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Die Zeit heilt alle Wunden! …Ist das so?… Ich habe, trotz Kampf, fast alles verloren was mir wichtig ist. Ich wurde herumgereicht, erniedrigt, kontrolliert, misshandelt und von Ärzten bei einer OP erwerbsunfähig gemacht. Und doch gibt es Lichtblicke. Mein Mann, meine jüngste Tochter, deren Mann und meine zwei süßen Enkel schenken mir Kraft, aber wie kam das alles? Was ist schiefgelaufen und hätte ich wirklich etwas ändern können?
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Seitenzahl: 422
Veröffentlichungsjahr: 2022
Marko Seidel
Zwischen Leben und Hölle
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Kindheit
Kinderheim
Adoption
Jugend
Erwachsen
Vergewaltigung
Eigenes Heim
Scheidung
Operationen
Rente
Hochzeit
Impressum neobooks
Die Zeit heilt alle Wunden!
…Ist das so?…
Ich sitze hier und schaue auf mein bisheriges Leben zurück. Ich bin zerrissen, todunglücklich, weil ich die Scherben von einem Teil meines Lebens sehe und weiß, dass sie nicht mehr zu reparieren sind. Ich habe fast alles verloren, was mir wichtig ist und nur zwei Menschen stehen zu mir und verstehen mich zumindest zum Teil.Wie kam das alles?Was ist schiefgelaufen und hätte ich wirklich etwas ändern können?
...49 Jahre zuvor
...ich steh in meinem Bettchen und schau zu dem Mädchen, dass mir gegenüber ist. Ich weiß nicht mehr, ob sie steht oder sitzt, aber ich erinnere mich an ihre langen welligen dunklen Haare und sie trägt eine Brille.Dann, irgendwann um diese Zeit, wenn bei einem Kind die ersten Erinnerungen hängen bleiben, sehe ich auch eine Frau, die mich liebevoll auf dem Schoss hüpfen lässt und liebe Worte zu mir sagt. Ein Gesicht kann ich in meiner Erinnerung nicht mehr sehen nur dunkle kurze Haare, die sehr aufgebauscht waren und eben diese liebevolle Stimme, die eher ein Gefühl ist als eine wirkliche Erinnerung an den Klang.Dann erinnere ich mich sehr intensiv an meinen ersten psychischen Schmerz, die Sehnsucht nach meiner Mutter, die ich auch heute immer noch empfinde, wenn ich an sie denke, was oft der Fall ist.
"Mama?""Mama kommt bald wieder!", sagt eine männliche Stimme, die ich bis zu diesem Zeitpunkt – ich bin jetzt vier Jahre alt - nicht wirklich wahr genommen hatte. Ich warte auf meine Mama, keine Ahnung wie lange und ich frage immer wieder nach ihr.Ich liege in meinem Bettchen und bin munter geworden. Irgend etwas hat mich geweckt, ein Traum, ein Geräusch... Ich stehe auf und gehe aus dem Zimmer. Ich sehe Licht in der Küche und geh hinein. Mein Vater hockt splitternackt vor dem Kühlschrank und sucht etwas darin. Ich weiß noch das ich mich unwohl fühlte, so als wenn ich etwas gesehen hätte, was ich nicht hätte sehen sollen, weiß aber nicht was es ist."Was ist denn los?"fragte er mich etwas gereizt aber ohne mich zu schimpfen. Er steht auf und nimmt mich bei der Hand, dann läuft er in Richtung des Kinderzimmers mit mir."Wo ist Mama?""Sie ist im Urlaub, kommt bald wieder! Geh wieder schlafen!"Er steckt mich ins Bett und schließt die Tür.Es sind alles nur Erinnerungsfetzen ohne jeden zeitlichen Rahmen...Ich war draußen spielen, ein Kind dessen Gesicht oder Alter ich nicht mehr weiß steht vor mir und fragt mich"Du suchst deine Mama?""Ja, wo ist Mama?"
Es nahm mich an die Hand und führte mich über die Straße. Dort standen Neubaublöcke mit 4 Etagen genau wie das Haus, in dem ich wohnte. Nur unser Haus stand längs zur Straße und die Häuser auf der anderen Seite standen quer dazu. Dazwischen waren Wäschestangen aufgebaut, ein kleiner Spielplatz mit Klettergerüst und einem Sandkasten. Das Kind führte mich zu einem Fleck auf der Wiese wo eine Metallplatte lag aus der ein kleines Rohr herausragte. Ich schaute es fragend an."Hier kommen alle hin, die tot sind. Hier findest du deine Mama!"Das Kind ließ mich stehen und ging weg. Dieses Wort „tot“ hatte ich noch nie gehört, was bedeutete das, warum war meine Mama da unten, was tat sie da? Natürlich stellte ich mir diese Fragen nicht wirklich, ich war ja erst vier oder mittlerweile fünf, aber ich hatte so dieses Gefühl, ich verstand das alles nicht. Ich hockte mich neben das Rohr und rief "Mama?" "Mama?" "Maamaa?" Ich hörte lachen und sah das Kind mit anderen Kindern etwas abseits stehen. Sie sahen zu mir herüber und lachten. Ich wollte doch nur meine Mama...
Ich bin bei einer Frau, die mir fremd ist. In der Wohnung ist es sehr dunkel. Ich fühle mich unwohl. Aber da ist ein Gesicht, das ich kenne und mag, es ist das Gesicht, das ich schon von meinem Bettchen aus sah. Dieses Gesicht mit der Brille und den lockigen längeren Haaren.Da ist auch ein Junge. Er macht mir Angst, weil er sich nicht "normal" verhält. Das Mädchen mit der Brille spricht mit der fremden Frau und nennt sie "Tante Magret"Ich ahnte nicht, dass ich das Mädchen mit der Brille nie wieder sehen würde...Alle diese Erinnerungen aus der Zeit sind sehr bruchstückhaft und nur, weil ich heute weiß was damals passierte kann ich eine ungefähre Zeitzuordnung machen.Ich erinnere mich auch an wenigstens zwei Frauen, die bei uns zu Hause waren und die ich "Mama" nennen sollte, doch das wollte ich nicht. Ich hatte doch eine Mama. Ich war sehr bockig und böse zu den Frauen. Ich weiß noch das er eine von beiden, weil ich sagte, dass sie böse zu mir war, aus der Wohnung warf. Er war so grob zu ihr das sie im Treppenhaus hin fiel, wobei ein Knopf an ihrem Mantel zerbrach, sie weinte und sie tat mir leid.Eines Nachts kam mein Vater an mein Bett und rüttelte mich."Ramona?" "Komm Ramona, wach auf, wir fahren fort!"Das nächste woran ich mich erinnere war, dass ich im Auto auf dem Schoß einer Frau lag, die mich streichelte und mir sagte wie hübsch ich bin und das wir nun immer zusammen sein würden. Ich fühlte mich nicht gut, obwohl sie mich nett anlächelte. An das Gesicht meines Vaters kann ich mich nicht erinnern, nur daran das er ziemlich korpulent war, aber diese Frau sehe ich sehr deutlich vor mir. Sie hatte ihr Haar wasserstoffblond gefärbt und hatte große hübsche Augen. Sie war eine attraktive Frau, die aber eine eisige Ausstrahlung hatte.Ich weiß nicht mehr genau was alles passierte und in welcher Reihenfolge, ich weiß nur noch das es von da an jeden Tag schlimmer wurde, das ich immer mehr litt und mich immer mehr in mich selbst zurückzog.Wir wohnten wohl eine Zeit lang bei ihr, denn ich kannte die Umgebung nicht, wenn ich unten spielen war. An die Wohnung kann ich mich gar nicht mehr entsinnen.Eines Tages war ich unten vorm Haus spielen. Ein Junge baute sich bedrohlich vor mir auf."Los, geh da rein und klau uns ein paar Bonbons, wenn der Verkäufer sich umdreht, dann gehörst du auch zu uns!"Es war Thomas, der das sagte und seine Schwester Catrin bejahte das mit heftigem Kopfnicken. Die kleine Ute stand daneben und schaute ziemlich unbeteiligt zu.Diese drei waren nun meine "Geschwister". Es waren die Kinder dieser Frau, mit der mein Vater nun zusammen war. Catrin war 2 Jahre älter als ich, Thomas ein Jahr und Ute war ein oder zwei Jahre jünger als ich, genau weiß ich das nicht mehr.Ich hatte Angst vor den beiden Großen. Ich wollte nicht in das Geschäft und etwas „klauen“. Ich schüttelte mit dem Kopf. Thomas schubste mich, sodass ich hinfiel.
