6,99 €
52 plus eine Geschichte begleiten die Leserinnen und Leser durch das Jahr. Wer mag, bekommt Woche für Woche einen neuen Impuls, ein "gutes Wort" geschenkt. Falls man aufhören kann zu lesen. Denn die Ideen und Anliegen stammen sämtlich von engagierten Pallottinern, liegen diesen am Herzen, mit erfrischend unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Leben. Glaubwürdige Worte, die berühren, weil man merkt, dass das Gesagte aus der eigenen Lebenserfahrung stammt, echt, ungeschminkt und deshalb bedeutsam. Dieses Buch ist ein Geschenk!
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 126
Veröffentlichungsjahr: 2016
53 mal eins
Ein gutes Wort zu jeder Woche
P. Sascha-Philipp Geißler SAC (Hrsg.)
Inhalt
Vorwort
P. Sascha-Philipp Geißler SAC
Woche
Autor
Titel
01
Christoph Lentz
Neues Leben, neuen Wind, neuen Mut
02
Sascha Heinze
Die Zusage Gottes, geliebt zu sein
03
Heribert Niederschlag
Das 18. Kamel
04
Helmut Scharler
Um Pallottis Geist ringen
05
Jochen Ruiner
Glauben ist Herzenssache
06
Alexander Holzbach
Keine Sorge um den Sonntag
07
Jörg Müller
Wundersame Folgen der Ordnungsliebe
08
Heribert Niederschlag
Humus und Humor
09
Heribert Niederschlag
Versuchungen sind wie Vagabunden
10
Bernhard Pieler
Abgeschminkt
11
Siegfried Modenbach
Bloß verzichten?
12
Jörg Müller
vergeben
13
Heribert Niederschlag
Unser Herrgott ist nicht so!
14
Norbert Possmann
Konzentration auf das Notwendige
15
Bernhard Scheloske
Liebt einander, wie Er uns geliebt hat
16
Paul Rheinbay
Verlieren können
17
Sascha-Philipp Geißler
Von alten Zweifeln und neuer Sicht
18
Sascha-Philipp Geißler
Osteraugen sehen mehr
19
Richard J. Altherr
Lebensgefühle
20
Jürgen Heite
Einander Raum geben
21
Reinhold Maise
Der Blick von oben
22
Alexander Diensberg
Mütterliche Autorität und großer Mut
23
Markus Hau
Grünkraft
24
Richard J. Altherr
Bitte keine Einzelheiten
25
Peter Hinsen
Wieviele Brote habt ihr?
26
Jörg Müller
Tu was für dich
27
Karl Heinen
Ist die Kirche noch gefragt?
28
Hans-Joachim Winkens
Auf uns alle kommt es an
29
Sascha-Philipp Geißler
Einfach so
30
Dirk Gottwald
Der Segen
31
Hubert Lenz
Weil ich dich gern hab
32
Rainer Schneiders
Wohin segeln?
33
Markus Hau
Ich setzte meinen Fuß
34
Sascha-Philipp Geißler
Mach mal ein Päuschen
35
Jörg Müller
Klugheit
36
Rainer Schneiders
Schicksal, Zufall, Fügung?
37
Siegfried Modenbach
Sich entscheiden
38
Peter Hinsen
Gott ist parteiisch!
39
Jörg Müller
Demut ist mein größter Stolz
40
Sascha-Philipp Geißler
Im Schönen Gott entdecken
41
Steffen Brühl
Das gilt bis heute
42
Jürgen Heite
Auf Gegenseitigkeit
43
Steffen Brühl
Mensch, werde wesentlich
44
Alois Hofmann
Lichtzeichen am dunklen Erdenhimmel
45
Horst Liedtke
Lebe das Leben jetzt – ohne Angst
46
Manfred Probst
Aus der Hoffnung leben und sterben
47
Peter Hinsen
Gut christlich?
