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Durch Beobachten meiner selbst und dem Zuhören vieler Menschen war mir bewusst geworden: In uns allen ist tief verankert, dass Leid »nunmal zum Leben dazugehört«. Wir betrachten diesen massiv gepeinigten Planeten; wir wissen von den Millionen Opfern durch Hunger, Krankheit, Krieg; wir kennen jammernde und kämpfende Verwandte, Freunde und Bekannte - dann betrachten wir uns und akzeptieren all das Leid auch in uns, indem wir uns sagen: »Leid ist ein globales Phänomen. Ich muss es akzeptieren - auch in meinem Leben.« Aber ich sage: Das stimmt nicht! Das ist nur eine Rechtfertigung für Leid, die unserer heutigen Zeit jedoch nicht mehr entspricht. Wir müssen nichts mehr rechtfertigen, was uns - der ganzen Menschheit - nicht gut tut!
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Seitenzahl: 179
Veröffentlichungsjahr: 2019
M MAYA STERNKOPF
Wolke 7 als Heimatadresse
M MAYASTERNKOPF
IM ANGESICHT VON MANIE, PSYCHOSE, DEPRESSION
für meinen Ehemann
♥ Herrn Thomas – Major Tom – Sternkopf ♥ sowie für meinen Vater und meinen Bruder ♥ die Herren Köbke ♥
tredition
© 2019 M Maya Sternkopf
Umschlaggestaltung, Illustration: M Maya Sternkopf
Lektorat, Korrektorat: M Maya Sternkopf
Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg
978-3-7469-5135-5 (Paperback)
978-3-7469-5136-2 (Hardcover)
978-3-7469-5137-9 (e-Book)
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Unser aller gemeinsame Reise ♣
Die 9 Portale des Bewusstseins ♣
Die Lektion des körperlichen Todes ♣
Die Akzeptanz der eigenen Einzigartigkeit ♣
Leben … Die Zeit-Reise zum Sein ♣
Jeder Moment ist ein Ausdruck meines ganzen Lebens ♣
Im Sein ist Liebe verankert ♣
Reine Liebe ist immer beschützend ♣
Eine sichere Welt hier auf Erden ♣
Könntest du bitte etwas sanfter zu mir sein? ♣
Ein warmer Mantel, der mich zu fliegen lehrt ♣
Ein Ich, das Raum mit Erinnerung füllt ♣
Ich bin mein tiefstes Inneres ♣
Warum kann nicht immer Frieden sein? ♣
Ich will mein Leben zurück ♣
Das verloren geglaubte Leuchten ♣
Im Anblick von fallendem Schnee ♣
Dass alles Liebe ist ♣
1
Im Jahr 2007, ich war 26 Jahre alt, begann die Manie, wegen der ich zehn Jahre später, begleitet von extremen psychotischen Zuständen, in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert worden und nach meiner Entlassung in die Hölle einer Depression und Angst- und Panikstörung hinabgefallen war. Ich brauchte all meine geistige Kraft, um wieder ich zu werden und das Trauma des gelebten und erlebten Wahnsinns zu überwinden.
2
Das Jahr 2007 war in meinem Leben auch das Jahr des Wunders meiner Heilung, meiner Befreiung aus den Klauen von Todessehnsucht, Selbstverletzung und Bulimie. Nach zwölf Wochen endete damals meine dritte stationäre Psychotherapie und ich verließ die Klinik wie neu geboren, wie ein ganz neuer Mensch. Wo vorher nur Düsternis in mir war, erstrahlte nun helles Licht, das meine jahrelange Verzweiflung und Furcht vor dem Leben in Hoffnung und Neugier auf alles Kommende verwandelt hatte. Ich war völlig angstfrei.