„Entweder gehst du jetzt da rein und holst uns Bonbons oder ich schlage dich tot!“Ich ging in den Laden. Das Einzige, woran ich mich noch erinnere, sind große Gläser hoch oben auf dem Ladentisch. In diesen waren Bonbons und sie hatten einen Deckel. Keine Ahnung was dann geschah, ich glaube nicht das ich groß genug war, um den Deckel vom Glas zu nehmen, um an die Bonbons zu kommen, wahrscheinlicher ist das der Verkäufer nett war und mir welche gab, jedenfalls hatte ich das was Thomas wollte und gab sie ihm.Ich saß im Wohnzimmer, es war Abend, ich hatte mein Schlafzeug an. Mein Vater kam herein und schaute mich böse an. Es war das erste Mal, soweit ich mich entsinnen kann, dass er mich so böse ansah.„Thomas sagt mir das du heute unten im Geschäft Bonbons geklaut hast?“„Er hat gesagt, dass ich das tun soll.“Mein Vater kam schnell auf mich zu, instinktiv wusste ich wohl, dass es weh tun würde und rutschte von meinem Sitz unter den Tisch, der ziemlich niedrig war, aber ich passte darunter. Er griff nach mir, aber ich wich aus und so entstand eine kurze „Jagd“ unter und um den Tisch herum. Ich weiß noch, dass ich vor Angst schrie, obwohl ich nicht wirklich wusste, was auf mich zu kam. Dann konnte er mich doch fassen und legte mich übers Knie. Er schlug mehrmals fest zu, mein Po brannte und irgendwann riss er mich von seinem Knie runter und zerrte mich an meinem Arm in mein Zimmer. Er schmiss mich auf mein Bett und ging ohne noch etwas zu sagen raus. Das Zimmer war sehr klein, es standen zwei Doppelstockbetten an der langen Wand. Ich lag im rechten Doppelstockbett unten, über mir lag Catrin, im linken Bett lag unten Ute und oben Thomas. Er lehnte sich aus seinem Bett heraus um zu mir herunterzuschauen und grinste mich an.Ich kann mich nicht genau daran erinnern, aber ungefähr zu dieser Zeit sind wir wieder in die Wohnung gezogen in der mein Vater und ich vorher gewohnt hatten.
Schläge waren an der Tagesordnung und ich musste feststellen, dass sie umso heftiger ausfielen je lauter ich schrie, also versuchte ich es so leise wie möglich zu ertragen, so auch an folgendem Tag...Ich war auf dem Klo und wollte wieder aus dem Bad. Thomas kam mir entgegen. Ich machte einen Schritt nach rechts in Richtung der Badewanne und er ebenso, also machte ich einen Schritt nach links in Richtung der Wand, um ihm auszuweichen, er ebenso."Wo bleibt denn mein Föhn?"hörte ich Edeltraud wütend rufen."Ramona ärgert mich und lässt mich nicht vorbei!", rief Thomas und grinste mich dabei an. Edeltraud kam zu uns ins Bad. Ohne das ich es kommen sah, spürte ich einen heftigen Schmerz an der rechten Wange, an der mich ihre Hand traf und einen dumpfen Schmerz links am Kopf, wo ich gehen die Wand knallte. Das Grinsen von Thomas wurde noch breiter. Ich duckte mich an beiden vorbei und lief in den Korridor. Edeltraud kam hinter mir heraus, ich drückte mich in eine Ecke unter Jacken, die dort an der Garderobe hingen. Sie stand nun vor dem Spiegel und föhnte ihr wasserstoffblondes Haar."Los, mach den Teppich sauber und wehe, ich sehe noch einen Krümel!"Mein Kopf tat von dem Schlag weh, aber ich sagte nichts und ließ mich auf die Knie nieder um mit den Händen jedes kleinste Krümelchen aufzusammeln, dass ich finden konnte. Ich gab mir große Mühe, denn ich konnte mich sehr gut an die vielen Male davor erinnern, wenn ich etwas übersehen hatte. Sie zerrte mich dann immer zu sich ran, um mich danach mit voller Wucht an die Wand zu stoßen. Sie boxte mir dabei immer mehrfach mit der Faust in den Bauch und wenn ich mich zusammen kauerte vor Schmerzen und um mich zu schützen, knallte sie mich wieder mit voller Wucht an die Wand. Das war immer so, jedenfalls bei mir. Ihre eigenen Kinder behandelte sie nicht ganz so schlimm, sie bekamen gelegentlich eine Ohrfeige oder zwei bis drei Schläge auf den Po. Meinen Vater sah ich so gut wie nie, er arbeitete wohl von früh bis in die Nacht. Ich kann mich nicht mal an sein Aussehen erinnern. Ich sah ihn auch in den folgenden knapp drei Jahren nur sehr selten und wenn wir uns sahen, dann schlug er mich.Aber einen Sonnenstrahl gab es doch für mich. Es gab da eine junge Frau aus dem Nachbarhaus. Sie war mein einziger Lichtblick zu dieser Zeit. Ich weiß noch das sie (zumindest für mich als kleines Kind) erwachsen war und ich glaube das sie blonde, etwas längere Haare hatte und sie war schlank. In meiner Erinnerung sehe ich sie oft wie sie mich auf der Schaukel anstupste und sang „Apfelsinen im Haar und an der Hüfte Bananen...“ Sie lachte immer und ich fühlte mich bei ihr sicher und wohl. Ich glaube, sie mochte mich sehr gern. Eines Tages sagte sie zu mir, dass sie bald nicht mehr da wäre, weil sie in eine andere Stadt ziehen würde. Ich verstand das nicht, wollte sie nicht verlieren. Ich sagte zu ihr das sie doch bitte bleiben soll, aber sie meinte, dass sie jemand kennengelernt habe und zu ihm ziehen würde. Sie streichelte mich und sie lachte an diesem Tag nicht. Sie drehte sich um und ging. Ich wollte das nicht einfach so geschehen lassen. Ich ging auf die Wiese und sah die vielen Mohnblumen. Ich fing an sie zu pflücken, immer mehr und mehr. Ich konnte sie nicht mehr in meinen kleinen Händen halten also nahm ich sie in den Arm um noch mehr sammeln zu können und erst als ich wirklich keine mehr aufnehmen konnte lief ich zu dem Haus wo sie wohnte. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich jemals davor mit in ihrer Wohnung war und ich weiß auch nicht woher ich wusste, wo ich klingeln muss. Vielleicht hab ich jemanden gefragt, oder ich klingelte bei allen, jedenfalls summte es und die Tür ging auf. Ich lief die Treppen hoch und zog beim Laufen ein Meer von Mohnblumenblättern hinter mir her. Da ich alles gepflückt hatte, was ich greifen konnte, waren auch welche dabei die schon verblühten und ihre Blätter verloren. Ich stand endlich oben vor ihrer Tür und sie kam aus einem Raum in den Flur und sah mich da stehen. Ich streckte meine Arme aus, um ihr die Blumen zu geben, brachte aber kein Wort dabei heraus, ich wusste einfach nicht was ich sagen soll, wusste nicht, warum sie mich alleine lies. Ich kann mich auch nicht mehr erinnern was dann geschah. Die Mohnblumen haben nicht geholfen, ich sah sie nie wieder.
