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Der Bestseller zur allgemeinen Krankheitslehre für Pflege- und Gesundheitsberufe erklärt verständlich, kurz und kompakt, wie Krankheiten entstehen und sich zeigen. Anschaulich und gut strukturiert erleichtert das Kompaktlehrbuch, komplizierte Zusammenhänge zu verstehen, um in der Praxis Situationen richtig einschätzen, erkennen und angemessen handeln zu können. Für die 12. Auflage wurden alle Texte und Abbildungen komplett überarbeitet und aktualisiert, einschliesslich der Beiträge "Pathologie der Therapie" und "Alter". Das Kapitel "belebte Krankheitsursachen" wurde neu gestaltet und durch eine tabellarische Zusammenstellung der für den Menschen wichtigsten pathogenen Viren ergänzt. Wichtige Übersichten zu nahrungsbedingten, physikalischen und chemisch-toxischen Krankheitsursachen und ihre Folgen sowie bezüglich Spalt- und Fehlbildungen wurden im Anhang tabellarisch zusammengefasst. Das Glossar wurde erweitert und das Format angepasst. Das Kompaktlehrbuch bietet die folgenden wesentlichen und prüfungsrelevanten Inhalte: •Pathologie und Medizin •Gesundheit und Krankheit •Pathologie der Zelle •Örtliche und allgemeine Kreislaufstörungen •Störungen der zellulären Atmung •Entzündung •Protektive und pathogene Immunphänomene •Ödeme •Pathologie der Therapie •Pathologie des Schmerzes •Langlebigkeit und Pathologie •Tod, Sterben und Sektion •Anhang Der Meyer - die kompakte Einführung in die allgemeine Krankheitslehre für Pflege- und Gesundheitsberufe.
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Seitenzahl: 145
Veröffentlichungsjahr: 2022
Rudolf Meyer
(Hrsg.)
Allgemeine Krankheitslehre kompakt
12., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage
unter Mitarbeit von
Dr. med. Knut Wenzelides
Allgemeine Krankheitslehre kompakt
Rudolf Meyer (Hrsg.)
Wissenschaftlicher Beirat Programmbereich Pflege:
André Fringer, Winterthur; Jürgen Osterbrink, Salzburg; Doris Schaeffer, Bielefeld; Christine Sowinski, Köln; Angelika Zegelin, Dortmund
Rudolf Meyer. Prof. Dr. med., Blankenfelde
E-Mail: [email protected]
Knut Wenzelides. Dr. med., Berlin
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Anregungen und Zuschriften bitte an:
Hogrefe AG
Lektorat Pflege
z.Hd. Jürgen Georg
Länggass-Strasse 76
3012 Bern
Schweiz
Tel. +41 31 300 45 00
www.hogrefe.ch
Lektorat: Jürgen Georg, Detlef Kraut, Martina Kasper
Bearbeitung: Detlef Kraut
Herstellung: Daniel Berger
Umschlagabbildung: ericsphotography, Getty Images
Umschlag: Claude Borer, Riehen
Satz: punktgenau GmbH, Bühl
Format: EPUB
12. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2022
© 2022 Hogrefe Verlag, Bern
© 2014 Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern
© 9.–11. Auflage, Verlag Hans Huber, Bern.
© 7.–8. Auflage. „Allgemeine Krankheitslehre kompakt“, Ullstein Mosby, Berlin/Wiesbaden.
© 1.–6. Auflage 1976–1990. „Wissensspeicher – Allgemeine Krankheitslehre kompakt“, Verlag Volk und Gesundheit, Berlin.
