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Die Matreier Gespräche des Jahres 2014 waren an zwei Gedenken geknüpft, an den 100. Geburtstag Otto Koenigs und an den Rückblick auf 40 Jahre Matreier Gespräche. Die in Teilband 2 vorliegenden kulturethologischen Beiträge befassen sich mit der neuzeitlichen Brauch- und Gedenkkultur im Allgemeinen („Eventualisierung“, Centenarfeiern), mit Tieren „im Krieg zwischen Kamerad und Symbol“ nach zeitgenössischen Texten aus dem Ersten Weltkrieg sowie mit dem Mut und Ritualen der Mannbarkeit bei Jägern und Wilderern. Ein weiterer Text ist der Erinnerung an Alfred K. Treml gewidmet.
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Seitenzahl: 106
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Vorwort
Helga Bleckwenn
Centenarfeiern der Neuzeit. Vom Wandel ihrer Festkultur
Hartmut Heller
Die ‚Eventualisierung‘ unserer Brauchkultur
Roland Girtler
Rituale der Mannbarkeit bei Jägern und Wilderern – die Bedeutung des Mutes
Dagmar Schmauks
Tiere im Krieg zwischen Kamerad und Symbol – Ein kulturethologischer Rückblick auf Texte des Ersten Weltkrieges
Helmwart Hierdeis
Mutabor
Verzeichnis der Autoren und Herausgeber
Die von Otto Koenig 1972 begründeten „Matreier Gespräche“ waren seit Beginn wirkliche „Gespräche“ und ließen immer auch spontane Einfälle, thematische Ergänzungen, Anmerkungen zu aktuellen ethologischen Projekten zu, aber auch zu persönlichem Gedenken. Das gilt auch für die Matreier Gespräche des Jahres 2014. Die Gespräche waren nach den Plänen von Alfred Treml an zwei Gedenken geknüpft, an den 100. Geburtstag Otto Koenigs und an den Rückblick auf 40 Jahre Matreier Gespräche. Diese thematischen Ergänzungen, Erweiterungen folgen hier in drei Einheiten.
Die erste Einheit passt unmittelbar zum kulturethologischen Gesamtrahmen. Die Arbeiten von Hartmut Heller (Die ‚Eventualisierung‘ unserer Brauchkultur) und von Helga Bleckwenn (Centenarfeiern der Neuzeit. Vom Wandel ihrer Festkultur) nehmen die aktuellen Jubiläen (100 Jahre Otto Koenig; 40 Jahre Matreier Gespräche) zum Anlass, sie in den größeren Zusammenhang der Entwicklung von Jubiläums-Festivitäten zu stellen und so nach generelleren Verläufen und Trends in der Geschichte von Festlichkeiten zu fragen. Genau dieser Weg musste in den Augen Koenigs beschritten werden, um zur Kulturethologie zu kommen.
Die zweite Einheit bilden die Referate von Dagmar Schmauks (Tiere im Krieg zwischen Kamerad und Symbol – Ein kulturethologischer Rückblick auf Texte des Ersten Weltkrieges) und Roland Girtler (Rituale der Mannbarkeit bei Jägern und Wilderern – die Bedeutung des Mutes). Beide Referate sind Niederschlag aktueller kulturethologischer Projekte. Dagmar Schmauks zeigt an historischen Beispielen aus dem Ersten Weltkrieg, in welcher Weise und in welchem Umfang auch Tiere zu Kriegszwecken missbraucht worden sind und welche Verhaltensverzerrungen sich über ausgeklügelte Dressuren erreichen lassen. Roland Girtler zeichnet einerseits in den Ritualen der Mannbarkeit kulturethologisch geläufige Verlaufsformen nach, erweitert aber zugleich die kulturethologische Fragestellung auf das funktionale und motivationale Feld der Rituale. Mit dieser Erweiterung nimmt er eine Fragestellung auf, die zwar zu den zentralen Fragen der Kulturethologie zählt, aber noch viel zu wenig thematisiert wird.
