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Kinder zum selbstständigen Entdecken biblischer Geschichten einladen – das ist das Potenzial der Mach mit-Methoden. Die Beschreibung der Methoden – abgestimmt auf Kinder von 6 bis 12 Jahren – hat viel Praxisbezug und ist übersichtlich gestaltet, teilweise mit Download. Mit Kindern die Bibel aufführen: Die Methoden laden zum Schauspielern ein. Die Kinder hören die Geschichten nicht nur, sondern gestalten sie mit Sprache, Mimik, Gestik oder Musik selbst. Das fördert die Wahrnehmung und Körperarbeit. Die Mach mit-Methoden: Eine aktive Gestaltungshilfe für Kindergottesdienst, Jungschar, Freizeit und Religionsunterricht.
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Seitenzahl: 50
Veröffentlichungsjahr: 2026
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Sara Schmidt
Mach mit-Methoden
Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
In unseren Veröffentlichungen bemühen wir uns, die Inhalte so zu formulieren, dass sie allen Menschen gerecht werden, dass sich alle Geschlechter angesprochen fühlen, wo alle gemeint sind, oder dass ein Geschlecht spezifisch genannt wird. Nicht immer gelingt dies auf eine Weise, dass der Text gut lesbar und leicht verständlich bleibt. In diesen Fällen geben wir der Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes den Vorrang. Dies ist ausdrücklich keine Benachteiligung einzelner Geschlechter.
Benennung der Bibeltexte auf Grundlage der Überschriften in der Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuauflage, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.
Dieser Titel ist entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund Schweiz, www.bibellesebund.ch, und der Deutschen Bibelgesellschaft, www.die-bibel.de.
© 1. Auflage 2026 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH 2026 Haeberlinstraße 1–3, 70563 Stuttgart, [email protected] All rights reserved.
ISBN Buch 978-3-86687-415-2 ISBN E-Book 978-3-86687-416-9
Lektorat: buch+musik – Dorothea Zarbock, Gießen Umschlaggestaltung: buch+musik – Toby Wolf, Stuttgart Satz: buch+musik, Stuttgart – unter Verwendung von parsX der pagina GmbH, Tübingen Satz Downloads: buch+musik – Toby Wolf, Stuttgart Bildrechte Umschlag, Inhalt, Downloads: iStock: Vitalii Dumma; unsplash: Marjan Blan Bildrechte Fotos: Sara Schmidt, Steffisburg Bildrechte Illustrationen: Bianca Stegmeier, Ditzingen, © Bibellesebund Schweiz Bildrechte Fotos Autorin: Klaus Anderson, Sindelfingen; Illustratorin: privat
www.praxisverlag-bm.de
Einleitung
Mit Kindern die Bibel aufführen
Die Reihe „Mach mit-Methoden“
Verkleidungskiste
Körperhaltung
Zwei Lager
Aufeinander zugehen
Emotionstheater
Rollenspiel
Personentumult
Fensterblick
Imaginäres Spiel
Lebendige Bilder
Pantomime
Solo-Spiel
Mitmach-Theater
Zeitlupe
Nachrichtensendung
Schattenspiel
Szenische Darstellung
Bibliolog
Standbild
Bibel-Live-Sendung
Sprech-Motette
Lied-Improvisation
Bibel-Rap
Hörspiel
Stopp-Motion-Film
Autorin und Illustratorin
Reihe Mach mit-Methoden
Die Methoden in diesem Band laden zum Schauspielern ein. Die biblischen Geschichten werden nicht nur gehört, sondern mit Mimik, Sprache, Gestik und Musik lebendig gestaltet.
Sieben praktische Tipps für die Umsetzung
Bewegung einbauen: Bewegung aktiviert das Gehirn und hilft, Inhalte besser zu speichern. Z.B.: „Alle sind jetzt Wellen, die hin und her schwappen.“ Ein Wechsel zwischen stehen, sitzen, laufen, zwischen laut, leise, schnell steigert die Dynamik und Aufmerksamkeit.
Improvisation zulassen: Im Spiel bewusst Freiräume für die Ideen der Kinder geben: „Wie könnte deine Figur die andere begrüßen?“ Alternativvorschläge zulassen wie etwa „Mein David möchte lieber hüpfen als laufen“.
Den Inhalt einfach halten: Wesentliches herausfiltern, überflüssige Szenen streichen. Einfache Sprache verwenden, schwierige Worte kindgerecht erklären. Eine Erzählperson einsetzen, die Orientierung gibt, Lücken füllt und Übergänge schafft.
Positive Rollenverteilung: Jedes Kind soll das Gefühl haben, wichtig zu sein – auch ohne Hauptrolle. Mehrere gleichwertige Hauptrollen schaffen, z.B. drei Engel, zwei Erzähler. „Hinter den Kulissen“-Aufgaben anbieten, wie das Bewegen von Tüchern, Erzeugen von Geräuschen oder Reichen von Requisiten.