(E-Book-ISBN_PDF 978-3-456-96101-9)
(E-Book-ISBN_EPUB 978-3-456-76101-5)
ISBN 978-3-456-86101-2
https://doi.org/10.1024/86101-000
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Vorwort
1 Pathologie und Medizin
1.1 Einleitende Bemerkungen
1.2 Definition und Aufgaben der Pathologie
1.3 Pathologie und Medizin in der Gegenwart
2 Gesundheit und Krankheit
2.1 Einleitende Bemerkungen
2.2 Das Wesen von Gesundheit und Krankheit
2.2.1 Gesundheit
2.2.2 Krankheit
2.3 Ätiologie der Krankheit (Krankheitsursachen)
2.3.1 Krankheiten/Krankheitsursachen der „besonderen Art“
2.3.2 Unbelebte Krankheitsursachen
2.3.3 Belebte Krankheitsursachen
2.3.4 Gesellschaftliche Krankheitsursachen
2.3.5 Innere Krankheitsbedingungen
2.4 Pathogenese der Krankheit (Krankheitsentstehung)
2.5 Krankheitszeichen (Symptome)
2.5.1 Schmerz (Dolor)
2.5.2 Fieber (Febris, Pyrexia)
2.5.3 Leistungsschwäche
2.5.4 Schlafstörungen
2.5.5 Schwindel
2.6 Krankheitsverlauf
2.7 Ausgang und Folgen einer Krankheit
3 Pathologie der Zelle
3.1 Einleitende Bemerkungen
3.2 Störungen der Zellteilung (Mitosestörungen)
3.3 Störungen des Zellstoffwechsels
3.3.1 Atrophie
3.3.2 Hypertrophie und Hyperplasie
3.3.3 Störungen des Stoffwechsels einzelner Nährstoffe
3.4 Zelltod, Apoptose und Nekrose
3.4.1 Morphologisches Bild der Apoptose
3.4.2 Kennzeichen der Nekrose
3.4.3 Ursachen der Nekrose
3.4.4 Formen der Nekrose
3.4.5 Folgen und Komplikationen der Nekrose
3.5 Wachstum und seine Störungen
3.5.1 Wesen und Einteilung des Wachstums
3.5.2 Wachstum als Anpassungsreaktion
3.5.2.1 Hypertrophie
3.5.2.2 Hyperplasie
3.5.3 Wachstum zum Wiederersatz – Regeneration
3.5.3.1 Physiologische Regeneration
3.5.3.2 Reparative Regeneration
3.5.3.3 Pathologische Regeneration
3.5.4 Geschwülste (Tumore, Gewächse)
3.5.4.1 Morphologie der Geschwülste
3.5.4.2 Einteilung der Geschwülste (s. Tab. 13-4, S. 100)
3.5.4.3 Ursachen der Geschwülste
3.5.4.4 Epidemiologie der Geschwülste
3.5.4.5 Das TNM-System
3.6 Entwicklungsstörungen (Fehlbildungen)
3.6.1 Ursachen der Entwicklungsstörungen
3.6.2 Phasen der Entwicklungsstörung
3.6.3 Einteilung der Entwicklungsstörungen (s. Tab. 13-5, 13-6, 13-7 und 13-8, S. 102)
4 Örtliche und allgemeine Kreislaufstörungen
4.1 Einleitende Bemerkungen
4.2 Örtliche Kreislaufstörungen
4.2.1 Hyperämie
4.2.2 Ischämie
4.2.3 Thrombose
4.2.4 Embolie
4.3 Allgemeine Kreislaufstörungen
4.3.1 Vom Herzen ausgehende allgemeine Kreislaufstörungen
4.3.1.1 Herzinsuffizienz
4.3.2 Von vasalen Faktoren ausgehende allgemeine Kreislaufstörungen
4.3.2.1 Hypertonie
4.3.2.2 Hypotonie
4.3.2.3 Arteriosklerose
4.3.3 Von intravasalen Faktoren ausgehende allgemeine Kreislaufstörungen
4.3.3.1 Störung der Hämostase (Blutstillung)
4.3.4 Von extravasalen Faktoren ausgehende allgemeine Kreislaufstörungen
4.3.4.1 Schock
4.4 Blutungen (Hämorrhagien)
5 Störungen der zellulären Atmung
5.1 Definition und Kommentar
5.2 Ursachen einer gestörten Sauerstoffversorgung
5.3 Folgen des Sauerstoffmangels
6 Entzündung
6.1 Einleitende Bemerkungen
6.2 Entzündung
6.2.1 Wesen und Begriffsbestimmung
6.2.2 Ablauf der Entzündung
6.2.2.1 Phase der Alteration (auch alterative Phase)
6.2.2.2 Phase der Durchblutungsstörungen
6.2.2.3 Phase der Proliferation
6.2.3 Einteilung der Entzündung
6.2.4 Besonders charakterisierte Entzündungen
6.3 Ausgänge der Entzündung
7 Protektive und pathogene Immunphänomene
7.1 Einleitende Bemerkungen und Wesen der Immunität
