Zwischen Atemzügen - Andreas Nass - E-Book
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Zwischen Atemzügen E-Book

Andreas Nass

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Beschreibung

Es beginnt mit einem Blick zu lang, einem Lächeln zu weich, einem Versprechen zu nah. Krisheena, jung, leidenschaftlich und verloren zwischen Sehnsucht und Selbstschutz, arbeitet als Chefsekretärin eines Mannes, der doppelt so alt ist wie sie – verheiratet, erfolgreich, kontrolliert. Was als leises Flüstern unterdrückter Gefühle beginnt, wird zu einem Sturm, der keine Grenzen mehr kennt. In einem luxuriösen Hotel, getrennt nur durch eine Verbindungstür, steht alles auf dem Spiel: Vernunft gegen Verlangen, Pflicht gegen Freiheit, Angst gegen Liebe. Dies ist die Geschichte zweier Menschen, die dem Sog zueinander nicht länger widerstehen können – und in der Nacht herausfinden, dass manche Entscheidungen alles kosten können, aber wert sind, alles zu riskieren.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Andreas Nass

Zwischen Atemzügen

Eine stille, brennende Romanze

 

 

 

Dieses ebook wurde erstellt bei

Inhaltsverzeichnis

Titel

Ein ganz normaler Morgen im Büro

Strategisches Feintuning

Ein alltäglicher Abend?

Die Angst

Das Handy vibriert

Ein neuer Morgen

Wieder im Büro

Reiseplanung

Die Bürotür

Allein im Besprechungsraum

Krisheenas Wohnung

Der Boss daheim

Abreise

Die Autofahrt – Schweigen, das lauter ist als Worte

Einchecken – der Moment, der sich zu groß anfühlt

Die Verbindungstür

Allein mit der Entscheidung, die alles verändert

Das Klopfen

Der Morgen danach – müde, aber selig

Ein Geheimnis, das größer ist als Worte

Ein Ritual zwischen Mut und Zittern

Das Warten, das Verbrennen

Zögern

Der Schritt über die Schwelle

Zwischen Hoffnung und Furcht

Die Hand über der Schachtel

Stiller Beobachter

Die Wahrheit

Über den Autor und der Romanfigur Krisheena

Impressum neobooks

Ein ganz normaler Morgen im Büro

Krisheena erschien an diesem Morgen mit einer auffälligen, aber nicht unprofessionellen Eleganz. Ihr Outfit bewegte sich genau auf der Grenze zwischen geschäftlich und verführerisch – eine Kunst, die sie beherrschte wie kaum jemand.

Ein eng geschnittener, dunkelroter Bleistiftrock betonte ihre Figur, das Material schimmerte leicht im Licht, wenn sie sich bewegte. Darüber trug sie eine cremefarbene Bluse, deren oberster Knopf offen geblieben war – gerade genug, um den Blick kurz verweilen zu lassen, ohne Anlass zur Rüge zu geben. Dezent hohe Absätze, eine dünne Silberkette und ein Hauch von Parfum, das kaum wahrnehmbar, aber unverkennbar war – warm, süß, und mit einem Unterton, der sich ins Gedächtnis brannte.

So stand sie am Schreibtisch, die Mappe mit den Unterlagen in der Hand, und hob kurz den Blick – wissend, was dieser Moment auslöste.

Er hielt kurz inne, als sie das Büro betrat. Der Raum schien einen Moment stillzustehen – nur das leise Ticken der Uhr und das Rascheln der Blätter in ihrer Mappe waren zu hören.

Krisheena blieb an der Tür stehen, legte den Kopf leicht schief und musterte ihn mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Respekt und Herausforderung lag.

„Guten Morgen, Chef“, sagte sie ruhig, mit dieser Stimme, die zu weich war, um völlig geschäftlich zu klingen. „Ich habe die Unterlagen vorbereitet – aber vielleicht… sollten wir vorher kurz die Prioritäten für den Tag besprechen?“

Ihre Augen blieben auf ihm liegen, aufmerksam, beinahe prüfend.

„Guter Vorschlag, Krisheena, gehen wir die wichtigen Termine für den Tag durch. “

Krisheena neigte leicht den Kopf, als sie nähertrat. Das Licht fiel über ihre Schulter und zeichnete eine schmale Linie über das Papier in ihren Händen.

„Natürlich, Chef“, sagte sie leise, während sie die Mappe öffnete. „Sie haben heute drei Termine: Das Meeting mit dem Aufsichtsrat um zehn, das Gespräch mit den Investoren um eins, und am Nachmittag…“ – sie hob kurz den Blick – „eine Besprechung mit mir. Zur strategischen Planung.“

Ein kaum wahrnehmbares Lächeln huschte über ihre Lippen, als sie die letzte Bemerkung fallen ließ. Dann blätterte sie weiter, sachlich, als sei nichts gewesen.

