Wolke 7 als Heimatadresse - M Maya Sternkopf - E-Book

Wolke 7 als Heimatadresse E-Book

M Maya Sternkopf

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Beschreibung

Durch Beobachten meiner selbst und dem Zuhören vieler Menschen war mir bewusst geworden: In uns allen ist tief verankert, dass Leid »nunmal zum Leben dazugehört«. Wir betrachten diesen massiv gepeinigten Planeten; wir wissen von den Millionen Opfern durch Hunger, Krankheit, Krieg; wir kennen jammernde und kämpfende Verwandte, Freunde und Bekannte - dann betrachten wir uns und akzeptieren all das Leid auch in uns, indem wir uns sagen: »Leid ist ein globales Phänomen. Ich muss es akzeptieren - auch in meinem Leben.« Aber ich sage: Das stimmt nicht! Das ist nur eine Rechtfertigung für Leid, die unserer heutigen Zeit jedoch nicht mehr entspricht. Wir müssen nichts mehr rechtfertigen, was uns - der ganzen Menschheit - nicht gut tut!

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Seitenzahl: 179

Veröffentlichungsjahr: 2019

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M MAYA STERNKOPF

Wolke 7 als Heimatadresse

M MAYASTERNKOPF

IM ANGESICHT VON MANIE, PSYCHOSE, DEPRESSION

für meinen Ehemann

♥ Herrn Thomas – Major Tom – Sternkopf ♥ sowie für meinen Vater und meinen Bruder ♥ die Herren Köbke ♥

tredition

© 2019 M Maya Sternkopf

Umschlaggestaltung, Illustration: M Maya Sternkopf

Lektorat, Korrektorat: M Maya Sternkopf

Verlag & Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

978-3-7469-5135-5 (Paperback)

978-3-7469-5136-2 (Hardcover)

978-3-7469-5137-9 (e-Book)

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Unser aller gemeinsame Reise ♣

Die 9 Portale des Bewusstseins ♣

Die Lektion des körperlichen Todes ♣

Die Akzeptanz der eigenen Einzigartigkeit ♣

Leben … Die Zeit-Reise zum Sein ♣

Jeder Moment ist ein Ausdruck meines ganzen Lebens ♣

Im Sein ist Liebe verankert ♣

Reine Liebe ist immer beschützend ♣

Eine sichere Welt hier auf Erden ♣

Könntest du bitte etwas sanfter zu mir sein? ♣

Ein warmer Mantel, der mich zu fliegen lehrt ♣

Ein Ich, das Raum mit Erinnerung füllt ♣

Ich bin mein tiefstes Inneres ♣

Warum kann nicht immer Frieden sein? ♣

Ich will mein Leben zurück ♣

Das verloren geglaubte Leuchten ♣

Im Anblick von fallendem Schnee ♣

Dass alles Liebe ist ♣

1

Im Jahr 2007, ich war 26 Jahre alt, begann die Manie, wegen der ich zehn Jahre später, begleitet von extremen psychotischen Zuständen, in die geschlossene Psychiatrie eingeliefert worden und nach meiner Entlassung in die Hölle einer Depression und Angst- und Panikstörung hinabgefallen war. Ich brauchte all meine geistige Kraft, um wieder ich zu werden und das Trauma des gelebten und erlebten Wahnsinns zu überwinden.

2

Das Jahr 2007 war in meinem Leben auch das Jahr des Wunders meiner Heilung, meiner Befreiung aus den Klauen von Todessehnsucht, Selbstverletzung und Bulimie. Nach zwölf Wochen endete damals meine dritte stationäre Psychotherapie und ich verließ die Klinik wie neu geboren, wie ein ganz neuer Mensch. Wo vorher nur Düsternis in mir war, erstrahlte nun helles Licht, das meine jahrelange Verzweiflung und Furcht vor dem Leben in Hoffnung und Neugier auf alles Kommende verwandelt hatte. Ich war völlig angstfrei.