48
Jochen Ruiner
Christkönigsfest
49
Edward Fröhling
Wach auf, du verrotteter Christ!
50
Björn Schacknies
An(ge)kommen!
51
Peter Hinsen
Er hält bei uns an
52
Sascha-Philipp Geißler
Ein Kind verzaubert
53
Björn Schacknies
Seht, ich bin da
Vorwort
Liebe Leserin, lieber Leser!
Wer freut sich nicht über ein gutes Wort? Wie ein Blick, der mir lächelnd Ansehen schenkt; wie eine freundschaftliche Zuwendung, die mir neue Kraft gibt – ein gutes Wort, das mich aufrichtet und weiterbringt: Auch davon lebt der Mensch! Im Buch Jesus Sirach gilt das gute Wort eines weisen Menschen sogar mehr als seine Gabe (Sir 18, 16f.).
Beginnend im Frühjahr 2003 erschien auf den Internetseiten der Pallottiner in Deutschland und Österreich (www.pallottiner.org) wöchentlich ein „gutes Wort“ in Form einer Kolumne. Pallottinerinnen und Pallottiner, Männer und Frauen aus der pallottinischen Familie schenkten seitdem ihren Lesern einen Impuls auf dem Weg durch die Woche. Ob nahe am Zeitgeschehen, ob aus der Leseordnung des Gottesdienstes schöpfend, ob am Kirchenjahr und seinen Festen orientiert – immer galt das Ziel, mit einem Wort und einem Gedanken Menschen ein Stück zu bereichern, sie zu inspirieren und manchmal auch herauszufordern, Gott und dem Leben zu trauen. Eine große Vielfalt an Menschen und Themen tat sich im Lauf der Jahre dabei auf.
Einen kleinen Ausschnitt davon bietet das Buch, das Sie in Händen halten. Ich danke meinen Mitbrüdern – allesamt Mitglieder der deutsch-österreichischen Provinz der Pallottiner –, dass ihre „guten Worte“ auch an dieser Stelle erscheinen können. Als Begleiter durch das Jahr ist dieses Buch gedacht; Woche für Woche ein gutes Wort, mit einem 53. als Klammer und Brücke, das gleichsam zusammenfasst und weiterführt.
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen und Sinnieren und reichlich Segen beim Leben Ihrer Zeit!
Ihr P. Sascha-Philipp Geißler SAC (Hrsg.)
01 Neues Leben, neuen Wind, neuen Mut
Wie sieht es mit Ihren guten Vorsätzen für das neue Jahr aus? Schon manches Mal habe ich mir am Anfang eines Jahres viel vorgenommen: In dem und dem Punkt will ich mich verändern, ich will während des Jahres ein bestimmtes Pensum an Aufgaben erfüllen, ich will Schwerpunkte setzen, und, und, und.
Es war immer gut gemeint, aber nur selten von Erfolg gekrönt. Und da hilft mir dann der alte Cicero-Spruch: „Fange nie an aufzuhören und höre nie auf anzufangen!“ Denn jeder Tag kann ein neuer Anfang, kann eine neue Chance sein. Von Tag zu Tag zu leben und jeden Morgen neu anfangen, nicht weit für die Zukunft planen, ist das nicht so ähnlich wie das Wort Jesu: „Sorgt euch nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen“?
Mir scheint, es ist für das persönliche Leben wichtiger, als wacher und aufmerksamer Mensch und Christ durch den Tag zu gehen und seine Herausforderungen anzunehmen, als große Pläne auf lange Sicht zu schmieden. Jeder Tag eine neue Chance, jeder Tag ein Neubeginn, jeder Tag ein neuer Aufbruch.
Wandel und Erneuerung.
Wachstum und Neubeginn.
Weitergehen und neu anfangen.
Leitworte, die über jedem neuen Tag stehen könnten.
