WUNDERVOLLE WEIHNACHTsgeschichten - Sigrid E. Günther - E-Book

WUNDERVOLLE WEIHNACHTsgeschichten E-Book

Sigrid E. Günther

0,0
4,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Für dieses bezaubernde kleine Buch mit dem trefflichen Titel »WUNDERVOLLE WEIHNACHTsgeschichten« wurden vier Erzählungen ausgewählt, in denen nicht nur Kinder, Erwachsene, Christkind, Engel und sogar Kobold, König und Prinzessin den Weihnachtszauber ins Haus bringen, sondern in denen auch Tiere, als beste Freunde des Menschen, eine bedeutende Rolle spielen. Wellensittiche, Hund und Katz, Alpakas und ein Papagei sind an Weihnachten jeweils Teil eines kleinen Wunders, das das Fest der Feste märchenhaft schön und unvergesslich macht.

Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:

Android
iOS
von Legimi
zertifizierten E-Readern

Seitenzahl: 62

Veröffentlichungsjahr: 2021

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Sigrid E. Günther

WUNDERVOLLE WEIHNACHTsgeschichten

Über bezaubernde Begegnungen von Mensch und Tier

© 2021 Sigrid E. Günther

Verlag und Druck:

tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

 

Paperback:

978-3-347-43112-6

Hardcover:

978-3-347-43113-3

e-Book:

978-3-347-43114-0

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Vorwort

Ich mag die Jahreszeiten. Jede hat ihre Vorzüge: Der Frühling lockt uns mit seinem frischen Grün, seinen zarten Blumen und seinem intensiven Himmelblau raus in die Natur. Der Sommer erlaubt es, barfuß durch Sand und Meerwasser zu waten und abends noch lange draußen zu sitzen. Der Herbst, insbesondere der »goldene Oktober«, verwöhnt das Auge mit seinen leuchtenden Farben. Waldspaziergänge bei klarem Sonnenschein machen jetzt besonders viel Spaß.

Und der Winter? Nun ja, im Winter ist es zum Beispiel in den Bergen wunderschön, wenn der weiße Schnee im Sonnenlicht nur so glitzert. In der Stadt, in der ich lebe, reicht es jedoch leider meist nur zu etwas grauem, wässrigem Matsch. Und trotzdem würde ich auf die Frage »Was ist Ihre liebste Jahreszeit?« immer antworten: »Der Winter und auf jeden Fall auch schon der späte Herbst.« Denn die Adventsund Weihnachtszeit sowie die stille Zeit nach den großen Feiertagen erfüllen mein Herz seit jeher mit Freude.

Ich liebe einfach den Duft nach frischem Tannengrün, die flackernden Kerzen auf dem Adventskranz, die roten, goldenen oder silbrigen Kugeln und die Strohsterne am Christbaum. Ich liebe es, für meine Familie schöne Geschenke auszusuchen. Ich liebe die heimelige Stimmung an den Adventswochenenden bei Kerzenschein, Kaffee und Kuchen und erst recht das gemütliche Beisammensein an Heiligabend und »zwischen den Jahren«.

Und natürlich ist es bei uns – so wie schon immer in unserer Familie – gute Tradition, auch unsere Haustiere an Heiligabend ganz besonders zu verwöhnen. Aus diesem Grund habe ich für dieses Buch vier Geschichten ausgewählt, in denen nicht nur Kinder, Erwachsene, Christkind, Engel und sogar Kobold, König und Prinzessin den Weihnachtszauber ins Haus bringen, sondern in denen auch Tiere, als beste Freunde des Menschen, eine bedeutende Rolle spielen. Wellensittiche, Hund und Katz, Alpakas und eine Gelbstirnamazone sind an Weihnachten jeweils Teil eines kleinen Wunders, das das Fest der Feste märchenhaft schön und unvergesslich macht.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und Vorlesen und eine – im wahrsten Sinne der Worte – WUNDERVOLLE Advents- und WEIHNACHTszeit!

Genießen Sie und bleiben Sie gesund …

Herzlichst

Ihre Sigrid E. Günther

Inhaltsübersicht

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Vorwort

1. O du »fröhliche« Schaumbad-Zeit!

2. Ein Friedensengel zum Christfest

3. Stern überm Stroh

4. Schneeweißchen und Rosaquarz – ein Weihnachtsmärchen

Wo haben Weihnachtsgeschenke, St. Nikolaus, Knecht Ruprecht, Christkind, Weihnachtsmann und Weihnachtsbaum eigentlich ihre Wurzeln?