„Soll ich die Unterlagen für den Aufsichtsrat hier bereitlegen oder… lieber in Ihrem Konferenzraum, wie beim letzten Mal?“

Ihre Stimme blieb ruhig, doch in der Art, wie sie sich leicht vorbeugte, steckte etwas, das er schwer einordnen konnte – Aufmerksamkeit, vielleicht, oder ein stiller Test, ob er die Grenze zwischen Arbeit und etwas anderem bemerkte.

„Bleib ruhig hier und zeige mir die Unterlagen. Zum Konferenzraum müssen wir noch früh genug. “

Krisheena blieb, wie geheißen, an Ort und Stelle. Ein kaum merkliches Nicken, dann legte sie die Mappe auf seinen Schreibtisch, öffnet sie und schob ihm das oberste Dokument zu.

„Hier sind die Punkte für das Aufsichtsratsmeeting“, sagte sie ruhig. „Ich habe die Zahlen im dritten Quartal noch einmal nachgerechnet – es gibt eine kleine Abweichung, aber nichts, was wir nicht erklären könnten.“

Sie lehnte sich leicht über die Tischkante, ihr Finger tippte auf eine Zahl in der Tabelle. „Hier – sehen Sie? Diese Position sollten Sie ansprechen. Das wird Eindruck machen.“

Ihr Blick streifte kurz den seinen, ehe sie wieder auf die Unterlagen deutete. „Ich wollte, dass Sie das von mir hören, bevor jemand anderes es erwähnt.“

Ein Moment Stille folgte. Nur das Rascheln des Papiers zwischen ihnen, und der leise Duft ihres Parfums, der sich kaum merklich in der Luft hielt.

Krisheena merkte, dass er kurz innehielt. Ein kaum sichtbares Lächeln huschte über ihr Gesicht, dann richtete sie sich langsam wieder auf und ließ den Blick kurz durch den Raum wandern.

„Alles in Ordnung, Chef?“ fragte sie, mit einem Ton, der zugleich professionell und neugierig klang.

Sie schlug die Mappe zu, legte sie behutsam auf die Tischkante und verschränkte die Hände davor – eine Geste, die sowohl Disziplin als auch Selbstsicherheit verriet.

„Ich kann den Bericht auch selbst präsentieren, wenn Sie möchten. Aber… ich dachte, Sie ziehen es vor, den Überblick zu behalten.“

Ein kurzer Blick, der länger dauerte, als nötig. Dann wieder sachlich: „Soll ich Ihnen Kaffee bringen, bevor das Meeting beginnt?“

Krisheena wartete einen Moment, ehe er selbst weitersprach – als wolle sie erst prüfen, ob er wirklich antworten wird. Als keine Antwort kam, senkte sie den Blick leicht und sagte leiser:

„Wissen Sie… manchmal frage ich mich, ob ich Ihnen nicht zu viel zumute. Ich weiß, ich bin nicht immer die klassische Sekretärin, die man sich wünscht. Aber ich möchte, dass Sie wissen – ich nehme diese Arbeit ernst. Und Sie auch.“

Ihre Stimme trug etwas Warmes, beinahe Fürsorgliches, und in dem Moment verlor sie die Schärfe des geschäftlichen Tons.

„Sie geben mir mehr Vertrauen, als ich vielleicht verdiene“, fügte sie hinzu, ein kaum merkliches Lächeln auf den Lippen. „Und das will ich nicht leichtfertig verspielen.“

Sie atmete einmal tief durch, dann richtete sie sich auf und blickte ihn wieder direkt an.

„Also… Kaffee?“ fragte sie schließlich, diesmal mit einem leisen Schmunzeln, das die Spannung löste und den Raum wieder mit etwas Alltäglichem füllte.

„Kaffee ist prima. Und heute Nachmittag nehme ich mir die Zeit für einen gemeinsamen Kaffee während der strategischen Planung, in Ordnung? “

Krisheena hielt kurz inne – überrascht, aber merklich erfreut. Ihre Haltung veränderte sich kaum, doch ihre Augen verrieten ein leichtes Aufleuchten.

„Das klingt nach einem vernünftigen Plan“, antwortete sie mit ruhiger Stimme, in der ein Anflug von Wärme mitschwang. „Ich richte mich ganz nach Ihrem Zeitplan. Aber…“ – sie legte den Kopf leicht schief – „versprechen Sie mir, dass Sie in dieser Sitzung auch wirklich Zeit haben. Nicht nur für Zahlen und Strategien.“

Ein schmaler Schatten von Nachdenklichkeit zog über ihr Gesicht, ehe sie sich wieder fing.