»Ich will leben!«

Ein ganz neuer Gedanke war aufgetaucht. Ein ganz neues Lebensgefühl hatte sich in mir ausgebreitet. Ich schwebte auf Wolke 7, war plötzlich unermesslich verliebt in das Leben und in mich selbst. Ich war in vollstes Vertrauen gehüllt, dass mein Leben nur Gutes für mich bereit hielt.

ich, 2007

ich, 2007

3

Ich hatte Ziele und glaubte, alles erreichen zu können, wenn ich mein ganzes Herzblut hineinlegte. Ich hatte gelernt, den NEUEN WEG zu gehen und glaubte nicht daran, dass ich scheitern könnte. Ich wollte mich führen lassen und mich ganz dem hingeben, was mich erfüllte, frohlockte und begeisterte.

Ich schrieb ganz neue Gedichte. Sie waren nicht mehr geprägt von Leid, sondern von Liebe und Lebensfreude.

Ich bin Liebe

Ich bin Liebe

Sie kleidet mich warm mit ihrem Mantel

aus Reinheit

aus purer Schönheit

aus Freiheiten fern der unseren

Ich lege meinen Körper, meine Hülle

in ihr göttliches Herz

Er verliert an Schwere

und in ihm pulsiert der Rhythmus unseres Alls

der Rhythmus meines Geistes, meiner Seele

Gedanken beengen nicht mehr

Erde und Himmel sind unbegrenzt

Alles Verborgene wird ersichtlich

Ich fühle intensiver, wie neugeboren

Ich bin mehr, als um mich ist

Der Raum schwingt

Die Luft tanzt und lacht

streift um meinen Körper

berührungslos

liebend

Im Klang des Alls entfalten sich die Liebenden

Diese Töne, diese Harmonie,

Diese unsichtbaren Farben

eingebettet in dieser hypnotisierenden Melodie

wiegen sie sich im Reigen

Sie sind frei

mehr als nur Geist und Körper

mehr als nur Seele und Hülle

Sie sind ein Meisterwerk

der vollkommenen Schöpfung

die Liebe ist

Sandkörnchen

Du malst mir

die Reinheit alles Reinen

auf das Weiß entknitterten Papiers

Du gibst mir

poetisch verspielte Klarheiten

geschrieben ins Bewusstsein

Du hast

den Wahn entblößt

ihn seines Wahns beraubt

Wir

wir beide

wir alle

unsere Seele

treibt auf den Wellen

tanzt mit den Wellen

taucht ein in die Wellen

die von unserer Liebe erzählen

und sie mit feuchtem Sand

am Strand zu Erdenschlössern aufbauen

Nie fühlte ich mich mehr angekommen

als zwischen all diesen Sandkörnern

Vervollkommnung

Nur allein schon

mit unserer endlichen Verschmelzung

haben wir der Welt

ein Antlitz in ewigem Licht geschaffen

Wir sind die Weiser

sind die Voranschreitenden

denen sich kein Wesen entziehen kann

Wir bilden den Strom

in den alle Geschöpfe unter der Sonne

eintauchen werden und schwimmen

Schwimmen jedoch nicht mehr um ihr Leben

sondern mit dem Leben

mit uns

Unser Zusammenfinden

zwischen den Zeiten und den Räumen

unter den Gestaden aller Zweifel hindurch

hinauf in das reinste Sein

entleerte die vergifteten Kelche

aus denen wir tranken

deckte den Tisch uns mit neuen Gaben

die nicht materiell

nicht greifbar sind

doch uns mit mehr Erfüllung sättigen

als ein einziges Erdenleben braucht

