XC20 - Henrik Sturmbluth - E-Book

XC20 E-Book

Henrik Sturmbluth

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Beschreibung

Die Space Marines Frank Berghoff und Peter Rembrannt dienen in einer Einheit, die von zwei XC20 Kampfrobotern unterstützt wird - autark agierenden Killermaschinen. Nachdem sein Partner ihm das Leben gerettet hat, schwört Berghoff diesem Treue bis in den Tod. Doch früher als ihm lieb ist steht er vor einer Entscheidung, die dies auf die Probe stellt. Denn als der für die XC20 verantwortliche Marc Klain der Truppe einen hinterhältigen Streich spielt, läuft dieser furchtbar schief ...

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Seitenzahl: 27

Veröffentlichungsjahr: 2018

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XC20

TitelseiteIIIIIIIVVVIVIIVIIIIXXXIXIIÜber den AutorImpressum

XC20 Autark und tödlich

Eine Science-Fiction-Kurzgeschichte in zwölf Akten.

von Henrik Sturmbluth

I

Frank Berghoff erwiderte das Feuer und warf sich in Deckung. »Wo bleiben diese verdammten XC20?«, schrie er, um sich dann erneut über die Betonbrüstung ihres Verstecks zu lehnen und eine Salve abzufeuern.

»Die kommen gleich«, antwortete Rembrannt.

»Na hoffentlich. Ich will zum Abendessen wieder an Bord sein«, sagte Berghoff und streckte seinem Partner die Hand entgegen, damit dieser einschlagen konnte. Dann schoss er weiter. »Ich bin ein verdammter Held!«, rief er, während er den Abzug durchdrückte und eine Dauersalve abfeuerte.

Mit einem Mal stieß Rembrannt ihn zur Seite und warf sich auf ihn.

»Was zur Hölle ...«

Auf Berghoff liegend schoss Rembrannt in Richtung der Treppe, die zu der Dachterrasse führte, auf der sie Stellung bezogen hatten. Nachdem sein Kampfgefährte sich von ihm herabgerollt hatte, erkannte Berghoff, dass zwei Rebellen es nach oben geschafft hatten, die jetzt tot auf den Stufen lagen. Sie waren ihnen so nah gekommen, dass er das Blut riechen konnte, das die graue Treppe hinablief.

Rembrannt hatte ihm gerade das Leben gerettet.

Berghoff nickte ihm zu und begann wieder damit, die Straße unter ihnen zu beobachten, während sein Kamerad neben ihm in Deckung ging.

»Wenn diese Drecksrebellen endlich aufgeben würden, könnten wir wieder zur Erde zurück.«

»Dein Wort in Gottes Ohr.« Rembrannt sah mit dem Fernglas zum Ende der Siedlung mit den weniger als zwanzig Gebäuden, die bis auf das, auf dem sie sich befanden, alle entlang der staubigen Hauptstraße lagen. »Hundertfünfzig Jahre Terraforming und das ist der Dank dafür.« Er betätigte einen Regler an seinem Fernglas. »Aber für heute dürfte es das gewesen sein.« Mit zwei Fingern tippte er Berghoff auf die Schulter und deutete zum Ortseingang. »Jetzt beginnt die Show.«

Gespannt blickten sie über die Brüstung auf die vor ihnen liegende Siedlung. Zwei dunkle Silhouetten zeichneten sich am Ende der Hauptstraße ab. Auf ihren Panzerketten fuhren sie über die staubige Fahrbahn, drehten sich dabei um die eigene Achse und feuerten auf alle feindlichen Kombattanten, die sie entdecken konnten. Die XC20 waren dabei, das Gefecht um die Siedlung zu beenden.

Die Kampfmaschinen arbeiteten sich von Haus zu Haus vor, stießen Türen auf und drangen in die Gebäude ein, um darin ihr Werk fortzusetzen. Berghoff sah blitzendes Licht durch die Fensterscheiben und er hörte Schüsse aus den Maschinengewehren. Kurze, präzise Salven. Die XC20 verschwendeten keine Munition.

Eine Frau rannte aus einem der Häuser. Berghoff erkannte, dass sie etwas auf dem Arm trug. Ein Kind. Einer der schwarzen Kampfroboter schob sich aus dem Eingang und folgte ihr ein Stück, bis er freies Schussfeld hatte. Die Mündungen seiner beiden Maschinengewehre blitzten auf und die Frau fiel in den roten Staub. Weder sie noch ihr Kind bewegten sich.

»Verdammt! Was machen diese Dinger da?«, rief Berghoff.

»Hat Klain mal wieder die Freund-/Feinderkennung nicht richtig hingekriegt«, sagte Rembrannt. »Ich rufe die Einsatzleitung, damit sie die Kisten zurückpfeifen. Moment.«

»Klain ist so ein Idiot«, sagte Berghoff und beobachtete, wie die beiden XC20 in das nächste Gebäude eindrangen. Neben sich hörte er Rembrannt mit der Einsatzleitung sprechen.

»Ja, abbrechen!«, sagte dieser und wartete auf Antwort. »Ich weiß, dass wir hier noch nicht fertig sind, aber die Dinger knallen Frauen und Kinder ab!«

Berghoff bewunderte Rembrannt dafür, dass er sich so für die Zivilisten einsetzte. Ihm war es nicht so wichtig. Auftrag war Auftrag. Seiner Meinung nach hätten die Rebellen sich ja auch ergeben können.