»Ich will leben!«
Ein ganz neuer Gedanke war aufgetaucht. Ein ganz neues Lebensgefühl hatte sich in mir ausgebreitet. Ich schwebte auf Wolke 7, war plötzlich unermesslich verliebt in das Leben und in mich selbst. Ich war in vollstes Vertrauen gehüllt, dass mein Leben nur Gutes für mich bereit hielt.
ich, 2007
ich, 2007
3
Ich hatte Ziele und glaubte, alles erreichen zu können, wenn ich mein ganzes Herzblut hineinlegte. Ich hatte gelernt, den NEUEN WEG zu gehen und glaubte nicht daran, dass ich scheitern könnte. Ich wollte mich führen lassen und mich ganz dem hingeben, was mich erfüllte, frohlockte und begeisterte.
Ich schrieb ganz neue Gedichte. Sie waren nicht mehr geprägt von Leid, sondern von Liebe und Lebensfreude.
Ich bin Liebe
Ich bin Liebe
Sie kleidet mich warm mit ihrem Mantel
aus Reinheit
aus purer Schönheit
aus Freiheiten fern der unseren
Ich lege meinen Körper, meine Hülle
in ihr göttliches Herz
Er verliert an Schwere
und in ihm pulsiert der Rhythmus unseres Alls
der Rhythmus meines Geistes, meiner Seele
Gedanken beengen nicht mehr
Erde und Himmel sind unbegrenzt
Alles Verborgene wird ersichtlich
Ich fühle intensiver, wie neugeboren
Ich bin mehr, als um mich ist
Der Raum schwingt
Die Luft tanzt und lacht
streift um meinen Körper
berührungslos
liebend
Im Klang des Alls entfalten sich die Liebenden
Diese Töne, diese Harmonie,
Diese unsichtbaren Farben
eingebettet in dieser hypnotisierenden Melodie
wiegen sie sich im Reigen
Sie sind frei
mehr als nur Geist und Körper
mehr als nur Seele und Hülle
Sie sind ein Meisterwerk
der vollkommenen Schöpfung
die Liebe ist
Sandkörnchen
Du malst mir
die Reinheit alles Reinen
auf das Weiß entknitterten Papiers
Du gibst mir
poetisch verspielte Klarheiten
geschrieben ins Bewusstsein
Du hast
den Wahn entblößt
ihn seines Wahns beraubt
Wir
wir beide
wir alle
unsere Seele
treibt auf den Wellen
tanzt mit den Wellen
taucht ein in die Wellen
die von unserer Liebe erzählen
und sie mit feuchtem Sand
am Strand zu Erdenschlössern aufbauen
Nie fühlte ich mich mehr angekommen
als zwischen all diesen Sandkörnern
Vervollkommnung
Nur allein schon
mit unserer endlichen Verschmelzung
haben wir der Welt
ein Antlitz in ewigem Licht geschaffen
Wir sind die Weiser
sind die Voranschreitenden
denen sich kein Wesen entziehen kann
Wir bilden den Strom
in den alle Geschöpfe unter der Sonne
eintauchen werden und schwimmen
Schwimmen jedoch nicht mehr um ihr Leben
sondern mit dem Leben
mit uns
Unser Zusammenfinden
zwischen den Zeiten und den Räumen
unter den Gestaden aller Zweifel hindurch
hinauf in das reinste Sein
entleerte die vergifteten Kelche
aus denen wir tranken
deckte den Tisch uns mit neuen Gaben
die nicht materiell
nicht greifbar sind
doch uns mit mehr Erfüllung sättigen
als ein einziges Erdenleben braucht
Die bereits im Sommer gefallenen Blätter
Die bereits im Sommer gefallenen Blätter
öffneten mir die Augen
entblätterten meinen vernarbten Körper
der sofort loseilte
um sich im Schatten der kahlen Bäume zu verstecken
der schon die heißen Tränen in sich spürte
die er sich auf die Haut brennen wollte
der sich aus Gewohnheit zur Klippe seiner Existenz begab
um in seine Erlösung zu springen
Die Sonne jedoch kam ihm zuvor
kleidete ihn ein in gleißendes Licht
und gebar in ihm den Engel
den er bereits seit seiner Geburt in sich barg
der bis zu diesem Tag nie aufgegeben hatte
ihn zu lieben
Nun bin ich es
die mit ihm
und allen Geschöpfen unter der Sonne
diese Liebe dankbar und grenzenlos teilt
Ewigkeit leben
Nach Hause kommen
Oh ja
Nichts ist mein sehnlichster Wunsch
als unter den zarten Liebkosungen der Liebe
einzuschlafen
aufzuwachen
und daheim zu sein
Ganz frei vom irdischen Sein
will ich mich aus meinem Körper erheben
