Als die Kaffeemühle streikte - Ulrike Strätling - E-Book + Hörbuch

Als die Kaffeemühle streikte E-Book

Ulrike Strätling

4,9

Beschreibung

Ulrike Strätlings Vorlese- und Rategeschichten für Demenzkranke unterhalten nicht nur, sie wecken zugleich auch Erinnerungen. Daher drehen sich alle Geschichten um Dinge und Begriffe aus dem alltäglichen Leben. In einfachen Sätzen sind Uhrzeiten, Jahreszeiten, Farben, Wochentage und vieles mehr in ein lustiges Erlebnis gepackt. Manchmal gibt es auch etwas zum Raten, zum Mitmachen oder zum Ergänzen. Die Geschichten sind kurz gehalten, damit der Kranke nicht überfordert wird.

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Seitenzahl: 117

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Ulrike Strätling

Als die

Kaffeemühle

streikte

Geschichten zum Vorlesen für Demenzkranke

© 2011 Brunnen Verlag Gießenwww.brunnen-verlag.de Lektorat: Eva-Maria Busch Umschlagmotiv: Shutterstock Umschlaggestaltung: Ralf Simon Satz: DTP Brunnen ISBN 978-3-7655-7405-4

Inhalt

Zu diesem Buch

Küchengeschichten

Eine Kaffeetasse erzählt

Tischsitten

Das Frühstück

Als die Kaffeemühle streikte

Wenn der Wasserkessel pfeift

Der Sonntagsbraten

Küchengymnastik

Gartengeschichten

Das Grillfest

Großmutters Kräuterbeet

Diesmal wird geerntet!

Die Schatzkiste

Ein Paradies für Zwerge

Die Riesengurke

Mittagessen aus dem Garten

Was gibt es Neues, Frau Nachbarin?

Rategeschichten

Der Dieb

Der verlorene Regenschirm

Wo ist die Kaffeetasse?

Wo sind die Ostereier?

Alltagsgeschichten

Auf nach Holland!

Frühstück im Café

Die Marktschreier

Die Waschmaschine

Der alte Schäfer

Ein Spaziergang mit Möppel

Die verschwundene Brille

Der heimliche Dichter

Geschichten über Puppen, Teddys und Stofftiere

Der verlorene Teddy

Vom Himmel gefallen

Der Hauptgewinn

Ein Eisbär für Emma

Das Findelkind

Ein Puppenwagen für Grete

Ein Lausbubenstreich

Das Erntedankfest

Der Ladenhüter

Erinnerungen

Tiergeschichten

Lui, der Kater

Der Spatz ist krank

Meister Petz auf Futtersuche

Das Waldkonzert

Minkas Heimweg

Karneval der Tiere

Der schlaue Hase

Der Schwan sucht eine Frau

Ein Kamel macht Urlaub

Reimgeschichten

Das Kätzchen

Schnecke und Maus

Der Papagei

Frau Tausendfuß

Die Osterglocke

Weihnachtsgeschichten

Stiefel für den Großvater

Das Weihnachtswunder

Weihnachten ohne Beleuchtung

Zu diesem Buch

Geschichten zu lesen oder vorgelesen zu bekommen, ist mehr als nur „Beschäftigung“. Es ist ein sinnvoller Weg, um Erinnerungen zu wecken und somit die Lebensqualität von demenzkranken Menschen zu erhalten. Da aber auch Beschäftigung bekanntlich die „beste Medizin“ ist, trägt der Inhalt der Geschichten dazu bei, den Kranken zum Nachdenken, Lachen, Bewegen und Reden zu aktivieren. Schließlich sind es keine unbekannten Dinge, die er da zu hören bekommt – und so wird er sich angesprochen und einbezogen fühlen.

Die Geschichten sind bewusst kurz und einfach gehalten. Dadurch wird es für den Zuhörer leichter, sich noch an Einzelheiten der Geschichte zu erinnern und ebenso an eigene Erlebnisse ähnlicher Art. Bei einem demenzkranken Menschen zählt die Gegenwart, der Augenblick – und so reichen oft Minuten, um ihn zu beschäftigen, glücklich zu machen und Erinnerungen zu wecken.

Ein paar praktische Tipps, die sich aus meiner Erfahrung bewährt haben:

• Begeben Sie sich auf Augenhöhe mit dem Zuhörer. Schauen Sie ihn beim Vorlesen zwischendurch an und berühren Sie seine Hände oder die Schulter.

• Lesen Sie langsam und deutlich und legen Sie Wert auf gute Betonung. Nur so kann der Demenzkranke auch im fortgeschrittenen Stadium der Geschichte folgen und sie verstehen. Er wird Ihnen dankbar sein und sich wohlfühlen.

• Anschaulicher wird das Vorlesen, wenn Sie Gegenstände aus der „guten alten Zeit“ dabeihaben. Dinge, die befühlt und betrachtet werden können und kleine wertvolle Momente des Glücks hervorzaubern.

• Ich stelle übrigens zum Schluss niemals Fragen zu den Geschichten, um peinliche Situationen zu vermeiden. Wenn ich einer Gruppe vorlese, weiß anschließend immer einer der Zuhörer etwas zu erzählen und die anderen stimmen dann in das Geplauder mit ein.

• Die Geschichten können auch in Form von Ritualen eingesetzt werden: zum Beispiel abends am Bett, um Depressionen zu vertreiben, als Ablenkung bei Aggressionen oder einfach nur zu einer bestimmten Uhrzeit, auf die der Kranke sich freuen kann. Dies erleichtert ihm die zeitliche Orientierung und gibt ihm Sicherheit.

Die Würde und Lebensqualität des Demenzkranken so lange wie möglich zu erhalten – das sollte immer das wichtigste Ziel sein, auch beim Vorlesen.

Viel Spaß dabei!

Ulrike Strätling

Küchengeschichten

Eine Kaffeetasse erzählt

Glauben Sie mir, ich habe es auch nicht immer leicht gehabt. Genau wie bei Ihnen ging es mal rauf und mal runter im Leben. Harte und schlechte Zeiten, gute und schöne Zeiten, aber man denkt ja gerne an alles zurück.

Ich befinde mich im Besitz einer älteren Dame, die schon etwas zittrig ist. Sie heißt Adelheid und benutzt mich täglich, um ihren Kaffee aus mir zu trinken. Vielleicht sollte man besser sagen denn Adelheid schlürft ihren Kaffee so laut, dass einem die Ohren schmerzen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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