Die bereits im Sommer gefallenen Blätter

Die bereits im Sommer gefallenen Blätter

öffneten mir die Augen

entblätterten meinen vernarbten Körper

der sofort loseilte

um sich im Schatten der kahlen Bäume zu verstecken

der schon die heißen Tränen in sich spürte

die er sich auf die Haut brennen wollte

der sich aus Gewohnheit zur Klippe seiner Existenz begab

um in seine Erlösung zu springen

Die Sonne jedoch kam ihm zuvor

kleidete ihn ein in gleißendes Licht

und gebar in ihm den Engel

den er bereits seit seiner Geburt in sich barg

der bis zu diesem Tag nie aufgegeben hatte

ihn zu lieben

Nun bin ich es

die mit ihm

und allen Geschöpfen unter der Sonne

diese Liebe dankbar und grenzenlos teilt

Ewigkeit leben

Nach Hause kommen

Oh ja

Nichts ist mein sehnlichster Wunsch

als unter den zarten Liebkosungen der Liebe

einzuschlafen

aufzuwachen

und daheim zu sein

Ganz frei vom irdischen Sein

will ich mich aus meinem Körper erheben

emporsteigen

direkt in die Umarmung deiner Seele

in einem Sternenzelt

welches kein oben

kein unten kennt

und die Reflektion all dessen ist

was wir uns geben werden

Jahrmillionen suchte auch ich danach

und fand es in diesem oder jenem Erdenleben

doch es mitzunehmen

dem war mein Geist noch nicht fähig

er war noch nicht oft genug heimatlos gewesen

Keine Strömung des Kosmos

keine Implosion jeglicher Galaxie

kein Stillstehen der Erdenbewegung

kann uns je wieder dieser Heimat entreißen

denn unser Leiden hat uns erhoben

erhoben in den Kreis derer

die in der Liebe zuhause sind

Kein einziges weiteres Sterben

wird dieses zart geknüpfte Band zwischen uns

jemals wieder zerschneiden können

Wir sind

nun endlich

angekommen

Oh ja

Zuhause

Ich küsse dich

Ich küsse dich

streife mit meinen verstohlenen Blüten deine Verse

Ich streichle dich

liebkose mit meinen zarten Knospen deine Sehnsucht

Ich liebe dich

verliebe mich mit meiner Seele in die deine

Ich verschmelze mit dir

vereine suchenerschöpfte Herzen

Jegliche Ferne verliert sich

in weltenloser Nähe

und findet sich

im Gemach des Himmels

unterm Zelt kosmischer Göttlichkeit

derer wir unsere Symbiose verdanken

in Berührungen ohne Berührung

Dem Raum aller Liebenden

der Enge der Einsamkeit aller

hauchen wir Atem ein

tragen wir Lasten in die Leichtigkeit

und schweben mit allen Herzen

ob verbittert oder verblendet

ob gebrochen oder enttäuscht

in die einswerdende Schöpfung

ungebunden und

frei

und doch innigst verbunden

Deine Lippen auf meinen Augen

Deine Lippen auf meinen geschlossenen Augen

zeichnen mir das Abbild eines Engels

in mein verliebtes Herz

Wie gern nur möchte ich sie öffnen

geblendet werden von deinem Licht

wissend, nicht zu erblinden

getragen werden mit deinen Flügeln

wissend, nie zu fallen

entführt werden in deine Seele

wissend, für immer zuhause zu sein

In deinen Augen spiegelte sich

Mit hoffnungsgeleiteten Flügeln