emporsteigen
direkt in die Umarmung deiner Seele
in einem Sternenzelt
welches kein oben
kein unten kennt
und die Reflektion all dessen ist
was wir uns geben werden
Jahrmillionen suchte auch ich danach
und fand es in diesem oder jenem Erdenleben
doch es mitzunehmen
dem war mein Geist noch nicht fähig
er war noch nicht oft genug heimatlos gewesen
Keine Strömung des Kosmos
keine Implosion jeglicher Galaxie
kein Stillstehen der Erdenbewegung
kann uns je wieder dieser Heimat entreißen
denn unser Leiden hat uns erhoben
erhoben in den Kreis derer
die in der Liebe zuhause sind
Kein einziges weiteres Sterben
wird dieses zart geknüpfte Band zwischen uns
jemals wieder zerschneiden können
Wir sind
nun endlich
angekommen
Oh ja
Zuhause
Ich küsse dich
Ich küsse dich
streife mit meinen verstohlenen Blüten deine Verse
Ich streichle dich
liebkose mit meinen zarten Knospen deine Sehnsucht
Ich liebe dich
verliebe mich mit meiner Seele in die deine
Ich verschmelze mit dir
vereine suchenerschöpfte Herzen
Jegliche Ferne verliert sich
in weltenloser Nähe
und findet sich
im Gemach des Himmels
unterm Zelt kosmischer Göttlichkeit
derer wir unsere Symbiose verdanken
in Berührungen ohne Berührung
Dem Raum aller Liebenden
der Enge der Einsamkeit aller
hauchen wir Atem ein
tragen wir Lasten in die Leichtigkeit
und schweben mit allen Herzen
ob verbittert oder verblendet
ob gebrochen oder enttäuscht
in die einswerdende Schöpfung
ungebunden und
frei
und doch innigst verbunden
Deine Lippen auf meinen Augen
Deine Lippen auf meinen geschlossenen Augen
zeichnen mir das Abbild eines Engels
in mein verliebtes Herz
Wie gern nur möchte ich sie öffnen
geblendet werden von deinem Licht
wissend, nicht zu erblinden
getragen werden mit deinen Flügeln
wissend, nie zu fallen
entführt werden in deine Seele
wissend, für immer zuhause zu sein
In deinen Augen spiegelte sich
Mit hoffnungsgeleiteten Flügeln
nahm mich der Wind in seiner Güte auf
legte er meine Seele
schwer mit Ballast beladen
in seine geborgenen Arme
und folgte der Fügung
unbekannt jedweder Zeit
jedwedem Raum
Widerspruch eines Zufalls
und ließ mein Dunkel
in deinem Reich der Sonne
wieder zu Boden finden
Mit deinen Berührungen
streicheltest du Lebensfreude in mein sehnsuchtsvolles Herz
Lebensneugierde auf meinen sehnsuchtsvollen Körper
Mit deiner freien Nähe
angstfreien Gegenwart
ließest du mich Frieden finden
und Liebe
Mit jedem deiner Blicke
in meine erwachende Seele
entledigtest du mich meiner ballastbeladenen Flügel
und mit jeder davonfliegenden schweren Feder
fand eine leichte zu mir
folgte dem Pfad der Liebe
der sich zart vor uns aufgetan hatte
Nun bin ich frei
Nun gleite ich mit sonnengleichen Schwingen
durch das Leben
mein Leben, unser Leben, aller Leben
und bringe schweren Menschen leichte Federn
Wir sind ein Schwarm
ein einziges leichtes strahlendes Leuchten
Schmetterlingsflügel wurden uns angelegt
Schmetterlingsflügel wurden uns angelegt
als wir uns endlich
in die Arme der Lebensfreude begaben
der Traurigkeit den Rücken zuwandten
in dem Moment
der unsere Augen zueinanderführte
in unseren Blicken die Schönheit erschaffte
und sie in unsere Flügel legte
Ich liebe die Flüge mit dir
entlang eines jeden Sonnenstrahls
entlang eines jeden Regenbogens
nicht der Schatz am Ende dessen ist mein Ziel
sondern allein der Flug mit dir dorthin
allein die Liebe
die von deiner Hand in die meine fließt
von meiner in die deine
die in unserer Umarmung
das Meer der Freiheit in meinem Herzen teilt
durch welches ich mit dir
tagein und tagaus
für immer und ewig
fliegen möchte
Ich liebe dich
meine Königin unter den Schmetterlingen
Sie hat es nicht übers Herz gebracht
Liebt eine Mutter ihr Kind
wenn sie
es mit den Monstern der Nacht allein lässt?
