You know - Mateusz Zakrzewski - E-Book

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Mateusz Zakrzewski

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Beschreibung

Eine romantische Reise durch Vereinigte Staaten von Amerika, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens...

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Seitenzahl: 145

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhalt:

Kapitel 1 Zuhause

Kapitel 2 Gespräche

Kapitel 3 Zeichen

Kapitel 4 Innere Reise

Kapitel 5 Willkommen in Boston

Kapitel 6 Zwischen den Welten

Kapitel 7 Dinge

Kapitel 8 Stadtleben

Kapitel 9 Merry Christmas

Kapitel 10 Jahreswende, Lebenswende

Kapitel 11 Der Weg der Liebe

Kapitel 12 Home sweet home

Kapitel 13 Wildes Leben

Kapitel 14 New Orleans, New Life

Kapitel 15 Der Tag

Kapitel 16 Es gibt (k)ein zurück

Kapitel 17 Neue Wege

Kapitel 1

Zuhause

„Es war ein anstrengendes, aber zugleich ein schönes Jahr gewesen“, sagte Marc, als er an einem sommerlichen Tag, gekitzelt durch die Sonne, die durch sein Dachfenster zu ihm blickte, aufgeweckt wurde. In seinem kleinen Zimmer in Vaduz, schaute alles so aus, als wäre er immer noch ein Student....während sein Studium bereits abgeschlossen war und er jetzt beruhigt in die Zukunft schauen konnte.

„Aber was genau ist Zukunft?“ Diese Frage beschäftigte Marc schon seit seiner Jugend, in der ihm sein Vater, ein renommierter Arzt in einer Kinderklinik in Boston, viele Geschichten über wundersame Heilungen, die er sich mit seinem ärztlichen Wissen nicht erklären konnte, erzählte.

Tausend Gedanken gingen Marc durch den Kopf. Die Welt stand für ihn, mit all ihren Möglichkeiten offen und er fühlte sich dadurch wie in einem großen Einkaufsladen mit vielen bunten Produkten, die zwar oft schön verpackt sind, aber nicht immer gesund sein müssen.

Marcs Bett wollte ihn nicht loslassen, aber die Freude an der Sonne und dem wunderschönen Augustwetter war stärker.

Aus seinem Fenster zeigte sich Liechtenstein, mit all seiner Pracht. Mit seiner sommerlichen Landschaft und den Weinbergen, umarmt durch eine idyllische Ruhe lud es, besonders heute, zum Rausgehen ein.

Marc wurde nachdenklich. Seine Augen ließen sich von dem schönen Anblick streicheln, während sein Herz sehnsüchtig nach den Eltern suchte, die über dem großen Teich, in Massachusetts, waren. Er wusste in diesem Augenblick, wo die nächste Reise hin gehen wird und die Freude im Herzen war groß.

Ein Blick ins Internet brachte noch einen Grund zum Feiern. Heute war der 15. August, Liechtensteins Staatsfeiertag. Marc erhoffte sich eine nette Zeit mit Menschen, besonders mit seinen Mitstudenten, mit denen er die letzten lehrreichen Jahre verbrachte. Ein paar meldeten sich bereits, unter anderem auch Alon.

Alon war Marcs bester Freund. Beide verbrachten viel Zeit zusammen. Er studierte Architektur und war, genauso wie Marc, der Wirtschaftsinformatik studierte, ständig auf der Suche nach dem für viele verborgenen, tieferen Sinn des Lebens, was dazu führte, dass sie ständig im Gespräch über Gott und die Welt waren.

Von Alon stammten auch zwei alte Bücher, die auf Marcs Schreibtisch seit Ewigkeiten lagen und warteten entdeckt zu werden.

Es war bereits Nachmittag, als Marc nach Schaan durchkam. Der Weg dorthin war ein einzigartiges Erlebnis. Zahlreiche Menschen, mit einem freundlichen Lächeln und die in Landesfarben verkleidete Straßen und Gebäuden waren ein unvergesslicher Anblick, auf dem Weg zu Alon.

Beide verabredeten sich dort zum Essen, um über ihre Pläne zu sprechen und um gemeinsam ein bisschen zu feiern, bevor ihre Wege auseinander gehen werden.

Alon wartete schon ungeduldig auf Marc. Geduld war nicht seine Stärke, wie er immer zu sagen pflegte. Alles fühlte sich so an, als hätte Marc mindestens eine halbe Stunde Verspätung.