Es war kalt. Die ungefütterten Halbschuhe, die ich trug, waren mir zu klein. Einen Schal, eine Mütze oder gar Handschuhe besaß ich nicht. Es war schon lange dunkel. Kein einziges Kind war mehr draußen. Überall in den Fenstern brannte Licht und ich stand an der Eingangstür des Hauses und klingelte zum x-ten Mal vergeblich, keiner öffnete mir. Die Kälte zwickte mir in die Ohren, die Nase und die Füße, die Hände wärmte ich ein wenig, indem ich die Arme verschränkte und sie so schützte. Ich musste geduldig sein, irgendwann würde der Summer schon ertönen und die Tür sich öffnen. Wahrscheinlich würde ich wieder nichts zu essen bekommen, denn die Abendbrotzeit war bestimmt schon lange vorbei. Wahrscheinlich lief wieder ein toller Film im Fernsehen, den sie nicht verpassen wollten und deswegen nicht zur Tür kommen konnten. Manchmal hatte ich aber auch Glück und jemand kam und öffnete die Eingangstür, dann stand ich vor der Wohnungstür und fror nicht so sehr. Meist war ich allein, vor allem seid das Mädchen aus dem Nachbarblock weg war. Einmal kann ich mich erinnern, dass wir vier Kinder zusammen Schlitten fuhren. Ich hatte das bis dahin nie gemacht, fand es aber lustig wie die Kinder den leichten Hang, der von der Straße zu den Häusern führte, unter kreischen und lachen runter brausten, es schien echt Spaß zu machen. Thomas und Catrin fuhren mit einem Schlitten, die kleinere Ute wollte auch fahren, also gaben sie ihn uns und sagten, dass ich mit ihr fahren sollte. Ute setzte sich vor mich und Thomas schob uns mit viel Schwung an, sodass wir ziemlich schnell den Berg herunterfuhren und eine Wäschestange ziemlich schnell auf uns zu kam. Ich hatte keine Ahnung wie man lenkte, sah nur wie wir auf diese Stange zu fuhren und ließ mich einfach vom Schlitten fallen. Ute knallte mit voller Wucht an die Stange und kurz darauf schrie sie laut. Das nächste woran ich mich entsinne sind die Schmerzen, nachdem meine Stiefmutter sich an mir ausgetobt und ihre Wut abreagiert hatte und ich stand so unsichtbar wie nur möglich da und schaute zu wie sie Ute das Bein verbannten, sie musste sich wohl ziemlich verletzt haben. Ich hatte natürlich keine gute Beziehung zu meinen angeheirateten Geschwistern und wir unternahmen auch sehr selten etwas zusammen. Einmal wollten sie, dass ich mit ihnen mit kam. Ein wenig entfernt von den Neubauhäusern in denen wir wohnten standen noch alte Bauernhäuser die einen Hof hatten. Ich denke nicht das sie noch bewohnt waren was sicher auch der Grund war, warum sie dort einfach auf dem Hof herumliefen. Ich erinnere mich sogar noch das die Fassade des Hauses ziemlich kaputt war, überall schauten große Steine heraus wo der Putz abgeblättert war. Ich weiß nicht mehr wie viele Fenster in der Fassade waren, aber ich glaube es hatte zwei Stockwerke. Rechts neben der Eingangstür befand sich eine alte schwere Holztür. Thomas öffnete sie und ich sah, dass dahinter Treppen nach unten führten. Er sagte, dass ich da hereingehen sollte, aber ich wollte nicht, es machte mir Angst. Die Wände waren fast schwarz, nur der Schimmer von weiß war an manchen Stellen zu sehen. Die Treppen waren aus Stein und uneben und es war stockfinster da drin. Thomas schnappte mich und zerrte mich zu der Tür, ich sträubte mich dagegen, hatte aber keine Chance gegen ihn. Er stieß mich durch die Tür und knallte sie hinter mir zu. Ich sah nicht einmal mehr meine Hand, die nach einem Schalter tastete, aber keinen fand. Ich drückte gegen die Tür und schrie, dass sie mich herauslassen sollten, aber Thomas und Catrin lachten nur und meinten, dass mich nun der Mumanns (eine Art Gespenst) holen wird. Ich hatte panische Angst und schrie und weinte, aber keiner öffnete die Tür. Keine Ahnung wie lange ich darin gefangen war, ob die Tür außen einen Riegel hatte und sie mich einfach dort ließen oder ob sie draußen standen und die Tür zu hielten, jedenfalls hörte ich lange kein Geräusch, kein Lachen, kein Wort...nichts und das machte mir noch mehr Angst. Ich dachte das ich da nie wieder herauskäme...Ich war mittlerweile ein Schulkind in der ersten Klasse. An die Schuleinführung erinnere ich mich nur insofern , als man mir die Zuckertüte zu Hause wieder wegnahm und ich nie etwas von deren Inhalt erhalten hatte. Sie lag oben im Schlafzimmer auf dem Schrank und die drei Kinder meiner Stiefmutter leerten sie nach und nach. Es war schon selten, dass ich etwas zu essen bekam, was man mir auch deutlich ansah, da waren Süßigkeiten erst recht tabu für mich. Einmal kam ein Mann zu uns, die drei freuten sich riesig und nannten ihn Vati. Er brachte für sie viel Schokolade mit während ich daneben stand und zusehen durfte. Ich sah ihnen an wie gut das schmeckte und wollte es doch so gern mal probieren. Dann ergab sich eine Chance dafür. Es war in der Schule, wir sollten alle zu irgend einer Übung auf den Schulhof. Alle Kinder waren schon aus dem Klassenraum heraus nur ich nicht. Ich sah unter dem Tisch eines meiner Klassenkameraden einen Schokoladenweihnachtsmann. Ich kämpfte kurz mit mir, wusste irgendwie das es falsch war, was ich tat, aber dann nahm ich ihn mir und biss hinein… Lecker, das war ein Genuss. Ich konnte und wollte auch nicht wieder aufhören und aß ihn ganz auf. Als alle wieder oben waren bemerkte das Kind natürlich den Verlust. Keine Ahnung, ob ich noch Schokolade am Mund hatte oder warum man sonst sofort auf mich kam, aber alle wussten sofort, dass ich ihn genommen hatte. Ich musste vor den Direktor und man drohte mir, das, wenn ich nicht die Wahrheit sagte, man die Polizei holt. Aber wenn ich bis dahin in meinem Leben etwas gelernt hatte dann war es das, dass man nie die Wahrheit sagen sollte, wenn man keine Schläge bekommen will. Also log ich was das Zeug hielt, denn wenn du lügst hast du eine Chance das es nicht rauskommt