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Immer die passende Funktion zur Hand
Microsoft Word ist ein mächtiges Werkzeug für die Textverarbeitung, doch um die Software effektiv einzusetzen, müssen Sie wissen, welche Funktionen sich für Ihren Einsatzzweck am besten eignen und wie sie zu finden sind. Mit diesem Buch erhalten Sie praktische Lösungen sowohl für die häufigsten Aufgabenstellungen als auch für besondere Anwendungsfälle.
Übersichtliches Kompendium für schnelle Problemlösungen
Alle Word Hacks sind übersichtlich gegliedert und thematisch sortiert, sodass Sie schnell und einfach die passende Funktion für Ihre Aufgabenstellungen finden. Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen helfen Ihnen, die Lösungen nachzuvollziehen und sofort umzusetzen.
Textverarbeitung so effektiv wie nie
Der Umfang der beschriebenen Lösungen erstreckt sich von alltäglichen Aufgabenstellungen wie dem Einrichten einer Seite und dem Erstellen von Vorlagen bis hin zu Spezialitäten wie Platzhaltersuche und Automatisierung mit Feldfunktionen und Makros. So erleichtern Sie sich Ihren Arbeitsalltag und können Ihre Effektivität bei der Textverarbeitung erheblich steigern.
Aus dem Inhalt:
Für Microsoft Word für Windows (in Microsoft 365 sowie Office 2016, 2019 und 2021)
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Seitenzahl: 333
Veröffentlichungsjahr: 2024
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G.O. Tuhls
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
ISBN 978-3-7475-0777-3 1. Auflage 2024
www.mitp.de E-Mail: [email protected] Telefon: +49 7953 / 7189 - 079 Telefax: +49 7953 / 7189 - 082
© 2024 mitp Verlags GmbH & Co. KG
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Lektorat: Janina Vervost, Nicole Winkel Sprachkorrektorat: Christine Hoffmeister Covergestaltung: Christian Kalkert Coverbild: © ontsunan, © AIGen, © onetime, © bioraven /stock.adobe.com Satz: III-satz, Kiel, www.drei-satz.deelectronic publication: III-satz, Kiel, www.drei-satz.de
»Wir nannten das früher Trick 17.«
(G.O. Tuhls in der Projektbesprechung)
Jede Software hat ihre Tücken, mit denen sie den Anwendern das Leben schwer macht. Die Klippen und Untiefen des verbreitetsten Textprogramms »Microsoft Word« zu umschiffen, soll Aufgabe dieses Buchs sein, also »Life Hacks« für den Word-Alltag. Besprochen werden Funktionen, die nicht sofort ins Auge fallen, die Arbeit mit Word aber sehr erleichtern können. Daneben gibt es noch einige Funktionsergänzungen per VBA (Visual Basic for Applications), die Lücken im originären Funktionsumfang von Word schließen.
Standardfunktionen werden nur behandelt, wenn sie von Haus aus derart kompliziert oder »launig übersetzt« sind, dass allein die verständliche Erläuterung einen Aha-Effekt auslöst.
Kurz: Das Buch soll Word-Anwendern helfen, die nach Arbeitsvereinfachungen oder Aufhellung typischer Word-Probleme suchen. Es muss nicht von vorn bis hinten durchgelesen werden, sondern soll als Nachschlagewerk und Bauanleitung dienen, indem Sie die jeweils benötigten Funktionen zur Textgestaltung problemorientiert und kompakt beschrieben vorfinden. Das sehr kleinteilige Inhaltsverzeichnis und der Index am Buchende führen Sie gezielt zu den »Hacks«, die Sie suchen.
Berlin, im Januar 2024
Die Größe des Papiers, auf das etwas gedruckt werden soll, ist Grundlage für das virtuelle Blatt auf dem Monitor.