Alon war trotz allem guter Laune. Seine freundlichen, dunklen Augen und der Blick aus der Seele heraus, begrüßten Marc herzlich und die Freunde fielen sich in die Arme.

„Grüezi Marc“ „ Ich freue mich sehr im Herzen, dich wieder zu sehen “, sagte Alon und klopfte Marc auf die Schulter.

„Hoi Alon“ „Eine besondere Begegnung, an einem besonderen Tag“, antwortete Marc.

Jede Begegnung war für sie etwas Besonderes. Beide hatten schon immer ein unerklärliches Gefühl, sich seit Ewigkeiten zu kennen.

„Lieber Marc, es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Zeit vergeht. Wir sind gerade mit unserem Studium fertig geworden und schau, schon sind ein paar Wochen vergangen!“, sagte Alon, mit einem nachdenklichen Blick.

„ Ich hoffe, dir geht es gut und du genießt den Tag.

Wie ich dir schon gesagt habe, werde ich dann bald das Land verlassen und zuerst nach Zürich umziehen.

Dort habe ich eine Zusage im Architekturbüro bekommen, ich freue mich, dass wir uns noch sehen dürfen, bevor auch du dich auf den Weg machst“, fügte Alon hinzu.

„Lieber Alon, dass erfreuliche daran ist, dass du nicht sehr weit weg sein wirst, es ist nur ein Katzensprung nach Liechtenstein. Du weißt, dass du für mich immer eine Inspiration bist und dass unsere Begegnung kein Zufall war.... Ich würde gerne meine Eltern in Boston besuchen. Sie wissen zwar noch nichts von ihrem Glück, aber in der Tiefe meines Herzens fühle ich, es wird nicht nur ein Besuch sein“, antwortete Marc mit Trauer aber auch mit Freude zugleich.

„Zufälle gibt es nicht“ „Alles hat im Leben eine Zeit und alles war im Leben für etwas gut. Wir müssen jedoch nicht leiden. Ich freue mich, wenn Menschen durch Glücklichsein und Gutes wachsen und so ist es mit uns...“, sagte Alon grinsend. Es war eine von seinen Weisheiten, die Marc die ganze Studienzeit begleiteten und worüber er immer froh war und dadurch vieles besser verstehen konnte.

Der Nachmittag ging weiter und sie hatten noch viel Spaß an der gemeinsamen Zeit und der Abend brachte Marc noch eine Botschaft, die Alon ihm auf den Weg mitgab:

„Höre Marc, ich danke dir für unsere heutige Begegnung und die ganze Studienzeit. Du wirst bald in der Welt unterwegs sein, vieles erleben...höre dabei immer auf deine innere Stimme. Sie erscheint in einem unerwarteten Moment. Du kannst sie hören oder nicht hören, aber jeder, mit dem sie gesprochen hat, weiß was sie gesagt hat...Finde deine innere Stimme, höre ihr zu und dein Leben erhält eine ganz neue Dimension.

Die innere Stimme kommt vom Herzen, ist die Kraft der Schöpfung. Wenn du sie findest, findest du den Energiefunken der Quelle, der dich leitet, der immer für dich da ist und dich in jeder Situation führt. Finde deine innere Stimme. Überprüfe sie. Bitte um Hilfe, damit du dich nicht verläufst. Du nennst es Gebet? Es ist in Ordnung. Hilfe wird kommen. Halte dich an die inneren Hinweise und dein Leben wird mit Licht erfüllt sein... „

Auf dem Weg nach Hause, fuhr Marc wieder durch die bunten Straßen nach Vaduz zurück. Diesmal begrüßten ihn die Gebäuden mit farbigen Lichtern in den Landesfarben.

Zuhause angekommen, warf er noch einen Blick auf Alons beide Bücher und wusste dabei, es beginnt eine wichtige Zeit in seinem Leben.

Kapitel 2

Gespräche

Seit der letzten Begegnung mit Alon waren bereits einige Tage vergangen, die Marc mit Planen und Reisevorbereitungen füllte.

Es stand fest, dass er zuerst nach Zürich musste, bevor er von dort weiter Richtung Boston fliegen konnte.

Jetzt hatte Marc nur noch seinen Eltern, von ihrem Glück zu erzählen.

Marcs Eltern waren beide Ärzte und wanderten, bereits vor ein paar Jahren, in die Vereinigten Staaten aus.