vergisst, dass es irgendwo verlassen auf sie wartet?
seine Schreie hinter Türen erstickt?
sich ihm im Alkoholrausch entzieht?
es mit ihrem Freitod zum Waisen machen will?
Worte voller Abscheu an es richtet?
ihm Schreie des Hasses entgegenschleudert?
ihm Prügel statt Umarmungen gibt?
es seiner Freunde entzieht der blauen Flecken wegen?
es wie ein bedrohlicher Schatten durchs Leben verfolgt?
sich nicht mehr seine Mutter nennt?
es in den Armen des Todes zu sehen wünscht?
Nun, ich weiß es nicht.
Ich weiß nur eines:
Lieben,
die Fähigkeit, von Herzen zu lieben,
diese konnte sie nicht in mir zerstören.
Und jetzt,
in meinem zweiten Leben,
welches ich Schutzengeln verdanke,
liebe und lebe ich endlich wahrlich.
Und ich wünschte,
auch meine Mutter besäße diese Fähigkeit,
wahrlich zu leben und wahrlich zu lieben.
Sie war in ein Leben voll Einsamkeit gebannt,
ein Leben, welches mir aufzubürden
sie nicht übers Herz gebracht hat,
indem sie mich freigab.
Eckige Herzen
Leere Ecken
in einsamen Herzen
gehören abgerundet
damit sich die Liebe
schmerzfrei in sie kuscheln kann
Der Mensch
das wunderbare Geschöpf
welches sich hinter dieser Liebe verbirgt
wird dann schon bald
das eckige Herz in seine Herzform zurückbringen
und mit dem Menschen
der dieses wieder erwärmte Herz in sich trägt
gemeinsam kuscheln
Der erste Blickkontakt
Wohl zum ersten Mal in meinem Leben
schaute ich mich im Spiegel an
Zum ersten Mal erhaschte ich einen klaren Blick
auf das Geschöpf, welches ich bin
Ich stand vor diesem Körperwesen
und schaute in seine riesengroßen Augen
Ich musste nicht suchen
wonach ich suchte
denn es fand mich
Es überschwemmte mich
Vor mir entstand das Abbild des Kindes
welches sich immer nur wünschte
doch endlich glücklich zu sein
angekommen zu sein
in sich zuhause zu sein
Ich weinte und sah zu
wie diesen strahlenden Augen die Tränen entrannen
Ich lachte und staunte
über all die vielen mitlachenden Fältchen des Alters
Die Traurigkeit und der Schmerz
jahrelange Begleiter dieser zarten Seele
verschmolzen mit der Freude
des jetzigen Lebensaugenblicks
Sie wurden eins
Ich wurde eins
mit mir
Endlich
ich war Zuhause
und umarmte Gott
Das All-Eine
Das Göttliche
erfährt sich selbst
durch des Menschen Gedanken und Handlungen
entdeckt und entfaltet seine Unendlichkeit
im stillen Tosen der Emotionen
menschlichen Seins und Werdens
ES sucht nach sich
nach Ausdrücken seines eigenen Selbstes
und pflanzt sich unter uns ein