Das Papierformat A4 (210 × 297 mm) ist per se das passende Format, wenn es ums Selbstdrucken oder Drucken im Copyshop geht. Beim Buchdruck kommen meist kleinere Blattgrößen zum Einsatz. Diese und viele weitere Einstellungen finden Sie in der Registerkarte Layout|Seitenränder|Benutzerdefinierte Seitenränder.
Der Dialog Seite einrichten besitzt drei Register mit unterschiedlichen Einstellungen, die nicht sehr übersichtlich sind.
Abb. 1.1: Die drei Register in Seite einrichten
Die Buchstaben in Abbildung 1.1 und Tabelle 1.1 ordnen die Einstellungen der drei Registerkarten den Erläuterungen in diesem Buch zu und zeigen Redundanzen in der Menüführung von Word auf.
Einstellung
redundant in
erklärt in
Register Seitenränder
a)
Seitenränder
–
Hack 1.1.2
b)
Ausrichtung
Layout|Seite einrichten:
c)
Mehrere Seiten
–
Hack 1.1.4
d)
Übernehmen für
–
Hack 1.1.6
Register Papier
e)
Papierformat
Layout|Seite einrichten:Format
Abschnitt 1.1
f)
Papierzufuhr
–
g)
Druckoptionen
Datei|Optionen|Anzeige
Register Layout
h)
Abschnitt
Layout|Seite einrichten:Umbrüche
Hack 1.1.6
i)
Kopf- und Fußzeilen
RegKarte Kopf- und Fusszeile, wenn aktiv
Kapitel 3
j)
Abstand vom Seitenrand
k)
Vertikale Ausrichtung
–
Hack 1.1.5
l)
Als Standard festlegen
–
Hack 1.1.6
Word unterstützt die Orientierung auf dem virtuellen Blatt durch zwei Lineale, die in der Grundeinstellung nicht angezeigt werden.
Blenden Sie die Lineale mit Ansicht|Anzeigen:Lineal ein.
Sollte nur das horizontale Lineal über dem Blatt, aber nicht das vertikale links neben dem Blatt angezeigt werden, hilft
Datei|Optionen|Erweitert|Anzeigen: Vertikales Lineal im Drucklayout anzeigen.
Um ein Papierformat und dessen nicht zu bedruckende Ränder einzurichten, rufen Sie den Dialog Seite einrichten mit Layout|Seite einrichten:Seitenränder|Benutzerdefinierte Seitenränder auf.
Tipp
Schneller führt Sie ein Doppelklick in den grauen Bereich des horizontalen Lineals oder irgendwo ins vertikale Lineal dorthin.
Rund ums Geschriebene braucht das Blatt einen freien Rand, fachtechnisch »Stege« genannt, denn
es ist optisch angenehmer, wenn nicht bis zum Rand geschrieben wird und
die meisten Drucker sind nicht in der Lage, bis zum Blattrand zu drucken.[1]
Das Verhältnis von bedruckten zu unbedruckten Teilen hängt davon ab, um welche Art von Dokument es sich handelt. Bei Briefbogen und Berichten etc. auf A4 können Sie sich nach den Vorgaben der DIN5008 richten, siehe Kapitel 2.
Daneben gibt es keine konkreten Vorgaben, aber mehr oder weniger komplizierte Empfehlungen bis hin zur Berechnung des Satzspiegels nach dem »Goldenen Schnitt«.
Abb. 1.2: Die Stege um die Satzspiegel einer Doppelseite
Am einfachsten bedienen Sie sich folgender Methode:
Legen Sie zuerst nach Gutdünken fest, wie breit der Innensteg sein soll, z.B. 1 cm für Fachtexte oder Prosa. Lyrik wird meist mit überbreiten Stegen und kleinem Satzspiegel publiziert. Nach diesem Maß richten sich dann die anderen Stege:
der obere wird 1½-mal so breit wie der innere,
der untere 2½-mal und
der äußere doppelt so breit.