Sie arbeiteten in der weltbekannten Kinderklinik in Boston und glaubten fest daran, dass wir nicht nur den Körper, sondern gleichzeitig auch die Seele zu heilen haben und dass beides miteinander verbunden ist.

Sowohl Marc als auch seine Großeltern, bei denen er wohnte, waren sehr froh über diese Einstellung mit der seine Eltern ihrer Berufung nachgingen.

Marcs Großeltern teilten nicht wirklich seine Begeisterung, dass auch er jetzt ins Ausland gehen wollte, aber nach vielen Gesprächen wuchs in ihnen die Zuversicht, dass alles seine Richtigkeit haben würde und sie freuten sich mit ihm zusammen, auf die Reise.

Am späteren Nachmittag erreichte Marc auch seine Eltern, die durch die Zeitverschiebung, gerade beim Frühstücken waren. Natürlich wäre in der heutigen Zeit eine Mitteilung immer möglich.

Marc bevorzugte jedoch normalerweise ein persönliches Gespräch und die Eltern waren auch dieses Mal sehr glücklich, dass sie ihn hören durften und vor allem, über seine erfreuliche Nachricht.

Nach einem kleinen Spaziergang durch die sommerliche Fußgängerzone in Vaduz und nach Gesprächen mit der Fluggesellschaft, stand dem endgültigen Zusammenpacken nichts mehr im Wege.

Am Abend meldete sich auch Alon und es gab ein weiteres Gespräch mit ihm.

Alon war schon in Zürich und freute sich über Marcs Erfolge bei seiner Reiseplanung.

Er versprach Marc, dass er versuchen würde, zum Flughafen in Zürich zu kommen, um ihm dort, noch persönlich, eine gute Reise zu wünschen.

Irgendwann ging es um das Gepäck und auch heute gab Alon seine Botschaft dazu:

„Menschen lieben Gegenstände. Für diese töten sie Tiere und oft sogar Menschen. Wenn sie die geträumten Objekte dann bekommen, stellt sich heraus, dass sie Neue benötigen. Größer und teurer...und sie sind wieder unglücklich...und so geht es immer weiter.

Wenn sie (physisch) sterben, dann wird ihnen bewusst, dass keines dieser Objekte je ihnen gehörte. Sie wurden nur für eine Reise namens Leben "geliehen".

Es ist wichtig, dass du mit kleinem „Gepäck“ auf die „Lebensreise“ gehst. Viel Gepäck bedeutet viele Abhängigkeiten.

Uns wird eingeredet, dass wir dieses und jenes brauchen, um uns wohl zu fühlen, wenn wir etwas nicht haben oder erleben, sind wir unglücklich.

Auf diese Weise wirst du so süchtig nach Dingen, dass dein Glück oder Unglück von ihnen bestimmt wird.

Dies ist nicht nur unklug, sondern auch eine falsche Hierarchie von Werten und Vorstellungen.

Dinge sind schlechte Reisebegleiter. Sie gehen oft schnell kaputt, verloren oder werden sogar gestohlen.Verwende sie daher immer so, als wäre es das letzte Mal. Sei dankbar, dass du sie hast, aber gleichzeitig bereit, jederzeit von ihnen Abschied zu nehmen.

Denke immer daran, dass nichts auf der Erde für immer gegeben ist. Alles ist nur geliehen. Alles ist wie eine Seifenblase, die jeden Moment platzen kann.

Wenn du von Dingen abhängig bist, wirst du von jeder platzenden Blase nass. Bleibe daher ein bisschen distanziert. Behandle deine Umgebung mit Interesse und Respekt und auch mit Dankbarkeit, dann wirst du keine unangenehmen Überraschungen erleben müssen.

Durch kleines „Gepäck“ wirst du weniger müde und wenn du dich von ihm trennen musst, wirst du lächeln und weiter gehen. Leicht und befreit...“

Wie immer, machte auch diese Botschaft Marc sehr nachdenklich und es standen an diesem Tag keine Gepäcksfragen mehr offen.

Kapitel 3

Zeichen

Ein herbstlicher Regen weckte Marc in den frühen Morgenstunden. Ein Blick auf sein Smartphone, ließ ihn nicht daran zweifeln, wie schnell die Zeit vergeht und wie wir Menschen uns oft im Leben verrennen und dadurch, die kleinen Glücksmomente erst gar nicht wahrnehmen.