7.2 Protektive Immunphänomene
7.3 Pathogene Immunphänomene
7.3.1 Pathogene Immunphänomene vom Soforttyp
7.3.2 Pathogene Immunphänomene vom Spättyp
7.4 Bedeutung der Immunphänomene für Diagnostik, Therapie und Prophylaxe
8 Ödeme
8.1 Definition der Ödeme
8.2 Einteilung der Ödeme
8.3 Ursachen der Ödeme
8.4 Folgen der Ödeme
9 Pathologie der Therapie
9.1 Einleitende Bemerkungen
9.2 Transplantationspathologie
10 Pathologie des Schmerzes
10.1 Einleitende Bemerkungen
10.2 Definition: Schmerz
10.3 Formen des Schmerzes
10.4 Ursachen für die Entstehung des Schmerzes
10.5 Wahrnehmung des Schmerzes (Nozizeption)
10.6 Folgen des Schmerzes
11 Langlebigkeit und Pathologie
11.1 Einleitende Bemerkungen
11.2 Wesen und Definition des Alters
11.3 Morphologische und funktionelle Veränderungen im höheren Lebensalter
11.4 Ätiologie des Alterns
11.5 Schlussfolgerungen
12 Tod, Sterben und Sektion
12.1 Wesen des Todes
12.2 Rechtliche Fragen des Todes
13 Anhang
14 Glossar
Literatur
Weiterführende Literatur
Sachwortverzeichnis
Fundierte Kenntnisse der Abläufe und Gesetzmäßigkeiten krankhafter Prozesse des Menschen sind nach wie vor wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Gesundheits- und Krankenpflege und Patientenbetreuung.
Das ist auch einer der Gründe, warum die 12. Auflage des vorliegenden Buches „Allgemeine Krankheitslehre kompakt“ aufgelegt wird.
Fortschritte in der Pathologie, verbunden mit veränderten Aufgabenstellungen in der kurativen Medizin sowie grundlegende Veränderungen in der Ausbildung medizinischer Pflegeberufe haben die Autoren bewogen, das gesamte Werk erneut auf seine Relevanz zu überprüfen.
Im Ergebnis dieser kritischen Wertung sind Definitionen, Fakten und Merksätze neu formuliert und modernen Erkenntnissen angepasst worden. Die Farben Rot und Schwarz wurden dabei konsequent den pädagogischen Zielen untergeordnet. Besondere Beachtung bei der Gestaltung dieser Auflage fand insbesondere der Tatbestand, dass sich dieses Buch immer stärker zum eigenständigen Lehrbuch entwickelt hat.
Während in der Vergangenheit der Pathologe entscheidend für die Qualitätskontrolle der klinischen Medizin zuständig war, hat sich gegenwärtig sein Aufgabenspektrum dahingehend erweitert, dass die Pathologie nicht nur die Diagnosen erstellt, sondern dadurch auch das therapeutische Vorgehen bestimmt.
Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung in der Pathologie und unter Nutzung unserer eigenen langjährigen beruflichen Erfahrungen sowie der zahlreichen Hinweisen anderer Nutzer dieser kompakten Wissenssammlung wurden alle Kapitel überarbeitet.
Viele Leser und Nutzer haben uns über den Verlag ihre Meinung und ihre kritischen Hinweise mitgeteilt. Dafür herzlichen Dank. Alle Anmerkungen wurden sorgfältig geprüft und in jenen Fällen, wo sie mit unseren Zielvorstellungen übereinstimmten, in das Manuskript eingebaut.
Besonderen Dank schulden wir den Mitarbeitern des Hogrefe Verlages und hier insbesondere den Kollegen vom Lektorat Pflege, die wesentlichen Anteil am Zustandekommen dieses Buches haben. Ein besonderes Dankeschön gilt dem Leiter des Lektorates, Herrn Jürgen Georg, für seine Geduld und seine konstruktive Kritik.
Wir hoffen, dass auch die 12. Auflage bei den Lesern eine freundliche Aufnahme findet. Wir möchten an dieser Stelle alle unsere Leser ermutigen, uns ihre Anregungen und Kritiken mitzuteilen.