und du nicht bestraft wirst. Es geschah dann auch nichts weiter, keine Polizei und auch keine Strafe. Doch manchmal kann man einfach nicht lügen, weil es nichts zu lügen gibt wie den einen Abend zum Beispiel. Wir vier lagen im Bett. Keine Ahnung wie spät es war, auf alle Fälle waren mein Vater und seine neue Frau noch auf. Ich konnte sie und den Fernseher nebenan hören, aber nicht schlafen. Was macht man also als Kind, wenn man nicht schlafen kann? Man lässt seiner Fantasie freien Lauf und in meiner war ich wie das bei Mädchen halt so ist, eine Prinzessin. Aber was wäre das für eine Prinzessin, wenn sie keine Schleppe hätte? Also stand ich leise auf und holte mir ein Tuch oder vielleicht war es auch ein Pullover, jedenfalls irgend etwas was ich im dunkel zu fassen bekam und was man sich um den Hals binden konnte. Ich legte mich wieder ins Bett und knotete mir meine improvisierte Schleppe um den Hals. Catrin rief auf einmal nach ihrer Mutter. Ich erschrak und zog schnell die Decke bis unters Kinn. Meine Stiefmutter öffnete die Tür und fragte was los sei.„Ramona ist aufgestanden und hat sich was geholt!“Meine Stiefmutter schaute mich böse an.„Warum bist du aufgestanden?“Ich versuchte es wieder mit lügen, vielleicht klappte es ja.„Ich war nicht auf!“Sie kam zu mir und riss mir die Decke weg. Sie sah, dass ich mir etwas um den Hals geknotet hatte und zog mich am Ohr aus dem Bett und ins Wohnzimmer.„Schau dir an was deine Tochter wieder macht, sie treibt mich noch in den Wahnsinn, ich halt das einfach nicht mehr mit ihr aus!“Mein Vater schaute mich wütend an.„Was soll das?“Dabei zeigte er auf das Tuch an meinem Hals. Ich versuchte schon die ganze Zeit es wieder abzumachen, aber irgendwie war der Knoten zu straff und meine Fingernägel waren immer bis auf die Haut abgekaut, sodass es mir weh tat, wenn ich versuchte den Knoten zu lösen. Hier halfen nun wirklich keine Lügen. Ich sagte ihm also wahrheitsgemäß, dass ich nur ein wenig Prinzessin spielen wollte und es mir deshalb umgebunden hatte. Er schaute mich wutentbrannt an und ich bekam langsam Panik, rutschte weiter von ihm weg. Er stand auf und beugte sich zu mir herunter.„Du wolltest nur Prinzessin spielen?“Er schrie es fast.„Ich zeig dir wie man Prinzessin spielt!“Er schnappte meinen Arm und dann schlug er mich wie noch nie zuvor in meinem Leben, ich wusste nicht, dass es da bald noch eine Steigerung geben sollte...Hungernd, frierend, mit Schmerzen und noch größerer Angst vor allem und jedem verlief mein Leben weiter, aber wie heißt es doch so schön...„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!“Mein neues Lichtlein war Lehrerin und hieß Frau Seidel, sie war eine etwas rundliche, kleine ältere Frau mit dunklen, hochgesteckten Haaren (jedenfalls in meiner Erinnerung). Ihr Gesicht ist mir nicht in Erinnerung geblieben, aber ihre Fürsorge dafür um so mehr. Oft versorgte sie meine Wunden, die ich von zu Hause mitbrachte. Auch zu essen bekam ich von ihr und was das schönste war, sie brachte mir mal Lebkuchen mit und andere Plätzchen. Ich hatte wieder einen Menschen gefunden, der mich mochte und für mich da war.In der Schule war ich sehr schlecht. Hausaufgaben hatte ich sicher so gut wie nie, die machten sich nicht so gut auf der Straße und sehr konzentrieren kann man sich auch nicht, wenn man erst mitten in der Nacht ins Bett kann, meist mit knurrendem Magen. In meinem Zeugnis der ersten Klasse steht:Ramona ist in den Fächern Lesen und Rechtschreibung versetzungsgefährdet. Ihre Lerneinstellung entspricht noch nicht den Anforderungen der 1. Klasse. Ihr Leistungsstand entspricht in Lesen und Rechtschreiben etwa dem 3. Schulmonat. Ramonas Schulsachen waren kaum in Ordnung. Oft fehlten die nötigen Hefte u. a. Arbeitsmittel. Das Elternhaus hat R. zu wenig unterstützt.Leider blieb auch nach dem sehr deutlichen Hinweis im Zeugnis zu Hause alles beim alten und Frau Seidel war nach wie vor mein einziger Lichtblick. Oft nahm sie mich mit Tränen in den Augen in die Arme, um mich zu trösten, wenn sie meine Verletzungen sah. Sie versorgte so weit wie möglich meine Wunden und brachte mir Essen und vor allem auch mal etwas zum Naschen mit. Da ich sowieso so gut wie nie etwas zu essen von zu Hause mit bekam, schaute ich auch nie in den Ranzen, ob was darin war. Irgendwann hatten sie mir aber dann doch wohl mal eine Birne eingepackt, denn eines Abends wurde nach meinem ersten klingeln der Türsummer betätigt und man empfing mich schon mit Prügel an der Tür. Zwischen all den Tritten und Schlägen erfuhr ich, dass in meinem Ranzen eine Birne lag, die ich nicht gegessen hatte und sie fragte, was ich mir einbilden würde so etwas verfaulen zu lassen. Ich wurde dann auf sehr unsanfte Weise auf den Stuhl am Esstisch gesetzt und vor mir lag diese Birne. Sie war fast rundherum schon braun und an einigen Stellen war schon Schimmel. Meine Stiefmutter stand rechts neben mir, die Hände in die Hüften gestemmt und sagte mit einer gedämpften und deswegen sehr Angst einflößenden Stimme: „Iss und wage nicht etwas übrigzulassen, sonst...“ Selbst die Tränen in meinen Augen konnten nicht verhindern, dass ich sah, wie eklig diese Birne aussah, aber die unausgesprochene Drohung ließ mir keine Wahl, also nahm ich diese Birne in die Hand und biss hinein. Meine Zähne trafen auf keinen Widerstand so weich war diese Birne, der Bissen zerfiel in meinem Mund zu einem einzigen bitter und faulig schmeckendem Brei. In meinem Hals brannte es als die Magensäure die Speiseröhre hochkam, ich würgte. Sie schlug mir auf den Hinterkopf und sagte „...wage es ja nicht...“ Ich wusste, dass sie das wahr machen würde, wenn ich mich erbrach würde ich auch das essen müssen. In meinem Mund wurde es immer mehr, aber ich schluckte so schnell es nur irgendwie ging und aß diese Birne auf.