Heute ist es soweit. Der Tag auf den sich Marc so sehr freute, ist bereits Wirklichkeit geworden. Seine Gedanken kreisten die ganze Zeit zwischen Vaduz, Zürich und Boston umher, doch bis es soweit war, gab es noch einiges zu tun.

Die kleinen Regentropfen klopften ganz leise ans Dachfenster und ähnelten einem Uhrwerk, das an die Zeit erinnert, die uns davonrennt, während wir uns oft Dingen widmen, die für unser Leben so gut wie keine große Bedeutung haben.

Ein kleiner Reisekoffer, der geduldig in einer Ecke auf Marc wartete, erinnerte ihn an die tiefsinnigen Worte seines Freundes Alon. Das Frühstück war heute, passend zu seiner Reise, von den Großeltern festlich vorbereitet. Ein Toastbrot und ein Spiegelei mit Bacon erfüllten sein Herz mit großer Freude.

Auch die leckeren Donuts weckten Marcs Erinnerungen an die Zeit in Deutschland und damit verbundene Leckereien eines Donuts Herstellers aus Boston, der dort seinen Ableger hatte.

Nach dem leckeren Frühstück war das Wetter immer noch nicht besser, ganz im Gegenteil, es wurde noch unbeständiger, so dass Marc anfing, sich Gedanken zu seiner Reise zu machen.

Bis zum Flughafen in Zürich, waren es immerhin einige Kilometer, die er mit dem Auto zurücklegen musste.

„Es ist wie im Leben, nach dem Regen kommt die Sonne“, sagte Marc leise vor sich hin, während im Radio gerade das Lied „You are my sunshine“ lief.

Ein Telefonat mit Alois, einem Freund der Familie, brachte Marc Entspannung und einen Grund zur Freude. Alois erklärte sich bereit, ihn nach Zürich zu bringen.

Beide verabredeten sich für den Nachmittag, um am Flughafen genug Zeit für den Check-in zu haben und was Marc sehr wichtig war, um noch Alon treffen zu können, der dort auf ihn warten wollte.

Alois kam pünktlich nach Vaduz und auch Marcs Großeltern freuten sich, ihn nach langer Zeit wieder­sehen zu dürfen und gemeinsam mit ihm das Mittagessen zu genießen, das sie für alle vorbereitet hatten.

Alois war ein, auf seine Art und Weise, glücklicher Mensch, mit strahlenden Augen und einer immer guten Laune. Er studierte Lehramt und hatte eine gute Menschenkenntnis. Seine Leidenschaft war Wandern, aber auch schnelle Autos, mit denen er immer wieder Ausflüge kreuz und quer durch Europa machte.

Marc mochte ihn sehr, auch wenn er für tiefere Fragen des Lebens, nicht unbedingt zu begeistern war.

Gut versorgt und bester Laune gingen Marc und Alois mit dem Gepäck zum Auto. Marc schaute in den Himmel und suchte mit seinen Augen verzweifelt nach den Bergen, die sich hinter dicken, schwarzen Regenwolken versteckten, als wollten sie nicht zusehen, wie er seine Heimat verlässt.

Alois hatte mittlerweile keine gute Laune mehr. Beim letzten Check seines Fahrzeugs entdeckte er etwas, was die Reise letztendlich um einige Minuten verzögerte. Ein Vorderreifen bedurfte eines Wechsels und bei der heutigen Wetterlage machte so etwas gar keinen Spaß.

Mit einer erheblichen Verspätung konnten sie endlich loslegen. Alois Laune war wieder da und seine Augen lächelten Marc an.

Er war in seinem Element, nirgendwo fühlte er sich besser als beim Autofahren. Sein Auto war für ihn schließlich etwas Besonderes.

Marc war dagegen kein begeisterter Autofahrer. In seinem Inneren musste er jedoch zugeben, dass die schnelle Reise nach Zürich ihm doch Spaß machte.

Die Reise ging schnell voran, so dass die Chancen, für das rechtzeitige Ankommen, am Züricher Flughafen gut waren, worüber sich Marc sehr freute.

Alois fuhr ziemlich schnell, was für ihn ja nichts Ungewöhnliches war. Für Marc blieb die ständig wechselnde Landschaft übrig...nur die Berge schienen sich dabei nicht vom Fleck zu bewegen :))

An einem kurzem Zwischenstopp am Zürichsee fiel Marc auf, dass die beiden Bücher, die Alon ihm schenkte, nicht im Handgepäck zu finden waren. Die kleine Pause bot sich gut an um nach den Büchern im Reisekoffer zu suchen, was nach einer kurzen Weile zum Erfolg führte.