Die dritte Einheit hängt mit den dramatisch-tragischen Umständen der Matreier Gespräche von 2014 zusammen. Alfred Treml hatte in der Nachfolge Hartmut Hellers 2010 die wissenschaftliche Leitung der Matreier Gespräche übernommen. Er hatte auch die hier publizierte Tagung minutiös vorbereitet und dazu eingeladen. Am 2. September 2014 ist er bei dem Versuch, das Matterhorn zu besteigen, verstorben. So war in Matrei nicht nur Otto Koenigs zu gedenken, sondern auch Alfred Tremls. Ich war durch Bernhard Ruso gebeten worden, die von Alfred Treml vorbereitete Tagung zu leiten. Am Eröffnungsabend haben wir Alfred Tremls gedacht. Die persönlichen Erinnerungen haben Helmwart Hierdeis und ich übernommen. Ich habe in einem ausführlichen, mit zahlreichen Fotos unterstütztem Beitrag aus Tremls Leben und von seinen Verdiensten um die evolutionäre Pädagogik und um die Matreier Gespräche berichtet. Das Resümee meines Beitrages ist bereits im Matreier Sammelband des Jahres 2014 erschienen. Helmwart Hierdeis’ Beitrag „Mutabor. Zur Erinnerung an Alfred K. Treml († 2.9.2014)“ wird nun hier abgedruckt. Es ist ein Beitrag, aus dem die Freundschaft ablesbar ist, aber auch die Tiefgründigkeit und der Reichtum an Dimensionen von Alfred Tremls Denken und Leben.
Max Liedtke
Zum Schluss bleibt wieder herzlich zu danken: der Gemeinde Matrei in Osttirol und der Familie Hradecky im Gasthof Hinteregger für die Gastfreundschaft, der Otto-Koenig-Gesellschaft und ihren Unterstützerinnen und Unterstützern für die Ausrichtung der Tagung, dem Institut für Interdisziplinäre Gebirgsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für das Lektorat des Bandes und vor allem den bei der Tagung referierenden Kolleginnen und Kollegen, die wiederum pünktlich ihre Manuskripte zur Verfügung gestellt haben.
Innsbruck, im Oktober 2015
Für das Herausgeberteam
Oliver Bender und Sigrun Kanitscheider
Helga Bleckwenn
Zusammenfassung
Bestimmte Erinnerungsfeste sind dem politisch-kulturellen Gedächtnis kollektiv eingeprägt und werden gesellschaftlich intern oder öffentlich tradiert: das Wartburgfest 1817, das Hambacher Fest 1832 und das Treffen von Bünden der Jugendbewegung auf dem Hohen Meißner 1913. Dies waren auch Gegenfeste zu offiziellen, das heißt staatlich inszenierten Feiern der erinnerten Daten. Entsprechendes gilt für die ersten Jahrhundertfeiern von Geburts- und Sterbedaten der Dichter, was besonders an den Schiller-Feiern 1859 zu erkennen ist. Zugleich zeigen diese Ehrungen des Bürgertums für seine Geistesheroen auch Adaptionen höfischer Formen. Später, bei den Goethe-Feiern 1932, zeichnet sich dann die Möglichkeit einer machtpolitischen Instrumentalisierung ab, die freilich auch eine zeitgemäße Medialität nutzt. Eine solche Instrumentalisierung wird ebenfalls, in anderen Systemen, sehr deutlich bei den Goethe-Feiern 1949 in Frankfurt a. M. und Weimar.
Vielleicht ist die gegenwärtige Zurückhaltung oder Abwehr solcher Traditionsaufnahme in maßgeblichen Medien auch ein Grund für den Niedergang der Erinnerungskultur: Es fehlen nach unserer gebrochenen Geschichte die verbindenden Anlässe. Die Berliner Feier 25 Jahre nach dem Mauerfall gibt ein vielleicht hoffnungsvolles Gegenbeispiel.