findet sich in den Keimen aller Selbste
in diesen ewiglich grenzenlosen
Gärten des Existenten
durch die
ES mit und durch uns
schreitet
und sich seiner selbst erinnert
in jedem Stein
jeder Wolke
jedem Vogelschrei
jeder Brise
Dieses unbegrenzte Gemälde des Einen Seins
erhaben und ergeben zugleich
als das Eine in Allem wahrzunehmen
und sich darin zu verlieben
auf ewig
bedeutet zu sein
Diener Gottes
Offenbarung des eigenen Selbstes
gegenüber dem Absoluten
dem Göttlichen
sich vor ihm zerreißen
ohne Angst, zerrissen zu werden
Hingabe mit aller inneren Energie
für jegliche Kostbarkeiten
der Existenz
sich in sie stürzen
wissend, nicht abzustürzen
Aufgabe des egobehafteten Ich
im Austausch der Leere
des Schöpfers
sich ihm ergeben
mit dem Vertrauen, erhaben zu sein
Alles Tun
alles Sein
dem Dienen völlig verschreiben
Das heißt es
wahrlich zu leben
wahrlich Mensch zu sein
wahrlich Diener Gottes zu sein
Gott durch sich selbst wirken zu lassen
fühlend
ihm gleich zu sein
4
Im Jahr 2008 begann ich eine Umschulung zur Digitaldruckerin und legte damit den Grundstein für die Verwirklichung meines größten Kindheitstraums: ein eigenes Buch. Mein Wolke 7 Zustand bekam somit einen neuen Schub und mein Traum, so fühlte ich, war dabei, wahr zu werden.
Im Jahr 2012 war es soweit. Mein erstes Buch erschien im Handel. Meine Wolke 7 wuchs und wuchs. In den Jahren 2016 und 2017 folgten zwei weitere Bücher von mir.
ich, 2008
5
Im Jahr 2012 wurde mir von einer Freundin das Human Design System ans Herz gelegt. Das war ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben. Ich stürzte mich sofort in die Arbeit, dieses System zu verstehen und machte erstaunliche Beobachtungen, die mich zu erstaunlichen Erkenntnissen führten. Das Human Design System war zu meinem heimlichen Ratgeber geworden und begleitete mich täglich. Aus ihm gewann ich Kraft, Zuversicht und Klarheit und die Fähigkeit, alle Dinge in einem viel größeren und ganzheitlichen Kontext zu betrachten und zu verstehen.
Unser aller gemeinsame Reise
Von Dezember 1980 bis August 1981 fand eine Große Konjunktion statt.
Jupiter und Saturn befanden sich über einen neun Monate langen Zeitraum zur gleichen Zeit jeweils in den Toren 46 (Serendipity, Das Tor der Entschlossenheit des Selbst), 18 (Improving, Das Tor des Korrigierens) und 48 (The Well, Das Tor der Tiefe). Die letzte Große Konjunktion fand 1940 / 1941 statt. Die nächste Große Konjunktion findest erst wieder 2238 / 2239 statt.
