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Viele Kinder und Jugendliche leiden heutzutage an Konzentrationsstörungen und Stress. Die Praxis der Achtsamkeit kann dabei helfen, zur Ruhe zu kommen, den Augenblick zu genießen und auch schwierige Situationen zu bewältigen. Übungen für Zuhause und die Schule fördern die Konzentration und tragen dazu bei, sich selbst zu fühlen.
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Seitenzahl: 26
Veröffentlichungsjahr: 2018
© 2018 Manuela Molk
Alle Rechte vorbehalten.
ISBN: 9783746006604
Herstellung und Verlag: BoD - Books on Demand, Norderstedt
„Wenn ich gehe, gehe ich. Wenn ich sitze, sitze ich. Und wenn ich esse, esse ich.“ (aus dem Zen-Buddhismus)
Bereits vor mehr als 2500 Jahren praktizierte Buddha Achtsamkeit, um Besorgnis und Leid zu lindern und auch heute – im 21. Jahrhundert – gewinnt das Stärken der Achtsamkeit immer mehr an Bedeutung. Wie kann Achtsamkeit aber überhaupt definiert werden? Achtsamkeit bedeutet, dass man jeden Moment bewusst wahrnimmt, wobei sowohl Körperempfindungen, Gedanken als auch Gefühle oder Bilder beobachtet werden. Wichtig dabei ist, dass diese Stimmungen wohlwollend angenommen und nicht bewertet werden sollen. Auf diese Weise kommt man in Kontakt mit der Gegenwart, man befindet sich ganz im Hier und Jetzt und man verbringt weniger Zeit damit, über Vergangenes oder Zukünftiges nachzusinnen. Wer achtsam ist, kann erkennen, wie aufgrund innerer bzw. äußerer Reize bestimmte Reaktionen und Gefühle entstehen und lernt, wie man zwischen Reiz und Reaktion einen Moment des Innehaltens schieben kann. Aufgrund dieses genauen Beobachtens können wir aus destruktiven Mustern aussteigen, da sich mit Hilfe der Achtsamkeit plötzlich ganz neue Wahlmöglichkeiten eröffnen. Wir können uns nun auch Problemen oder Konflikten in Achtsamkeit zuwenden und sie akzeptieren, wodurch sie an Macht verlieren und integriert werden können.
Wie bereits erwähnt, stellt Achtsamkeit eine innere Haltung dar, die nicht bewertet oder eingreift. Alles was existiert, hat also eine Daseinsberechtigung, was man auch als den Beziehungsaspekt der Achtsamkeit bezeichnet. Dadurch wird Wahrgenommenes nicht in Kategorien, wie zum Beispiel „gut“ und „schlecht“, unterteilt, sondern die Dinge werden einfach unvoreingenommen akzeptiert und so gelassen, wie sie sind. Diese positive Grundeinstellung hat Einfluss auf das eigene Erleben und kann sich auch auf Beziehungen mit anderen Menschen positiv auswirken. Wenn ich achtsam bin, so ist mein „innerer“ Beobachter aktiv, im Gegensatz zum Alltagsbewusstsein, in dem wir uns normalerweise im „Handlungsmodus“ befinden und auch immer ein Ergebnis erwartet wird. Eine achtsame Haltung kann mithilfe spezieller, regelmäßiger Übungen erlernt werden, durch die ein bewusster Zugang zum eigenen Körper hergestellt werden kann.
„Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es“.(Thich Nhat Hanh)
Die Achtsamkeit hat ihre Wurzeln im Buddhismus, wo man sie als Voraussetzung dafür ansieht, um Leiden zu überwinden. Im Westen wurde das Konzept vor allem durch den buddhistischen Mönch Thich Nhat Hanh sehr bekannt, der im Jahr 1966 in Südfrankreich das Achtsamkeitszentrum „Plum Village“ gründete.
Darüber hinaus formulierte er fünf konkrete Achtsamkeitsrichtlinien:
die Achtung vor dem Leben der Menschen, Tiere, Mineralien, Pflanzen sowie Gewaltfreiheit
Großzügigkeit, soziales Bewusstsein, Teilen von materiellen Mitteln sowie der eigenen Zeit mit anderen
Liebe, Respekt, sexuelle Verantwortung, Schutz vor Missbrauch
Liebevolles Sprechen und aufmerksames Zuhören
Achtsam sein im Konsum, Achten auf körperliche und geistige Gesundheit, Verzicht auf schädliche Dinge wie Rauschmittel oder Alkohol