nahm mich der Wind in seiner Güte auf

legte er meine Seele

schwer mit Ballast beladen

in seine geborgenen Arme

und folgte der Fügung

unbekannt jedweder Zeit

jedwedem Raum

Widerspruch eines Zufalls

und ließ mein Dunkel

in deinem Reich der Sonne

wieder zu Boden finden

Mit deinen Berührungen

streicheltest du Lebensfreude in mein sehnsuchtsvolles Herz

Lebensneugierde auf meinen sehnsuchtsvollen Körper

Mit deiner freien Nähe

angstfreien Gegenwart

ließest du mich Frieden finden

und Liebe

Mit jedem deiner Blicke

in meine erwachende Seele

entledigtest du mich meiner ballastbeladenen Flügel

und mit jeder davonfliegenden schweren Feder

fand eine leichte zu mir

folgte dem Pfad der Liebe

der sich zart vor uns aufgetan hatte

Nun bin ich frei

Nun gleite ich mit sonnengleichen Schwingen

durch das Leben

mein Leben, unser Leben, aller Leben

und bringe schweren Menschen leichte Federn

Wir sind ein Schwarm

ein einziges leichtes strahlendes Leuchten

Schmetterlingsflügel wurden uns angelegt

Schmetterlingsflügel wurden uns angelegt

als wir uns endlich

in die Arme der Lebensfreude begaben

der Traurigkeit den Rücken zuwandten

in dem Moment

der unsere Augen zueinanderführte

in unseren Blicken die Schönheit erschaffte

und sie in unsere Flügel legte

Ich liebe die Flüge mit dir

entlang eines jeden Sonnenstrahls

entlang eines jeden Regenbogens

nicht der Schatz am Ende dessen ist mein Ziel

sondern allein der Flug mit dir dorthin

allein die Liebe

die von deiner Hand in die meine fließt

von meiner in die deine

die in unserer Umarmung

das Meer der Freiheit in meinem Herzen teilt

durch welches ich mit dir

tagein und tagaus

für immer und ewig

fliegen möchte

Ich liebe dich

meine Königin unter den Schmetterlingen

Sie hat es nicht übers Herz gebracht

Liebt eine Mutter ihr Kind

wenn sie

es mit den Monstern der Nacht allein lässt?

vergisst, dass es irgendwo verlassen auf sie wartet?

seine Schreie hinter Türen erstickt?

sich ihm im Alkoholrausch entzieht?

es mit ihrem Freitod zum Waisen machen will?

Worte voller Abscheu an es richtet?

ihm Schreie des Hasses entgegenschleudert?

ihm Prügel statt Umarmungen gibt?

es seiner Freunde entzieht der blauen Flecken wegen?

es wie ein bedrohlicher Schatten durchs Leben verfolgt?

sich nicht mehr seine Mutter nennt?

es in den Armen des Todes zu sehen wünscht?

Nun, ich weiß es nicht.

Ich weiß nur eines:

Lieben,

die Fähigkeit, von Herzen zu lieben,

diese konnte sie nicht in mir zerstören.

Und jetzt,

in meinem zweiten Leben,

welches ich Schutzengeln verdanke,

liebe und lebe ich endlich wahrlich.

Und ich wünschte,

auch meine Mutter besäße diese Fähigkeit,

wahrlich zu leben und wahrlich zu lieben.

Sie war in ein Leben voll Einsamkeit gebannt,

ein Leben, welches mir aufzubürden

sie nicht übers Herz gebracht hat,

indem sie mich freigab.