„Manchmal habe ich den Eindruck, Sie vergessen, dass hinter den Terminen auch Menschen stehen. Sie fordern viel, Chef – aber Sie geben auch viel. Vielleicht zu viel.“

Sie atmete leise aus, dann ein feines Lächeln. „Ich kümmere mich um den Kaffee.“

Und mit dem Satz wendete sie sich zur Tür, als wolle sie ihm den Raum lassen – und doch blieb der Eindruck, dass sie ihn auf eine Weise verstanden hatte, die Worte nicht erklären konnten.

Strategisches Feintuning

Der Geruch von frisch gemahlenem Kaffee lag noch in der Luft, als ich anklopfte. Ein leises „Herein“ — ruhig, aber mit dieser vertrauten Tiefe, die mir jedes Mal das Gleichgewicht raubte. Ich trat ein, Aktenmappe in der Hand, und zwang mich, den Blick auf den Tisch zu richten, nicht auf ihn.

„Ich hoffe, die Konferenz war aufschlussreich“, sagte ich und stellte die Mappe ab. Meine Stimme klang sachlicher, als ich mich fühlte.

„Aufschlussreich genug“, erwiderte er. „Aber ich bin froh, dass wir das strategische Feintuning heute noch angehen. Ich vertraue Ihnen da mehr, als ich vermutlich sollte.“

Ein Lächeln – dieses kleine, gefährliche Lächeln. Ich erwiderte es, obwohl ich besser wusste.

„Das sagen Sie oft. Und jedes Mal klingt es ein wenig wie eine Warnung.“

Er hob den Blick. „Vielleicht ist es das auch.“

Ich hätte jetzt etwas Kluges sagen sollen. Etwas Professionelles. Stattdessen lauschte ich dem Klicken der Wanduhr, das mir plötzlich zu laut vorkam. Mein Herz antwortete im gleichen Takt.

„Ich... habe die Planung in drei Phasen aufgeteilt“, sagte ich schließlich und öffnete die Mappe.

Meine Finger berührten zufällig seinen Schreibtisch – das polierte Holz war kühl, ein stiller Kontrast zu meiner Haut. Ich zog die Hand zurück, als hätte ich mich verbrannt.

Er bemerkte es. Natürlich bemerkte er es.

„Sie sind nervös, Krisheena?“

„Ich?“ Ein zu hastiges Lachen. „Nein. Nur konzentriert.“

Sein Blick blieb einen Moment zu lange auf mir liegen. Dann nickte er langsam. „Das hoffe ich.“

Ich tat, als würde ich in die Unterlagen sehen, aber meine Gedanken wanderten. Er ist verheiratet, erinnerte ich mich. Er trägt den Ring immer, so selbstverständlich, dass man ihn fast übersieht.

Und doch, jedes Mal, wenn unsere Gespräche in dieses leise, gefährliche Schweigen glitten, fragte ich mich, ob er spürte, was zwischen den Worten blieb.

Er lächelte, und der Blick, den er mir dabei schenkte, war länger, als Worte es erlaubt hätten. Ich spürte ihn – nicht nur auf meiner Haut, sondern irgendwo tiefer, dort, wo Vernunft und Wunsch ineinander übergehen.

„Danke für die wertvollen Hinweise heute Morgen“, sagte er schließlich. „Dadurch konnte ich in der Konferenz bei unseren Kunden punkten.“

Ich neigte leicht den Kopf, hielt seinem Blick stand. Zu lang, warnte etwas in mir. Aber noch nicht zu lang, um gefährlich zu sein.

„Ich freue mich, wenn meine Arbeit Wirkung zeigt“, erwiderte ich ruhig. „Obwohl ich gestehen muss – manchmal frage ich mich, ob Sie mir nicht mehr zutrauen, als ich zeigen darf.“

Er lehnte sich zurück, faltete die Hände. „Ich traue Ihnen genau das zu, was Sie selbst unter Beweis stellen, Krisheena.“ Eine kurze Pause. „Vielleicht sogar ein wenig mehr.“

Die Art, wie er das sagte, ließ Raum für zwei Deutungen. Ich wünschte, ich könnte glauben, er meine nur die geschäftliche.

Ich zwang mich, weiterzumachen. „Die zweite Phase der Strategie – ich habe die Schwerpunkte angepasst. Mehr Gewicht auf nachhaltige Kundenbindung, weniger auf kurzfristige Expansion. Es war... eine Eingebung, nach unserem Gespräch heute Früh.“

Er nickte langsam. „Sie hören also zu.“

„Ich versuche es zumindest.“ Ich lächelte schmal. „Manchmal ist Zuhören die beste Strategie.“

Er erwiderte nichts, und für einen Moment hing zwischen uns nichts als das Geräusch des Windes, der durch die halbgeöffnete Jalousie strich.