Literaturverzeichnis:

Bildnachweis:

WUNDERVOLLE WEIHNACHTsgeschichten

Cover

Titelblatt

Urheberrechte

Vorwort

Bildnachweis:

WUNDERVOLLE WEIHNACHTsgeschichten

Cover

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

13

14

15

16

17

18

19

20

21

22

23

24

25

26

27

28

29

30

31

32

33

34

35

36

37

38

39

40

41

42

43

44

45

46

47

48

49

50

51

52

53

54

55

56

57

58

59

60

61

62

63

64

65

66

67

68

69

70

71

72

73

74

75

76

77

78

79

80

81

82

83

84

85

86

87

88

89

90

91

92

1. 

2. Ein Friedensengel zum Christfest

Es war in der Vorweihnachtszeit. Der Wind pfiff und heulte und trieb dicke weiße Flocken vor sich her, sodass ich beim Blick aus dem Fenster die Nachbarhäuser kaum noch erkennen konnte.

Eigentlich, sofern man sich bei diesem Wetter in der warmen Wohnung aufhalten durfte, perfekte Voraussetzungen, um in Adventsstimmung zu kommen.

Doch von Besinnlichkeit noch keine Spur! Im Gegenteil! Unsere so verschmuste wie leicht aufbrausende Pudeldame »Cora« und unsere so anlehnungsbedürftige wie kratzbürstige Hauskatze »Muschi« tobten mal wieder durch Küche und Wohnzimmer: ein Pfotenhieb auf das Hundeohr hier, ein Zwicken ins Katzenfell da und schon erfüllten Jaulen, Knurren und Miauen den Raum.

Nicht, dass sich beide jemals verletzt hätten oder sich überhaupt verletzen wollten (das hätte ich auch niemals zugelassen!), aber es ließ auch keiner der beiden von seinem Anspruch auf Vorherrschaft ab. Das lautstarke und hektische Spiel dauerte jeweils so lange, bis ich Hund und Katz auseinandertreiben konnte und beide sich erschöpft und mit einem so schuldbewussten wie bedauernden Blick in entgegengesetzten Zimmerecken zur Ruhe begaben.

Aber wohl nur, um neue Kraft für weitere Kabbeleien zu tanken. Oder entsprangen diese Rituale vielleicht sogar dem alten Prinzip »Was sich neckt, das liebt sich«?

Auch ansonsten herrschte im Haus emsiges bis hektisches Treiben, denn tausend Dinge mussten noch vor dem Fest der Feste erledigt werden.

Meine Mutter wühlte mit hochgekrempelten Ärmeln und vorgebundener Schürze im Wäschekorb und sortierte mit flinken Handbewegungen die weiße Kochwäsche aus. Schließlich sollte die nahende Zeit von Heiligabend bis zum 6. Januar (»Heilige Drei Könige«) traditionsgemäß »wäschefrei« sein und so gab es heute noch viel zu tun.

Währenddessen reckte sich meine Großmutter nach der Gardinenstange, um die Vorhänge abzunehmen. Dabei stöhnte sie leise über ihren Rheumatismus.

Um den Kopf hatte sie sich ein weißes Tuch geschlungen. Und so wirkte sie ein bisschen wie Frau Holle beim Kissen-Schütteln. Denn mit jedem Zentimeter zurückgeschobenen Vorhangs wurde die Sicht nach draußen freier und man konnte die nun feiner gewordenen weißen Sternchen durch die Luft wirbeln sehen. Lautlos ließen sie sich auf den kahlen Ästen des alten Baumes nieder und bildeten dort einen silbrig glitzernden Mantel. Wunderschön! Da fehlte eigentlich nur noch der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten – oder das Christkind. Ob es in einigen Tagen wohl auch wie eine Schneeflocke durch die Lüfte schweben würde?

»Verdammtes Wetter«, schimpfte die Oma vor sich hin und riss mich jäh aus meinem Weihnachtstraum. »Kein Wunder, dass einem da alle Knochen wehtun.« Und unter der Last von zwei schweren dunkelroten Vorhängen »wandelte« sie zum Wohnzimmer hinaus in den Flur. Das seidig schimmernde Tuch, das an ihrem Körper herunterhing – oder besser gesagt – ihn elegant umschmeichelte, machte aus der Frau Holle von eben nun einen würdigen Sultan mit stolzem Turban. Oder handelte es sich gar um einen der Heiligen Drei Könige auf dem Weg zur Krippe und zum Jesuskind? Etwas komisch erschien lediglich der Gedanke, dass auf diese Königsgestalt zunächst nur die feuchtwarme, dampfende Wäsche im Keller warten sollte …