rufen sofort beim Ankommen: „Ich bin Veganer und was ist für mich dabei“. Jeder soll ja seinen Stil leben, die Veganer, die Vegetarier und die sonstigen einseitigen Esser sollen doch machen, was sie wollen. Wenn sie fürchten, bei einer Einladung nicht entsprechend ihrer Einstellung versorgt zu werden, dann können sie sich immer noch ihr Leibgericht im Henkelmann mitbringen. Sie sollen aber bitte nicht den Normalessern die Lust am Essen nehmen, indem sie als Missionare für die „bessere“ Ernährung auftreten, oder ihre Ernährungsweise als die einzig richtige erklären.

Die Empfindlichkeiten und Befindlichkeiten beim Essen haben in den letzten drei bis vier Jahrzehnten rapide zugenommen. Die Allergiker und Intoleranzler sind ein stark wachsender Bestandteil der Bevölkerung. Warum das so ist? Die Frage ist schwer zu beantworten, es gibt unzählige Ursachen für Unverträglichkeiten. Doch bei einigen Intoleranzlern lässt Moliere grüßen. Der eingebildete Kranke, der sich ständig in ärztlicher Behandlung befindet und sich nach dem Essen sterbenskrank fühlt. Es gibt Menschen die, wenn sie nach dem Essen eine Blähung ablassen, sofort im Internet nachschauen, an welcher Art von Intoleranz sie leiden könnten. Damit jedem, der an etwas leidet, in der Gastronomie kein Schaden zugefügt wird, gibt es auf jeder Speisekarte die Bezeichnungen für die in den Speisen enthaltenen Zusatzstoffe. Und das ist gut so. Manchmal ist die Liste der „Schadstoffe“ allerdings länger als die Speisekarte.

Ludwig Feuerbach, der im 19. Jahrhundert gelebt hat war ein bayerischer Philosoph und Anthropologe. Er hat den Satz geprägt:

„Der Mensch ist, was er isst“.

Diese Aussage hat natürlich auch andere Philosophen und die Soziologen der Neuzeit auf den Plan gerufen. Sie haben versucht Bezüge, zwischen dem Essverhalten und dem Charakter herzustellen. In einer Wohlstandgesellschaft hat man Geld und Zeit, auch solche Dinge zu erforschen. Ergebnisse aus meiner Internet Recherche:

Stress und Frustesser

Die Psychoanalytikern Hilde Bruch hat schon Ende der 30iger Jahre festgestellt, dass unter Stress mengenmäßig mehr gegessen wird, um zusätzliche Energien aufzubauen. Unter Frust wird eben mehr gefuttert als normal, um sich in irgendeiner Weise zu entschädigen. Letzteres kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Nach manchen Kundenbesuchen habe ich mich gerne mit leckeren mehrgängigen Menüs befriedigt.

Gesundheits-Esser

Das sind die Menschen die Fleisch- und Alkoholkonsum reduziert haben und Gemüse und Obst bevorzugen. Laut Psychologen sind das in der Mehrzahl Frauen. Dieser Typ ist offen für Neues und bereit für Experimente. Allerdings sind diese dann oft auch verschlossene Typen, die nicht gerne etwas von sich preisgeben. Sie halten gerne etwas unter der Schale, z.B. die Bananen, die von diesem Ess-Typ bevorzugt wird.

Bio-Esser

Die Bio-Esser sind eine Abart der Gesundesser. Interessanterweise wurde festgestellt, dass die Leute, die Bio einkaufen, im Vergleich zu den Normal Einkäufern knauseriger, egoistischer seien und eine größere Bereitschaft zum Lügen zeigten.

Schnellschlinger

Diese Menschen brauchen oftmals nicht mehr als 5 bis 10 Minuten fürs Essen. Es sind die typischen Besucher der Fastfoodketten. Das schnelle Schlingen ist ein Relikt aus der Urzeit, in kurzer Zeit viel hinein bevor ein anderer es mir wegnimmt. Dieser Typ ist eng verwandt mit dem Zweckesser, dem es egal ist was er isst: Hauptsache, es macht satt.

Genießer

Er lässt sich Zeit und betrachtet das Essen als eine Art kultureller Zeremonie. Es widerstrebt ihm, beim