Zum Innensteg muss meist noch ein Heftrand zum Binden der Blätter hinzugerechnet werden (darum »Bundsteg«), damit der Text nicht zu eng am Falz liegt:
für die klassische Klebebindung bis zu 1 cm,
für Aktenheftung 2 bis 2,54 cm,
für Heftung mittels Tacker oder Klemmschiene mindestens 1 cm.
Bei Ringbindung kann der Bundsteg knapper gehalten werden, weil beim Aufklappen die Seiten vollflächig sichtbar sind und der Heftrand optisch Teil des Blattrands ist.
Ein erweiterter Bundsteg geht natürlich zulasten der Satzspiegelbreite. In den Word-Einstellungen besitzen Innensteg und Bundsteg separate Einstellungen.
Abb. 1.3: Satzspiegel und Heftrand
Die so ermittelten Maße für die Seitenränder übertragen Sie in die Registerkarte Seitenränder (Abbildung 1.1 a) des Dialogs Seite einrichten, wie in Abbildung 1.4 zu sehen.
Abb. 1.4: Stege einrichten
Tipp
Die Stege lassen sich auch mit der Maus einstellen, indem Sie
im horizontalen Lineal die Einzüge verändern und
im vertikalen Lineal die Grenzlinie zwischen weißem und grauem Bereich mit der Maus greifen und verschieben.
Wenn Word beim Einrichten der Seite meldet, dass die Ränder zu schmal für den Druck sind, beherzigen Sie das bitte und übernehmen Sie die Mindestmaße mit Korrigieren. Die Ränder werden dann automatisch auf die vom Drucker mitgeteilten Mindestmaße gesetzt.).
Abb. 1.5: Korrektur der Stege auf die Drucker-Mindestmaße
Behalten Sie die zu geringen Stege bei, schneidet der Drucker alles in die Mindestbreiten Hineinragende rigoros ab.
Abb. 1.6: Ignorierte Inhalte außerhalb des Druckbereichs
Beim beidseitigen Druck stehen sich zwei Seiten gegenüber und bedürfen deshalb einer symmetrischen Aufteilung beider Seiten, am Falz gespiegelt (vgl. Abbildung 1.2).[2]
Wählen Sie in der Registerkarte Seitenränder des Dialogs Seite einrichten bei Mehrere Seiten die Einstellung Gegenüberliegende Seiten. (Abbildung 1.1 c)
Der Dialog Seite einrichten passt sich dieser Einstellung an, indem die Stege mit innen und außen bezeichnet werden.
Wichtig
Die Option Gerade/ungerade anders für Kopf- und Fußzeilen in der Registerkarte Layout bewirkt lediglich, dass Word für Kopf- und Fußzeilen auf geraden und ungeraden Seiten voneinander unabhängige Platzhalter vorsieht, sie hat aber keinen Einfluss auf die Seitenränder.
Üblicherweise fängt der Fließtext oben links an und endet unten rechts. Möchte man es anders haben, hilft die Vertikale Ausrichtung.
Wählen Sie im Dialog Seite einrichten, Register Layout eine der vier Ausrichtungsformen aus. (Abbildung 1.1 k)
Vorsicht
Vorsicht beim vertikalen Blocksatz! Abbildung 1.7 zeigt, warum: Sämtliche Abstandsabstände werden missachtet.
Abb. 1.7: Vertikale Textausrichtung
Alle Seiteneinstellungen lassen sich auf unterschiedliche Bereiche des Dokuments anwenden, sodass mehrere verschiedene Seiteneinstellungen innerhalb eines Dokuments genutzt werden können.
In allen drei Registern des Dialogs Seite einrichten finden Sie eine Auswahlliste Übernehmen für. Damit können Sie Ihre Formatierungen auf bestimmte Abschnitte des Dokuments festlegen, z.B. für Seiten im Querformat. (Abbildung 1.1 d und l)
Mit Dokument ab hier und Markierten Text wird automatisch ein »Abschnittswechsel (Nächste Seite)« an der Schreibmarken-Position bzw. um die Markierung herum eingefügt, denn innerhalb eines Abschnitts können keine unterschiedlichen Seitenformatierungen existieren.