Marc verstand Alois Begeisterung für Autos nicht ganz. Er sah Fahrzeuge, als ein Fortbewegungsmittel, mit dem man von Punkt A nach B kommen konnte. In einem der Bücher fand er plötzlich etwas darüber, etwas, was eher wie Alons handschriftliche Notiz ausschaute:

„Der Körper ist ein Fahrzeug, in dem sich unsere Seele bewegt. Der Körper wurde für uns zum Gott. Unser ganzes Leben ist ihm untergeordnet, für ihn opfern die Menschen all ihre Energie und Zeit.

Der Körper ist natürlich ein tolles Gut. Pass auf ihn auf. Schätze ihn. Achte auf die innere und äußere Sauberkeit. Lasse nur gute Gedanken und Absichten in dir wohnen. Pflege deinen Körper, indem du ihn regelmäßig wäscht und richtig anziehst.

Es ist jedoch erschreckend, was derzeit mit dem Körper gemacht wird. Es gibt Menschen, die jeden Tag stundenlang mit Geräten und Gewichten arbeiten und sich und ihren Körper quälen, um eine „ perfekte“ Körperform zu bekommen oder zu behalten.

Andere üben Sportarten aus, die sich als schädlich erwiesen haben, nur weil sie "modisch" und angeblich ein guter Zeitvertreib sind. Alles, was amüsiert, aber dem Körper schadet, ist eine Sucht und sollte als solche behandelt werden.

Ein Beispiel dafür ist Bodybuilding, durch das sich das Muskelvolumen erhöhen lässt. Wenn die Muskeln häufig aufgebaut werden, entstehen Spannungen im Körper. Energie hört auf zu fließen. Der Körper hört dann auf, ein wunderbares Werkzeug zu sein, mit dem du alles tun kannst und wird dann nur zu einem Muskelkäfig, in dem du sitzt.

Warum brauchst du all diese Muskeln? Bist du ein Zugtier?

Schätze deinen Körper. Mache auch Übungen, um die Beweglichkeit aufrechtzuerhalten. Aber sei dir sicher:

Eine halbe Stunde Meditation zweimal täglich hilft dir und deinem Körper mehr als alle Körperübungen, die heute angepriesen und verkauft werden“

„Der Körper als Fahrzeug für dieses Dasein, als Fortbewegungsmittel für unser Leben“ „Was für eine verblüffende Ähnlichkeit mit meiner heutigen Reise“, ging es Marc durch den Kopf.

Ein heftiges Bremsen riss Marc wie ein Wecker aus der Tiefe seiner Gedanken und er sah plötzlich die großen Rücklichter eines LKWs auf ihn zukommen, der am Ende eines Staus stand.

Es war etwas ungewöhnliches für diese Gegend und Marc ahnte schon, dass es kein Zufall war.

Alois, der gerne schnelles Vorankommen bevorzugte, fing zu jammern an und zeigte, trotz seinem immer fröhlichen Wesen, laut seinen Unmut. Im Radio suchte er verzweifelt nach einer Verkehrsmeldung, die ein bisschen Klarheit über die Situation bringen sollte.

Marc blieb dabei leise und suchte dagegen weiterhin nach einer Erklärung. Er machte sein inneres Ohr groß, um das leise Flüstern seines Herzens zu hören.

In diesem Moment sah er eine Nachricht auf sein Smartphone kommen. Alon war schon am Flughafen und auch in seinen Worten, konnte Marc Besorgnis und zugleich Ungeduld spüren.

Nach einigen Minuten Stillstand auf der Autobahn war allen drei langsam bewusst, dass bis zum Checkin nicht mehr viel Zeit übrig bleibt und es war fast unmöglich, das Flugzeug nach Boston noch zu erreichen.

„Was nun...? “, fragte sich Marc im Herzen.

Kapitel 4

Innere Reise

Am Flughafen angekommen, reichte die Zeit gerade, Alois zu danken und ihm alles Gute zu wünschen.

Blinkende Lichter der abfliegenden Flugzeuge, begrüßten Marc genauso wie die Menschenmassen, die er so gerne mied und die alle durch den Haupteingang der großen Abflughalle strömten.