Wirklichkeit und Fantasie: Kindern ihre eigene Spiel-Wirklichkeit zugestehen und entwickeln lassen. Raum geben, dass sie ausprobieren, nachspielen, eigene Vorstellungen imaginieren und neue und fremde Rollen erproben können.
Sicherheit und Wertschätzung schaffen: Eine wertschätzende Atmosphäre fördert Mut und Offenheit. Wichtig sind Freiwilligkeit, der Schutz der Kinder und ihrer Körper und Fehler freundlich aufzunehmen, sie als Teil des Spiels zu sehen.
Methoden wie die „Verkleidungskiste“ kann man der Gattung Rollenspiel und Improvisation zuordnen. Es gibt kein festes Skript, nur eine grobe Handlungsvorgabe. Kinder schlüpfen spontan in Rollen, erfinden Dialoge selbst. Andere Methoden gehören zur Gruppe der Standbilder wie bspw. „Körperhaltung“. Kinder üben Ausdrucksmöglichkeiten, Positionierungen im Raum oder stellen eine Szene „eingefroren“ wie ein Foto dar. Das Ausdrücken von Szenen allein durch Mimik und Gestik wie bei der „Pantomime“ oder das Spielen mit zeitlichen Elementen, z.B. bei „Zeitlupe“, sind typische Methoden und Techniken des Bewegungstheaters. Geschichten wie das „Solo-Spiel“ sind Teil des Monodramas, d.h. sie werden nur von einer Person dargestellt. Wieder andere Methoden haben den Charakter eines Theaters zum Mitmachen. Die Kinder machen Geräusche, Bewegungen, erhalten kleine Rollen, eine Erzählperson führt durch die Geschichte. So wie beim „Personentumult“. Methoden wie „Bibel-Live-Sendung“ gleichen eher einem Forumtheater. Hier können Zuschauer eingreifen, Rollen übernehmen, Szenen verändern. Weiter gibt es Methoden, die mit einem vorgegebenen Theatertext arbeiten oder Kinder Texte selbst schreiben und damit spielen lassen. Die „Nachrichtensendung“ ist dafür ein Beispiel. Der Band schließt mit Methoden, die keine Theaterform im engeren Sinn darstellen. Dazu gehört das „Hörspiel“ als dramatisierte, akustische Darbietung, der „Stopp-Motion-Film“, der bewegte Bilder herstellt, und musikalische Darbietungsformen, wie z.B. die „Lied-Improvisation“.
Methoden zur Darstellung mit Figuren, Puppen, Handpuppen sind in diesem Band nicht aufgeführt, sondern werden an anderer Stelle der Reihe „Mach mit-Methoden“ thematisiert.
Die Methoden in diesem Band können verschieden eingesetzt werden. Einige Methoden eignen sich zum Einstieg in Geschichten. Sie sind eher kurz und flexibel an verschiedene Geschichten anpassbar, wie das „Emotionstheater“. Andere Methoden ermöglichen interaktive Darbietungen, können aber auch in Gottesdiensten eine Beteiligung von Jung und Alt ermöglichen. Das „Mitmach-Theater“ ist dafür ein Beispiel. Methoden wie das „Rollenspiel“ laden ein, Bibeltexte mitzuerleben oder nachzuspielen. Wieder andere Methoden sind „große“ und auch komplexe Methoden, wie beispielsweise „Bibliolog“ oder „Fensterblick“. Sie helfen Dynamik und Kern einer Geschichte sichtbar zu machen und laden zur Reflexion und eigener Deutung ein. Nicht nur biblische Geschichten, auch ethische Fragen oder Konfliktgeschichten wie bei der Methode „Zwei Lager“ können durch schauspielerische Methoden neue Zugänge in einen Bibeltext ermöglichen. Zeitintensivere Methoden wie „Bibel-Rap“ lassen sich am besten in einer Projektarbeit durchführen.
Anhand der Icons unter dem jeweiligen Methodennamen ist eine Einschätzung, in welcher Altersgruppe die Methode gut durchführbar ist, leicht möglich. Die Altersangaben sind jedoch nicht als absolute Angaben zu verstehen. Methoden können für jüngere oder ältere Kinder angepasst werden. Einige Methoden eignen sich schon für das Vorschulalter. Bei älteren Kindern können Geschichten stärker szenisch gestaltet und dargestellt werden. Auch der Schauplatz und die Beziehungen der Figuren untereinander können im Spiel mehr berücksichtigt und reflektiert werden. So können auch bekannte Geschichten zu neuen Interpretationen und Gesprächen anregen.