Steht ein Abschnittswechsel am Ende eines Absatzes, ist er häufig trotz eingeschalteter Steuerzeichen ¶ nicht leicht zu erkennen.
Wechseln Sie zu Ansicht|Gliederung oder Entwurf. Dort sind Abschnittswechsel deutlich zu sehen.
Abb. 1.8: Bessere Sichtbarkeit der Abschnittswechsel
Alle festgelegten Einstellungen gelten nur für das aktuelle Dokument.
Sollen die Einstellungen nicht nur für dieses Dokument, sondern für alle künftig auf der Basis dieser Vorlagedatei erstellten Dokumente dienen, müssen sie in der Standard-Vorlagedatei Normal.dotm gespeichert werden.[3]
Klicken Sie auf die (in allen drei Registern des Dialogs Seite einrichten präsente) Schaltfläche Als Standard festlegen.
Word übernimmt Ihre Einstellungen als Standard in die aktuelle Dokumentvorlage, standardmäßig Normal.dotm oder in eine andere, für das aktuell geöffnete Dokument gültige Dokumentvorlage.
Um Seiteneinstellungen ohne Dokumentvorlage auf ein anderes Dokument oder einen anderen Abschnitt zu übertragen, gibt es keine offizielle Funktion.
Gehen Sie in den Dialog Seite einrichten des Dokuments, dessen Einstellungen Sie übertragen möchten.
Betätigen Sie , ohne zuvor Änderungen vorzunehmen.
Wechseln Sie zu dem Dokument, dem Sie diese Einstellungen zuweisen möchten.
Betätigen Sie die Wiederholungsfunktion mit F4 oder Strg+Y.
Mit haben Sie im Quelldokument alle Einstellungen des Dialogs Seite einrichten bestätigt. Diese Bestätigung wiederholt sich mit denselben Werten im Zieldokument.
Die Lesbarkeit eines Texts wird von Anzahl der Zeichen in einer Zeile, der Breite der Zeile und der Größe der Schrift beeinflusst. Das Auge muss vom Ende einer gelesenen Zeile leicht zum Anfang der nächsten Zeile finden.
Bei sehr schmaler Schrift kann es das Lesen erleichtern, wenn der Text auf mehrere Spalten verteilt wird. Während im Buchdruck und in der Korrespondenz meist einspaltig gesetzt wird, sind Zeitschriften und andere Periodika nahezu immer mehrspaltig.
Der Dialog Spalten, den Sie mit Layout|Seite einrichten:Spalten|Mehr Spalten öffnen, enthält zwar alle Zutaten für den Mehrspaltensatz, ist aber nicht komplett. Für eine Seite A4 kommen beispielsweise bis zu drei Spalten in Betracht.
Sie richten Spalten ein, indem Sie die Schreibmarke an die Stelle setzen, an der der Mehrspaltensatz beginnen soll, und rufen mit Layout|Seite einrichten:Spalten|Weitere Spalten auf.
Soll ein bereits bestehender Text in Mehrspaltensatz umformatiert werden, markieren Sie diesen Text, bevor Sie den Spalten-Dialog aufrufen.
Mit Dokument ab hier fügt Word an der aktuellen Position der Schreibmarke einen Abschnittswechsel ein und wendet die gewählte Spalteneinstellung für den folgenden Text an.
Abb. 1.9: Spalten einrichten
Ist der Spaltenabstand zu gering, kann sich das lesende Auge leicht in die Nachbarspalte verirren. Im Spalten-Dialog lassen sich Spalten- und Abstandsbreiten bequem einstellen. Ist kein Platz für einen ausreichenden Abstand oder gehört die Nachbarspalte zu einem anderen Artikel, hilft eine dünne Zwischenlinie als Spaltentrenner. Die Stärke dieser Linie lässt sich in Word nicht verändern.