Oft sind wir aber festgefahren im zähen Schlamm unserer Gewohnheiten. Wir kommen von den eingefahrenen Gleisen nicht weg. Wir sind zu träge, manchmal auch zu ängstlich, etwas zu ändern. Lieber alles so lassen wie es ist, als sich auf Neues einzulassen, von dem ich eh nicht weiß, was es bringt. So denke ich leider Gottes viel zu oft.
Aber zum Glück bekommen wir immer wieder Impulse und Anstöße zu einem neuen Aufbruch, zu einem neuen Anfang, zu einem Neubeginn. Auch das Kind in der Krippe kann für uns so ein Anstoß sein. Die Geburt dieses Kindes unterbricht den Lauf der Welt. Nicht sofort, nicht schnell. Es ist ein Anfang mit Langzeitwirkung. Mit diesem Kind kommt etwas ganz Neues in die Welt. Ein Kind, das die Welt verändert. Ein Kind, das uns zeigt, was ein neuer Anfang ist. Nichts ist mehr so, wie es vorher war.
Obwohl manche Angst und Zweifel bleiben, ist es doch ein Neuanfang. Und zu solchen „Neu-Anfängen“ ermutigt uns das Kind in der Krippe immer wieder. Das Kind im Stall ist das Zeichen Gottes dafür, dass es für uns einen Anfang gibt, der uns beschützt vor Resignation und Stillstand, und der uns hilft, anders zu leben.
Neu anfangen heißt: Bei sich selbst anfangen. Aufstehen aus der Müdigkeit. Mit Überraschungen rechnen. Auf leise Töne hören. In den kleinen Zeichen des Lebens schon das Große sehen: Im Kind das Wachsen des Lebens, im Älterwerden das Reifen, hinter der Maske von Menschen den Hunger nach Zuwendung erspähen. In der Kälte von Beziehungen schon den Wärmestrom des Lebens spüren.
Ich glaube, dass unser Leben immer wieder aufs Neue Wachstum und Wandel braucht. Neues Leben, neuen Wind, neuen Mut. Es liegt an uns, immer wieder mit dem Neuen anzufangen!
Ich lade Sie ein, in dieser Woche jeden Tag als einen bewussten „Neu-Anfang“ zu sehen. Jeden Morgen ein Zeichen des Neubeginns mit Gott zu setzen und im Vertrauen auf IHN Neues zu wagen. Gerade der Beginn eines neuen Jahres ist eine gute Zeit dafür.
P. Christoph Lentz SAC
02 Die Zusage Gottes, geliebt zu sein
Die wohltuende Nähe lieber Menschen und die liebenden Worte Gottes können uns durch manch dunkle Situation des Lebens tragen. Diese Erfahrungen schildert uns auch die Bibel und andere Weisheitsliteratur. Ein afrikanisches Sprichwort zum Beispiel sagt: „Das Wort, das dir hilft, kannst du dir nicht selber sagen.“
Ein gutes Wort zugesprochen zu bekommen kann für uns heilsam und erlösend sein. Gott spricht uns immer wieder aufs Neue zu, dass wir seine geliebten Söhne und Töchter sind. Die Bibel berichtet uns, dass Jesus bei seiner Taufe im Jordan eine Stimme vernimmt, die zu ihm sagt: „Du bist mein geliebter Sohn“. Und das Evangelium des zweiten Fastensonntags weist uns auf die Begebenheit am Berg Tabor hin, in der Jesus als der „geliebte Sohn Gottes“ bezeugt wird.
Die Zusage des Geliebtseins – als Sohn, als Tochter – ist etwas sehr Notwendiges für uns Menschen. Es ist ein Wort, eine Gewissheit, die uns Selbstvertrauen, Gelassenheit und Kraft fürs Leben geben kann. Bei jeder Taufe ist diese Zusage Gottes das zentrale Wort, an das uns dieses Sakrament erinnern möchte.