0 100 Jahre Otto Koenig – persönliche Erinnerungen
Ich habe Otto Koenig noch gekannt. Beim schulgeschichtlichen Symposion, das Max Liedtke damals alljährlich in Ichenhausen ausrichtete, trat er Ende der 1980er Jahre verschiedentlich auf. Er war in diesem Kreis eine ungewöhnliche Erscheinung: graues, welliges Haar, stets sonnengebräunt, ganz in Schwarz, die Ärmel des Hemdes bis zum Ellenbogen hochgekrempelt, am Gürtel ein silbernes Charivari – so fiel er schon äußerlich durch sein Styling auf, wo noch die Kleiderordnung von Anzug oder Kostüm bei solchen Anlässen mindestens für Vortragende gültig war. Seine Ähnlichkeit zu Konrad Lorenz war augenfällig.
Er hielt einen Vortrag über das Motiv des Auges und sprach auch in einem Redebeitrag über die emotionale und gemeinschaftsfördernde Wirkung der Dunkelheit und des wärmenden Lichtes, was wohl die Faszination vieler Lagerfeuer-Erlebnisse ausgemacht habe. Und er brachte in diesen Zusammenhang auch die nächtlich-erhellenden Lichtdome bei Feiern der Nationalsozialisten. Diese Denkfigur war mir neu und hat sich eingeprägt. So bleibt er mir erinnerlich als ungewöhnlich-charismatischer Mann, der an Tabus rührte und dadurch nachdenklich machte und der mir den Horizont der Kulturethologie eröffnete.
Ihm wurden zu Lebzeiten wissenschaftliche Ehrungen zuteil, die auch in zwei Festschriften manifestiert sind (Gesellschaft der Freunde der Forschungsgemeinschaft Wilhelminenberg 1984; Liedtke 1989). Ein Gedenken zum 100. Geburtstag für einen verehrten akademischen Lehrer, in dessen Tradition man sich versteht, ist gute wissenschaftliche Tradition – die freilich im Schwinden begriffen ist. Doch zeigen wir mit dieser Veranstaltung – und durch die Tatsache, dass die von Otto Koenig initiierten Matreier Gespräche nun zum 40. Mal stattfinden –, wie wir uns solcher Traditionen bewusst sind und sie gerne weitertragen wollen.
1 Forschungsstand
Für alle Feiern gilt: Sie sind gut beforscht von Historikern, was die politischen Hintergründe, die jeweilige Organisation, die Werbung, die Teilnehmer und den Ablauf der Veranstaltungen anbelangt. Besonderes Interesse gilt programmatischen Äußerungen in Reden und daraus folgenden politischen Zielsetzungen. Gut dokumentiert ist auch die Zusammensetzung der Teilnehmer, der Bünde und Verbände und deren spätere Fraktionierung, die oft zu heftigen Auseinandersetzungen führte. Eine hohe Zeit hatte diese Forschung zur Festkultur in den 1980er Jahren; genannt seien besonders die Sammelbände „Das Fest“ (herausgegeben von Uwe Schultz 1988 nach einer Sendereihe des Hessischen Rundfunks 1986/87) sowie „Öffentliche Festkultur“ (von Dieter Düding, Peter Friedemann und Paul Münch 1988, mit Beiträgen einer Sektion beim 35. Deutschen Historikertag 1983 in Berlin). Sie repräsentieren