Ein Muss für Spaltensatz ist der ausgiebige Gebrauch der Silbentrennung, denn je gerader der rechte Rand, desto leichter lassen sich die Spalten optisch auseinanderhalten. Bei Blocksatz ist Silbentrennung (Kapitel 4) erforderlich, sonst ändern Sie nur den Flatterrand zu Lücken innerhalb der Zeilen.
Wenn Sie die Spalte wechseln möchten, bevor sie vollgeschrieben ist, ist das mehrmalige Betätigen der Enter-Taste keine zufriedenstellende Lösung, weil sich die Leerzeilen in die nächste Spalte verschieben, sobald Sie im vorherigen Text Zeichen hinzufügen.
Sie können einen Spaltenumbruch mit Strg+Shift+Enter oder Layout|Umbrüche|Spalte erzwingen.
Strg+Enter führt immer zum Seitenumbruch, auch beim Mehrspaltensatz, ebenso die falsch benannte Option Neue Spalte beginnen (Abbildung 1.9).
Vorsicht
Am Wechsel zwischen unterschiedlichen Spaltenlayouts fügt Word Abschnittswechsel vom Typ Fortlaufend ein. Wenn Sie weitere – gewollte – Abschnittswechsel im Dokument haben, kann es zu Problemen bei der Seitennummerierung kommen. Abhilfe schafft Hack 3.3.6
An den Abgleich der Zeilen mehrerer Spalten nebeneinander hat das lesende Auge besondere Ansprüche. Auch wenn die Zeilen zweier nebeneinanderliegender Spalten nichts miteinander zu tun haben, erwartet man beim Lesen dennoch, dass sie auf gleicher Höhe liegen. Ein Versatz lenkt vom Lesefluss ab.
Bei reinem Fließtext liegen alle nebeneinanderliegenden Zeilen auf gleicher Höhe. Sobald aber Absätze mit Abständen, Überschriften oder Objekte darin vorkommen, ist die Registerhaltigkeit nicht gewährleistet.
Word hat kein automatisches Mittel dagegen.
Zur Trennung von Absätzen darf kein zusätzlicher Abstand verwendet werden, es sei denn ein Abstand in der Höhe einer vollen Zeile, was aber übertrieben aussieht. Verwenden Sie als Absatzkennzeichen besser einen Erstzeileneinzug.
Bei Zwischenüberschriften muss deren Absatzabstand so eingerichtet werden, dass die Schriftgröße der Überschrift zuzüglich Durchschuss[4] ein ganzzahliges Vielfaches der Zeilenhöhe des Fließtexts ergibt.
Beispiel
Schriftgrad 12pt und ein Zeilenabstand von 1,25 im Fließtext ergeben eine Zeilenhöhe von 15pt.
Schriftgrad 16 pt in der Überschrift muss durch Absatzabstände oben und unten von zusammen 14pt auf 30pt, ein Vielfaches von 15pt, ergänzt werden.
Die Raster-Methode aus Lösung 3 kann dabei hilfreich sein.
Bei Objekten im Text (nicht umflossen, sondern Mit Text in Zeile[5], ist mehr Aufwand für ein Workaround notwendig.
Blenden Sie mit Layout|Anordnen:Ausrichten|Gitternetzlinien anzeigen die Gitternetzlinien ein.
Der Satzspiegel wird mit einem Karoraster hinterlegt.
Öffnen Sie mit Layout|Anordnen:Ausrichten|Rastereinstellungen den Dialog Gitternetz und Führungslinien.
Da es nur um die Ausrichtung der Zeilen geht, blenden Sie die vertikalen Gitternetzlinien aus.
Passen Sie mit Abstand vertikal den Abstand der Rasterlinien an die Zeilen an.
Bestätigen Sie die Einstellungen mit .