Eckige Herzen

Leere Ecken

in einsamen Herzen

gehören abgerundet

damit sich die Liebe

schmerzfrei in sie kuscheln kann

Der Mensch

das wunderbare Geschöpf

welches sich hinter dieser Liebe verbirgt

wird dann schon bald

das eckige Herz in seine Herzform zurückbringen

und mit dem Menschen

der dieses wieder erwärmte Herz in sich trägt

gemeinsam kuscheln

Der erste Blickkontakt

Wohl zum ersten Mal in meinem Leben

schaute ich mich im Spiegel an

Zum ersten Mal erhaschte ich einen klaren Blick

auf das Geschöpf, welches ich bin

Ich stand vor diesem Körperwesen

und schaute in seine riesengroßen Augen

Ich musste nicht suchen

wonach ich suchte

denn es fand mich

Es überschwemmte mich

Vor mir entstand das Abbild des Kindes

welches sich immer nur wünschte

doch endlich glücklich zu sein

angekommen zu sein

in sich zuhause zu sein

Ich weinte und sah zu

wie diesen strahlenden Augen die Tränen entrannen

Ich lachte und staunte

über all die vielen mitlachenden Fältchen des Alters

Die Traurigkeit und der Schmerz

jahrelange Begleiter dieser zarten Seele

verschmolzen mit der Freude

des jetzigen Lebensaugenblicks

Sie wurden eins

Ich wurde eins

mit mir

Endlich

ich war Zuhause

und umarmte Gott

Das All-Eine

Das Göttliche

erfährt sich selbst

durch des Menschen Gedanken und Handlungen

entdeckt und entfaltet seine Unendlichkeit

im stillen Tosen der Emotionen

menschlichen Seins und Werdens

ES sucht nach sich

nach Ausdrücken seines eigenen Selbstes

und pflanzt sich unter uns ein

findet sich in den Keimen aller Selbste

in diesen ewiglich grenzenlosen

Gärten des Existenten

durch die

ES mit und durch uns

schreitet

und sich seiner selbst erinnert

in jedem Stein

jeder Wolke

jedem Vogelschrei

jeder Brise

Dieses unbegrenzte Gemälde des Einen Seins

erhaben und ergeben zugleich

als das Eine in Allem wahrzunehmen

und sich darin zu verlieben

auf ewig

bedeutet zu sein

Diener Gottes

Offenbarung des eigenen Selbstes

gegenüber dem Absoluten

dem Göttlichen

sich vor ihm zerreißen

ohne Angst, zerrissen zu werden

Hingabe mit aller inneren Energie

für jegliche Kostbarkeiten

der Existenz

sich in sie stürzen

wissend, nicht abzustürzen

Aufgabe des egobehafteten Ich

im Austausch der Leere

des Schöpfers

sich ihm ergeben

mit dem Vertrauen, erhaben zu sein

Alles Tun

alles Sein

dem Dienen völlig verschreiben

Das heißt es

wahrlich zu leben

wahrlich Mensch zu sein

wahrlich Diener Gottes zu sein

Gott durch sich selbst wirken zu lassen

fühlend

ihm gleich zu sein

4

Im Jahr 2008 begann ich eine Umschulung zur Digitaldruckerin und legte damit den Grundstein für die Verwirklichung meines größten Kindheitstraums: ein eigenes Buch. Mein Wolke 7 Zustand bekam somit einen neuen Schub und mein Traum, so fühlte ich, war dabei, wahr zu werden.

Im Jahr 2012 war es soweit. Mein erstes Buch erschien im Handel. Meine Wolke 7 wuchs und wuchs. In den Jahren 2016 und 2017 folgten zwei weitere Bücher von mir.

ich, 2008

5

Im Jahr 2012 wurde mir von einer Freundin das Human Design System ans Herz gelegt. Das war ein wichtiger Meilenstein in meinem Leben. Ich stürzte mich sofort in die Arbeit, dieses System zu verstehen und machte erstaunliche Beobachtungen, die mich zu erstaunlichen Erkenntnissen führten. Das Human Design System war zu meinem heimlichen Ratgeber geworden und begleitete mich täglich. Aus ihm gewann ich Kraft, Zuversicht und Klarheit und die Fähigkeit, alle Dinge in einem viel größeren und ganzheitlichen Kontext zu betrachten und zu verstehen.

Unser aller gemeinsame Reise

Von Dezember 1980 bis August 1981 fand eine Große Konjunktion statt.

Jupiter und Saturn befanden sich über einen neun Monate langen Zeitraum zur gleichen Zeit jeweils in den Toren 46 (Serendipity, Das Tor der Entschlossenheit des Selbst), 18 (Improving, Das Tor des Korrigierens) und 48 (The Well, Das Tor der Tiefe). Die letzte Große Konjunktion fand 1940 / 1941 statt. Die nächste Große Konjunktion findest erst wieder 2238 / 2239 statt.

Ich beobachtete die Gedanken in mir: »Wow, die nächste Große Konjunktion findet erst wieder in über 250 Jahren statt? Dann kann diese, die ich miterlebt habe, absolut kein Zufall sein. Sie ist von großer Bedeutung, zumal ich doch gelesen habe, dass eine Große Konjunktion für »Neuanfänge« steht und wir uns derzeit – zumindest laut Ansicht vieler Menschen – in einem Bewusstseinswandel befinden, in einer sehr großen Veränderung, also einem kompletten Neuanfang.«