Meine letzte Erinnerung an diese Zeit in meinem ersten zu Hause war ein warmer Tag. Mein Vater kam heim. Irgendwann kam er zu mir und sagte nur „Komm!“ Ich folgte ihm und wir verließen die Wohnung. Er ging zu unserem Auto, einem Trabant und ich stieg ein. Er sagte die ganze Zeit nichts zu mir und ich war aufgrund der ganzen Vorfälle zu eingeschüchtert um zu fragen wohin wir fuhren. Wir verließen die Stadt und fuhren eine Weile auf der Landstraße, dann bog er von der Straße ab auf eine Wiese und hielt an. Er stieg aus und öffnete meine Tür damit ich auch aussteigen konnte. Ich hatte keine Ahnung was er dort wollte, fragte auch nicht, sondern wartete ab. Ein paar Meter entfernt ging es in einen Wald und links von uns stand eine Trauerweide. Mein Vater ging auf sie zu und riss Zweige von diesem Baum. Während er auf mich zu kam, entfernte er die Blätter von den Zweigen und sagte zu mir „Zieh deine Hose runter!“ Nun war mir klar was passieren sollte, auch wenn ich keine Ahnung hatte warum. Ich schüttelte nur mit dem Kopf und ging rückwärts von ihm weg. Mittlerweile waren die Zweige von den Blättern befreit. Ich weiß nicht mehr wie viele Zweige er in der Hand hatte, vor Angst sah ich nicht genau hin. Er sah mich mit zusammengekniffenen Augen an und sagte noch einmal „Zieh deine Hose runter!“ Ich schüttelte wieder nur den Kopf, hatte Tränen in den Augen und wich immer noch rückwärts vor ihm zurück. Er schnappte mich am Arm und zerrte mich über sein Bein. Keine Ahnung wie er das machte aber plötzlich war meine Hose unten und dann spürte ich ein so scharfes Brennen auf meinem Po, dass sich vor Schmerz meine Blase leerte. Ich schrie wie ich noch nie in meinem Leben geschrien hatte. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien und von seinem Bein, über das er mich gelegt hatte, herunterzukommen, aber er war zu stark.Keine Ahnung, ob ich alles verdrängt oder ausgeblendet habe oder sogar ohnmächtig wurde, jedenfalls ist dies das letzte woran ich mich entsinne. Ich weiß nichts mehr von der Heimfahrt oder der darauf folgenden Nacht. Das nächste woran ich mich entsinne, ist der Tag danach.Ich stand auf um in die Schule zu gehen, mein Po schmerzte höllisch. Über Nacht war das Blut von den Peitschenstriemen geronnen und mein Schlüpfer war am Blut fest geklebt. Beim Aufstehen wurde der Stoff durch die Bewegung von den Wunden los gerissen und es fing wieder zu bluten an. In der Schule hatten wir unsere erste Stunde bei Frau Seidel. Nach dem Klingeln stand die ganze Klasse immer neben ihren Stühlen, dann wurde der Pioniergruß gesagt und dann durften wir uns setzen, so auch an diesem Tag, aber ich konnte mich nicht setzen, es tat einfach zu weh.
„Ramona, setz dich bitte!“, sagte Frau Seidel. Ich schüttelte nur den Kopf. Sie kam auf mich zu und schaute mich besorgt an.„Was ist denn?“, fragte sie mich gefühlvoll. Ich nahm einfach nur, ohne etwas zu sagen, ihre Hand und zog sie aus dem Klassenraum. Sie folgte ohne Widerstand. Draußen zog ich sie weiter auf die Toilette, dort zog ich mein Kleid hoch und meine Unterhose herunter und dreht mich um. Sie gab einen erstickten Schrei von sich und hielt sich mit weit aufgerissenen Augen die Hand vor den Mund. Langsam traten ihr Tränen in die Augen und sie rannte raus. Ich stand einfach nur da und wartete, dass sie zurückkam. Alles was dann passierte ist verschwommen. Nur eins weiß ich noch genau, ich kam nie mehr nach Hause.Das nächste woran ich mich erinnere ist, das ich bei einer Familie bin. Ich sehe den Mann am Tisch sitzen. Er schneidet sich mit einem kleinen Messer ein Stückchen Brot ab und steckt es in den Mund, gleich darauf schneidet er sich ein Stück Wurst ab und steckt es ebenfalls in den Mund, ich hatte bis dahin noch nie jemanden so essen gesehen. Eine Frau mit kurzen dunklen Haaren sitzt an einem Tisch. Irgend etwas rattert da und sie ist voll darauf konzentriert irgend etwas mit bunten Stoffen zu machen. Irgendwann ruft sie einen Namen, ich weiß ihn aber nicht mehr und ein Mädchen mit langen dunkleren Haaren, aber nicht so dunkel wie die der Frau, kommt herein und geht zu ihr. Sie schlüpft in diese bunten Stoffe und sieht plötzlich um die Mitte ihres Körpers herum quadratisch aus. Ich fand das lustig, es gefiel mir. Die Frau lächelte mich an und winkte mich auch zu sich, dann wurde ich auch in bunte Stoffe gesteckt und hatte ebenfalls einen Würfel in der Mitte. Das ist das erste Mal, an das ich mich erinnere, das ich gelacht habe.Sonst hab ich leider keine Erinnerung mehr an diese Familie.