den damals aktuellen Forschungsstand: die Sammlung „Das Fest“ mit historisch weitem Horizont von Altägypten bis zum Festival von Woodstock, der Band „Öffentliche Festkultur“ enger eingegrenzt auf „Politische Feste in Deutschland von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg“ (Untertitel), oft auf der Basis älterer Darstellungen und regionaler Untersuchungen. Wer nach Quellen sucht, wird dort fündig. Rainer Noltenius (1984) bietet in seiner Monographie über „Dichterfeiern in Deutschland“ Spezialforschungen zu den Schiller- und Freiligrath-Feiern des 19. Jahrhunderts. Winfried Mogge und Jürgen Reulecke (1988) haben dem Ersten Freideutschen Jugendtag auf dem Hohen Meißner einen Band gewidmet, der neben eigenen Untersuchungen auch den Abdruck zeitgenössischer Quellen und Dokumente bietet. – Derzeit finden sich auch informative und reich illustrierte Arbeiten zu den historischen Schiller- und Goethe-Feiern im Goethezeitportal des Internet. Dort sind auch ältere, entlegen publizierte Arbeiten wieder leicht zugänglich. Vielleicht zeigt sich der Einfluss des Zeitgeistes, wenn neuerdings gefragt wird: Wer gab das Geld? Wie funktionierte die Kommunikation unter Interessierten? Was waren – statt Twitter oder Facebook – die Social Media früherer Zeiten? Bestimmte Fragestellungen würden sich auch ergeben, wenn man die noch einzelnen Forschungen miteinander vergliche und dadurch besondere Erträge oder bedauerliche Defizite feststellte (beispielsweise Angaben zum Habitus der Teilnehmer und ihren Erkennungsmerkmalen).
Die genannten Forschungen beziehen sich also auf die einzelnen Feste und Feiern, während die eine vergleichende Betrachtung noch aussteht, die verborgene und unbeachtete Gemeinsamkeiten aufdeckt. Ein Versuch dazu wird, im Sinne des kulturethologischen Ansatzes von Otto Koenig, im Folgenden gemacht.
2 Politische Gegenfeste
2.1 Das Wartburgfest 1817
Das Wartburgfest 1817 war bekanntlich eine Feier der studentischen Burschenschaften zur Erinnerung an den Reformationstag 1517. Eine sorgfältige, auf Quellen basierende Untersuchung bietet Peter Brandt (1988). Also 300 Jahre nach Luthers Thesenanschlag in Wittenberg trafen sich, organisiert von den studentischen Verbindungen, ungefähr 800 Teilnehmer in Eisenach und zogen hinauf zur Wartburg. Gemeinsames Lied war Luthers „Ein feste Burg ist unser Gott“; eine Ansprache am Ziel hielt der Jenenser Student Ludwig Rödiger. Heute peinlich erinnert wird die anschließende Bücherverbrennung. (Eine „Liste der beim Wartburgfest verbrannten Bücher“ findet sich bei Wikipedia). Diese wurde damals wohl eher rituell verstanden und erinnerte auch an die öffentliche Verbrennung der Bannandrohungsbulle durch Luther in Wittenberg im Dezember 1520.
Abb. 1: Das Wartburgfest 1817 (Quelle: Wikimedia1).