Da für mich bei allen Betrachtungen Chiron (= Der verletzte Heiler) eine bedeutende Rolle spielt, schaute ich, in welchem Tor er 1980 / 1981 stand. Es war Tor 2, das 1. Tor des 2. Viertels. Ich beobachtete in mir: »Kann das Zufall sein, dass diese Große Konjunktion stattfand, während Chiron zugleich das 2. Viertel (= Zivilisation) zu durchwandern begann? Und kann es Zufall sein, dass das 1. Tor dieses 2. Viertels als das »Tor des Höheren Wissens« bezeichnet wird? Kann das Zufall sein, dass viele davon reden, dass eine neue Zivilisation entsteht und wir das göttliche Wissen in uns entdecken?«

Und so wurde ich neugierig darauf, zu schauen, welche »Zufälle« sich wohl noch preisgeben würden, wenn ich den gesamten Sonnenumlauf von Chiron (50 Jahre – beginnend in Tor 2) genauer betrachten würde. Meinen Fokus legte ich dabei auf bestimmte Planetenkonjunktionen, die mir bedeutsam erschienen, weil sie seltener vorkommen als andere (z.B. eine Neptun-Pluto-Konjunktion kommt wesentlich seltener vor als eine Merkur-Venus-Konjunktion, da sich die äußeren Planeten aufgrund ihrer langen Umlaufbahnen um die Sonne seltener begegnen können als die inneren). Meine genauere Betrachtung bezieht sich somit nur auf die äußeren Planeten bzw. Himmelskörper: Jupiter, Saturn, Chiron, Uranus, Neptun, Pluto.

Folgendes fiel mir besonders auf während meiner Betrachtung von Chirons 50jährigem Lauf um die Sonne, beginnend im Jahr 1979 (in diesem Jahr wanderte Chiron erstmals in das Tor 2, das 1. Tor des 2. Viertels):

1980 / 1981 fand, wie ganz zu Anfang bereits erwähnt, eine ca. 9monatige Große Konjunktion in den Toren 46 (Serendipity, Das Tor der Entschlossenheit des Selbst), 18 (Improving, Das Tor des Korrigierens) und 48 (The Well, Das Tor der Tiefe) statt. Ich persönlich habe das tatsächlich wie einen »Neuanfang« erfahren, denn im März 1981 wurde ich geboren. Die nächste Große Konjunktion findet erst wieder 2238 / 2239 statt.

1990 – 1994 fand eine Uranus-Neptun-Konjunktion in den Toren 38 (Opposition, Das Tor des Kämpfers), 54 (Ambition, Das Tor des Ehrgeizes) und 61 (Inner Truth, Das Tor der Geheimnisse) statt. Da ich in Deutschland aufgewachsen bin, speziell in der DDR, verbinde ich damit den Mauerfall und die heftigen Energien in mir und in meinem Umfeld, die während und noch nach dieser Zeit zu spüren waren. Davor waren sich Uranus und Neptun zuletzt 1821 begegnet.

1999 / 2000 fand eine ca. 8monatige Chiron-Pluto-Konjunktion statt in den Toren 9 (Applied Details, Das Tor des Fokussierens) und 5 (Waiting, Das Tor der fixen Rhythmen). Zu dieser Zeit schloss ich das Abitur mit Note 1 ab und verließ meine Heimatstadt. Ich erinnere mich an die Panik einiger Menschen, dass alles zusammenbrechen würde, wenn das neue Jahrtausend beginnt. Es war eindeutig die Energie eines neuen »Rhythmus’« zu spüren. Davor waren sich Chiron und Pluto zuletzt 1941 begegnet.

2000 kommt eine ca. 3monatige Jupiter-Saturn-Konjunktion in den Toren 2 (Receptivity, Das Tor des Höheren Wissens), 23 (Das Tor der Assimilation) und 8 (Contribution, Das Tor des Beitragens) hinzu. Eine Begegnung zwischen Jupiter und Saturn kommt relativ häufig vor (während der gesamten Betrachtung drei Mal). Auffallend ist jedoch hier, dass diese Konjunktion zeitgleich stattfand mit der obig aufgeführten Chiron-Pluto-Konjunktion: im April 2000 waren Chiron / Pluto je in Tor 5 und Jupiter / Saturn je in Tor 2; im Mai 2000 waren Chiron / Pluto je in Tor 5 und Jupiter / Saturn je in Tor 23.