Ich beobachtete die Gedanken in mir: »Wow, die nächste Große Konjunktion findet erst wieder in über 250 Jahren statt? Dann kann diese, die ich miterlebt habe, absolut kein Zufall sein. Sie ist von großer Bedeutung, zumal ich doch gelesen habe, dass eine Große Konjunktion für »Neuanfänge« steht und wir uns derzeit – zumindest laut Ansicht vieler Menschen – in einem Bewusstseinswandel befinden, in einer sehr großen Veränderung, also einem kompletten Neuanfang.«
Da für mich bei allen Betrachtungen Chiron (= Der verletzte Heiler) eine bedeutende Rolle spielt, schaute ich, in welchem Tor er 1980 / 1981 stand. Es war Tor 2, das 1. Tor des 2. Viertels. Ich beobachtete in mir: »Kann das Zufall sein, dass diese Große Konjunktion stattfand, während Chiron zugleich das 2. Viertel (= Zivilisation) zu durchwandern begann? Und kann es Zufall sein, dass das 1. Tor dieses 2. Viertels als das »Tor des Höheren Wissens« bezeichnet wird? Kann das Zufall sein, dass viele davon reden, dass eine neue Zivilisation entsteht und wir das göttliche Wissen in uns entdecken?«
Und so wurde ich neugierig darauf, zu schauen, welche »Zufälle« sich wohl noch preisgeben würden, wenn ich den gesamten Sonnenumlauf von Chiron (50 Jahre – beginnend in Tor 2) genauer betrachten würde. Meinen Fokus legte ich dabei auf bestimmte Planetenkonjunktionen, die mir bedeutsam erschienen, weil sie seltener vorkommen als andere (z.B. eine Neptun-Pluto-Konjunktion kommt wesentlich seltener vor als eine Merkur-Venus-Konjunktion, da sich die äußeren Planeten aufgrund ihrer langen Umlaufbahnen um die Sonne seltener begegnen können als die inneren). Meine genauere Betrachtung bezieht sich somit nur auf die äußeren Planeten bzw. Himmelskörper: Jupiter, Saturn, Chiron, Uranus, Neptun, Pluto.
Folgendes fiel mir besonders auf während meiner Betrachtung von Chirons 50jährigem Lauf um die Sonne, beginnend im Jahr 1979 (in diesem Jahr wanderte Chiron erstmals in das Tor 2, das 1. Tor des 2. Viertels):
1980 / 1981 fand, wie ganz zu Anfang bereits erwähnt, eine ca. 9monatige Große Konjunktion in den Toren 46 (Serendipity, Das Tor der Entschlossenheit des Selbst), 18 (Improving, Das Tor des Korrigierens) und 48 (The Well, Das Tor der Tiefe) statt. Ich persönlich habe das tatsächlich wie einen »Neuanfang« erfahren, denn im März 1981 wurde ich geboren. Die nächste Große Konjunktion findet erst wieder 2238 / 2239 statt.
1990 – 1994 fand eine Uranus-Neptun-Konjunktion in den Toren 38 (Opposition, Das Tor des Kämpfers), 54 (Ambition, Das Tor des Ehrgeizes) und 61 (Inner Truth, Das Tor der Geheimnisse) statt. Da ich in Deutschland aufgewachsen bin, speziell in der DDR, verbinde ich damit den Mauerfall und die heftigen Energien in mir und in meinem Umfeld, die während und noch nach dieser Zeit zu spüren waren. Davor waren sich Uranus und Neptun zuletzt 1821 begegnet.
1999 / 2000 fand eine ca. 8monatige Chiron-Pluto-Konjunktion statt in den Toren 9 (Applied Details, Das Tor des Fokussierens) und 5 (Waiting, Das Tor der fixen Rhythmen). Zu dieser Zeit schloss ich das Abitur mit Note 1 ab und verließ meine Heimatstadt. Ich erinnere mich an die Panik einiger Menschen, dass alles zusammenbrechen würde, wenn das neue Jahrtausend beginnt. Es war eindeutig die Energie eines neuen »Rhythmus’« zu spüren. Davor waren sich Chiron und Pluto zuletzt 1941 begegnet.
2000 kommt eine ca. 3monatige Jupiter-Saturn-Konjunktion in den Toren 2 (Receptivity, Das Tor des Höheren Wissens), 23 (Das Tor der Assimilation) und 8 (Contribution, Das Tor des Beitragens) hinzu. Eine Begegnung zwischen Jupiter und Saturn kommt relativ häufig vor (während der gesamten Betrachtung drei Mal). Auffallend ist jedoch hier, dass diese Konjunktion zeitgleich stattfand mit der obig aufgeführten Chiron-Pluto-Konjunktion: im April 2000 waren Chiron / Pluto je in Tor 5 und Jupiter / Saturn je in Tor 2; im Mai 2000 waren Chiron / Pluto je in Tor 5 und Jupiter / Saturn je in Tor 23.