2.2 Das Hambacher Fest 1832
Gut in kollektiver Erinnerung gehalten wird als „die“ demokratische Veranstaltung des Vormärz gegen die fürstliche Restauration das Treffen zum Hambacher Fest. Der historische Ablauf wurde von Cornelia Foerster (1988) dargestellt. Es wurde am 27./28. Mai 1832 um das Schloss bei dem kleinen Ort Hambach gefeiert, nahe Neustadt in der damals noch bayerischen Pfalz. Träger der Veranstaltung war das oppositionelle Bürgertum. Auch die Burschenschaftler waren wieder dabei, darüberhinaus auch Angehörige aller Bevölkerungsschichten und ausländische Gäste gleicher politischer Einstellung. Besonders die Polen werden immer wieder erwähnt. Nicht durch einen breiten Erinnerungsbezug erfolgt also die Einreihung in die großen Gegenfeste des 19. und frühen 20. Jahrhundert, sondern durch die politisch gewollte Traditionsbildung. Diese findet beispielsweise ihren populären Ausdruck in den Briefmarken zum 150jährigen Jubiläum (1982) und zum 175jährigen Gedenken (2007) sowie der Ausgabe einer Euro-Münze im gleichen Jahr (abgebildet im Wikipedia-Artikel „Hambacher Fest“). Die Darstellungen der Briefmarken sind offensichtlich von der oben abgebildeten zeitgenössischen Zeichnung inspiriert. Auch hier gab es beim Aufstieg Lieder; gern gesungen wurde das eigens für diesen Anlass geschaffene „Aufs Schloß, aufs Schloß“, nach dem Lied der Soldaten „Aufs Pferd, aufs Pferd“ aus „Wallensteins Lager“ (1798). Es ist hier erwähnenswert für Schillers Popularität in dieser Zeit und in diesem Milieu. Auf dem Berggipfel wurden dann verschiedene Reden gehalten, etwa von dem Juristen Philipp Jacob Siebenpfeiffer (1789–1845) und dem Publizisten Johann Georg Wirth (1798–1848). Eine interessante Frage dazu stellt Foerster (1988, 118): Wer konnte ohne verstärkende Mikrophone diese Reden eigentlich hören? Gern werden solche Reden in unserer Wort-Kultur tradiert, doch solch eine Überlegung lässt weiterfragen: Überschätzen wir vielleicht die argumentative Programmatik? Ist nicht ebenso wichtig das Gemeinschaftserlebnis?
Abb. 2: Das Hambacher Fest 1832 (Quelle: Wikimedia2).
2.3 Der Freideutsche Jugendtag 1913
Abb. 3: Freideutscher Jugendtag 1913, Informationstafel auf dem Hohen Meißner (Foto: Jörg Holzmüller 2006, Ausschnitt; Quelle: Wikipedia3).
Das Treffen verschiedener Jugendbünde, Reformpädagogen und Lebensreformer am 11./12. Oktober auf dem Hohen Meißner im hessischen Bergland bei Kassel muss auch als Gegenveranstaltung vor den offiziellen Gedenkfeiern 1913 zur Erinnerung an die Erhebung gegen Napoleon und die Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813 gesehen werden. (Diese sind dargestellt von Wolfram Siemann 1988). Die Erinnerungstafel am Hohen Meißner suggeriert zudem ein frühes Beispiel koedukativer Aktivitäten, die allerdings nur vereinzelt waren: Mädchen waren zwar beim Sera-Kreis um Eugen Diederichs aus Jena dabei, doch ansonsten waren die teilnehmenden Gruppen und Delegationen männlich-männerbündisch geprägt. Es ging bei diesem Jugendtreffen sehr lässig zu, was den (oft gezogenen) Vergleich zu Woodstock verständlich macht. Und erinnert werden soll – bei seinem schwankendem Charakterbild (dazu neuerdings Mogge 2013) – dass Gustav Wyneken (1875–1964) als einer der Hauptredner die versammelte Jugend zum Frieden gemahnt hat, was im Hinblick auf die Ereignisse von 1914 wahrhaft prophetisch erscheinen mag. Oft zitiert ist aus seiner Rede die Passage:
„Wenn ich die leuchtenden Täler unseres Vaterlandes hier zu unsern Füßen ausgebreitet sehe, so kann ich nicht anders als wünschen: Möge nie der Tag erscheinen, wo des Krieges Horden sie durchtoben. Und möge auch nie der Tag erscheinen, wo wir gezwungen sind, den Krieg in die Täler eines fremden Volkes zu tragen“ (zitiert nach Mogge & Reulecke 1988, 294).
Es ist anzunehmen, dass den Zuhörern der Anklang an Verse aus Schillers „Glocke“ geläufig war. Für unsere Zeit wäre eine Neuinterpretation der gesamten Rede wünschenswert.
Abb. 4: Gustav Wyneken (links im Bild) als Redner auf dem Freideutschen Jugendtag (Quelle: Archiv der deutschen Jugendbewegung, Burg Ludwigstein).