Wir alle dürfen uns immer wieder an diese Zusage Gottes, die jedem Menschen gilt, erinnern: „Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter.“ Es ist eine Zusage des Lebens selber; eine Zusage, die uns von innen her reinigen und lebendig machen möchte. Es ist ein Wort, das wir uns nicht selber geben, uns aber immer wieder bewusst machen können.
Dieses Wort Gottes ist eine Botschaft – an einen jeden und eine jede von uns –, die wir immer wieder hören und einatmen dürfen. Jeder Atemzug kann dieses Wort Gottes „Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter“ ein Stück tiefer in uns hineinsenken. Diese Atemübung kann eines unserer einfachsten Gebete werden. Ein Gebet, das uns uns selber und somit Gott näher bringen kann.
Wenn wir diese Liebe verinnerlicht haben und sie fast unwiederholt glauben können, dann kann sie uns Vertrauen ins Leben geben und uns Kreativität und Phantasie schenken, die uns lebendig bleiben lässt.
„DU bist mein geliebter Sohn, Du bist meine geliebte Tochter!“ Eine Botschaft, an jeden und jede von uns, die wir uns nicht selber geben können. Aber eine Botschaft, welche die innigste Botschaft Gottes an uns Menschen ist.
P. Sascha Heinze SAC
03 Das 18. Kamel
„Wer möchte ich geworden sein, wenn ich gewesen bin?“ Dieser Frage können wir uns nicht früh genug stellen. Sie zielt auf den Sinn unseres Lebens und motiviert, einen Lebensstil zu entwerfen, den man auf dem Sterbebett nicht zu bereuen braucht. Der Rückblick auf das Leben kann beglücken, aber auch belasten. Als ich zwei Jahre als Novize im Osterseifen bei Olpe verbrachte, lernte ich den Mitbruder Johannes Jünger kennen. Er war Missionar in Kamerun gewesen und danach lange Jahrzehnte in Südamerika als gefragter Architekt tätig. Er hatte es verstanden, erdbebensichere Häuser zu bauen. Inzwischen war er alt geworden. Eines Tages musste er sich an beiden Augen einer Staroperation unterziehen. Drei Wochen waren die Augen verbunden. Weil mir die Aufgabe eines Krankenwärters zugewiesen war, habe ich ihm jeden Tag das Essen gebracht und ihn mit Medikamenten versorgt. Eines Tages fragte ich ihn, ob es ihm nicht langweilig sei, den Tag zu verbringen, ohne sehen, lesen und spazieren gehen zu können. Er lachte und sagte: „Endlich habe ich einmal die Zeit, mein ganzes Leben Revue passieren zu lassen und bei den einzelnen Stationen zu verweilen, – und es war manchmal schwer, aber überall schön.“ Er blickte froh und dankbar zurück. Nicht jeder empfindet eine solche Freude, wenn er auf sein Leben zurück schaut. Es ist eine sinnvolle Aufgabe, schon früh damit zu beginnen, das Leben so zu gestalten, wie man sich auf dem Sterbebett wünschen wird, so gelebt zu haben.
Wer möchte ich sein? Wer soll ich sein? Was erwarten die anderen von mir? Was erwarte ich selbst von mir? Fragen, die nicht leicht zu beantworten sind.
In seiner Studentenzeit hat ein Freund folgenden Satz formuliert und an die Wand gehängt: „Es ist nicht schwer, ein Kamel zu sein. Aber es ist schwer, das 18. Kamel zu sein.“ Hintergrund dieses Satzes war ein Rätsel. Ein Kamelbesitzer hatte drei Söhne. Er verfügte, dass bei seinem Tod einer die Hälfte, der andere ein Drittel und der dritte ein Neuntel von seinem Besitz an Kamelen bekommen soll. Als er starb, hatte er 17 Kamele. Die Söhne waren ratlos. Wie sollten sie die 17 Tiere nach der Vorgabe des Vaters aufteilen?