2008 – 2012 fand eine Chiron-Neptun-Konjunktion in den Toren 49 (Revolution, Das Tor der Prinzipien), 30 (Desires, Das Tor des Erkennens von Gefühlen) und 55 (Abundance, Das Tor des Geistes) statt. In dieser Zeit begann für mich ein völlig neuer, sehr sehr lehrreicher Lebensabschnitt (neuer Lebenspartner und gemeinsame Wohnung in neuer Stadt, Beginn und Abschluss einer Umschulung, danach Umzug in anderes Bundesland, Bewilligung meiner Rente, Kontaktabbruch zum Vater, uvm.) und meine Mutter starb plötzlich »mittendrin« (2010) während ihres Chiron-Returns im Alter von 49 Jahren bei einem Autounfall. Davor waren sich Chiron und Neptun zuletzt 1945 begegnet.
2009 gesellte sich für etwa vier Monate Jupiter noch dazu und es fand eine Jupiter-Chiron-Neptun-Konjunktion statt in den Toren 49 und 30. Seit dem Jahr 1115 hat es solch eine Begegnung von Jupiter, Chiron und Neptun bis heute nur drei Mal gegeben: 1881 / 1882, 1945 und 2009. Es ist auffallend, dass es diese Dreier-Konstellation über 750 Jahre nicht gegeben hat und dann findet sie drei Mal in einem verhältnismäßig kleinen gemeinsamen Zeitrahmen statt.
2010 folgte dann eine ca. 6monatige Jupiter-Uranus-Konjunktion in den Toren 25 (Innocence, Das Tor des Spirit des Selbst) und 36 (Crisis Resolution, Das Tor der Krise), die ebenfalls zeitgleich mit der Chiron-Neptun-Konjunktion stattfand: im Juli / August 2010 waren Chiron / Neptun je in Tor 30 und Jupiter / Uranus je in Tor 25; im Oktober / November / Dezember 2010 waren Chiron / Neptun je in Tor 30 und Jupiter / Uranus je in Tor 36.
Diese Auflistung zeigt allein nur die kosmischen »Zufälle« der ersten etwa 30 Jahre von Chirons Lauf um die Sonne beginnend im Jahr 1979.
30 Jahre sind für das Sonnensystem – geschweige denn für das ganze Universum – ein staubkornkleiner Zeitraum. Als Erinnerung oder als neue Information:
Jupiter braucht ca. 12 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.
Saturn braucht ca. 29 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.
Chiron braucht ca. 50 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.
Uranus braucht ca. 84 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.
Neptun braucht ca. 165 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.
Pluto braucht ca. 248 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.
Unser gesamtes Sonnensystem braucht ca. 225.000.000 Jahre, um das Zentrum der Galaxie ein Mal zu umrunden.
In Anbetracht dieser zeitlichen Relationen, fragte es sich in mir: »Sind das dann nicht tatsächlich etwas zu viele »Zufälle« in unserem Sonnensystem während dieser »winzigen« 30 Jahre, um sie weiterhin nur als »Zufälle« zu betrachten? Ist nicht eher ein »göttlicher, perfekt konzipierter Plan« dahinter zu vermuten, wenn man diese zeitlichen »Zu(sammen)fälle« betrachtet?«
Mir persönlich zeigt diese Betrachtung auf wunderschöne Weise, in was für einer besonderen Zeit wir leben, in was für eine großartigen Zeit ich hineingeboren worden bin, an was für einer gewaltigen – vom Kosmos gelenkten – Leben-Schöpfungs-Reise wir alle teilnehmen. Es zeigt mir, was ich fühle: dass tatsächlich ein großer Wandel (Uranus), eine Desillusionierung / Auflösung des Ego (Neptun) bzw. ein Erwachen aus der Unbewusstheit (Pluto) hin zu höherer Bewusstheit, Höherem Wissen (Tor 2) vonstatten geht. Wir sind schon sehr lange – nämlich vom »Anbeginn der Schöpfung« an – mittendrin dabei.
4. Juni 2014
Die 9 Portale des Bewusstseins
