Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Sophie arbeitet als Computerspezialistin für die Kripo. Zur Zeit ist sie einem brutalen Auftragskiller im "deep web" auf der Spur und ist sich der baldigen Überführung mehr als sicher. Ausgerechnet jetzt lädt Florian sie zu der lang ersehnten, gemeinsamen Reise ein. Zufall oder ...?
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 15
Veröffentlichungsjahr: 2014
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Pia Schenk
ZU TODE GELIEBT
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
1 Ich
2 Florian
3 Die Anderen
4 Wir
5 Sophie
Weitere Titel
Impressum neobooks
Schon nach den ersten Schritten bereute ich meine Wahl. Zutiefst. Ich beließ es dennoch dabei. Florian liebte sie so sehr an mir. Auf diese Art zeigte ich meine Liebe. Immer. Überall. Mit jeder Geste.
Trotzdem war ich aufrichtig froh, als der heutige Tag am Schreibtisch zu Ende ging und sich der Abend näherte. Mich beherrschte nur noch ein Gedanke, nämlich in meine Wohnung zurückzukehren, zu Florian, der mich dann genüsslich von diesen elenden Schuhen befreien würde.
Gewöhnlich vermied ich es, meinen Wagen im Parkhaus abzustellen. Ich hasste Parkhäuser. Die dicken Betonmauern, die schweren Eisentüren, die sich in die Tiefe fressenden Geschosse und keine Luft zum Atmen. Jede Wand glich der anderen, der Gestank von Exkrementen in allen Ecken, ein öffentliches Gefängnis. Aber heute früh hatte ich keine andere Wahl gehabt und jetzt wollte ich so schnell wie möglich wieder hier raus. Es war bereits nach 20.00 Uhr als ich auf wackeligen Beinen im Parkhaus ankam. Hastig bezahlte ich den Parkschein und ließ ihn achtlos in meiner übervollen Tasche verschwinden.
Die Türe zum Treppenaufgang stand einladend weit offen, fest verankert. Matt setzte ich einen Fuß vor den anderen, treppauf und verfluchte den Schmerz. Die letzten Schritte vor dem Ziel waren stets die schlimmsten. Kurz innehaltend bückte ich mich nach vorne, zog den Schuh vom linken Fuß und massierte den misshandelten.
„Tack.“
Das Licht ging aus. Einfach so.