Blankenfelde, April 2022
Rudolf Meyer
Die Pathologie ist ein Spezialfach der Medizin. Sie ist aus dem Bedürfnis entstanden, mehr über Entstehung und Einordnung von Krankheiten zu erfahren, wobei am Beginn die Eröffnung von Verstorbenen und die damit verbundene Darstellung krankhafter Prozesse die Methode der Wahl waren, einschließlich Interpretation der so erhobenen makroskopischen Befunde.
Wesentliche Erkenntnisse der Medizin basieren auf durch Leichenöffnung (Autopsie, Obduktion, klinische Sektion) erhobene Befunde. Dieses Verfahren ist damit nach wie vor die Basis einer effektiven Qualitätssicherung der klinischen Tätigkeit und ein Kontrollinstrument für die Qualität der Todesursachenstatistik. Die klinische Sektion wird nur bei Todesfällen mit ärztlicher Dokumentation “natürlicher Tod” durchgeführt. Bei der ärztlichen Dokumentation eines “nicht-natürlichen Todes” erfolgt eine rechtsmedizinische Sektion.
Obwohl bereits im Altertum durch Ärzte Leicheneröffnungen vorgenommen wurden, erfolgten systematische klinische Sektionen erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Parallel zu dieser Entwicklung wurde in Mitteleuropa auch die Gründung von Instituten für Pathologie und die Einrichtung von Lehrstühlen vorgenommen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Bakteriennachweis in das Methodenspektrum der Pathologischen Anatomie bei der Durchführung klinischer Sektionen aufgenommen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahmen mikroskopische Untersuchungen von Gewebeproben, die bei der Sektion, später auch bei Operationen, entnommen wurden, einen immer größeren Zeitraum in der täglichen Arbeit des Pathologen ein. Dies führte zu einer immer stärkeren Abnahme der Anzahl klinischer Sektionen. Gegenwärtig besteht die Haupttätigkeit der Ärzte für Pathologische Anatomie in der Durchführung von mikroskopischen Untersuchungen von intraoperativ bzw. bioptisch gewonnenen Gewebeproben.
Die Verfahren der klassischen histologischen Untersuchung werden durch Methoden der Immunhistologie, Molekularpathologie, Morphometrie und automatisierten Bilddarstellung und -auswertung ergänzt. Die Einführung von international verbindlichen Klassifikationsverfahren hat zu einer Standardisierung morphologischer Aussagen geführt.
Pathologie ist die Lehre von den Leiden, d. h. von abnormen und krankhaften Organ- und Gewebeveränderungen des Menschen, insbesondere ihre Ätiologie, Pathogenese und die daraus entstehenden Krankheiten, ferner die Beschreibung von Krankheiten und ihre systematische Einordnung.
Die Pathologie erfasst und beschreibt mit einem umfangreichen Methodenspektrum unterschiedliche krankhafte Veränderungen, führt eine Bewertung und Einordnung dieser Veränderungen durch und legt so die morphologische Basis von therapeutischen Erwägungen durch klinisch tätige Ärzte.
Die Aufgaben der Pathologie umfassen:
Diagnostik (intravital und postmortal)
Forschung
Ausbildung und Weiterbildung.
Durch ihre Tätigkeit werden entscheidende Voraussetzungen für ein effektives Management der Qualitätskontrolle der klinischen Tätigkeit geschaffen.
Im Einzelnen gehören zur modernen Pathologie folgende Aufgabenbereiche (geordnet nach dem zeitlichen Aufwand):
Durchführungen von histologischen Untersuchungen einschließlich der Beurteilung von histologischen Präparaten im Schnellverfahren (Gefrierschnitttechnik)
Durchführung von zytologischen Untersuchungen
Durchführung von klinischen Sektionen und Demonstrationen sowie Bewertung der Ergebnisse
Durchführung pathologisch-klinischer Beratungen und Tumorkonferenzen.
Die Pathologie mit der Gesamtheit ihrer unterschiedlichen Methoden ist Bestandteil des interdisziplinären Systems der klinischen Medizin.
In Deutschland sind gegenwärtig ca. 1500 Fachärzte für Pathologische Anatomie tätig, die die ärztlichen Bedürfnisse von ca. 390 000 Ärzten anderer Fachrichtungen bedienen.