Ich sitze in einem Raum, von dem aus viele Türen in verschiedene andere sehr große Räume gehen. Viele Kinder rennen laut schreiend und tobend durch diese Räume. Manche bleiben kurz stehen und schauten mich neugierig an. Es war mir alles so fremd und ich fühlte mich so allein und ängstlich. Eine Frau kam zu mir und nahm mich bei der Hand.„Komm Ramona!“, sagte sie und zog mich hinter sich her.Sie brachte mich in einen kleineren Raum und setzte mich auf einen Stuhl, der in der Mitte des Raumes stand. Sie legte mir einen Umhang um die Schultern, dann hörte ich ein summendes Geräusch was auf mich zu kam. Ich wollte mich umdrehen um zu sehen, was es ist, aber sie hielt meinen Kopf fest und dann vibrierte es auf meiner Kopfhaut. Eine Strähne meines sehr feinen, weißblonden, glatten Haares fiel auf meinen Schoß. Ich fing leise zu weinen an.Mittlerweile war ich in der zweiten Klasse. Ich stehe in einem Gang eines Schulgebäudes, das ich nicht kenne. Das Gebäude scheint sehr alt zu sein, es gefällt mir nicht. Der Boden ist grün und glatt. Ich schau auf viele Türen die sich in unterschiedlichen Gängen befinden und weiß nicht, wo ich hin muss. Ich fühle mich verloren.Es ist Abend. Alle Kinder aus dem Kinderheim gehen in Zweierreihen eine Treppe hinab in eine untere Etage (oder auch Keller) wo sich die Waschräume befinden. In dem Raum befinden sich zwei oder drei Reihen ziemlich mittig des Raumes, mit Waschbecken. An einer Wand (ich weiß nicht mehr an welcher) stehen Stühle. Da müssen wir uns ausziehen und die Sachen ablegen. Rechts neben der Tür, zu der wir hereinkamen steht eine Badewanne. Eine Erzieherin steht dort und wir stellen uns wieder in Zweiergruppen wartend an um baden zu können. Immer zwei Kinder setzen sich gleichzeitig in die Wanne, um kurz zu baden, dann kommt die nächste Gruppe dran ohne das Wasser gewechselt wird. Die Kinder, die fertig sind sollen zu den Waschbecken gehen und sich die Zähne putzen. Anschließend gehen wir zusammen in einen Raum mit vier Doppelstockbetten. Links neben der Tür, quer zum Raum, stehen zwei davon mit einem schmalen Gang dazwischen. Noch weiter links ist eine weitere Tür, an der Wand gegenüber stehen nochmals zwei Betten längs zur Wand. Alle sind belegt.Nachts muss ich oft aufstehen, weil ich dringend auf die Toilette muss. Mein Po brennt und es wird jedes Mal schlimmer, wenn ich aufs Klo und mir wieder den Po abwischen muss. Eine Erzieherin macht mir Salbe darauf was ein wenig hilft, aber mein Durchfall wird nicht besser.Wir sitzen in einem der Aufenthaltsräume. Ein Mädchen, sie ist ein wenig älter als ich, sitzt auf ihrem Platz und hatte eine Torte mit ein paar Kerzen darauf vor sich. Sie bläst sie aus und alle lachen und klatschen. Das Mädchen lächelt die anderen Kinder an und obwohl ich selbst erst acht Jahre alt bin sehe ich, das sie traurig ist, sie tut mir leid. Sie schaut auf die Torte und sagt mehr zu sich selbst,„Das ist nun schon mein dritter Geburtstag hier!“, dann rollen ihr Tränen über die Wangen.Manche Kinder im Heim waren schwer erziehbar. Andere, so wie ich, waren dort, weil sie wegen Misshandlung von zu Hause weggenommen wurden und wieder andere waren da, weil ihre Eltern tot waren und es keine Verwandten gab, die sie aufnahmen. An bestimmten Feiertagen gab es aber Familien, die sich für kurze Zeit Kinder aus dem Heim holten damit sie mal da heraus kamen. Ich war eines der Kinder was über Ostern zu so einer Familie kam (vielleicht sollte es auch eine Art Probe für eine eventuelle Adoption sein). Auch diese Familie hatte eine Tochter, wir waren glaube ich circa gleich alt. Ich kann mich nur an das Wohnzimmer erinnern. Ich empfand es als sehr schön da. Am meisten freute ich mich über meine Ostergeschenke. Ich bekam so eine kleine Tafel mit einem Holzstift. Der Mann zeigte mir das ich mit dem Stift auf der Tafel schreiben und malen konnte und das ich dann alles, was ich gemalt hatte löschen konnte, wenn ich den kleinen Schieber nach unten zog, der rechts an der Tafel zwischen der Folie und dem Brett befestigt war. Ich hatte mich noch nie so über etwas gefreut wie über diese Tafel.Ich erinnere mich das ich etwas zerbrochen habe, ich glaube es war eine Vase, bin aber nicht sicher und die Frau war ziemlich aufgebracht deswegen.Ich kam zurück ins Heim.
Ich bin alleine in einem Raum und liege in einem Bett. Ich fühle mich schwach und mir ist langweilig. Eine Erzieherin kommt herein und stellt mir einen Teller mit weißlichem Brei auf das kleine Tischchen neben meinem Bett. Ich sage ihr, dass ich das nicht essen möchte, weil es mir nicht schmeckt, aber sie sagt, dass ich das essen müsste, denn wenn ich das nicht täte müsste ich ins Krankenhaus und da würde man mir eine Nadel in den Arm stechen und mich so ernähren. Ich wollte keine Nadel in meinem Arm haben, also schluckte ich den Haferschleim tapfer hinter. Kurz nachdem ich alles aufgegessen hatte, wurde mir übel und ich erbrach mich so wie jedes Mal, wenn ich etwas aß und wenn ich mal ein wenig drin behielt, bekam ich wieder Durchfall.Eines Abends kam eine Erzieherin herein und sagte, dass ich mitkommen sollte. Ich stieg aus dem Bett und folgte ihr auf wackligen Beinen. Im Durchgangszimmer, von dem aus es in die verschiedene Aufenthaltsräume ging, saßen ein Mann und eine Frau. Die Erzieherin ging zu den beiden und drückte mich auf den Stuhl, der den beiden gegenüber stand, dann wand sie sich dem Paar wieder zu und sagte.„Ich muss mich noch kurz um die Kinder kümmern, es ist gerade die Zeit zum Waschen, aber sie können sich ja schon ein wenig informieren...“dabei zeigte sie auf mich„ … und sobald die Kinder im Bett sind komme ich zu ihnen!“Damit ließ sie uns alleine und ging mit der Gruppe die Treppe hinunter. Ich schaute mir die Frau an die vor mir saß und mich nun ebenfalls musterte. Sie war schlank, hatte braune Haare und blaue Augen, ihre Lippen waren sehr schmal und etwas zusammen gepresst. Der Mann war sehr kräftig, seine Haare waren ebenfalls braun und einfach nach hinten gekämmt, oberhalb der Stirn waren sie gewellt, sodass sie dort etwas abstanden. Er hatte graublaue Augen, eine normal große, ganz leicht gebogene Nase und vollere Lippen die offen lächelten. Er rieb ständig beide Hände aneinander und schaute sich um, immer noch vor sich hin lächelnd. Dabei drehte er leicht den Kopf, sodass ich ihn im Profil sah. Er erinnerte mich von der Seite an einen Halbmond da sein Gesicht, bis auf die Nase, ganz gerade war, keine Wölbung der Stirn oder der Wangen oder des Kinns, nichts, ganz gerade und die zurück gekämmte Welle am Haaransatz stand leicht nach vorn was den Eindruck eines Halbmondes noch verstärkte. Sein äußeres schüchterte mich ein wenig ein.Die Frau fragte mich nach meinem Namen.„Ramona!“,antwortete ich und sie schaute mich etwas irritiert an.„Wie alt bist du?“,wollte sie dann wissen.„Acht!“„Warum bist du hier?“,fragte sie mich. Ich zuckte mit den Schultern, denn ich wusste nicht, was ich antworten sollte. Ich wusste nicht, warum meine Mama nie zu mir zurückkam. Ich wusste auch nicht, warum ich damals nach der Schule nicht mehr nach Hause durfte. Ich hatte keine Ahnung warum ich Frau Seidel, die ich sehr vermisste, nicht mehr sehen konnte und stattdessen zu ganz fremden Menschen kam, die mich dann plötzlich in ein Kinderheim gebracht hatten. Ich war immer noch traurig, dass ich nach Ostern wieder zurück ins Heim musste, aber da konnte ich mir wenigstens den Grund denken, ich hatte bei dieser Familie etwas kaputt gemacht, eine Vase zerbrochen oder etwas in der Art, worüber sich die Frau ziemlich geärgert hatte. Also was sollte ich dieser Frau antworten, warum ich hier war?„Was ist mit deinen Eltern?“,fragte sie weiter. Wieder dachte ich an meine Mama und Tränen traten mir in die Augen, ich dachte auch an meinen Vater und trotz der vielen Schläge und Schmerzen, die ich ertragen musste, fehlte er mir. Ich zuckte wieder nur mit den Schultern und schaute nach unten, Tränen liefen mir über das Gesicht. Der Mann, der bis dahin nichts gesagt hatte und ununterbrochen seine Hände aneinander gerieben hatte, berührte die Frau am Arm damit sie zu ihm hin sah und schüttelte leicht den Kopf. Sie entzog ihm ihren Arm und schaute wieder zu mir. Sie wollte gerade etwas sagen oder mir wieder eine Frage stellen als die Erzieherin aus dem Keller kam und mich wieder in mein Zimmer brachte. Ich fühlte mich so elend und alleine, durch die Fragen der Frau war meine Sehnsucht vor allem zu meiner Mama sehr groß und, ohne das ich etwas gegessen hatte, würgte ich, aber es kam nur Schleim. Danach sind die Tage wieder ein einheitlicher grauer Nebel, durchzogen von Unbehagen, Traurigkeit und Erbrechen.