2008 – 2012 fand eine Chiron-Neptun-Konjunktion in den Toren 49 (Revolution, Das Tor der Prinzipien), 30 (Desires, Das Tor des Erkennens von Gefühlen) und 55 (Abundance, Das Tor des Geistes) statt. In dieser Zeit begann für mich ein völlig neuer, sehr sehr lehrreicher Lebensabschnitt (neuer Lebenspartner und gemeinsame Wohnung in neuer Stadt, Beginn und Abschluss einer Umschulung, danach Umzug in anderes Bundesland, Bewilligung meiner Rente, Kontaktabbruch zum Vater, uvm.) und meine Mutter starb plötzlich »mittendrin« (2010) während ihres Chiron-Returns im Alter von 49 Jahren bei einem Autounfall. Davor waren sich Chiron und Neptun zuletzt 1945 begegnet.

2009 gesellte sich für etwa vier Monate Jupiter noch dazu und es fand eine Jupiter-Chiron-Neptun-Konjunktion statt in den Toren 49 und 30. Seit dem Jahr 1115 hat es solch eine Begegnung von Jupiter, Chiron und Neptun bis heute nur drei Mal gegeben: 1881 / 1882, 1945 und 2009. Es ist auffallend, dass es diese Dreier-Konstellation über 750 Jahre nicht gegeben hat und dann findet sie drei Mal in einem verhältnismäßig kleinen gemeinsamen Zeitrahmen statt.

2010 folgte dann eine ca. 6monatige Jupiter-Uranus-Konjunktion in den Toren 25 (Innocence, Das Tor des Spirit des Selbst) und 36 (Crisis Resolution, Das Tor der Krise), die ebenfalls zeitgleich mit der Chiron-Neptun-Konjunktion stattfand: im Juli / August 2010 waren Chiron / Neptun je in Tor 30 und Jupiter / Uranus je in Tor 25; im Oktober / November / Dezember 2010 waren Chiron / Neptun je in Tor 30 und Jupiter / Uranus je in Tor 36.

Diese Auflistung zeigt allein nur die kosmischen »Zufälle« der ersten etwa 30 Jahre von Chirons Lauf um die Sonne beginnend im Jahr 1979.

30 Jahre sind für das Sonnensystem – geschweige denn für das ganze Universum – ein staubkornkleiner Zeitraum. Als Erinnerung oder als neue Information:

Jupiter braucht ca. 12 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.

Saturn braucht ca. 29 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.

Chiron braucht ca. 50 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.

Uranus braucht ca. 84 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.

Neptun braucht ca. 165 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.

Pluto braucht ca. 248 Jahre, um die Sonne 1x zu umrunden.

Unser gesamtes Sonnensystem braucht ca. 225.000.000 Jahre, um das Zentrum der Galaxie ein Mal zu umrunden.

In Anbetracht dieser zeitlichen Relationen, fragte es sich in mir: »Sind das dann nicht tatsächlich etwas zu viele »Zufälle« in unserem Sonnensystem während dieser »winzigen« 30 Jahre, um sie weiterhin nur als »Zufälle« zu betrachten? Ist nicht eher ein »göttlicher, perfekt konzipierter Plan« dahinter zu vermuten, wenn man diese zeitlichen »Zu(sammen)fälle« betrachtet?«

Mir persönlich zeigt diese Betrachtung auf wunderschöne Weise, in was für einer besonderen Zeit wir leben, in was für eine großartigen Zeit ich hineingeboren worden bin, an was für einer gewaltigen – vom Kosmos gelenkten – Leben-Schöpfungs-Reise wir alle teilnehmen. Es zeigt mir, was ich fühle: dass tatsächlich ein großer Wandel (Uranus), eine Desillusionierung / Auflösung des Ego (Neptun) bzw. ein Erwachen aus der Unbewusstheit (Pluto) hin zu höherer Bewusstheit, Höherem Wissen (Tor 2) vonstatten geht. Wir sind schon sehr lange – nämlich vom »Anbeginn der Schöpfung« an – mittendrin dabei.

4. Juni 2014

Die 9 Portale des Bewusstseins