Da fragten sie einen weisen Mann. Der sagte: Ich gebe euch eines von meinen Kamelen dazu und dann könnt ihr teilen. Der eine bekam die Hälfte, das heißt 9 Kamele, der andere 6 Kamele und der dritte 2. Die Summe ergibt 17. Das 18. Kamel blieb übrig. Das nahm der Weise wieder mit.
Das 18. Kamel diente dazu, eine schwierige Situation zu lösen. Dann war es wieder überflüssig. Deshalb hatte mein Freund geschrieben: Es ist schwer, das 18. Kamel zu sein. Er wollte damit zum Ausdruck bringen: Es ist schwer, in einer schwierigen Situation zu helfen und sich dann wieder überflüssig zu machen. Sich nicht für unentbehrlich zu halten, sondern für einen Dienst zur Verfügung zu stehen. Ähnliches hinterließ der heilige Vinzenz von Paul: „Wenn wir unsere Aufgabe erfüllt haben“, sagte er, „dann ziehen wir die Tür zu, schließen sie ab, legen den Schlüssel unter die Fußmatte und gehen.“
Aber es braucht auch ein Gegengewicht. Wir brauchen auch bleibende Beziehungen, die Freundschaft mit Menschen, bei denen wir immer wieder gern verweilen und gleichsam zuhause sein können. Wo wir uns nicht nach getaner Tat sofort verabschieden, sondern noch eine Weile bleiben. Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, erinnere ich mich an Menschen, mit denen ich ein Stück Weg gegangen bin. Aber dann haben wir uns aus den Augen verloren. Es bleibt jedoch die Erinnerung an eine wohltuende und wichtige Wegstrecke. Aber es ist auch wichtig, loslassen zu können, um für neue Aufgaben offen und gewachsen zu sein. Doch es braucht auch tragende Beziehungen, die bleiben und aus denen ich lebe – in innerer Freiheit und im Wissen, füreinander da zu sein und sich aufeinander verlassen zu können.
„Wer möchte ich geworden sein, wenn ich gewesen bin?“ Jemand, der da ist, um zu helfen. und der auch loslassen kann. Und jemand, der sich über Menschen freut, auf die er sich verlassen kann und mit denen er gern unterwegs ist.
P. Heribert Niederschlag SAC
04 Um Pallottis Geist ringen
„Das Orginal stirbt in den Epigonen.“ Dieser Satz eines polnischen Schriftstellers begleitet mich schon einige Zeit. Das Wort „Epigone“ bedeutet ursprünglich „Nachgeborener“, ist aber in unserem Sprachgebrauch heute negativ geworden und bezeichnet einen „Nachmacher“. Einen, dem nichts Neues einfällt und der so das Vergangene ohne eigene Gestaltungskraft imitiert.
Wir Pallottiner lieben den heiligen Vinzenz Pallotti – mit seinen Eigenheiten, mit seinen Stärken und mit seiner Leidenschaft. Wir schätzen sein offenes Kirchenbild und seine Liebe zu Gott. Wir lieben ihn für seine Weite und für seine unendliche Sehnsucht nach Gott. – Zumindest lieben wir ihn so, wie wir glauben, dass er war und wir ihn zu erkennen meinen. Denn: Nie haben wir den ganzen Menschen, nie alle seine Dimensionen und seine Vielschichtigkeit; wir wählen aus. Manches in der Biographie des Heiligen zieht unsere Aufmerksamkeit stärker auf sich, und für manches haben wir nur einen blinden Fleck übrig.
Manchmal, scheint mir, legen wir auch etwas in die Person und in das Leben unseres Heiligen hinein, weil wir gar zu gerne hätten, dass er so denke wie wir. Nie haben wir den „ganzen“ Menschen, den „ganzen“ Heiligen. Wir leben in einer anderen Zeit und haben einen anderen Lebenshintergrund. Unsere Lebenssicht färbt ab auf unser Bild von Pallotti.
Und das ist erlaubt. Es ist auch gut so; es geht auch gar nicht anders.