Ich kann mich nicht daran erinnern das der Mann und die Frau wieder im Kinderheim waren, meine Erinnerung setzt erst ein als ich mit ihnen zusammen in einem kleinen Auto sitze, dass ich bis dahin noch nie zuvor gesehen hatte. Es war ziemlich eng darin, enger als in einem Trabant den ich ja von meinem Vater her noch kannte und das Auto war rund herum abgerundet. Später erfuhr ich das es ein Saporosch war. Ich kann mich nicht mehr entsinnen, ob es Frühling oder Herbst war, auf alle Fälle lag kein Schnee, aber es war ziemlich kalt draußen. Ich hatte ein schwarz-weißes Pepitakleid an. Es war das einzige Kleidungsstück, was ich noch von meinem ersten zu Hause hatte, ich hatte es an dem Tag getragen als ich Frau Seidel meine Verletzungen am Po zeigte. Weiter besaß ich wohl nichts und das Kinderheim gab wohl keine Kleidungsstücke mit, denn das war alles, was ich trug, ich hatte keine Strumpfhose und auch keine Jacke an. Aber wenigstens im Auto war es schön warm. Der Mann und die Frau unterhielten sich, ich verstand durch den Motorenlärm nur wenige Wortfetzen. Er sagte„... Sonntag ist alles zu...!“Sie erwiderte„dann halt zum Intershop, wenn das die Nachbarn sehen...!“
Ab und zu schaute die Frau zu mir hinter, sagte aber nichts. Wir fuhren auf einen Parkplatz. Der Mann hielt ganz nahe an einem Gebäude, sodass wir mit fünf Schritten drin waren. Der Geruch der mir entgegenschlug überwältigte mich, ich hatte noch nie etwas so angenehmes gerochen, irgendwie süß aber auch frisch. Es sah alles so total schön aus, die Farben und das Licht blendeten mich geradezu. Ich sah mir die Sachen an die man da zu kaufen bekam. Schmuck mit glitzernden Steinen lagen in einer Vitrine. Kaugummi in den unterschiedlichsten Formen und Farben gab es da, meist rund, aber auch länglich und in Schachteln die wie Zigarettenschachteln, die ich von meinem Vater kannte, aussahen. Außerdem gab es sie noch als Streifen mit bunten, lustigen Bildern darauf. Mir liefen die Augen über und ich hätte meine kleine Seele für so einen Kaugummi hergegeben. Dann standen da in einem Regal Spielsachen, manche waren in Schachteln verpackt, andere standen oder lagen so da zusammen mit Plüschtieren. Andere Sachen nahm ich nicht mehr wahr, der Kaugummi und die Spielsachen nahmen meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch, zumindest bis die Frau mich rief. Ich ging zu ihr. Sie hatte zwei Strumpfhosen in der Hand, eine weiße und eine graue. Auf dem Verkaufstresen lagen noch mehr Strumpfhosen. Sie fragte mich welche mir besser gefallen würde und hielt mir die weiße und die graue hin. Ich sah aber nur die rote, die vor ihr lag und zeigte schüchtern mit dem Finger darauf. Das rot war so schön, es leuchtete gerade zu unter dem Licht und ich konnte mich nicht erinnern das ich jemals etwas wirklich Schönes, buntes zum Anziehen besessen hatte. Sie schaute auf die Strumpfhose, auf die ich gezeigt hatte und war unschlüssig. Der Mann sagte etwas zu ihr was ich nicht verstand, daraufhin legte sie etwas widerwillig die Strumpfhosen, die sie in den Händen hielt, weg und gab der Verkäuferin die rote Strumpfhose und nickte dabei. Sie zog ihr Portemonnaie heraus und bezahlte, dann liefen wir zum Auto wo ich meine rote Strumpfhose anziehen durfte. Ich freute mich genauso sehr wie damals, als ich die kleine Maltafel zu Ostern von der mir fremden Familie bekam, bei denen ich etwas kaputt gemacht hatte, und konnte nicht oft genug mit den Händen über die Strumpfhose fahren und sie ansehen.Wir fuhren ziemlich lange, durch mehrere Städte und dann bog der Mann in eine Einfahrt ein und hielt vor einer Garage. Als ich aus dem Auto ausstieg, fing ich an zu frieren. Die Frau nahm mich an der Hand und lief mit mir zum Haus. Dieses Haus hatte drei Eingänge. Am mittleren Eingang blieb sie stehen und schloss auf. Sie stieg eine Treppe nach oben und schloss dort die linke Eingangstür auf. Ich trat in einen ziemlich engen, länglichen Flur von dem aus rechts 2 Türen abgingen, gerade aus war eine Tür zu sehen und links von uns ebenso. Anschließend an dieser linken Tür war eine Garderobe an der Wand befestigt, an der die Frau ihre Jacke auf hängte. Direkt gegenüber der Garderobe, zwischen den beiden Türen hing ein Spiegel und darunter stand ein kleiner, länglicher Schrank. Den öffnete sie und holte ein Paar Hausschuhe heraus, die sie mir entgegenhielt. Ich trat mit dem rechten Fuß an die Ferse des linken Fußes, um den Schuh so festzuhalten und zog meinen Fuß aus dem Schuh heraus, so wie ich das immer tat. Als fast nur noch meine Zehen in dem Schuh steckten, schlenkerte ich meinen Fuß ein wenig, damit der Schuh ganz abfiel. Das Gleiche tat ich dann mit dem anderen Schuh. Sie sah mir dabei zu und schüttelte mit dem Kopf.„Nimm bitte deine Hände um die Schuhe aus zuziehen und stell deine Schuhe hier ab!