Fügen Sie das Objekt in einen leeren Absatz ein. Der Textfluss muss Mit Text in Zeile eingestellt sein.
Passen Sie in Layout|Absatz:Abstand die Abstände des Objekt-Absatzes so an, dass der folgende Textabsatz wieder bündig zur Nachbarspalte liegt.
Abb. 1.10: Raster an Zeilenhöhe anpassen
Abb. 1.11: Anpassen der Absatzabstände des Objekts an das Rastermaß
Am Ende des Spaltensatzes sollten alle Spalten gleich lang sein.
Ein abschließender Abschnittswechsel (der beim Übergang zu einer anderen Spaltenformatierung ohnehin benötigt wird) besorgt das automatisch: Layout|Umbrüche|Fortlaufend.
Allein das Festlegen des Satzspiegels und der Strukturen verschafft Ihnen noch keinen Eindruck von der letztendlichen Wirkung des mit Text gefüllten Werkes. Haben Sie noch keinen Text, an dem Sie die Wirkung einschätzen können, hilft ein Blindtext, eine größere Textmenge, die die Rolle des künftigen Texts übernimmt.
Word liefert einen eigenen Blindtext-Generator mit. Geben Sie dazu in die leere Seite =rand() ein und betätigen Sie Enter. Word füllt daraufhin eine knappe Seite mit Text. Möchten Sie mehr, geben Sie in der Klammer zwei Werte vor:
einen für die Anzahl der Absätze und
einen weiteren, vom ersten durch Komma getrennt, für die Anzahl der Sätze pro Absatz.
Beispiel
=rand(20,4) für 20 Absätze zu je vier Sätzen.
Tipp
Auch das berühmt-berüchtigte Pseudo-Latein »Lorem ipsum« vermag Word zu erzeugen mit =lorem().
Word ist vorrangig fließtextorientiert und füllt mit dem eingegebenen Text den Satzspiegel. Zur freien Platzierung von Text gibt es zwei Techniken:
Textfeld
Positionsrahmen
Einfügen|Text:Textfeld
Entwicklertools|Steuerelemente:|Formulare aus Vorversionen|Horizontalen Rahmen einfügen
Spezielle Form[6], die Text aufnehmen kann
Grafisches Element, das Text aufnehmen kann
Inhalt hat keine Verbindung zum Fließtext.
Rahmen und Inhalt sind Bestanteil des Fließtexts.
Inhalt kann nicht zum Erstellen von Verzeichnissen herangezogen werden.
Inhalt wird zum Erstellen von Verzeichnissen herangezogen.
Kann Bestandteil einer Formatvorlage sein
Beide sind wie ein Objekt an einen Absatz gebunden, der durch das Anker-Symbol gekennzeichnet wird.
Abb. 1.12: Optische Unterscheidung Textfeld/Positionsrahmen
Textfeld und Positionsrahmen lassen sich durch die Art der Markierungsrahmen unterscheiden, wie Abbildung 1.12 zeigt.
Um ein durchgängiges Layout zu erhalten, sollten alle Textfelder einheitlich formatiert sein.
Markieren Sie ein wunschgemäß gestaltetes Textfeld durch Klick auf den Rand.
Rechtsklicken Sie den Rand und wählen Sie im Kontextmenü Als Standardfeld festlegen.
Word übernimmt diese Gestaltung für alle künftig einzufügenden Textfelder. Die Vorgabe gilt aber nur für Textfelder, die Sie mit Textfeld erstellen von Hand erzeugen. Die Mustertextfelder reagieren darauf nicht.
Ein markiertes Textfeld lässt sich mit Einfügen|Textfeld|Auswahl im Textfeldkatalog speichern als Ergänzung zur Auswahl der vorgefertigten Textfelder hinzufügen.
Wenn die Größe eines Textfelds für den vorgesehenen Text nicht ausreicht, lässt er sich in einem weiteren Textfeld fortsetzen.