“Sie zeigte rechts neben den kleinen länglichen Schrank wo eine kleine Matte lag, auf dem schon ein Paar Frauenschuhe standen. Ich holte also meine Schuhe, die weiter hinten schon fast an der Wand des Flurs lagen. Da sah ich auch, dass der Flur links etwas herausgezogen war und das dort ebenfalls noch eine Tür abging, die ein kleines Fenster im oberen Viertel der Tür hatte. Ich nahm also meine Schuhe auf und stellte sie zu dem Paar Frauenschuhe auf die Matte. Die Frau selbst war in das Zimmer gegangen, welches sich links neben der Eingangstür befand. Es war die Küche und ich folgte ihr dort hinein. Links neben der Küchentür stand die Küchenzelle, die Front war glatt und glänzte in einem zarten Mintton. Zwischen der Küchenzelle und der Außenwand war eine weiße Tür. Rechts neben der Tür befand sich das Fenster. Rechts neben dem Fenster stand ein Tisch mit zwei Stühlen davor, daneben eine Spüle und daran anschließend ein Gasherd mit einem kleinen Kohleofen daran. Die Eingangstür wurde aufgeschlossen und der Mann kam herein. Ich machte noch einen Schritt in die Küche, um ihm nicht im Weg zu sein. Meine Lebenserfahrung bis dahin hatte mir gezeigt das es nicht gut war jemandem im Weg zu stehen. Er zog seine Jacke und die Schuhe aus, und kam ebenfalls in die Küche. Ich zog mich zum Fenster zurück, er kam mir nach. Er bewegte sich zur linken Seite, also wisch ich nach rechts aus um aus dem Weg zu sein. Er öffnete die weiße Tür, dahinter befand sich eine Art Wandschrank mit ein paar Brettern darin, welche zwei Drittel des Schrankes auf der linken Seite einnahmen, daneben standen ein Besen und ein Staubsauger, sowie übereinander gestapelte Eimer mit Lappen darin. Er nahm sich einen der Eimer, der ziemlich schepperte, als er an einen anderen Eimer anschlug, aus dem Schrank und wand sich wieder der Eingangstür zu. Während er das alles tat, hatte die Frau eine Tür des Küchenschrankes geöffnet und eine Kaffeemühle herausgeholt. Sie schüttete ein paar Kaffeebohnen hinein.„Ich brauch erst mal einen Kaffee!“, sagte sie zu dem Mann.„Na klar!“,antwortete dieser und grinste, dann war er auch schon an der Tür und ging wieder nach draußen. Die Frau ging zum Herd, um die Kaffeemühle an eine Steckdose anzuschließen, die sich rechts neben dem Herd an der Wand befanden. Nachdem sie die Bohnen gemahlen und die Mühle abgestellt hatte entzündete sie eine Flamme auf dem Herd und stellte einen Wasserkessel darauf. Der Mann kam wieder zurück, den Eimer voller Kohlen. Er öffnete die Klappe des Ofens und begann darin Feuer zu machen. Beide ignorierten mich. Der Kessel fing an zu pfeifen und die Frau nahm ihn und schüttete das heiße Wasser in einen Filter, der auf einer Kaffeekanne saß und in den sie vorher das gemahlene Kaffeepulver geschüttet hatte. Der angenehme Duft von Kaffee breitete sich aus. Sie öffnete den großen, hohen Schrank der Küchenzelle, dort nahm sie etwas aus einer Schachtel und legte es auf einen großen Teller, dann verließ sie mit dem Teller die Küche, ich blieb, wo ich war. Sie kam wieder herein und nahm drei Teller und drei Tassen aus dem Schrank. Sie sah zu mir hin und reichte mir die Teller.„Komm hilf mir mal!“Ich ging auf sie zu und nahm die Teller, dann folgte ich ihr durch den Flur in das hintere rechte Zimmer, das Wohnzimmer. Rechts neben der Tür stand ein Stuhl, daneben ein kleiner ovaler Tisch und anschließend daran eine Couch, vor der ein länglicher Tisch stand, auf dem sie den Teller abgestellt hatte. Ich stellte ebenfalls meine Teller dort ab. Gegenüber der Tür befand sich ein sehr breites Fenster mit drei Flügeln, ein sehr breiter Flügel in der Mitte und je ein etwas kleinerer Flügel rechts und links davon. Links an der Wand stand ein Wohnzimmerschrank, an den ich aber keine direkte Erinnerung mehr habe. Links neben dem Schrank stand noch ein kleiner Tisch zwischen zwei Sesseln an der Wand. Davor, also an der Wand, an der sich auch die Tür befand, stand ein Kachelofen mit braunen Kacheln.
Der Mann kniete davor und machte auch da ein Feuer an. Die Frau hatte die Tassen abgestellt und holte den Kaffee, der mittlerweile durchgelaufen war.Ich wusste nicht, wo ich mich hinsetzen sollte, also blieb ich abwartend stehen und schaute den beiden zu. Die Frau verteilte die Teller und die Tassen, legte Löffel auf die Teller, goss in zwei der Tassen Kaffee ein und verließ das Wohnzimmer wieder um kurz danach mit einem kleinen Topf voller Milch zurückzukommen, die sie dann in die andere Tasse goss, ich setzte mich auf den Platz wo diese Tasse stand.Es klingelte. Meine neue Mutter (sie sagte zu mir, dass ich sie Mutti nennen sollte) öffnete die Tür. Stimmengewirr aus dem Flur drang zu mir ins Wohnzimmer. Ich späte schüchtern um den Kachelofen herum in den Flur. Eine etwas rundliche kleine Frau mit braunen Haaren, ein Mann in circa dem gleichen Alter und ein Junge der ungefähr 5 Jahre älter war als ich standen dort und legten ihre Jacken und Schuhe ab. Ich zog mich in die hinterste Ecke hinter den Ofen zurück. Sie kamen alle zusammen ins Wohnzimmer und schauten sich suchend nach mir um. Der Junge schaute schnell wieder weg, nachdem er mich gesehen und kurz„Hallo!“gesagt hatte. Ich erwiderte nichts, hatte nur Angst und war unsicher was nun weiter geschah und wer diese Leute waren. Der Mann sah mich an, lächelte ein wenig und sagte mehr zu sich selbst„Na da ist sie ja...!“.Die Frau sah mich im selben Augenblick wie die anderen, riss die Augen weit auf und hielt sich erschrocken die Hand vor den Mund. Meine Mutter schaute sie an und fragte„Was hast du?“„Das ist doch Ramona, die Tochter von Anna!?“Nun schaute meine Mutter diese Frau verwirrt und ungläubig, aber auch hoch interessiert an.„Woher kennst du sie?“„Ihre Mutter hat bei mir in der Firma gearbeitet, als Krankenschwester, da hat sie Ramona öfter mal mitgebracht! Ich war mir nur nicht gleich hundertprozentig sicher, da sie ja jetzt so dünn ist!“
